Göttlich verliebt

Price: EUR 19,95

Autor: Josephine Angelini

Originaltitel: Goddess

Übersetzer: Simone Wiemken

Erscheinungsdatum: 01.03.2013

ISBN-13: 978-3791526270

Verlag: Dressler

Gebundene Ausgabe: 458 Seiten

Klappentext:

 

Durch die Verbindung des Bluts der vier Scionhäuser, dürfen die Götter den Olymp wieder verlassen und ihr Unwesen auf der Erde treiben. Es scheint, als obliegt es alleine Helen die Götter wieder dahin zurückzubefördern, wo sie hergekommen sind. Denn sie ist die Stärkste unter den Scions.

Ich bin ein wirklicher Fan der „Göttlich“-Reihe und somit ‚musste‘ ich natürlich auch den dritten und finalen Teil lesen. Und ich kann direkt eines sagen: Ich bin absolut nicht enttäuscht worden. Ein wirklich sagenhafter Abschluss für diese tolle Trilogie.

Erster Satz: Zu ihrer Linken sah Helen etwas, das vermutlich der Styx war, denn in dem reißenden Strom trieben Unmengen von scharfkantigen Eisstücken.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.7/6 (1 vote cast)

Idee: Die Idee eine moderne Erzählung der Ilias zu machen, begeistert mich noch immer. Andere historische (starke) Frauen mit einzubinden und ihnen die Rolle der ‚Helena von Troja‘ anzugedeihen ist glaubhaft eingebunden und wirkt zu keiner Zeit fehl am Platz. Eher ist dadurch für mich als Leser viel deutlicher geworden, wie sehr die Parzen, Scions wie Marionetten bewegen und lenken.

Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, aber ab der Mitte des Buches in den Hintergrund rückt, weil einfach zu viel drum herum passiert.

Plot: Das letzte Buch knüpft unmittelbar an die Geschehnisse des zweiten Bandes an. In einem kurzen Erinnerungsrückblick von Helen, bekommt der Leser nochmal eine kleine Zusammenfassung über das Ende des zweiten Buches, sodass man direkt wieder in den Geschehnissen drin ist.

Nach dem Kampf mit Ares sind Lucas, Orion und Helen noch immer schwer verwundet. Statt in die Unterwelt hinabzusteigen, träumt Helen von anderen historischen Figuren, die ebenfalls Scions waren und die Rolle von ‚Helena von Troja‘ hatten.

Aber nicht nur das ’sieht‘ sie, sondern wie man später feststellt, träumt sie auch von Angriffen anderer Götter auf die Menschen.

Und dann sind da noch Helens neue Fähigkeiten, die nicht nur die Gegner abschrecken, sondern auch Furcht in den eigenen Reihen schüren.

Schreibstil: Josie überzeugt auch im dritten Teil mit einem gewohnt flüssigen und gut leserlichen Schreibstil. Klare und nicht zu ausschweifende Erklärungen gehören genauso zu ihrem Stil, wie hinter jedem Dialog ein ’sagte Helen‘, hinzuzufügen. Die Kapitel sind lang und man ist schnell im Lesesog gefangen, was ein Weglegen des Buches fast unmöglich macht.

Charaktere: Die Charaktere und auch Nebencharaktere sind mir nach zwei Büchern sehr ans Herz gewachsen, was nicht nur an der guten Ausarbeitung liegt. Jeder hat seine Rolle, die so manches Mal überraschend und mit Wendungen behaftet ist.

Helens Selbstvertrauen wächst, nicht nur weil sie noch mehr Kräfte an sich entdeckt. Sie bleibt gewohnt sympathisch und so manches Mal herrlich unbeholfen. Ihre Beziehung zu Orion festigt sich auf freundschaftlicher Ebene, obwohl sie sehr bemüht ist, mehr für ihn zu empfinden. Doch Lucas ist Helens einzig wahre Liebe und irgendwann kommt der Punkt, indem sich das Helen eingestehen muss. Dabei weiß sie, diese Liebe darf nicht sein.

Dabei ist Orion aber zu keiner Zeit das ‚fünfte Rad am Wagen‘, sondern wird für den Leser durch die Beleuchtung seiner Vorgeschichte greifbarer und liebenswerter. Claire und vor allem Matt bekommen ihre Rolle in der Geschichte und sich nicht nur einfach Nebencharaktere und wachsen so noch stärker mit den Hauptcharakteren zusammen.

Neben einem Wiedersehen mit bekannten Gesichtern aus den ersten beiden Teilen, gibt es auch neue Charaktere, die eingeführt werden. Vor allen Andy, die von Apoll gejagt und bei den Delos Unterschlupf bekommt.

Hintergrund (6): Wie immer gut recherchiert und ausgeführt. Der Laie – ich – kann bei all den mythologischen Verwirrungen gut mithalten, und wer doch mal den Faden verliert, kann sich in dem am Ende befindlichen Glossar schnell wieder zurechtfinden. Auch das Einbinden der historischen Figuren ist gut gelungen und steht in keiner Konkurrenz zu deren eigenen Geschichte.

Fazit: Ein spannender, einfallsreicher und ganz gewiss ein nicht langweiliger Pageturner. Bis zur letzten Seite fiebert man mit Helen, ihrer Familie und ihren Freunden und betrauert die Gefallenen. Ein göttlicher Abschluss für eine göttliche Trilogie, die für mich mit einer Büchersignatur (und Widmung), einem Foto und einem Interview ihre Krönung fand.

Diese Reihe wird sich nahtlos zu Kerstins Giers ‚Liebe geht durch alle Zeiten‘-Reihe gesellen und mit großer Sicherheit nochmal gelesen werden, aber diesmal ohne zwei Jahre auf den Folgeband warten zu müssen.

 

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