Aisling Breith lesen, schreiben, hören

Graffiti Moon

Mai 31

Graffiti Moon

Price:



Autor:
Cath Crowley

Übersetzer: Henning Ahrens

Erscheinungsdatum: April 2013

ISBN-13: 978-3551582799

Verlag: Carlsen

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten

Klappentext:

 

Zuerst mochte ich das Cover, aber auch der Klappentext und die Thematik haben ihren Reiz. Zudem ein eher kurzes Buch. Ja, das musste ich lesen.

Lucy wächst mit ihren Künstlereltern in unkonventionellen Verhältnissen auf. Schön länger versucht sie Schadow zu erwischen, den Graffitikünstler, der unsichtbar bleibt, die Sechzehnjährige jedoch durch seine Bilder berührt. Mit ihren Freundinnen zieht sie los um den Abschluss zu feiern. Die Mädchen bleiben nicht lange allein. Drei Jungs gesellen sich dazu. Mit Ed war Lucy schon mal verabredet, eine halbe Ewigkeit her. Eigentlich möchte sie seine Gesellschaft nicht, aber dann führt er sie zu Shadows Bildern und merkt nebenbei, das Shadow nicht der Einzige ist.

Erster Satz: „Ich trete wie wild in die Pedale.“

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 6.0/6 (1 vote cast)

Idee: Verliebt in den unbekannten Graffiti Künstler. Ja, das ist in meinen Augen eine vielverspechende Idee.

Plot: Die ganze Geschichte spielt in einer einzigen Nacht. Ich kann nur sagen: Super. Ein Gefühl, als würde man einen Film gucken, anstatt zu lesen. Da passt alles zusammen und greift wunderbar ineienander. Vor allem das Spiel mit den verschiedenen Sichtweisen, die teilweise vom Timing her überschnitten sind oder genau aneinander passen. Gespickt mit den Gedichten von Poet kommt man nicht durcheinander und kann sich schnell auf den jewiligen Ich-Erzähler einlassen. Zu Anfang sind sehr viele Rückblenden eingestreut die toll sind, mich aber erst leicht verwirrt haben. Im Endeffekt sind sie jedoch die nötige Würze. Ein perfekter Plot. Man kann das Buch auch als eine poetische Reise sehen. Begleitet von viel Kunst, dabei nicht aufdringlich, sondern mit einer Selbstverständlichkeit, wie ich es noch nicht erlebt habe. Eine Nacht der  Nächte die alles verändert.

Schreibstil: Locker, aber nicht zu leicht. Sehr schöne Worte, die einen automatisch zu einem langsamen und genussvollen Lesen bringt. Die Gedichte sind zwar nicht so meins, aber das ist eben Geschmackssache und in diesem Buch trennen sie ganz gut die verschiedenen Perspektiven. Es wird meist abwechselnd aus Lucys und Eds Sicht erzählt, dazwischen ein Gedicht von Poet. Das bringt Geschichte und Charaktere sehr nah. Auch die Dialoge haben mir sehr gut gefallen. Ich finde es schwierig Crowleys Stil zu beschreiben. Als ich das Buch zugeklappt habe, dachte ich nur: einfach schön und poetisch. Definitiv behalte ich Cath Crowley im Kopf und werde mir schon wegen ihrer Art zu schreiben, andere Werke von ihr angucken.

Charaktere: Lucy ist das Kind zweier Künstler und selbst in Glasblasen begabt. Aus etwas unkonventionellen Verhältinissen kommend,  schwärmt sie für die Kunst Shadows und ist in ihn verliebt, obwohl sie ihm noch nie begenet ist. Ich mochte sie, weil sie nicht auf den Mund gefallen  und so herrlich anders ist. Die außergewöhnlichen Züge, wie ihre merkwürdigen Eltern und die Liebe zur Kunst. Ihre Sehnsucht nach Shadow. Ihre Leidenschaft in der Suche. Das alles machen sie zu einem besonderen Charakter.

Auch Ed ist toll geworden. Mit Ecken und Kanten und ganz viel Sanftheit und Gefühl. Ein Typ, der echt ist und den man haben möchte. Der etwas unbeholfen  in seinen Gefühlen zu Lucy ist und nicht weiß, wie er mit ihrer Liebe zu Shadow umgehen soll.

Die beiden Chahraktere machen in dieser einen Nacht eine starke Entwicklung durch und  einen großen Schritt in Richtung erwachsenwerden. Auch die Nebencharaktere sind toll. Alle Firguren wirken aus dem Leben gegriffen und obwohl sie unterscheidlich sind, verarbeiten sie doch den gleichen Reifeprozeß in dieser Nacht. Jeder lernt etwas über die Liebe und über Selbstbewusstsein.

Hintergrund: Kunst, Graffiti und Glasblasen. Ganz andere Themen für mich und so klar, dass ich der Autorin unterstelle alles wirklich gründlich recherschiert zu haben. Dazu das Setting, was nicht in unendlichen Beschreibungne ertränkt wird sondern wie selbstverständlich beim Lesen Gestalt annimmt.

Fazit: So schön. So überraschend gut! Ein Roadmovie auf dem Fahrrad. Mit 256 Seiten und diesem Lesesog haben mich nur meine  müden Augen daran gehindert, es in einem Rutsch durchzulesen. Sicher im Preis etwas happig, aber dafür bekommt ihr eine tolle Story und ein wunderschönes Cover. Ist der Schutzumschlag entfernt, bemerkt man auch die Hingabe zur Gestaltung darunter. Das Gedicht auf der Rückseite findet sich auch im Buch wieder. Volle Wertung in allen Punkten, was ich wirklich selten mache.

Rundum  ein mitreißend schönes Werk, was ich jedem nur ans Herz legen kann. Für alle die es lieben nach dem Lesen ein Buch in die Arme zu schließen.

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Crossfire – Offenbahrung (Crossfire 2)

Mai 29



Autor:
Sylvia Day

Originaltitel:Reflected in You

Übersetzer: Jens Plassmann, Marie Rahn

Erscheinungsdatum: 11. März 2013

ISBN-13: 978-3453545595

Verlag: Heyne

Taschenbuch: 416 Seiten

Rezension ab 18!

Klappentext:

 

Ich war vom Auftakt der Trilogie begeistert und so musste natürlich auch Band 2 der Crossfire – Trilogie her. Leider war die Geschichte etwas enttäuschend, aber ich bleibe neugierig.

Eva und Gideon lieben sich, vertrauen sich jedoch nicht. Wärend er immer mehr Kontrolle möche und seine Augen überall zu sein scheinen, möche Eva ihre Freiheit wahren und auch ein „normales“ Leben führen. Er verschließt sich vor ihr, was Eva als grauenvoll empfindet. Wenn sie doch die Richtige ist, warum spricht er nicht mit ihr? Sie versucht alles, fährt die Waffen einer Frau zur Genüge aus und dennoch macht Gideon Dinge, die an seiner Liebe zweifeln lassen. Bändelt er wirklich wieder mit seiner Ex an? Und warum schleicht er sich nachts in Evas Bett und raubt ihr den Schlaf, wenn sie  sichern ist, dass Gideon Eva nicht mehr begehrt?

Erster Satz: Ich liebte New York mit einer verrückten Leidenschaft, die ich sonst nur für eine einzige Sache in meinem Leben empfand.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 3.4/6 (1 vote cast)

Idee: Irgendwie ist es ja nicht neu. Ich mag ja solche Geschichten, wo der superreiche Typ mit dem jungen hübschen Mädchen anbändelt, aber wieder dieser Konflikt mit der ach so bitteren Vergangenheit? Nicht sehr originell.

Plot: Dieses Buch hat etwas, was nach meiner Meinung viele zweite Teile haben. Es wirkt ein wenig wie ein Lückenfüller. Die Autorin reizt das ständige Hin und Her der Beziehung, des Vertrauens und Nichtvertrauens zu sehr aus. Es gibt immer wieder Ups und Downs, die meist nicht wirklich gelöst  und in Sex ertränkt werden. Für meinen Geschmack hätten zwei bis drei liebevollere Erotikszenen dabei sein können. Um der Handlung Würze zu geben, hat Frau Day einen Verflossenen aus Evas Vergangenheit dazu genommen. Das wirkt etwas unbeholfen, zumal ich diese Vergangenheit irgendwie nicht wirklich zu Eva passend fand. Das Ende finde ich moralisch fragwürdig. Ich mochte es nicht und kann trotz aller Widrigkeiten nicht nachvollziehen, wieso es so extrem sein musste.

Schreibstil: Einfach zu lesen, wie auch schon beim Auftaktband. Locker leicht und für dieses Genre gut. Wieder wird in der Ich-Perspektive erzählt, was ich gerne mag. Gut gefallen haben mir  die erotischen Szenen, die direkt sind, aber nicht billig.

Charaktere: Definitiv ist der Nebencharakter Cary meine Lieblingsfigur. Leider haben mich Eva und Gideon etwas genervt.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Anstatt miteinander klar zu reden, hängt Eva ihren Gedanken nach und ist sauer, schläft aber trotzdem mit Gideon. Der schweigt auf Teufel komm raus, um ihr dann doch seine Vergangenheit zu erzählen.

Gideon ist zu blass und zu schweigsam in diesem Teil. Er besticht durch seine erotischen Fähigkeiten. Es gibt Momente, bei denen er ganz „normal“ ist, aber insgesamt hätte ich mir mehr von ihm erwünscht. Sein Handeln am Schluss konnte ich zwar verstehen, aber moralisch nicht nachvollziehen. Ich finde diese Haltung nicht gut und sehe sie in einem solchen Roman kritisch. Ebenso Evas Reaktion darauf.

Eva hat für meine Begriffe einen Rückschritt gemacht. Sie gibt viel zu schnell nach und lässt sich durch Gideons erotische Ausstrahlung zu sehr von der Realität wegziehen und ihre Ziele vergessen. Ich hatte erwartet, dass sie hartnäckiger ist.

Sicher erwarte ich solch überspitzte Figuren, aber in Anbetracht des Hintergrundes der Charaktere, wage ich an der Authentizität ihres Handelns zu zweifeln. Das passt nicht ganz zusammen und wirkt für mich wie ein absolut gestelltes Drama.

Ich hoffe, dass diese Rückschritte der Charaktere eher ein Hinweis auf ein tolles Finale der Trilogie sind, indem sie sich nach vorne entwickeln und den Ansätzen von Teil eins gerecht werden.

Hintergrund: Wie schon im ersten Teil finde ich den Hintergrund fragwürdig. Die erotischen Leistungen, zu denen die Beiden Fähig sind, stelle ich hier doch ein wenig infrage. Aber ich mag die Kulisse New York und finde sie gut in Szene gesetzt.

Fazit: Schwächer als Teil eins und dennoch möchte ich wissen, wie es weitergeht, wie die Charaktere sich entwickeln und mit Gideons Geständnis am Schluss des zweiten Teils umgehen. Ich hoffe einfach, dass es mit dem zweiten Band dieser Trilogie so wie mit vielen anderen ist: Ein Füller, der nicht an den ersten Band heranreicht, aber eine nötige Brücke zum hoffentlich tollen Finale schlägt.

 

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Beautiful Disaster

Mai 25

Beautiful Disaster: Roman

Price: EUR 9,99



Autor:
Jamie McGuire

Originaltitel: Beautiful Disaster

Übersetzer: Henriette Zeltner

Erscheinungsdatum: 16. April 2013

ISBN-13: 978-3492303347

Verlag: Piper Taschenbuch

Taschenbuch: 464 Seiten

Klappentext:

 

Beautiful Disaster ist in aller Munde und Titel, Cover sowie Klappentext haben auch mich total neugierig gemacht. Ich hatte mehr Intimes erwartet und bin von daher etwas enttäuscht.

Abby und ihre Freundin America fangen mit dem College an. America hat sich gleich in Shepley verliebt. Dessen Cousin Travis bekommt jedes Mädchen, verdient Geld bei illegalen Kämpfen, ist tätowiert und hat immer einen taffen Spruch auf Lager. Dieser Bad Boy ist so gar nicht Abbys Typ, oder doch? Weil in ihrem Wohnheim das Wasser ausfällt,  müssen Abby und America eine Weile bei den Jungs einziehen. Abby und Travis giften sich nur an und dann verliert sie auch noch eine Wette gegen ihn und ist für einen weiteren Monat an ihrem Platz in seinem Bett gefesselt. Nein, die beiden sind nur Freunde. Aber Travis‘ Beschützerdrang und Abbys Anstrengungen ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen führen zu Spannungen der anderen Art. Wie zwei Magnete stoßen sie einander ab, aber einmal zueinander gewandt, ist ihre Anziehung unausweichlich. Welches Geheimnis umwittert Abby und schaffen die jungen Verliebten einen Weg miteinander zu finden?

Erster Satz: Alles in dem Raum schrie mir entgegen, dass ich dort nicht hingehörte.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 3.9/6 (1 vote cast)

Idee: Im Grunde ist es keine spektakuläre neue Idee, aber die Charaktere sind anders angelegt und das finde ich gut.

Plot: Ein großes Hin und Her. Was mir besonders gefallen hat, waren die Zeitsprünge hier und da. Die Story zieht sich über mehrere Monate hinweg und das macht das Ganze realistischer. Alle Szenen und Handlungen bauen aufeinander auf. Es gibt Ups und Downs, was den Leser sehr bei der Stange hält. Die schon im Klappentext erwähnte Wette ist schön und gut, jedoch habe ich den Antrieb der Hauptprotagonistin die Wettschulden einzulösen, nur auf dünnem Eis gesehen. Es funktioniert jedoch. Der Teil, der in Las Vegas spielt, war der für mich interessanteste Teil. Das mag an meiner Liebe zu Vegas liegen und auch an Abbys Hintergrund, der dort eine tragende Rolle spielt. Die Einleitung in den Showdown ließ dann leider zu viel vorhersehen, aber da war ich schon, oder besser gesagt immer noch, im Lesesog, dass es mir egal war. 

Schreibstil: Alles wird in Ich-Perspektive im Präteritum erzählt. Lieblingsperspektive! Der Stil ist sehr einfach, locker und leicht. Was besonders ist: die vielen Dialoge. Die waren so präsent. Ich habe das Gefühl, die Geschichte passiert ausschließlich in Dialogen. Das ist wohl auch das, was vorantreibt. Die Schlagabtausche in den Diskussionen der Hauptprotagonisten sind richtig gut und machen beim Lesen viel Spaß. Ich lese gerne Dialoge, vor allem wenn sie ohne viel Schnick-Schnack auskommen, aber sie hätten in diesem Buch ein bisschen mehr drum herum anhaben können.

Charaktere: Die Grundideen der Charaktere haben mir gut gefallen, aber manches hätte man weniger präsent zeigen und  anderes dafür deutlicher zeichnen können. Positiv sehe ich die nicht typischen Figuren.

Abby hat zwei Gesichter, wobei mir ihr Geheimes besser gefällt. Ich mochte sie, gerade weil sie krampfhaft versucht ein anders Leben zu führen und sich ihre Gefühle für Travis nicht eingestehen will.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Ihren Auftritt in Vegas als Pokerspielerin fand ich von der ganzen Idee super. Für meine Begriffe hätte McGuire da mehr rausholen und diesen Part ausweiten können. Im Endeffekt dient er nur dazu einen Bruch in der Beziehung hervorzurufen und dafür war es wieder zu viel. Ich bin eben Fan von Mafia und Glücksspiel und hätte Abby gerne öfter beim Spiel gesehen.

Ich war Travis verfallen, als erwähnt wurde, dass er tätowiert ist. Ich mochte diesen Bad Boy. Er hat allerdings Macken, die ich anders, bzw. weniger geschrieben hätte. Wirklich auf die Nerven ging mir der Kosename für Abby. Täubchen, oder Taube erinnert mich ganz persönlich leider zu sehr an Hans Beimer aus der Lindenstraße, der seine Frau auch immer so genannt hat. Mag sein, dass das im Original des Buches ganz anders herüberkommt. Ebenso anstrengend fand ich seine teilweise zu extremen Reaktionen und Verhaltensweisen. Dennoch hatte er was.

Shepley und America sind bis auf ihre Namen ziemlich stereotyp angelegte Freunde. Dabei mochte ich vor allem die Freundschaft zwischen America und Amber.

Nennen möchte ich unbedingt Finch. Ein Nebencharakter, der viel mehr hätte poliert werden können. Ich mochte ihn sehr, doch leider kam er viel zu kurz.

Hintergrund: Das Setting am College war was anderes für mich und ich mochte es. Was mir jedoch aufgestoßen ist, und ich bin wirklich nicht prüde, ist der große Alkoholkonsum. Vor allem die Stellen, wo Abby mal eben Whiskey trinkt, um herunterzukommen, finde ich fragwürdig. Sicher ist es nicht unrealistisch, aber ein heikles Thema  bei einem Text für eine junge Zielgruppe.

Es in den erotischen Bereich zu packen, finde ich zu weit hergeholt. Da gibt es hier und da nette Szenen, aber es hat definitiv zu wenig klar ausgedrückten Sex.

Fazit: Diese absoluten Begeisterungsstürme kann ich nicht teilen, aber ich kann auch den Lesesog, der eindeutig da war, nicht von mir weisen. Ich hatte eben mehr Erotik erwartet. Aus Abby hätte man die „dunkle“ Seite mehr rausholen können. Travis Reaktionen hätten ihm etwas weniger impulsiv besser gestanden. Ob ich den zweiten Teil lesen möchte, weiß ich noch nicht. Der wird die Geschichte aus Travis Sicht erzählen. Ob dann so viel Neues dabei herum kommt?

Wer etwas wie Shades of Grey sucht, mit viel Erotik, wird enttäuscht sein.  Beautiful Disaster biete eine gute Unterhaltung, die durch die Hitzköpfigkeit und den Starrsinn der Protagonisten lebt, und ist für all jene etwas, die einen extrem gezeichneten Bad Boy mögen.

 

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Dark Destiny

Mai 19

Dark Destiny

Price: EUR 18,95



Autor:
Jennifer Benkau

Erscheinungsdatum: März 2013

ISBN-13: 978-3839001455

Verlag: Script 5

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten

Klappentext:

 

„Dark Canopy“ hat mich so sehr begeistert und zudem ist es eine Dilogie. Ich musste Dark Destiny also lesen. Dazu kommt, dass ich mich wirklich in den Stil von Jennifer Benkau verliebt habe. Um die Wirkung des Klappentextes nicht kaputtzumachen, wird meine eigene Zusammenfassung ebenfalls nicht lang ausfallen.

Joys Welt ist in Stücke gerissen. Mit Neéls Tod und Mathials Veränderung in einen verhärmten Clanführer wieder Willen stirbt auch ihre Hoffnung. Sie kann nicht mehr bei Mathials Clan bleiben. Zu sehr fühlt sie sich dort eingesperrt und unverstanden. Hinter den Aktionen des Clans steht sie schon lange nicht mehr. Sie versucht Antworten bei Jamies Clan zu finden, der in Joy jedoch nur eine wertvolle Ware sieht. Ihr einziger Weg führt zurück in die Stadt, in der sie mit Graves Hilfe ihr Anrecht auf die Stadtmarke geltend macht. Joy fängt an ein neues Leben aufzubauen mit einer neuen Hoffnung.

Erster Satz: Ich hatte immer gedacht, der erste gewonnene Gerichtsprozess würde meine Zweifel verstummen lassen.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.8/6 (1 vote cast)

Idee: Als Gesamtpaket finde ich die Idee, die hinter dieser Dilogie steckt sehr gut. Wenn man sich wirklich nur auf den zweiten Teil konzentriert, finde ich die Idee dahinter nicht überraschend. Einiges, was passiert konnte man erahnen.

Plot: Das Buch beginnt zunächst mit einer Situation drei Jahre nach der eigentlichen Geschichte. Dort wird auch der Titel des Buches aufgefasst und man möchte unbedingt wissen, was passiert ist. Eine sehr glückliche Lösung, die den Leser unweigerlich bei der Stange hält. Ich muss gestehen, dass ich mich zeitweise gefragt habe, was die Story will. Wo ist die Leine, an der man sich langhangeln kann? Grob gesehen hat das Buch in meinen Augen eher zwei Teile. Von diesem Standpunk aus gesehen ist die Geschichte  stimmig. Allerdings fand ich diesen teils planlos wirkenden Plot für die Story gerade deshalb sehr passend. Er gibt die Stimmung der Geschichte wieder. Das hin und her, was die Figuren durchleben. Die Richtungen der möglichen Zukunft. Der Plot lässt den Fortgang der Story somit echt wirken und ist nicht nach Schema F aufgestellt. Da geht es in die eine Richtung, dann wird dort verweilt, nur um wieder in eine andere Richtung zu gehen mit einem Ziel, was man als Leser nicht erreichen möchte, die Geschichte aber nicht anders zulässt.

Schreibstil: Woah! Ich liebe diesen Stil. Ehrlich gesagt, gehört Jennifer Benkaus Schreibe für mich zu den Besten. Immer noch kann ich meine Empfindungen zu ihrem Stil nicht wirklich in Worte fassen.

Dark Destiny wechselt regelmäßig die Sichtweise. Einmal aus Joys Sicht, als Ich-Erzähler und dann gibt es Teile in der dritten Person, um das Geschehen außerhalb Joys Radius zu erzählen. Beide Perspektiven sind ins Präteritum gesetzt. Die Geschichte lebt durch ein wortgewandtes Kleid. Man riecht das Feuer, fühlt die Kälte und ist bei jedem Charakter in dessen Gefühlswelt eingesogen. Frau Benkau benutzt Metaphern, die einen teilweise vor den Kopf stoßen, weil man sie so nicht erwartet,  aber gleichzeitig denken lassen: genial.

Eine absolute Ausnahmeautorin für mich, die in meinen Augen die ganz erfolgreichen und langjährig bekannten Autoren unseres Landes in den Schatten stellen kann. Definitiv ist ihr Name nun für mich ein Garant für ein gutes Buch.

Charaktere: Wie auch im Auftakt „Dark Canopy“ sind die Charaktere bestechend gut durchdacht. Auf der einen Seite mit unsympathischen Zügen bestückt, machen das dadurch plausible Handeln die Figuren so authentisch. Man mag sie, obwohl man ihnen den Kopf abreißen könnte. Man will sie schütteln und rütteln. Man will  ihnen sagen, welch irrsinnige Gedanken sie doch haben. Da sind so viele Facetten angelegt, so tiefgehende Persönlichkeiten. Selten gehen einem die Figuren so unter die Haut. Jennifer Benkau schafft das wirklich auf eine leichte Art und Weise, trotz dieser verworrenen Gefühle, den Leser in die Protagonisten zu katapultieren.  Auch die Entwicklung zu sehen, ist interessant. Man kann sich gar nicht entscheiden, welcher Charakter am Besten ist.

Joy, die plötzlich ihre eigenen Clanmitglieder nicht mehr versteht. Mathial, der den Weitblick verliert und mit der Clanführerschaft überfordert ist. Cloud, dem eine Präsidentschaft immer wichtiger wird und seine Ideale vergisst. Neél, der in Joys Gedanken so lebendig weiterlebt.

Hintergrund: Ich hoffe, das ist mir im ersten Teil nicht untergegangen, aber mit Dark Destiny erfährt der Leser, zu welcher Zeit die Geschichte spielt. Die „Kultur“ der Percents wurde schon in Dark Canopy beschrieben. All die Beschreibungen und Umstände, die zum Schluss hin aufgedeckt werden, wirken auf mich durchdacht. An dieser Stelle möchte ich ein paar Worte zum umstrittenen Ende schreiben. Die Geschichte ist definitiv zu Ende, so viel sei gesagt. Es ist ein Ende, was man nicht will, aber wenn man die Entwicklung der Charaktere und deren Gefühlswelt betrachtet, lässt sie kein anderes Ende zu. Und im Endeffekt steckt so viel mehr dahinter. Es drückt in meinen Augen die tiefe Liebe der beiden Hauptprotagonisten zueinander  stark aus.

Fazit: Grandios! Der Schreibstil ist unbeschreiblich. Die Charaktere eigenwillig, sperrig und dennoch ans Herz wachsend. Die Geschichte anders, ebenso eigenwillig und mit  einem unerwarteten Schluss. Diese Reihe würde ich jedem ohne ein Wort zu erklären in die Hand drücken mit den Worten: Igel Dich irgendwo ein und lies das! Genieß es, Hasse es und lass Dich vom Alltag entführen. Die Liebesgeschichte ist so echt und zeigt wahre Liebe. Als Dystopie kann man, wenn man mich fragt, diese Dilogie nicht sehen. Für mich zeigt es viel Zwischenmenschliches auf. Dinge, von denen man lernen kann. Dark Destiny geht wie auch schon Dark Canopy, unter die Haut und dringt tief  ein. Keine Leseempfehlung, nein, ein Lesemuss!

 

 

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Interview mit Daniela Kern vom Arena Verlag

Mai 18

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Bei Arena hatten wir Zeit in Ruhe im »Hinterzimmer« mit Daniela Kern zu sprechen, die bei Arena für den Online-Bereich verantwortlich ist. Dieses Interview haben wir im Oktober 2012 auf der messe in Frankfurt geführt.

Wie viel Neuerscheinungen hat Arena im Jahr?
Zwischen vier- und fünfhundert. Ein Halbjahreskatalog umfasst ungefähr 250 Titel. Dies umfasst alle Bereich von Büchern für Kleinkinder über Erstleser, Kinderbücher, Jugendbücher und das Taschenbuchprogramm.

Wie hoch ist bei Arena die Auflagenhöhe?
Das kann man pauschal nicht sagen. Es sind immer Einzelfallentscheidungen. Sie resultieren aus der Abwägung, in welchem Zeitraum man mit welcher Nachfrage rechnet. Weder sollen zu viele Bücher zu lange im Lager liegen noch möchte man nach sehr kurzer Zeit nachdrucken müssen.

Bei Reihen, wie z. B. die Edelstein-Trilogie, wird man, sofern der erste Teil gut läuft, den zweiten Teil gleich höher auflegen. Bei Debütautoren sind die Zahlen geringer. 5000 ist keine riesige Auflage, aber schon ganz gut. Man muss eben auch abwägen, was man sich von einem Titel verspricht, um die Höhe festzulegen.

Was glaubt ihr passiert, wenn »Rubinrot« jetzt im Kino anläuft?
Es wird natürlich entsprechende Ausgaben mit Filmcover geben und auch einen Fotoband. So spricht man auch noch mal eine andere Zielgruppe an.

Wie groß sind die Chancen als neuer deutscher Autor bei euch aufgebaut werden?
Die Lektoren sind sehr interessiert an neuen Gesichtern und neuen Namen. Das spiegelt sich vor allem in der Arena Thriller Reihe wieder. Dafür werden immer wieder Autoren angesprochen, die bereits im Erwachsenengenre erfolgreich sind, ob sie ein Jugendbuch schreiben möchten. In der Reihe gibt es keine Lizenztitel, sie wird ausschließlich von deutschen Autoren geschrieben.

Wir sprechen viele Autoren an, aber es passiert auch, dass wir unter den unverlangten Manuskript-Einsendungen jemanden finden.

Arena_VerlagsgebäudeWie wird bei Arena aus dem Stapel unaufgeforderter Manuskripte ausgesiebt?
Man muss sich das so vorstellen: Es gibt ein Regal, in dem alle Einsendungen liegen. Die Lektoren schauen immer wieder durch, wenn es der normale Arbeitsablauf erlaubt und sichten die Einsendungen.

Wie lange dauert die Bearbeitung im Schnitt?
Ein gutes halbes Jahr.

Wie wichtig sind Agenturen?
Was über Agenturen kommt, lässt schon auf gut vorsortierten Stoff schließen. Meist wissen die, was für uns interessant ist und es nimmt natürlich einen großen Teil an Arbeit ab.

Arbeitet ihr immer mit den gleichen Agenturen?
Meistens. Es gibt Agenturen, die speziell im Kinder- und Jugendbuchbereich tätig sind. Da sind die versierten Agenturen, mit denen wir schon länger arbeiten, natürlich kommen aber auch neue Agenturen dazu.

Wie kann man sich die Programmplanung vorstellen?
Es gibt zwei Programmbereiche im Verlag mit jeweils einer Leiterin. Die sitzen tatsächlich mit dem Verleger zusammen und diskutieren, was als nächstes ins Programm kommt.

Wie viel Zeit vergeht, bis ein Buch herauskommt? Wie viel Zeit bekommt ein Autor?
Sobald ein Buch in einem Programm eingeplant ist, gibt es einen Abgabetermin für das Manuskript. Wenn ein Autor ein Manuskript abgibt, stehen 5 – 6 Lektoratsdurchgänge an. Danach geht es erst in die Korrektur an zwei Korrektoren. Dann erst kommt der Druck.

Wie steht ihr zu Reihen?
Ich höre immer wieder, dass es nicht noch eine Reihe geben muss, aber es gibt auch die Leser, die sich wundern, wenn etwas nicht fortgesetzt wird. Wir versuchen eine gesunde Mischung hinzubekommen.

Wie ist das mit Illustratoren und Übersetzern? Sind die angestellt?
Das sind Freiberufler, wobei wir auch hier schon mit manchen länger zusammenarbeiten und manche neu dazu kommen.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Blogs?
Wir gucken uns jeden Blog lange an. Für mich ist wichtig, dass die Rezensionen reflektiert sind. Ich ärgere mich über Rezensionen, in denen der Schritt fehlt, weiter zu denken: Warum hat mir der Protagonist nicht gefallen? Warum fand ich dieses und jenes nicht gut. Auch muss geguckt werden, wie das Buch zum Leser passt. Wenn ich als 25-Jährige schreibe, dass ein Thriller ab zwölf mich nicht packt, heißt das nicht, dass es nichts für Zwölfjährige ist. Mich ärgert, wenn man so weit nicht denkt.

