Autor:
Gina Rosati

Originaltitel: Auracle

Übersetzer:

Erscheinungsdatum: 5.Februar 2013

ISBN-13: 978-3760789071

Verlag:
bloomoon

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten

Klappentext:

 

Der Klappentext spricht ein Thema an, was ich einfach lesen muss. Umso toller war es, als Blogg dein Buch und bloomoon verkündete, das alle Bewerber ein Buch bekommen.

Anna ist 16 und nutzt ihre Gabe den Körper zu verlassen, um ihrer kaputten Familie zu entfliehen. Doch bei einem Ausflug kann sie plötzlich nicht zurück. Taylor, ein Mädchen aus der Schule, was Anna nicht mag, stirbt und ermächtigt sich Annas Körper. Sie will ihren Tod nicht akzeptieren und Anna muss zusehen, wie Taylor mit ihrem Körper macht, was sie will. Zusammen mit Rei, ihrem besten Freund und einzigem Menschen, der von ihrer Gabe weiß, versucht sie nicht nur ihren und Reis Freund Seth, der in Taylors Tod verwickelt ist, zu retten, sondern auch ihren Körper zurück zu erobern. Dabei merkt sie, das Rei nicht mehr nur ihr bester Freund ist.

Erster Satz: Als das Licht ausgeht, flüstert mir Rei Ellis leise zu: „Anna, geh nicht.“

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.9/6 (1 vote cast)

Idee: Astralreisen! Yes. Beide Daumen hoch. Wenn so was in einem Buch thematisiert wird, bin ich dabei.

Plot: Man lernt erst mal Anna kennen, direkt mit einer Reise und auch ihrem Umfeld und ihrem Zuhause. Es vergeht eine Weile, bis Taylor ihren Körper übernimmt, aber man muss nicht zu lange warten. Mir kam der Plot nicht so vor, als gäbe es größere Tempowechsel, aber das hat mich nicht gestört. Es gibt auch keinen großen aufgeblähten Showdown, aber das braucht es nicht. Alles ist gut aufeinander aufgebaut und schlüssig. Zwar konnte ich einige Dinge vorausahnen, aber das hat mich bei diesem Buch nicht gestört. Der gute Lesefluss und der leichte Stil machen dies wieder wett.

Schreibstil: Es wird in der ersten Person im Präteritum erzählt. Ein Ich-Erzähler gibt pauschal Pluspunkte. Außerdem war „Auracle“ seit langem mal wieder ein Buch, was ich sehr schnell lesen konnte. Die Dialoge sind klasse gemacht. Die Figuren spielen sich den Ball zu, beherrschen Sarkasmus und wirken in ihrer Sprache altersgemäß. Wer einen anspruchsvollen Text sucht, wird hier nicht fündig. „Auracle“ bietet einen lockeren und einfachen Stil, der die Seiten nur so blättern lässt.

Charaktere: Anna hat mir richtig gut gefallen. Eben weil sie nicht so supererwachsen ist. Sie ist impulsiv, denkt manchmal nicht nach und man nimmt ihr die 16 voll und ganz ab. Vor allem ihre Gedankengänge haben mich amüsiert, mit der Hand vor den Kopf schlagen lassen aber auch nachdenklich gestimmt.

Rei ist so ein Typ, in den man sich verlieben kann. Seine japanische Seite kommt sehr zur Geltung. Sicher bedient sich die Autorin da manchen Klischees, aber das hat mich nicht gestört. Seine ruhige Art, aber auch seine Bestimmtheit und Konstanz machen ihn zu einem tollen Charakter.

Taylor ist das Klischee schlechthin. Mann muss sie einfach unsympathisch finden, aber gleichzeitig fühlt man mit ihr.

Und wieder ein Buch, bei dem ich einen Nebencharakter erwähnen muss. Yumi, Reis Mutter, die vor allem in den Gedanken Annas und den Dialogen besticht.

Hintergrund: Ich bin in einem Haushalt aufgewachsen, wo der Glaube an Astralreisen normal war. Gerade um die Message des Buches herüberzubringen, ist das ein fantastisches Instrument, was nicht greifbar, aber dennoch präsent ist. Es wird so selbstverständlich damit umgegangen, dass man fast vergisst, den Hintergrund, die Herkunft von Annas Fähigkeit zu erfragen. Aber diese Fähigkeit ist so selbstverständlich da, dass man die Existenz so hinnimmt. Reis asiatische Seite scheint mir gut recherchiert und insgesamt macht der Hintergrund einen stabilen Eindruck.

Fazit: Ein schönes, kurzweiliges Leseerlebnis, was mich nach einigen enttäuschten Meinungen umso mehr überrascht hat. Für mich genau das Richtige, vor allem weil es sich so schnell lesen lässt. Wer einen guten Lesefluss mag, mit einem einfachen Stil zufrieden ist und sich gerne in die Welt der Astralreisen begeben möchte liegt mit „Auracle“ vollkommen richtig. 

 

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Bewertung
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Auracle, 5.0 out of 6 based on 1 rating Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail