Aisling Breith lesen, schreiben, hören

Interview mit Renate Grubert von Random House

Januar 27

RandomHouse

Ein tolles informatives Interview durfte ich mit Renate Grubert, der Presseleitung der Verlage cbt und cbj der Random House Verlagsgruppe führen.

 

Es gibt immer mehr E-Books. Wieso unterscheiden sich in Deutschland die Preise zwischen E-Book und Printausgabe kaum?Renate-Grubert

Wir haben natürlich das Buchpreisbindungsgesetz in Deutschland. Man kann die Bücher also nicht einfach zu einem Preis verkaufen, der uns gefällt. Außerdem passieren beim E-Book eine ganze Reihe Arbeiten, wie auch beim gedruckten Buch. Lektorat, Marketing und Rechte bleiben im Arbeitsaufwand gleich. Das Honorar und die Gehälter der Verlagsmitarbeiter müssen genau so bezahlt werden, wie beim gedruckten Buch. Im Grunde fallen beim E-Book nur der Druck und das Material weg. Dieser Unterschied macht dann den geringen Preisunterschied aus.

 

Warum ist das in Amerika anders?

Dort gibt es das Buchpreisbindungsgesetz nicht. In Deutschland müsste man dann schon bei den Selbstverlegern gucken. Denn wenn sie selbst ein Buch als E-Book herausgeben, können sie den Preis selbst bestimmen. Da muss keine Bearbeitung vom Verlag bezahlt werden und somit kann entsprechend günstig das Angebot ausfallen. Damit jedoch bekannt zu werden ist hier in Deutschland schwierig, weil ihnen einfach der Vertrieb fehlt.

 

Kann es dennoch ein Sprungbrett sein, so wie bei Amanda Hocking?

Amanda Hocking ist ein Glücksfall, deshalb möchte ich nicht wirklich eine Prognose wagen. Natürlich kann das passieren, aber die Vermarktung spielt hier in Europa eine große Rolle. Ein selbst verlegtes E-Book muss natürlich entsprechend bekannt machen über Social Media Kanäle, Blogs und Internetportale. Möglicherweise gelingt es, wenn sie ein gut vernetzter Mensch sind. Dennoch wage ich es zu bezweifeln, denn bei all den Bemühungen, wird es nicht dazu reichen, davon zu leben. Also Hobby gesehen, ist das natürlich ein anderes Ding.

 

Sicher haben sich viele Verlage um Amanda Hocking gerissen, als es den Hype in Amerika gab. Wie gehen sie mit der Kritik an ihr um?

Ich lese die Kritiken und nehme sie war. Amanda Hocking ist ein amerikanisches Phänomen in jeder Schattierung. Vielleicht findet es deshalb nicht genau den gleichen Widerhall bei unseren Leserinnen. Das sind jedoch Vermutungen. Wir analysieren das natürlich. Man kann im Vorfeld nicht sagen: Es war ein Erfolg in Amerika, es wird bei uns auch einer sein. Wir arbeiten aber daran und versuchen alles das zu realisieren, damit es so wird. Der Lesegeschmack jedoch, das stellen wir fest, ist in Amerika ein anderer als bei uns.

 

Woran machen sie im Verlag fest, welches Buch sich gut verkaufen lässt?

Wir haben eine sehr gut eingespielte Lektoratsmannschaft. Die Lektoren bei uns sind sehr erfahrene Produktmanager. Im Ausland setzten wir auf Scouts, den Trüffelschweinen in literarischer Hinsicht. Sie suchen im englisch/amerikanischen, französischen oder italienischen Markt Produktionen, welche die deutschen Leser interessieren könnten. Dann geht es auf die Auktionen, wo wir auf die Bücher, die als Spitzentitel gehandelt werden, bieten. Wenn ein Titel im Ausland bereits erfolgreich verkauft wurde, ist das auch ein gutes Argument für den Kauf. Dementsprechend wird dann das Marketing ausgerichtet.

Wir haben auch deutschsprachige Autoren, die wir als Bestsellerautoren sehen und gut kennen. Auch hier wird der Rahmen des Marketings dann entsprechend aufgebaut.

 

Wer legt das Programm fest?

Das sind die Programmleiter zusammen mit dem Verlagsleiter und der Vertriebsleitung, im Bestfall mit dem gesamten Marketing.

 

Gab es auch schon den Fall, dass sie ein Manuskript abgelehnt haben und es bei einem anderen Verlag ein Bestseller wurde?

Ja, das gab es und man fühlt sich nicht gut dabei. Leider ist es nicht vermeidbar. Wir prüfen natürlich ganz viele Manuskripte und wägen ab was wir ins Programm aufnehmen, aber das kann passieren. Allein im Kinder- und Jugendbuchbereich werden so viele tausend Novitäten im Jahr herausgebracht. Potenziell lesen unsere Lektoren viel mehr Bücher, zigtausende Manuskripte. Da kann es passieren und da muss man eine gewisse Frustrationstoleranz entwickeln.

Aber wir haben Gründe für jede Ablehnung und das wird verschriftlicht. Das lesen mehrere Personen, sodass wir Gegendarstellungen bekommen und dann muss das entscheiden werden.

 

Im Allgemeinen höre ich immer wieder, dass sich Leser mehr in sich abgeschlossene Bücher oder Zweiteiler wünschen. Sehen sie das im Verlag auch so?

Ja, gerade unsere deutschen Originale, wie z. B. Liberty 9, werden bewusst als Zweiteiler oder als Einzelband produziert. Ich denke, der Überdruss an Trilogien ist groß im Handel. Bestenfalls funktioniert ein Mehrteiler durch rasche Taktung der Erscheinungstermine. Der Leser möchte nicht gerne zwei Jahre warten, sonst verliert er die Lust. Sowohl dem Verlag als auch dem Leser ist daran gelegen, Freunde beim Lesen zu haben, was schnelle Lieferzeiten positiv bedingen.

Aber manchmal sind die Bücher noch gar nicht geschrieben und dann müssen wir halt warten.

 

Bei Autoren, mit denen der Verlag gut zusammenarbeitet: Werden da schon mal Vorschläge gemacht, was geschrieben werden könnte?

Das passiert wechselseitig im Austausch mit dem Lektorat. Natürlich nicht gegen die Neigungen des Autors, denn der muss ja den Stoff leben. Nur dann bringt er ihn richtig zu Papier. Wir suchen da gemeinsam die passenden Themen.

 

Wie viel Mitspracherecht hat man als Autor?

Das ist unterschiedlich. Eindeutig ist die Sache bei der Titelformulierung, die liegt beim Verlag. Ebenso beim Cover. Da haben wir Agenturen, die sich nur darauf spezialisiert haben. Gerade bei Spitzentiteln legen wir dem Autor Vorschläge vor, die wir für richtig erachten. Es wird auch schon mal ausgetauscht, allerdings sind die Cover- und Titelgestaltung recht festgelegt.

Es würde auch zu weit führen, bei der Menge an Autoren, die wir betreuen.

 

Kann man überhaupt als Autor vom Schreiben leben?

Ganz allgemein kann ich das über Kinder- und Jugendbuch sagen, dass von all den Autoren, die sie hier auf der Messe vertreten finden, nur 10 % davon ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Leider ist das so. Der Traum ist von vielen da, aber die Honorare können nicht so groß sein. Die ganze Arbeit von der Verlagsseite braucht auch eine monetäre Energie.

Wenn man wirklich den Wunsch hat, das ist mein Lebensberuf, muss man sehr hart arbeiten und gleichzeitig Glück haben, dass es dann auch klappt.

 

Es hat viel mit Glück zu tun?

Es braucht natürlich erst mal strategisch eine Positionierung. Sie müssen den richtigen Verlag haben und selbstverständlich auch die Inhalte, die gelesen werden. Sonst nützt das beste Buch nichts.

 

Gibt es immer eine Standardabsage?

Mehr als tausend Einsendungen im Jahr sind nur mit einem Vorlektorat zu schaffen. Die Manuskripte werden angelesen und wahnsinnig viel mehr, als eine Standardabsage, kann man nicht machen.

 

Wird dabei auch mal ein Manuskript gefunden oder passiert alles über Lizenzen und Agenturen?

Ich lege den Autoren ans Herz: Sucht euch einen Agenten, der euch berät, das sind heute die sichersten Pforten in den Verlag. Der Markt ist vielfältig und die Literaturagenten können hilfreich sagen: Ich versuche dich bei dem Verlag unterzubringen, weil dein Text das dieses und jenes bietet.

Wir als Verlag können es gar nicht schaffen aus den tausenden Manuskripten so zu sichten, dass wir tatsächlich ein Programm finden. Drei Programme im Jahr bei der ganzen Random House Gruppe, mit gewissen Plätzen, Spitzentiteln, Marketingschwerpunkte, Reihenplätze usw., da muss sehr zügig klar sein, was im nächsten Programm der Nachfolgetitel von jeglichem Buch ist. Wir besetzen Programmplätze und können nicht schauen, was reinkommt. Das ist ein ganz anderer Planugsvorgang.

 

Wie lange dauert es, bis ein Manuskript von der ersten Einsendung beim Verlag, oder vom Kauf der Lizenz, im Buchladen erscheint?

Das kann langsam vonstattengehen, aber auch recht schnell, innerhalb von drei Monaten. In so einem Fall liegt allerdings etwas vor, was nur noch übersetzt werden muss. Das ist nicht der Normalfall. In der Regel braucht es ein Jahr.

 

Wie wichtig sind euch Blogger?

Wir haben in den letzten Jahren einen relativ großen Bloggerverteiler aufgebaut. Das sind mehrere hundert Personen, die wir so gut es geht, auch in unserer Presseabteilung betreuen und mit denen wir uns austauschen. Ich denke in den Blogs wird heute ganz viel Rezensionsarbeit geleistet, die früher von großen Printmedien bewältigt wurde. Da findet eine Verlagerung statt, der wir uns sehr wohl bewusst sind. Aber es ist sicher auch eine aufwendige Arbeit, mit den Blogs den Kontakt zu pflegen.

 

Wird ausgesiebt?

Wir haben einen Bloggerbogen, der ausgefüllt werden muss. Es gibt ein Anforderungsprofil und wir schauen ganz genau auf den Rücklauf. Eine gute Präsentation auf dem Blog ist wichtig. Ist die Verlinkung so gut, dass man die Bücher auch kaufen kann. All das muss stimmen. Erst dann funktioniert auch mittelfristig die Zusammenarbeit. Sicher müssen wir damit leben, wenn einmal ein Buch einfach abgegriffen wird, aber das wird nicht so häufig passieren. Wir gucken da schon genau.

 

Gibt es gewisse Kontingente bei den einzelnen Titeln?

Ja, das ist ganz klar, das muss auch so sein. Wir müssen uns in der Presse ja auch überlegen, wen wir damit ansprechen möchten und wie wir in die Promotion einsteigen wollen. Endlos geht das nicht, weil es auch kostet.

 

Wie gehen sie mit einer nicht so guten Rezension um?

Dann lass ich sie so stehen. Ich mache gar nichts. Ich kann nur ermuntern immer das zu schreiben, was man fühlt. Alles andere eignet sich nicht und ein Verriss, ein richtiger Verriss, ist vollkommen in Ordnung. Solange er sehr gut begründet ist und analytisch vorgegangen wird. Da steht dann sicher mehr Text, als bei einer begeisterten Rezension.

 

Vielen Dank an Frau Grubert für das tolle Interview. Es hat Spaß gemacht.


VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 6.0/6 (2 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Crossfire

Januar 25



Autor:
Sylvia Day

Originaltitel: Bared to You

Übersetzer: Eva MalschNicole Hölsken

Erscheinungsdatum: 14. Januar 2013

ISBN-13: 978-3453545588

Verlag: Heyne Verlag

Taschenbuch: 416 Seiten

Rezension ab 18!

Klappentext:

 

Crossfire erinnert natürlich sofort an Shades of Grey. Das Cover hat viel Ähnlichkeit zu der englischen Ausgabe von Shades of Grey und auch der Klappentext lässt eine ähnliche Geschichte vermuten. Genau deshalb hatte ich Lust es zu lesen. Eine tolle erotische Story, in der man BDSM vermisst, was aber überhaupt nicht schlimm ist.

Eva lernt auf ihrer neuen Arbeit Gideon Cross kennen. „Der“ junge, reiche und attraktive Multimillionär schlechthin. Immer wieder läuft sie ihm über den Weg und sträubt sich zunächst gegen seine offenen und direkten Avancen. Sie plagen die eigenen dunklen Schatten ihrer frühen Jugend. Dennoch spürt sie unglaubliches Verlangen und schlussendlich gibt sie den Signalen ihres Körpers nach und lässt sich auf Gideon ein. Auf seinen Körper, seine Lust und auf seine dunkle und gefährliche Seite. Schafft Eva es, Gideon zu binden und seine erste richtig offizielle Freundin zu werden?

Erster Satz: „Lass uns ’ne Bar suchen und feiern gehen.“

VN:R_U [1.9.22_1171]
Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.3/6 (1 vote cast)

Idee:
Die Idee erinnert an Schades of Grey und ist nicht neu und deshalb gibt es nicht so viele Punkte. Aber ich stehe auf diese Reicher–Kerl–begehrt–das–Mädchen–Story.

Plot: Hm, bis die ersten pikanten Szenen kommen, muss man sich schon gedulden, dann kommen sie aber öfter in nicht zu großen und nicht zu kleinen Abständen. Ansonsten baut sich die Handlung nach und nach auf. Langsam merken die beiden Hauptprotagonisten, wie sie zueinanderstehen und was sie sich bedeuten. Was mir sehr gut gefallen hat, dass der Leser nicht sofort erfährt, welche Vergangenheit Eva mit sich trägt. Es gibt es Höhen und Tiefen und die Handlung wird nicht langweilig, allerdings fehlte mir zum Schluss ein richtiger Höhepunkt. Es gibt zwar ein Schlussszenario, aber da es so viele emotionale Stellen bis dahin gibt, stach es für mich nicht so hervor, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber es gibt ja noch Fortsetzungen, weshalb ich diesen Umstand verschmerze.

Schreibstil: Definitiv hatte ich einen Lesesog, was nicht zuletzt daran lag, dass der Text einfach zu lesen ist. Es wird aus der Ich-Perspektive Evas erzählt, was ich gerne mag. Mir sind die häufigen Wiederholungen aufgefallen und würde mir wünschen, dass in den Folgebänden ein paar mehr Synonyme gefunden werden. Es nervt zwar nicht, aber es ist mir eben aufgefallen. Dennoch ein schöner Stil. Ich hatte das Buch in kürzester Zeit durch und bei einer Story dieses Genre freut mich so ein locker, leichter Text immer.

Charaktere: Eva trägt ihre eigene Vergangenheit mit sich herum. Die ist alles andere als schön gewesen. Da ich nicht spoilern möchte, werde ich nicht näher darauf eingehen. Allerdings finde ich ihre Haltung zum Sex deshalb etwas fragwürdig. Da hätte ich viel mehr Zurückhaltung erwartet. Mir hat aber ihre impulsive Art und das mitunter unlogische Handeln sehr gefallen. Das hat sie sympathisch gemacht. Sie ist ein starker Charakter, der sich von Gideon dennoch dominieren lässt. Außerdem ist sie nicht das arme Mädchen in finanzieller Hinsicht. Sie hat Geld auf einem Konto, was sie nicht anrührt, und will auf eigenen Füßen stehen. Deshalb hängt sie sich auch so in ihren Job rein. Das steht einem weiblichen Charakter in diesem Genre meiner Meinung nach sehr gut. Ich mag Eva, weil sie auch mal so herrlich normalen Dingen nachgeht und auch diese in ihrer Beziehung sieht (z. B. Zähneputzen).