Auch wenn einem ein Buch nicht gefallen hat, muss diese Meinung nachvollziehbar dargestellt sein. Man sollte immer Respekt vor der Arbeit des Autors haben und jedem Buch seine Leserschaft zugestehen. Ich finde es schade, ein Buch als „nicht empfehlenswert“ abzustempeln, nur weil es nicht zu einem gepasst hat.. Es ist besser herauszustellen, für welche Zielgruppe es zu empfehlen ist, denn ich denke, jedes Buch hat seinen Leser. So differenziert würde ich mir die Rezensionen wünschen. Es gibt auch viele Blogs, die das so handhaben.

Werden Blogs auch mal aus dem Verteiler entfernt, wenn die Zusammenarbeit hakt?
Das ist bisher noch nicht passiert.

Ist es schon passiert, dass Leseexemplare von Bloggern nicht rezensiert wurden?
Das kommt vor, aber es passiert selten.

Sollten die Rezensionen in einem bestimmten Zeitrahmen erscheinen?
Es kommt alle halbe Jahre ein neues Programm heraus. Wenn die Rezension innerhalb von zwei bis drei Monaten des aktuellen Programms erscheint, ist das in Ordnung. In dem Zeitraum sind die Bücher aktuell. Ich habe aber auch nichts dagegen, wenn mal ein Titel aus der Backlist besprochen wird.

Vielen Dank für das tolle Interview.

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Libressio – Mein Buchgeständnis 2

Mai 16

Libressio


Libressio geht in die zweite Runde! Für alle, die es nicht kennen: Die liebe Simone, oder „Lurchi“, von „Leselurchs Bücherhöhle“ hat eine tolle Aktion ins Leben gerufen, an der ich mich beteiligen möchte. Mit „Libressio – Mein Buchgeständnis“ wir monatlich über Bücher und das Lesen geschrieben. Das zweite Libressio hat folgendes Thema:

 Dieses Buch hat mich und mein Leben beeinflusst!

Als ich darüber nachgedacht habe, ist mir spontan ein Buch in den Sinn gekommen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob es mich wirklich so sehr beeinflusst hat, oder ob es mir nicht das, was mir schon bewusst war ins Gedächtnis geholt hat. Allerdings hat es mich sehr zum Nachdenken angeregt und manche Dinge versuche ich täglich in meine Sichtweise der Welt einzubauen. Und schon lasse ich wieder die Hosen runter und ihr bekommt einen Eindruck meiner „esoterischen“ Seite. Nein, keine Panik, ich bin kein Birkenstock tragendes, verträumt dreinblickendes Wesen. Ich rede auch nicht  von meinen Schutzengeln und muss in jedem Atom den tieferen Sinn sehen und erörtern. Nein, ich will euch nicht bekehren. Aber ich kann nicht von mir weisen, dass  die verschiedenen Stadien des „esoterisch/spirituellen“ Werdegangs meiner Eltern und Tanten spurlos an mir vorübergezogen sind. Ich stand in einem Kornkreis, habe die angeblich „echten“ Alienfilme von Rosswell gesehen und war schon als Kind bei einem Handaufleger. Und auch wenn man all diese Dinge miterlebt, kritisch beäugt und distanziert hat, bleibt ein kleiner Spleen und der Glaube an das große Ganze und ans Universum. Deshalb kam mir direkt dieses Buch in den Sinn:


Zu „The Secret“ gibt es auch einen Film, den ich (oh Wunder) bisher nicht gesehen habe. Aber das Buch stand bei einer der besagten Tanten im Regal und hat mich vom Design her angelacht. Nettes Format, nicht allzu viel Text. Liest Du mal. Außerdem wollte ich einfach mal ein Buch über positives Denken und das Gesetz der Anziehung lesen. In dem Buch steckt sehr viel Wahres und Hilfreiches, wenn auch die Umsetzung im Alltag nicht immer einfach ist. Aber eine Sache probiert mal aus: Abends im Bett denkt ihr ausschließlich an die positiven Sachen, die an dem Tag passiert sind, und seid darüber glücklich. Ihr werdet euch wundern, wie viel zufriedener ihr einschlaft und aufwacht.

Aber schwenken wir mal von diesem ganzen Räucherstäbchenqualm umhüllten Zeug ab und wenden uns nach einem klangvollem „Om“ wieder dem greifbar Irdischem zu. Es gibt da noch ein anderes Buch, was mich beeinflusst hat. Ich lesetechnischer, sowie schreibtechnischer Sicht. Na? Wer hat es schon erraten? Wie? Du hast Libressio 1 nicht gelesen? Tz! Immer schon habe ich mir Geschichten ausgedacht. Lange, lange hatte ich Charaktere im Kopf, die Geschichte wollte sich immer wieder anders entwickeln, ein anderes Setting, andere Nebencharaktere. Ich trat gedanklich auf der Stelle, wusste das es geschrieben werden muss, irgendwann, aber da fehlt was. Nachdem ich aber mein erstes Buch in Ich-Perspektive gelesen hatte, ging mir ein Licht auf. Das war es! Mir fehlte die richtige Perspektive. Ich setzte mich hin, noch total geflashed von dem Buch und fing an meine Geschichte aufzuschreiben. Ich fing an mich mit dem „Handwerk“ des Schreibens zu beschäftigen, knüpfte  Kontakte in Internetforen (Da lief mir meine Blogmitstreiterin Danny in die Arme) und stolperte über die ersten Bücherblogs. Seitdem lese ich mehr, blogge und schreibe und bekomme weniger Schlaf als früher, weil ich diesen Hobbys meistens Nachts fröne. Tja und somit tauchte es wieder im Libressio auf:

 

Herrje, Bella und Edward werden mich wohl auf ewig verfolgen. Und welches Buch würdet ihr mir in die Hand drücken, um mein Leben zu verändern?

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Watersong – Sternenlied

Mai 13

Watersong - Sternenlied

Price: EUR 16,99



Autor:
Amanda Hocking

Originaltitel: Watersong 1 – Wake

Übersetzer: Violeta Topalova, Anja Hansen-Schmidt

Erscheinungsdatum: 25. März 2013

ISBN-13: 978-3570161593

Verlag: cbt

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Klappentext:

 

Ich habe hin und her überlegt. Zunächst habe ich Geschichten von Amanda Hocking nur gehört und fand sie bisher nicht herausragend, aber ganz nett neben Hausarbeit und Nähen. Mit „Watersong“ wollte ich Frau Hocking dann endlich mal die lesende Chance geben. Leider konnte sie mich nicht überzeugen.

Gemma ist sechzehn und lebt mit ihrem Vater und der älteren Schwester Harper in Capri, einem Küstenort. Sie ist erfolgreiche Schwimmerin, steuert Olympia an und liebt ihre nächtlichen Schwimmausflüge. Alle in Capri wundern sich über die plötzlich aufgetauchten wunderschönen Mädchen und fürchten sie zugleich. Niemand kann sagen, was so angsteinflößend, aber auch betörend an ihnen ist. Aus ihr unerfindlichen Gründen haben sie ein intensives Interesse an Gemma. Diese meidet die Schönheiten jedoch zunächst. Ihr Freund Alex interessiert Gemma mehr und außerdem muss sie sich gegen ihre zwar liebevolle, aber doch viel zu sorgende Schwester behaupten. Aber an einem Abend geht sie doch mit den Wasserbegeisterten Mädchen mit und findet sich, nachdem sie sich an die Geschehnisse der Nacht nicht erinnern kann, mit einer Schuppe am Rücken wieder.

Erster Satz: Trotz der Nähe des salzig duftenden Meeres roch Thea das Blut, das an ihr klebte.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Die Idee mit den Sirenen finde ich total gut. Das hat mich vor allem an der Geschichte gereizt.

Plot: Wenn ich mir die Abfolge der Ereignisse ganz nüchtern betrachte, denke ich eigentlich, dass Frau Hocking sich einen logisch aufgebauten Plot ausgedacht hat. Aber ich mochte die Umsetzung nicht. Da waren mir zu viele unnötige Passagen. Hätte ich alles markiert, was ich persönlich gestrichen hätte, wäre das Buch ziemlich rot geworden. Außerdem wirkte es mir zu konstruiert und viel zu vorhersehbar. Da werden Details gezeigt in einem sonst eher belanglosen Kontext, bei denen man sofort weiß, dass sie später zum Showdown noch mal auftauchen. Den Konflikt, den Gemma zum Schluss hin hat, ist mir zu einfach. Sicher keine einfache Entscheidung, die sie zu treffen hat, aber eine zu simple Idee. Da hätte ich eine Facette mehr besser gefunden. Positiv fand ich den Mut zu eklig, blutigen Szenen. Das gab es nicht viel, fiel aber im vergleicht zu den anderen Büchern von Frau Hocking auf. Den Showdown mochte ich. Es war so ein Gefühl, dass sich die Autorin endlich eigeschrieben hat und auch Spannung da war.

Man hätte sehr viel mehr aus dem Plot machen können und ich hatte gehofft, das sich Amanda Hocking nach den Reihen von bisher geschrieben Büchern mehr weiterentwickelt hätte.

Schreibstil: Der Stil ist so einfach, dass man das Buch sehr schnell lesen kann. In „Watersong“ wird in der dritten Person im Präteritum erzählt. Was mir eher negativ aufgefallen ist, waren die Dialoge. Teils klangen sie gestelzt, teils gab es Wortwechsel, die man getrost hätte streichen können, weil sie die Dynamik aus der Unterhaltung genommen haben. Was mir allerdings bei Amanda Hocking gefällt, sind so kleine Details des alltäglichen Lebens, die man immer wieder findet. Ebenfalls positiv fand ich, dass sie den Vorteil der dritten Person benutzt hat, zwischen den Figuren und Schauplätzen zu springen. Es hakt zwar an manchen Stellen, aber beim Showdown hat sie es richtig gut hinbekommen.

Charaktere: Die Hauptprotagonistin lebt, wie in den anderen Geschichten auch, wieder in einem zerrütteten Zuhause auf. Die große Schwester Harper hat die Mutterrolle übernommen und ist zu überspitzt und krampfhaft vernünftig. Auch aus Gemma, als Hauptfigur, hätte man mehr rausholen können. Es soll ihre Geschichte sein, aber zeitweise hat man das Gefühl, dass es Harpers Geschichte ist. Alex, der Freund von Gemma wird als Nerd beschrieben, der plötzlich Muskeln bekommen hat, was den Mädchen, die nebenan wohnen, natürlich jetzt erst auffällt. Ihm fehlte ebenso Tiefe. Im Allgemeinen sind mir die Charaktere zu konstruiert und zu steif in ihrem Handeln. Gedankengänge werden in einer Art und Weise wiederholt, die langweilt.

Penn, als Obersirene weist alle Bösewicht–Eigenschaften auf, aber auch hier hätte man mehr herauskitzeln können. Positiv war die eindeutige Unterscheidung von Penn, Thea und Lexi durch ihr individuelles Verhalten.

Es gibt jemanden, der mit gut gefallen hat. Daniel, der Mann, der Harper umgarnt. Er lebt auf einem Boot, wirkt sehr unkonventionell und ich muss gestehen, dass ich seine Tätowierung auf dem Rücken mag. Vermutlich ist sie ein noch zu lüftendes Geheimnis. Zumindest wirkte das so auf mich.

Hintergrund: Es gibt einen Teil im Buch, wo der ganze Hintergrund zu den Sirenen erklärt wird und der zeigt, wie viele Gedanken die Autorin sich gemacht hat. Allgemein finde ich das Setting schön gewählt und die Geschichte der Sirenen gut eingebunden. Man merkt, wie in allen ihren Büchern, dass Amanda Hocking Amerikanerin ist. Das spiegelt sich in den Charakteren sowie dem Setting wieder.

Fazit: Ich habe es versucht. Ich habe nicht abgebrochen, aber das Einzige, was mich neugierig auf Teil zwei macht, ist die Idee der Sirenen und die Neugier wissen zu wollen, ob Daniel noch ein Geheimnis birgt. Es ist so schade, da man so viel aus der Geschichte hätte machen können. Da wäre viel mehr Tiefe drin gewesen. Die Bücher werde ich nicht weiterlesen, dennoch bin ich interessiert, was noch über die nächsten drei Teile passieren soll. Also werden die Fortsetzungen weiter hören.

„Watersong“ wird anspruchsvolle Leser langweilen. Viel erwarten sollte man nicht, das war wohl mein Fehler. Wer jedoch eine leicht plätschernde, schnell zu lesende Unterhaltung wünscht und das Sirenen–Thema mag, könnte an der Geschichte Spaß haben.

 

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Libressio – Mein Buchgeständnis 1

Mai 8

Libressio

 

Die liebe Simone, oder „Lurchi“ von „Leselurchs Bücherhöhle“ hat eine tolle Aktion ins Leben gerufen, an der ich mich beteiligen möchte. Mit „Libressio – Mein Buchgeständnis“ wir monatlich über Bücher und das Lesen geschrieben. Für das erste Libressio hat Simone folgendes Thema gewählt:

Dieses Buch ist Schuld an meiner Lesesucht!

Ich habe zwar eine spontane Antwort, aber bevor ich mich oute, möchte ich doch ein wenig über meinen buchischen Werdegang plaudern.

Die einzige Erinnerung an mein erstes selbst gelesenes Buch ist folgende: Mit meinen Eltern auf der Couch war es ein in Schreibschrift geschriebenes Buch. Es kam eine Kuh darin vor, aber mehr weiß ich darüber nicht mehr. Das Buch habe ich meinen Eltern in einem Zug laut vorgelesen und in meiner Erinnerung habe ich Stunden dafür gebraucht.

Ein paar Jahre später entdeckte ich dann die Bücherei in unserem Pfarrheim. Dort gab es Kassetten und das war für mich super. Denn so konnte ich die Geschichten hören, was ja viel schneller ging, als selber lesen.

1984 kam „Die unendliche Geschichte“ in die Kinos. Ich war sofort in Fuchur verliebt und fasziniert von der damaligen Technik, mit der nicht nur der Drache, sondern auch Morla umgesetzt wurden. Als der Film dann endlich auf Video herauskam, konnte ich ihn auch sehen. Mich hat die Geschichte so in den Bann gezogen, dass ich dann endlich das Buch gelesen habe. Einige Zeit später – mittlerweile arbeitete ich ehrenamtlich in der Bücherei –nahm ich es noch mal mit und las es auf der Fahrt in den Urlaub. Von den ungefähr acht Stunden, die ich mit meinem Vater im roten VW-Bulli unterwegs war, bekam ich nur Atréju, Fuchur, Bastian und die kindliche Kaiserin mit. Es war das erste Buch, was ich zwei Mal gelesen habe.

Ebenfalls durch die Begeisterung des Films las ich dann auch „Momo“. Ebenfalls zwei Mal.

Ich las auch andere Sachen (u. a. Astrid Lindgren, allein wegen ihrem Namen und wegen Pippi) und hörte weiter fleißig Kassetten, denn für so ein Buch hab ich doch recht viel Zeit gebraucht. (Man fuhr ja nicht ständig zum Bodensee). Die Bücherei war ein guter Freund, die Arbeit hat dort Spaß gemacht und ebenso praktisch war der Bücherschrank der Familie meiner besten Freundin, die „Märchenmond“ und „Spiegelzeit“ beherbergten. Von da habe ich auch „Herrn der Ringe“, meine erste Trilogie, für die ich mit Unterbrechungen vier Jahre gebraucht habe. (Ja, ihr lest richtig: vier Jahre!)

Die Volljährigkeit machte mich mobil und Party und Feiern war plötzlich viel interessanter, als diese dicken Wälzer, für die man Äonen brauchte. Mein Mann schleppte jedoch irgendwann dann nach Jahren „Otherland“ an, was ihn damals sehr begeisterte und ich fing auch damit an, weil die Story mich gereizt hat. „Otherland“ ist super, wirklich, und dennoch habe ich für die vier Bücher, mit Unterbrechungen, drei Jahre gebraucht. Aber ihr seht, ich wurde schneller. Danach folgte der „Blumenkrieg“, ebenfalls von Tad Williams, was ich aber auch nicht sehr schnell gelesen habe. Zu dem Zeitpunkt dachte ich: Ne, Astrid, du und Bücher? Das wird keine Liebe mehr.

Es kam die Zeit der Hörbücher und Hörspiele. Ein Meilenstein zu den von mir damals geliebten Kassetten. Wozu also lesen? Ich brauchte ja nur hören. So was von praktisch und vor allem: schnell!

Und jetzt oute ich mich, denn als aufmerksamer Leser des Blogs wirst Du wissen, dass ich doch noch buchverliebt wurde.

Ein Film war schuld, mal wieder, um zu einem Buch zu greifen. Diesen Film habe ich ohne Erwartung gesehen. Ich dachte: nettes Thema, guckst Du mal, ein Mädchending, was sich für einen schönen Kinoabend zu Haus eignet. Ja, ich gebe zu, direkt im Anschluss wollte ich das Buch. Einen Tag später bin ich losgefahren und hab mir die Filmausgabe geholt. (Und jetzt achtet auf den Zeitraum. 😉 ) Drei Tage später bin ich los und hab mir den zweiten Teil geholt. Wieder drei Tage später, den dritten Teil. Mein Mann hat mich überhaupt nicht mehr verstanden, vor allem, weil ich lieber die Nase im Buch hatte, als früh schlafen zu gehen. Wieder drei Tage später bin ich in die Buchhandlung und wollte den vierten Teil als Taschenbuch. Den gab es noch nicht, weil er gerade erst als Hardcover raus war. Ein Weltuntergang, ich wollte weiterlesen, hatte aber nicht unbedingt Lust zu meinen Taschenbuchausgaben ein teures Hardcover zu stellen und ich war knapp bei Kasse. Zum Glück rettet mich die Schwester einer Freundin, die gerade auch im Lesewahn war, und lieh mir ihre Ausgabe. Ich las vier! Bücher in 1,5 Wochen! Und dann stand ich vor dem nächsten Problem: Was les ich jetzt? Ich will mehr von so was. Jetzt war ich offiziell büchersüchtig. Na, könnt ihr euch schon denken, welches Buch Schuld an allem ist?

Twilight

Seitdem lese ich recht schnell (für mach andere immer noch langsam) und hab meist ein Buch dabei.

Welches Buch war bei euch schuld?

 

 

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Maddie – Der Wiederstand geht weiter

Mai 3



Autor:
Katie Kacvinsky

Originaltitel:
Middle Ground

Übersetzer:
Ulrike Nolte

Erscheinungsdatum:
15. Februar 2013

ISBN-13:
978-3414823380

Verlag:
Bastei Lübbe (Boje)

Gebundene Ausgabe:
384 Seiten

Klappentext:

 

Ich mochte den ersten Teil der Trilogie rund um Maddie und Justin schon sehr. Außerdem hat es mir der männliche Hauptprotagonist angetan. Neben dem guten Thema um die Zukunft und ihre Online–Welt waren das genug Gründe, um die Fortsetzung zu lesen.

Offiziell steckt Maddie nach den Geschehnissen im ersten Teil in einem Umerziehungscenter, aber ihr einflussreicher Vater hat seine Beziehungen spielen lassen, sodass Maddie bei ihrem Bruder wohnt, um den Abschluss in der Digital School zu beenden.  Sie hat lange nichts von Justin gehört und trifft ihn ausgerechnet in einem Club wieder. Dort hat Maddie das System lahmgelegt, den in dem Club treffen sich die Leute, um letztendlich online zu tanzen, anstatt auf einer echten Tanzfläche. Zusammen mit Justin türmt sie und auf der Flucht retten sie noch einen Anhalter, einen Jugendlichen, der dem System entfliehen will.  Maddie gerät jedoch in die Fänge von Damon, der sie ohne Zögern in ein Umerziehungscenter steckt. Jetzt kann nicht mal mehr ihr Vater Maddie helfen. In dem Center muss sie einen klaren Kopf bewahren. Gar nicht so einfach, wenn man unter Drogen steht und jede Nacht Alpträume hat.

Erster Satz: Ich habe über hundert Online–Profile.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Ich musste zwar direkt an „Clockwork Orange“ denken, als ich das Buch gelesen habe, aber dennoch finde ich die kritische Sicht auf soziale Netzwerke und die Kraft der digitalen Welt wichtig. Maddie in diesem Teil leiden zu lassen ist hart, aber eine gute Idee.

Plot: Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, was ich sehr gut und passend finde, da es eine Zeit vor und nach dem Center gibt. Nahezu nahtlos an Band eins steigt man in die Geschichte ein und ich musste erst och mal kurz überlegen, wer denn die ganzen Personen sind, die da wieder auftauchen. Das ging aber nach ein paar Seiten. Zunähst erlebt man Maddie in der normalen digitalen Welt. Aufgeweckt, frech und so gar nicht abweichend von ihren Prinzipien. Dann kommt allerdings der interessante und wichtige Mittelteil des Buches. Obwohl es der beste Teil inhaltlich ist, muss ich meckern. Ich versuche so wenig wie nötig zu spoilern.

 

Achtung:Spoiler Aufklappen

Mir war das Center zu ungesichert. Die Lösungen alle zu einfach. Auch wenn die Autorin Erklärungen liefert, finde ich diese zu sehr ausgedacht und es passt nicht zu der Härte, die das Center ansonsten aufweist. 

Allerdings regt dieser Teil viel zum Nachdenken an, was dem Lesefluss wieder zugutekommt. Allgemein betrachtet ist der Plot schlüssig und für den Fortgang der Geschichte gut gewählt und aufeinander gebaut.

Schreibstil: Wieder Ich-Perspektive im Präteritum. Bekanntermaßen meine Lieblingsperspektive. Wieder ist die Geschichte gespickt mit Tagebucheinträgen, was eine schöne Abwechslung ist. Sehr gut gefallen haben mir Maddies Gedankengänge. Sicher gab es auch Wiederholungen, aber ich konnte alles nachvollziehen und das sich Gedanken wiederholen, ist völlig normal. Katie Kacvinsky hat keinen besonderen Stil, der sie einzigartig machen würde, aber man kann den Text gut lesen. Wieder konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Das liegt sicher auch an der Handlung, aber der einfache Stil begünstigt natürlich ein schnelles Lesetempo.

Charaktere: Maddie ist man in diesem Teil besonders nah gekommen. Sie ist forsch, mutig, liebevoll, gerissen, aber auch verletzlich und zerrissen. Sie hat mir sehr gut gefallen. Justin ist … hach. Einer dieser männlichen Protagonisten, die ich total liebe. Ich mag zwar seine Basecap nicht, aber das ist ja Geschmackssache. Was ihn eigentlich ausmacht, ist sein Witz, seine Unnahbarkeit, aber auch gleichzeitig seine gefühlvolle Seite. Es wird aufgeklärt, warum er sich so um Maddie sorgt. Meiner Meinung wäre das nicht nötig gewesen und ich finde es ein bisschen zu amerikanisch/Hollywood, aber dennoch mag ich seinen ruhelosen Charakter. Beide in Kombination ist wunderbar in den guten, aber auch den schlechten Zeiten.

Erwähnen muss ich einen neuen Charakter: Gabe. Erst dachte ich, jetzt gibt es ein Love-Triangle, aber dem ist nicht so. Ich bin gespannt, ob Gabe im dritten Teil noch mal aufgenommen wird, denn er birgt großes Potenzial und hat schon in diesem Teil eine wichtige Rolle.

Hintergrund: Ich habe ja schon angemerkt, dass ich nicht so ganz von dem Umerziehungscenter überzeugt war. Meiner Meinung hätte man da an der Logik mehr arbeiten müssen. Was ich jedoch richtig gut finde, ist die Beschreibung  der digitalen Welt. Die ganzen Wandschirme, die digitale Disco und das ganze Oberflächliche, was das mit sich bringt. Allerdings glaube ich, dass wir der Welt in der Maddie-Trilogie viel näher sind und diesen Zustand noch lange vor 2060 erreichen.

Ich unterstelle der vielgereisten Autorin mal, dass sie einige alternativ lebende Leute auf ihren Reisen getroffen hat. Denn die Beschreibungen von Eden passte total. Ich habe mich dort so wohl gefühlt, dass ich am liebsten wirklich dort gewesen wäre.

Fazit: Ich mag diese Trilogie. Einfach schon vom Thema her. Man denkt kritisch über Facebook und Co nach. Dabei ist mir aufgefallen wie viel Zeit ich selbst im Internet verbringe und sogar bei jedem Urlaub überlege, ob ich da Netzanbindung habe. Auch wenn der Stil nicht besonders hervorsticht und ich ein paar Kritikpunkte habe, finde ich es dennoch absolut empfehlenswert. Dafür behandelt und beleuchtet Katie Kacvinsky das Thema zu brisant. Die Reihe ist keine typische Dystopie. Sie geht wirklich tief, wenn man sich Maddies Gedanken bewusst macht und Parallelen zu unserer Welt zieht. Trotz Kritik ein berührendes Buch, denn dafür geht der Mittelteil einfach zu sehr unter die Haut.

 

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Monatsrückblick April

Mai 2

Die Zeit vergeht mir im Moment eindeutig zu schnell. Schon wieder ein Monatsrückblick fällig. Aber es war ein toller Monat!







Gelesen habe ich „Glits“ , auf das ich gespannt war, mich aber nicht ganz überzeugen konnte. Das Cover ist zumindest ein Eyecatcher und mach das Buch unübersehbar mit dem schrillen Orange.

„Artikel 5“ hat mich total überrascht und meine sehr positive Meinung zu ivi, dem Imprint vom Piper–Verlag, bestätigt. Unbedingt lesen, auch wenn man Dystopien leid ist.

„Aufbruch: Partials 1“ ist so ein Buch, was ich während des Lesens an die Wand schmeißen konnte. Unglaublich, dass es mich auf den letzten 70 Seiten noch so gepackt hat.

Seit langer Zeit habe ich mich bei Blogg dein Buch mal wieder beworben und gehörte zu den 107 Glücklichen, die „Auracle“ bekommen haben. Nach einigen negativen Meinungen hat es mich jedoch sehr gut unterhalten.

Für „Maddie–Die Rebellion geht weiter“ muss ich die Rezension noch beenden. So viel kann ich sagen: Ich freue mich auf Band 3. Obwohl Band 2 Schwächen hat, regt es sehr zum Nachdenken an und weist interessante Gedanken auf. Ich mag diese Trilogie bisher sehr.

Danny hat „Göttlich verliebt“ rezensiert, was ihr sehr gefallen hat. Ich selbst muss es noch hören.




Gehört
habe ich endlich auch den dritten Teil von Shades of Grey und kenne somit das Ende. Meiner  Meinung hätte man sich diesen Teil sparen können.

Mit „Reckless“ hat Frau Funke eine wirklich tolle Geschichte geschaffen. Nicht nur die Figuren überzeugen, auch die Welt, die so viele Details aus dem früheren Europa übernimmt, ist klasse.


Geschrieben habe ich einiges neu im Manuskript, dafür sind auch ein paar Seiten rausgeflogen. Ich freu mich wieder regelmäßiger zu schreiben und ich merke, wie glücklich mich das macht.

Klasse fand ich die Aktion zum Welttag des Buches: Blogger schenken Lesefreude. Die Aufrufezahlen haben einen neuen Rekord und ich möchte auch hiermit alle neuen Leser des Blogs „Willkommen“ heißen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, obwohl es keine Bedingung für das Gewinnspiel war. In den nächsten Tagen werde ich Bücherpost auf Reisen schicken und die Gewinner damit überraschen.

In den letzten Tagen habe ich schon einige Verlagsvorschauen gesehen und mir eine Liste gemacht, was mich interessiert. Ehrlich gesagt bin ich enttäuscht. Bei den letzten Vorschauen musste ich wirklich hart entscheiden (schließlich kann man nicht alles lesen), dieses Mal suche ich eher. Der Trend scheint wirklich in Richtung realistischer Geschichten zu gehen. Für mich persönlich schade. Nicht, dass die Themen schlecht wären, aber ich bevorzuge es, wenn es in fantastisch-mythischem oder dystopischem Gewand daher kommt. Meine Liste ist zwar gut gefüllt, aber erst wenn alle Vorschauen, der für mich relevanten Verlage draußen sind, entscheide ich mich und plane ein neues Lesehalbjahr. Vielleicht kommen aber die für mich nicht so berauschenden Vorschauen meiner Wunschliste zugute und ich widme mich den Titeln, die mich schon immer interessiert haben.

Was mir fehlt, ist Zeit. Zwischendurch habe ich so viele Ideen für den Blog. Themen, zu denen ich gerne einen Artikel schreiben würde, aber einfach nicht dazu komme. Ich merke wieder: Man muss Prioritäten setzten. Neben dem Blog ist das eindeutig das Schreiben. Dafür habe ich mich entschieden und kurzerhand bei Facebook eine Gruppe gegründet, weil viele Blogger das Hobby teilen. Wer Lust hat, kann gerne bei  „Schreibende Blogger“ vorbei schauen und sich überlegen, mitzumachen.

Im Mai wird endlich „Enders“ erscheinen, auf das ich mich schon so lange freue. Ich bin froh, dass für mich jetzt nicht so viele relevante Neuerscheinungen im Mai dabei sind, so kann ich meinen Stapel abbauen. Euch allen wünsche ich einen guten Start in den „Wonnemonat“. Mir steht noch Urlaub auf der Insel bevor. Endlich wieder Meer!

 

 

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