Aisling Breith lesen, schreiben, hören

Ostern

März 29

Auch ich wurde auf die Osteraktion von Thomas Cook aufmerksam gemacht und möchte mir den 10€ Amazon-Gutschein nicht entgehn lassen.

Deshalb ‚verstecke‘ ich hier auf meinem Blog ein Ei!

Viel Spaß bei der Suche, die am 9.April startet.

Osterferien mit Thomas Cook
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Oetinger Verlag

März 29

Sonntagmorgen um 11.00 Uhr hatten wir einen „Termin“ mit Herrn Ehrich vom Oetinger Verlag. Die Oetinger Verlagsgruppe hat ihren Sitz im Nordosten Hamburgs und setzt sich zusammen aus dem 1946 gegründetem Friedrich Oetinger Verlag, dem Cecilie Dressler Verlag, Heinrich Ellermann Verlag, Erika Klopp Verlag und dem Verlag für Kindertheater. Der sympathische Mann hat sich viel Zeit genommen, um unsere Fragen zu beantworten. An dieser Stelle möchten wir auch nochmal DANKE sagen. Es hat viel Spaß gemacht. Hoffentlich sehen wir uns nächstes Jahr in Leipzig wieder.

 

Haben Sie das Gefühl, dass Deutsche mehr schreiben und Sie in den letzten Jahren mehr Manuskripte erhalten, als es früher der Fall war?
Leider kann ich hierzu gar nicht viel sagen, da ich für den Vertrieb zuständig bin. Aber ich habe bei meiner Kollegin Frau Weitendorf vor zwei Tagen gehört, dass es circa 1000 Manuskripte im Jahr sind. Ich würde aber sagen, dass die Tendenz aber auf jeden Fall mehr ist als früher.

Mit oder ohne den von Ihnen angeforderten Manuskripten?
Oh, das kann ich leider nicht sagen. Sie sprach nur von 1000 Stück pro Jahr.

Wie viele der unverlangt eingereichten Manuskripte werden von Ihnen letztendlich verwirklicht?
Nicht viele, aber hin und wieder kommt es vor.

Die Regale der Bücherhandlungen sind voll von ausländischen Autoren. Was sagen Sie dazu?
Die Qualität der Manuskripte ist für den Oettinger-Verlag wichtiger als die Herkunft. Aufgrund der familiären Beziehungen der Gründerfamilie nach Skandinavien haben wir neben vielen deutschen und englischen Titel auch eine Auswahl von skandinavischen Autoren im Programm.

Warum werden so viele ausländische Lizenzen erworben?
Der Erwerb von ausländischen Lizenzen aus dem Ausland ist anhaltend. Nicht weil die Deutschen schlecht schreiben, sondern eher, weil es sich in die Richtung entwickelt hat. Den „Startschuss“ hat J.K.Rowlings mit ihrem Harry Potter gemacht. Danach kam Cornelia Funke mit ihren Tinten-Büchern, Eragon, Biss und jetzt Panem. All diese Trendtitel kommen von Übersee (abgesehen von Cornelia Funke). Davon abgesehen wissen die großen amerikanischen Verlage, was für Marketing sie machen müssen, um einen Durchbruch zu schaffen.

In den Buchhandlungen findet man immer mehr Trilogien. Wird das von den Verlagen so gewünscht?
Laut Aussagen der Buchhandlungen wünschen die Leser keine Mehrteiler mehr. Die Tendenz geht eher zu Einteilern, bzw. Bücher, die in sich geschlossen sind. Ich wurde sogar schon von einigen meiner Kunden (Buchhandlungen) darum gebeten diese Informationen an die entsprechenden verlagsinternen Stellen weiterzuleiten.

Wo sehen Sie den Trend in den kommenden Jahren?
Das ist schwer zu sagen. Ein Trend wird von dem Nächsten abgelöst. Das Zeitalter der Vampire, Werwölfe geht langsam vorbei. Vielleicht werden skandinavische Krimis der neue Trend.

Was sagen Sie zum Thema, deutscher Autor soll nur in deutschen Settings schreiben?
Eigentlich ist das kein Problem. Wobei bei Oetinger eher deutsche Autoren mit deutschen Settings erscheinen. Cornelia Funke ist da sicher eine Ausnahme.

 

Vielen Dank auch für die Mühe das Rezensionsexemplar „Zirkel“ zuzusenden, zu dem in den nächsten Wochen ein Artikel folgen wird.

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Thienemann Verlag

März 28

Kurz vor Toresschluss am Samstag auf der Leipziger Buchmesse hatten wir noch die Möglichkeit ein Interview mit Mitarbeiterinnen von der Thienemann-Verlagsgruppe zu führen. Die GmbH besteht aus dem 1849 gegründeten Thienemann Verlag, dem Gabriel Verlag und dem 2010 ‚gestarteten‘ Imprint Planet Girl-Verlag. Das Programm des Gabriel Verlags geht eher in die ökumenische Richtung und möchte Kindern und Eltern mit christlichen Traditionen im Jahres- und Lebenslauf neu vertraut machen. Der Planet-Girl Verlag hingegen ist mehr auf die junge weibliche Leserschaft ausgerichtet und unteranderem mit den „Freche Mädchen, freche Bücher“-Reihe deutschlandweit bekannt.

Frau Unbehaun und Frau Langenströer haben sich viel Zeit genommen und uns unsere Fragen mehr als ausführlich beantwortet.

Haben Sie das Gefühl, dass Deutsche mehr schreiben und Sie in den letzten Jahren mehr Manuskripte erhalten, als es früher der Fall war?
Nein, aber es sind immer noch ziemlich viele.

 

Wie viele Manuskripte erhalten Sie im Jahr?
Circa 2000 unverlangt eingesendete Manuskripte, dazu kommen dann noch die der Agenturen und die von uns in Auftrag gegebenen. Aktuell arbeiten vier Autorinnen an einer neuen Serie, ‚Die Zaubermädchen‘. Der Planet-Girl-Verlag hat diese Serie entwickelt und hat gezielt Autorinnen angesprochen und sie für dieses Projekt verpflichtet.

 

Und wie viele der unverlangt eingereichten Manuskripte werden von Ihnen als Bücher herausgebracht?
Die Realisierungen liegen im unteren einstelligen Bereich.

 

Woran liegt das?
Das hat unterschiedliche Gründe. Ein Teil der unverlangt eingesendeten Manuskripte passen einfach nicht in unser Programm, sondern werden auf ‚Gut Glück‘ verschickt. Ein großer Teil sind aber auch unoriginelle Geschichten oder Stoffe die es bereits massenhaft auf dem Markt gibt. Vieles ist aber auch einfach handwerklich nicht gut gemacht, also schlecht geschrieben.

 

Was muss ein Autor haben um bei Thienemann ‚punkten‘ zu können.
Wir sind immer auf der Suche nach tollen, humorvollen, besonderen Geschichten, die die Leser der einzelnen Altersgruppen ansprechen. Es bringt nichts, wenn man ein Buch schreibt, worüber sich die Erwachsenen amüsieren, aber die Kinder nicht lachen können.

Interessant ist es auch, wenn der Autor verschiedene Genres mischt. Im Planet-Girl Verlag gibt es zum Beispiel die Pferdebücher von Nele Neuhaus. Sie mischt hier den Bereich Krimi mit Pferden, die auf den ersten Blick scheinbar nicht zusammenpassen. Astrid Frank zum Beispiel hat mit ihrem Roman ‚Acher – Legende des roten Landes‘ eine Pferdegeschichte mit historischem Hintergrund geschrieben.

 

Auf dem Buchmarkt sieht man immer mehr ausländische Autoren. Warum?
Überwiegend veröffentlicht die Thienemann Verlag GmbH deutsche Autoren. Im Bereich Fantasy ist es aber in der Tat so, dass eher ausländische, vorwiegend amerikanische Autoren veröffentlich werden. Die Amerikaner gehen dieses Thema anders an und treffen damit eher den Geschmack der Leser.

 

Wie stehen Sie zum Thema, deutsche Autoren sollen nur in deutschen Settings schreiben?
Ausländische Settings sind in Ordnung, wenn sie gut recherchiert und authentisch sind. Wenn man beim Lesen das Gefühl bekommt, der Autor hat z.B. einfach nur New York als Setting ausgesucht, weil er es so toll findet, sich aber weder in der Stadt, noch mit den amerikanischen Gepflogenheiten auskennt, so ist das nicht mehr glaubwürdig.

 

In den Buchhandlungen findet man immer mehr Trilogien. Wird das von den Verlagen so gewünscht?
Nein. Wir legen es nicht darauf an, einen Dreiteiler herauszubringen. Meist sind die dritten Teile längst nicht mehr so gut wie der Erste. Es ist eher so, dass die Autoren die Geschichten direkt auf drei Teile konzipieren und sie so auf dem Markt angeboten werden.

Wir zum Beispiel, verlegen gerne auch Serien. Keine Mehrteiler sondern richtige Serien. ‚Unsere Tierklinik‘ ist da ein schönes Beispiel oder auch ‚Der Robin Hood Club‘. Aber auch die Freche Mädchen Bücher um einige starke Protagonistinnen werden von unseren Leserinnen gewünscht, weil sie einfach gerne wissen wollen, wie es weitergeht.

 

Vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben.
Sehr gerne. Es waren sehr interessante Fragen.

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Lesung mit Kerstin Gier

März 27

Freitag, 16.03.2012, 20:25. In einem kleinen Raum, vollgequetscht mit Stühlen, sitzen in schwindelerregender Höhe über den Dächern von Leipzig ca. 60 Frauen (und ein paar Männer) und warten ungeduldig auf die Ankunft der Autorin, die uns mit so wunderbaren Titeln wie ‚Für jede Lösung ein Problem‘ oder den ‚Mütter-Mafia‘-Romanen verwöhnt hat. Ich persönlich kenne sie erst durch ihre phänomenalen Bücher ‚Rubinrot‘, ‚Saphirblau‘ und ‚Smaragdgrün‘ und seitdem ist sie eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen. Die Rede ist von keiner anderen als Kerstin Gier.
Die lebenslustige Bergisch-Gladbacherin liest an diesem Abend aus ihrem neuen Roman ‚Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner‘ (Bastei Lübbe), den ich bis zu dieser Lesung noch nicht kannte. Und auch wenn das jetzt vielleicht etwas seltsam klingt, diese 1 1/2 Stunden im hauseigenen Restaurant von Karstadt hat mich für die 500 km Anreise aus Köln absolut entschädigt.

Danny zusammen mit Kerstin Gier

Am Anfang war die Stimmung etwas steif. Aber nachdem sich Frau Gier eine Runde in ihrem bereitstehenden Sessel gelümmelt hatte und so für einige Lacher sorgte, war das Eis gebrochen und es konnte (endlich) losgehen.

Für mich war es die erste Lesung überhaupt und es hat mich (vor allem als Schreiberling) sehr überrascht, dass sie uns etwas über die Entstehung und auch ein wenig über den Hintergrund der Geschichte berichtet hat. Die Art wie sie erzählte und die Art wie sie mit dem Publikum vor sich umgegangen ist, zeigte, wie sehr ihr Schreibstil ihr aufgewecktes und erfrischendes Wesen wiederspiegelt. Wer einen Roman von Kerstin Gier gelesen hat, der hat ein ziemlich genaues Bild davon wie sie ‚live und in Farbe‘ ist.
Die Textpassagen die sie vorlas waren spritzig und genau mit dem Maß Humor und Komik das zwischenzeitlich die Wände des kleinen Raumes im LeBuffet vor lauter Lacher bebten. Vor allem der kölsche Dialekt des Taxifahrers der die Protagonistin Kati nach Hause bringt hat sie perfekt getroffen, wie es eigentlich nur ein waschechter Kölner schafft.
Nach der Lesung hat sich (fast) jede Besucherin ein Buch signieren lassen. Obwohl es eine Lesung für das neue Buch war, hatten viele der Frauen (vor allem die jüngere Generation) ein oder auch alle drei Bücher der ‚Liebe geht durch alle Zeiten‘-Reihe für eine Signatur dabei. Auch ich habe mich in die lange Schlange eingereiht und die Wartezeit (die genauso lang war, wie die Lesung gedauert hat) gerne in Kauf genommen und mir sowohl für mein ‚Rubinrot‘-Exemplar als auch für mein frisch erworbenes ‚Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner‘ Exemplar eine wunderschöne Signatur mich noch schöneren Sternen und einem Mond ‚abgeholt‘.

An dieser Stelle möchte ich noch mal ‚DANKE‘ sagen. Für einen wirklich schönen Abend mit viel  Entertainment. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt.
Und vielleicht sehen wir uns wirklich im kölschen Hyde Park wenn es wieder heißt ‚Und Action!‘.

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Ueberreuter Verlag

März 25

Sonntagmittag hatten wir die Möglichkeit ein besonderes Interview zu führen. Beim Wiener Carl Ueberreuter Verlag nahm sich Johann Larcher, Vertriebs- und Marketingleitung und die Autorin Usch Luhn die Zeit unsere Fragen zu beantworten. Usch Luhn saß durch Zufall am Stand des Verlags und war ebenso aufgeschlossen wie Johann Larcher.

Haben Sie das Gefühl, dass Deutsche mehr schreiben und Sie in den letzten Jahren mehr Manuskripte erhalten, als es früher der Fall war?
Johann Larcher: Die Tendenz im Fantasy Bereich ist steigend, da es auch mehr Veröffentlichungen gibt als früher.

 

Wo sehen Sie den Trend für die kommenden ein bis zwei Jahre?
Johann Larcher: Dystopien sind der Trend seit einem halben Jahr im Bereich Fantasy. Die Säule der Kinder- und Jugendbücher wird stärker bzw. größer, da auch mehr Erwachsene diese Bücher lesen. Ich denke aber auch, dass die sozial engagierten Bücher, realistische Geschichten – Pubertät oder zwischenmenschlich Themen – beliebter werden.

Usch Luhn: Die Geschichten konkurrieren aber nicht, eher stehen sie nebeneinander. Gerade Schulen greifen immer häufiger die Themen auf. Denn wenn die Leser packende Geschichten lesen, in denen sie sich wiederfinden, dann werden sie auch angenommen. Man muss andocken können.

 

Auf dem Buchmarkt sieht man immer mehr ausländische Autoren. Warum?
Johann Larcher: Lizenzmärkte sind wichtig. Wir haben eher deutsche Autoren in unserem Programm. Der Lizenzmarkt ist sehr teuer. Denn gute Stoffe müssen entsprechend bezahlt werden.

Usch Luhn: Das deutsche Publikum erfährt nicht, wenn unsere Buchlizenzen ins Ausland verkauft werden. Meine Sachen zum Beispiel werden ins Hebräische übersetzt. Oder viele osteuropäische Verlage publizieren meine Bücher.

Johann Larcher: Die Engländer oder Amerikaner zum Beispiel verkaufen mehr Lizenzen an uns, wohingegen unsere Stoffe in diesen Ländern nicht platziert werden können. Dafür aber verkaufen wir Bilderbücher nach China oder Skandinavien. Andersrum werden die Lizenzen aus diesen Ländern kaum erworben. Im angelsächsischen Raum gibt es ein sehr großes und gutes Autorenpotenzial. Es gibt eine Vielzahl hervorragender deutsche Autoren, aber der Markt hat Platz für mehr.

Usch Luhn: Die Vielfalt ist wichtig. Es freut mich immer, wenn ich andere erfolgreiche Autoren kennenlerne.

 

Wie sehen Sie den Markt für neue, unbekannte Autoren?
Johann Larcher: Manuskripte gibt es genug, aber der Aufwand, sie zu prüfen, ist sehr groß. Empfehlungen schaden nicht, aber sind nicht vorrangig. Wichtig für den Verlag ist, dass der Neuling eine gewisse Professionalität vermittelt, ansonsten kommt nichts bei rum.

Usch Luhn: Als ich angefangen habe, habe ich mich mit 30 Seiten beworben. Meine Geschichte war nicht mal fertig und ich hab’s trotzdem geschafft. Und das mit meinem Erstling. Kommunikation ist wichtig. Man muss aufgeschlossen sein.

 

Wie stehen Sie zum Thema, deutsche Autoren sollen mit deutschen Settings arbeiten und nicht mit amerikanischen oder kanadischen Settings?
Johann Larcher: Das Setting muss glaubhaft sein. Es muss stimmen und passen. Dann ist das kein Problem.

 

Auch hier ein herzliches DANKE für die Zeit und das wunderbare, signierte Rezensionsexemplar von Usch Luhn ‚Unschuld‘, wozu in den nächsten Wochen eine Rezension folgen wird.

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ARENA Verlag

März 24

Im Rahmen der Buchmesse, haben wir die Zeit genutzt und mit einigen verschiedenen großen Verlagen und deren Außendienstmitarbeitern, oder Vertrieblern gesprochen und ihnen einige Fragen stellen können. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei Allen bedanken, dass sie so freundlich, geduldig und ausführlich all unsere Fragen beantwortet haben. Wir haben allen Verlagen die gleichen Fragen gestellt und waren sehr überrascht wie unterschiedlich, aber auch wie ähnlich die Antworten ausgefallen sind.

Es folgt das Interview mit Herrn Preuß vom Arena Verlag. Das würzburgerische Unternehmen ist einer der größten Kinder- und Jugendbuchverlage in Deutschland.

 

Haben Sie das Gefühl, dass mehr Leute als früher schreiben und somit auch mehr unverlangt Manuskripte eingereicht werden?

Nein, es sind nicht mehr Einreichungen als früher. Nach den Messen ist es in der Regel immer etwas mehr, als sonst.

 

Wie viele der unverlangt eingereichten Manuskripte werden nachher als Bücher herausgebracht?

Die Veröffentlichungen liegen im unteren Prozentsatz. Meistens sind es circa 1 – 2 %.

 

Wie finden Sie dann die Projekte, die Sie gerne veröffentlichen möchten?

Vieles läuft über Literaturagenturen, die uns Autoren vermitteln. Es werden auch ausländische Lizenzen erworben, die bereits im jeweiligen Land etabliert sind. Wir entwickeln aber auch eigene Projekte, für die wir uns dann gezielt Autoren suchen, die wir uns dafür vorstellen können.

 

Wo sehen Sie den Trend für die kommenden ein bis zwei Jahre?

Im Moment sind Dystopien sehr gefragt und das wird sich auch noch halten. Einen langfristigen Trend sehe ich jedoch eher weg vom Bereich Fantasy und hin zu realistischen Themen.

Wir haben zum Beispiel vor, den Bereich Thriller und Krimi mehr auszubauen.

 

Wie stehen Sie zum Thema, deutsche Autoren sollen mit deutschen Settings arbeiten und nicht mit amerikanischen oder kanadischen Settings?

So pauschal kann man das nicht sehen. Natürlich soll ein deutscher Autor nicht nur deutsche Settings haben. Ich könnte mir auch gut europäische Settings vorstellen.

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Papierfresserchens MTM–Verlag

März 23

Auch wenn es das letzte Gespräch auf der Leipziger Buchmesse 2012 war, starten wir die Interviewreihe mit Frau Martina Meier, Gründerin des Papierfresserchens MTM-Verlags. Das Papierfresserchen wurde 2007 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Autoreninnen die bis dato wenig oder gar nichts veröffentlicht haben zu fördern. Dabei ist die jüngste Autorin 10 und die älteste jüngste 86 Jahre alt.

Haben Sie das Gefühl, Sie bekommen mehr Manuskripte als früher geschickt?
Eigentlich ist es ungebrochen. Wir bekommen täglich mindestens ein Manuskript geschickt.

Wie viele Projekte verwirklichen Sie davon?
Wir nehmen natürlich nicht alle Manuskripte, versuchen aber, möglichst viele Projekte von Jungautorinnen zu verwirklichen. Das Manuskript muss dabei von der ersten bis zur letzten Seite stimmig und veröffentlichbar sein.

Was sagen Sie dazu, dass in den Buchhandlungen immer mehr ausländische Autoren in den Regalen stehen?
Wir von Papierfresserchens MTM-Verlag haben bislang nur deutsche Autoren veröffentlicht.

Wie stehen Sie zum Thema, deutsche Autoren sollen mit deutschen Settings arbeiten?
Ich denke, dass muss jeder für sich entscheiden. Es muss nur passen. Bei uns steht vorrangig die Förderung von jungen Autoren im Vordergrund. Übung macht den Meister und das versuchen wir zu fördern. Bei weiteren veröffentlichen Projekten der Autorinnen merkt man das auch. Eine unserer ganz jungen Autorinnen hat am Donnerstag die Buchmesse mit einer Lesung aus ihrem Buch eröffnet.

Vielen Dank Frau Meier, dass Sie sich die Zeit genommen haben uns unsere Fragen zu beantworten. Ebenfalls möchten wir uns für die beiden Rezensionsexemplare bedanken. Zu ‚Die Chroniken von Tydia‘ von Nina Maruhn und zu ‚Triklin – Die Feuertänzer‘ von Uta Maier gibt es bald eine Rezension.

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Godspeed – Die Reise beginnt

März 21

Godspeed - Die Reise beginnt

Price: EUR 19,95



Gebundene Ausgabe:
  448 Seiten


Autor:  Beth Revis 

Verlag: Dressler (August 2011)

ISBN-13: 978-3791516769 

Originaltitel: Across the Universe

Erster Satz:  „Lass Mom als Erste gehen“, sagte Dad.

Mir ist der Titel des Buchs im Ohr geblieben und die Tatsache, dass es auf einem Raumschiff spielt, in dem Menschen im Kryoschlaf reisen, waren Auslöser, das Buch zu lesen.

 

Idee:  Ich bin mit Star Wars und Raumschiff Enterprise groß geworden, habe sogar ein paar Folgen Raumpatroille Orion gesehen. Mich haben die weiten des Alls schon immer faziniert und deshalb finde ich die Idee der Geschichte total super. Ein neuartiges Setting im Bereich der Dystopien.

Plot: Sicher gab es Überraschungen, aber leider waren mir auch Dinge sehr schnell klar, die erst zum Ende aufgelöst wurden. Mir war der Plot teilweise zu vorhersehbar. Ich habe immer noch auf den Knaller am Schluss gewartet, und deshalb auch weitergelesen, aber den hatte ich dann doch vorhergesehen. Zumindest den Einen. Das mag vielleicht an all den vielen Science Fiction Serien/Filmen liegen, die ich schon gesehen habe und doch auch immer wiederkehrende Storylines haben. Aber abgesehen davon baut der Plot gut aufeinander auf und hinterlässt keine Lücken. Es gab dann doch auch eine Überraschung für mich zum Schluss. Natürlich endet die Geschichte in einem richtig guten Cliffhanger und man bekommt Lust, den zweiten Teil zu lesen.

Schreibstil: Als ich das Buch aufgeschlagen hatte, dachte ich: Toll, Perspektivenwechsel! Und dann: Super, Ich-Erzähler! Gleich zwei Faktoren die mich das Buch schnell und flüssig haben lesen lassen.  Die Autorin spielt passend mit den Blickwinkeln aus Amys und Juniors Sicht und lässt sie rein von der Handlung her teilweise nahtlos ineinander übergehen. Leider habe ich nach den Lesepausen meist erst nicht gewusst, aus wessen Sicht die Autorin gerade erzählt. Sicher hätte eine deutlichere Differenzierung im Stil der Charaktere etwas geholfen.

Charaktere: Amy ist mir leider etwas zu ungreifbar geblieben. Stellenweise kommt sie mir zu gut mit der neuen Situation klar. Es ist schon deutlich, dass sie aus einer anderen Gegenwart kommt, aber ein bisschen mehr Tiefe hätte ihr nicht geschadet. Bei Junior gibt es leider eine Sache die ich nicht mag, aber die ist kosmetisch: Ich mag den Namen nicht. Ich finde ihn zwar von der Story her logisch und passend, aber für mich ist Junior kein Junior. Er wird gerade zum Mann, steht davor mehr und mehr der nächste Älteste zu werden und hat einen inneren Kampf auszutragen. Alles Punkte, bei denen sich mir alles sträubt, wenn ich seinen Namen lese. Definitiv konnte ich mich nicht in ihn verlieben. Dafür ist er ausgereifter als Amy. Auch die Nebenrollen sind nett und schön dargestellt, aber ausnahmsweise habe ich keinen Favoriten.

Hintergrund: Der Punkt den ich immer ganz kritisch sehe, wenn es um Dystopien geht. Wirklich gut gefallen hat mir vor allem die erste Szene, in der die Autorin ganz genau beschreibt, wie der Vorgang des Einfrierens von statten geht. Aber mir bleiben Fragen offen:

Achtung:Spoiler Aufklappen

Warum lässt der Älteste Amy einfach so frei herumlaufen, obwohl er in ihr eine so große Gefahr sieht? Das hat mich gleich am Anfang gestört, weil ich es so unlogisch finde. Wie ist das mit den Technikern? Warum nehmen sie alles so hin? Bekommen sie denn auch Phydus, die ins Wasser gemischte Droge? Aber können sie dann noch forschen? das Technikdeck blieb mir sowieso viel zu sehr aussen vor. Wenn ich im Maschinenraum arbeiten würde und vom defekten Antrieb wüsste, würde ich Amok laufen. Ich konnte leider auch nicht die Größe des Schiffes fassen. Warum gibt es eine gebaute Stadt? Müsste es nicht feste Unterkünfte geben? Kann man 300 Jahre lang den Acker bestellen, der sich in einem Raumschiff befindet? Ganz ehrlich fand ich die Vorstellung des Versorgerdecks viel zu unrealistisch. Zumindest für meine Raumschiffvorstellungen. Über 2000 monoehtnische Menschen? Wie das geht, klärt Beth Revis hoffentlich noch. Menschen, die freiwillig auf ein Raumschiff als Versorger anheuern, obwohl es eine Reise ohne Wiederkehr ist?

Allerdings finde ich es schon interessant, wie so ein Leben auf einem Raumschiff vor sich gehen kann. Gut fand ich, dass sich die Technik weiterentwickelt. Aber ich werde mich gerne noch überraschen lassen, was in den anderen Teilen noch so passiert und die Autorin die Welt angelegt hat.

Fazit: Schön auf einer Reise durchs All mitgenommen zu werden. Für mich war Godspeed nicht der Oberknüller, aber schlecht war es auch nicht und ich werde sicher die anderen Teile nicht nur lesen, weil ich grundsätzlich Trilogien immer komplett lese, sondern auch, um herauszufinden, wie Amy und Junior die neue Situation am Schluss meistern und was zwischen den beiden noch passiert. Ausserdem denke ich, das die Autorin das Potenzial ihre Idee noch viel weiter ausschöpfen kann.

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Leiziger Buchmesse

März 21

Ich freue mich riesig euch von meinem ersten Messebesuch zusammen mit Danny zu berichten.

Danny fragte mich Anfang des Jahres, ob wir dieses Jahr nicht nach Leipzig fahren wollten. Recht schnell stand fest, dass wir wirklich fahren würden. Am 16. März ging es dann los Richtung Leipzig.

Astrid auf der Buchmesse
Astrid

Die Fahrt nutzten wir um über unsere derzeitigen Schreiberei-Projekte zu sprechen und so vergingen die vier Stunden Fahrt wie im Flug. Nachdem wir schnell in der Auenwald-Pension eingecheckt hatte, machte wir uns gleich zur Messe auf, um noch zwei Stunden vom bunten Büchertreiben zu erleben.

Die ersten Eindrücke waren überwältigend und ernüchternd. So ganz unvorbereitet sollte man sich nicht auf eine Messe begeben, erkannten wir schnell und versuchten uns erst mal einen Überblick zu verschaffen, den ich bis zum Schluss nicht hatte. Zum Glück erwies sich Danny schnell als lebendes Navigationssystem.

Danny auf der Buchmesse
Danny

Nach frühem Aufstehen, der Autofahrt und der totalen Reizüberflutung freuten wir uns dann auf die Lesung mit Kerstin Gier. Fast hätte wir sie verpasst und konnte doch noch in letzter Sekunde Karten ergattern. Danny wird zur Lesung noch einen separaten Artikel verfassen. Ich kannte Kerstin Gier zwar vom Namen her, habe aber bisher noch nichts von ihr gelesen. Aber der Abend war sehr lustig und unterhaltsam und hat mich neugierig auf ihre Bücher gemacht.

Wieder in der Pension angekommen gab es ein kurzes Kennenlernen mit Yvonne von Fantasy-Fans.deund Laura von The mortal bookshelf, mit denen ich schon über E-Mail und Twitter länger Kontakt hatte. Wir hatten Zimmer in derselben Pension.

Samstag ging es dann früh los. Wir ahnten, dass es voll werden würde, aber solche Menschenmassen, waren zu viel. Obwohl, Menschenmassen? Da man nicht nur Bücher, sondern auch Comics und Mangas auf der Messe fand, wurde das Gelände am Samstag von Unmengen an Cosplayern gestürmt, die an einem Wettbewerb teilnahmen. Man sah illustre Gestalten. Für mich als Schneiderin lag mein Hauptaugenmerk bei diesem kreativen Hobby natürlich auf den Kostümen. Es gab wirklich tolle Cosplayer, die viel Liebe zum Detail hegten, aber auch viele einfache, nicht so schön gestaltete Figuren. Nach einem kurzen Treffen des Schreibwerkstattforums, bei dem leider nur eine Handvoll Mitglieder anwesend waren, machten wir uns dann auf um im Forum Leipzig liest digital dem Geschubse zu entkommen. Wir hörten einen Vortrag von Wolfgang Tischer vom Literaturcafe zum Thema: Verlage suchen und Verlage finden. Sehr interessant für neue Autoren, die sich noch nicht mit der Materie auseinandergesetzt haben. Für mich und Danny persönlich nichts Neues, aber es war mal wieder gut, noch einmal alles konzentriert ins Gedächtnis gerufen zu bekommen. Danach folgte: Autoren-Pitch – Angehende Autoren präsentieren ihre Buchprojekte vor einer Jury. Vier unveröffentlichte Autoren stellten ihre Buchprojekte in einer kurzen Lesung vor und stellten sich dann einer Jury von Lektoren und Agenturvertreten. Leider entsprachen die Vorträge nicht unserem Genre und konnten nur wenig überzeugen. Da es immer noch voll auf der Messe war und das Schieben der Besucherströme noch zu sehr abschreckte blieben wir bei Eis und Cola sitzen und hörten uns noch eine weitere Gesprächsrunde: Wie finde ich den richtigen Verlag für mein Manuskript? Auch hier war es interessant wie die Meinungen teils auseinander gingen. Sei es um das Design und Notwendigkeit einer Autorenwebseite oder ob man sich mit oder ohne Foto bei der Einreichung eins Exposés vorstellte. Jedoch waren sich alle einig: Der Text sollte immer das Wichtigste sein.

Glashalle zwischen den Messehallen
Glashalle zwischen den Messehallen

Nach diesem Vortrag stellten wir erleichtert fest, dass sich die Reihen der Menschen plötzlich gelichtet hatten und die Messe erstaunlich leer wurde. Wir hatten noch zwei Stunden und waren plötzlich hoch motiviert. Sicher kostete es einige Überwindung bei dem ersten Verlag nach einem Interview zu fragen. Aber wir wollten Infos. Wir wollten wissen wie es am Buchmarkt aussieht und endlich Fragen beantwortet haben, die uns nur Vertreter der Verlage geben konnten. Am Samstag und Sonntag schafften wir es mit sechs Verlagen zu sprechen und werden nach und nach davon berichten.

Messehalle
Messehalle

Samstagabend wurde es mal wieder hektisch und wir schafften es mal wieder sehr knapp zur Lesung mit Kai Meyer in dem beeindruckenden Gewölbe der Moritzbastei. Ich hatte Arkadien fällt bereits gelesen und mich sehr gefreut noch einmal Passagen daraus zu hören. Anschließend konnten Fragen gestellt werden. Kai Meyer äußerte sich zu den Publikationen seiner Bücher im Ausland, der diesmal größeren Werbekampagne für die Arkadien-Trilogie und verriet, dass das Buch bei einem Regisseur in Hollywood vorliegt. Leider konnte er noch nicht sagen, ob es schon gelesen wurde. Er erzählt auch, das Rosa der erste Charakter gewesen sei, über den er sich im Vorfeld intensiv Gedanken gemacht hatte und sie somit von Anfang an während des Schreibprozesses voll da war. Meyers Geschichten spielen nicht immer in Europa, und wenn er für manche Settings Bildbände zur Hilfe nimmt, fuhr er für Arkadien doch nach Sizilien und machte so viele Fotos wie noch nie auf einer Reise. Meyer schrieb bisher 51 Bücher, wobei er im Schnitt zwei bis drei Monate für die Recherche benötigt um dann vier bis fünf Monate sich dem Schreiben zu widmen. Er überarbeitet seine Manuskripte zwei Mal, wobei ihm nicht immer Zeit bleibt zwischendurch ein paar Wochen Abstand zu wahren.

Ich habe den Autor als sehr angenehm empfunden und genoss seinen Lesevortrag. Sicher werde ich wieder auf eine seiner Lesungen gehen.

Am Sonntag ging es dann schon zurück. Die Fahrt über beschäftigt die Berge an Verlagsprogrammen und einige Rezensionsexemplare zu ordnen und aufzuteilen. Zum krönenden Abschluss hörten wir dann noch den Anfang des Rubinrot-Hörspiels, damit ich endlich mal mitreden kann.

Viele Eindrücke habe ich mitgenommen aus Leipzig und ich hoffe im nächsten Jahr wieder dorthin zu fahren. Es hat Spaß gemacht, auch wenn jetzt ein wenig Arbeit wartet mit den Rezensionen und den Artikel zu den Interviews. Die nächste Buchmesse findet in Frankfurt statt, die anders sein soll und so hoffe ich, werde ich mich auch dort mit Danny durch den Bücherdschungel kämpfen um neue Fragen zu stellen.

Ich kann jedem nur empfehlen: Bereitet euch auf einen Messebesuch vor. Und wer denkt, er wird sein Manuskript dort an einen Lektor bekommen, hat weit gefehlt. Außer er gerät an einen der unzähligen Druckkostenzuschussverlagen, die wie Pilze aus dem Boden schießen. Finger weg. Fasst euch lieber ein Herz und stellt Fragen. Interessiert euch für den Buchmarkt und vor allem lest! Dann habt ihr viel von so einer Messe und könnt etwas mitnehmen.

 

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Zuwachs

März 20

Wer zwischendurch ins Impressum gespickt hat, ist aufgefallen, dass sich dort ein neuer Name tummelt.

Anlässlich der Leipziger Buchmesse habe ich meine Schreibereifreundin Danny mit ins Boot geholt. Sie wird mich ein wenig bei den Beiträgen unterstützen.

Ich bin wirklich froh darüber, denn ohne sie wäre die Messe nicht so erfolgreich gelaufen. Beeindruckend war ihr flinker Kuli, der nur so über den Notizblock tanzte, und ebenso die in Lichtgeschwindigkeit tippenden Hände. Nicht nur unsere Zusammenarbeit wenn es um unsere eigene Schreiberei geht möchte ich missen, auch unser super Teamwork auf der Messe hat Spaß gemacht.

Ich freue mich auf Dannys Artikel und auf unseren nächsten Messestreich.

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