Ein Herzschlag danach

Price: EUR 14,99



Autor:
Sarah Alderson

Originaltitel: Hunting Lila

Übersetzer: Karlheinz Dürr

Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2012

ISBN-13: 978-3473400850

Verlag: Ravensburger Buchverlag

Taschenbuch: 352 Seiten

Klappentext:

 

Mich sprach das Cover an und der Titel. „Ein Herzschlag danach“ verheißt Gefühl, aber auch Spannung und trifft damit den Inhalt perfekt. Eine Protagonistin mit Namen Lila interessiert mich allein schon, weil ich den Namen sehr mag. Paranormale Fähigkeiten? Ja, dieses Buch musste gelesen werden.

Lila ist siebzehn und hat telekinetische Fähigkeiten. Ihr großes Geheimnis, was ihr nicht immer leicht fällt zu verbergen. Bei einem Angriff auf den Londoner Straßen schnappt sie in Gedanken nach dem Messer ihres Angreifers und bedroht ihn damit. Der Auslöser sich möglichst schnell aus London zu entfernen und dem in LA lebenden Bruder einen Besuch abzustatten. Jack, der nach dem Tod der Mutter bei der Familie seines besten Freundes aufwuchs, freut sich, möcht Lila aber auch schnell wieder nach Hause schicken. Er arbeitet fürs Militär, eine Spezialeinheit, und darf darüber nicht sprechen. Lila möchte aber nicht weg, denn auch Alex ist bei dieser Einheit. Seit Kindheitstagen ist sie in den besten Freund des Bruders verliebt. Sie hofft die Gefühle eines Tages erwidert zu bekommen. Als sie in Gefahr gerät und Alex sie beschütz, scheint das Glück zum Greifen nah. Bis Lila erfährt, dass sie zu den Menschen gehört, die Alex und Jack jagen und fangen. Doch wer ist nun der Feind? Der Mann, der es auf Lila abgesehen hat, oder Alex und ihr eigener Bruder Jack?

Erster Satz: Die scharfe Spitze bewegte sich auf sein Auge zu wie ein Skalpell auf ein Geschwür.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Es gibt die üblichen Klischees: den supertollen Jungen, paranormale Fähigkeiten und das schüchterne Mädchen. Nichts Neues also. Allerdings gut verpackt und ich mag solche Geschichten einfach.

Plot: Man ist direkt im Geschehen drin. Mich hat das im ersten Moment überrumpelt, im Nachhinein finde ich es aber richtig gut. Zunächst lernt man Lila kennen, wie sie die Flucht ergreift und was ihr Hintergrund ist. Man erfährt von der toten Mutter, warum Jack in Amerika lebt und was alles seit dem Tod der Mutter passiert ist. Eine ganze Weile beschränkt sich die Handlung auf Lila und vor allem auf ihre Verliebtheit. Die Situationen die sie falsch deutet und ihr Gefühlschaos bereiten. Ihre Neugier, was hinter der mysteriösen Einheit steckt. Da liest man und liest und ist tatsächlich gefesselt und erfreut sich an Lila und ihre Hoffnung, bis plötzlich Action aufkommt. Nicht das es vorher langweilig war, aber mit einem Mal nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf und die vermeintliche reine Liebesgeschichte entpuppt sich auch als Verfolgungsjagt mit Motorrad und Kanonen. Mir hat das richtig gut gefallen. Ein Plot nach meinem Geschmack. Ich mag es, wenn die Geschichte langsam beginnt und man überrascht wird, dass es gar nicht in die Richtung geht, die man vermutet hatte.

Schreibstil: Schon wieder Ich-Perspektive im Präteritum. Muss ich noch erwähnen wie sehr ich das Liebe? Dazu liest es sich so locker und leicht, dass man fast viel zu schnell durch ist. Mir haben vor allem die echt wirkenden Gedankengänge Lilas gefallen. Auch die Dialoge sind mitunter richtig amüsant. Die kleinen Zärtlichkeiten zwischen Lila und Alex sind traumhaft schön dargestellt und man kann sie beim Lesen fühlen. Nicht unbedingt ein Stil, der aus der Masse herausfällt, aber oben mit dabei ist.

Charaktere: Das große Plus dieses Buches sind die Protagonisten. Lila ist wirklich siebzehn. Ihre naiven Gedanken sind echt und so wunderbar. Ich habe mich richtig zurückversetzt gefühlt. Wie sehr man doch manche Dinge falsch interpretiert in dem Alter. Das hat Frau Alderson klasse eingefangen und es macht so viel Spaß das zu lesen. Alex entspricht natürlich jedem Klischee, aber mal ehrlich: Wer will mit siebzehn nicht den perfekten Typen? Ich mag ihn allein wegen des Namens (ich spreche ihn englisch aus) und wegen seiner ganzen Art. Man wird außerdem von Lilas Schwärmerei so sehr mitgezogen, dass man sich automatisch verliebt. Alex ist ein wirklicher Beschützer und zwischen den beiden baut sich die Beziehung nach und nach auf. Dabei ist auch Alex unsicher und unbeholfen, was ich sehr sympathisch finde.

Richtig gut sind die Wendungen in den Charakteren. Ich will nicht zu viel verraten, aber die Karten werden zwischendurch neu gemischt und nicht jeder ist das, was man zunächst meint.

Anführen möchte ich auch wieder einen Nebencharakter: Suki. Ich liebe den Namen und außerdem hat diese kleine Gedankenleserin eine Art, die mich stark an Alice aus „Twilight“ erinnert hat. Sie ist nicht abgekupfert, aber vor allem ihre Antworten auf Gedanken lockern alles auf und bringen natürlich auch bisher unausgesprochene Dinge ans Licht.

Hintergrund: Ob das alles so logisch ist mit der Einheit und Alex und Jack als sehr junge Teamleiter mag dahin gestellt sein. Sarah  Alderson erklärt jedoch alles und es passt zusammen. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet. Man merkt aber, dass die Hauptarbeit bei Lila geleistet wurde. Es werden eben viele klassische Elemente aus dem Gesamtrepertoire an paranormaler Jugendliteratur genutzt. Das ist jedoch nicht schlimm, da die Autorin es schön zusammengestellt und verpackt hat.

Fazit: Eine kleine Perle, die, wie ich finde, viel bekannter sein sollte. Es wird nie langweilig, man möchte weiterlesen und so hat es sich für mich zu einem Pageturner entwickelt. Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung.

Für alle, die paranormale Geschichten nicht satt sind, sich, wie siebzehn verliebt fühlen wollen und Altbewährtes neu entdecken möchten.

 

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