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Touched – Der Preis der Unsterblichkeit

Mai 21




Gebundene Ausgabe:  416 Seiten

Autor: Corrine Jackson

Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 2. (März 2012) (21. Februar 2012)

ISBN-13: 978-3522201575

Erster Satz: Okay, es wird gleich höllisch wehtun.

Aufmerksam geworden bin ich durch das Internet, und als wir dann auf der Leipziger Buchmesse bei einem Interview mit Thienemann darüber gesprochen haben, wurde ich neugierig.

 

 

Idee: Die Idee von Remy als Heilerin und Ashers passender Rolle fand ich richtig gut. Das war neu und ist ein bedeutender Punkt für mich, das Buch grundsätzlich als lesenswert zu bewerten.

Plot: Der Plot ist klassisch und ich musste mich nach den ersten Seiten ermahnen, nicht an Twilight und Co. zu denken. Viele Bücher in dem Genre fangen ähnlich an und haben ähnliche Charaktere. Wenn „Touched“ mein erster Roman in diesem Bereich gewesen wäre, hätte ich das nicht gedacht. Die Handlung ist also im Großen und Ganze vorhersehbar gewesen für mich. Zwischendurch gab es „langsamere“ Teile, was jedoch in einem rasanten und guten Schluss endete. Die Auflösung am Ende war für mich keine Überraschung mehr, denn dazu waren die Hinweise im Text leider zu eindeutig.

Schreibstil: Den Stil fand ich teilweise holprig, weil ich einige Stellen zwei Mal lesen musste. Aber das hat dem Ganzen keinen Abbruch getan, muss ich zugeben. Es gibt sicher bessere Stile, aber es ist ein Erstling und ich bin gespannt, wie sich Corrine Jackson noch weiterentwickelt. Gut gefallen haben mir die Szenen, wo es zur Sache ging und gekämpft wurde. Die waren flüssig zu lesen und sehr gut vorstellbar.

Charaktere: Remy ist schon anders als alle „Bellas“, aber dennoch meint man erst, sie sieht sich so. Allerdings verläuft sich das im Fortgang der Story. Remy hat eine harte Vergangenheit hinter sich und trägt dieses Geheimnis mit sich herum. Mir hat gut gefallen, dass sie anders ist. Härter als andere. Asher hingegen ist der typische Herzensbrecher Protagonist mit einer Ausnahme: Der Mann hat Bartwuchs.
Zumindest wird beschrieben, wenn er frisch rasiert ist oder ein paar Stoppeln hat. Ich habe mein Herz an ihn verloren, obwohl er dieser Schmachtyp ist. Denn eigentlich kann er auch nicht anders, denn diese Eigenschaft hat die Autorin geschickt durch seine Besonderheit eingefügt. Charlotte als Nebencharakter bekommt mein besonderes Augenmerk. Ich bin auf ihre Entwicklung gespannt. Dean, Remys Stiefvater ist auch sehr gut dargestellt und man muss ihn wirklich verabscheuen.
Hintergrund: Wirklich neu war für mich die Idee und Remys Vergangenheit. Ansonsten ist es eine typische Geschichte des Genres. Alles ist logisch aufgebaut und es entstehen keine Lücken. Auch die Idee ist gut durchdacht und die Geschichte gut darum aufgebaut. Was ich sehr positiv finde: Es ist kein Mythos oder Sage als Hintergrund zu finden, sondern gänzlich etwas Neues und Eigenes.

Fazit: Je länger ich über das Buch nachdenke, desto mehr mag ich es, was mich selbst verwundert. Meine anfänglichen Zweifel, wie ich es bewerten soll, schwinden dahin. Sicher, es ist nichts Neues vom Ablauf und vorhersehbar und am Anfang hatte man das Gefühl von Abgedroschenheit, aber dennoch hat es mich gepackt. Zuerst war es Asher, dann diese Andersartigkeit der Fähigkeiten und deren Beziehung zueinander. Jeder, der das Genre kennt, der muss die ein oder anderen Abstrich machen und versuchen unvoreingenommen zu lesen. Diejenigen, die jedoch kaum in dieser Richtung etwas gelesen haben, können sich auf eine romantisch schöne Geschichte freuen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die Fortsetzung.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 3.5/6 (1 vote cast)

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Bewertung
Rating: 4.0/6 (1 vote cast)
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Interview mit Corrine Jackson mit Querytracker (in Auszügen)

Mai 21

Corrine JacksonIm Rahmen der Zusendung des Rezensionsexemplares von „Touched — Der Preis der Unsterblichkeit“ vom Thienemann Verlag, war auch folgendes Interview mit der Autorin Corrine Jackson beigefügt, dass ich euch nicht vorenthalten möchte.

Querytracker: Können Sie uns ein wenig über das Buch erzählen, um das sich die Agentur nun kümmern wird? Was hat Sie dazu inspiriert, es zu schreiben?

Corrine Jackson: Touched ist ein Jugendroman über Remy, einen Teenager, der daheim misshandelt wird und Menschen mittels Berührung heilen kann. Als der Vater, der den Kontakt zu ihr abgebrochen hatte, sie zu sich nimmt, muss sie sich in einer neuen Stadt mit seiner neuen Familie auseinandersetzen. Sie begegnet Asher Blackwell, einem Jugendlichen aus dem Ort, der ebenfalls über besondere Fertigkeiten verfügt, darunter auch die, Remys wachsende Fähigkeiten auf aufreizende Weise zu prüfen. Die Geheimnisse, die die beiden voreinander haben, könnten beide das Leben kosten.

Im November 2008 las ich ein paar Jugendromane, deren weibliche Hauptfiguren grundsätzlich auf einen Mann zu warten schienen, der sie rettete. Die klassische ,Jungfrau in Nöten‘. Ich sehnte mich nach Literatur über eine starke junge Frau, die Überlebenskünstlerin ist, eine, die andere rettet anstatt andersherum. Gleichzeitig wollte ich eine realistische HeIdin, fast schon eine HeIdin wider Willen. Dieses Mädchen hat durch ihre Familie Narben davongetragen, und ich wollte erforschen, wie schwierig es ist, genau die Menschen zu lieben, die einem den größten Schaden zugefügt haben. Und so wurde Touched geboren.

QT: Wie lange schreiben Sie schon?

CJ: So richtig ernsthaft seit ein paar Jahren, aber Kurzgeschichten habe ich auch schon im Grundschulalter geschrieben.

QT: Wie lange haben Sie an diesem Buch gearbeitet?

CJ: Die eigentliche Niederschrift ging ganz schnell. Im Dezember 2008 fing ich an und war im März 2009 fertig. Dann folgte die Überarbeitung, an der ich mehrere Monate saß.

QT: Hat es je eine Zeit gegeben, zu der Sie am liebsten aufgegeben hätten, und was hat Ihnen geholfen, dranzubleiben?

CJ: Ja, im Dezember. Das Manuskript wurde zwar achtmal angefordert, aber es schien sich nichts daraus zu entwickeln. User in den Foren von Absolute Write und die Freunde, die ich dort gefunden hatte, hörten nicht auf, mir zu schreiben, als ich aufgeben wollte. Außerdem war meine Familie fantastisch. Sie wusste, dass ich kämpfte, und sie überraschte mich zu Weihnachten mit zwei gebundenen Ausgaben meines Romans. Sie wollten mich daran erinnern, wie sehr sie an mich glaubten, und das hat auch geklappt.

QT: Ist Touched Ihr erstes Buch?

CJ: Ja.

QT: Haben Sie eine offizielle Schreibausbildung hinter sich?

CJ: Ich habe den Master-Grad in Englisch und bin dabei, einen Master of Fine Art in Kreativem Schreiben zu machen.

QT: Halten Sie beim Schreiben einen gewissen Zeitplan ein, oder haben dabei eine bestimmte Schreibroutine?

CJ: Neben dem Schreiben gehe ich einer Vollzeitbeschäftigung nach. Normalerweise arbeite ich acht bis zehn Stunden und mache mich dann zum hiesigen, rund um die Uhr geöffneten Starbucks auf, wo ich noch mal mehrere Stunden schreibe. Die Wochenenden sind gewöhnlich eine einzige Schreibveranstaltung. Als ich an Touched gearbeitet habe, habe ich an sieben Tagen in der Woche geschrieben. Es konnte mir gar nicht schnell genug gehen, die Geschichte fertig zu bekommen.

QT: Wie viele Male haben Sie Ihr Buch umgeschrieben/überarbeitet?

CJ: Wenn ich sowohl Finger, als auch Zehen benutze, kann ich sie alle zählen. Durchs Überarbeiten wird die Story besser.

QT: Hatten Sie Betaleser für Ihr Buch?

CJ: Natürlich! Jeder Leser geht anders an das Buch heran. Einige weisen auf Grammatikfehler hin, andere auf Probleme im Handlungsablauf, und wieder andere erzählen dir, was ihnen besonders gut gefallt. Eine Leserin las die Kapitel, sobald ich sie fertig hatte, und die Begeisterung dieser Leserin und ihr Hunger aufs nächste Kapitel hielt mich am Schreiben. Dann hatte ich auch Leser, die mich mit Fakten versorgten, als das Buch fertig geschrieben war und die Überarbeitung begann.

QT: Haben Sie zuvor einen Entwurf des Buches erarbeitet, oder haben Sie einfach losgelegt?

CJ: Die ersten 40, 50 Seiten habe ich ganz spontan geschrieben. Dann fing ich an, die Story in groben Zügen zu umreißen. Allerdings hielt ich mich nicht streng an diesen Entwurf In erster Linie half er mir dabei, die Übersicht über die Handlung zu behalten, doch lasse ich mir gern noch Platz für Überraschungen. Um den Überblick über die Fähigkeiten meines Helden und meiner HeIdin zu behalten, habe ich mir, als der Plot komplizierter wurde, mit Tabellen beholfen.

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Liebe … ganz schön peinlich!

Mai 18

aus der Reihe „Freche Mädchen – freche Bücher“ (Sonderedition mit leuchtender Glanzfolie)

 

Gebundene Ausgabe:  256 Seiten

Autor: Bianka Minte-König

Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (26. März 2012)

ISBN-13: 978-3522503228

Vor ein paar Wochen bekam ich ein schweres Päckchen von der Thienemann-Verlagsgruppe mit wunderbaren Überraschungen drin. Weil ich die Bücher aus der „Freche Mädchen“-Reihe vom Planet Girl Verlag so toll finde, hatte ich mir davon eins gewünscht. Der Wunsch wurde mir erfüllt, obwohl ich ein wenig die Zielgruppe verfehle.

Kurzinhalt:


Erster Satz: „Sag das noch mal!“

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 6.0/6 (1 vote cast)

Idee: Die Idee ist simpel und einfach wunderbar. Ein wenig habe ich mich an meine Schulzeit zurück erinnert und zum Teil Tränen gelacht. Ich habe mich beim Lesen nicht nur einmal gefragt, ob ich auch so verrückt wie Leonie war. Ich habe mich köstlich amüsiert.

Plot: Leonie zieht mit ihrer Mutter und ihrem Bruder ins Rheinland. Zu ihrem Schreck ist die neue Schule eine reine Mädchenschule, was sie aber gar nicht so toll findet, schließlich gehören Jungs zum Schulalltag dazu, wie Adam zu Eva. So schmeißt sie an ihrem ersten Schultag in der großen Pause einen „Hilferuf“ über die hohe Mauer zur benachbarten Jungenschule. Als sie prompt eine Antwort von „Adam“ bekommt, nimmt das Chaos seinen Lauf.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Die Klassenhexe kennt wohl jede, da ist es egal, ob Frau 12 oder 31 ist. Meine Klassenhexe war einen Kopf größer als ich, hatte lange braune Haare und kam jeden Morgen geschminkt und wie aus dem Modemagazin entsprungen zur Schule, genauso wie bei Leonie. Die Klassenfahrt mit nächtlichem Zimmerhopping (nach Zapfenstreich selbstverständlich) hat Erinnerungen an meine sommerlichen Feriencamps geweckt und ich habe herzlich lachen müssen beim Undercovereinsatz in der benachbarten Jungenschule.

Schreibstil: Ein erfrischend frecher, lustiger Schreibstil. Es war einfach zu lesen, ohne Stolpersteine und Wiederholungen. Man fängt an, hört irgendwann auf und wundert sich über die dreißig Seiten, die man mal ,gerade eben‘ gelesen hat.

Charaktere: Leonie passt definitiv in die Schublade „freches Mädchen“. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und erlebt so die ein oder andere peinliche Situation, die sie aber (sehr zum Genuss des Lesers) souverän löst.

Leonies Freundin ist im Gegensatz zu der Protagonistin eher sehr direkt und rational. Sie hat zu jeder Situation den passenden Spruch, der so trocken rüberkommt, dass ich mich jedes Mal zusammenreißen musste, um nicht laut loszulachen.

Beim ersten Auftritt von „Adam“ habe ich es irgendwie ‚gespürt‘, das ist ER, obwohl die Autorin keine Anspielungen oder dergleichen gemacht  hat. Es passte einfach.

Hintergrund: Der ist nicht schwer, denn es sind alltägliche Schulsituationen, die jeder in der ein oder anderen Weise selbst erlebt hat.

Fazit: Schönes Lesevergnügen für zwischendurch. Ich habe angefangen und wunderte mich bei der letzten Seite, wie schnell die Zeit vergangen war.

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und vielleicht lese ich auch noch die anderen beiden Teile, die zu Leonie erschienen sind. Verdient hätte sie es allemal.

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Göttlich: Verloren

Mai 17

Göttlich verloren

Price: EUR 19,95

 

Autor: Josephine Angelini

Verlag: Dressler (Mai 2012)

ISBN-13: 978-3791526263

Originaltitel:Dreamless


Kurzinhalt:


Von der Oettinger Verlagsgruppe haben wir uns „Göttlich: Verloren“ gewünscht und auch dieser Wunsch wurde erfüllt. Ich habe das erste Buch „Göttlich: Verdammt“ gelesen und war gefangen. Wer die griechische Mythologie mag, wird von diesen Büchern nicht enttäuscht sein.

Erster Satz: Blut quoll unter Helens zerrissenen Fingernägeln hervor, sammelte sich an ihrer Nagelhaut und floss von dort in kleinen Rinnsalen über ihre Fingerknöchel.

Meiner Meinung nach, ein sehr gelungener erster Satz.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.3/6 (1 vote cast)

Idee: Ich mochte die Idee, eine (teilweise) Neuerzählung der Ilias mit Halbgöttern als Protagonisten sehr gern. Auch jetzt nach dem zweiten Teil bin ich noch immer begeistert, auch wenn einige andere „Kritiker“ das 2. Buch als schlecht ansehen.

Plot: Die Geschichte geht dort weiter, wo das erste Buch endet. Helen hat die schwere Aufgabe jede Nacht in die Unterwelt hinabzusteigen, um einen Weg zu finden, die Parzen zu zerstören. Sie trifft auf Orion, der ihr bei ihren nächtlichen Abstiegen beisteht und gemeinsam suchen sie nach einem Weg die scheinbar unlösbare Aufgabe zu lösen.
Alle Charaktere aus dem ersten Teil sind hier auch wieder vertreten. Lucas wird ein bisschen hintergründig, denn in diesem Buch dreht sich alles um Helen (und Orion) und ihre Aufgabe. Da ist (leider) nur wenig Platz für den hübschen Halbgott.
Die Geschichte schreitet zügig voran, hier und da sind einige langsame Passagen dabei, die mich aber nicht wirklich gestört haben, weil es einfach spannend war und man gerne wissen wollte, wie es weitergeht.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Zwei Punkte Abzug gibt es, weil die Geschichte mir stellenweise zu sehr nach ‚Twilight‘ riecht. Dieses „Jacob-Syndrom“ wie ich es nenne, ist meiner Meinung nach nicht notwendig und wirkt auf mich gezwungen. Frei nach dem Motto: „Was funktioniert hat, kann jetzt auch funktionieren.“

Ich hoffe nur, Josephine Angelini verzichtet darauf vier Teile zu schreiben, nur um die Dreiecksbeziehung so auszureizen wie es Frau Meyer getan hat. Das ist meiner Meinung nach nicht nötig (und sehr unfair Orion gegenüber).

Im Gegensatz zu den Vampirbüchern, macht die Autorin am Ende des Buches aber deutlich, wie sehr Helen Lucas liebt und da war mir als Leserin klar, dass Orion keine Chance hat.

Schreibstil: Flüssig und einfach zum Runterlesen. Persönlich muss ich sagen, hat mir das zweite Buch besser gefallen als das Erste. Das liegt wahrscheinlich daran, weil die Autorin dieses Mal auf seitenweise Beschreibungen wie im ersten Teil konsequent verzichtet und mehr ‚show don’t tell‘ gemacht hat.
Es ist spannend bis zum Schluss und endet mit einem Ereignis, was ich so nicht erwartet habe.

Ein Pünktchen Abzug gibt’s, weil zwischendurch Wissen der griechischen Mythologie vorausgesetzt wird, bei dem die Normalsterbliche, die sich als junges Mädchen nur Hercules und Xena Samstags auf RTL reingezogen hat, nicht ganz mitkommt.

Charaktere: Charaktere entwickeln sich weiter, so wie es auch sein soll. Weil das Augenmerk der Geschichte mehr auf Helen und Orion liegt, werden die anderen Charaktere mehr zu Randfiguren und können so (auf den ein oder anderen Leser vielleicht) ein wenig farblos wirken.
Meiner Meinung nach schmälert das aber nicht das Lesevergnügen.
Es gibt ein Wiedersehen mit allen Figuren aus dem ersten Buch und einige Neueinführungen wie Hades, Persephone und einigen anderen.

Hintergrund: Was soll ich sagen? Man merkt, die Autorin kennt sich aus. Gerade bei solchen Geschichten mit historischem Hintergrund ist es wichtig, sich sehr gut auszukennen, damit nachher nicht jemand den Zeigefinger hebt und schimpft.
Für mich war alles glaubhaft, logisch und das ist für mich die Hauptsache.

Fazit: Ich bin absolut nicht enttäuscht worden. Neun Stunden habe ich für dieses Buch gebraucht (zwei Nächte bis um 2 Uhr). Ich war tief unglücklich, als ich die letzte Seite erreicht hatte und mir klar wurde, ich müsste ein Jahr warten, bis ich den letzten Teil in Händen halten kann.
Auch wenn die Meinungen über dieses Buch auseinandergehen. Ich bin restlos begeistert und werde es gerne weiterempfehlen.

 


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Zirkel (Engelsfors 1)

Mai 13


Gebundene Ausgabe:
608 Seiten

Autor: Sara Bergmark Elfgren, Mats Strandberg

Verlag: Dressler (Februar 2012)

ISBN-13: 978-3791528540

Originaltitel: Cirkeln

Erster Satz:  Sie wartet auf eine Antwort, aber Elias hat keine Ahnung, was er sagen soll.

Mir ist zwar das Cover auf der Leipziger Buchmesse aufgefallen, aber so richtig schmackhaft hat mir erst unser Interviewpartner Herr Ehrich gemacht. Neuland für mich, denn es ist keine Liebesgeschichte, sondern ein mystischer Thriller. Der Auftakt einer Trilogie (ausnahmsweise finde ich es hier im Moment nicht abschreckend).

 

Idee: Ohne viel zu verraten: Eine richtig gute Idee, der die Autoren wirklich gerecht geworden sind. Mystik und Thriller in einem Jugendbuch zu vereinen, ist sicher Gold wert. Lesen! Ich möchte einfach nicht zu viel verraten.

Plot: Auch beim Plot volle Punktzahl! Die Geschichte ist in 5 Teile aufgeteilt und berichtet erst ein bisschen vom Alltag der Mädchen bis sich immer mehr Fragen aufwerfen und sich nach und nach alles zusammenfügt. Ich hätte diese Auflösung zum Schluss nicht erwartet. Der Showdown ist kurz und passiert wirklich erst auf den letzten Seiten, aber sehr gut geschrieben.

Schreibstil: Es wird aus allen sechs Blickwinkeln der Mädchen erzählt. Was am Anfang erst noch für Verwirrung sorgt, wird nach und nach klarer dadurch, dass man die Charaktere sehr gut kennenlernt.
Bei diesem Buch fand ich das Präsens ausnahmsweise überhaupt nicht störend . Für mich war Zirkel neu und anders. Viel kürzere Sätze als bei den Büchern die ich sonst lese. Wenig Verschachtelungen. Sehr klare Ausdrucksweise und deutliche Bilder. Nie wurde es mir langweilig und man konnte den Text so weglesen. Unglaublich, dass es ein Duo geschrieben hat.

Charaktere: Was soll ich sagen? Die Mädchen sind so gut in Szene gesetzt und durchdacht. Diesmal habe es mir wirklich sehr die Hauptprotagonistinnen angetan, anstatt der Nebenchraktere(die auch ausnahmslos gut sind). Sie sind unterschiedlich, extrem und denn ich findet man in ihnen ganz typische Charaktere, die man wohl in jeder Klassenstufe ihres Alters findet. Das ganze handeln und die Dialoge kamen mir sehr echt vor.

Hintergrund: Es bleibennatürlich Fragen offen, aber die werden mit Sicherheit in den zwei weiteren Teilen beantwortet. Ansonsten ist alles schlüssig und nachvollziehbar.

Fazit: Ein Jahr warten auf Teil 2? Argh! Manchmal kann das Hobby Lesen so grausam sein. Aber ich freue mich. Für mich war „Zirkel“ bisher meine Überraschung des Jahres. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich das Genre mag und das mich dieses Buch so überrascht. Ein anderes Genre, ein anderer Stil. Dann finde ich es auch bemerkenswert, dass es von einem Autorenduo geschrieben wurde. Mich hat Zirkel überzeugt, obwohl ich nicht Zielgruppe bin. Ich bin gespannt, ob es mehr Bücher demnächst auf dem Markt geben wird, die in diese Richtung gehen. Jeder der Mystisches mag, während des Lesens die ganze Zeit unter Spannung stehen möchte und bis zum Schluß rätseln, sollte es unbedingt lesen.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.9/6 (1 vote cast)

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Unschuld

Mai 6

Unschuld

Price: EUR 12,95

Broschiert: 154 Seiten

Autor: Usch Luhn

Verlag: Ueberreuter (Januar 2012)

ISBN-13: 978-3800056606

 


Erster Satz: Wie lange kann man die Luft anhalten, bis man tot ist?

 Im Rahmen unseres Interviews mit dem Ueberreuter-Verlag und der Autorin Usch Luhn, haben wir ihr aktuelles Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Ich war ziemlich neugierig, vor allem weil das Gespräch mit der Autorin und Herrn Johann Larcher so viel Spaß gemacht hat. Die Autorin schreibt realistische Geschichten für das jugendliche Lesevolk, was sicher aber nicht heißt, dass sich auch Erwachsene mit den angesprochenen Themen auseinandersetzen und vielleicht auch identifizieren können.

Klappentext:


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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 2.8/6 (1 vote cast)
 

Idee: Diese Geschichte ist anders als alles was ich bis jetzt gelesen habe, und auch während ich diese Rezension schreibe, weiß ich nicht so genau, was ich davon halten soll.

Die Idee entspringt einem realistischen Boden und ist sicher nicht an den Haaren herbei gezogen. Es gibt bestimmt den einen oder anderen Jugendlichen der eine ähnliche Situation schon mal  erlebt hat.

 

Achtung:Spoiler Aufklappen

Des Weiteren finde ich die Extremen, die hier in der Geschichte zusammen kommen etwas sehr krass. Da gibt’s den Mitläufertyp, den Schläger, den Hardcore-Kiffer und die ‚Schlampe‘. Alles vier Typen die einen gewissen Stereotyp verkörpern (was auch zum Teil erfüllt wird). Normalerweise hat man in einer Geschichte ein oder vielleicht auch zwei dieser Charaktertypen, aber direkt vier davon auf einen Haufen empfinde ich als etwas too much.

Plot: Erik ist der Hauptprotagonist der zwei gute Kumpel hat. Brian und Tony. Tony ist seit einiger Zeit mit Roswitha zusammen, die aber heimlich an Erik interessiert ist.

Die Geschichte beginnt mit einer nächtlichen Gartenzwerg-Hinrichtungsaktion im Garten der Biologielehrerin der Jungs. Sie schlagen den Gartenzwergen den Kopf ab, „teeren“ und „federn“ eine teure Schwanenfigur die auf dem Teich rumschwimmt und verteilen rote Farbe um den Teichrand.

Mit dieser Aktion nimmt die Geschichte ihren Lauf. Bei Brian in der Garage werden die Hinrichtungsutensilien aufgehoben und als seine Mutter von der Polizei festgenommen wird, werden die anderen drei Jugendlichen mehr und mehr nervös.

Die Situation spitzt sich zu und Tony droht Erik und Brian mit Schlägen, wenn sie nicht dicht halten. Roswitha wird eifersüchtig auf Eriks Freundin Isabelle und schmiedet daraufhin einen Racheplan, der am Ende nicht so ausgeht, wie sie es angenommen hat.

Für meinen Geschmack ist die Geschichte einen Touch zu realistisch. Ich war nie jemand der mit Drogen rumexperimentiert hat oder der ausgezogen ist, um nachts irgendwelches Eigentum fremder Leute zu verschandeln. Deshalb ist es sehr schwer, mich in die Charaktere hinein zu versetzen und mit ihnen zu fühlen.

Schreibstil: Kurz: Sehr gewöhnungsbedürftig, denn er ist mehr als umgangssprachlich. Teilweise musste ich sogar einen Satz mehrmals lesen um zu verstehen was das jetzt heißen soll. Mitunter habe ich auf einer Seite fünfmal das Wort ‚Scheiße‘ gezählt. Ein Wort das in den heutigen Sprachgebrauch gehört wie das Amen in die Kirche, ich aber nur in einem gewissen Maß in einem Buch lesen möchte.

Charaktere: Meiner Meinung nach sind die Charaktere sehr überzeichnet, was man aber vielleicht auch braucht, damit die Geschichte bei der Zielgruppe richtig ankommt. Sie erscheinen mir sehr extrem in allem: Ihrer Handlung, Ausdrucksweise und auch in ihrem familiären Hintergrund.

Alles im Allen bleiben die Charaktere in ihren Rollen und es ist jeweils klar, welcher der Personen gerade spricht.

 

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Da gibt es zum einen den Hauptprotagonist Erik, der meiner Meinung nach der „Mitläufer“ in der Clique ist. Sein Elternhaus ist nicht das Beste, der Vater betrügt die Mutter die daraufhin die Scheidung will.

Brian, der Kiffer der Clique wird im Buch als dauerbreit bezeichnet, der eine eigene kleine Cannabiszucht auf dem Balkon betreibt. Da er aber auf sein eigenes Zeug allergisch reagiert, ist er dazu übergegangen seinen ‚Eigenanbau‘ nicht zu rauchen, sondern zu schnüffeln (an dieser Stelle muss ich gestehen – ich habe keine Ahnung wo der Unterschied liegt). Seine Mutter ist eine Künstlerin, die einen kleinen Spleen hat und wohl etwas neben sich steht.

Tony ist der Schlägertyp der Gruppe, der mit Roswitha zusammen ist. Das Mädchen wird immer wieder als ‚Schlampe‘ bezeichnet und auch, dass sie schon mit jedem im Bett war, der auf der Schule rumläuft. Ihr Vater ist der Bürgermeister der Stadt und deswegen wird dargestellt, sie kommt aus allem mit einem blauen Auge davon, weil sie ja das liebe Töchterlein ist.

Isabelle scheint die einzige zu sein, die völlig rausfällt. Sie zeichnet zwar komische Comics, scheint aber sonst ‚normal‘ zu sein, so wie ich mir einen normalen Charakter vorstelle. Auch ihre Ausdrucksweise ist ‚normal‘ was wie Balsam für meine Seele war, wenn Dialoge von ihr kamen.

 Ich denke schon, dass es diese Art Charaktere im wirklichen Leben auch gibt, und dass sie sicherlich heute häufiger vorkommen, als noch zu meiner Jugendzeit. Ich hoffe aber, dass diese Charakterdarstellung die auf mich überspitzt wirkt, auch wirklich überzeichnet ist, und es sich nicht um eine wirkliche Darstellung der heutigen Jugend handelt.

Hintergrund: Der Hintergrund ist realistisch. Wir haben zerrüttete Elternhäuser, Charakterbilder (Mitläufer, Schlampe, Schläger, Kiffer) die aus dem Leben sind und eine Handlung die völlig ohne Fantasyelemente auskommt. Ich würde sagen es ist gut recherchiert und es bleiben keine Lücken übrig.

Fazit: Ehrlich gesagt, hat mich das Buch nicht umgehauen. Das lag zum einen an der sehr umgangssprachlichen Ausdrucksweise der Charaktere, zum anderen an dem für mich eher untypischen Lese-Genre. Ich streite nicht ab, dass das Thema welches Usch Luhn hier aufgegriffen hat, nicht realitätsnah ist, dennoch kann ich mich persönlich nicht damit identifizieren, was sicher auch an meinem Alter liegt. 

Da ich Bücher lese um dem Alltag zu entfliehen und einen ‚Seufz-Moment‘ zu erleben, bin ich auch nicht groß zu begeistern mit Büchern, die Realitätsgeschichten aufgreifen.

Was aber nicht heißt, dass es mich nicht zum Nachdenken angeregt hat. Es zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, sich mit seinen Kindern richtig zu ‚beschäftigen‘ damit sie die richtigen Werte mit auf den Weg bekommen und nicht zu Gartenzwerg-Mördern mutieren.

Wer also nach einer kurzweiligen, realistischen Geschichte sucht und auch nicht vor Umgangssprache zurückschreckt, für den ist das Buch genau das richtige.

Oder wenn hier Lehrer oder Referendare unter den Blog-Lesern sind, die noch nach Stoff für den Deutschunterricht suchen, sind mit diesem Titel gut bedient. Genau das Richtige für die Jugend, um bei der Sache zu bleiben.

Wie hat Usch Luhn in unserem Interview gesagt: Man muss andocken können.

Das hat sie mit diesem Buch definitiv geschafft.

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Monatsrückblick April

Mai 1

Wieder ein lesetechnisch erfolgloser Monat. Das hängt einfach mit Ostern, Krankheit und familiären Ereignissen zusammen. Ich hatte nicht die Muse, um wirklich zu lesen. Dafür höre ich wieder mehr, jedoch werde ich nicht alles rezensieren. Ich betreibe diesen Blog sehr gerne, aber ich habe nur begrenzt Zeit und wenn ich alle Hörbücher rezensieren würde, käme meine Schreiberei zu kurz.

Stichwort Schreiberei: Ich starte ein neues Projekt, auf das ich mich sehr freue. Den ganzen April habe ich recherchiert und geplant. Jawohl! Ich habe tatsächlich eine grobe Kapitelplanung gemacht. Jetzt fragt sich nur inwiefern ich mich wirklich daran halte. Ich werde hier nicht wirklich was über die Geschichte verraten, das werde ich grundsätzlich mit meinen Werken nicht machen, aber so viel sei gesagt: Das Setting spielt in Kanada und ich bin glücklich mich an meine Erlebnisse dort zu erinnern und einfließen zu lassen.

Danny hat ihre erste Rezension auf dem Blog veröffentlicht, was mich sehr gefreut hat.

Außerdem habe ich an der Vernetzung des Blogs gearbeitet. Man findet Aisling Breith jetzt in den gängigen Portalen.

Gelesen habe ich Starters und bin ungefähr auf der Hälfte bei Zirkel, was mich bisher total überrascht und ich es an noch keiner Stelle langweilig fand. Außerdem war ich weiter als Betaleser tätig.

Gehört habe ich Versuchung und Verführung von Amanda Hocking, City of Bones von Cassandra Clare und bin gerade bei der Fortsetzung, City of Ashes. Dazu wird es keine Rezensionen geben. Amanda Hockings Werke sind von der Idee er nichts Neues und erinnern an Twilight, aber ich konnte trotzdem nicht aufhören, sie zu hören. Cassandra Clares Werke höre ich noch einmal, damit ich von der Story her wieder frisch bin, wenn ich City of fallen Angles lese.

Geschrieben habe ich die Kapitelplanung von meinem neuen Projekt.

Für den Mai hoffe ich mehr zu lesen. Es hat sich tatsächlich ein kleiner SUB angehäuft, weshalb ich mir erst nach dem Lesen dieser vier Bücher Gedanken mache, was ich lese(okay, eins will ich unbedingt lesen: Insurgent von Veronica Roth) Ansonsten steht privat eine neue Aufgabe an und dann habe ich mir noch überlegt an einem Write-a-thon teilzunehmen, dessen Ziel es ist, jeden Tag 1000 Wörter zu schreiben.

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