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Interview mit Natalja Schmidt von der Literaturagentur Schmidt & Abrahams

Februar 27

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Sehr gefreut habe ich mich über das Interview mit Natalja Schmidt. Die Agentur Schmidt & Abrahams wurde 2005 ins Leben gerufen und vertritt mittlerweile zahlreiche namhafte Autoren.

Was ist der besondere Reiz an dem Beruf der Literaturagentin und macht er immer noch Spaß?

Ja, er macht immer noch Spaß. Es gibt zwar eine gewisse Routine und somit auch Dinge, die nicht mehr so viel Spaß machen, aber da sind immer noch die besonderen Momente. Wenn man sieht, wie aus einem Rohdiamanten ein schön geschliffenes Juwel entsteht, das später im Handel toll präsentiert wird, freut es einen immer.

Wie siebt die Agentur bei den vielen Einsendungen aus?natalja-schmidt

Wir bekommen um die 80 Einsendungen im Monat. Die Vorauswahl macht meine Kollegin Kristina. Direkt abgesagt werden zunächst die Manuskripte, die inhaltlich gar nicht in unser Profil passen. Dann werden die Einsendungen gefiltert, die eindeutig noch nicht so weit sind. Da sind manchmal Bewerbungen von ganz jungen Autoren dabei oder eben unausgereifte Manuskripte. Was zurzeit am Markt zu schwierig zu vermitteln ist, fällt ebenso raus. Mit dem Rest, der danach übrig bleibt, setzen wir uns einmal in der Woche zusammen. Jede stellt die Texte vor, die ihr gefallen haben. Dann legen wir fest, ob wir etwas gleich zur Vermittlung übernehmen oder ein Gutachten erstellen lassen.

Müsst ihr euch einstimmig einig sein, oder gibt es auch den Fall, dass sich eine Person für ein Projekt durchsetzt?

Wenn eine von uns sagt, sie will etwas unbedingt machen, kann sie das natürlich tun, denn schließlich muss sie das Projekt auch betreuen. Meist sind wir uns jedoch einig.

Es hat doch auch viel mit Geschmack zu tun, oder?

Leider ist es einem nicht immer vergönnt, nach dem persönlichen Geschmack zu gehen. Man muss auch schauen, was gerade gut zu verkaufen ist. Da gibt es immer wieder Wellen. Wenn jemand etwas anbietet, was gerade vom Thema gefragt ist, sieht man sich das genauer an. Es ist aber nie schön, einem guten Manuskript eine Absage zu erteilen, weil es gerade nicht vermittelbar ist.

Erteilt ihr immer Standardabsagen, oder gebt ihr auch schon mal ausführlicheres Feedback?

Manchmal ja, aber das ist nicht die Regel. Man läuft sonst Gefahr, bald einen sehr regen Mailwechsel zu führen, der sich bei der Menge an Einsendungen einfach nicht bewältigen lässt. Deshalb gibt es meist die Standardabsage.

Was passiert bei einer Zusage?

Es wird vorab ein Vertrag an den Autor geschickt, damit er sich das ganz in Ruhe durchlesen und vielleicht mit einem Juristen besprechen kann. Nach der Unterzeichnung optimieren wir die Unterlagen. Wir arbeiten am Exposé und – zumindest mit unseren Debütautoren – auch an der Leseprobe, um beides anschließend den Verlagen vorzustellen. Das passiert auf der Messe oder indem wir die Verlage direkt anschreiben. Im besten Fall gibt es mehrere Verlage, die einen Stoff haben wollen, und es kommt zu einer Auktion. Es passiert natürlich auch mal, dass sich gar kein Verlag interessiert und man gemeinsam mit dem Autor oder der Autorin überlegen muss, woran es gelegen hat.

Ist euch auch schon mal ein »dicker Fisch« durch die Lappen gegangen?

Ja. Es gibt immer wieder gute Stoffe, bei denen die Kollegen auch nicht lange zögern. Die Autoren schreiben in der Regel mehrere Agenturen gleichzeitig an, und es kommt schon vor, dass eine andere Agentur schneller war. Das passiert uns, glaube ich, von Zeit zu Zeit allen.

Habt ihr bei erfolgreichem Verkauf dann noch was mit dem Lektorat zu tun?

Nein, zu dem Zeitpunkt haben wir nichts mehr damit zu tun, außer es »klemmt« zwischen Autor und Lektor, dann vermitteln wir schon mal zwischen beiden Parteien. Das Lektorat ist aber Sache des Verlages.

Wie viel Mitspracherecht hat der Autor bei Exposé und Leseprobe, die an den Verlag gehen?

Wir lektorieren die Leseprobe und schicken sie an den Autor, der dann natürlich entscheiden kann, ob er die Vorschläge annimmt, oder nicht. Beim Exposé ist das ein bisschen anders. Die Autoren haben oft Schwierigkeiten, sich kurz zu fassen und meinen – besonders oft in der Fantasy –, dass wirklich alle Personen, Orte und Plotstränge ausführlich erklärt werden müssen. Da bringen wir dann präzise das aufs Blatt, was für die Lektoren der Verlage interessant ist. Wir kürzen die Exposés auf max. vier Seiten.

Wie risikoreich ist ein Genremix?

Hier ist eine pauschale Antwort schwierig. Manche funktionieren gut, manche gar nicht. Gestaltwandler in Kombination mit einer Liebesgeschichte erfreuen sich ja einer großen Beliebtheit. Bei Fantasykrimis hingegen wüsste ich nicht ein Beispiel, welches gut gelaufen ist.

Gibt es in den Genres Richtwerte, wie lang ein Text sein sollte?

Die Verlage zucken natürlich zusammen, wenn man 1000 Seiten geschrieben hat. Alles bis zu 500 Seiten ist aber meist kein Problem.

team-literaturagentur-schmidt-und-abrahamsVerkauft ihr mehr Manuskripte auf den Messen?

Auf den Messen habe ich das Gefühl, dass sonst auch schwerer vermittelbare Stoffe besser zu verkaufen sind, weil man sich gegenübersitzt. So kann man dann die Begeisterung für ein Manuskript im Gespräch besser herüberbringen. Ein Thema, das gerade sehr gesucht wird, lässt sich auch außerhalb der Messen gut verkaufen. Auf den Messen wird natürlich manches direkt verkauft, und man bekommt bei der eigenen Titelliste schnell heraus, welcher Stoff das größte Potenzial besitzt.

Wie unterscheiden sich die Messen?

Leipzig ist eher eine Lesermesse, wo wir auch privat hinfahren würden. Dort gibt es viele Lesungen, viel Show und attraktive Angebote für die Besucher. In Frankfurt, Bologna und London ist ein Großteil des Angebots auf Fachbesucher und Aussteller ausgerichtet, dort überwiegen die Geschäfte. In Frankfurt absolvieren wir ca. 80 Termine in fünf Tagen.

Bekommt ihr bei den ganzen Lizenzgeschäften eure deutschen Autoren da noch unter?

Für deutsche Debütautoren ist es oft schwierig, das kann ich nicht schönreden. Trotzdem gibt es jedes Jahr auch eine Vielzahl von Neuerscheinungen von deutschen Autoren. Bei Thrillern, Sagas und im historischen Bereich gibt es z.B. viele erfolgreiche deutsche Autorinnen und Autoren. Und wir haben insgesamt schon viele Debuts vermitteln können, worüber wir uns immer besonders freuen.

Wird Fantasy irgendwann mal verschwinden?

Ganz verschwinden wird das Genre sicher nicht. Die Fantasy hat sich bei den Lesern etabliert, und einige Titel laufen ja auch immer noch ganz ausgezeichnet (z.B. „Game of Thrones“). Der ganze Hype, der nach »Twilight« kam und die vielen Me-too-Veröffentlichungen jedoch werden wohl weniger und weniger werden.

Was glaubt ihr, wo die Reise hingeht?

Ich glaube, dass wüssten wir alle gern!

Wie haltet ihr es mit den Autoren, die total auf ihre Welt fixiert sind. Schlagt ihr denen auch mal Alternativen vor?

Das hängt ganz stark vom Autor ab. Es gibt Autoren, die sehr vielseitig interessiert sind, und bei diesen bietet es sich an, auch mal neue Themen vorzuschlagen. Andere würde man eher davon absehen. Schließlich ist es wichtig, das der Autor sich mit dem Projekt, an dem er oder sie schreibt, wohl fühlt.

Wie erfolgreich muss man sein, um hauptberuflich als Autor leben zu können?

Das hängt von ganz verschiedenen Faktoren ab. Bei manchen Autoren reicht ein einziges erfolgreiches Buch, um davon leben zu können, Andere schreiben jahrelang mit bescheidenem Erfolg, bis ihre Bücher schließlich bei den Lesern ankommen. Die wenigsten Autoren haben allerdings das Glück, von einem einzigen oder von wenigen Büchern wirklich auskömmlich leben zu können. Viele hauptberufliche Autoren schreiben im Jahr mehrere Titel für verschiedene Verlage oder übernehmen auch mal Auftragsarbeiten unter Pseudonym. 

Ist das ein Auswahlkriterium: Die Einstellung des Autors und die Produktivität?

Nein. Es gibt Autorinnen und Autoren, die sehr langsam sehr gute Bücher schreiben, und die wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Professionalität im Umgang mit Texten wird aber vorausgesetzt.

Wenn ihr von einem Autor überzeugt seid, aber das Manuskript sich nicht verkaufen lassen will, wie lange versucht ihr es?

Es gibt ja nur eine endliche Anzahl von Verlagen, denen man ein Manuskript anbieten kann. Erst bietet man es den großen Verlagen an, einfach weil Garantiezahlungen und Auflagenhöhen hier für die Autoren am vorteilhaftesten sind, und danach den mittleren und kleinen Verlagen. Manchmal sagen wir aber auch: Okay, damit hast du dich zwar beworben, aber leg diesen Stoff doch vielleicht erst einmal in die Schublade und lass uns zusammen etwas Neues entwickeln. 

Wie lange ist man bei euch unter Vertrag?

In der Regel machen wir unbefristete Verträge, manchmal aber auch zuerst einen Jahresvertrag, der dann verlängert werden kann. Viele unserer Autoren sind schon seit den Anfangsjahren bei uns, aber manchmal – wie in jeder Beziehung – merkt man aus verschiedenen Gründen, dass man gemeinsam nicht weiterkommt. Prinzipiell streben wir aber immer eine langfristige Zusammenarbeit an. Uns geht es weniger um One-Hit-Wonder als darum, Autoren aufzubauen.

Vielen Dank für die Zeit und das nette Gespräch!

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80 Days – Die Farbe der Erfüllung (80 Days 3)

Februar 22


Autor:
Vina Jackson

Originaltitel: Eighty Days Red

Übersetzer: Gerlinde Schermer-Rauwolf , Barbara Steckhan , Thomas Wollerman

Erscheinungsdatum: 14.Januar 2013

ISBN-13: 978-3570585238

Verlag: carl’s books

Broschiert: 352 Seiten

Klappentext:

Natürlich musste ich auch den Abschluss um die Hauptstory von Dominik und Summer lesen. Auch wenn es zwei weitere Teile der Reihe gibt, drehen sich diese dann um andere Personen. Ich bin mit gemischten Gefühlen an das Buch heran gegangen.

Es sind zwei Jahre seit der Trennung von Summer und Dominik vergangen. Zwei Jahre, in denen Summer ihre Karriere angekurbelt hat und sehr erfolgreich wurde. Zwei Jahre, in denen sie ihr Leben mit Simón, dem Dirigenten, geteilt hat. Die Beiden merken schlussendlich, dass es nicht wirklich mit ihnen klappen will. Dominiks erfolgreiches Buch, in dem er die Hauptprotagonistin an Summer angelehnt hat, lässt in ihr die Erinnerungen aufwallen. Es verschlägt sie wieder nach London und zusammen mit ihrem Freund Chris und dessen Band geht sie auf Tournee. Dabei lernt sie den Rocker Viggo kenne, der Summer in extatische Höhen treibt. Während des Rockstarlebens trifft sie auf  Dominik, der die Geschichte ihrer Geige als Grundlage für ein Buch nehmen möchte. Denn die Bailly hat eine Eigenart, die auch bald Summer zu spüren bekommt: Sie verschwindet gerne.

 

Erster Satz:
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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Die Geige ins Zentrum zu stellen find ich sehr gut. Das ist, was Summer und Dominik verbindet.

Plot: Der Plot ist einfach gestrickt und durch den Klappentext im Grunde auch schon voll dargelegt. Das ist sehr schade. Für mich kam der Fluss nicht richtig herüber und die Geschehnisse reihen sich zwar logisch, aber viel zu irreal und einfach aneinander. Zu viele Schauplätze und in meinen Augen tauchen die Figuren viel zu leicht auf. Das mal eben nach Berlin fliegen um jemanden zu treffen von dem man nicht  genau weiß, ob man ihn findet, ist für meine Begriffe zu weit hergeholt. Sind die Protagonisten alle finanziell so gut dran? Leider konnte mich der ganze Fortgang der Geschichte nicht packen.

Schreibstil: Das Autorenduo bleibt ihrem Stil treu. Immer wieder wechselt die Perspektive von Summer zu Dominik, vom Ich-Erzähler zur dritten Person.

Charaktere: Zwar erkennen Summer und Dominik ihre Gefühle füreinander, aber dennoch habe ich ihr Verhalten im Abschluss ihrer Geschichte als kindisch empfunden. Sich durch simple Aussagen und vage Vermutungen davon überzeugen zu lassen, dass der andere einen festen Partner hat, kam mir zu weit hergeholt vor.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Das Summer wirklich glaubt, Dominik hätte eine ernsthafte Beziehung mit Lauralynn konnte ich ihr kein Stück abnehmen. Sie weiß doch eigentlich, wie Lauralynn gestrickt ist. Auch Dominiks Glaube, Summer sei fest mit Viggo in einer Beziehung war weit hergeholt, denn Dominik kennt Summer gut und weiß, dass sie sich mit festen Beziehungen schwer tut.
 

Das es ein Wiedersehen mit Luba gibt ist sehr schön, auch die Rolle, die sie einnimmt. Sie kam mir die ganze Zeit wie ein Feenwesen vor, nicht ganz greifbar, aber schön. Das man Fran, Summers Schwester kennenlernt ist eine gute Idee und bringt etwas mehr Normalität in Summers Leben. Auch Chris wieder mehr dabei zu haben, trägt dazu bei.

Hintergrund: Auch in diesem Teil merkt man wieder die gute Recherche. Die verschiedenen Schauplätze wurden anscheinend alle besucht.

Fazit: Leider für mich enttäuschend. Durch die Suche nach der Bailly hätte man so schön ein Krimielement in die Story bringen können. Das ist jedoch nicht gut gelungen und wirkte eher plump. Die Erotik kommt mir in diesem Band zu kurz. Schäumte der erste Teil vor Sex nur so über, sucht man vor allem am Anfang dieses Teils nach den Lustvollen prickelnden Momenten. Auch wenn ich vom dritten Teil enttäusch war und unzufrieden zurückgeblieben bin, fand ich vor allem den ersten Teil der Reihe sehr interessant. Für alle, die einen Einblick in die SM- und Fetischszene bekommen wollen, kann ich sie nur empfehlen. Wer weiterliest und sich gerne mit einer verstrickten Liebesgeschichte, in der die Beteiligten lernen, müssen offen zueinander zu sein, beschäftigt, könnte 80 Days als guten Zeitvertreib wählen.

 

 

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BETA

Februar 16

BETA

Price: EUR 17,99



Autor:
Rachel Cohn

Originaltitel: ANANDA Series 1: Beta

Übersetzer: Bernadette Ott

Erscheinungsdatum: 25.Februar 2013

ISBN-13: 978-3570161647

Verlag: cbt

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

Klappentext:

 

Hach, das Cover hat tolle Farben und allein der Titel hat mich neugierig gemacht. Der Klappentext war ansprechend. Das Klonthema versprach schon von Selbst, zum richtigen Buch zu greifen. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich es vorab lesen durfte.

 

Elysia ist ein seltener Teen-BETA-Klon und wir von der reichen Governorsfrau der Insel Demesne in einer Boutique erstanden. Elysia soll die kürzlich fürs Studium ausgezogene Tochter ersetzen und den Sohn auf seine militärische Ausbildung vorbereiten. Elysia will wie alle Klone der Insel ihre Aufgabe erfüllen. Es gibt nur ein Problem: Sie scheint »defekt« zu sein, was in der Welt der Superreichen zur sofortigen Abschaltung eines Klos führt. Deshalb behält Elysia ihr Geheimnis. Denn sie kann schmecken und hat Visionen ihrer »First«, des verstorbenen Mädchens, nach dessen Abbild sie geschaffen wurde. Dazu kommen diese unglaublichen Gefühle, die sie in der Nähe des Jungen Tahir spürt. Gefühle, die sie als Klon im Grunde nicht spüren kann. Aber was macht ihn so besonders? Was steckt hinter der Rebellion, für die Elysias Klonkollegin im Haus des Governor gestorben ist? Wird sie sich entfesseln und vor einer Abschaltung retten?

Erster Satz: Sie will mich kaufen.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.3/6 (1 vote cast)

Idee: Klone haben schon etwas von Si-Fi, was ich gerne mag. Außerdem wird in dem Buch damit ein Thema der eigenen Identitätsfindung angesprochen. Dazu das Setting auf einer paradiesischen Insel setzt dem Ganzen das I-Tüpfelchen auf. Die Idee ist spitze.

Plot: Die Handlung schreitet gemächlich voran und hat eher ein langsamer Anfang. Das ist nicht unbedingt etwas, was mir missfällt, vor allem mit dem Hintergrund eines Mehrteilers, jedoch stimmte für mich das Tempo im Gesamtkonzept nicht. Man wird wirklich nach und nach in die Welt des Klons Elysia geführt. Lernt sie sehr gut kennen und die Denkweise eines Klons kommt sehr gut herüber. Auch die Sicht auf das Paradies Demesne mit seinen Eigenarten wird dem Leser nahe gebracht. Das alles hätte etwas kürzer und knackiger geschrieben sein können. Kurz und zu schnell hingegen liest sich der Schluss. Da passieren so viele wichtige Dinge, die tolle Ansätze haben, doch leider wird das viel zu zügig abgehandelt. So schade, weil so viel Potenzial verschenkt wurde. Aber ich muss auch sagen, dass ich mich beim Lesen durch das wunderschöne Setting geradezu wie im Urlaub gefühlt habe, was mich das etwas unausgeglichen Plottempo verschmerzen lässt.

Schreibstil: Erzählt wird als Ich-Erzähler Elysias im Präsens. Wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass ich den Ich-Erzähler immer bevorzuge. Hier kommt noch hinzu, dass man durch die Art und Weise wie Elysia erzählt und denkt, ihr den Klon total abkauft. Das war für mich das Besondere an dem eher normalen Stil. Der Text lässt sich gut und zügig lesen. Trotz der Länge am Anfang überkam mich keine Lesefaulheit.

Charaktere: Elysia ist sehr gut gelungen. Wie schon gesagt, nimmt man ihr den Klon ab. Das starre Verhalten und die Naivität, die sie als frischgebackener Klon an den Tag legt, sind sehr gut umgesetzt. Das Lernen von Ausdrücken, die für Teenager, aber nicht für die Datenbanken der Klone geläufig sind, der Gehorsam und auch die Starre, die Elysia zunächst ausmachen. Ihre Entwicklung schreitet gemächlich voran, was richtig toll ist, bis zu dem Punkt, wo alles recht schnell abgehandelt wird. Da erschien sie mir zu schnell zu stark.

Tahir ist ebenso ein durchdachter Charakter, dessen Entwicklung und Handlung mich fast dazu leitet, das Buch noch mal zu lesen, um bestimmte Dinge zu überprüfen. Um mehr über ihn zu sagen, müsste ich spoilern und so lasse ich euch um den superreichen und süßen Typen, der sich in Elysias Herz schleicht, im Dunkeln tappen.

Irgendwie hat mir Elysias »Mutter«, die Governorsfrau, gefallen. Nicht, dass ich sie wirklich mochte, aber sie ist die perfekte aufgesetzte Dame, der Prestige, Geld und Ansehen wichtiger als alles andere ist.

Hintergrund: Ich frage mich, was hinter Demesne steckt. Der Leser bleibt in der Hinsicht fast völlig im Dunkel. Man weiß weder zu welcher Zeit die Geschichte spielt, noch was passiert ist. Die Andeutungen um die »Water Wars« sind bruchstückhaft und nicht aussagekräftig. Merkwürdigerweise hat mich der, in meinen Augen lückenhafte Hintergrund, nicht gestört. Das liegt sicher an dem Setting, was mich das Meer hat förmlich riechen lassen. Dieses wunderbare Paradies kommt toll herüber und da hat sich die Autorin in der Ausarbeitung wirklich viel Mühe gegeben. Also bin ich hin und hergerissen und entscheide mich bei der Punktevergabe für den Mittelweg.

Fazit: Durchwachsen. Auf der einen Seite fand ich das Ende viel zu zackig und kurz. Der Cliffhanger ist vorhersehbar und nicht nötig. Auf der anderen Seite aber fand ich BETA super und freue mich auf die Fortsetzung. Ich möchte gerne noch mal Urlaub machen, auch wenn es ein trügerisches Paradies ist. Zu neugierig bin ich auf den Fortgang der Handlung. Wer absolut Wert auf einen gut getimten Plot legt, könnte enttäuscht werden. BETA ist für alle Karibik- und Südseeliebhaber etwas, die einen Hauch Si-Fi abgeschmeckt mit ein wenig Romantik.

 

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Die Ankunft (Cassia & Ky 3)

Februar 12


Autor: Ally Condie

Originaltitel: Reached

Übersetzer: Stefanie Schäfer

Erscheinungsdatum: 07. Januar 2013

ISBN-13: 978-3841421517

Verlag: FISCHER FJB

Gebundene Ausgabe: 608 Seiten


Klappentext:


 

Nachdem ich die ersten beiden Teile von Cassia und Ky gelesen hatte, wollte ich gerne auch das Ende der Trilogie erfahren. Ich finde es gibt nichts Schlimmeres, als nicht zu wissen, wie es ausgeht (außer das Buch ist so schlecht, das man das Ende gar nicht mehr lesen will)

Während Cassia und Xander in die Gesellschaft zurückkehren, um dort ihre Aufgabe zur Unterstützung der Erhebung zu übernehmen, wird Ky bei den Rebellen zum Piloten ausgebildet. Eine Seuche bricht aus, unter der die gesamte Bevölkerung leidet und aus der ‚die Erhebung‘ als Retter hervor geht und ‚die Gesellschaft‘ stürzen kann. Als aber das Virus mutiert, und der neue Erreger gegen das Serum immun zu sein scheint, müssen Cassia, Ky und Xander alles dafür tun, um ein neues Heilmittel zu finden.

Erster Satz:

Jeden Morgen geht die Sonne auf, färbt die Erde rot, und ich denke: Dies könnte der Tag sein, an dem sich alles verändert.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.0/6 (1 vote cast)

Idee: Dies ist der letzte Teil einer äußerst vielversprechenden Dystopie-Trilogie. Ich mochte von Beginn an, die Idee hinter ‚der Gesellschaft‘. Sich vorzustellen, dass so etwas möglich ist, ist auf der einen Seite sehr faszinierend, auf der anderen Seite aber auch höchst erschreckend. Alleine der Gedanke vorgeschrieben zu bekommen wen man lieben und heiraten soll, das Essen kein „Vergnügen“ mehr ist, sondern lediglich dazu dient dem Körper die wichtigsten Nährstoffe zuzuführen, hat mich fasziniert. Und das sich aller Diktatur zum Trotz eine zarte Liebe zwischen zwei Menschen entwickelt, hat mein kleines romantisches Herz zum ‚glühen‘ gebracht.

Die Poesie, die im ersten Buch als der Schlüssel der Verbundenheit für die beiden Charaktere galt, hat mich eingefangen und bis zur letzten Seite nicht mehr los gelassen.

Eigentlich bin ich kein Fan von poetischen und tiefgründigen Texten. Ich kann damit einfach nichts anfangen, und oft bin ich auch einfach hoffnungslos überfordert mit dem was mir die Gedichte sagen wollen. Ally Condie hat es aber im ersten Buch geschafft, das ich als „Elefant im Porzellanladen“ die Doppeldeutung verstanden habe.

Somit habe ich der Veröffentlichung des zweiten Bandes entgegengefiebert … und wurde enttäuscht.

Das zweite Buch war langweilig. Von der Liebe und auch Romantik aus dem ersten Teil war nichts mehr zu spüren. Sondern es wurde im Großen und Ganzen darüber berichtet, wie Cassia Ky durch die Wildnis folgt, und selbst fast dabei drauf geht.

Also bin ich mit sehr gemischten Gefühlen in den dritten Teil gestartet. Was würde mich erwarten? Romantik oder noch ein langweiliger Text, bei dem ich hoffe, so schnell wie möglich fertig zu sein? Tja … Leider war es wenig von dem einen und eine Menge von dem anderen.

Plot: Cassia wird, genauso wie Xander, am Ende des zweiten Teils in ‚die Gesellschaft‘ zurück geschickt um dort ihre ‚Aufgabe‘ zu übernehmen. Ky hingegen bleibt bei den Rebellen und wird zum Piloten ausgebildet. Seine vornehmliche Aufgabe wird sein, das Heilmittel zu den einzelnen Städten und Provinzen zu transportieren.

Xander und Cassia werden Funktionäre. Cassia als Sortiererin in Central, Xander als Medic in Camas.

Alle warten darauf, wie ‚die Erhebung‘ ‚die Gesellschaft‘ zu stürzen gedenkt. Bei einem Routinebesuch von Xander und zwei Funktionärskollegen werden sie mit einer unbekannten Krankheit konfrontiert, die – kaum das sie im Krankenhaus ankommen – gar nicht mehr so unbekannt ist. Es handelt sich um eine geheimnisvolle Seuche, welche ‚die Gesellschaft‘ nicht in der Lage ist zu heilen.

‚Die Erhebung‘ hingegen hat ein Serum entwickelt, womit die breite Öffentlichkeit geimpft wird, um die Krankheit zu bekämpfen. Somit kann ‚die Gesellschaft‘ gestürzt werden.

Von da an wird es (leider) langweilig und zäh. Es reihen sich Erzählungen von Ky und Cassia, die die Geschichte (nur bedingt) voranbringen. Eher hatte ich das Gefühl, nur wenn aus Xanders Sicht erzählt wurde, gingen auch die Geschehnisse voran. Was sicher aber auch daran liegt, dass er durch die Erhebung zum Arzt ernannt wurde, und direkten Kontakt mit der Seuche hat.

Spannung kommt erst auf, als Cassia, Ky und Xander ausgeflogen werden, um ein Heilmittel für das mutierte Virus zu finden. Endlich scheint auch Cassia ihren Teil beizutragen, hat sie doch das ganze Buch vorher im Auftrag der Archivisten Handel betrieben und eine ‚Galerie‘ für ‚Selbsterschaffenes‘ (Bilder, Gedichte, Geschichten usw.) eröffnet (und im Grunde nichts ‚Geschichten Vorantreibendes‘ erlebt).

Schreibstil: Ally Condies Schreibstil wurde von Band zu Band poetischer. Im dritten Band geht es um sehr viel Poesie und dessen Bedeutung. Aber nicht nur die Gedichtspassagen sind mehr geworden, sondern der gesamte Stil poetischer und tiefgründiger.

Etwas zu poetisch und tiefgründig für mich. 😉

Im dritten Band kommt neben der Erzählsicht von Cassia und Ky auch noch die von Xander hinzu, die meiner Meinung nach auch die Spannendste ist. Wenn die Dinge aus seiner Sicht geschildert werden, passiert etwas und die Geschichte kommt voran.

Charaktere: Bei einem dritten Teil kann man nicht mehr viel von Charakterentwicklung sprechen. Die Story schreitet (mal mehr und mal weniger) voran und im Grunde wollte ich nur noch wissen – kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht. 🙂

Die Geschehnisse aus Xanders Sicht zu erleben, war neu und erfrischend und hat mir von allen drei Perspektiven am besten gefallen. Xanders Charakter hat in diesem Teil eine Menge an Aspekten gewonnen und die ihn mir als höchst anständigen Kerl präsentieren. Ich habe ihn regelrecht liebgewonnen und habe mich am Ende der Geschichte sehr für ihn gefreut. Er ist für mich der Held des dritten Teils.

Hintergrund: Die Gesellschaft und ihr diktatorisches, fehlerfreies System werden gestürzt. Was zurückbleibt ist eine Seuche mit einem mutierten Virus und Menschen, die dran sterben.

Ein todbringendes Zukunftsvirus ist nichts Neues bei Dystopien. Die Autorin hat gute Recherche bei der Entstehung und Mutation von Viren und deren Stämmen betrieben und hat das Wissen schön verpackt, sodass es auch ein Leihe wie ich verstehen konnte.

Interessant ist aber zu sehen, wie sich die Ereignisse aus Band eins und drei plötzlich zusammenfügen. (Band Zwei habe ich bewusst nicht genannt).

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So wird klar, das Cassia in der Vergangenheit ihr eigenes Paarungsbankett sabotiert und sich wahrscheinlich selbst mit Ky ‚gepaart‘ hat.

Die Verknüpfung von dem Feld mit den weißen Blumen, welche Cassias Mutter in Band eins der Gesellschaft gemeldet hat, und dem wesentlichen Bestandteil des Heilmittels finde ich etwas weit hergeholt und ein bisschen zu sehr von der Autorin „gewollt“. Dennoch eine schöne Verknüpfung.

Fazit: Was bleibt? Eine Dystopie, bei der die Romantik als zartes Pflänzchen entsteht, am Ende des ersten Teils zu einem jungen Baum gewachsen ist, der dann im zweiten Buch im Zuge anhaltender Langeweile welkt und am Ende des dritten Teils der Seuche zum Opfer fällt.

Wie gesagt, ich kann nicht poetisch sein, geschweige in Metaphern schreiben.

Kurz: Von der Romantik aus dem ersten Buch ist am Ende des Dritten nichts mehr zu spüren, was ich persönlich sehr schade finde, denn es war das, was diese Geschichte für mich lesenswert gemacht hat. Stattdessen wird der Leser mit einer geheimnisvollen Krankheit konfrontiert, die dann aufgrund eines mutierenden Virus zu einer Seuche wird und die gesamte Bevölkerung zu infizieren und töten droht.

Wo kommt auf einmal diese mysteriöse Krankheit her? In keinem der anderen beiden Teile wurde auch nur ein Hauch von einer Information gestreut, was den Leser zurückdenken lässt. Als Erklärung wird die Gesellschaft genannt, die ihre eigenen Leute vergiftet hat, aber dann der Krankheit machtlos gegenübersteht. Wie auf Kommando steht plötzlich die Erhebung auf dem Plan und sagt: „Hey kommt alle her, ich habe ein Gegenmittel!“ Feiner Zug sowohl von der Erhebung als auch von der Autorin, der scheinbar eine Möglichkeit gefehlt hat, die Erhebung auferstehen zu lassen.

Vom Klappentext erwartet man viel mehr, als was man am Ende bekommt – was von einem guten Werbetexter zeugt und leider die Erwartungen weit hinten anstellt. Aber diese Erfahrung habe ich in der letzten Zeit häufiger gemacht, und das nicht nur bei Mehrteilern.

Weder habe ich von einer Entscheidung Cassias gelesen, weiterhin ist mir ihre die Aufgabe für die Erhebung schleierhaft.

Auch wenn ich die Rolle Xanders in diesem Buch sehr schätze und es toll finde, dass die Autorin diesem Charakter mehr Platz eingeräumt hat, finde ich es schade, dass Cassia und Ky schon fast ‚Randfiguren‘ sind. Ky der Pilot, der das Heilmittel transportiert und Cassia, die als ‚Nebenverdienst‘ für die Archivisten arbeitet und sonst im Grunde nichts weiter tut, als erst für die Gesellschaft, und dann für die Erhebung, zu sortieren.

Ich bin froh, dass die Autorin da keine Dreiecksbeziehungskiste draus gemacht hat, sondern Xander die Möglichkeit gegeben hat, sich unabhängig von Cassias Entscheidung zu verlieben. Das macht die gesamte Geschichte (und auch das Ende) (für mich) zufriedenstellend.

Am Ende bleibt eine weitere Trilogie mit hübschen Covern und einem etwas enttäuschenden Ende, die ich wohl nicht nochmal lesen werde, und sich somit zu „Panem“ und „Biss“ gesellt.

Dennoch hat diese Geschichte ihren Platz in meinem Herzen gefunden, nicht wegen der beiden Hauptcharaktere, sondern vielmehr wegen der Zukunftsversion, die dahintersteckt.

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Survive – Wenn der Schnee mein Herz berührt

Februar 10



Autor:
Alex Morel

Originaltitel: Survive

Übersetzer: Michaela Link

Erscheinungsdatum: 10. Januar 2013

ISBN-13: 978-3863960476

Verlag: Egmont INK

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten

Klappentext:

 

Ich fliege selbst zu wenig, dafür aber sehr gerne. Allein deshalb hat mich das Buch schon gereizt. Die kleine Seitenzahl ließ mich eine kurzweilige Unterhaltung erhoffen.

Jane kann ihren Flug nicht sehnlicher erwarten. Endlich raus aus der Klinik, nach fast einem Jahr. Ein Jahr, indem sie auf diesen Moment hingearbeitet hat, denn sie will sich im Flugzeug das Leben nehmen. Ein weiterer Versuch, der dieses Mal endgültig sein soll. Aber alles kommt anders. Das Flugzeug stürzt ab, mitten in den Bergen, kilometerweit von der Zivilisation entfernt. Es ist furchtbar kalt und Jane kann die Ironie der Situation nicht begreifen. Sie wollte sterben und überlebt. Aber noch ein Passagier ist am Leben. Paul, der Junge vom Nebenplatz, der sie tierisch aufregt, der es jedoch auch versteht, ihre Stärke hervorzulocken. Währen sie sich ihren Weg durch Schnee und Wind bahnen, kommen sie sich näher. Jane will plötzlich nicht mehr aufgeben und leben. Dann jedoch passiert etwas Unverhofftes. Schaffen Jane und Paul den Abstieg und finden Rettung?
Erster Satz: Es ist zehn vor zehn.

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Plot
Schreibstil
Charaktere
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Idee: Bisher habe ich Flugzeugabstürze nur im Film gesehen und das als Thema in einem Buch hört sich einfach interessant an und war für mich neu.

Plot: Leider leider war der Plot für mich absolut vorhersehbar. Als ich Jane erst mal kannte, und dafür hat man lange Zeit, war mir klar, wie die Geschichte verläuft. Keine Frage, alles passte, jedoch war es mir zu gut aufeinander abgestimmt. Die Geschehnisse, Zufälle und Nebenpersonen kamen immer genau richtig ins Spiel. Dennoch hat mich das Buch auf andere Art und Weise gepackt. Es so wie diese Art von Hollywoodfilmen, die auf der einen Seite einen gewissen Kitsch haben und ein Klischee erfüllen, trotz allem absolut berühren und einem die Taschentücher zucken lässt. Man kennt das Ende im Grunde nach den ersten Seiten und trotzdem ist man nicht darauf vorbereitet, was in dem Moment der Momente die Gefühle mit Dir machen. Aber dennoch kann ich nicht so viele Punkte geben. Es ist eben der klassische dramatische Plot; zu offensichtlich.

Schreibstil: Erzählt wird in der Ich–Perspektive Janes im Präsens. Man ist sehr lange nur mit Jane beschäftigt. Dabei versteht der Autor (ja ein Mann, zu meiner Überraschung im Nachhinein) es sehr gut die Gedanken–und Gefühlswelt dem Leser nahe zu bringen. Das hätte etwas weniger sein können, aber vielleicht war es genau das, was dazu beigetragen hat bei dieser Geschichte in Tränen auszubrechen. Besonders gefallen haben mir  diese Gedanken und das Sprechen mit sich selbst, was Jane macht. Sie ermahnt sich selber, spornt sich selbst an. Etwas Besonderes bei diesem sonst eher normalem Stil. Ich war überrascht hinter diesem Roman einen Mann zu finden. Alex ist Unisex, und wenn es nicht ersichtlich ist, informiere ich mich erst später über den Autor.

Charaktere: Jane ist am Ende. Ihre Familiengeschichte ist so dramatisch, dass sie sich in ihr einreihen möchte. Sie startet als doch taffes Mädchen, was sich gegenüber ihren Therapeuten sehr gewieft vorkommt. Eine Stärke, die sich im Laufe der Handlung dreht und einen anderen Schwerpunkt bekommt. Von der absoluten Planerin zur Überlebenskünstlerin. Vorhersehbar, aber gut herübergebracht und Jane vermittelt dadurch eine ganz wichtige Botschaft: wie wertvoll Leben ist.

Paul ist nach außen witzig, mutig, so wie die meisten Jungs in seinem Alter. Harte Schale, weicher Kern. Auch in seiner Familie gab es prägende Ereignisse, die er mit sich herumträgt. Er schafft es Jane zurückzuholen und zu stärken.

Hintergrund: Ich kenne leichte Turbulenzen beim Fliegen, aber ein Absturz? Für mich war alles sehr glaubhaft dargestellt und ich vermute der Autor hat seine Hausaufgaben gemacht. Für mich wirkte es echt und gut recherchiert. Angefangen von der Anstalt, dem Absturz bis hin zu den Schmerzen und der Wildnis.

Fazit: Trotz der Vorhersehbarkeit hat mich das Buch tief berührt. Das hatte ich nicht erwartet. Absolut lesenswert, vor allem für zwischendurch, wenn man sich nicht durch zig Seiten kämpfen möchte. Sicher hätte man viel mehr daraus machen können. Der Länge des  Anfangs wäre am Ende noch mal schön gewesen und auch zwischenzeitlich fand ich die Handlung etwas zu kurz. Nichtsdestotrotz wollte ich die ganze Zeit weiterlesen. Die Botschaft, die hinter der Geschichte steckt, hat man schon oft irgendwo gelesen und gesehen, aber es regt dennoch zum Nachdenken an und trifft ins Herz.

 

 

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Touched – Die Schatten der Vergangenheit (Touched 2)

Februar 6



Autor:
Corrine Jackson

Originaltitel: Pushed

Übersetzer: Heidi Lichtblau

Erscheinungsdatum: 14.Januar 2013

ISBN-13: 978-3522201650

Verlag: Thienemann Verlag GmbH

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten

Klappentext:

 

Lange musste man warten, denn eigentlich sollte der zweite Teil schon seit Herbst erschienen sein. Ich habe mich sehr gefreut für das Warten belohnt zu werden, denn meiner Meinung ist dieser Teil der Trilogie besser als sein Auftakt.

 

Remy  hat heimlich nach ihrem Großvater gesucht und bekommt endlich eine Antwort auf die Anzeige, die sie dazu gestellt hat. Sie besucht ihn um den Mann kennenzulernen, vor dem ihre Mutter weglief. Sie verheimlicht Franc ihre Beschützerseite aus Angst vor seiner Reaktion. Als der sie in eine Siedlung von Heilerin führt, hofft Remy endgültig eine Lösung für ihr und Ashers Problem zu finden. Doch es ist nicht alles so harmonisch unter der Heilergemeinde. Der Hass auf die Beschützer macht Remy Angst. Den heimlich nachgereisten Asher kann sie nur heimlich treffen. Bis er entführt wird. Gabriel kommt ihr zur Hilfe und integriert sich undercover in die Heilergemeinde. Gemeinsam finden sie unfassbare Dinge heraus und plötzlich verstehen sie sich auch richtig gut. Wo ist Asher? Und was hat Franc damit zu tun?

 

Erster Satz: Track zwei auf Remy O‘Malleys iPod.

 

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Mir gefällt es, dass Remy ihre Wurzeln kennenlernen möchte. Die Verstrickungen der Heilergemeinde mit ihrem Großvater und auch Gabriels Rolle sind sehr gut. Ich hatte keine genaue Vorstellung, wie sich die Geschichte fortsetzen konnte und bin positiv überrascht.

 

 

Plot: Es fängt gemächlich an, dafür gespickt mit nicht zu vielen Rückblenden, die das Geschehen des ersten Teils der Touched – Trilogie in Erinnerung rufen. Das hat mir richtig gut gefallen, vor allem weil nun doch einige Zeit vergangen war, seit ich den Auftakt las. Mir sind keine Plotlöcher aufgefallen und der Aufbau der Geschichte ist spannend und gut aufeinander abgestimmt. Corrine Jackson hat sich da zum Vorgänger sehr gesteigert. Ich hatte zwar recht schnell eine Ahnung vom Ende, aber dennoch konnte man beim Lesen die ganze Zeit grübeln, wo die Reise hingeht. Das hat richtig Spaß gemacht.

 

Schreibstil: Man merkt der Autorin das fortgeschrittene Studium an. Der Stil ist viel besser als im ersten Teil. Es gab zwar auch hier und da Wiederholungen, aber die sind durch Remys Gedanken bedingt. In diesem Fall finde ich dadurch die Nähe zu ihr greifbarer. Ihre Gefühle wirken echt und man nimmt ihre Achterbahnfahrt mit auf. Die Dialoge zwischen Remy und Gabriel haben mir sehr gut gefallen. Das hat die Autorin toll umgesetzt und somit Gabriel auch mehr Farbe verpasst.

 

Charaktere: Remy hat mir in der Fortsetzung viel besser gefallen. Frau Jackson wollte eine weibliche Figur schaffen, die stark und besonders ist. Das ist ihr sehr gelungen. Remy wächst über sich in diesem Teil hinaus. Sie wird mit ihren Fähigkeiten fertig und lernt sie besser zu kontrollieren. Was sie besonders sympathisch macht, ist die realistische Darstellung von dem, was in dem Mädchen vorgeht. Das Hin und Her, tiefe Trauer, Liebe, Skepsis und Neugierde. Ihr innerer Antrieb, eine gemeinsame Zukunft für sich und Asher zu sichern ist jederzeit präsent. Die Entscheidungen, die sie trifft, sind nicht immer logisch, was sie umso mehr authentischer macht. Ich bin wirklich gespannt, was Corrine Jackson noch aus ihr herausholt in der Fortsetzung.

 

Asher macht nicht so eine starke Entwicklung durch wie Remy und Gabriel. Aber ich mag ihn immer noch sehr gern. Seine Liebe für Remy ist unermesslich und hält ihn aufrecht.

 

Gabriel nimmt einen größeren Part ein und wird für die Handlung sehr wichtig. Da ich nicht spoilern möchte, versuche ich es zu umschreiben. Er hat seine arroganten Züge, die ihn aber auf eine Art und Weise attraktiv machen. Sein innerer Antrieb ist die Liebe zu Asher, die ihn sogar zu einer Zusammenarbeit mit Remy bringt. Im Laufe der Story lernt man aber auch seine weiche Seite kennen und auch Gabriel hat sich in mein Herz geschlichen.

 

Insgesamt hat die Autorin tolle Figuren geschaffen, ebenso auch die Nebencharaktere.

 

Hintergrund: Ein guter ausgefeilter Plot. Die Zusammenhänge der Figuren und der Handlung hat sie perfekt ineinandergestrickt. Zwar sind mir alle Hintergründe noch nicht klar, was die Heilergemeinde angeht, aber da mag ich auch wieder zu kompliziert denken. Da hätte ich gerne mehr gehabt.

 

Fazit: Ich bin total geflashed, da eine richtige Steigerung zum ersten Teil da ist. Wer eine starke weibliche Figur bevorzugt und sich schon in Teil eins in das Heilerinnen–Beschützer–Ding verliebt hat wird begeistert sein. Eine Zeit lang dachte ich, dass diese Trilogie eigentlich zu spät am Markt aufgetaucht ist, aber wenn es anderen nach vielen Dystopien, Zombies und Endzeitstimmung ähnlich wie mir geht, freut sich sicher auf diese romantisch–fantastische Abwechslung. Was ich am Auftakt noch bemängelt habe, ist verschwunden. Ich freue mich so sehr auf die Fortsetzung und hoffe auf einen abwechslungsreichen Handlungstrang der zu einer großartigen Auflösung führt.

