Aisling Breith lesen, schreiben, hören

So nah und doch so fern

Juni 30

Autor: Ann Brashares

Originaltitel: My Name is Memory

Übersetzer:  Sylvia Spatz

Erscheinungsdatum: 10. Juni 2013

ISBN-13: 978-3570585177

Verlag: carl’s books

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten

 

Klappentext:

 

Das Buch war mal nicht einer meiner typischen Coverkäufer, sondern gefallen mir einfach Geschichten total, in denen es um die Philosophie der Seelen geht und das gepaart mit einer Liebesgeschichte über mehrere Jahrhunderte hat einfach mein Interesse geweckt.

Daniel kann sich an alle Leben erinnern die er je gelebt hat und wird immer wiedergeboren.

Früh verliebt er sich in „Sophia“ zumindest hieß sie damals so, doch immer wieder steht ihnen etwas anderes im Weg, so dass sie niemals wirklich zusammen waren.

Jetzt heißt sie Lucy und Daniel erkennt ihre Seele sofort und möchte in diesem Leben endlich alles richtig machen.

Erster Satz: Ich lebe seit mehr als tausend Jahren.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Die Idee, dass manche Menschen sich an die früheren Leben erinnern ist bestimmt nicht neu, allerdings mochte ich die Beschreibungen was die Seele nach dem Tod macht und wie entschieden wird wo man als nächstes auf die Welt kommt.

Zwei Menschen, die sich immer wieder begegnet und nie richtig zusammen sein kann, erinnerte mich ein wenig an „Engelsnacht“ und auch da hat es mir schon gefallen, mitfiebern zu können ob es diesmal klappen wird.

Plot: Die Abfolge der Ereignisse war logisch konstruiert und eigentlich gut durchdacht. Ein wenig gestört hat mich, dass man sich gefühlt viel mehr in der Vergangenheit bewegt hat als die in den kurzen Szenen in der Gegenwart obwohl es ja eigentlich darum gehen sollte.

In der Gegenwart gab es teilweise Zeitsprünge von 2 Jahren, bei denen ich dann überhaupt nicht mitkam, was alles in Lucys Leben in der Zeit geschehen ist und alles ganz anders war.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt meinerseits war, dass wirkliche Spannung erst auf den letzten 60 Seiten entstand und der Rest mehr oder weniger vor sich hin plätscherte und nett zu lesen war.

Schreibstil: Mit dem Schreibstil von Ann Brashares habe ich mich Stellenweise wirklich schwer getan beim Lesen. In den Kapiteln, in denen Daniel über die alten Leben erzählt, war alles wunderschön beschrieben und detailreich geschmückt. Allerdings wenn die Geschichte wieder in die heutige Zeit springt wurde alles ein wenig einfacher und trister und lud nicht mehr ganz so zum Lesen ein.

Alles in allem war der Schreibstil von Ann Brashares aber wirklich angenehm zu lesen und zu verfolgen.

Die Geschichte wird in der dritten Person geschrieben und wechselt zwischen Lucy die ihr Leben weiterlebt und Daniel der meist über die vergangenen Zeiten philosophiert.

Charaktere: Lucy lebt in einer Familie, die nicht mehr ganz so heil ist, seitdem ihre Schwester Dana rebelliert hat und letztendlich gestorben ist.

In den meisten Situationen handelt sich für mich ganz verständlich aber manchmal habe ich echt gedacht, dass sie viel zu leichtgläubig ist und ich mich nicht so schnell von den Dingen überzeugen lassen würde ohne wirklich Fragen zu stellen.

Alles in allem ist sie glaube ich ein typischer Teenager aus der man aber noch ein bisschen mehr Persönlichkeit hätte rausholen können.

Daniel ist in diesem Leben von einer Mutter die Drogenabhängig war, geboren worden und lebte dann in einer Pflegefamilie.

Er lebt eigentlich mehr in der Vergangenheit als in der Gegenwart, was man auch daran merkt, dass er Lucy mit „Sophia“ anspricht anstatt mit ihrem richtigen Namen. Diese Eigenschaft kann ihm wirklich zum Verhängnis werden, aber ich kann schon verstehen, dass er so handelt und bin mir nicht sicher ob ich mich nicht genauso verhalten würde.

Ihm habe ich auf jeden Fall gegönnt und für ihn gehofft, dass nach so vielen Leben es endlich ein Happy End für die beiden geben wird.

Hintergrund: In den Kapiteln in denen Daniel von der Vergangenheit erzählt, hat man wirklich das Gefühl die Autorin hat wirklich gut recherchiert und weiß wovon sie schreibt. Sie erzählt von vielen Ländern die sich mit der Zeit stark verändert haben und auch das Verhalten passte zu den einzelnen Epochen. Einzig die Sprache war mir zu ähnlich an der heutigen, aber das lässt sich erklären, indem er ja aus seinen Gedanken raus erzählt und das für uns verständlich erzählt.

Fazit: Für mich hat die Autorin eine tolle Geschichte erschaffen in der es um zwei Seelen geht die nach vielen Jahrhunderten endlich ein gemeinsames Leben finden sollen. Ich denke alle, die damit leben können viele Hintergrundinformationen zu bekommen und dafür ein wenig auf Spannung verzichten können, werden auf jeden Fall spaß an der Geschichte haben. Anfangs hatte ich wirklich meine Schwierigkeiten aber mit der Zeit findet man wirklich gut in die Story rein und möchte alles wissen, was einmal passiert ist.

 

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Interview mit Josephine Angelini

Juni 24

Während der Buchmesse in Leipzig 2013 hatten wir die Möglichkeit, ein spontanes Interview mit Bestseller Autorin Josephine Angelini führen zu dürfen. Sie hat Anfang März den dritten (und letzten Teil) der „Göttlich“-Saga bei uns in Deutschland veröffentlicht. ACHTUNG! Wir haben auch auch über den dritten Teil, „Göttlich verliebt“ gesprochen. Es könnten evtl. Spoiler enthalten sein.

Das Interview haben wir auf Englisch geführt. Hier die deutsche Übersetzung. Wenn ihr gerne auch das Englische lesen wollt, bitte hier klicken:  Orginal Interview

 

JosieVielen Dank für das spontane Interview.

Sehr gerne. Ich bin schon sehr gespannt.

 

Wann hast du beschlossen ein Vollzeit-Autor zu werden?

Ich habe Theater an der NYU (New York University) studiert. Da kam ich mit einer ganzen Menge Text, vor allem von Shakespeare, in Berührung. Damals wusste ich nicht, ob ich eine Schriftstellerin sein könnte. Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis ich das herausgefunden habe. Ungefähr vor zehn Jahren zog ich nach Los Angeles und ich dachte: „Vielleicht bin ich ein Drehbuchautor?“ Ich wusste nicht genau, wo ich wirklich hingehörte, bis ich „Göttlich: Verdammt“ schrieb. Ich wusste nicht, ob ich es tun könnte, bis ich es wirklich tat. Und dann dachte ich: „Mhm, vielleicht bin ich eine Schriftstellerin?“ Als ich das Buch dann beendet hatte, dachte ich: „Ich bin eine Schriftstellerin! Ich hab es geschafft ein ganzes Buch zu schreiben!“ *lacht* Ich war sehr schüchtern und es war ein sehr langsamer Prozess.

 

Ich denke jeder ist sehr schüchtern über seine eigene Schreibe, weil man nicht weiß, ob es gut oder schlecht ist, oder ob andere Leute es mögen.

Oder ob du etwas zu sagen hast. Es ist nicht nur ob du ein guter oder ein schlechter Autor bist, sondern ob das, was du schreibst, einen Wert hat. Viele Schreiben, ohne andere Menschen zu fragen wie sie den Text finden. Für mich war es andersherum. Ich dachte, ich hätte niemanden den ich fragen könnte. Dann schrieb ich das Buch und fand Jemanden.

 

Unterstützt dich deine Familie?

Ja, auf jeden Fall.

 

Wenn du deine Bücher beendest, erstellst du dann eine Art Exposé?

Ich schiebe das solange vor mir her, bis mein Herausgeber sagt: „Gib uns ein Exposé.“ Denn ich bin wirklich schlecht darin. Wenn du ein ganzes Buch schreibst und du musst das anschließend in ein paar wenige Seiten zusammenpressen – das ist unmöglich.

 

Wie viele Seiten haben deine Bücher? Hast du einen Wordcount?

Das erste Buch hat 120.000 Wörter. Das Zweite hat sogar mehr, rund 130.000. Und das letzte Buch hat ungefähr 180.000. Es ist also ein sehr langes Buch. Meine Bücher sind ungefähr 45.000 Wörter länger als der Durchschnitt in meinem Genre. Ich weiß, dass Deutschland eine Menge Giganten dieser Länge hat. Und ich hörte, dass die deutsche Übersetzung wundervoll sein soll.

So, ja, meine Bücher sind sehr lang.

 

Waren deine Bücher von Anfang an, als Trilogie geplant?

Ich habe es mit drei Büchern geplant. Ich bin mit Star Wars aufgewachsen. Als ich die Filme als Kind das erste Mal sah, war ich überwältigt. Ich denke, dass dies einen großen Einfluss auf mein Schreiben hat. Ich plane meine Bücher nach dem Drei-Phasen-Modell. Das erste Buch ist der Anfang, dann eine dunkle Mitte und ein triumphales Ende.

Als ich damals die Outlines für „Göttlich: verdammt“ erstellte, waren die sehr detailliert. Von Teil zwei und drei gab es lediglich die Ideen. Aber ich wusste vom ersten Moment, dass es ein Dreiteiler wird.

 

Hast du eine Lieblingsszene in deinen Büchern?

Im ersten Buch war es definitiv die Szene in der Lucas und Helen vom Himmel fallen. Ich hatte diese Szene von Anfang an in meinem Kopf. Ich habe darauf gewartet, sie schreiben zu können. Und ich würde mich sehr freuen, diese Szene in dem Film zu sehen. *lacht*

Im zweiten Buch war es die Szene von dem finalen Kampf. Dort wo Helen verletzt wird und Zack derjenige ist, der ihr erzählt, wie sie alle retten kann. Auch diese Szene hatte ich von Anfang an in meinem Kopf. Und ich war ein wenig besorgt. Besonders weil Zack einer dieser Charaktere ist, die du nicht magst, und am Ende wird er zum Held. Mein Verleger sagte immer wieder: „Wir mögen Zack nicht.“ Weil ich wusste, wie das zweite Buch enden sollte, habe ich ihnen immer wieder gesagt: „Ihr müsst warten. Wenn ihr das Ende gelesen habt, werdet ihr Zack mögen.“

 

Du hast also für ihn gekämpft?

Ja, weil ich eben diese Szene im Kopf hatte.

 

Wenn du ein neues Buch beginnst – arbeitest du die Charaktere aus, oder hast du alles in deinem Kopf?

Ich schreibe alles auf. Ich mache eine ganze Menge Vorarbeit. Eine ganze Menge des Buches ist geschrieben, bevor ich überhaupt ein Wort aufschreibe. Ich erstelle sehr detaillierte Outlines und schreibe meine Charaktere gemeinsam mit meiner Storyline. Ich schreibe sie ’side-by-side‘, weil ich denke Charakter formt den Plot und der Plot formt den Charakter. Ich muss entscheiden ob der Charakter, der etwas Bestimmtes tut, auch derjenige ist, der diese Entscheidung treffen kann. Wenn er es nicht ist, muss ich meinen Charakter ändern. Sie sind miteinander verknüpft.

Bevor ich also überhaupt anfange zu schreiben, stelle ich sicher, dass Plot und Charaktere sehr gut ausgearbeitet sind. Ich denke du bleibst in deiner Geschichte schnell auf der Strecke, wenn du nicht vorher alles genau planst. Vor allem, wenn du vorhast, mehr als ein Buch zu schreiben.

 

Schreibst du durcheinander? Wechselst du zum Beispiel zu einer anderen Szene, wenn du in der anderen nicht mehr weiter kommst?

Nein. Ich schreibe nacheinander. Wenn ich eine Szene schreibe und merke, dass die so nicht funktioniert, gehe ich zurück und prüfe meine Notizen. Dann ändere ich ein paar Dinge, vor allem wenn ich mitten im Schreiben bin und vorher dachte es macht Sinn aber dann feststelle es funktioniert so nicht. Dennoch schreibe ich nacheinander. Ich mag das Gefühl was ich habe, wenn meine Charaktere wachsen und sich die Geschichte zu entwicklen beginnt.

 

Wie viele Manuskripte befinden sich in deinem Schreibtisch?

Vier. Drei der Göttlich-Trilogie und das erste Buch einer neuen Trilogie. Und ich habe die Outlines für ein Unbeendetes. Da es sehr kompliziert ist, habe ich bis jetzt nur eine wage Idee aber nichts Konkretes. Und da sind noch einige Drehbücher, die ich nie verkauft habe.

 

Kann man die denn nicht in Buchmanuskripte umwandeln?

Ich habe schon mal darüber nachgedacht. Vielleicht hätte ich ein oder zwei die es wert wären, aber das eine ist für sehr junge Leser (10 – 12 Jährige) – und das andere ist keine Fantasy. Und ich weiß nicht, ob ich daran zurzeit Interesse habe. Ich genieße es, Fantasy zu schreiben. Ich denke, das ist auch der Grund, warum ich nie Drehbücher verkauft habe. Denn ich habe nie das geschrieben, was ich wirklich schreiben wollte – bis ich mit ‚Göttlich: verdammt‘ begonnen habe.

 

Dein neues Projekt wird also auch Fantasy sein?

*breites Grinsen* oh ja.

 

Mit einer Liebesgeschichte?

*noch breiteres Lächeln* Ja. Es wird eine Liebesgeschichte geben. Aber nicht so romantisch wie in ‚Göttlich‘. Es wird etwas komplizierter als ‚Ich liebe dich für immer‘-Liebe. Aber es wird definitiv eine Liebesgeschichte geben.

 

Orion, Lucas und Helen sind ein typische Dreiecksbeziehung. Hast du sie geschrieben, weil du es magst, oder weil fast jedes Buch in diesem Genre eine Dreiecksbeziehung benutzt?

Ich denke man schreibt, was man mag, und ich mag es. Natürlich habe ich es auch in anderen Büchern gelesen. Aber es ist jetzt nicht eins dieser Dinge, die du tust, weil es andere auch tun. Ich mag Dreiecksbeziehung. Sie sind eine Menge Spaß. Nicht Teil von einer zu sein, aber davon zu lesen.

 

Ich mag Orion und ich mag Lucas, aber für mich war es immer Lucas. Für mich war Orion immer nur der beste Freund, nie der feste Freund.

Ich denke eine Menge Leute haben einen Freund/Kumpel und denken: „Ich bekomme das hin.“ Da gibt es diesen tollen Freund/Kumpel und ihr habt viel gemeinsam, versteht euch gut und du denkst zu dir selbst: „Er ist gut für mich. Ich möchte ein Date mit ihm haben.“ So sollte es sein, aber dann merkst du, dass es nicht das Richtige ist. Ich denke eine Menge Mädchen fühlen so.

 

Für mich war es nie eine Dreiecksbeziehung, obwohl ich wusste, es war eine. Orion war für mich immer nur der beste Freund. Er hatte nie eine wirkliche Chance.

Jeder denkt anders darüber und das macht es so spannend. Mein Manager sagte: „Ich möchte, dass sie mit Orion zusammenkommt. Er ist besser für sie.“ Jeder hat einen anderen Geschmack. Ich mag das.

 

Wie beliebt ist Fantasy in den USA?

Es ist sehr beliebt. Vor allem wenn ein Film daraus gemacht wird. Fantasy-Filme sind so gut geworden. Mittlerweile sind Dinge möglich, die vor zwanzig oder dreißig Jahren undenkbar waren.

Ich denke, dass die Leute viel offener gegenüber Fantasy geworden sind, weil es mehr Mainstream geworden ist. Aber ich denke, dass alles kommt und geht. Fantasy wird ein paar Jahre In sein und dann auslaufen. Dann schreibe ich Bücher, die keiner mehr lesen wird, aber ich werde noch immer Bücher schreiben. *lacht*.

 

Im Moment sieht es danach aus, als ob Hollywood aus jedem Besteller einen Film macht. Wie denkst du darüber?

Genauso ist es aber. Der Grund: Gutes Marketing, denn Filme sind sehr teuer geworden. Wenn ein Buch also eine Menge Leser hat, wird oft ein Film daraus, denn es ist ’sicher‘ für die Studios. Wenn man Millionen von Dollars in die Produktion steckt, solltest du sichergehen, dass jemand den Film auch sehen will.

 

Während deiner Lesung aus ‚Göttlich: verliebt‘ hast du verraten, dass ‚Göttlich: verdammt‘ verfilmt werden wird.

*lächelt*. Ja, aber bis jetzt ist noch nichts konkret. Wir sind noch immer in der Findungsphase.

 

Würdest du gerne eine kleine Rolle in dem Film bekommen? So wie Stephenie Meyer sie hatte?

Keine Ahnung. Ich könnte eine Kellnerin sein oder so etwas in der Richtung. Alles, bei dem kein Text dabei ist. *lacht.*

 

Wirst du das Drehbuch schreiben?

Wir haben das noch nicht besprochen. Ich würde mich darüber freuen, aber ich bin nicht so jemand der sagt: „Wenn ich nicht das Drehbuch schreibe – wird dieser Film nicht gemacht!“ Das ist nicht meine Art. Aber ich würde mich freuen, ein Teil davon zu werden.

 

Magst du die deutschen Buchcover?

Sie sind wunderschön. Sie gehören zu meinen Favoriten, aber ich könnte nicht sagen welches mein Lieblingscover ist, weil sie alle so großartig sind.

 

In wie viele Sprachen wurde dein Buch übersetzt?

Sprachen ist ein bisschen tricky. Aber es wurde in 25 verschiedene Länder verkauft. Ich bekomme zu jeder Übersetzung einige Exemplare zugeschickt.

 

Hast du so eine Art Schrank, in den du die Bücher stellst?

Ja. Mein ‚Vanity Shelf‘. Dort steht das erste Buch in allen Sprachen, in das es übersetzt wurde. Ich habe es, weil ich das Glück hatte, verlegt worden zu sein. Darüber bin ich sehr glücklich und es ist etwas, woran ich mich immerzu erinnern möchte.

 

 

Wir unterhielten uns fast eine halbe Stunde mit Josie und wir möchten an dieser Stelle dem Oetinger Verlag und der Autorin für ihre Zeit danken.

Vielleicht bietet sich irgendwann nochmal die Gelegenheit mit ihr zu reden – dann natürlich über ihr neues Fantasy-Projekt, auf das wir jetzt schon sehr gespannt sind.

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Interview with Josephine Angelini

Juni 24

During the 2013 bookfair in Leipzig we had the pleasure to do a spontaneous interview with bestseller author Josephine Angelini. At the beginning of March her third book „Goddess“ in the „Starcross“-Trilogy got released in Germany. Attention! It contains some little spoilers.

 Josie

Thank you for this spontaneous interview! 

You’re welcome. It’s a pleasure.

 

When did you decide to be a full-time-writer?

I was a classical Theatre Major at NYU, so it was a lot of text there and a lot of writing about Shakespeare, either in text or performing. I did both. But I didn’t know I could be a writer. It took me a really long time to figure it out. I moved to Los Angeles about ten years ago and I thought: „Maybe I wanna be a screenwriter?“ I didn’t know where I really fit and I did not really commit to writing until ‚Starcross‘. I didn’t knew, that I’d actually do it until I did it. And then I was like: „Oh, maybe I’m a writer“ and I finished the book. And than, I was sort of: „I am a writer! I actually made it through a whole book!“ *laughing* I was shy about it and I took it very slowly.

 

I think everybody is very shy about their own writing, because you do not really know if it’s good or bad, or how other people like it.

Or if you have something to say. Not even if you are a good or a bad writer, but if you write with any value. Everybody wants to write something and not to ask other people why, no matter how it is. For me it was like I thought I hadn’t anybody to ask. Than I wrote the book and I did it.

 

Your family supports you?

Yes, they are very supportive.

 

When you finish your books, are you doing some kind of summary?

I put that off, as long as I can, until my publisher says: „Give us a summary“, because I’m terrible at it. When you write a whole book and somebody asks you to take all that and put it into some kind of paragraph, that’s impossible.

 

How many pages do your books have? Do you have a word count?

The first book has 120.000 Words. The second book has even more, about 130.000. And the final book has about 180.000. So it’s a long book. My books are about 45.000 words longer than the average in my genre. And I know that they have a lot ‚giants‘ in Germany. And I heard that the german translation is wonderful by the way. So yes, my books are very long for my genre.

 

Did you plan your story from the beginning as a Trilogy?

I planned it as three books from the beginning. I grow up with Star Wars. As I was a little kid and saw it the first time, it gave me a heart attack, as it was so overwhelming. I think this had a lot of influence to my writing. I think of books in terms of three phases of writing. There’s a beginning, a dark middle and a triumphing end. So when I outline my book, I outline the whole of the first book very intensely and for the second and third book I had the ideas. But I always knew it would be a trilogy.

 

Do you have a favorite scene in your books?

From the first book it’s definitely the scene where Lucas and Helen fall. I had that scene in my head from the beginning. I was breathing for that scene. And I would love to see that in the movie. *laughing*

In the second book it’s that final battle. Where Helen is injured and Zack is the one, who basically tells her how she can save them all. That scene was in my head for ever. And I was really careful how I did it. Because Zack was one of these characters you hate and in the end he becomes a hero. I know how this story would end through all I was writing the second book. My editors kept saying: „We don’t like Zack.“ And I kept telling: „You guys have to wait. You have to get to the end of the second book and you will like Zack.“

 

So you fight for him?

Yes, because I had that scene in my head.

 

When you start a new book – a new project, do you write down your characters, or are you having everything in your mind?

I write it down. I’m doing a lot of prefatory work. A lot of the book is actually written, before I start writing a word. I make sure my outline is really complete and I write my character along with my storyline. I write them side by side, because I think character forms plot and plot forms character. So you have to decide if the character who makes a choice, if this is that kind of guy to make that choice. And if he isn’t, than I have to change my character. So they feed back and forth on each other. So before I ever start writing, I’m very particular about prefatory work on my character work and plot.

I think you can get lost in the story, especially when you wanna write more than one book in a period. You really can get lost if you don’t figure it all out first.

 

Are you writing out of order? Like you switch to another scene, when you stuck in the other one?

No. I write in order. I’m writing a scene and I realize it doesn’t work. And than I have to go back and look into my outlines and change a few things, because I’m in the middle of writing and I know it doesn’t make sense. I thought it would, but it can’t work. But I always write in order. I like that feeling about the arc. I like to feel the growth of my characters and the way the story changes in time.

 

How many manuscripts are in your desk?

Four are finished. Three for ‚Goddess-Trilogy‘ and the first book for another trilogy. I have the outlines for an unfinished one. But it is so complicated. It’s just like a rough idea but nothing concrete yet. I do have screenplays which I never sold.

 

Are you not able to switch them into book manuscripts?

Actually I thought about it. Maybe there are one or two their might, but one of them would be for much younger readers – its about for middle grade – and another one is not Fantasy. And I don’t know if I’m interested in writing that right now. I really enjoy writing Fantasy. I think the reason why my screenplays never win anywhere, was because I wasn’t really writing what I love and that wasn’t until ‚Starcross‘.

 

So your new project will be Fantasy as well?

*huge smiling* Yes.

 

With a love story?

*giant smile* Yeah. There’s got to be a love story. For me it’s different, as it’s not as romantic as in ‚Starcross‘. Its a little bit more complicated than „I love you forever“ – immediate love. But there is definitely a love story.

 

Orion, Lucas and Helen are a typical Love triangle. Did you wrote it, as you like love triangles, or as almost every book in this genre is using it?

I think you write what you like and I liked it. I had read it in other books, definitely. But its not one of these things you do, because other people did it. I like love triangles. They are a lot of fun. Not to be in it, just to read about it.

 

I like Orion, and I like Lucas, but for me it was always Lucas. For me, Orion was just the best friend, and never a lover.

I think, a lot of people they have a friend and they like: „I can make this work.“ You know, you have this great guy-friend and you commit to each other and you think to yourself: „He is great for me. I’m going to work on a date.“ Like that, it is the way it should be, but you do not really feel it. I think a lot of girls think that.

 

For me it never worked as a Love triangle, even if I know it was one. I always saw Orion as the best friend.

Everybody has a different feeling about it. My manager actually said: „I wanted her to be with Orion. He’s better for her.“ Everybody has a different taste about it. I like that. I like, that people take from it, what ever they want. That’s interesting.

 

How popular is Fantasy in America?

It is very popular. Especially, when it comes to a movie. Movies have gotten so good now. When you go to see a Fantasy movie which was a book and they turned it into a movie, it looks good. They couldn’t do the stuff they do now 20 or 30 years ago.

I think people are more open to Fantasy, as it’s becoming more mainstream, because technology caught up with imagination. But I think that everything comes and goes. Fantasy will be in a few years and than go out and I’ll be writing books that nobody reads, but I still writing my books *laughing*.

 

Recently it looks like Hollywood buys every bestseller book and make a move from it. How do you think about it?

It is like this. There is a marketing reason for that, as movies are just so expensive now. So, if your book has a lot of readers, it is probably going to be a movie, because its safe for the studios. When you talk about hundreds of millions of Dollars you better make sure, that people go and see it. As there is a lot of money to lose.

 

During your reading, you told us, that ‚Starcross‘ is going to be a movie.

*smiling* Yes. But there isn’t anything concrete yet. We are still in the process to figure everything out.

 

Would you like to have a small part in your movie? Standing in the background like Stephenie Meyer did?

Oh, I don’t know. If I could be a waitress or something like that, that would be okay. But anything where I had something to say … No way. *laughing*

 

Are you going to write the screenplay?

We haven’t negotiated that yet, as we are still in process. I would love to, I’ll be open to it, but I’m not like: „If I don’t write that screenplay – that movie is not going to be made.“ I’m not that kind of a person. But I would love to be a part of it.

 

Do you like the german book covers?

They are beautiful. They are definitely one of my favorites. I can’t pick which one is my favorite, as they all are very gorgeous.

 

Do you know in how many languages your books got translated?

Languages are tricky, but I know it got sold in 25 different countries. And I’m getting these books, hard copies which they got published in.

 

Do you have some kind of shelf where you put them?

Yes. My ‚Vanity shelf‘. Just for the first book in every different language. I do have that, because I feel so fortunate to having been published. It’s something I wanna keep reminding myself of, and how lucky I am.

 

We talked with Josie almost thirty minutes, and for me they were the best thirty minutes in the past couple of years. Even now, when I’m writing down this interview, I have a huge smile on my face. Thank you again, for your time Josie, and I hope you enjoyed it, as much as we did. Hopefully we will see us again, and have the chance to talk about your new trilogy.

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Ein Herzschlag danach

Juni 17

Ein Herzschlag danach

Price: EUR 14,99



Autor:
Sarah Alderson

Originaltitel: Hunting Lila

Übersetzer: Karlheinz Dürr

Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2012

ISBN-13: 978-3473400850

Verlag: Ravensburger Buchverlag

Taschenbuch: 352 Seiten

Klappentext:

 

Mich sprach das Cover an und der Titel. „Ein Herzschlag danach“ verheißt Gefühl, aber auch Spannung und trifft damit den Inhalt perfekt. Eine Protagonistin mit Namen Lila interessiert mich allein schon, weil ich den Namen sehr mag. Paranormale Fähigkeiten? Ja, dieses Buch musste gelesen werden.

Lila ist siebzehn und hat telekinetische Fähigkeiten. Ihr großes Geheimnis, was ihr nicht immer leicht fällt zu verbergen. Bei einem Angriff auf den Londoner Straßen schnappt sie in Gedanken nach dem Messer ihres Angreifers und bedroht ihn damit. Der Auslöser sich möglichst schnell aus London zu entfernen und dem in LA lebenden Bruder einen Besuch abzustatten. Jack, der nach dem Tod der Mutter bei der Familie seines besten Freundes aufwuchs, freut sich, möcht Lila aber auch schnell wieder nach Hause schicken. Er arbeitet fürs Militär, eine Spezialeinheit, und darf darüber nicht sprechen. Lila möchte aber nicht weg, denn auch Alex ist bei dieser Einheit. Seit Kindheitstagen ist sie in den besten Freund des Bruders verliebt. Sie hofft die Gefühle eines Tages erwidert zu bekommen. Als sie in Gefahr gerät und Alex sie beschütz, scheint das Glück zum Greifen nah. Bis Lila erfährt, dass sie zu den Menschen gehört, die Alex und Jack jagen und fangen. Doch wer ist nun der Feind? Der Mann, der es auf Lila abgesehen hat, oder Alex und ihr eigener Bruder Jack?

Erster Satz: Die scharfe Spitze bewegte sich auf sein Auge zu wie ein Skalpell auf ein Geschwür.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Es gibt die üblichen Klischees: den supertollen Jungen, paranormale Fähigkeiten und das schüchterne Mädchen. Nichts Neues also. Allerdings gut verpackt und ich mag solche Geschichten einfach.

Plot: Man ist direkt im Geschehen drin. Mich hat das im ersten Moment überrumpelt, im Nachhinein finde ich es aber richtig gut. Zunächst lernt man Lila kennen, wie sie die Flucht ergreift und was ihr Hintergrund ist. Man erfährt von der toten Mutter, warum Jack in Amerika lebt und was alles seit dem Tod der Mutter passiert ist. Eine ganze Weile beschränkt sich die Handlung auf Lila und vor allem auf ihre Verliebtheit. Die Situationen die sie falsch deutet und ihr Gefühlschaos bereiten. Ihre Neugier, was hinter der mysteriösen Einheit steckt. Da liest man und liest und ist tatsächlich gefesselt und erfreut sich an Lila und ihre Hoffnung, bis plötzlich Action aufkommt. Nicht das es vorher langweilig war, aber mit einem Mal nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf und die vermeintliche reine Liebesgeschichte entpuppt sich auch als Verfolgungsjagt mit Motorrad und Kanonen. Mir hat das richtig gut gefallen. Ein Plot nach meinem Geschmack. Ich mag es, wenn die Geschichte langsam beginnt und man überrascht wird, dass es gar nicht in die Richtung geht, die man vermutet hatte.

Schreibstil: Schon wieder Ich-Perspektive im Präteritum. Muss ich noch erwähnen wie sehr ich das Liebe? Dazu liest es sich so locker und leicht, dass man fast viel zu schnell durch ist. Mir haben vor allem die echt wirkenden Gedankengänge Lilas gefallen. Auch die Dialoge sind mitunter richtig amüsant. Die kleinen Zärtlichkeiten zwischen Lila und Alex sind traumhaft schön dargestellt und man kann sie beim Lesen fühlen. Nicht unbedingt ein Stil, der aus der Masse herausfällt, aber oben mit dabei ist.

Charaktere: Das große Plus dieses Buches sind die Protagonisten. Lila ist wirklich siebzehn. Ihre naiven Gedanken sind echt und so wunderbar. Ich habe mich richtig zurückversetzt gefühlt. Wie sehr man doch manche Dinge falsch interpretiert in dem Alter. Das hat Frau Alderson klasse eingefangen und es macht so viel Spaß das zu lesen. Alex entspricht natürlich jedem Klischee, aber mal ehrlich: Wer will mit siebzehn nicht den perfekten Typen? Ich mag ihn allein wegen des Namens (ich spreche ihn englisch aus) und wegen seiner ganzen Art. Man wird außerdem von Lilas Schwärmerei so sehr mitgezogen, dass man sich automatisch verliebt. Alex ist ein wirklicher Beschützer und zwischen den beiden baut sich die Beziehung nach und nach auf. Dabei ist auch Alex unsicher und unbeholfen, was ich sehr sympathisch finde.

Richtig gut sind die Wendungen in den Charakteren. Ich will nicht zu viel verraten, aber die Karten werden zwischendurch neu gemischt und nicht jeder ist das, was man zunächst meint.

Anführen möchte ich auch wieder einen Nebencharakter: Suki. Ich liebe den Namen und außerdem hat diese kleine Gedankenleserin eine Art, die mich stark an Alice aus „Twilight“ erinnert hat. Sie ist nicht abgekupfert, aber vor allem ihre Antworten auf Gedanken lockern alles auf und bringen natürlich auch bisher unausgesprochene Dinge ans Licht.

Hintergrund: Ob das alles so logisch ist mit der Einheit und Alex und Jack als sehr junge Teamleiter mag dahin gestellt sein. Sarah  Alderson erklärt jedoch alles und es passt zusammen. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet. Man merkt aber, dass die Hauptarbeit bei Lila geleistet wurde. Es werden eben viele klassische Elemente aus dem Gesamtrepertoire an paranormaler Jugendliteratur genutzt. Das ist jedoch nicht schlimm, da die Autorin es schön zusammengestellt und verpackt hat.

Fazit: Eine kleine Perle, die, wie ich finde, viel bekannter sein sollte. Es wird nie langweilig, man möchte weiterlesen und so hat es sich für mich zu einem Pageturner entwickelt. Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung.

Für alle, die paranormale Geschichten nicht satt sind, sich, wie siebzehn verliebt fühlen wollen und Altbewährtes neu entdecken möchten.

 

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Enders (Starters 2)

Juni 15



Autor:
Lissa Price

Originaltitel:Enders

Übersetzer: Birgit Reß-Bohusch

Erscheinungsdatum: 14. Mai 2013

ISBN-13: 978-3492702645

Verlag: ivi

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten

Klappentext:

 

Wieder eine Dilogie die ich sehr mag. „Starters“ hatte mich allein schon vom Cover angesprochen und umso mehr überrascht. Sehr passen dazu ist das Cover von „Enders“, was ich natürlich lesen musste, um endlich zu erfahren, wer der „Old Man“ ist.

Gerade mal zwei Wochen sind seit Abriss der Bodybank vergangen. Callie muss sich jedoch immer noch damit rumplagen, dass ihr Widersacher ständig über den Chip Kontakt aufnimmt. Der „Old Man“ setzt sie unter Druck und droht einen Chipträger nach dem anderen umzubringen, wenn  Callie seinen Befehlen nicht folgt. Doch als sie endlich einlenkt und zu ihm geht, wird sie zuvor abgefangen. Hyden, ein Junge ihres Alters, der zudem ein Genie ist, entpuppt sich als neuer Mitstreiter um den Kampf gegen den „Old Man“ und für einen freien Körper.

Erster Satz: Als ich mit der Hand über meinen Hinterkopf strich, hätte ich schwören können, dass ich den Chip unter der Haut spürte.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Die Idee mit der Bodybank und dem Körpertausch hat mit schon beim ersten Teil gefallen. In der Fortsetzung wird das Thema aufgegriffen und mit verschachtelten Figurkonstellationen gespickt.

Plot: Im Grunde müsste ich das Buch nochmal lesen, um auf die ganzen Feinheiten und Hinweise zu achten, die am Schluss aufgelöst werden. Viel Verschnaufpause lässt Lissa Price ihre Hauptprotagonistin nicht und stürzt sie gleich wieder in das Machtspiel des „Old Man“. Dabei fand ich es geschickt gelöst, wie die Autorin am Anfang die Erinnerung an den ersten Teil aufgefrischt hat. So fällt einem der nahtlose Übergang nicht schwer. Man muss nur wirklich aufpassen, bei den ganzen Irrungen im Verlauf der Geschichte. Leider müsste man zu viel spoilern, wenn ich darauf näher eingehen würde. Einiges konnte ich recht früh erahnen, aber das muss nicht für jeden Leser so gelten.

Schreibstil:  Ich-Perspektive im Präteritum! Ich liebe es. Ich finde nicht, dass eine nennenswerte Entwicklung im Stil stattgefunden hat. Lissa Price schreibt gut lesbar und erzeugt dieses Mal nicht durch Blackouts Spannung, sondern durch die verschiedenen Stimmen in Callies Kopf. Der innere Dialog kommt sehr gut herüber und erzeugt Spannung.

Charaktere: Das ist ein ganz besonderer Punkt in diesem Buch. Wir mussten uns ja von „Blake“ praktisch verabschieden. Dafür bekommt man jetzt mehr „Michael“ und neu dazu „Hyden“. Allerdings spielt Lissa Price sehr gut mit ihren Figuren und bedient sich dabei der Chiptechnologie. Das hatte ich so nicht erwartet. Ein wenig hatte ich das Gefühl das in „Enders“ der Focus der Geschichte eher auf der Story, als auf den Figuren lag. War in Starters noch sehr Helena, Callie und Blake im Augenmerk, ist es hier Callies Antrieb mehr über den „Old Man“ herauszufinden und auch über den Tod ihres Vaters. Teilweise habe ich auch nicht verstanden, warum die Figuren so auf Vorsicht gepocht haben, nur um dann doch wieder frei herumzulaufen, in der Gefahr geschnappt zu werden. Da waren mir die Handlungen zu unlogisch. Die Liebe bleibt meiner Meinung zu sehr auf der Strecke. Gerade im Hinblick auf Teil eins hätte da mehr kommen können. Positiv vermerke ich, dass es nicht zu diesem typischen Love-Triangle kam. Callies Gefühlswelt ist natürlich am meisten greifbar. Das ist, was ich vor allem an dieser Perspektive liebe.

Hintergrund: Es wird mehr aufgeklärt, allerdings zu wenig. Die Sporenkriege kommen fast gar nicht vor. Die Entstehung der Chiptechnologie wird angerissen, aber auch da hätte ich mir mehr Detail gewünscht. Leider blieb der Hintergrund für mich doch allgemein wieder zu schwammig.

Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, zweifelsohne. Auch wenn ich manche Dinge unlogisch fand, hinterlässt mich Lissa Price mit zwei tollen Romanen, die ich gerne gelesen habe und nur weiterempfehlen kann.

Für alle, die von allem ein Bisschen haben wollen (Dystopie, Liebe, Thriller), getragen von einer tollen Protagonistin und von der Autorin in die Irre geleitet zu werden.

 

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Papiermonster: 50 coole Papiermonster zum Selberbasteln

Juni 13



Autor: Castleforte und 24 Top-Papertoy-Künstler aus aller Welt

Erscheinungsdatum: 18. Juni 2012

ISBN-13: 978-3848000203

Verlag: h.f.ullmann publishing

Broschiert: 246 Seiten

Klappentext:

 

Aufmerksam wurde ich auf dieses außergewöhnliche Buch von h.f.ullmann publishing bei Blogg dein Buch. Papiermonster? Was soll das denn sein, dachte ich mir und schaute das Video dazu an. Mir selbst gefielen diese putzigen Monster gut, und da ich einen bastelbegeisterten Sohn habe, entschloss ich mich darauf zu bewerben.

Was erwartet euch?

Zunächst schildert der Autor seine Geschichte. Warum er sich gerade mit Papiermonstern beschäftigt, und wie er dazu gekommen ist. Es gibt eine Einführung in die Basics zum Thema Papertoybau. Kleber wird benötigt, aber auch andere Dinge sollen helfen die Bastelbögen auszustechen. Eine kurze Anleitung erleichtert einem den Zusammenbau. Die Monster sind in verschiedenen Themen unterteilt. Zu jedem Monster gibt es ein Titelbild mit Namen, dazu eine Anleitung, in welcher Reihenfolge die Teile zusammengebaut werden und was modellspezifisch beim Bau beachtet werden  muss. Was ich besonders charmant finde, sind die kleinen Geschichten zu jedem Monster. Dort gibt es Hintergrundinfos zu dem neuen Spielfreund.  Auf der gegenüberliegenden Seite findet man den Bastelbogen. Fertig bedruckt und vorgestanzt ist er bereit, um herausgelöst zu werden.

Das Falten und Kleben macht viel Spaß und die kleinen Monster begeistern mich mit ihrem Design. Bei den Kindern kommen sie total gut an und auch das Poster, was mitgeliefert wird, und alle Monster auch einem Blick zeigt, musste sofort an die Wand. Das Buch wird ab neun Jahren empfohlen. Mein Sohn ist fünf, aber ein Bastler aus Leidenschaft. Geschickte Kinderhände schaffen es, die großen Teile mühelos herauszutrennen. Ganz alleine meistert er den Bau nicht, aber zusammen macht es sowieso viel mehr Spaß.

Eine richtig gute Idee sind die Blankobastelbögen am Schluss. Die Form des Monsters ist zwar vorgegeben, aber ansonsten kann frei gestaltet werden.

Fazit: Allein das Durchblättern macht schon Spaß. Ein Monster aussuchen und ihm Leben einhauchen. Dies ist nicht nur ein Bastelbuch für kleine Fans, denn auch ich habe regen Spaß an diesem Buch. Für Kinder hätte man die Bögen etwas größer machen können. Die Teile sind schon recht klein. Aber ich bin erstaunt, wie gut sich die Teile auslösen und biegen lassen. Die Falzlinien sind gut vorgestanzt, sodass man nichts falsch machen kann. Für das Buch spricht auch der Preiß. Mit knapp 20€ für 50 lustige Papertoys ist in meinen Augen nicht zu teuer. 50 Mal Bastelspaß und Beschäftigung an Regentagen.

Für alle kleinen und großen bastelbegeisterten Menschen, die Spaß an bunten, gruseligen und nicht ganz ernst zu nehmenden Monstern haben.

 

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Monatsrückblick Mai

Juni 7

Alles neu macht der Mai! Von wegen. Aber so ein ätzendes Wetter (was wir zumindest hatten) hat einen Vorteil: Man liest mehr!







Gelesen habe ich überraschend viel. Zumindest für meine Verhältnisse.

Leider enttäuschend war „Watersong“. Weiter lesen werde ich es nicht, aber als Hörbuch kann ich mir das gut vorstellen. Denn das Grundthema ist ja sehr interessant.

„Dark Destiny“ Was soll ich sagen? Ich habe eine neue Lieblingsautorin. Wer die Dilogie, deren erster Teil „Dark Canopy“ ist noch nicht kennt, sollte sie schnell kaufen, oder sie aus dem Sub befreien.

„Beautiful Disater“ hat bei mir nicht die Begeistrungstürme ausgelöst wie bei anderen, dennoch hatte mich der Lesesog gepackt.

Leider war „Crossfire – Offenbahrung“ nicht das, was ich erhofft hatte. Dennoch möchte ich den dritten Teil lesen in der Hoffnung, das er besser wird.

Sehr überrascht hat mich „Grafitti Moon“ . Ein Buch zum umarmen, was ich fast in einem Rutsch durchgelesen hätte. Wow.

Ein wunderschönes Cover hat „Bitterzart“ der Auftakt einer neuen Reihe. Auch wenn ich Kritik geübt habe, mochte ich dennoch das Thema um Mafia und Schokolade sehr.




Gehört habe ich „Die Einzige“, was ich ganz gut vom Ansatz her fand. Leider kam ich mit dem Setting im Regenwald und den Indios nicht so klar. Das war in dieser Geschichte einfach nicht meins. Man hätte mehr aus den ganzen Ideen machen können. Etwas hat mir die richtige Stimmung gefehlt. Die Sprecherin klang für meinen Geschmack bei der Geschichte zu melancholisch, ernst und nüchtern.

Zur Einstimmung auf den FIlm und weil es wirklich lange her ist, dass ich das Buch gelesen habe: „Seelen“ Nachdem ich nun eine intensive Zeit in den letzten Jahren mit „Twilight“ hatte, ist mir beim Hörbuch aufgefallen wie gut Stephenie Meyers Si-Fi Roman ist.  Wenn man ihn denn so nennen kann. Denn eigentlich geht es sehr um tiefgründige zwischenmenchliche Dinge und die sind sehr toll dargestellt. Ich bin sehr auf den FIlm gespannt.

Die letzten Töne von „Gebannt – Unter fernem Himmel “ habe ich zwar mit in den Juni genommen, aber der Großteil durfte meine Ohren im Mai beglücken. Eine wirklich gute Story mit so einer schön ausgearbeiteten Liebesgeschichte. Sicher auch als Buch ein Genuß.

Geschrieben habe ich viel für den Blog. Durch extreme Müdigkeit geplagt, konnte ich mich nciht aufraffen und muss dringend mit mir schimpfen, damit ich an meinem Manuskript weiter mache.

Diesen Monat gab es gleich zwei „Libressio“ Artikel. Die Aktion finde ich super und ich freu mich schon auf das nächste Thema. Hier die beiden Artikel:

1. Dieses Buch ist Schuld an meiner Lesesucht!

2. Dieses Buch hat mich und mein Leben beeinflusst!

Dann gab es auch endlich das Interview mit Daniela Kern von Arena, was noch von der Messe im letzten Herbst stammte.

Die Autoreninterviews von Leipzig sind in Vorbereitung. Es lohnt sich also den Blog im Auge zu behalten.

Diesen Monat haben mich Kopfschmerzen und viel Müdigkeit geplagt. Ich habe öfter versucht meinen Tag unzustrukturieren, was total nach hinten losgeganngen ist. Eigentlich bin ich ein nachaktiver Mensch und drehe abends noch mal richtig die Batterien hoch. Da hab ich Ruhe und Zeit meinen Hobbies nachzugehen. Allerdings frustriet es total, wenn man mit dem Kindle in der Hand einschläft oder mitten beim Artikelschreiben hochschreckt und bemerk, dass man wohl doch eingeschlafen ist. Ein Zeitfresser ist sicher das Internet. Aber die Diskussionen und Späße auf Facebook machen zu viel Spaß. Mein Ziel ist es jedoch einen festen Ablauf zu finden und vielleicht schaffe ich es ja doch wieder zum Frühaufsteher zu werden. Eine Eigenschaft die ich nach der Lehre seinerzeit recht schnell abgelegt habe. Irgendwo muss sie doch wiederzufinden sein. 🙂

Wie plant ihr euren Tag so? Wie bekommt ihr bloggen, lesen, Arbeit bzw. Schule, Freunde, Familie und evtl. Kinder unter einen Hut?

Ich wünsche euch und mir einen sonnigen Juni, der in unserer Region schon mal gut anfängt. Allen im Hochwassergebiet wünsche ich das Beste.

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Gefangene der Magie

Juni 6

Gefangene der Magie

Price: EUR 9,99



Autor:
Rebecca Wild

Erscheinungsdatum:  1. Februar 2013

ISBN-13: 978-3473584390

Taschenbuch: 320 Seiten

Klappentext:

 

Ich liebe Dilogien und schon der erste Teil, „Verräter der Magie“, hat mich sehr begeistert. Nicht nur die wunderschönen Cover sind toll, auch der Witz der Geschichte ist richtig gut. Das Beste: Eine deutschsprachige Autorin die sich traut Paranormalen eine amüsante Note und Normalität zu verpassen. Natürlich musste ich Gefangene der Magie lesen.

Da glaubte Kira sie ist diesen lästigen Meistermagier Cian Kingsley los, muss sie sich doch weiter mit ihm rumplagen. Aber das ungleiche Paar will Abhilfe schaffen und so gräbt Kira Cians Leiche aus, um den leblosen Körper wieder die zugehörige Seele einzupflanzen. Was sich einfach anhört, gestaltet sich schwierig. Anstelle Cian, nimmt nach einer Beschwörung ein Dämon von seinem Körper Besitz. Aber anstatt die flüchtende Leiche einzufangen, müssen sie erst gegen einen Drachen ankommen. Es folgt eine Odyssee, inklusive Gefangenschaft, eifersüchtigem Werwolf, mächtig wütendem Magier (nicht Cian) und einer aufkeimenden Liebe.

Erster Satz: Kira hatte immer geglaubt, eine Sidhe mit Anstand zu sein.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Schon die Grundidee fand ich, wie auch im ersten Teil, richtig toll. Da dieser Zweiteiler in meinen Augen auch gut ein dicker Einzelband sein könnte, wirkt in meiner Bewertung der erste Teil unweigerlich mit. Einen besonderen Charme hat jedoch die Idee mit dem Kinsley – Zombie. Alle Daumen hoch!

Plot: Die Geschichte erinnert zuweilen an einen Roadmovie, was ich immer sehr gerne mag. Wie schon beim Vorgänger, reiht sich hier ein Ereignis nach dem anderen aneinander bei dem man mit Sicherheit wieder schmunzeln muss und es schwerfällt, das Buch aus der Hand zu legen. Es gab sogar eine Stelle, an der ich dachte, es ist gleich vorbei, aber es kamen noch viele Seiten. Cian ist eben Cian und Rebecca Wild hat seinen Charakter benutzt, um dem Plot noch einmal eine Wendung zu geben. Zeitweilens hatte ich ein paar Probleme zeitlich mitzukommen. Soweit ich das überblicke, spielt die Geschichte in einem sehr kurzen Zeitraum.  Alles in allem wir die Geschichte nie langweilig. Die Figuren und Handlungen treiben den Fortgang der Geschichte an.

Schreibstil: Locker, flockig und so was von amüsant und witzig. Wieder grandios umgesetzt sind die Gespräche, die Cian und Kira im Kopf haben. Ebenso die Wechsel, wenn Cian oder Kira den Körper übernehmen. Klasse gemacht. An die Begriffe hat man sich gewöhnt und schaut nicht mehr so oft in das Glossar wie beim ersten Teil. Zum ersten Teil gibt es nicht so eine große Entwicklung, aber das ist auch nicht nötig. Rebecca Wild bleibt sich treu und ist individuell mit ihrem Witz und Charme. Sicher bleibt sie auf der Liste der Autoren, die ich mir allein wegen des Stils merke und zum nächsten Buch greifen würde.

Charaktere: Ich finde nicht, dass sich die Figuren so sehr vom ersten Teil unterscheiden. Cian macht wohl zum Schluss hin die größte Entwicklung durch. Das ist aber auch alles gar nicht schlimm, denn mir hat die freche Art von Kira schon im ersten Band gut gefallen und so konnte man sich gleich wieder in sie hineinfinden. Auch Cian hat seinen Charme und seine Arroganz zunächst behalten. Die beiden sind, auch wenn man den ersten Teil sieht, gut ausgearbeitete Charaktere. Man muss die beiden mögen.

Aber eine besondere Aufmerksamkeit möchte ich Pooka geben. Dieses Wesen, was sich in alles verwandeln kann, ist spitze. Auch wenn er im zweiten Teil eine Strecke des Weges fehlt, ist er doch präsent genug. Ihm sollte man ein eigenes Buch widmen!

Aber auch alle anderen Nebencharaktere sind toll, individuell und man lernt jeden kennen. Jeder hat seine Eigenarten und bleibt im Kopf hängen.

Die Figuren tragen die Geschichte, was mir sehr gefällt.

Hintergrund: Die Welt die Rebecca Wild geschaffen hat, begeisterte mich schon im ersten Teil. Sicher könnte man noch mehr Geschichte dort hineinspinnen, dafür hat die Idee mit den Paranormalen in Reservaten genug Potenzial.

Fazit: Toll! Die Fortsetzung hat mich nicht enttäuscht. Diese Dilogie ist spritzig, witzig  und hat ihren ganz eigenen Charme. Ich hoffe wir werden noch viel von Rebecca Wild zu lesen bekommen.

Für alle die Magier, Feen, Werwölfe und Co. anders erleben wollen und es lieben, beim Lesen ein Dauerlächeln zu haben.

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Gallagher Girls – Spione küsst man nicht

Juni 6

Autor: Ally Carter

Originaltitel: I’d Tell You I Love You, But Then I’d Have to Kill You

 Erscheinungsdatum: 20.03.2013

 ISBN-13: 978-3522503310

Verlag: Planet Girl Verlag

Broschierte Ausgabe: 300 Seiten

Klappentext:

 

Auf der Leipziger Buchmesse war unter anderem dieses Buch ausgestellt. Bei der Frühjahrs- bzw. Herbstprogrammbesprechung mit  der Presseabteilung vom PlanetGirl–Verlag wurde es mir empfohlen und der Klappentext war ansprechend. Es versprach nach einer Menge Spaß und lustiger Verwirrungen.

Cammie ist ein eigentlich normales junges Mädchen. Sie hat eine Mutter, nette Freundinnen und geht zur Schule. Und dann hört das Normalsein auch schon auf. Die Mutter ist eine ehemalige Top-Agentin und nun Schulleiterin einer Ausbildungsakademie für Nachwuchsagentinnen. Die Freundinnen, sind genauso wie Cammie, Schülerinnen dieser Schule und lernen anstatt Erdkunde, Physik und Biologie, nützliche Dinge wie: Tarnen, Geheimcodes knacken und 14 verschiedene Sprachen, die abwechselnd beim Essen gesprochen werden. Da kann es vorkommen, das an einem Abend „Englisch mit amerikanischem Akzent“ und am nächsten Tag „Chinesisch-Mandarin“ gesprochen werden muss.

Bei einem Außeneinsatz begegnet Cammie Josh. Ein Junge aus der Nachbarschaft, der im Gegensatz zu ihr, wirklich „normal“ ist. Was tut sie also um ihn näher kennenzulernen? Richtig, sie spioniert ihn aus und legt sich eine zweite Identität zu – die eines „normalen“ Mädchens …

Erster Satz: Bestimmt fühlen sich viele Mädchen manchmal unsichtbar.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Eine Mädchenschule für Top-Agenten. Ich finde die Idee einfach so abwegig, wie sie doch wahr sein könnte. Sich vorzustellen, irgendwo auf der Welt gibt es eine Schule, wo all die Kinder von Top-Agenten hingehen und dort zu neuen Agenten ausgebildet werden, finde ich spannend. Wieso eigentlich auch nicht? Es gibt die Europaschulen, in denen die Kinder von Diplomaten unterrichtet werden. Privatschulen für die Reichen der Reichen und sicher auch Schulen für die Kinder von Hollywoodsterchen. Nicht zu vergessen Hogwarts :o)  Warum dann nicht auch nicht eine Schule für Spione.

Plot: Die Geschichte beginnt mit dem neuen Schuljahr, indem Cammie und ihre Freundinnen das Fach „Geheimoperationen“ bekommen. Dazu auch den passenden Lehrerschwarm Joe Solomon, dem die sechszehnjährigen Mädchen auch glatt verfallen. Bei ihrem ersten „Außeneinsatz“ bei einem Jahrmarkt in der Stadt, müssen Cammie (das Chamäleon), Bex (die Beste) und Liz (der Nerd) einen der Lehrer beschatten (natürlich so, dass er es nicht merkt) und herausfinden, welches Getränk er zu seinem Donut ist.

Sie läuft Josh über den Weg, und als er sie anspricht, ergeht es ihr wie vielen anderen Mädchen (nicht nur Topagentinnen in Ausbildung): Sie quasselt nur zusammenhangloses Zeug und denkt, sich bis auf die Knochen blamiert zu haben. Doch der Junge hinterlässt Eindruck und so tut sie das, was sie am besten kann: Sie knackt seinen E-Mail Account, durchwühlt seinen Müll, nur um mehr über ihn herauszufinden.

Schreibstil: Die Geschichte ist aus Sicht von der 16-jährigen Cammie geschrieben, was den Leser schnell in das Geschehen zieht und auch mit der Protagonistin fühlen lässt. Es ist locker und leicht zu lesen, ohne das man ins Stocken kommt. Die Übersetzer haben gute Arbeit geleistet.

Charaktere: Die Charaktere sind klar gezeichnet. Jeder hat seine Rolle und seine Aufgabe. Cammie, das „Chamäleon“, ein Durchschnittsmädchen, das in der Menge verschwindet, ohne aufgefallen zu sein. Sie verliebt sich in einen Jungen, der nicht weiß, wer sie ist und sie glaubt, damit sie mit ihm zusammen sein kann, muss sie ebenfalls normal sein und erfindet sich eine Tarnidentität.

Bex, das Mädchen aus England und die Klassenbeste Agentenanwärterin aus Cammies Jahrgang. Sie hat immer die beste Idee und ist die treibende Kraft in der Observierung von Josh.

Liz, die Computerspezialistin und das ‚Brain‘ von den drei Freundinnen. Sie ist ein bisschen trampelig und schusselig, genauso so, wie man sich einen weiblichen Nerd vorstellt. Nur mit dem Unterschied, dass sie ziemlich cool ist.

Dann gibt es noch Marcey, die keine Agentenfamilie hat, sondern einfach nur reiche und einflussreiche Eltern. Sie ist die Botschafterin zwischen „normal“ und „außergewöhnlich“ und hilft den Mädchen oft hinter die alltäglichen Dinge der nicht Gallagher Girls zu verstehen. Daraus ergeben sich für den Leser die ein oder anderen komischen Situationen.

Und dann ist da Josh. Der Junge in den sich Cammie verliebt. Er ist nicht der Schulschwarm oder der supersüße Junge, wie er in so vielen anderen Büchern zu finden ist. Er ist der Durchschnittsjunge von nebenan. Und das macht ihn so verdammt sympathisch.

Hintergrund: Tja, ob gut recherchiert oder nicht, kann ich nicht sagen, denn ich bin keine Topagentin der CIA oder des MI6. Eins weiß ich, ich habe in keiner Sekunde an der Schule, den Charakteren und des Hintergrundes gezweifelt. Die Autorin jongliert mit Möglichkeiten, mit Details und Informationen, die jeder schon mal gehört hat und man sich denkt: „Ja, das könnte ich mir für so eine Schule vorstellen. Das passt.“

Fazit: Genau das richtige zum träumen und seufzen. Und es wird weiter gehen. Im Juli erscheint der zweite Teil von den Abenteuern der Gallagher Girls. Ich bin schon sehr gespannt auf das Wiedersehen mit den Charakteren und wie es mit Cammie und Josh weitergehen wird.

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Bitterzart (Birthright 1)

Juni 4

Bitterzart: Roman

Price: EUR 16,99



Autor:
Gabrielle Zevin

Originaltitel: Birthright 1: All these things that I’ve done

Übersetzer: Andrea Fischer

Erscheinungsdatum: 25. April 2013

ISBN-13: 978-3841421302

Verlag: FISCHER FJB

Gebundene Ausgabe: 544 Seiten

Klappentext:

 

Ein wunderschönes Cover. Eines von der Art., die man als Poster an die Wand hängen möchte. Als ich dann im Klappentext was von Schokoladenverbot und Familiengeschäften las, war mir sofort klar dieses Buch lesen zu müssen.

Anya versucht ihr Leben so normal wie möglich zu gestalten, was mit halbtoter Großmutter, etwas zurückgebliebenem großen Bruder und kleiner Schwester natürlich kein Kinderspiel ist. Eh sie sich’s versieht steckt sie in den Machenschaften des Familienclans  drin. Erst landet sie unschuldig in einer Erziehungsanstalt, weil sie angeblich mit vergifteter Schokolade an ihrem Exfreund einen Racheakt verübt hat, dann verliert ihr Bruder den Job und soll ins Familiengeschäft einsteigen.  Hochzeiten, Cousins und andere Mafiaoberhäupte interessieren sich für die junge, aber gewiefte Tochter des toten Clanchefs. Und ganz nebenbei ist sie auch noch Teenager und verliebt sich in Win, den Sohn des Staatsanwaltes. Fordert Anya ihr Geburtsrecht ein und schafft sie es mit Win eine Möglichkeit zu finde, ihre Liebe zu leben?

Erster Satz: Am Abend bevor ich in die elfte Klasse kam – ich war gerade sechzehn –, sagte Gable Arsley, er wolle mit mir schlafen.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Ganz klar eine Thematik für mich. Wie kann man Schokolade verbieten? Und dann gibt es darum Mafiakartelle? Eine wirklich gute Idee.

Plot: Als Auftakt einer Serie finde ich den Plot nicht zu langsam, aber auch nicht dynamisch genug.  Es gibt immer wieder Höhepunkte und den recht langsamen Einstieg finde ich in Anbetracht einer Serie nicht schlimm, aber den Showdown hätte ich mir etwas fulminanter gewünscht. Auch ist der Klappentext etwas irreführend in meinen Augen. Man erwartet eine Liebesgeschichte, die es auch gibt, aber aus meiner Sicht ist es nicht die Geschichte von Anya und Win die im Vordergrund steht, sondern eher die Geschichte um Anya selbst. Ihr Erwachsenwerden in dieser merkwürdigen Welt. Viele Dinge sind aus dem Fortgang der Geschichte vorhersehbar (ich wusste von Anfang an, wer die Schokolade vergiftet hat), manche überraschten.  Für meinen Geschmack hätte etwas mehr Spannung und Brisanz dem Plot gut getan, andererseits war es auch mal wieder schön, ein Buch mit gemächlichem Tempo zu lesen. Und da es eine Serie wird, kann ich diese Kritikpunkte verschmerzen.

Schreibstil: Es wird aus Anyas Sicht als Ich-Erzähler im Präteritum erzählt. Das ist schon mal Pluspunkt. Was mich besonders angesprochen hat und meiner Meinung nach getrost öfter hätte kommen können, waren die Textstellen, in denen Anya den Leser direkt anspricht. Das lockert  auf. Alles in allem mochte ich den Stil, obwohl ich andere Erwartungen hatte. Die Infos zur Autorin bei denen Literatur und Harvard in einem Satz kamen,  steigern automatisch der Anspruch. Ich habe versucht mich davon frei zu machen. Es liest sich recht locker und leicht und lebt durch Dialoge. Ich bin kein Fan von langen Umgebungsbeschreibungen, aber in diesem Falle, hätte ich mir mehr gewünscht. Am Anfang gab es hier und da Stellen die mich begeistert haben, aber ich hatte das Gefühl, das mit Fortgang der Story dies nachließ. Für die Stimmung wäre das präsentere Einbinden der dystopischen Elemente von Vorteil gewesen. Da hat die Autorin so tolle Idee und kehrt sie zu wenig hervor. Aber es gibt ja Fortsetzungen und vielleicht kommen Gutscheine, Wertmarken, Wasserrationalisierungen und Co noch mehr zum Vorschein.

Charaktere: Da bin ich zwiegespalten. Einerseits fand ich sie schön altersgerecht, andererseits zu abgeklärt. Ich habe mich entscheiden Anya zu mögen und daran ist vor allem eher der letztere Teil des Buches schuld. Sie entwickelt sich vom recht verantwortungsbewussten Teenie zu einer abgeklärten jungen Frau, die sich endlich ihrer familiär bedingten Pflichten stellt. Ihr innerer Antrieb ist klar und verständlich, ihre Erlebnisse als Kind erschütternd. Ihr festhalten an ihren Daddy konnte nerven, aber ich finde es durchaus nachvollziehbar, dass sie diesen Strohhalm oft erwähnt. Alles in allem hat mir der Spagat zwischen Teenie und Erwachsen werden mit dem Hintergrund der Mafiaverhältnisse gut gefallen.

Win. Ich mag Win,  aber er ist mir zu perfekt, zu glatt. Wo sind die Ecken und Kanten? Ich hoffe wirklich sehr, dass dieser Charakter sehr viel mehr Farbe bekommt. Denn in Anbetracht einer Liebesgeschichte ist er mir zu wenig präsent. Sehe ich das Buch als Erzählung Anyas Lebens, wirkt er als größere Nebenrolle. Schade.

Natty, Anyas kleine Schwester und Scarlet, die beste Freundin sind diese süßen Mädels, die Anya immer wieder zum Mädchen machen. Es gibt noch einige andere Nebenrollen, die interessant sind. Vor allem bin ich gespannt, was aus dem Japaner Yuji wird, der ebenfalls Familienboss ist.

Frau Zevin hätte den Mafiosi der Geschichte allgemein mehr Biss geben könne. Mehr Abgebrühtheit. Die Anwälte hätten in meinen Augen etwas bestimmter herüberkommen können. Allerdings hat Frau Zevin bei der Familienaufstellung an alles gedacht, was super ist.

Hintergrund: Jetzt kommt ein großer Kritikpunkt. Auf mich wirkte es so, dass die Autorin Ideen hatte, wirklich gute Ideen, die aber viel zu wenig recherchiert und hinterfragt hat. Beispiel: Das Wasser ist knapp, aber es wird trotzdem Bier gebraut? Papier ist knapp, aber überall liegen Stifte herum um Nachrichten zu schreiben (okay, es wird auch mal Verbandsmull benutzt, aber trotzdem)? Es gibt Ausgangsperren, Kleidung ist rar und dennoch gibt es Krankenhäuser und Orte wohin man ausgehen kann? Mir war der dystopische Hintergrund zu unstimmig, obwohl mich die Ideen begeistert haben. Ich behaupte mal, dass es dieses Setting nicht mal gebraucht hätte. Die Geschichte kann man ohne Weiteres in andere Zeiten und andere Orte transportieren, ohne viel ändern zu müssen. Ich finde es gar nicht schlimm, dass es keine offensichtliche Dystopie ist, aber etwas mehr logischen Hintergrund hätte ich mir persönlich gewünscht.

Fazit: Trotz dem Ärger über den Hintergrund muss ich sagen, dass ich die Geschichte mochte. Nicht Brisantes, aber tolle Ideen, die in den Fortsetzungen hoffentlich ausgereifter werde. Für mich war diese Mischung aus Teenieleben und Mafia wunderbar und ich freue mich sehr auf „Edelherb“, was schon bald erscheint.

Wer literarische Höchstleistungen will, sollte es nicht lesen, wer eine Dystopie erwartet oder eine reine Liebesgeschichte sollte sich von diesen Gedanken freimachen. Ein Buch für alle, die die Geschichte Anyas lesen wollen, die ihr Leben zwischen Rechtsmedizinunterricht und großen Mafiabossen meistert. Ein Mädchen, das in dieser Männerdomäne bestehen muss. Wen das interessiert, der kann an Bitterzart viel Spaß haben.

 

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