Flüsterherz

Price: EUR 14,95



Gebundene Ausgabe: 340 Seiten

Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (Januar 2011)

ISBN-13: 978-3815753019

Originaltitel: Het Fluisterboek

Erster Satz: Wir essen Salat

Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch Andrea Koßmann. Ich finde das Cover wirklich sehr schön und der Klappentext hat mich dann neugierig gemacht.

Kurzinhalt:

 

Anna geht in die achte Klasse und mitten im Schuljahr kommt ihre Kindergartenfreundin Tibby in die Klasse. Tibby lebt so ganz anders als Anna. In einem besetzten Haus mit einer vielbeschäftigten Mutter die nur Augen für ihren Laden hat, der kein Geld abwirft. ihr Vater ist Mitglied einer Rockband und fast immer auf  Tour. Wenn er zu Hause ist trinkt und kifft er. Tibby kümmert sich um alles. Macht die Wäsche und kocht, muss ihre Mutter um Geld anbetteln. Anna ist fasziniert von Tibbys Welt und genießt die Zeit mit ihr und den Ausflügen aus ihre spießig behüteten Umwelt. Aber Tibby verlangt immer mehr von Anna, weshalb sie in Schwierigkeiten kommt. Dann lernt Anna auch noch Easy kennen und verliebt sich. Immer wieder gibt sie Tibby nach und hält ihre Launen aus. Und während sie Easy auffängt und Tibby vergessen lässt geht es der immer schlechter. Als Anna eine merkwürdige SMS von Tibby bekommt, befürchtet sie das Schlimmste.

Eigentlich ist diese Geschichte nicht so wirklich mein Genre, aber ich habe am Schluss geweint. Geschrieben ist in der Ich-Perspektive. Die Autorin hat großes Talent und man hat das Gefühl Annas geschriebenes Flüsterbuch zu lesen. Es wechselt zwischen Teilen, in denen Anna ihre Gedanken in der Gegenwart erzählt und versucht den Sommer zu verarbeiten und den Teilen in denen sie zu diesem Zweck alle Erlebnisse in ein Buch niederschreibt. man nimmt Anna ihr Alter total ab und ich musste mich oft erinnern, wie es mir zu der Zeit ging. Sie ist das ganz normale Mädchen, dass durch ihre Freundin Tibby lernt, dass es auch noch andere Dinge ausser Geigenunterricht gibt. Ich weiß nicht wie ich dieses Buch als Jugendliche aufgefasst hätte, aber ich würde sagen, dass man sehr gut lernen kann die Dinge zu hinterfragen. Ob hinter allem auch immer die Wahrheit liegt und wie sehr die Menschen sich eine Maske aufsetzen können. Niemand ausser Anna ahnt, welche Richtung Tibbys Leben nimmt. Für Anna und ihre Freundinnen ist es so normal, dass Mama und Papa da sind und für alles aufkommen. Für sie st es unverständlich, dass Tibbys Eltern kein Geld für Schulbücher haben. Anna versteht nicht warum Tibbys Vater lieber Geld für Alkohol und Grass ausgibt. Und Anna versteht nicht, warum Tibby sie ein Stück weit beneidet.

Das Buch ist wirklich schön geschrieben und es hat mich zu Tränen gerührt und das passiert mir nicht oft. Ich musste wirklich lange über die Geschichte nachdenken. Während des Lesens beschäftigten mich auch immer wieder Annas Fragen. Selbst wenn man das Ende, wie in meinem Fall, nicht kennt, regen sie zum aufmerksamen Lesen an. Das Buch ist wirklich schön geschrieben mit schön ausgearbeiteten Charakteren.

Die Geschichte war ein schöner Ausflug in ein anderes Genre und vielleicht passiert mir das bei dieser Autorin wieder.

 

 

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