 

 

Ein besonderes Extra am Schluss des Buches ist ein Interview mit der Autorin sowie Auszüge aus ihrer Playlist zu den ersten beiden Trilogieteilen. Das ist eine wirklich gute Idee und würde mir so etwas als Ausklang einer Geschichte öfter wünschen.

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Blogger schenken Lesefreude

Februar 4

Eine ganz tolle Aktion haben Pudelmützes Bücherwelten und die Geschichtenagentin ins Leben gerufen. Da es keine offizielle Aktion zum Welttag des Buches geben wird rufen die beiden auf, das die Bloggerwelt das ganze selbst in die Hände nimmt. Ich werde auch mitmachen! Lest hier den offiziellen Text:

Blogger-schenken-LesefreudeWir Buch-Blogger sind Botschafter in Sachen Lesefreude und deswegen ist der Welttag des Buches unser Tag! An diesem besonderen Feiertag wollen wir die Welt mit unserer Begeisterung für Bücher anstecken. Wir werden bloggen wie die Wilden und wir werden Bücher verschenken!
Wer kann mitmachen?
Alle buchbegeisterten Blogger – egal ob Buch-Blog, Autoren-Blog, Alltags-Blog, Tech-Blog und egal, auf welcher Plattform gebloggt wird. Auch reine Facebook-Fanpages sind willkommen!

Wie lautet der Plan?
Am 23.4.2013, dem Welttag des Buches, veröffentlichen alle teilnehmenden Blogger einen Beitrag, in dem sie ein Buch verlosen. Natürlich sind wir neugierig, warum ihr euch gerade für dieses Buch entschieden habt! Ist es ein Buch von einem Lieblingsautor, ein unentdecktes Buchjuwel, ein Buch aus Kindertagen oder ein Überraschungstitel?
Leser, die diese Bücher gewinnen möchten, kommentieren eure Beiträge. Verlost werden die Bücher am 30. April.

Wo kann ich mich anmelden?
Mit diesem Formular:
https://docs.google.com/spreadsheet/viewform?formkey=dGhOdlhaWDBEc3o5WGxQeEdQUzRnSEE6MQ
Wir benötigen deine Blog-Url, den Namen des Blogs, deine E-Mail-Adresse, deine Facebook-Fanpage (falls vorhanden) und den Titel des Buches, das Du verschenken möchtest. Falls Du den Titel noch nicht festlegen möchtest, kannst Du ihn auch bis zum 20. April nachmelden.

Was macht ihr mit diesen Angaben?
Wir sammeln alle teilnehmenden Blogs und veröffentlichen auf Facebook und Twitter, welcher Blog welches Buch verschenkt.

Wer steckt hinter der Aktion?
Gestartet wurde diese Gemeinschaftsaktion von Christina von http://pudelmuetzes-buecherwelten.de/ und Dagmar alias http://geschichtenagentin.blogspot.de/. Aber das finden wir nicht wichtig – für uns ist das eine Gemeinschaftsaktion von buchbegeisterten Bloggern für lesebegeisterte Menschen!

Ich habe noch Fragen!
Für weitergehende Fragen haben wir ein Forum eingerichtet und eine Facebook-Seite:
http://www.carookee.net/forum/BlogdenWelttagdesBuches/
www.facebook.com/BloggerschenkenLesefreude

Wie bleibe ich auf dem Laufenden?
Alle Neuigkeiten über die Aktion posten wir auf Facebook und auf Twitter :
http://www.facebook.com/BloggerSchenkenLesefreude
https://twitter.com/BlogdenWelttag
#lesefreude

Lasst uns den Welttag des Buches gemeinsam feiern – Wir Blogger, Wir Leser, Wir Buch-Fans!

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Interview mit Heike Herd–Reppner vom Ravensburger Verlag

Februar 3

Mir ist Ravensburger seit meiner Kindheit ein Begriff und verbinde es vor allem mit Kinderbüchern, Spielen und Puzzeln. Im Jugendbuchbereich galt meine Verbindung eher zu Schullektüre, wie zum Beispiel „Die Wolke“.

2012 habe ich die Entdeckung von „Lost Girl“ und „Verräter der Magie“ gemacht. Ich habe mich sehr gefreut, als Heike Herd-Reppner, die Pressereferentin von Ravensburger, einem Interviewtermin zugestimmt hat.

 

Wird das Programm von Ravensburger im Bereich Jugendbuch/Junge Erwachsene weiter ausgebaut?Heike-Herd-Reppner

Angefangen mit den Pappbilderbüchern, wird man mit Ravensburger groß. Das Programm ist sehr breit gefächert. Der Bereich Jugendbuch / Junge Erwachsene ist eine feste Größe unseres Programms. Wir planen in der Regel zwei Jahre im Voraus und überlegen, was ist interessant, was passt in unser Programm? Übrigens, wir feiern 2013 „50 Jahre Ravensburger Kinder- und Jugend-Taschenbücher“ mit einem besonderen Programm.

 

Was wird denn in Zukunft interessant?

2014 ist bereits geplant und momentan sind die Programmleiter und Lektoren auf der Messe unterwegs um neue Titel für 2015 zu finden. Ich bin selbst sehr gespannt, was sie mitbringen. Im Kinderbuchbereich kehrt gerade der Humor wieder zurück. Ein Beispiel für Leser ab zwölf Jahren ist: „Jungs sind keine Hamster“. Unsere Neuentdeckung Rebecca Wild verknüpft im Jugendbuch mit „Verräter der Magie“ Humor mit Fantastik.

Es gibt unter den Jugendlichen und den ‚All–Agern‘ ganz unterschiedliche Interessen und wir möchten für jeden gerne etwas dabei haben.

 

Einige Meinungen gehen in Richtung reale Liebesgeschichten. Was sagen Sie dazu?

Das beobachten unsere Lektoren auch. Es wird viel Realistisches angeboten. Ich vermute, der fantastische/mythische Bereich bleibt uns noch erhalten – die Community ist groß!.

 

Legen Sie Wert darauf etwas andere Geschichten zu finden? So wie bei „Lost Girl“ oder „Verräter der Magie“, die nicht gerade stereotyp für ein Genre sind?

Das versucht jeder Verlag. Eine ‚Panem‘-Kopie würde nicht funktionieren. Wir versuchen das Interesse der Leser an einem Stoff aufzugreifen und einen neuen Aspekt zu finden.

 

Ist es bei Ihnen auch so, dass viel über Lizenzen passiert, oder haben sie auch so Perlen zwischen den unaufgefordert eingesandten Manuskripten gefunden?

Es wird wirklich jede Einsendung angeschaut und deshalb dauert das Sichten auch einige Zeit. Ein Tipp für junge Autoren ist die Zusammenarbeit mit einer Literaturagentur.

In Österreich gibt es auch das Institut für Kinder- und Jugendliteratur, das Manuskripte prüft (kostenpflichtig) (www.jugendliteratur.net). Wenn man sich wirklich beruflich in Richtung Autor orientieren möchte, ist das eine ganz gute Investition, da sie/er eine kompetente Einschätzung und Rückmeldung zum Manuskript bekommt. .

Marlene Röder ist ein Beispiel für eine Ravensburger Entdeckung. Sie schickte uns ein unaufgefordertes Manuskript, das unsere damalige Programmleiterin im Zug ins Wochenende zu lesen angefangen hat. Sie hat Marlene praktisch aus dem Zug angerufen und gesagt: „Das nehme ich.“

 

Wie handhabt der Verlag das Herausgeben von Rezensionsexemplaren?

Wir haben ein begrenztes Kontingent und müssen Schwerpunkte setzen. Wir schätzen sehr die Zusammenarbeit mit den Bloggern und freuen uns auf Feedback zu unseren Titeln. Aus zeitlichen Gründen schaffen wir es jedoch nicht, die vielen Anfragen direkt zu beantworten. Daher verlagern wir auf Aktionen bei ‚Lovelybooks‘,  ‚Blogg dein Buch‘ oder ähnliche. Dort freuen wir uns über jede Bewerbung.

 

Vielen Dank für das Interview Frau Herd-Reppner.

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Das Geheimnis von Ashton Place Band 2: Die Jagd ist eröffnet

Februar 2




Autor: Maryrose Wood

Originaltitel: The Incorrigible Children – The Hidden Gallery

Übersetzer: Eva Plorin

Erscheinungsdatum: 20. November 2012

ISBN-13: 978-3522183246

Verlag: Thiemann

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten


Klappentext:

 

Den zweiten Band der Reihe hat eine Freundin für mich rezensiert, die sich sehr in die Geschichte rund um Penelope Lumley verliebt hat. Also habe ich es mir nicht nehmen lassen, ihr damit eine Freude zu machen.

Hier ihre Gastrezension:

Eigene kurze eigene Zusammenfassung des Inhalts

  • eine Bahnfahrt mit Aufregung
  • eine Wahrsagerin und ein neuer Freund
  • ein Treffen mit der Lehrerin
  • eine Person, die vorgibt etwas zu sein was sie nicht ist
  • ein Besuch im Zoo und im Theater mit Folgen
  • ein Diebstahl oder doch nicht?
  • ein Museumsbesuch bei Nacht
  • zwei Briefe zum Abschluß
  • ein Verlust

Penelope Lumley hat eine aufregende Zeit in London vor sich und muss um Ihre Schützlinge bangen. Wer möchte Ihnen schaden? Mit neuen und alten Freunden kann Sie das Böse abwenden.

Ich war wie auch im ersten Band gefesselt von der Geschichte und habe mich über neue wichtige Infomationen zur Lösung des Geheimnisses um die Kinder gefreut. Ich bin schon jetzt gespannt auf den dritten Band der Geschichte.

Erster Satz: „Aber die Arbeiter haben geschworen, die Reparaturen würden bis jetzt abgeschlossen sein!“

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Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Das Rätsel um die wilden Kinder im viktorianischen England ist eine schöne Idee.

Plot: Die Geschichte geht weiter mit neuen Rätseln und neuen Freunden. Ein Mißgeschick Lady Ashfords wird für alle Angestellten zur Nervenprobe. Penelope und die Kinder bekommen Hilfe aus ungeahnten Richtungen.

Wieder geht es relativ gemächlich los aber die Geschichte geht rasant weiter. Das Tempo und der Inhalt der Geschichte passen zusammen.

Fragen werden nicht beantwortet aber es gibt viele neue Fragen und Rätsel.

Schreibstil: Der Stil ist leicht lesbar und die kleinen Anekdoten sind zum schmunzeln. Der Schreibstil gefällt mir persönlich gut.

Charaktere: Miss Penelope Lumley ist auch in diesem Buch wieder eine perfekte junge Gouvernante. Langsam wird sie jedoch erwachsen, kann sich ihr kindliches Gemüt jedoch weiterhin bewahren.

Wie auch im ersten Band kommen die Kinder wieder etwas zu kurz. Gerne hätte ich mehr über sie erfahren.

Lady Ashton ist auch wieder die klassische Lady, zeigt in diesem Band jedoch auch Schusseligkeit und Mode ohne Stilbewußtsein.

Die Geheimnisse des Lord Ashton werden in diesem Band leicht gelüftet man muss jedoch warten, was die nächsten Bände bringen.

Hintergrund:​ Das viktorianische England ist ein tolles Setting, wenn man Jane Eyre kennt, liebt man diese Zeit einfach.

Fazit: Ein wunderbares Buch für zwischendurch mit Humor und Rätseln. Ich habe mir bereits den dritten Band auf English bestellt, damit ich hoffentlich bald das Rätsel lösen kann.

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Monatsrückblick Januar 2013

Februar 2

Und  …zoom…  ist der Januar wieder vorbei. Das ging schnell und krankheits- und schneebedingt konnte ich meine guten Vorsätze erst mal wieder über den Haufen werfen. Aber jetzt ist das Wetter nur noch regnerisch und entgegen dem kranken Umfeld um uns herum sind wir gerade alle gesund, also geht es aufwärts.






Gelesen habe ich „Liberty 9″, dessen technisches Setting mich ganz besonders begeistert hat. Insgesamt hätte es stärker sein können, dennoch bin ich auf Teil 2 gespannt.

„Asche & Phönix“  war mein Lesehighlight des Monats. Ich mag den Stil, die Idee, die Charakter, alles. Undbedingt lesen!

„Crossfire“ ist die erotische Neuentdeckung im Januar gewesen. Wirklich toll, auch wenn es Ähnlichkeiten zum bekannten „Shades of Grey“ gibt. Aber wer die Bücher mochte wir von „Crossfire“ nicht enttäuscht werden.

Auf „Touched–Die Schatten der Vergsangenheit“ durften die Fans lange warten. Zurecht, wenn ihr mich fragt. Es ist viel besser als der Auftatkt der Trilogie. Die Rezi folgt noch.

„Survive“ ist mit 256 Seiten kurz und trotz des vorhersehbaren Plots berührend. Auch hier folgt bald die Rezension.

 


Gastrezension gab es von Nicole von „Cinema in my head“. Vielen Dank dafür!

 



Gehört habe ich „Starters“(Link zur Buchbesprechung) da ich dachte, dass bald der Folgeband herauskommt. Dieser erscheint nun erst im Mai. Das Hörbuch ist toll, mal wieder eines von Annina Braunmiller gesprochen. Mir wurde wieder bewusst, wie gut dieses Buch ist. Ihr solltet es lesen. Als Zweiteiler muss man auch nun nicht allzulange warten um die komplette Geschichte lesen zu können.

Geschrieben habe ich viel für den Blog und tatsächlich habe ich angefangen, das Exposé meines Erstlings wieder anzufassen. Dass möchte ich jetz weiterverfolgen, um eine hoffentlich vorläufige finale Überarbeitung anzufangen.

In großer Vorfreude habe ich endlich für Danny und mich ein Hotelzimmer zur Leiziger Buchmesse finden können. Leider konnten wir nicht mehr in die Pension vom letzten Jahr. Ich bin schon ganz hibbelig, denn wir werden wohl einen ganz tollen Interviewpartner haben. Aber ich verrate noch nichts, solange ich nicht den endgültigen Termin habe.

Leider hat meine Idee mit der Leserfrage gleich beim Start nahezu keinen Anklang gefunden, worüber ich traurig bin. Vielleicht werde ich es noch mal mit einer anderen Frage probieren, aber ansonsten stampfe ich das Thema ein. Es gibt andere Ideen, die ich eventuell umsetzen möchte. Aber es ist immer etwas kompliziert, da ich die Zeit für lesen, bloggen und schreiben aufteilen muss. Das Schreiben leidet schon viel zu lange. dass soll sich ändern.

Auf einen kurzen Februar, der uns hoffentlich nicht abhält das sonst übliche Monatsbücherpensum zu schaffen.

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