L.A. Candy

Price: EUR 13,95

Autor: Lauren Conrad

Originaltitel: L.A.Candy

Übersetzer: Sonja Fiedler-Tresp

Erscheinungsdatum: 24.Juli 2012

ISBN-13: 978-3522502986

Verlag: Planet Girl

Broschiert: 320 Seiten

Kurzinhalt:

 

Im Verlagsprogramm ist mir sofort das Cover ins Auge gestochen. Das helle weiß mit den Zuckerherzen, in die ich immer noch gerne reinbeißen möchte, ist einfach schön. Etwas komisch war im ersten Moment die Tatsache, dass der Name der Autorin so groß über den eigentlichen Titel prangt.

Erster Satz: Jane Roberts lehnte in einem weißen Seidennachthemd an ihrem Frisurtisch und begutachtete, wie es sich von ihrer sonnengebräunten Haut abhob.

Jane und Scarlett, Freundinnen seit dem Sandkasten, ziehen nach der High School zusammen nach L.A. Scarlett will studieren, Jane Eventplanerin werden und absolviert zunächst ein Praktikum. Die neue Stadt ist aufregend und während eines Clubbesuchs werden die Mädchen von einem Produzenten angesprochen. usammen mit zwei anderen Mädchen sollen sie die Stars der neuen Reality–Soap „L.A.Candy“ werden. Sie lassen sich die Chance nicht entgehen, ohne zu ahnen, was dies nun bedeutet. Ständig sind Kameras dabei und filmen sogar ihre Dates. Langsam aber sicher merken sie, das in der Welt der TV-Sternchen nicht alles Friede–Freunde–Eierkuchen ist.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 3.0/6 (1 vote cast)

 

Idee: Die Idee war für mich ausschlaggebend das Buch zu lesen. Ein Roman über das Leben in einer Reality–Soap und deren Tücken finde ich ein gutes Thema. Die Fernsehlandschaft ist übersät von  Shows in denen normale Menschen ganz schnell bekannt werden und eben so schnell wieder fallen. Gerade für Jugendliche finde ich eine kritische Beleuchtung der Sache da ganz richtig. Sehr wichtig finde ich, das die Autorin selbst die Erfahrung von Reality–Soaps gemacht hat. Dass macht es authentisch.

Plot: Ehrlich gesagt habe ich mich gefragt wann es losgeht, und da war ich auf Seite 70.  Ab Seite 100 startet die Story dann richtig. Wo zuvor das ganze Umzieh–Geplänkel und Einleben in der neuen Stadt im Vordergrund stand, wird nun das ganze Show-Theater gezeigt. Das ist interessant und gut dargestellt. Immer wieder schwankt Jane zwischen der Glitzerwelt Hollywoods und ihrem normalen Leben. Die Freundschaft zu Braden lässt sie immer wieder die Kameras vergessen. Jedoch führt diese Beziehung dann irgendwann zu einem Konflikt und lässt die Geschichte in einem Cliffhänger enden.

Schreibstil: Um ehrlich zu sein: Nicht gut. Sicher hat Lauren Conrads Promistatus bei der Veröffentlichung geholfen. Die ersten 100 Seiten hat mich wirklich das Thema bei der Stange gehalten. Ich gehöre sowieso nicht zu den schnellen Buchabbrechern, aber der Anfang hätte besser sein können. Wenn es allerdings mit der Show losgeht, wird der Stil auch besser und die Geschichte authentischer. Man merkt der Autorin sehr an, mit welchen Szenen sie sich eben gut identifizieren konnte. Der Perspektivenwechsel ist ein toller Ansatz, aber leider nicht so gut umgesetzt. Sie erzählt zwar immer in der dritten Person, aber mal aus Janes, mal aus Scarletts Sicht und zwischendurch auch mal aus der Sicht anderer Protagonisten. Es wirkt ein wenig holprig und ich hoffe, dass sie das im weiteren Verlauf der Serie verbessert.

Charaktere: Am Anfang hatte ich mit Scarlett und Jane zu kämpfen. Sie waren mir nicht deutlich genug, was sich aber mehr und mehr im Laufe des Buchs klärte.  Scarlett mag ich auf ihre Art, obwohl ich nicht nachvollziehen konnte, warum sie zur Show “ Ja“ gesagt hat. Jane ist sehr naiv.  Aber je mehr ich über sie nachdenke, desto mehr gefallen mir die Ungereimtheiten. Bei ihren Gedankengängen konnte ich oft nur den Kopf schütteln, aber um ehrlich zu sein: Sie ist grad aus der Schule von zu Hause in die Stadt gezogen,  total überwältigt und eben jung, da hat man schon mal komische Gedankengänge ist sprunghaft und auch in gewisser Weise naiv. Madison und Gaby verkörpern totale Klischees. Gaby als das kleine naive Dummchen und Madison als reiches verzogenes Gör, dass nur auf Ruhm aus ist, koste es, was es wolle.

Wirklich tiefgründige Charaktere darf man nicht erwarten. Sie funktionieren, aber ich hätte etwas mehr erwartet.

Hintergrund: Ganz klar: Man merkt der Autorin an, dass sie mit all dem Glanz, Glamour und den Kameras Erfahrung hat. Insofern stimmt der Hintergrund und ein Blick hinter die Kulissen ist sehr interessant.

Fazit: Ich habe mehr erhofft, dennoch finde ich das Thema total super und für eine leichte Abwechslung zwischendurch ist es ein gutes Buch. Wer eine total kritische Behandlung des Themas erwartet, wird enttäuscht sein, wer jedoch einfach mal einen Einblick in die Welt der Reality-Soaps haben möchte ist gut bedient. Immerhin endet das Buch in so einem Cliffhänger, dass ich schon Lust habe, den Folgeband auch zu lesen. Ausserdem bin ich gespannt, wie sich der Stil noch entwickelt. Für die Zielgruppe könnte ich es mir als Erfolg vorstellen, denn es ist ein aktuelles Thema was den Nerv der Zeit trifft. Es gibt bestimmt genug junge Mädels die mit Janie und Co. gerne mitfiebern.

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