Autor: Ilsa J. Bick

Originaltitel: Shadows

Übersetzer: , Robert A. Weiß , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Sonja Schuhmacher

Erscheinungsdatum: 9. August 2012

ISBN-13: 978-3863960063

Verlag: Egmont INK

Gebundene Ausgabe: 576 Seiten

Klappentext:

 

Schon Ashes 1 war eine Überraschung für mich. Ich hatte mich auf Teil 2 gefreut und wurde nicht enttäuscht. Aber seid gewarnt: Es wird brutaler, blutiger, ekeliger und bekäme als Film sicher mindestens FSK 16.

Den Inhalt in eigene Worte zu fassen fällt mir total schwer. Das liegt an diesen vielen Eindrücken und  den verschiedenen Handlungsträngen. Alex muss sich noch mehr durchkämpfen und über sich hinauswachsen, denn sie gerät in die Fänge der Veränderten. Tom versucht verzweifelt zu ihr zurückzufinden und auch Chris, Peter und Lena erleben schreckliche Dinge. Es passiert so viel, dass ich hier Seitenweise schreiben könnte. Lest dieses Buch lieber selbst und wenn ihr mit der Reihe noch nicht angefangen haben solltet, macht das endlich. (Warum lest ihr diese Rezi dann eigentlich? Husch, husch erst mal hier hin. ) Diese Bücher gehören zu meinen Lesehighlights des Jahres.

Wer seine grauen Zellen zum Inhalt des ersten Teils auftischen will, sollte das auf der Homepage des Verlages machen: http://egmont-ink.de/2012/07/ashes-refresher-ilsa-j-bick/ Ihr müsst nach unten scrollen, um zur deutschen Übersetzung zu kommen.

Ein toller Service des Verlages Muss ich hier mal anmerken!
Erster Satz: „FUBAR“ – so nannte es Jed.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.3/6 (1 vote cast)

Idee: Die ganze Weiterentwicklung der Figuren ist richtig gut geworden. Aber es ist eben ein zweiter Teil. Er bietet Lösungen zum ersten Teil, aber wirft auch neue Fragen auf.  Alles in allem denke ich, dass es eine gute Fortsetzung geworden ist.

Plot: Ich war über die plötzlich wechselnden Handlungsstränge überrascht. Ein Sprung ins kalte Wasser, indem man sich erst zurechtfinden musste. Aber Frau Bick lässt die Schauplätze so geschickt wechseln, dass sie einen absoluten Pageturner geschaffen hat. Dennoch mochte ich einige Teile lieber wie andere und musste mich durch manches etwas hindurchquälen. Einige Parts waren sehr spannend, allen voran die um Alex und Tom. Andere Teile kommen mir immer noch gut, aber unnötig vor. Meiner Einschätzung nach wird der Leser erst im dritten und finalem Teil genau dahinter kommen, warum genau das jetzt so geschrieben wurde.

Schreibstil: Immer noch super und aus der dritten Person im Präsens, obwohl Frau Bick plötzlich die Perspektive wechseln lässt. Man merkt der Autorin die Erfahrung mit Waffen an. Teilweise ging mir das hier leider auch auf die Nerven. Fast jeder Charakter hat irgendwie Verbindung zum Militär oder ist Veteran, zumindest kam es mir so vor. Vielleicht ist das in Amerika so, aber es wirkt doch etwas zu viel und zu sehr „amerikanisch heldenhaft“. Dennoch schafft die Autorin eine einmalige Atmosphäre. Ich konnte die Kälte spüren und ich konnte das Blut riechen, so gut stellt sie die Umgebung und das Geschehen dar. Es war wie in einem Film, in den man schlüpft. Genial.

Charaktere: Ich kann nicht alles wiedergeben und in Worte fasen, deshalb reiße ich mal an:

Alex macht eine ganz schöne Zerreißprobe mit. Nicht nur mit ihren Gefühlen, auch mit sich selbst. All diese düsteren Erlebnisse, der Glaube an Toms Tod und das merkwürdige Verhalten der Veränderten nagen an ihr. Aber ihr Überlebenswille bleibt. Sie behält in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf. Zwar fand ich das ihr Verhalten manchmal zu gut zur Geschichte passte, aber das verzeihe ich. Ihr Wissen um manche medizinische Dinge ist für ein jugendliches Mädchen zu gut, auch wenn ihre Mutter Ärztin  war und sie durch ihren Tumor viel mitbekommen hat. Auch in Waffen kennt sie sich sehr gut aus. Alles wird begründet, aber es ist eben einen Tick zu konstruiert. Nichtsdestotrotz ein toller Charakter.

Tom lässt sich von seiner Liebe zu Alex leiten, hat aber immer mal wieder Probleme mit Flashbacks aus seiner Zeit in Afghanistan. Man erfährt mehr über ihn und lernt Tom besser kennen.

Lena ist so ein spezieller Fall in der Handlung. Ihre Geschichte ist okay, der Charakter ausgereift und man kann sich in sie hineinversetzen. Anhand dieses Charakters hat die Autorin einen ganz tollen Weg gefunden, dem Leser gewisse Dinge näherzubringen. Ich möchte nicht Spoilern, deshalb gehe ich nicht ins Detail. Dennoch habe ich mich aus kritischer Sicht gefragt: Und was sollte das jetzt? Denn ich bin immer noch der Meinung, dass der Charakter für das Vorantreiben der Geschichte nicht nötig ist. Ich hoffe sehr, dass Lena im dritten Teil einen Platz findet und ich die Notwendigkeit ihre Geschichte sehe.

Auf Peters weitere Entwicklung im Finale bin ich gespannt. Er erlebt wirklich schlimme Dinge, die an seinem Charakter feilen.

Hintergrund:
Ergänzend zu dem, was  ich schon in der Rezension zu Teil 1 geschrieben habe, kann ich nur wieder Lob  aussprechen. Ein Teil der Handlung spielt in einem Bergwerk und all die Informationen zum Bergbau wirken auf mich sehr gut recherchiert. Aber auch alle anderen Details sind so dargestellt, als hätte die Autorin alles selbst erlebt.

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung, die mich in einen Bann gezogen hat. Die Perspektivenwechel erzeugen Spannung und man will wissen, wie es weitergeht. Manche Parts mehr, manche weniger. Auch wenn ich ein paar Kritikpunkte hatte, etwas genervt von den Waffen war, kann ich doch nur jedem dieses Buch empfehlen. Ihr werdet nicht enttäuscht und seid sicher: Der Cliffhänger ist noch fieser als im ersten Band. Für mich ist Frau Bick nu Mrs Cliffhanger, denn das kann sie auch in den Kapiteln gut. Wer es gerne blutig und brutal mag, kommt voll auf seine Kosten. Wer die Liebe sucht, sollte lieber zu einer anderen Lektüre greifen.

 

 

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Bewertung
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Ashes – Tödliche Schatten (Ashes 2), 5.0 out of 6 based on 1 rating Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail