Heute haben wir das Interview mit drei wirklich bezaubernden Außendienstmitarbeiterinnen vom Loewe Verlag. Der Verlag mit Sitz in Bindlach hat seit einigen Jahren das Imprint Script 5, mit so wundervollen Büchern, wie die „Dornenkuss“ – Reihe und das neuste Buch „Das Mädchen mit den gläsernen Füßen“ wovon es in den nächsten Wochen auch eine Rezension geben wird.

 

Haben Sie das Gefühl dass Sie mehr MS im Jahr erhalten als früher?

Ja, gefühlt haben wir schon das Gefühl, dass es mehr geworden ist. Genau können wir das aber nicht sagen, weil wir im Außendienst tätig sind, und so von den Einreichungen nicht viel mitbekommen.

Wie viele der eingereichten unverlangt eingesendeten MS werden auch wirklich von Ihnen verwirklicht?

Sehr wenig. Die Zahl liegt im einstelligen Prozentsatz. Wir haben einfach nicht die Zeit oder den Atem neue deutsche Autoren aufzubauen.

Woran liegt das?

Zum Teil sicher daran, dass das eingesendete Material nicht gut genug ist. Wir arbeiten viel mit Agenturen zusammen, die uns neue Projekte anbieten, da sie bereits vorsortieren und uns nur das anbieten, was wirklich ins Programm passen könnte. Mittlerweile haben wir aber auch Scouts, die für uns unterwegs sind.

Scouts?

Das sind Menschen, die auf Literaturauktionen sitzen. Dort werden 3-Seiten Exposés vorgestellt und dann heißt es Hop oder Top.

Die Buchhandlungen sind voll mit ausländischen Autoren, warum?

Sicher ist es einfacher und günstiger Lizenzen zu erwerben, als einen unbekannten Autor aufzubauen. Denn man darf auch den wirtschaftlichen Faktor nicht außer Acht lassen.

Wo sehen Sie den Trend für die kommenden ein bis zwei Jahre?

Die Dystopien sind sehr aktuell zurzeit und werden durch die Verfilmung von ‚Die Tribute von Panem‘ sicher nochmal einen Aufschwung erwarten können. Auch die Dreiecks-Liebesgeschichten werden noch immer gerne gelesen und werden nicht so schnell auslaufen. Langfristig sehen wir eine Entwicklung aber eher zum Bereich ‚Realistik‘.

Wie stehen Sie zum Thema, deutsche Autoren sollen nur über deutsche Settings schreiben?

Sicher würde es den Leser freuen, wenn er ein deutsches Setting von einem deutschen Autor lesen kann. Im Grunde sind wir aber offen auch für andere Settings. Es muss aber authentisch sein.

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei Frau Knaust, Frau Pennekamp und Frau Kluttig-Bordás für ihre Zeit  recht herzlich bedanken.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail