Aisling Breith lesen, schreiben, hören

80 Days – Die Farbe der Begierde (80 Days 2)

Dezember 31



Autor:
Vina Jackson

Originaltitel:
Eighty Days Blue

Übersetzer:
Gerlinde Schermer-Rauwolf , Barbara Steckhan, Thomas Wollermann

Erscheinungsdatum:
26. November 2012

ISBN-13:
978-3570585245

Verlag:
carl’s books

Broschiert:
400 Seiten

Klappentext:

 

Zwischendurch Erotik zu lesen erweist sich für mich mittlerweile als kurzweilige Abwechslung. Der zweite Teil der 80 Days Reihe hat mich etwas mehr überzeugt als der Auftakt, aber der Vergleich zu „Shades of Grey“ hinkt immer noch.

Summer und Dominik leben nun in New York. Sie hat den Kontakt zu Victor abgebrochen und hütete diese Erlebnisse als Geheimnis. Ihre Karriere als Violinistin schreitet voran, wobei die Beziehung zwischen ihr und Dominik darunter leidet. Während Summer auf Tournee geht und sich in sehnsuchtsvollen Gedanken an Dominik immer wieder mit sich selbst vergnügt, macht Dominik neuer Erfahrungen zusammen mit Lauralynn. Dominik und Summer driften auseinander. Als Victor dann noch seine Finger mit ins Spiel nimmt, muss sich Summer ihrer Natur stellen.
Erster Satz: Mitten im Grand Central Terminal küsste er mich.

VN:R_U [1.9.22_1171]
Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.3/6 (1 vote cast)

Idee:
Das Dominik und Summer versuchen zusammenzuleben und dabei nicht nur sexuell zueinanderfinden wollen finde ich gut. Aber ebenso die Idee, dass beide auseinanderdriften.

Plot:
Es gibt keine Lücken. Alles beginnt wieder gewohnt gemächlich. Was erst mal interessiert weiterlesen lässt sind die Charaktere. Da entwickelt sich etwas in jedem Einzelnen und auch als Paar. Der Erfolg von Summer als Solokünstlerin erfolgt meiner Meinung jedoch viel zu schnell. Da passierte alles nach ihrem ersten Soloauftritt über Nacht. Der eigentlich spannende Part um Victors Machenschaften kommt mir etwas zu kurz und zu spät. Sehr gut fand ich immer wieder die Zeitsprünge zwischendurch. Die sind zwar nicht ganz so perfekt eingefügt, sodass ich stellenweise nachdenken musste, ob wieder Wochen vergangen waren oder nur ein Tag. Nichtsdestotrotz lässt es die Geschehnisse und das Handeln der Figuren authentischer wirken, wenn hier und da zwischen den Szenen Zeit verstreicht wie im realen Leben. Es gibt auch weniger Sex, oder es kam mir so vor. Das fand ich ganz gut, denn so hielt sich die Waage zwischen Handlung und „Akt“. Es gab dem Ganzen mehr Tiefe und wirkte nicht mehr so pornografisch wie im ersten Teil auf mich.

Schreibstil: Erzählt wird wieder aus verschiedenen Sichten. Dabei tritt Summer gewohnt als Icherzähler auf und Dominik darf man in der dritten Person begleiten. Dabei bleibt der Leser immer in der Gegenwart. Erneut habe ich das Buch schnell und flüssig lesen können. Was mich manchmal gelangweilt hat, waren diese kleinen Beschreibungen der Umgebung und Hintergründe zu Figuren und deren Handeln, die stellenweise füllend auf mich wirkten. Da war manches überflüssig. Dennoch wollte ich weiterlesen; die nächste heiße Szene finden. Das Wort „Möse“ kommt nicht ganz so häufig vor, was ich im Auftakt bemängelt hatte. Sehr positiv, allerdings bin ich immer noch der Meinung, dass man andere Synonyme hätte finden können. Gut gefallen hat mir die Darstellung der Charaktere. In meinen Augen die Stützpfeiler der Geschichte.

Charaktere:
Summer und Dominik machen eine enorme Entwicklung. Überhaupt wird sich mehr den Charakteren gewidmet. Der Leser erfährt und spürt viel mehr über die Figuren. Den Hauptfocus darauf zu legen war eine gute Entscheidung von dem Autorenduo, was sich hinter „Vina Jackson“ verbirgt. Summer wurde viel greifbarer für mich und auch Dominik. Ich habe mich ein paar Mal gefragt, wann die beiden es denn nun endlich bemerken, dass da mehr als nur Freundschaft und Sex ist und die Beziehung in eine Partnerschaft wandeln könnte.

Lauralynn, die mir im ersten Teil nicht zu hundert Prozent gefallen hat, kommt nun auf ihre Kosten. Manchmal erinnert sie mich an eine Fee, nur dass die Version in dieser Geschichte viel Sex hat, bevorzugt mit Frauen und es liebt, Männer zu zeigen, wer die Herrin ist. Sie nimmt Dominik an die Hand und weckt mehr und mehr seine dunklen Gelüste.

Victor kommt mir als Antagonist zu kurz. Schade, ein so schön fieser Charakter, dem mehr Aufmerksamkeit gebührt hätte.

Hintergrund: Da habe ich nichts hinzuzufügen. Es wirkt gut recherchiert. Ob nun wirklich alle Schauplätze besucht wurden, bezweifle ich, aber als Leser wurde ich auf eine Reise zusammen mit Summer mitgenommen. Die erotischen Szenen nehme ich voll ab, da ein Teil des Autorenduos aus der Szene kommt.

Fazit: Besser als Teil 1, weil ich den Figuren näher war.  Zum Schluss hin alles etwas schnell und dennoch vom Gesamtpaket her so interessant, um gespannt auf Teil 3 zu warten. Für alle, die sich gerne zwischendurch in eine Welt der Erotik entführen lassen möchten, die für viele bisher unerschlossen war. Ein Blick durchs Schlüsselloch, der mit dieser Fortsetzung sogar mehr Tiefgang erhält als der Reihenauftakt.

 

 

VN:R_U [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 4.0/6 (1 vote cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Ashes – Tödliche Schatten (Ashes 2)

Dezember 30



Autor: Ilsa J. Bick

Originaltitel: Shadows

Übersetzer: , Robert A. Weiß , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Sonja Schuhmacher

Erscheinungsdatum: 9. August 2012

ISBN-13: 978-3863960063

Verlag: Egmont INK

Gebundene Ausgabe: 576 Seiten

Klappentext:

 

Schon Ashes 1 war eine Überraschung für mich. Ich hatte mich auf Teil 2 gefreut und wurde nicht enttäuscht. Aber seid gewarnt: Es wird brutaler, blutiger, ekeliger und bekäme als Film sicher mindestens FSK 16.

Den Inhalt in eigene Worte zu fassen fällt mir total schwer. Das liegt an diesen vielen Eindrücken und  den verschiedenen Handlungsträngen. Alex muss sich noch mehr durchkämpfen und über sich hinauswachsen, denn sie gerät in die Fänge der Veränderten. Tom versucht verzweifelt zu ihr zurückzufinden und auch Chris, Peter und Lena erleben schreckliche Dinge. Es passiert so viel, dass ich hier Seitenweise schreiben könnte. Lest dieses Buch lieber selbst und wenn ihr mit der Reihe noch nicht angefangen haben solltet, macht das endlich. (Warum lest ihr diese Rezi dann eigentlich? Husch, husch erst mal hier hin. ) Diese Bücher gehören zu meinen Lesehighlights des Jahres.

Wer seine grauen Zellen zum Inhalt des ersten Teils auftischen will, sollte das auf der Homepage des Verlages machen: http://egmont-ink.de/2012/07/ashes-refresher-ilsa-j-bick/ Ihr müsst nach unten scrollen, um zur deutschen Übersetzung zu kommen.

Ein toller Service des Verlages Muss ich hier mal anmerken!
Erster Satz: „FUBAR“ – so nannte es Jed.

VN:R_U [1.9.22_1171]
Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.3/6 (1 vote cast)

Idee: Die ganze Weiterentwicklung der Figuren ist richtig gut geworden. Aber es ist eben ein zweiter Teil. Er bietet Lösungen zum ersten Teil, aber wirft auch neue Fragen auf.  Alles in allem denke ich, dass es eine gute Fortsetzung geworden ist.

Plot: Ich war über die plötzlich wechselnden Handlungsstränge überrascht. Ein Sprung ins kalte Wasser, indem man sich erst zurechtfinden musste. Aber Frau Bick lässt die Schauplätze so geschickt wechseln, dass sie einen absoluten Pageturner geschaffen hat. Dennoch mochte ich einige Teile lieber wie andere und musste mich durch manches etwas hindurchquälen. Einige Parts waren sehr spannend, allen voran die um Alex und Tom. Andere Teile kommen mir immer noch gut, aber unnötig vor. Meiner Einschätzung nach wird der Leser erst im dritten und finalem Teil genau dahinter kommen, warum genau das jetzt so geschrieben wurde.

Schreibstil: Immer noch super und aus der dritten Person im Präsens, obwohl Frau Bick plötzlich die Perspektive wechseln lässt. Man merkt der Autorin die Erfahrung mit Waffen an. Teilweise ging mir das hier leider auch auf die Nerven. Fast jeder Charakter hat irgendwie Verbindung zum Militär oder ist Veteran, zumindest kam es mir so vor. Vielleicht ist das in Amerika so, aber es wirkt doch etwas zu viel und zu sehr „amerikanisch heldenhaft“. Dennoch schafft die Autorin eine einmalige Atmosphäre. Ich konnte die Kälte spüren und ich konnte das Blut riechen, so gut stellt sie die Umgebung und das Geschehen dar. Es war wie in einem Film, in den man schlüpft. Genial.

Charaktere: Ich kann nicht alles wiedergeben und in Worte fasen, deshalb reiße ich mal an:

Alex macht eine ganz schöne Zerreißprobe mit. Nicht nur mit ihren Gefühlen, auch mit sich selbst. All diese düsteren Erlebnisse, der Glaube an Toms Tod und das merkwürdige Verhalten der Veränderten nagen an ihr. Aber ihr Überlebenswille bleibt. Sie behält in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf. Zwar fand ich das ihr Verhalten manchmal zu gut zur Geschichte passte, aber das verzeihe ich. Ihr Wissen um manche medizinische Dinge ist für ein jugendliches Mädchen zu gut, auch wenn ihre Mutter Ärztin  war und sie durch ihren Tumor viel mitbekommen hat. Auch in Waffen kennt sie sich sehr gut aus. Alles wird begründet, aber es ist eben einen Tick zu konstruiert. Nichtsdestotrotz ein toller Charakter.

Tom lässt sich von seiner Liebe zu Alex leiten, hat aber immer mal wieder Probleme mit Flashbacks aus seiner Zeit in Afghanistan. Man erfährt mehr über ihn und lernt Tom besser kennen.

Lena ist so ein spezieller Fall in der Handlung. Ihre Geschichte ist okay, der Charakter ausgereift und man kann sich in sie hineinversetzen. Anhand dieses Charakters hat die Autorin einen ganz tollen Weg gefunden, dem Leser gewisse Dinge näherzubringen. Ich möchte nicht Spoilern, deshalb gehe ich nicht ins Detail. Dennoch habe ich mich aus kritischer Sicht gefragt: Und was sollte das jetzt? Denn ich bin immer noch der Meinung, dass der Charakter für das Vorantreiben der Geschichte nicht nötig ist. Ich hoffe sehr, dass Lena im dritten Teil einen Platz findet und ich die Notwendigkeit ihre Geschichte sehe.

Auf Peters weitere Entwicklung im Finale bin ich gespannt. Er erlebt wirklich schlimme Dinge, die an seinem Charakter feilen.

Hintergrund:
Ergänzend zu dem, was  ich schon in der Rezension zu Teil 1 geschrieben habe, kann ich nur wieder Lob  aussprechen. Ein Teil der Handlung spielt in einem Bergwerk und all die Informationen zum Bergbau wirken auf mich sehr gut recherchiert. Aber auch alle anderen Details sind so dargestellt, als hätte die Autorin alles selbst erlebt.

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung, die mich in einen Bann gezogen hat. Die Perspektivenwechel erzeugen Spannung und man will wissen, wie es weitergeht. Manche Parts mehr, manche weniger. Auch wenn ich ein paar Kritikpunkte hatte, etwas genervt von den Waffen war, kann ich doch nur jedem dieses Buch empfehlen. Ihr werdet nicht enttäuscht und seid sicher: Der Cliffhänger ist noch fieser als im ersten Band. Für mich ist Frau Bick nu Mrs Cliffhanger, denn das kann sie auch in den Kapiteln gut. Wer es gerne blutig und brutal mag, kommt voll auf seine Kosten. Wer die Liebe sucht, sollte lieber zu einer anderen Lektüre greifen.

 

 

VN:R_U [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 5.0/6 (1 vote cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Interview mit Katharina Braun von Ink

Dezember 19

INK_RGBSamstagsmorgens haben wir doch glatt verschlafen, es aber unter Einsatz von Dannys Fahrkünsten mit nur fünf Minuten Verspätung zum Interview mit Katharina Braun, der Programmleitung von INK, geschafft.

Prompt wurden wir mit einem Kaffee und Wasser versorgt und haben direkt losgelegt.

INK gehört zur den Egmont Verlagsgesellschaften.

Was macht die Programmleitung genau?

Wir suchen nach neuen Autoren, beziehungsweise arbeiten mit denen, die wir bereits unter Vertrag haben, eng zusammen. Auf den Messen pflegen wir den Kontakt mit Agenturen und anderen Verlagen, aber auch die Sichtung von Manuskripten, die wir bei Agenturgesprächen auf den Messen angefordert haben, gehört zu meinem Aufgabenbereich. Zusammen mit dem Team entscheide ich, welche Titel in das Programm aufgenommen werden. Darüber hinaus wirken wir bei der Covergestaltung mit.

 

Ist die Arbeit am Buchmarkt so, wie Sie sich es vorgestellt haben? Wie sieht der Alltag aus?Katharina_Braun1-(2)

Ich liebe meinen Beruf, aber es ist längst nicht so romantisch, wie viele glauben. Der Buchmarkt ist ein hartes Business wie jeder andere Markt auch. Bücher werden gekauft und verkauft. Dennoch bin ich immer wieder aufgeregt, wenn es zu den Messen geht: Finde ich aufregende neue Titel? Entdecke ich etwas Besonderes? Das ist es was es ausmacht; was am Beruf so viel Spaß macht.

 

Woher beziehen Sie Ihre Manuskripte?

Zu 98% bekommen wir Texte über Literaturagenturen und ausländische Verlage angeboten. Eine literarische Agentur leistet schon eine gute Vorauswahl.

 

Lesen Sie die unverlangt eingesandten Manuskripte?

Jeder bei uns im Team hat seine Aufgaben, und so haben wir dafür jemanden, der die unverlangt eingesandten Manuskripte sichtet und sortiert und den Autoren antwortet. Bei mir auf dem Tisch landen nur Einsendungen, die nach Meinung meiner Mitarbeiter vielversprechend sein könnten.

 

Habe sie schon mal ein Manuskript abgelehnt, was sich später bei einem anderen Verlag als Bestseller herausstellte?

Ja, leider. Manchmal sind die ausländischen Buchlizenzen einfach zu teuer. Irgendwann kann man bei den Auktionen nicht mehr mithalten und muss auf ein vielversprechendes Manuskript verzichten.

Wie viel Wert legt INK auf deutsche Autoren?

Darauf legen wir großen Wert. Aktuell haben wir mit Andrea Schacht, Veit Etzold und Veronika Bicker bereits drei tolle deutschsprachige Autorinnen und Autoren im INK-Programm. Natürlich kaufen wir auch ausländische Lizenzen ein, aber bei INK möchten wir künftig gerne noch mehr mit deutschsprachigen Autoren zusammenarbeiten.

 

Wie viel Wert wird auf die Aufmachung der Bücher gelegt?

Darauf wird sehr viel Wert gelegt. Ein ansprechendes Cover ist die halbe Miete. Das macht einen potentiellen Leser zuallererst auf das Buch aufmerksam und verleitet ihn in der Buchhandlung dazu, genau dieses Buch in die Hand zu nehmen.

 

Wo sehen Sie den Trend für die kommenden Jahre?

Das ist schwierig zu sagen. Dystopien sind langsam vorbei. Ein Trend könnten die realen Liebesgeschichten sein.

 

Wie wichtig ist für Sie die Zusammenarbeit mit den Bloggern?

Blogger und das Internet im Allgemeinen haben einen hohen Stellenwert bei uns. Soziale Netzwerke gehören bei unserer Zielgruppe zum Alltag. Unser Facebook-Auftritt spielt daher eine große Rolle. Es macht uns großen Spaß, Specials und Gimmicks für die Community bereit zu stellen und selbstverständlich gehen wir auch auf alle dort anfallenden Fragen und Anregungen ein! Das direkte Feedback unserer Leser ist uns sehr wichtig!

Vielen Dank an Katharina Braun für Ihre Zeit und das nette Interview.

 

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 6.0/6 (2 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Türkisgrüner Winter

Dezember 15

Autor: Carina Bartsch

Erscheinungsdatum: 28. Oktober 2012

Verlag: Schandtaten Verlag

Kindle Edition: ca. 359 Seiten

Klappentext:

 

Nachdem ich den ersten Teil „Kirschroter Sommer“ gelesen hatte, fieberte ich auf die Fortsetzung und bekam ein Rezi-Exemplar zur Verfügung gestellt.

Leider habe ich zur Zeit privat nicht soviel Zeit, deswegen kommt die Rezi erst sehr spät.

In der Fortsetzung der Geschichte um Elias und Emely dreht sich alles darum, wann sie sich endlich „kriegen“ und ob Emely den geheimnisvollen Luca kennenlernt oder nicht.

Erster Satz: Seit einer Woche nichts.

VN:R_U [1.9.22_1171]
Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.1/6 (1 vote cast)

Idee: Über die Idee einen zweiten Teil aus der Geschichte zu machen scheiden sich die Geister. Und auch ich bin ehrlich gesagt noch nicht so ganz sicher, ob ich den zweiten Teil gut oder schlecht finden soll. Fakt ist: Er ist seeeehr lang … so langatmig das ich zwischenzeitlich aufgehört habe zu lesen und am nächsten Tag wieder angefangen habe.

Plot: Der Plot zieht sich. Mehr als im ersten Teil und ich hatte an so mancher Stelle das Gefühl, als würde die Autorin die Geschichte künstlich in die Länge ziehen, nur um auf die Wörter/Seitenanzahl zu kommen. Meiner Meinung nach, hätte man das ganze locker um ein Drittel kürzen können.

Emely stolpert von einem Missverständnis in das nächste hinein, das es schon sehr „gewollt“ aussieht.

Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin gefällt mir noch immer, und ist in der Fortsetzung schon ausgereifter als noch im ersten Teil. Die Geschichte lässt sich noch immer locker runterlesen, sofern der Lesefluss nicht stolpern lässt. Auch hier gilt weiterhin: Meckern auf hohem Niveau.

Charaktere: Es bleibt nicht aus, das die Charaktere im zweiten Teil tiefgründiger werden, einfach weil die Geschichte weitergeht.

Die Liebesgeschichte um Alex und ihren Freund (ich habe den Namen schon wieder vergessen) finde ich süß und unkompliziert.

Wohingegen die Beziehung zw. Emely und Elias komplizierter und von Missverständnissen gebeutelter wirkt als im ersten Teil.

Achtung:Spoiler Aufklappen

So meldet sich Emely z.B. kein einziges Mal bei Elyas obwohl sie ihn vermisst und an ihn denkt. Wohingegen sie Luca ständig Emails schreibt, obwohl er sich in seltsames Schweigen hüllt.

Die Vorhersehbarkeit setzt sich im zweiten Teil fort, was leider den gesamten Spannungsbogen im Keim erstickt.

Emely ist verplanter und passiver denn je, und ich verstehe nicht, wie jemand so dämlich sein kann, und nicht „sieht“ wie der andere fühlt.

Als sich Elyas dann von ihr abwendet, hab ich mir gedacht: „Das bist du jetzt selbst schuld.“ nur damit plötzlich der beste Kumpel von ihm um die Ecke kommt und Emely zur Rede stellt und sagt, was wirklich mit Elyas ist…

Und dann ist da noch die Sache mit dem ominösen Brief. Elyas schreibt Emely einen langen Brief, in dem er alles erklärt, doch dieser Brief erreicht sie nicht. Es wird auch – meiner Meinung nach – sehr unzureichend und halbherzig erklärt, wer oder wo dieser Brief abgeblieben sein könnte.

Die Beziehung von Alex und Emely erschließt sich mir nicht wirklich. Es sollen beste Freunde sein, aber davon merkt man nicht viel. Es wirkt auf mich eher so, als wäre Emely regelrecht genervt von ihrer besten Freundin. Empfand ich das im ersten Teil noch als ‚okay‘ weil das jedem mal so von seiner besten Freundin geht, so wirkte das im zweiten Teil schon sehr seltsam. Was haben die zwei gemeinsam? Eigentlich müssten die zwei viel vertrauter – fast wie Geschwister sein – wenn sie sich schon so lange kennen.

So geht es mir zumindest mit meiner Freundin, die ich seit dem Kindergarten kenne.

Hintergrund: Da die Geschichte eine Fortsetzung ist, gibt es hier nicht viel hinzuzufügen.

Fazit: Richtig umgehauen hat mich der zweite Teil leider nicht. Ehrlich gesagt hatte ich mir mehr erhofft. Mehr Schlagabtausch wie im ersten Teil, bzw. etwas weniger Missverständnisse und etwas mehr „Entwicklung“ von Emely.

Die Geschichte zieht sich kaugummiartig und will kein Ende nehmen, was ich sehr schade finde, denn die Charaktere sind mir durch den ersten Teil sehr ans Herz gewachsen.

An dieser Stelle danke ich der Autorin für das Rezensionsexemplar und wünsche Ihr für „türkisgrüner Winter“ ebenfalls soviel Erfolg wie für „Kirschroter Sommer“.

VN:R_U [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 4.0/6 (1 vote cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Fairy Tale – Verliebt in einen Elf

Dezember 13



Autor:
Cyn Balog

Originaltitel: Fairy Tale

Übersetzer: Hans Link

Erscheinungsdatum: Januar 2012

ISBN-13: 978-3401503769

Verlag: Arena

Broschiert: 278 Seiten

Klappentext:

 

Ich finde das Cover wunderschön und vom Klappentext habe ich mir eine locker leichte Teenieromanze versprochen, die ich dann auch bekam. Mit nur 278 Seiten bot sich das Buch auch gut an als Abwechslung zwischen den ganzen Dystopien und Endzeitromanen, die ich im Regal stehen habe.

Morgan steht kurz vor ihrem „Sweet sixteen“–Geburtstag. Sie ist überglücklich und schon eine halbe Ewigkeit mit Cam zusammen, dem heißen Typen, der für sein Leben gern Football spielt. Doch plötzlich interessiert er sich nicht mehr für die bevorstehende Party und macht sich rar. Zeitgleich taucht ein Neuer an der Schule auf, der sich nach und nach vom uncoolen Schluffi zum begehrten Teenager entwickelt. Pip verbringt viel Zeit mit Morgan und wohnt in Cams Haus. Morgan fällt aus allen Wolken als sie die Zusammenhänge erfährt und will mit aller Kraft verhindern das Cam, der sich als angehender Elfenkönig entpuppt, ihr genommen wird. Gleichzeitig empfindet sie plötzlich etwas für Pip, was ihr gar nicht in den Kram passt. Wird sie ihre große Liebe Cam halten? Und wie geht sie mit dem rosa Klecks um, der neuerdings ständig um Cam herumschwirrt?
Erster Satz: Die meisten finden mich unheimlich.

VN:R_U [1.9.22_1171]
Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.1/6 (1 vote cast)

Idee: Die Idee ist nett und gefällt mir, aber ich bin kein Fan von Dreiecksbeziehungen, und das schmälert leider beine Begeisterung.

Plot: Die Geschichte startet gemächlich und stellt dem Leser erst mal die Protagonisten und deren Alltag vor. Der ist, durch Morgans Fähigkeit in die Zukunft zu sehen, etwas unkonventionell, verleiht dem Ganzen aber auch eine spannende Note. Ich empfand den Plot jedoch als sehr vorhersehbar. Viel zu früh war mir das Ende klar. Das muss nicht jedem so gehen, denn ich habe oft ein Gespür dafür, wie eine Geschichte ausgeht. Für andere Leser kann der Ablauf der Ereignisse sicher als interessant gelten und eine Überraschung bereithalten.

Schreibstil:
Erzählt wird als Icherzähler aus Morgans Sicht im Präsens. Gut gewählt, da es Raum für die Schlussfolgerungen der Hauptprotagonistin lässt. Zudem ist der Stil spritzig, frisch und frech, was ich sehr mochte. Leider verliert sich die Autorin im Fortgang der Geschichte etwas. Es gibt Wiederholungen und zu lange Ausschweifungen. Sicher hätte man gut und günstig einiges Kürzen können, ohne der Story zu schaden.

Charaktere: Morgan ist ein richtiges Mädchen, dessen Welt aus Highschool, Freund und Mädchenkram besteht. Dazu die Fähigkeit des Hellsehens, die ihr einen gewissen Beliebtheitsstatus verleiht. Sie liebt ihre Familie und ihren Freund, steht für sie ein und will vor allem Cam ganz und gar nicht verlieren. Seit Kindertagen sind sie miteinander befreundet und nichts kann sie trennen. Cam ist zwar der Star des Footballteams aber er gibt nicht damit an, sondern ist eher der ruhige und liebevolle Freund für Morgan. Er findet sich mit der Situation ab, auch mit der körperlichen Veräderung, die damit einhergeht. Pip ist mir zu selbstlos geraten. Zu glatt. Kein Typ, für den ich mein Herz erwärmen konnte, leider. Ich konnte auch nicht nachvollziehen, warum Morgan für ihn Gefühle entwickelt.

Mein Highlight war als Nebenfigur Morgans sizilianische Mutter. Sie erfüllt das Klischee, ist dabei aber einfach nur genial.

Hintergrund:
Sehr gut stellt Cyn Balog die ganze Highschool– und Teenagersituation dar. Teils etwas überspitzt, aber mit viel Charme. Es gab Dinge, die mich etwas gestört haben. Morgans Fähigkeit des Hellsehens wird nicht wirklich begründet, und auch wenn sie für den Plot von Nutzen war, hätte man sie meiner Meinung nicht wirklich gebraucht für die schlussendliche Auflösung des Konflikts. Die körperliche Veräderung von Cam, die kein Mensch außer Morgan sehen kann, finde ich von der Idee gut. Es hapert jedoch in der Umsetzung. Wenn Morgan sich irgendwann zur Umarmung herunterbeugen muss, sollte das doch anderen auffallen, meine ich.

Fazit: Die Idee hat so viel Potenzial, was man noch mehr hätte nutzen können, vor allem, weil die Autorin so einen amüsant frechen Stil aufweist. Als lustig lockere Lektüre für zwischendurch war „Verliebt in einen Elf“ jedoch genau richtig und kann dafür getrost auf jeden Buchstapel landen. Ganz abgesehen davon, dass es chic im Regal zur Geltung kommen kann.

VN:R_U [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 4.0/6 (1 vote cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Blog-Adventskalender: Das zwölfte Türchen öffnet sich

Dezember 12

Ich habe mich diese Jahr entschlossen beim Adventskalender der „Tintenelfe“ mitzumachen.

Bei mir fängt das ganze Weihnachtsgeplänkel erst nach meinem Geburtstag im November statt. Vorher sind in meinem Haus alle Artikel zur besinnlichen Zeit verboten. Ich besitze keinen Adventskalender, noch Adventskranz und der Baum kommt erst einen Tag vor Heilig Abend ins Haus. Weihnachtsmärkte sind mir zu voll und ich verstehe diesen plötzlichen „Run“ auf Glühwein nicht. Spekulatius und Stollen bringen mich zum Würgen. Die ganze Plätzchenbackerei mit Unmengen von Spritzgebäck ist nett, aber es gibt viel leckere Dinge.

Nein, ich hasse Weihnachten nicht, falls das jetzt jemand denkt. Ganz und gar nicht. Ich beschränke mich eben nur auf die drei Tage im Jahr, an denen es eigentlich stattfindet.

Ich liebe das Essen an Heilig Abend. Die Tradition mancher Menschen, die an diesem Fest Bockwurst und Kartoffelsalat essen, verstehe ich nicht. Schon von klein auf verbinde ich diesen Abend mit einem tollen Mahl im großen Familienkreis. Oma, Opa, Tante, Onkel und Cousins.

Zu überlegen, was man dieses Mal auf die Speisekarte setzt, denn neben altbewährten gibt es auch immer was Neues, macht unheimlich Spaß. Meine Spezialität ist eigentlich das Dessert, was ich jedoch im letzte Jahr an meine Schwägerin abgetreten habe und in diesem Jahr nach ihrer Idee gemeinsam bestreiten werde. In einem Jahr habe ich in den vier Wochen vor Weihnachten selbst gemachtes Eis ausprobiert und so lange optimiert, bis es schmeckte. So viel Eis habe ich nie wieder geballt gegessen. Ein anders Jahr habe ich mich in Herzoginkartoffeln versucht und einen ganzen Vorrat eingefroren.

Ich freu mich vor allem auf die Gesellschaft im Familienkreis und mit gutem Essen. Gemeinsam eine schöne Zeit haben, das ist für  mich Weihnachten. Die Kinder glücklich zu sehen und anderen eine Freude bereiten.

Deshalb verrate ich euch zum einen, mein Lieblingsrezept für meine  Cookies, die ich viel lieber als alle Weihnachtsplätzchen mag und meinem Freundeskreis immer viel Gaumenfreude bereiten. Zum anderen habe ich mir überlegt etwas zu verlosen und gleichzeitig mich davon zu trennen, was es nicht zu kaufen gibt.

Erst einmal das Rezept für Cookies:

Und nun, nachdem euch der Magen wehtut, schafft ihr es vielleicht noch zu kommentieren und ganz wichtig! mir eine Mail mit Postadresse an info@aislingbreith.de zu senden, wenn ihr das hier gewinnen möchtet:

Legend Notizbuch

Ja, das ist das Notizbuch, was so begehrt auf der Frankfurter Buchmesse war. Ich habe einige Notizbücher zu Hause die leer sind. Also trenne ich mich zu euren Gunsten von dieser Rarität.

Ich übernehme deutschlandweites Porto, wer also aus dem Ausland mitmachen möchte, muss für die Differenz aufkommen.

Teilnahmeschluss: 19.12.2012 23:59 Uhr

Viel Glück und ein glückliches Fest!

Morgen geht es bei Kay und Steffi von his&her Books weiter.

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 6.0/6 (1 vote cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Gewinner !

Dezember 7

Jahaaa! Wer dachte, ich hätte noch nicht die Gewinner ausgelost … weit gefehlt. Habe ich schon und das Beste: Die Bücher müssten, bis auf eine Gewinnerin aus Österreich, schon angekommen sein, oder zumindest morgen.

Keine Panik, ich werde die Liste und eine Statistik zum Gewinnspiel noch schreiben, bin aber leider gerade etwas eingespannt. Wenn man krank ist, bleiben Dinge liegen, das muss man erst mal aufarbeiten.

Wer sein Buch bekommen hat, möge doch bitte kurz kommentieren.

Ich wünsche allen viel Spaß damit. Mal sehen, was wir im nächsten Jahr zum Geburtstag spielen. (Vielleicht „Mord im Dunkeln“, habe ich als Kind geliebt, das Spiel)

 

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 0.0/6 (0 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Monatsrückblick November

Dezember 4

Der November! Eigentlich ja mein Monat. Ich hatte Geburtstag und noch viel besser: Der Blog ist ein Jahr alt geworden!






Gelesen habe ich „80 Days – Die Farbe der Lust“. Ja, mich hat das Genre gepackt und es ist eine willkommene Abwechslung zu den eher dystopischen und endzeitigen Büchern die ich lese. Der zweite Teil liegt bereits auf meinem SuB und wird darüber entscheiden, ob ich dabei bleibe oder nicht. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die Nachricht, dass nun insgesamt fünf Bände erscheinen, etwas abschreckt.

Meine Überraschung in diesem Monat war „Lost Land – Die erste Nacht“. Eine wirklich tolle Geschichte mit Fokus auf eine Bruderbeziehung in einer fiktiven Zukunft in der man umgeben von Zombies lebt. Da hat Thienemann einen klasse Griff gemacht.

„Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick“ ist ein toller Titel und auch der Inhalt gibt einem ein kurzweiliges Lesevergnügen. Es besticht durch wenige Schauplätze und Charaktere und hat seinen besonderen Charme.

Eine gelungene Fortsetzung, wenn auch ganz anders erwartet, ist „Pandemonium“ geworden. Schon der Trilogieauftakt „Delirium“ hat mich nachdenklich gestimmt und war Auslöser für mein derzeitiges Bewertungssystem. Pandemonium ist ein innerer Kampf, mit einem wunderbaren Schreibstil der mich berührt und zu einem Lauren Oliver – Fan macht.

Ich gehöre zu den Glücklichen, die schon vorab „Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit“ lesen durften. Auch hier wurde die Geschichte sicher nicht ganz so fortgesetzt, wie erwartet. Vor allem das Ende ist eine Überraschung. Trotz meiner ganzen Hin- und Hergerissenheit muss ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen.



Gehört habe ich Ascheherz, was mir nicht ganz so gut gelegen hat. An der Sprecherin, Nina Petri, kann es nicht liegen, denn beide Hörbücher sind von ihr gesprochen. Whisper wiederum gefällt mir sehr gut. Ich bin bei den letzten Minuten und auch als Buch hätte es mir sicher gefallen.

 

Geschrieben habe ich für den Blog. Ansonsten herrscht immer noch Flaute, was das Tippen anbelangt. Sprechen wir nicht über das Thema.

 

Das Bloggewinnspiel ist bereits ausgewertet und hat Spaß gemacht. Die Gewinner werden bald benachrichtigt.

Der Dezember steht wohl im Zeichen von Weihnachten und ich mache bei Tintenelfes Adventskalender mit. Ich bin am 12. Dezember dran und ich verrate jetzt schon mal, dass es was hinter meinem Türchen zu gewinnen gibt.

Das war es dann aber auch erst mal an Gewinnspielen. Mich hat es ein wenig aufgehalten, was die Interviews anbelangt. Da will ich im Dezember fleißig sein, damit ich mich ab Januar auf das Lesen und Rezensieren beschränke. Denn da will noch ein Roman geschrieben werden und außerdem habe ich nun auch endlich einen DaWanda – Shop eröffnet.Wer sehen möchte, was ich so beruflich mach schaut dort mal vorbei. Es sind noch wenige Artikel, aber der Shop wird sich nach und nach füllen ( es sollen auch ein paar Produkte für Leseratten kommen, aber die sind noch in der Entwicklungsphase).

 

Für mich wird es merkwürdig sein, im Dezember dann mal eine richtige Jahresstatistik zu scheiben. Die Zeit ging schnell vorbei. Die Verlagsvorschauen für das nächste Jahr kann man sich schon ansehen und die sind viel zu interessant. Ich wünsche allen eine geruhsame Adventzeit. Stresst euch nicht. Habt schöne Weihnachten!

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 0.0/6 (0 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit

Dezember 3


Autor: Veronica Roth

Originaltitel: Insurgent

Übersetzer: Petra Koob-Pawis

Erscheinungsdatum: 10. Dezember 2012

ISBN-13: 978-3570161562

Verlag: cbt

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten

Klappentext:

 

Ich habe seinerzeit Divergent gelesen, das englische Original von „Die Bestimmung“. Ich war so begeistert (nicht nur, dass ich auf Englisch alles verstanden habe), dass ich der Fortsetzung entgegengefiebert habe. Zwischenzeitlich feierte der Trilogieauftakt jedoch auch hier in Deutschland seine Erfolge und ich entschloss mich, die Fortsetzung auf Deutsch weiter zu lesen. Glücklicherweise durfte ich das Buch vor Erscheinen bekommen. Auch, wenn ich verwirrt aus dieser Geschichte gegangen bin, möchte ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

Tris, Tobias(Four) und die überlebenden Altruan finden zunächst Zuflucht bei den Amite. Diese wollen sich jedoch weiter aus dem Konflikt der Fraktionen heraushalten. Als nach einer kurzen Verschnaufpause die Ken mit Überläufern der Ferox in ihren Lastwagen anrollen, müssen Tris und Co. das Weite suchen und die Amite verlassen. Ihr Weg führt sie zurück in die Stadt zu den Fraktionslosen. Jene, die Tris bisher gefürchtet hat entpuppen sich als ganz andere Menschen. Außerdem treffen sie dort auf Personen, von denen Tris und Tobias dachten, sie nie wieder zu sehen. Es geht aber noch weiter, zu den Candor und die „Unbestimmten“ bekommen plötzlich eine wichtige Rolle. Jeanine Matthew, die Anführerin der Ken will die Macht an sich bringen und auch ein Serum finden, gegen das die „Unbestimmten“ nicht immun sind. Sie macht Jagd auf sie, doch was steckt hinter allem? Welche Wahrheit verbergen die Anführer der Fraktionen und kann das System gerettet werden?

Erster Satz: Als ich aufwache, liegt mir sein Name auf der Zunge.

VN:R_U [1.9.22_1171]
Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.9/6 (1 vote cast)

Idee: Die Grundidee der Fraktionen hat mich schon in Teil 1 überzeugt. Leider wurden die Bezeichnungen des Originals nicht übernommen. Ich muss an dieser Stelle mal anmerken, dass ich so was oft nicht verstehe. Unsere Sprache hat so viele Anglizismen, da hätte man die Bezeichnung der Fraktionen lassen können. Four hat man ja auch nicht mit Vier übersetzt. An Teil 2 fand ich besonders gut, dass Frau Roth den Leser einmal quer durch die Fraktionen schickt, sodass diese viel präsenter sind.

Plot: Der Plot hat mich verwirrt zurückgelassen. Es passieren so viele Dinge und es gibt so viele Schauplätze. Stellenweise habe ich mich gefragt, ob das Ganze ursprünglich als Trilogie ausgelegt war. Ein bisschen hatte ich das Gefühl, als suche Frau Roth selbst nach dem Ziel der Geschichte. Sehr gut gefallen hat mir das Kennenlernen der anderen Hauptquartiere. All die Fragen, die im ersten Band unbeantwortet blieben, weil sich alles so sehr auf die Ferox konzentriert hat, wurden beantwortet. Die Fraktionen mit ihren Eigenheiten kamen sehr gut rüber, obwohl mich die Handlung des Buches verwirrt hat und ich hier und da das Gefühl hatte etwas nicht mitbekommen zu haben. Immer wieder streut Veronica Roth Bemerkungen ein, die mich wieder an Teil 1 erinnern ließen. Leider wird man zu Anfang jedoch sehr selbstverständlich in die Geschichte geworfen. Eigentlich ja positiv, dass man nahtlos weiterlesen könnte, denn Teil 2 geht genau da weiter, wo Teil 1 aufhört. Ein Re-Read von Teil 1 wäre nicht schlecht gewesen, ist aber kein Muss. Das Ende war überraschend. Den die Hinweise dazu sind nur spärlich und es wirkte ein wenig „aus dem Hut gezaubert“.  Keine schlechte Idee, keinesfalls, aber zu überraschend, ein wenig zu konstruiert auf den letzten Seiten. Dazu ein gemeiner Cliffhanger, der einen das Warten auf Teil 3 sehr schwer macht. Auch wenn ich nicht das Gefühl habe die Geschichte ganz gefasst zu haben, hat sie mich mitgerissen. Der Drang es gleich noch mal zu lesen, lässt mich nicht los.

Schreibstil: Erzählt wird als Ich-Erzähler aus Tris‘ Sicht im Präsens. Allein für die intimen Momente zwischen Tris und Tobias lohnt sich das Buch. Diese Stellen sind so toll geschrieben, dass man die Berührungen förmlich spürt. Aber nicht nur dort erweist sich Frau Roth als talentiert. Das beklemmende Gefühl, was Tris mit sich herumträgt, fühlt man selbst. Das, was ich im Englischen schon so mochte, ist im Deutschen genau so da. Ich mag so einen Stil, der einen alles vor Augen führt. Der einen entführt in eine Welt der Gefühle. Angst, Liebe und Drama. Alles sehr präsent.

Charaktere: Ja wo soll man da anfangen und aufhören? Schaut man sich auf der Fanseite die Charakterliste an, versteht man glaube ich mein Problem. Zu viele Charaktere. Auf der einen Seite finde ich das realistisch, wenn man bedenkt, dass man im richtigen Leben auch von mehreren Menschen umgeben und beeinflusst wird. Zum verfolgen der Geschichte ist es natürlich schwierig. Vor allem tauchen die Figuren so selbstverständlich auf. Sicher kennt man sie aus dem ersten Teil, aber nicht so sehr, um gleich wieder alles abrufen zu können. Allerdings haben mir die Hauptcharaktere besonders gefallen.

Tris hat sich zur Ferox entwickelt. Allerdings hat sie mit einigem zu kämpfen. Der Tod der Eltern, Wills Tod und die Zerstörung des Systems. Sie kann keine Waffe mehr anfassen, was für eine Ferox natürlich undenkbar ist. Sie liebt Tobias, kann sich ihm aber nicht anvertrauen. Da habe ich sie manchmal nicht verstanden. Andererseits kann man ihren Mut und ihre Aufopferung nachvollziehen. Sehr gut merkt man auch, welche Fraktion gerade aus ihr spricht, wenn sie über Dinge und Situationen nachdenkt. Das hat die Autorin ganz toll gemacht.

Tobias/Four. Hach. Ja, ein Charakter, für den ich dahinschmelze. Der mir auch leid tut, weil er sich so sehr um Tris sorgt. Er ist stark und doch sanft. Im Grunde fehlen mir bei ihm die Worte. Für meinen Geschmack kommt er in der zweiten Hälfte ein wenig zu kurz. Sicher ist es gut die Geschichte nicht die Liebesgeschichte dominieren zu lassen, aber ich würde gerne noch mehr über ihn lesen. Dennoch erfährt man sehr viel über ihn, wo er herkommt und was in ihm hervorgeht. Er muss sich seinem Vater stellen, was er auch macht. Er ist intelligent und clever, zumindest die meiste Zeit.  Gut gefallen hat mir, dass er in diesem Buch fast nur noch als Tobias auftritt. Ich habe zwar persönlich mein Problem mit dem Namen, aber es macht seine Entwicklung deutlich. Das „Four“ habe ich schon etwas vermisst, aber es passt nicht mehr so perfekt in seine Rolle, wenn man seinen Hintergrund kennt.

Hintergrund: Das Fraktionssystem ist super ausgedacht, keine Frage. Trotz allem muss ich Kritik üben. Die Geschichte fokussiert sich im ersten Teil sehr auf das Feroxhauptquartier, was auch so in Ordnung ist. Im 2. Teil verlassen wir jedoch dies und da frag ich mich: Wo sind die ganz normalen Bürger? Wo leben sie? Wie läuft die gesamte Versorgung? Da scheint Veronica Roth nicht weit genug gedacht zu haben. Es leben doch nicht alle Bewohner immer in den Hauptquartieren, oder? Ich bin gespannt, ob man davon in Teil 3 noch mehr erfährt. Soweit es für die Geschichte von Belang ist, wird alles gut erklärt und gezeigt aber es fehlt ein bisschen das „Drumherum“.

Fazit: Mich hat dieses Buch verwirrt. Es war ganz anders als erwartet. Es gibt so viel, was passiert ist und so viel, was einen grübeln lässt. Da gibt es ordentlich Diskussionsstoff. Das merkt man schon jetzt unter den Bloggern, die es wie ich vorab lesen durften. Keiner, der Teil 1 schon mochte, wird enttäuscht sein. Auch wenn man Tris des Öfteren gerne beiseite genommen hätte, um ihr zu sagen, dass sie doch mal einen Moment nachdenken soll. Es ist eine tolle verwirrende Fortsetzung mit einem unerwarteten Ende. Mit dem bin ich nicht ganz so zufrieden, weil es mir eben zu plötzlich kam, deshalb keine volle Punktzahl.

VN:R_U [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 5.0/6 (1 vote cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Featuring Recent Posts WordPress Widget development by YD