Gideon ist dominant, aber nicht dem BDSM verfallen. Seine direkte Art mag ich sehr und was natürlich für mich schön war: ein männlicher Charakter mit langen Haaren. Er hat auch seine Vergangenheit, von der man im Laufe der Handlung etwas erahnen kann, aber ich denke genauer wird es in der Fortsetzung thematisiert. Er macht eine starke Entwicklung durch, da Eva ihn aus der Reserve holt und über seine Grenzen hinweg lockt.

Als Nebencharakter ist Evas bisexueller Freund Cary zu nennen. Eine Figur zum gerne haben. Vor allem sein Schwanken zwischen den Geschlechtern gibt ihm das gewisse Etwas.

Hintergrund: Ob sich Menschen mit einer solchen Vergangenheit wie Eva so verhalten, mag dahingestellt sein. Ich bin mir nicht sicher, ob in der Hinsicht genügend recherchiert wurde. Was mir jedoch sehr gut gefallen hat, waren diese Kleinigkeiten des alltäglichen Lebens, sodass man das Gefühl hatte, mit Eva in New York zu sein. Die erotischen Szenen sind sehr detailliert beschrieben, sinnlich und schön zu lesen. Sicher wird auch hier und da übertrieben, aber mir haben sie gefallen.

Fazit:
Trotz der vielen Parallelen ein tolles Buch. Mich stört das auch nicht, denn aus einer Idee können viele Geschichten entstehen. Wem 80Days zu krass war und auch in Shades of Grey den Sex zu heftig fand, aber die Liebesgeschichte mochte, sollte Crossfire zur Hand nehmen. Es trieft zwar vor Schmalz, aber es ist genau so was, was „Frau“ doch manchmal braucht. Der Sex ist ungestüm und direkt, aber kommt ohne Hilfsmittel und Gewalt aus. Ich freue mich jedenfalls auf die Fortsetzung.

 

VN:R_U [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 4.0/6 (1 vote cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Asche & Phönix

Januar 21


Autor: Kai Meyer
Erscheinungsdatum: November 2012
ISBN-13: 978-3551582911
Verlag: Carlsen
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten

Klappentext:

 

Ganz klar, kein Jugendbuch von Kai Meyer geht mittlerweile ungelesen an mir vorbei. Mit der Arkadien–Reihe habe ich mit meiner Tradition nur die Hörbücher zu hören schon gebrochen und auch „Asche und Phönix“ bestätigt mir erneut keinen Fehler damit gemacht zu haben. Außerdem reizt die Idee ungemein und bildet eine schöne Abwechslung.

Ash ist eine gewiefte Kleinkriminelle und wird von Parker Cale, „dem“ Filmstar auf frischer Tat ertappt. Parker, gefrustet vom Ruhm, bricht zu Beginn mit seinem erfolgreichen Vater, der aus allem Gold macht. Mit Ashs Hilfe gelingt es ihm das Hotel zu verlassen, um den Papparazzi zu entgehen. Ash hilft im zunächst nur damit er sie nicht anzeigt, bleibt aber dennoch an seiner Seite, um hinter die merkwürdigen Geschehnisse zu kommen, die sie mit Parker erlebt. Da ist zum einen Parkers Schwächeanfälle, die sich durch ein wenig Blitzlichtgewitter beheben lassen und Parkers weiblicher „Schatten“, eine Frau, die nicht altert und ihn seit er denken kann nicht aus den Augen lässt. Von London fliehen sie vor Parkers Vater  nach Lyon, von da fliehen sie vor dem Handlanger des Mannes, dem Parkers Vater seinen Erfolg zu verdanken hat. Je weiter sie sich Monaco nähern, desto mehr finden sie über den Pakt heraus den Mr. Cale mit dem mysteriösen Libatique geschlossen hat. Aber nicht nur das Entrinnen des Todes schweißt die beiden zusammen. Ash passiert das Undenkbare, etwas wonach sich viele Mädchen sehnen: Sie verliebt sich in Parker und er in sie.

Erster Satz: Das Smiley stand in Flammen

VN:R_U [1.9.22_1171]
Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 6.0/6 (1 vote cast)

Idee:
Mich hat die Idee um einen Filmstar sehr gereizt. Sicher denkt man gleich an die Stars aus Twilight und Co. Aber da ich mittlerweile weiß, was ich von Kai Meyer erwarten kann, war mir klar, dass wieder verschiedene Stricke zueinander führen, die eine tolle Geschichte ergeben. Die körperliche Abhängigkeit vom Ruhm, fand ich genial.

Plot: Rasant, rasant und beim Lesen hatte ich ein Gefühl wie beim letzten Teil der Arkadien–Reihe auch. Danke, Herr Meyer, für diese grandiose Verfolgungsfahrt. Mal wieder fehlen mir die Worte. Im Grunde bleibt einem nichts anderes übrig als zu lesen. Es entsteht ein heftiger Sog, denn ein Ereignis reiht sich an das nächste. Dabei gibt es kaum Verschnaufpausen und die sind auch gar nicht nötig. Wieder einmal versteht es der Autor die Ereignisse wunderbar abzustimmen und ineinanderzuflechten.

Schreibstil: Was soll ich sagen? Ich kenne zwar nur die Jugendbücher, aber der Stil ist einfach nur toll. Erzählt wird in der dritten Person im Präteritum, wobei man manchmal eher bei Ash ist und an anderen Stellen mehr bei Parker verweilt. Etwas ungewöhnlich empfand ich die Teile, die kursiv gedruckt waren und zudem im Präsens geschrieben wurden. Allerdings waren diese Stellen toll eingefügt und haben einem den Blick auf das Geschehen außerhalb des Agierens von Ash und Parker gegeben.

Charaktere: Ash hat mich etwas an Rosa Alcantara, Meyers Hauptprotagonistin aus der Arkadien-Reihe, erinnert. Sie zeichnet sich, genau wie auch Rosa, durch ihre Andersartigkeit aus. Ash ist eine gewiefte Kleinkriminelle, die sich sicher durchs Leben schlägt. An Parker ist ihr die Persönlichkeit wichtig und nicht der Rummel um seine Rolle als Phönix. Sie verliebt sich nicht gleich in ihn, was mir sehr gefallen hat. Ihre Neugier, hinter die Geheimnisse zu kommen und die Hartnäckigkeit, die sie dabei an den Tag legt, fand ich total sympathisch. Kleinigkeiten wie ihr Hang mit einer alten Polaroid Kamera zu fotografieren oder ihr lila Lippenstift, bringen ihr Tiefe. Er verleiht damit seinen Charakteren eine ganz eigene Note, die somit allein schon genug wirken, um die Figur fassen zu können.

Parker ist für mich richtig gut gelungen. Was mir zuerst wirklich gut gefallen hat, dass er mit 20 allein vom Alter erwachsener angesiedelt ist, als manch andere Charaktere in anderen Geschichten. Vor allem sein innerer Kampf mit den Gefühlen umzugehen, die die Enthüllungen nach und nach bei ihm auslösen hat mich mitgenommen. Er macht in meinen Augen eine noch größere Entwicklung als Ash durch.

Libatique ist der Antagonist schlechthin. Grandios ausgedacht und genau richtig. Das Einzige was ihn mir sympathisch macht, dass er so bösartig und brutal ist. Zu viel möchte ich gar nicht verraten.

Auch die kleinen Nebencharaktere sind toll, haben jeder eine wichtige Funktion und genug Charakter um ihnen eigene Geschichten auf den Leib schreiben zu können.

Hintergrund:
Kai Meyer ist bekannt dafür, Mythen zu finden und auf sich auf seine Weise zu eigen zu machen, um darum eine wunderbare Geschichte zu formen. Ich habe keine Ahnung, wo er dieses Mal gewühlt hat, aber die ganze Handlung und die Charaktere sind perfekt aufeinander abgestimmt. Gekonnt holt er das Unreale und Absurde in das normale Leben. Außerdem vermute ich mal, dass Herr Meyer viel Urlaub in London und Frankreich verbracht hat. Die Strecke, die Parker und Ash an der südlichen Küste Frankreichs zurücklegen, kenne ich selbst und muss sagen, dass ich mit diesem Buch sofort wieder da war. Ich konnte das Land förmlich schmecken.

An dieser Stelle muss ich auch die Ausflüge in das Amerika der Hippiebewegung nennen, die mir persönlich sehr gefallen haben, da ich die Zeit und Musik gerne mag. Was mich aber am meisten gefreut hat, dass Kai Meyer den Film „Legende“ erwähnt hat. Ich habe diesen Film gefühlte 50 Mal gesehen und finde ihn heute noch toll. Danke, Herr Meyer, dass ich für einen kurzen Moment wieder in meine Jugend zurückgeholt wurde.

Fazit: Lest dieses Buch! Ich konnte Asche und Phönix nicht aus der Hand legen und war froh mit meiner Entscheidung, es auf dem Kindle zu lesen. Bei jeder Gelegenheit konnte ich ihn zücken und weiter mit Ash und Parker vor Libatique fliehen und mich verlieben. Welch wunderbare andere Story. Welch tolle Charaktere.  Und ich mag es kaum erwähnen, aber ich finde es schade, dass es ein Standalone ist.  Sehr gut fand ich den kritischen Blick auf Ruhm, der zweifelsohne zentral hinter der Geschichte steht. In Asche und Phönix wird deutlich, dass nicht Berühmtheit glücklich macht, sondern Freundschaft und Liebe viel wertvoller sind. Ich gebe hier keine Empfehlung, nein ich glaube ich muss euch nötigen, dieses Buch zu lesen.

 

VN:R_U [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 6.0/6 (1 vote cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Bella und Edward: Die Twilight Saga – Biss zur letzten Szene

Januar 14



Autor:
Robert Abele

Übersetzer: Annette von der Weppen

Erscheinungsdatum: 1.  November 2012

ISBN-13: 978-3551582980

Verlag: Carlsen Verlag GmbH

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten

Klappentext:

 

Ich habe der lieben Nicole von Cinema in my head das Rezensionsexemplar überlassen, die sich tierisch gefreut hat und als eingefleischter Fan wohl die beste Wahl für eine Rezension war. Ich freue mich über ihre Gastrezension:

Zugegebenermaßen bin ich ein wirklich großer Fan der Twilight-Saga. Sowohl die Bücher als auch die Filme habe ich geliebt. So war ich natürlich extrem neugierig auf dieses Buch, zumal der Preis ja doch eher ein wenig abschreckend wirkt. Was bekommt man für diese stolzen 29,90 geboten? Das war wohl die Frage, die mich am meisten beschäftigte und hier möchte ich versuchen, euch diese Frage zu beantworten…

Das 24.20 x 28.50 cm große Hardcover macht schon auf den ersten Blick etwas her. Auf mattem Hintergrund stechen die in Glanzlack gedruckten Porträts der drei Hauptdarsteller sowie die Schrift besonders schön hervor und verleihen dem Buch gleich ein edles Aussehen.

Der erste, positive Eindruck bleibt bestehen, sobald man das Buch öffnet. Auf 160 Seiten findet der Twilight-Fan nicht nur wunderschöne Fotos, sondern auch ganz viele Hintergrundinfos.

Die Fotos sind bunt gemischt und so entdeckt man neben Filmfotos auch Bilder vom Set, den Fans, Preisverleihungen und natürlich auch von den diversen roten Teppichen. Auch die einzelnen Schauspieler werden ausgiebig beleuchtet. Man findet Interviews und Auszüge aus den Regie- und Produzententagebüchern. Die Stars berichten über ihre Lieblingsszenen und man erfährt auch vieles, das bei den Dreharbeiten schief gelaufen ist.

Nun denkt aber nicht, das war es schon. All dies wäre sicher ganz nett und interessant, sicher aber nichts Besonderes und ich finde, diese Saga hat etwas ganz besonderes verdient…

Das wirkliche Highlight ist eben nicht nur die tolle Fotoauswahl und die Insiderinfos sondern ganz viele kleine Giveaway, die auf unterschiedliche Weise in dieses Buch integriert sind. Beispielsweise in Form von Postkarte, die man mühelos und mit ein wenig Vorsicht aus dem Buch entfernen kann, ohne es zu beschädigen.

Besonders gut gelungen fand ich aber die, im ganzen Buch verteilten, verschlossenen Umschläge. Hier war es für mich jedes Mal total spannend sie zu öffnen und herauszufinden, was sie enthalten. Natürlich werde ich hier nicht alle Inhalte verraten aber als Beispiel möchte ich hier vielleicht ein paar tolle Aufkleber nennen. Eins in Form des Wolfsrudel-Tattoos. Ebenso schön fand ich den Auszug aus dem Design-Skizzenbuch  oder einen Druck der Hochzeitseinladung

Fazit: Ja, es ist ein wirklich wundervolles Buch und meines Erachtens auch seinen Preis wert. Ich habe Stunden damit zugebracht, mir alles genau anzusehen und habe sowohl die tollen Bilder als auch die vielen Hintergrundinfos sehr genossen. Dieses Buch werde ich ganz sicher noch oft in die Hand nehmen und anschauen. Für Twilight-Fans wirklich ein absolutes MUSS
VN:R_U [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 6.0/6 (1 vote cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: +1 (from 1 vote)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Liberty 9

Januar 12

Liberty 9 - Sicherheitszone

Price: EUR 18,99



Autor: Rainer M. Schröder

Erscheinungsdatum: 27. August 2012

ISBN-13: 978-3570154649

Verlag: cbj

Gebundene Ausgabe: 496 Seiten

Klappentext:

 

Der Titel gefiel mir sehr gut. Ich mag den Klang des Wortes „Liberty“. Außerdem ist es ein von einem deutschen Autor geschriebenes Buch und umso mehr habe ich mich darauf gefreut. Denn meistens sind es ja englische Autorinnen, die ich so in die Finger bekomme.

Kendira lebt ein geregeltes Leben in einer abgeschotteten Zone, in der sie eine Ausbildung zu einem höheren Dienst erlangt. Leistung ist wichtig. Die Welt in der sie lebt wird von Klassen, aber auch von viel Technik und Licht beherrscht. Seit der Kindheit wird ihr eingetrichtert, auserwählt und etwasBesonderes zu sein. Der strenge Lehrplan und die ununterbrochene Beschäftigung lassen keinen Spielraum, eigene Gedanken zu fassen. Erst als Dante, ein niederer Servant in ihr Leben tritt und sie ihn aus unerfindlichen Gründen schützt, fängt sie an die Dinge in Liberty 9 zu hinterfragen. Nach und nach wird das Bild der lobpreisenden Zukunft in eine dunkle Todbringende gefärbt. Wird Kendira sich aus dem goldenen Käfig befreien?

Erster Satz: Kendira schreckte aus dem Schlaf und richtete sich mit einem Ruck im Bett auf.

VN:R_U [1.9.22_1171]
Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 3.0/6 (1 vote cast)

Idee: Die Idee hat mich sehr angesprochen. Herr Schröder hat sich da wirklich was tolles einfallen lassen mit der abgesicherten Zone in der die Bewohner unwissend sind. Auch das ganze Technikzeug war richtig was für mich.

Plot: An sich ist der Plot nicht schlecht, aber mir sind einige Schlüsse zu plump gezogen worden. Es wirkte hier und da etwas zu konstruiert und hat mich leider nicht in die Geschichte eintauchen lassen. Das Konstrukt aus Libertianern, Servanten, Nightraidern und den Parallelen zum Christentum ist sicher gut ausgedacht. Am Anfang war ich jedoch etwas erschlagen von den ganzen Begriffen und Erklärungen und hätte mir da weniger Info und mehr Handlung gewünscht. Die Steigerung der Zweifel von Kendira durch die aufbauende Folge von Ereignissen ist nachvollziehbar. Leider habe ich es aber nicht als so spannend empfunden. Ein Lesesog ist nicht entstanden. Für mich ein guter solider Plot mir richtig guten Ideen, der aber packender ausgearbeitet hätte können.

Schreibstil: Woran es auch immer lag, ich bin mit dem Stil nicht warm geworden. Der Text ist gut zu lesen. Mit der Perspektive der dritten Person aus Kendiras Sicht gut gewählt. Ich glaube drei Mal wurde von einer anderen Person die Perspektive eingenommen. Davon hätte man mehr haben können, denn so wirkte es als unbedingt eingefügt. Die Dialoge empfand ich als zu konstruiert und wirkten künstlich. Die Beschreibungen der Umgebung waren zu ausführlich. An manchen Stellen zu viel des Guten und an manchen Stellen zu wenig. Was mir außerdem aufgefallen ist, und eigentlich lese ich generell darüber hinweg, sind die Rechtschreibfehler. Ja, selbst mir sind sie aufgefallen.

Charaktere: Auch hier ist es nicht einfach, etwas zu schreiben. Als Erstes fällt mir nur ein: flach. Zu keinem Charakter konnte ich eine innige Beziehung aufbauen. Es gab nicht mal einen Nebencharakter, den ich toll fand. Kendiras Entwicklung ist vorhersehbar und ihr ganzes Handeln zu steif. Warum sie Dante so mag, wird nicht wirklich deutlich. Dante, der nach meiner Meinung eigentlich der Protagonist zum anschmachten sein müsste, bleibt farblos. Die Beziehung zwischen den beiden weist kein Knistern auf. Das ist so schade, denn Herr Schröder hat so viele Charaktere mit tollen Ansätzen geschaffen, deren Potenzial ausgeschöpft bleibt.

Hintergrund: Jetzt kommen wir zu einem Punkt, den ich wirklich loben muss. Auch wenn viele Fragen offen bleiben, merkt man hier, wie viel Liebe zum Detail Herr Schröder in die Geschichte gelegt hat. Ich bin bekennender Technikfreak und mit den ganzen Lichtern und Technikzeug schafft er es total, mich zu kriegen. Für manch einen mag die Darstellung der „Rides“ langatmig erscheinen; mir haben diese Parts sehr gut gefallen, obwohl sie so ausführlich dargestellt wurden. Man kann sich Liberty 9 sehr gut vorstellen und ich würde gerne mal die „Tube“ ausprobieren oder einen „Ride“ machen. Ich finde auch die Ähnlichkeit zu einem Kloster sehr gut durchdacht. Die Kutten, die Lichtmesse etc.  Das mit der modernen elektronischen Welt zu kombinieren ist ihm gelungen und eine geniale Idee.

Fazit: Puh, ein Buch was mich spaltet. So sehr ich über den Stil und die Charaktere meckern kann, so toll finde ich den Hintergrund, selbst wenn fast alle Fragen offen leiben und Antworten nur angedeutet werden. Ich frage mich mehr, was hinter allem steckt, als was mit Kendira und Dante passiert. Das mag sich merkwürdig anhören, aber immerhin schafft die Geschichte es dadurch, dass ich Teil 2 lesen möchte. Wer also ein bisschen darüber hinwegsieht, dass das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft wurde, kann sich in eine interessante lichtdurchflutete und düstere Welt entführen lassen.

VN:R_U [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 3.0/6 (1 vote cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Die Leserfrage oder: Was braucht es zu einer guten Story?

Januar 10

Ich schreibe eigentlich gerne. An dem „eigentlich“ seht ihr, dass das momentan nicht s wirklich der Fall ist. Das liegt zum einen an meiner knapp bemessenen Zeit, zum anderen an Unschlüssigkeit. Da hat man Ideen und verwirft sie wieder, weil man glaubt damit nie am Markt landen zu können. Sicher, ich schreibe in erster Linie für mich, aber ich würde gerde eine Geshichte veröffentlichen, die auch gelesen werden will. Durch das Bloggen weiß ich, wie unterschiedlich die Meinungen auseinander gehen und dennoch habe ich mich gefragt, was ich machen kann. Sollte ein Autor nicht auch seine Zielgruppe kennen? Wissen, was die Leser wollen? Denn das ist doch viel wichriger, als sich zu fragen, was beim Verlag gut ankommt.

Also seid ihr gefragt, meine lieben Leser. Ich möchte ein Projekt starten indem ich jede Woche eine neue Frage aufwerfe, die ihr mir hoffentlich zahlreich beantworten werdet und vielleicht entsteht daraus später eine Geschichte. Nicht das ihr das falsch versteht: Ich suche keine Ideen, aber wenn mir auffällt, dass eine meiner eigenen Ideen in das allgemeine Interesse passt, setze ich sie vielleicht als nächstes um. Vielmehr möchte ich herausfinden, was in der Zielgruppe (euch) so vorgeht. Meinen evtl. zukünftigen Leser kennenlernen und verstehen.  Das Ganze soll erst mal auf unbestimmte Zeit laufen. Ich muss sehen, wie es sich entwickelt und vielleicht enstehen ja sogar ganz interessante Diskussionen. Das Projekt nenne ich: Die Leserfrage

Starten wir also:

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 0.0/6 (0 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Interview mit Franka Zastrow von der literarischen Agentur Thomas Schlück

Januar 9

Ein ganz tolles Gespräch durfte ich mit Franka Zastrow von der Agentur Schlück führen. Frau Zastrow war zuvor jahrelang bei der Agentur Meller beschäftigt. Die Agentur Schlück ist sehr bekannt und vertritt zahlreiche namenhafte Autoren.

FrankaZastrowWas macht den Reiz aus an dem Beruf Literaturagentin aus, und wie wird man Agentin?
Mein Werdegang war so: Ich habe Englisch und Französisch studiert, eigentlich auf Lehramt. Bücher waren schon immer meine Leidenschaft. Am Ende des Studiums war mit meiner Fächerkombination die Einstellungssituation nicht einfach, und es stellte sich die Frage, ob ich mir auch was anderes vorstellen könnte. Dann habe ich von einem Aufbaustaudiengang erfahren: Buchwissenschaft an der LMU München ­­– ein einjähriger sehr praktisch ausgerichteter Kurs, der von Menschen aus dem Verlagswesen gestaltet und begleitet wurde. Dabei erfuhr ich auch über den Beruf des Agenten, und meine Neugier war geweckt. Ich habe mich dann um ein Praktikum in der Agentur Michael Meller bemüht und hatte das Glück, danach als Agentin dort arbeiten zu können.

Andere Agenten haben andere Laufbahnen, sind vielleicht nach einer Lektorenkarriere  aus einem Verlag ausgestiegen, waren Buchhändler oder Übersetzer mit Kontakten ins Ausland. Unser Firmengründer Thomas Schlück ist von Hause aus  Bankkaufmann, hat sich dann als Übersetzer selbstständig gemacht, und aus den Kontakten zu Autoren, ausländischen und deutschen Verlagen entstand dann vor 40 Jahren die Agentur.  Es gibt also die unterschiedlichsten Wege hin zu unserem Beruf – einen traditionellen Ausbildungsgang gibt es bislang nicht.

Aufgrund ihre langjährigen Erfahrung auch bei der Agentur Meller: Arbeiten Agenturen unterschiedlich?
Im Großen und Ganzen arbeitet man sehr ähnlich. Es gibt hier und da Unterschiede, was aber dann an den Größenverhältnissen oder an den inneren Strukturen der Agentur liegt. Wir haben z.B. eine separate Vertragsabteilung, in anderen Agenturen ist das anders geregelt.

Die grundsätzlichen Arbeitsfelder und Aufgaben wie Autorenbetreuung und Textarbeit sind jedoch gleich. Auch die Agenturvereinbarungen sind meist sehr ähnlich – wie z. B. die Regelung zur Provisionsbeteiligung im Erfolgsfall.

Wie bewältigen Sie  unverlangte Manuskripte?
Als Erstes guckt man natürlich auf die Form. Ein ordentliches Anschreiben, wo mein Name richtig geschrieben wird, ist schon mal wunderbar. Der freundliche, stilistisch einwandfreie Brief ist ein Türöffner. Ein Allerweltsschreiben oder eine Rundmail mag ich nicht. Es ist wie eine Bewerbung bei einem Arbeitgeber. Ein Autor muss sich gut überlegen, wie er in der Welt draußen wahrgenommen werden soll, und auch bei einer Mail müssen gewisse Formalitäten eingehalten werden. Stimmt der erste Eindruck, gucke ich auch immer auf  die Vita oder Bibliografie, und dann springe ich schon zum Exposé.

Das Aussieben findet dann relativ schnell statt. Man hat sich das über die Jahre angeeignet. Wir prüfen auch auf Genretreue. Wenn jemand einen Liebesroman schreiben möchte, soll es das auch sein. Zudem muss mich die Geschichte einfach überzeugen. Da muss eine Stimme, eine Geschichte zu sehen sein. Eine Leseprobe von 50 bis 100 Seiten nehme ich mit nach Hause und lese das auf dem E-book–Reader.

Lesen sie die Probe auch zu Ende oder fällen sie ihr Urteil schon nach den ersten Seiten?
Ich merke schon nach den ersten Seiten, ob mich der Stoff interessiert. Das geht dem Leser im Buchladen sicher nicht anders. Der liest die Rückseite, findet das Cover schön und den Titel interessant. Dann liest er mal rein, und wenn die ersten drei vier Seiten gut sind, springt er vielleicht noch mal ein paar Seiten weiter, und wenn dann noch kein Funke da war, kauft er es nicht. Das ist beim Manuskript ganz genau so. Ich könnte es mir auch zeitlich nicht leisten. Die ersten fünf bis zehn Seiten sind da entscheidend.

Gibt es grundsätzlich eine Standardabsage?
80–90 % der Fälle erhalten von mir eine standardisierte Absage. Wenn man bereits einen längeren telefonischen oder Mail-Kontakt aufgebaut hatte, und ich das Gefühl habe, da ist jemand schon auf dem richtigen Weg oder hat eine tolle Idee, spreche ich auch gelegentlich am Telefon über meine Bewegründe zur Absage. Wenn eine Idee gut ist, aber einfach zu spät, weil es der Markt nicht verlangt, begründe ich das auch, oder ich schreibe in paar Sätze mehr. Es sind Mengen an Einsendungen zu bewältigen, und es ist auch oft bitter, wenn man Absagen verschicken muss. Manchmal entscheide ich aus dem Bauch heraus, ob ich etwas zu einem abgelehnten Manuskript sage.

Ist es sinnig vorher per Mail oder Telefon anzufragen, ob das Thema interessiert?
Das ist unterschiedlich. Ich telefoniere sehr gerne, und da kann ein nettes Telefonat schon hilfreich sein bei der Anbahnung. Das geht zwar nicht immer, gerade im Vormessestress muss ich auf eine Email verweisen. Man tut sich auch manchmal schwer, wenn man einen Anrufer hat, der wirklich minutiös seine gesamte Geschichte erzählen möchte. Natürlich kann ich nicht viel dazu sagen, wenn ich keine Seite gelesen habe. Wünschenswert ist es, wenn Autoren ihre Geschichte in ein paar Sätzen zusammenfassen  können. Ein Tipp für Autoren: Bevor man schreibt, überlegen was man schreiben will. Nicht nachschreiben, aber wissen, in welchen Bereich man sich bewegen möchte. Was würde ich gerne schreiben? Sich das Genre sehr bewusst machen. Sich disziplinieren, was den Inhalt angeht. Das kann man dann auch in vier bis fünf Sätzen wiedergeben wie z.B.: Ich habe einen Frauenroman geschrieben, die Zielgruppe ist 25+, die Heldin ist kurz vor dem 30. Geburtstag, und sie stellt fest, da sind 17 Dinge auf ihrer Liste, die sie bis zum 30. erleben wollte noch unerledigt. Jetzt macht sie sich daran die Liste abzuarbeiten. Mit vielen Höhen und Tiefen, Abenteuer, und dabei läuft  ihr auch noch der richtige Mann über den Weg

Es ist nicht jedermanns Sache, das zusammenzufassen, aber man kann es üben. Und wie bei einem Vorstellungsgespräch, wo man nach seiner Qualifikation gefragt wird, so gilt auch hier:  Was zeichnet diesen Text aus? Was macht ihn besser als andere? Da können Autoren noch sehr viel an sich arbeiten. Ich verstehe eine gewisse Scheu an die Öffentlichkeit zu treten mit seinem ganz eigenen Werk, mit dem man nun zwei Jahre allein zusammen verbracht hat. Aber der Autor hat sich dabei was gedacht und möchte, dass es jemand da draußen lesen soll. Dann muss er sich auch die Mühe machen, die richtige Verpackung drum herum zu finden. Ich lese eine originelle nette Mail lieber als „Sehr geehrte Damen und Herren“. Wenn alles passt, und ich sehe, da ist eine Autorin, die auch kritisch mit sich selbst ist, ist das toll. Es bringt nichts, als Autor zu sagen, der Text ist perfekt und muss genau so vom Verlag gedruckt werden. Es gibt einen Austausch mit mir und dem Lektor, dessen muss man sich bewusst sein. Es braucht schon Selbstbewusstsein aber auch Kritikfähigkeit. Der Autor soll wissen: Die Agentin kann mir helfen da draußen wahrgenommen zu werden und hat auch dementsprechende Erfahrung, und deshalb höre ich auf sie, und helfe mit, da draußen meinen Weg zu finden.

Bei erfolgreichem Vertrag: Was passiert mit dem Manuskript bevor es an den Verlag geht?
Das kommt darauf an, in welchem Stadium das Manuskript bei uns ankommt. Ist da nur Idee und Leseprobe, ist es der Erstling oder wurde schon veröffentlicht? Hier durchlaufen wir mit dem Autor unterschiedliche Arbeitsphasen. Manchmal fängt man auch bei der Form an, und zeigt dem Autor, wie er den Text besser formatieren kann.

Wenn in meinen Augen ein Text vorzeigbar ist, dann schlage ich diesen Lektoren am Telefon, bei persönlichen Gesprächen oder per E-mail vor. Dabei lege ich großen Wert darauf, den Text und seinen Autor aussagekräftig vorzustellen, und ich begründe auch meist, warum ich denke, dass es bei dem bestimmten Verlag gut passt.

Dann fängt natürlich das Warten an, aber wir haken auch schon mal nach, um den Autoren Feedback zu geben. Wer hat schon abgesagt, von wem können wir bald eine Antwort erwarten und wer hat es noch nicht gelesen.

Haben sie auch schon mal ein Manuskript abgelehnt, was bei einem Verlag dann doch ein „dicker Fisch“ wurde?
Ein „dicker Fisch“ nicht, aber eine „Kaulquappe“. Mir ist auch schon passiert, dass ich eine Autorin während meiner Zeit bei Meller abgelehnt habe, die dann bei Schlück angenommen wurde. Jetzt sind wir wieder in einer Familie. Aber ich bereue meine Entscheidungen nicht. Es gab immer Gründe dafür, die waren zu einem bestimmten Zeitpunkt berechtigt. Das geht wohl jedem Agenten so.

Ich habe es mit einem Sachbuch erlebt, was ich spannend fand, aber schwierig zu vermitteln, und ich habe es abgelehnt. Als ich dann eines Abends „Titel, Themen, Temperamente“ mit meinem Mann geschaut habe, hielt der Moderator plötzlich dieses Buch in die Kamera. Da denkt man schon: „Oh ne, das hab ich abgelehnt!“

Es ist sicher auch Geschmackssache!
Ja, das ist es, und wenn Sie eine Absage bekommen, heißt das nicht, dass ein anderer Lektor/Agent das Manuskript nicht gut findet. Es ist wie mit einem Film im Kino: Sie selbst finden ihn total gut, und ihr Freund findet ihn schlecht. Die Meinung ist oft subjektiv. Eine eigene Lesefreude ist schon Voraussetzung. Gepaart mit dem Blick auf den Markt lässt sich so der Text einschätzen. Selbst wenn ich einen Roman schön finde, muss ich ihn verkaufen können, und wenn da ein Genre bedient wird, was gerade nicht so gut geht, hilft alles nichts.

Lohnt es sich dann, zu einem späteren Zeitpunkt sich mit seinem Manuskript noch mal zu bewerben? Erinnert man sich als Agent überhaupt an jede Einsendung?
Schon. Das kommt aber von Fall zu Fall darauf an. Manche Autoren fragen, ob sie noch mal überarbeiten können. Es lohnt sich auch immer mehrere Agenturen gleichzeitig anzusprechen, wobei man das natürlich erwähnen sollte, dass man sich auch anderweitig bewirbt. Das ist vollkommen legitim, denn so eine Prüfung dauert ja meist  mehrere Wochen. Falls sich der Autor in der Zwischenzeit für eine andere Agentur entschieden hat, möchten wir das allerdings gerne wissen, damit wir nicht unnötig Zeit investieren.

Sollte man ein Foto beifügen?
Ich finde das immer nett, aber es beeinflusst mich nicht Es ist einfach eine schöne Ergänzung.

Wo geht der Trend hin? Wie planen Sie?
Wir planen zwei – drei Jahre im Voraus und kennen die Verkaufszahlen unserer Autoren. Man überlegt gemeinsam, wo die Reise hingeht. Natürlich sind wir darauf bedacht, den Autor langfristig weiterhin zu vermitteln. Spannung wird immer gesucht. Im Jugendbuchbereich wird es wieder realistischer. Im Frauengenre erotischer. Es ist schwer, in die Zukunft zu schauen. Man guckt schon, was läuft momentan gut und was ist ausgereizt. Wir schlagen unseren Autoren auch Richtungen vor, spüren nach, wo seine Talente liegen Dabei soll er nicht verbogen werden, er muss sich schon damit wohlfühlen.

Es scheint ein hartes Geschäft zu sein.
Es ist schwierig, aber eine wunderbare Aufgabe. Ein Hobby und eine Leidenschaft – das Lesen und die Bücher. Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen. Es ist immer wieder spannend zu erleben, wie aus einer kleinen Idee, die man vielleicht mitentwickelt hat, ein Buch wird, das dann in der Buchhandlung liegt.

Vielen Dank für dieses tolle Interview und die Zeit, die Sie sich genommen haben Frau Zastrow.

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 5.9/6 (9 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: +4 (from 4 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Blog – Rückschau 2012 – Ausblick 2013

Januar 3

Die Welt ist nicht untergegangen, mein Blog auch nicht, also ist alles gut.

2012 hat sich viel in meinem Bloggerleben getan. Der erste Besuch einer Buchmesse (Leipzig) auf dem ein umso aufwendigerer in Frankfurt folgte. Ich habe viele Kontakte geknüpft und einige sehr nette Menschen im Netz und auch Live in Farbe kennengelernt. Auch wenn viele finden, dass es in der Szene brodelt, muss ich sagen wie wohl ich mich fühle und wie positiv alle mit mir umgehen.

Ich habe es geschafft 38 Bücher zu lesen, was für meine Verhältnisse gut ist. Wer mich ein wenig kennt weiß, dass ich mich mit Büchern und auch meinen anderen Hobbies nachts beschäftige. Leider kann ich nie an Lesenächten, Lesewochenenden und dergleichen teilnehmen. Das geht als Mutter eben nicht. 2013 will ich 40 Bücher versuchen zu lesen. Mal sehen, ob es klappt.

Viele Blogs wechseln häufig ihr Aussehen und obwohl ich von Berufswegen her gerne neue Outfits probiere, bleibe ich in Sachen Blogdesign erst mal treu. Viele Besucher und auch Verlagsmenschen haben mich für das Design gelobt und es steckt auch einfach viel zu viel Arbeit dahinter. Ich mag es und für ein neues Design fehlt mir bedauerlicherweise noch die Zeit.

Leider leider ist bei mir Schreibtechnisch nicht so viel passiert 2012. Nachdem mehrere Betaleser meinen Erstling beurteilt haben und sich in vielen Dingen unabhängig voneinander einig waren, hatte ich das Projekt auf Eis gelegt. Es fehlte einfach die Puste dafür. Deshalb wollte ich am neuen Projekt arbeiten, was ich auch gemacht habe. Dummerweise habe ich Teile der Rohfassung zum Lesen weggegeben und wurde so kritisiert, dass ich nicht daran weiterarbeiten konnte. Ich liebe meine Idee, die Charaktere, aber es ging nicht. Außerdem haben mich die Vorbereitungen für die Buchmesse sehr abgehalten. Nun ist der Abstand zum Erstling allerdings so groß, dass ich tatsächlich überlege, doch wieder daran zu schreiben. Ich möchte mir keinen Druck machen, bin aber trotzdem gespannt, was ich 2013 so auf die Beine stelle.

Mein absolutes Highlight war der Besuch der Frankfurter Buchmesse. Dort habe ich 11 Interviews gemacht und mich damit total übernommen. Der Stress auf der Messe mit dem Hin- und Her zu den Terminen war ja noch machbar, aber vor Weihnachten und mit meinem ganz eigenem Geburtstagestress im November und Dezember hinke ich der Bearbeitung der Interviews total hinterher. Sie werden alle kommen und ich will das vor Leipzig 2013 schaffen. Nach Leipzig fahre ich auch, wenn alles klappt und ich hoffe auf das ein oder andere Interview, allerdings sollen es deutlich weniger als in Frankfurt werden.

Mein liebstes Interview war das mit Beatrice Lampe von Piper Fantasy/ivi. Obwohl wir mitten im Tumult saßen und die Geräuschkulisse ziemlich laut war, haben wir uns ganz schön verquatscht. Als ich dann noch eine liebe Mail bekam, in der mir Frau Lampe ebenfalls sagte, wie nett es war, habe ich mich sehr gefreut. Ivi ist einer meiner ganz persönlichen Verlagshighlights, gerade wegen dem kleinen Programm und den sehr guten Büchern.

Und da so viele mitmachen, reihe ich mich auch mal in Katrins Blogparade ein:

 Blogparade











Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

„Zirkel“ und „Ashes“. Ich muss beide nennen. Zirkel wurde mir von einem Vertreter auf der Leipziger Buchmesse in die Hand gedrückt. Ich war total skeptisch, ob es was für mich ist und es hat mich total überrascht. Ebenso Ashes. Ich wurde bei Twitter davon so zu getextet, dass ich es nicht aus dem Kopf bekam. Da ich mir nicht sicher war, habe ich im Zuge der Interviewanfrage nach einem Rezensionsexemplar gefragt. Welch blutiges und geniales Buch!

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

Viel versprochen vielleicht nicht, aber es hörte sich interessant an und konnte mich letztendlich gar nicht überzeugen. „Das letzte Zeichen“. Sehr gute Idee, aber total verschenkt. Daraus hätte man mehr machen können und ich hätte fast abgebrochen. Der Stil war nicht mitreißend, die Protagonistin nicht überzeugend und der Plot hätte mehr versprechen können. Schade.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Da nehme ich mal jemand der nicht so oft genannt wird. Rebecca Wild, die ich auch persönlich kennenlernen durfte. Ihr Debüt „Verräter der Magie“ war so amüsant geschrieben, dass ich laut lachen musste. Dann vielleicht doch noch Lauren Oliver. 2012 fing mit „Delirium“ an und auch „Pandemonium“ habe ich schon gelesen. Definitiv jemand, dessen Bücher ich ohne den Klappentext zu kennen lesen würde. Sie hat mich einfach mitgerissen mit ihrer Bildhaften Sprache.

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Gehe ich nur von den von mir gelesenen Büchern aus, ist es wohl das „Mädchen mit den gläsernen Füßen“. Die Kombi aus Mint, Schwarz und Spotlack zusammen mit dem einfach schönen Design lässt mein Designherz höher schlagen. Gestreichelt habe ich hingegen Pandemonium (ja, ich steh auf Spotlack) Das Blau ist einmalig und ich finde die Idee mit dem einen immer wieder geschriebenen Wort toll. „Starters“ hat für mich durch seine Schlichtheit bestochen.

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2013 lesen und warum?

„Bitterzart“ Den Titel finde ich super und muss mich jedes Mal zusammenreißen, nicht zur Schokolade zu gehen. Dann finde ich das Cover jetzt schon richtig klasse. Der Klappentext überzeugt schlussendlich und da es irgendwie Mafia, wenn auch in Brasilien, thematisiert, ist es sicher mein Ding.

Außerdem wieder was von ivi: „Artikel 5“  Die Thematik finde ich spannend, obwohl ich auch skeptisch bin.

Privates (eigentlich Berufliches):

Hochzeit2012 durfte ich etwas ganz Tolles machen: Das Brautkleid meiner Freundin ist in unzähligen Stunden mit viel Mühe, Schweiß und ordentlich Nerven in meinen Händen entstanden. Es ist ein Neckholder mit tiefem Rückenausschnitt geworden. Ein Basiskleid auf das ich unzählige Streifen genäht habe. Hinten mit einer kleinen Schleppe. Der besondere Clou: Man kann das Rockteil abnehmen, sodass die Braut später bequem in Flipflops im kurzen Kleid tanzen konnte.

Mein Kleid war ein Schnellschuss. Montags angefangen, war es Freitagabend fertig. Es ist ein Corsagenkleid (mit Unterbau) und meinen Betalesern dürfte es bekannt vorkommen. So in etwa sieht das Ballkleid meiner Hauptprotagonistin aus. Am Samstag um 10:00Uhr saß ich dann schon beim Frisör. 2013 stehen drei Hochzeiten an. Ich werde davon ein Brutkleid nähen und habe mir in den Kopf gesetzt, zu jeder Hochzeit mir selbst ein Kleid zu machen. Außerdem soll das Anlass sein meinem Liebsten einen Maßanzug zu schneidern. Mal sehen, was ich so schaffe. Ich habe wieder richtig Lust auf das Schneidern, obwohl ich schon fast dachte, ich müsse mich beruflich umorientieren, weil mir die Hingabe zu meiner Tätigkeit fehlte. Sie ist wieder da, was ich nicht zuletzt auch meinen Nähschülern verdanke, die meine Kurse lieben. Andere zu motivieren und zwar so, dass sie selbst über ihre Fähigkeiten hinauswachsen, macht richtig Spaß. [/column][end­­_column]

Ich bin wirklich in Vorfreude, was das Jahr bringen wird. Den Blog wird es weiter geben. Mir macht es Spaß und die Rezensionen zu schreiben hilft einem doch, die Bücher besser in Erinnerung zu behalten und auch von anderen Autoren zu lernen. Das ist meine Motivation für den Blog. Dennoch freue ich mich über jeden neuen Leser und auch hier bin ich immer wieder aufgeregt, was sich da noch so tut. Sicher werde ich wieder mal ein Gewinnspiel machen. Auch überlege ich zu den Rezensionen vielleicht mal ein Video zu machen.

Habt ihr Wünsche, Vorschläge oder sonst etwas auf dem Herzen? Dann hinterlasst mir einen Kommentar. Euch allen ein erfolgreiches und Buchiges 2013!

 

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 0.0/6 (0 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Monatsrückblick Dezember

Januar 1

Der Dezember ist immer etwas hektisch, weil Weihnachten ist und scheinbar alle Menschen meinen durchdrehen zu müssen. Dazu der angekündigte Weltuntergang. Was ein Glück, dass er nicht stattfand und alle Leute, die ihr Leben auf so ein Ereignis ausrichten bis zu nächsten Termin genug im Keller zu Essen haben und weiterhin ihren Lebensinhalt behalten.

Ich bin an Weihnachten recht gelassen rangegangen, denn fast alle Geschenke kaufte ich schon im November. Was fehlte habe ich, dank 4 Wochen kostenloser Nutzung von Amazon Prime. noch eine Woche vor Heilig Abend bestellen könne.

Weihnachten war sehr schön und lecker. Die Kinder sind nun im Duplo- und Playmobilparadis und ich habe 1 Kilo mehr auf der Waage.

Zum Schluss des Jahres kam dann verfrüht mein neuer Kindle Paperwhite ins Haus. Ich hatte meinen alten Kindle Keyboard 3G verkauft und mir das neue Modell mit Licht gegönnt. Eine gute Entscheidung.

Silvester war für mich persönlich eines der besten der letzten Jahre.





Gelesen habe ich „Fairy Tale – Verliebt in einen Elf“. Eine nette kleine amüsante Geschichte für zwischendurch.

Danny hat sich dem zweiten Teil von Carina Bartschs Roman gewidmet: „Türkisgrüner Winter“ In der Bloggerwelt bekannt, habe ich die Geschichte noch nicht gelesen, aber sie steht auf meiner Merkliste.

„Ashes – Tödliche Schatten“ hat mich wieder total mitgerissen, obwohl ich nach dem vielen Blut und Brutalität dann erst mal was anderes brauchte.

„80 Days – Die Farbe der Begierde“, der zweite Teil der Reihe war eine willkommene Abwechslung und hat mir gut gefallen.

 

 



Gehört habe ich mal wieder was von Amanda Hocking. Die Tochter der Tryll Teil 1 und 2. Leider hat der Link kein Bild dabei. Ich finde zwar, dass ihre Charaktere immer gleich gestrickt sind und die Stories im Endeffekt auch, aber man kann das super nebenbei hören. Da ist es nicht schlimm, wenn man mal bei der Hausarbeit kurz in einen anderen Raum muss und es weiterläuft. Ich kann nicht sagen was es ist, weil ich eigentlich alles an ihrem Stil bemängeln könnte, aber trotzdem höre ich die Bücher gerne.

Geschrieben habe ich Rezensionen und Artikel. Ich überlege, ob ich nicht doch meinen Erstling wieder aus der Versenkung hole und noch einmal überarbeite. Mal sehen. Erst mal müsste ich mich wieder zum Schreiben aufraffen.

Einen tollen Start ins neue Jahr wünsche ich euch.

 

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 0.0/6 (0 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Featuring Recent Posts WordPress Widget development by YD