Autor:
Sylvia Day

Originaltitel:Reflected in You

Übersetzer: Jens Plassmann, Marie Rahn

Erscheinungsdatum: 11. März 2013

ISBN-13: 978-3453545595

Verlag: Heyne

Taschenbuch: 416 Seiten

Rezension ab 18!

Klappentext:

 

Ich war vom Auftakt der Trilogie begeistert und so musste natürlich auch Band 2 der Crossfire – Trilogie her. Leider war die Geschichte etwas enttäuschend, aber ich bleibe neugierig.

Eva und Gideon lieben sich, vertrauen sich jedoch nicht. Wärend er immer mehr Kontrolle möche und seine Augen überall zu sein scheinen, möche Eva ihre Freiheit wahren und auch ein „normales“ Leben führen. Er verschließt sich vor ihr, was Eva als grauenvoll empfindet. Wenn sie doch die Richtige ist, warum spricht er nicht mit ihr? Sie versucht alles, fährt die Waffen einer Frau zur Genüge aus und dennoch macht Gideon Dinge, die an seiner Liebe zweifeln lassen. Bändelt er wirklich wieder mit seiner Ex an? Und warum schleicht er sich nachts in Evas Bett und raubt ihr den Schlaf, wenn sie  sichern ist, dass Gideon Eva nicht mehr begehrt?

Erster Satz: Ich liebte New York mit einer verrückten Leidenschaft, die ich sonst nur für eine einzige Sache in meinem Leben empfand.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 3.4/6 (1 vote cast)

Idee: Irgendwie ist es ja nicht neu. Ich mag ja solche Geschichten, wo der superreiche Typ mit dem jungen hübschen Mädchen anbändelt, aber wieder dieser Konflikt mit der ach so bitteren Vergangenheit? Nicht sehr originell.

Plot: Dieses Buch hat etwas, was nach meiner Meinung viele zweite Teile haben. Es wirkt ein wenig wie ein Lückenfüller. Die Autorin reizt das ständige Hin und Her der Beziehung, des Vertrauens und Nichtvertrauens zu sehr aus. Es gibt immer wieder Ups und Downs, die meist nicht wirklich gelöst  und in Sex ertränkt werden. Für meinen Geschmack hätten zwei bis drei liebevollere Erotikszenen dabei sein können. Um der Handlung Würze zu geben, hat Frau Day einen Verflossenen aus Evas Vergangenheit dazu genommen. Das wirkt etwas unbeholfen, zumal ich diese Vergangenheit irgendwie nicht wirklich zu Eva passend fand. Das Ende finde ich moralisch fragwürdig. Ich mochte es nicht und kann trotz aller Widrigkeiten nicht nachvollziehen, wieso es so extrem sein musste.

Schreibstil: Einfach zu lesen, wie auch schon beim Auftaktband. Locker leicht und für dieses Genre gut. Wieder wird in der Ich-Perspektive erzählt, was ich gerne mag. Gut gefallen haben mir  die erotischen Szenen, die direkt sind, aber nicht billig.

Charaktere: Definitiv ist der Nebencharakter Cary meine Lieblingsfigur. Leider haben mich Eva und Gideon etwas genervt.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Anstatt miteinander klar zu reden, hängt Eva ihren Gedanken nach und ist sauer, schläft aber trotzdem mit Gideon. Der schweigt auf Teufel komm raus, um ihr dann doch seine Vergangenheit zu erzählen.

Gideon ist zu blass und zu schweigsam in diesem Teil. Er besticht durch seine erotischen Fähigkeiten. Es gibt Momente, bei denen er ganz „normal“ ist, aber insgesamt hätte ich mir mehr von ihm erwünscht. Sein Handeln am Schluss konnte ich zwar verstehen, aber moralisch nicht nachvollziehen. Ich finde diese Haltung nicht gut und sehe sie in einem solchen Roman kritisch. Ebenso Evas Reaktion darauf.

Eva hat für meine Begriffe einen Rückschritt gemacht. Sie gibt viel zu schnell nach und lässt sich durch Gideons erotische Ausstrahlung zu sehr von der Realität wegziehen und ihre Ziele vergessen. Ich hatte erwartet, dass sie hartnäckiger ist.

Sicher erwarte ich solch überspitzte Figuren, aber in Anbetracht des Hintergrundes der Charaktere, wage ich an der Authentizität ihres Handelns zu zweifeln. Das passt nicht ganz zusammen und wirkt für mich wie ein absolut gestelltes Drama.

Ich hoffe, dass diese Rückschritte der Charaktere eher ein Hinweis auf ein tolles Finale der Trilogie sind, indem sie sich nach vorne entwickeln und den Ansätzen von Teil eins gerecht werden.

Hintergrund: Wie schon im ersten Teil finde ich den Hintergrund fragwürdig. Die erotischen Leistungen, zu denen die Beiden Fähig sind, stelle ich hier doch ein wenig infrage. Aber ich mag die Kulisse New York und finde sie gut in Szene gesetzt.

Fazit: Schwächer als Teil eins und dennoch möchte ich wissen, wie es weitergeht, wie die Charaktere sich entwickeln und mit Gideons Geständnis am Schluss des zweiten Teils umgehen. Ich hoffe einfach, dass es mit dem zweiten Band dieser Trilogie so wie mit vielen anderen ist: Ein Füller, der nicht an den ersten Band heranreicht, aber eine nötige Brücke zum hoffentlich tollen Finale schlägt.

 

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Crossfire – Offenbahrung (Crossfire 2), 3.0 out of 6 based on 1 rating Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail