Autor: Carina Bartsch

Erscheinungsdatum: 28. Oktober 2012

Verlag: Schandtaten Verlag

Kindle Edition: ca. 359 Seiten

Klappentext:

 

Nachdem ich den ersten Teil „Kirschroter Sommer“ gelesen hatte, fieberte ich auf die Fortsetzung und bekam ein Rezi-Exemplar zur Verfügung gestellt.

Leider habe ich zur Zeit privat nicht soviel Zeit, deswegen kommt die Rezi erst sehr spät.

In der Fortsetzung der Geschichte um Elias und Emely dreht sich alles darum, wann sie sich endlich „kriegen“ und ob Emely den geheimnisvollen Luca kennenlernt oder nicht.

Erster Satz: Seit einer Woche nichts.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.1/6 (1 vote cast)

Idee: Über die Idee einen zweiten Teil aus der Geschichte zu machen scheiden sich die Geister. Und auch ich bin ehrlich gesagt noch nicht so ganz sicher, ob ich den zweiten Teil gut oder schlecht finden soll. Fakt ist: Er ist seeeehr lang … so langatmig das ich zwischenzeitlich aufgehört habe zu lesen und am nächsten Tag wieder angefangen habe.

Plot: Der Plot zieht sich. Mehr als im ersten Teil und ich hatte an so mancher Stelle das Gefühl, als würde die Autorin die Geschichte künstlich in die Länge ziehen, nur um auf die Wörter/Seitenanzahl zu kommen. Meiner Meinung nach, hätte man das ganze locker um ein Drittel kürzen können.

Emely stolpert von einem Missverständnis in das nächste hinein, das es schon sehr „gewollt“ aussieht.

Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin gefällt mir noch immer, und ist in der Fortsetzung schon ausgereifter als noch im ersten Teil. Die Geschichte lässt sich noch immer locker runterlesen, sofern der Lesefluss nicht stolpern lässt. Auch hier gilt weiterhin: Meckern auf hohem Niveau.

Charaktere: Es bleibt nicht aus, das die Charaktere im zweiten Teil tiefgründiger werden, einfach weil die Geschichte weitergeht.

Die Liebesgeschichte um Alex und ihren Freund (ich habe den Namen schon wieder vergessen) finde ich süß und unkompliziert.

Wohingegen die Beziehung zw. Emely und Elias komplizierter und von Missverständnissen gebeutelter wirkt als im ersten Teil.

Achtung:Spoiler Aufklappen

So meldet sich Emely z.B. kein einziges Mal bei Elyas obwohl sie ihn vermisst und an ihn denkt. Wohingegen sie Luca ständig Emails schreibt, obwohl er sich in seltsames Schweigen hüllt.

Die Vorhersehbarkeit setzt sich im zweiten Teil fort, was leider den gesamten Spannungsbogen im Keim erstickt.

Emely ist verplanter und passiver denn je, und ich verstehe nicht, wie jemand so dämlich sein kann, und nicht „sieht“ wie der andere fühlt.

Als sich Elyas dann von ihr abwendet, hab ich mir gedacht: „Das bist du jetzt selbst schuld.“ nur damit plötzlich der beste Kumpel von ihm um die Ecke kommt und Emely zur Rede stellt und sagt, was wirklich mit Elyas ist…

Und dann ist da noch die Sache mit dem ominösen Brief. Elyas schreibt Emely einen langen Brief, in dem er alles erklärt, doch dieser Brief erreicht sie nicht. Es wird auch – meiner Meinung nach – sehr unzureichend und halbherzig erklärt, wer oder wo dieser Brief abgeblieben sein könnte.

Die Beziehung von Alex und Emely erschließt sich mir nicht wirklich. Es sollen beste Freunde sein, aber davon merkt man nicht viel. Es wirkt auf mich eher so, als wäre Emely regelrecht genervt von ihrer besten Freundin. Empfand ich das im ersten Teil noch als ‚okay‘ weil das jedem mal so von seiner besten Freundin geht, so wirkte das im zweiten Teil schon sehr seltsam. Was haben die zwei gemeinsam? Eigentlich müssten die zwei viel vertrauter – fast wie Geschwister sein – wenn sie sich schon so lange kennen.

So geht es mir zumindest mit meiner Freundin, die ich seit dem Kindergarten kenne.

Hintergrund: Da die Geschichte eine Fortsetzung ist, gibt es hier nicht viel hinzuzufügen.

Fazit: Richtig umgehauen hat mich der zweite Teil leider nicht. Ehrlich gesagt hatte ich mir mehr erhofft. Mehr Schlagabtausch wie im ersten Teil, bzw. etwas weniger Missverständnisse und etwas mehr „Entwicklung“ von Emely.

Die Geschichte zieht sich kaugummiartig und will kein Ende nehmen, was ich sehr schade finde, denn die Charaktere sind mir durch den ersten Teil sehr ans Herz gewachsen.

An dieser Stelle danke ich der Autorin für das Rezensionsexemplar und wünsche Ihr für „türkisgrüner Winter“ ebenfalls soviel Erfolg wie für „Kirschroter Sommer“.

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Bewertung
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Türkisgrüner Winter, 4.0 out of 6 based on 1 rating Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail