Autor:
Vina Jackson

Originaltitel:
Eighty Days Blue

Übersetzer:
Gerlinde Schermer-Rauwolf , Barbara Steckhan, Thomas Wollermann

Erscheinungsdatum:
26. November 2012

ISBN-13:
978-3570585245

Verlag:
carl’s books

Broschiert:
400 Seiten

Klappentext:

 

Zwischendurch Erotik zu lesen erweist sich für mich mittlerweile als kurzweilige Abwechslung. Der zweite Teil der 80 Days Reihe hat mich etwas mehr überzeugt als der Auftakt, aber der Vergleich zu „Shades of Grey“ hinkt immer noch.

Summer und Dominik leben nun in New York. Sie hat den Kontakt zu Victor abgebrochen und hütete diese Erlebnisse als Geheimnis. Ihre Karriere als Violinistin schreitet voran, wobei die Beziehung zwischen ihr und Dominik darunter leidet. Während Summer auf Tournee geht und sich in sehnsuchtsvollen Gedanken an Dominik immer wieder mit sich selbst vergnügt, macht Dominik neuer Erfahrungen zusammen mit Lauralynn. Dominik und Summer driften auseinander. Als Victor dann noch seine Finger mit ins Spiel nimmt, muss sich Summer ihrer Natur stellen.
Erster Satz: Mitten im Grand Central Terminal küsste er mich.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.3/6 (1 vote cast)

Idee:
Das Dominik und Summer versuchen zusammenzuleben und dabei nicht nur sexuell zueinanderfinden wollen finde ich gut. Aber ebenso die Idee, dass beide auseinanderdriften.

Plot:
Es gibt keine Lücken. Alles beginnt wieder gewohnt gemächlich. Was erst mal interessiert weiterlesen lässt sind die Charaktere. Da entwickelt sich etwas in jedem Einzelnen und auch als Paar. Der Erfolg von Summer als Solokünstlerin erfolgt meiner Meinung jedoch viel zu schnell. Da passierte alles nach ihrem ersten Soloauftritt über Nacht. Der eigentlich spannende Part um Victors Machenschaften kommt mir etwas zu kurz und zu spät. Sehr gut fand ich immer wieder die Zeitsprünge zwischendurch. Die sind zwar nicht ganz so perfekt eingefügt, sodass ich stellenweise nachdenken musste, ob wieder Wochen vergangen waren oder nur ein Tag. Nichtsdestotrotz lässt es die Geschehnisse und das Handeln der Figuren authentischer wirken, wenn hier und da zwischen den Szenen Zeit verstreicht wie im realen Leben. Es gibt auch weniger Sex, oder es kam mir so vor. Das fand ich ganz gut, denn so hielt sich die Waage zwischen Handlung und „Akt“. Es gab dem Ganzen mehr Tiefe und wirkte nicht mehr so pornografisch wie im ersten Teil auf mich.

Schreibstil: Erzählt wird wieder aus verschiedenen Sichten. Dabei tritt Summer gewohnt als Icherzähler auf und Dominik darf man in der dritten Person begleiten. Dabei bleibt der Leser immer in der Gegenwart. Erneut habe ich das Buch schnell und flüssig lesen können. Was mich manchmal gelangweilt hat, waren diese kleinen Beschreibungen der Umgebung und Hintergründe zu Figuren und deren Handeln, die stellenweise füllend auf mich wirkten. Da war manches überflüssig. Dennoch wollte ich weiterlesen; die nächste heiße Szene finden. Das Wort „Möse“ kommt nicht ganz so häufig vor, was ich im Auftakt bemängelt hatte. Sehr positiv, allerdings bin ich immer noch der Meinung, dass man andere Synonyme hätte finden können. Gut gefallen hat mir die Darstellung der Charaktere. In meinen Augen die Stützpfeiler der Geschichte.

Charaktere:
Summer und Dominik machen eine enorme Entwicklung. Überhaupt wird sich mehr den Charakteren gewidmet. Der Leser erfährt und spürt viel mehr über die Figuren. Den Hauptfocus darauf zu legen war eine gute Entscheidung von dem Autorenduo, was sich hinter „Vina Jackson“ verbirgt. Summer wurde viel greifbarer für mich und auch Dominik. Ich habe mich ein paar Mal gefragt, wann die beiden es denn nun endlich bemerken, dass da mehr als nur Freundschaft und Sex ist und die Beziehung in eine Partnerschaft wandeln könnte.

Lauralynn, die mir im ersten Teil nicht zu hundert Prozent gefallen hat, kommt nun auf ihre Kosten. Manchmal erinnert sie mich an eine Fee, nur dass die Version in dieser Geschichte viel Sex hat, bevorzugt mit Frauen und es liebt, Männer zu zeigen, wer die Herrin ist. Sie nimmt Dominik an die Hand und weckt mehr und mehr seine dunklen Gelüste.

Victor kommt mir als Antagonist zu kurz. Schade, ein so schön fieser Charakter, dem mehr Aufmerksamkeit gebührt hätte.

Hintergrund: Da habe ich nichts hinzuzufügen. Es wirkt gut recherchiert. Ob nun wirklich alle Schauplätze besucht wurden, bezweifle ich, aber als Leser wurde ich auf eine Reise zusammen mit Summer mitgenommen. Die erotischen Szenen nehme ich voll ab, da ein Teil des Autorenduos aus der Szene kommt.

Fazit: Besser als Teil 1, weil ich den Figuren näher war.  Zum Schluss hin alles etwas schnell und dennoch vom Gesamtpaket her so interessant, um gespannt auf Teil 3 zu warten. Für alle, die sich gerne zwischendurch in eine Welt der Erotik entführen lassen möchten, die für viele bisher unerschlossen war. Ein Blick durchs Schlüsselloch, der mit dieser Fortsetzung sogar mehr Tiefgang erhält als der Reihenauftakt.

 

 

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Bewertung
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80 Days – Die Farbe der Begierde (80 Days 2), 4.0 out of 6 based on 1 rating Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail