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Eragon – Das Erbe der Macht

Januar 31

Eragon - Das Erbe der Macht

Price: EUR 24,99

Sprecher: Andreas Fröhlich
Verlag: cbj audio; Auflage: ungekürzte Lesung (19. November 2011)
Autor: Christopher Paolini
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3837108545

Originaltitel: Inheritance

Kurzinhalt:

 

Lange habe ich auf den vierten Teil gewartet. Ursprünglich hatte ich mit der Eragon-Reihe angefangen, weil es von einem meiner Lieblingssprecher, Andreas Fröhlich, gesprochen wird. Teil eins und zwei haben mir sehr gefallen. Als ich Teil drei hörte, war ich noch in dem Glauben, dass dies der letzte Teil sei, was sich dann als Fehlinfo herausstellte. Ich sage direkt: Teil drei war mir viel zu langatmig. Drei Jahre auf die Fortsetzung zu warten und endlich das Ende zu hören, war eine viel zu lange Zeit. Ich werde die Handlung nicht mit eigenen Worten wiedergeben, denn ich bin enttäuscht.

Zu Anfang kommt man gleich in ein Schlachtengetümmel, dass sehr genau beschrieben wird. Zu genau, für meinen Geschmack. Schon in Teil drei gab es Passagen(z.B. die Schwertschmiederei) die mich gelangweilt haben. Hätte ich das Buch gelesen, hätte ich es gleich wieder weggelegt. Es passieren so unnötige Dinge. Muss ich wirklich haarklein beschrieben bekommen, wie Eragon eine ganze Nacht Lang eine Verkettung von Zaubern wirkt? Ich finde es zwar toll, das Paolini sich so viel Gedanken zu den Hintergründen macht, aber ich muss nicht an allem teilhaben. Man hätte das ganze Buch sicher um ein drittel kürzen können. Die langen Beschreibungen, die er über eine ganze Zeit macht, bleiben dann plötzlich in den Schlussszenen aus. Für mich bleiben Fragen offen:

Achtung:Spoiler Aufklappen

  • Was wird aus Murthag und Dorn?
  • Was aus einem meiner Lieblingscharaktere Angela? Gerade bei ihr habe ich die ganze Zeit auf die Schlüsselszene gewartet, was im vierten Teil sogar noch unterstützt wurde, aber nichts!
  • Warum bahnt sich zwischen Muthag und Nasuada etwas an und wird nicht ausgeführt?
  • Vor allem: Warum passiert rein gar nichts zwischen Arya und Eragon? Nicht ein Kuss?
  • Wann hört man endlich mal einen wahren Namen? Darum wird ein großes Geheimnis gemacht.

Ich finde es immer gut, wenn man nach dem fulminanten Ende noch hören kann, was weiter mit den Helden passiert. Grundsätzlich ist bei solchen Geschichten der Weg „in“ das Abenteuer immer ausführlich beschreiben, aber „heraus“ oft nicht. Hier wird es auch erzählt, aber so kurz, im Gegensatz zu den vorangehenden Passagen, dass er es sich auch hätte sparen können. Meiner Meinung steht Eragon vor viel zu vielen Hürden.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Erst die Schlacht, dann ein gescheiterter Plan, der viel zu sehr in die Länge gezogenen Flug durch das Unwetter zur Stadt der Drachenreiter. Als Hörer war es für mich so logisch und deshalb unverständlich, dass Eragon so lange braucht um herauszufinden, dass er dort seinen wahren Namen sagen muss.  Dann diese Sache mit den Eldunari fand ich schon die ganze Zeit merkwürdig, aber dass es dann plötzlich mehr davon gibt und ganz viele Dracheneier … Das die Eldunari die ganze Zeit über alles vorraus gesehen haben.

Genug gemeckert, es gibt auch positives. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, man bemerkt die Entwicklung, die der Autor mitgemacht hat. Die Welt hat einen fundierten Hintergrund und weist viele Detais auf. Die hätten nicht immer ausgeschrieben werden müssen. Mit Andreas Fröhlich hat Eragon eine genialen ehrwürdigen Sprecher bekommen, der es versteht, die einzelnen Charaktere hervorzuheben. Gut war auch der Szenenwechsel, dass teilweise aus Nasuadas Sicht und aus Rorans Sicht geschrieben wurde.

An Paolinis Stelle hätte ich mächtig gekürzt und Teil drei und vier in einem Band gemacht. Teil vier war besser als teil drei, aber dennoch unbefriedigend. Meine Enttäuschung mag vielleicht daran liegen, dass ich normalerweise nicht so viel Fantasy dieser Art höre/lese und es mir insgesamt zu lang war. Die Meinungen gehen bestimmt geteilt daher, aber für mich ist das Kapitel Eragon abgeschlossen.

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Nach dem Sommer

Januar 20

Nach dem Sommer

Price: EUR 18,90

Gebundene Ausgabe: 423 Seiten
Verlag: Script5; Auflage: 1 (6. September 2010)
Autor: Maggie Stiefvater
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3839001080
Originaltitel: Shiver

Erster Satz: Ich erinnere mich, wie ich im Schnee lag, ein kleines, warmes Bündel, das langsam kälter wurde.

Kurzinhalt:

 

Lange bin ich um die Bücher von Maggie Stiefvater herumschlarwänzelt. Eigentlich bin ich kein Wolf-Fan, aber ihre Bücher wurden immer sehr gelobt. Dazu kommt mal wieder das wundervolle Cover, dass man von Script 5 gewöhnt ist. Als ich es dann zusammen mit Delirium in der Stadtbücherei Münster ausleihen konnte habe ich es erst auf die Wartebank geschoben. Zum Glück. Den Leckerbissen sollte man immer zuletzt essen.

Grace wurde als Kind von Wölfen in den Wald gezerrt. Der eine Wolf, der mit den gelben Augen, rettete sie vor dem hungrigen Rudel. Seit dem wartet sie auf jeden Winter um ihren Wolf zu beobachten, der zwischen den Bäumen im Wald hinter dem Haus aus sie beobachtet. Sie ist fast besessen von diesem Wolf. Mittlerweile ist sie 17 und als die Bewohner Mercy Falls Jagt auf das Wolfsrudel aufnehmen, stellt sie sich auf die Seite der Tiere. Es fallen Schüsse im Wald und auf der Gartenveranda findet sie plötzlich Sam. Den Jungen mit den gelben Augen ihres Wolfes. Sie rettet ihn, zieht ihn ins Haus und in ihr Herz. Der Junge, der im Sommer Mensch und im Winter Wolf ist, und Grace verlieben sich ineinander. Doch die Zeit für Sam läuft. Der Winter naht, und es könnte sein letzter Sommer sein.

Ich habe dieses Buch genossen. Endlich eine Liebe, die so bedingungslos ist. Maggie Stiefvaters Stil ist unbeschreiblich schön. Sie versteht es hervorragend die Liebe der beiden Protagonisten darzustellen, ohne dass es kitschig wirkt. Und dass alles, obwohl ich eigentlich nicht auf Werwölfe stehe.

Das ganze Buch über wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Mal aus Sams, mal aus Graces Sicht. Ich bin bekennender Fan von Perspektivenwechsel. Zwar musst ich mich die ersten Kapitel daran gewöhnen umzuswitchen, aber das ging sehr schnell. Jedes Kapitel beinhaltet in der Überschrift den Namen des Erzählers und die Temperatur der Szene. Okay, Werwölfe sind Fabelwesen, aber ich habe zu keinem Zeitpunkt der Geschichte das Gefühl gehabt, das es übertrieben und unrealistisch ist. Zwar konnte ich Graces Wolfsbesessenheit zunächst nicht nachfühlen und mir fehlte ein wenig das Verlieben in Sam, aber ich habe ihn genauso geliebt, wie Grace auch. Erst habe ich Parallelen zu Bella gesehen, weil sie auch ein altes Auto fährt und die Rolle mit ihren Eltern verdreht ist. Denn Grace ist diejenige, die den Haushalt schmeißt und ihre Künstlermutter erträgt. Grace ist ein wundervoller Charakter, ebenso Sam. Die Moment, in denen sie sich in den Armen liegen sind so wunderschön beschreiben, dass man die Berührung fast selbst spürt. Auch die Nebencharaktere bestechen durch ihren Charakter. Isabell mag ich da sehr, ihre zickige versnobbte Art kommt sehr gut rüber. Stellenweise kamen mir beim Lesen sogar die Tränen, was mir nicht oft passiert. Selbst das Ende ist schön. Ein großes Kompliment an Autorin und Übersetzerin.

Die Idee, dass Wölfe an die Temperatur gebunden sind finde ich schön und geht vom Vollmondklischee weg. Auch das Sam als Wolf eher ein tierisches Denken hat, gefällt mir gut.

 

Ich freue mich auf die Fortsetzung und bin froh, das es den zweiten Teil schon gibt. Maggie Stiefvater landet sicher auf meiner Liste der Top-Autoren. Danke, für diese tolle Liebesgeschichte.

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Delirium

Januar 5

Delirium

Price: EUR 18,90

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (November 2011)

Autor: Lauren Oliver

Sprache: Deutsch

ISBN-13: 978-3551582324


Originaltitel: Delirium

Erster Satz: Es ist jetzt vierundsechzig Jahre her, dass der Präsident und das Konsortium die Liebe als Krankheit identifiziert haben, und vor dreiundvierzig Jahren haben die Wissenschaftler das Heilmittel entwickelt.

Kurzinhalt:

 

Neben dem schönen Cover (Ich mag das rot und das Wort „Liebe“ überall) hat mich das Thema sofort gepackt. Eine Welt in der Liebe eine Krankheit ist. All die Symptome, die Lauren Oliver in ihrem Buch mit Armor deliria nervosa verbindet, hat man definitiv, wenn man verliebt und die Ähnlichkeit zu einer Krankheit ist sofort naheliegend.

Mit achtzehn unterzieht sich jeder Bürger im sicheren, überwachten und gesäuberten Amerika der Zukunft einem Eingriff, nachdem man nicht mehr an Liebe leiden kann. Man bekommt einen Partner zugeteilt und es wird vorgeschrieben, wieviele Kinder man bekommen darf. Das scheinbar perfekte System gibt vor welche Musik gehört und welche Texte gelesen werden dürfen. Jeder ist sicher im Elektrozaun umgebenen Portland. Lena freut sich auf ihren Eingriff. Endlich keine Angst mehr vor der Krankheit haben zu müssen. Geheilt zu sein. Den Blicken zu entfliehen, denn ihre Mutter galt nach dem dritten Eingriff immer noch als ungeheilt und nahm sich das Leben. Ein Makel, mit dem sie und ihre Familie leben muss. Bei ihrer Evaluierung, einem Test, nachdem ihr ein Partner und berufliche Laufbahn zugeteilt wird, passiert ein aufstänlerische Zwischenfall. Dabei sieht sie zum ersten Mal Alex. Ihre Wege kreuzen sich mehrmals und schon bald bemerkt Lena erste Symptome der Krankheit. Sie erlebt den Sommer ihres Lebens, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.

Dieses Buch wurde so kontrovers bewertet, das ich mir bei dem Gedanken, welche Wertung ich gebe, selbst ins schwanken geriet. Also stellte ich mir ein paar Fragen:

Wie gefällt mir die Grundidee? Super! Tolles Thema, volle Punktezahl, also sechs Sterne.

Wie gefällt mir der Plot? Mir gefiel er im Gunde gut, aber ich mag langsame Anfänge. Denn es passiert nicht gleich etwas, sondern man hängt erst mal sehr in Lenas Welt. Man bekommt einen guten Eindruck davon, wie dieses System funktioniert und wie ein Mensch, der damit aufgewachsen ist, denkt. Die Wendung in Lenas Charakter beginnt langsam und ist vollkommen nachvollziehbar. Was für manche zu langweilig scheinen mag, fand ich hier gut, denn ich habe Lenas Umdenken, die ganze Entwicklung dahin, voll abgenommen. Zum Schluss hin passiert dann doch noch etwas Action. Das Ende ist offen, ein gemeiner Cliffhänger, denn man möchte wissen wie es weitergeht. Für den Plot würde ich fünf Sterne geben.

Wie gefallen mir die Charaktere? Lena bekommt man durch die Ich-Perspektive voll mit und sie ist meiner Meinung sehr gelungen. Alex ist nicht der superduper Wundertyp, aber gerade das finde ich toll an ihm. Er ist authentisch. Hana, Lenas beste Freundin ist total gut gelungen, aber leider gibt es einen langen Teil im Buch, wo sie an Präsenz verliert. Die Familienmitglieder von Lena sind mal mehr und mal weniger da. Carol, ihre Tante wirkt ganz unscheinbar, als hätte sie keinen besonderen Charakter, was einem die Folgen des Eingriffs näher bringt. Für die Charaktere würde ich auch fünf Punkte geben.

Wie gefällt mir der Hintergrund? Wie bei allen Zukunftsszenarien, sei es Buch, Hörspiel oder Film, gucke ich genau auf den Hintergrund. Natürlich verzeihe ich Makel, aber ich will halt wissen, ob sich der Autor Gedanken gemacht hat. Bei Delirium ist mir der Zeitraum ein bischen negativ aufgefallen und den nehme ich der Geschichte einfach nicht ab. Das Zeitfenster könnt ihr aus dem ersten Satz entnehmen. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt: Wo sind denn all die, die noch die Zeit vor dem Heilmittel miterlebt haben. Haben alle die neue Religionsordnung aus Glaube und Wissenschaft so schnell hingenommen? Ist das Zeitfenster für eine derartige Systemumstellung nicht zu klein? Gerade wenn es um Liebe geht, denkt man doch, dass es einen großen Wiederstand gegeben haben muss. Das wirklich so viele sich freiwillig gemeldet haben, konnte ich einfach nicht glauben. Für den Hintergrund würde ich drei Sterne geben.

Wie gut konnte ich mir die Welt vorstellen? Stellenweise habe ich darüber wirklich nachgedacht. Es gibt Handys, Computer, aber nicht für jeden. Autos sind absoluter Luxus. Es gibt strenge Regeln, aber dennoch scheint es auch viel Freiheit zu geben. Ehrlich gesagt konnte ich mir zwar einzelnen Schauplätze richtig gut vorstellen, da hat mich Lauren Olivers Stil voll überzeugt, aber diese gesamte Welt konnte eich nicht ganz greifen. Wie modern oder unmodern sie ist. Das hat mir zwar persönlich der Geschichte keinen Abbruch getan, dennoch würde ich nur vier Sterne geben.

Wie hat Dir der Stil gefallen? Absolut schöner Schreibstil. Ich habe ihn genossen. Vor allem die Bildersprache, die die Autorin benutzt hat. Passend zu den wichtigen Szenen. Allerdings habe ich auch zwischendurch den Gedanken gehabt: War klar, jetzt kommt wieder sowas, aber trotzdem hat mir die Sprache gefallen. Sehr gut fand ich auch den Beginn jedes Kapitels mit Versen, Gedichten und Zeilen aus dem Buch Psst(sowas wie die Bibel da). Das hat einen näher an die Geschichte gebracht. Das Buch hatte schon diese magische Anziehungskraft, das nicht-weglegen-Gefühl. Es war so einfach und schnell zu lesen. Sechs Sterne.

Ergibt summasummarum: fünf Sterne.

Kritikpunkt:

Was mich manchmal  verwirrt hat waren Reaktionen. Im Grunde wirken die Menschen größtenteils Gefühllos, wenn sie geheilt sind, aber dann wird doch mal gelacht oder eine Regung gezeigt, auch wenn es Nervosität ist. Das finde ich schwierig, denn wenn so ein starken Gefühl wie Liebe ausgeschaltet ist, können meiner Meinung andere Gefühlsregungen auch nur schwer darstellbar sein.

Alles in allem freue ich mich sehr auf die Fortsetzung und was die Autorin weiter aus der Thematik macht.

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2012

Januar 2

Soweit ich das verstanden habe geht die Welt diese Jahr nicht unter, es kündigt sich lediglich ein neues Zeitalter an. Na dann, sehen wir mal was uns das bringt.

Wie jedes Jahr scheint Silvester so ein magisches Datum bei mir zu sei, zu dem ich sehr aktiv werde. Ich habe fast sämtlichen Papierkram erledigt, der sich aufgeschoben hatte und habe mir ein paar Aufgaben für das neue Jahr ausgedacht. Dabei hat sich, wie ein paar hier nicht genannte private Punkte folgendes ergeben:

für meine Schreiberei:

  • meinen Erstling zu Ende überarbeiten
  • den Erstling bei Agenturen vorstellen
  • die mögliche Fortsetzung in Rohfassung schreiben
  • meine neue Idee formen
  • (evtl. neue Idee in Rohfassung schreiben)
  • auf die Buchmesse fahren (Ich fahre, JA! Wir sehen uns vom 16.-18.03 in Leipzig)

für meine Bloggerei:

  • jeden Monat minestens zwei Bücher lesen(oder drei, vier wären super)
  • soweit ich das schaffe ein Gewinnspiel machen

 

Ich bin selbst gespannt inwieweit ich alles umsetze und was mit diesem noch jungen Blog passieren wird. 2012 sehe ich persönlich positiv entgegen. Neues Jahr-Neues Glück. In diesem Sinne hoffe ich für euch, dass alle Wünsche in Erfüllung gehen.

Love & Kisses

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