Autor:
Corrine Jackson

Originaltitel: Pushed

Übersetzer: Heidi Lichtblau

Erscheinungsdatum: 14.Januar 2013

ISBN-13: 978-3522201650

Verlag: Thienemann Verlag GmbH

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten

Klappentext:

 

Lange musste man warten, denn eigentlich sollte der zweite Teil schon seit Herbst erschienen sein. Ich habe mich sehr gefreut für das Warten belohnt zu werden, denn meiner Meinung ist dieser Teil der Trilogie besser als sein Auftakt.

 

Remy  hat heimlich nach ihrem Großvater gesucht und bekommt endlich eine Antwort auf die Anzeige, die sie dazu gestellt hat. Sie besucht ihn um den Mann kennenzulernen, vor dem ihre Mutter weglief. Sie verheimlicht Franc ihre Beschützerseite aus Angst vor seiner Reaktion. Als der sie in eine Siedlung von Heilerin führt, hofft Remy endgültig eine Lösung für ihr und Ashers Problem zu finden. Doch es ist nicht alles so harmonisch unter der Heilergemeinde. Der Hass auf die Beschützer macht Remy Angst. Den heimlich nachgereisten Asher kann sie nur heimlich treffen. Bis er entführt wird. Gabriel kommt ihr zur Hilfe und integriert sich undercover in die Heilergemeinde. Gemeinsam finden sie unfassbare Dinge heraus und plötzlich verstehen sie sich auch richtig gut. Wo ist Asher? Und was hat Franc damit zu tun?

 

Erster Satz: Track zwei auf Remy O‘Malleys iPod.

 

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.7/6 (1 vote cast)

 

Idee: Mir gefällt es, dass Remy ihre Wurzeln kennenlernen möchte. Die Verstrickungen der Heilergemeinde mit ihrem Großvater und auch Gabriels Rolle sind sehr gut. Ich hatte keine genaue Vorstellung, wie sich die Geschichte fortsetzen konnte und bin positiv überrascht.

 

 

Plot: Es fängt gemächlich an, dafür gespickt mit nicht zu vielen Rückblenden, die das Geschehen des ersten Teils der Touched – Trilogie in Erinnerung rufen. Das hat mir richtig gut gefallen, vor allem weil nun doch einige Zeit vergangen war, seit ich den Auftakt las. Mir sind keine Plotlöcher aufgefallen und der Aufbau der Geschichte ist spannend und gut aufeinander abgestimmt. Corrine Jackson hat sich da zum Vorgänger sehr gesteigert. Ich hatte zwar recht schnell eine Ahnung vom Ende, aber dennoch konnte man beim Lesen die ganze Zeit grübeln, wo die Reise hingeht. Das hat richtig Spaß gemacht.

 

Schreibstil: Man merkt der Autorin das fortgeschrittene Studium an. Der Stil ist viel besser als im ersten Teil. Es gab zwar auch hier und da Wiederholungen, aber die sind durch Remys Gedanken bedingt. In diesem Fall finde ich dadurch die Nähe zu ihr greifbarer. Ihre Gefühle wirken echt und man nimmt ihre Achterbahnfahrt mit auf. Die Dialoge zwischen Remy und Gabriel haben mir sehr gut gefallen. Das hat die Autorin toll umgesetzt und somit Gabriel auch mehr Farbe verpasst.

 

Charaktere: Remy hat mir in der Fortsetzung viel besser gefallen. Frau Jackson wollte eine weibliche Figur schaffen, die stark und besonders ist. Das ist ihr sehr gelungen. Remy wächst über sich in diesem Teil hinaus. Sie wird mit ihren Fähigkeiten fertig und lernt sie besser zu kontrollieren. Was sie besonders sympathisch macht, ist die realistische Darstellung von dem, was in dem Mädchen vorgeht. Das Hin und Her, tiefe Trauer, Liebe, Skepsis und Neugierde. Ihr innerer Antrieb, eine gemeinsame Zukunft für sich und Asher zu sichern ist jederzeit präsent. Die Entscheidungen, die sie trifft, sind nicht immer logisch, was sie umso mehr authentischer macht. Ich bin wirklich gespannt, was Corrine Jackson noch aus ihr herausholt in der Fortsetzung.

 

Asher macht nicht so eine starke Entwicklung durch wie Remy und Gabriel. Aber ich mag ihn immer noch sehr gern. Seine Liebe für Remy ist unermesslich und hält ihn aufrecht.

 

Gabriel nimmt einen größeren Part ein und wird für die Handlung sehr wichtig. Da ich nicht spoilern möchte, versuche ich es zu umschreiben. Er hat seine arroganten Züge, die ihn aber auf eine Art und Weise attraktiv machen. Sein innerer Antrieb ist die Liebe zu Asher, die ihn sogar zu einer Zusammenarbeit mit Remy bringt. Im Laufe der Story lernt man aber auch seine weiche Seite kennen und auch Gabriel hat sich in mein Herz geschlichen.

 

Insgesamt hat die Autorin tolle Figuren geschaffen, ebenso auch die Nebencharaktere.

 

Hintergrund: Ein guter ausgefeilter Plot. Die Zusammenhänge der Figuren und der Handlung hat sie perfekt ineinandergestrickt. Zwar sind mir alle Hintergründe noch nicht klar, was die Heilergemeinde angeht, aber da mag ich auch wieder zu kompliziert denken. Da hätte ich gerne mehr gehabt.

 

Fazit: Ich bin total geflashed, da eine richtige Steigerung zum ersten Teil da ist. Wer eine starke weibliche Figur bevorzugt und sich schon in Teil eins in das Heilerinnen–Beschützer–Ding verliebt hat wird begeistert sein. Eine Zeit lang dachte ich, dass diese Trilogie eigentlich zu spät am Markt aufgetaucht ist, aber wenn es anderen nach vielen Dystopien, Zombies und Endzeitstimmung ähnlich wie mir geht, freut sich sicher auf diese romantisch–fantastische Abwechslung. Was ich am Auftakt noch bemängelt habe, ist verschwunden. Ich freue mich so sehr auf die Fortsetzung und hoffe auf einen abwechslungsreichen Handlungstrang der zu einer großartigen Auflösung führt.

 

 

Ein besonderes Extra am Schluss des Buches ist ein Interview mit der Autorin sowie Auszüge aus ihrer Playlist zu den ersten beiden Trilogieteilen. Das ist eine wirklich gute Idee und würde mir so etwas als Ausklang einer Geschichte öfter wünschen.

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Bewertung
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Touched – Die Schatten der Vergangenheit (Touched 2), 5.0 out of 6 based on 1 rating Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail