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Aktion „Stempeln“

Oktober 28

Aktion-Stempeln



Während ich meine Rezensionen bei einer neuen Community eingepflegt habe fielen mir etliche Bücher auf, die ich gut bewertet habe, mir aber nicht mehr im Gedächtnis hängen geblieben sind. Ebenso als kritischer bewertete Bücher, bei denen ich mich jetzt frage, warum sie weiterhin präsent sind. Deshalb möchte ich die „Aktion Stempeln“ ins Leben rufen.

nicht-mehr-präsentDabei soll es einen Monatsrückblick der anderen Art geben. Ich werde (in meinem Fall) zwei Jahre zurückschauen. Was habe ich gelesen? Wie habe ich es bewertet? Allem voran die Frage: Warum ist es nicht mehr präsent oder eben doch im Kopf geblieben?

Ihr seid aufgerufen, euch anzuschließen. Dabei könnt ihr entscheiden, wie viele Jahre ihr zurückschaut. Mindestvoraussetzung beträgt jedoch ein Jahr. Ich wähle zwei Jahre, weil  mein Blog im November zwei Jahre alt wird und mir somit passend erscheint. Jeder  Teilnehmer schreibt monatlich (Regelmäßigkeit ist kein Zwang) einen Artikel mit Frist zum 10. des jeweiligen Monats. Beispiel: Im November 2013 schaut man in den November 2011 oder 2012 zurück. Wie ihr die Artikel aufbaut, bleibt euch überlassen.

Ich habe überlegt die Cover einzubauen und den jeweiligen Stempel dazu. Daneben wird es eine Begründung für die Wahl des Stempels gebe. Damit ein Leser, der das Buch nicht kennt, sich informieren kann, verlinke ich zur entsprechende Rezension. Wenn ich ein Buch stemple, werde ich am Ende der zugehörigen Rezension den Stempel ebenfalls einbauen, mit Link zum entsprechenden Stempelartikel.

So geraten Bücher nicht in Vergessenheit und wir diskutieren ganz beiläufig, neben den ganzen aktuellen Titel, wieder über alte Schätze.Im-Kopf-geblieben

Wer mitmachen möchte, füllt bitte das Formular aus. Gebt an, in welcher Größe (Maßeinheit Pixel) ihr die Grafiken für die Stempel benötigt. Ich sende euch dann entsprechend die Grafiken zu. Wer einen Monat „gestempelt“ hat, sendet mir bitte den entsprechenden Link (Frist: 11. des jeweiligen Monats, 20:00Uhr), damit ich einen Sammelpost für die Aktion verfassen kann. 

Das Ganze soll Spaß machen. Wer im Sammelpost erscheinen möchte, sollte sich jedoch an die Fristen halten.

Ich bin gespannt, welche Perlen wir ausgraben.

 

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Schreibstilratgeber

Oktober 24


Autor:  Susanne Strecker

Erscheinungsdatum: 20. April 2011

ISBN-13:  978-3941547285

Verlag:  Sieben Verlag

Taschenbuch: 196 Seiten

Klappentext:

 

Schreibratgeber sind eher etwas, um dass ich mittlerweile eigentlich einen Bogen mache. Als ich mich Anfangs dafür interessierte, habe ich mich durch diverse Werke in der hiesigen Bücherei geblättert und nicht alle von vorne bis hinten gelesen. Warum? Weil mich die Masse an Text erschlagen hat. Für mich ganz persönlich eben nicht das Richtige um zu arbeiten. Ich bin ein Mensch, der eher visuell Dinge lernt und abspeichert. Es gab durchaus zwei/drei brauchbare Werke, aber in der Summe bedeutete für mich Schreibratgeber: Verwirrt nur noch mehr.

Als ich über die Schreibstilratgeber stolperte gefiel mir zuerst der Titel. „Schreibstilratgeber“, davon versprach ich mir konkrete Tipps, um meine Schreibe zu verbessern. Genau das, habe ich bekommen. Ich möchte an dieser Stelle unbedingt betonen: Es ist ein Stilratgeber! Dramaturgisches, Tipps zur Charaktererstellung usw., wie ich es schon in anderen Büchern gesehen habe, werden nicht angesprochen.

Inhalt: Frau Strecker behandelt im ersten Band dieser Ratgeberreihe einige grundsätzliche Themen, die einen neuen Autor weit nach vorne bringen können. Auf den ersten Seiten wird grundsätzliches zur Rechtschreibreform abgehandelt und ist mit zahlreichen Links gespickt, um tiefer in das Thema einzusteigen. Weiter geht es mit so wichtigen Basics, wie das Einrichten der Normseite. Dabei werden insbesondere die Programme „Word“ und „Papyrus Autor“ vorgestellt.

Im Hauptteil, dem Beheben von Stilfehlern, geht es dann an die netten kleinen Tipps, die ich zu schätzen weiß. Es geht um Adjektive und Co, denen anhand von Beispielen an den Kragen gegangen wird. Da findet man einfache kurze Sätze die prägnant zeigen, wie man seinen Text verbessern kann. Dazu immer wieder Links, um in die einzelnen Bereiche tiefer einzusteigen. Sicher, man könnte über jeden einzelnen Punkt seitenweise schreiben, aber eben diese Kürze gefällt mir so gut. So lassen sich Regeln und Vorschläge leichter nachschlagen und in meinem Fall habe ich dadurch einiges direkt im Kopf behalten, da es so klar dargestellt wird. Ein nettes Schmankerl sind die Textbeispiele rund um Maria und Josef die Fehler zeigen und wie man diese beheben kann. Im Allgemeinen sehr locker und mit einer Prise Witz geschrieben, sodass man Spaß beim Lesen an einem, in meinen Augen, eher trockenem Thema hat.

Im Großen und Ganzen hätte man am Layout noch feilen können, manche Textboxen sind grau schraffiert, aber leider so, das es bei längerem Hinsehen im Auge zwickt. Dennoch finde ich die Aufteilungen, die unterschiedliche Wahl der Schriftart und die farbigen Beispiele der Papyrusscreenshots gelungen. Für mich genau die Übersichtlichkeit, die mir in manch anderen Ratgebern fehlte.

Sehr schön sind die Textanalysen im hinteren Teil des Ratgebers, wo Autoren Teile ihrer Manuskripte zur Verfügung gestellt haben, um die Lektoratarbeit darzustellen. Schnell wird deutlich, dass kein Autor vom Himmel gefallen ist und jeder mithilfe eines Lektors gut am Text arbeiten kann.

Für mich als Grammatik–Legastheniker bringen im Schlussteil die kurze Übersicht und Bedeutung der wichtigsten Begriffe Licht ins Dunkle, wenn z. B. Konjugation, Konjunktion und Konjunktiv mal wieder wildes Durcheinander spielen. Toll sind die Tabellen zu wichtigen Wörter in alter und neuer Schreibweise und der Tabelle zum Genitiv und Dativ.

Fazit: Für meine Begriffe ein tolles Nachschlagewerk. Es gibt allerdings einen Punkt, den ich kritisch sehe: Die Links im Ratgeber sind toll, auch wenn sie teilweise sehr lang sind, aber ob diese in zehn Jahren noch Gültigkeit haben ist sicher fraglich. Für den Schreibanfänger empfehle ich zusätzliche Lektüre zum Thema Dramaturgie, Charaktererschaffung und Planung, denn das wird hier nicht behandelt. Während des Überarbeitens jedoch erweist sich dieser Ratgeber als eine große Hilfe, da man eben mal schnell nachgucken kann, ohne Mengen von Text zu bewältigen. Ich kann bedenkenlos empfehlen, diese kleine Lektüre neben den Rechner (Schreibmaschine ect.) zu stellen.

Wer wie ich, ein Nachschlagewerk, was durch Kürze seine Stärken zeigt, zulegen möchte, fährt sicher gut mit diesem kleinen Stilverbesserer.

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Lost Land – Der Aufbruch (Lost Land 2)

Oktober 21

Lost Land 02: Der Aufbruch

Price: EUR 19,95


Autor:  Jonathan Maberry

Originaltitel:  Dust & Decay (Rot & Ruin)

Übersetzer:  Franca Fritz und Heinrich Koop

Erscheinungsdatum:  15. Juli 2013

ISBN-13:  978-3522201766

Verlag:  Thienemann Verlag

Gebundene Ausgabe: 576 Seiten

Klappentext:

 

„Lost Land“ war im letzten Jahr eine meiner Überraschungen. Durch „Ashes“ hatte ich Lust auf Zombies bekommen und zu „Lost Land“ gegriffen, was von eineigen Bloggern positiv bewertet wurde. Die Reihe von Jonathan Maberry zeichnet sich durch den anderen Umgang mit Zombies und einer tollen Brüderbeziehung aus. Lange hatte ich die Fortsetzung hier jetzt liegen, aber bei so einem Sommer hatte ich nicht wirklich Lust auf das Thema. Eine Schande, Benny, Tom, Nix, Lilah und Co. so lange unangetastet warten zu lassen. Eine wirklich tolle Fortsetzung.

Tom hat die Kids in den letzten Monaten seit dem Tod von Rotaugen–Charlie unterrichtet. „Klug wie ein Krieger“ sollen die Jugendlichen handeln, wenn es ins Leichenland geht. Alle Vorbereitungen werden getroffen um sich nach Osten aufzumachen, um dort den mysteriösen Jet zu finden. Doch die Routen, die Tom selten nimmt, erweisen sie sich als nicht so sicher wie gedacht. Der Zusammenstoß mit einem Rhinozeros trennt die Gruppe und bringt alle Beteiligten in Gefahr. Gameland scheint auferstanden und auch mit den Zombies und Menschen passieren unübliche Dinge. Da gibt es eine Leiche, die nicht „zurückgekommen“ ist und wandelnde Tote, die plötzlich nicht nur schnell, sonder auch in gewisserweise intelligent handeln. Ein fulminanter Showdown erwartet nicht nur die Gruppe um Benny und Tom, sonder auch einer ganzen Kompanie an Zombiekartengrößen.

Erster Satz: Benny Imura war empört, als er erfuhr, dass die Apokalypse mit Hausaufgaben verbunden war.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee:  Es war ja aus Teil 1 schon zu erahnen, was in der Fortsetzung passiert. Gameland ist eine schreckliche Erfindung, aber für einen Zombieroman genau das Richtige. Maberry bleibt sich auch hier treu kein reines Gemetzel zum Kern der Geschichte zu machen. Das ist etwas, was ich ganz besonders an der Reihe mag.

Plot:  Der Großteil der Geschichte platziert sich im Leichenland. Was mir besonders gefallen hat, waren die Perspektivenwechsel, die es dem Autor ermöglichten auch von verschiedenen Plätzen aus zu schreiben. So bleibt die Spannung nahezu den gesamten Plot über oben. Das Buch ist wieder aufgeteilt, dieses Mal in fünf Teile mit jeweiliger Überschrift und Zitat. Das mag ich immer gerne, obwohl ich so in der Handlung versunken war, dass ich gar nicht wirklich sagen kann inwiefern die Teile in sich funktionieren. Die Geschichte beginnt ein paar Monate nach dem Fall von Rotaugen–Charlie. Es fiel mir überhaupt nicht schwer wieder in das Geschehen hineinzufinden. Sofort war man mit den Charakteren vertraut und schnell in die Ereignisse eingebunden. Das hat mir sehr gut gefallen. Maberry hat hier und da die wichtigen Dinge aus dem Auftakt der Serie Revue passieren lassen und das teilweise sogar aus der Sich von verschiedenen Figuren.

Einträge aus Nix‘ Tagebuch bringen mehr Nähe zum Geschehen. Eine tolle Idee, diese einzubringen.

Der Epilog ist mir besonders aufgefallen, denn er hat noch mal 4 Unterkapitel. So was habe ich bisher noch nicht gesehen, aber es bringt viel Neugierde auf den dritten Teil und was darin passiert.

Schreibstil:  Wieder hat mich der Autor in das Setting ziehen können. Er schafft es besonders durch seine Figuren eine ganz besondere Stimmung zu schaffen. Obwohl es ein Zombieroman ist, habe ich den Text gerne gelesen. Maberry übertreibt nicht mit blutigen Szenen. Es gibt sie ausreichend, aber für meine Begriffe dominiert dabei nicht der Ekelfaktor sonder die Handlung. Das macht diese Reihe sehr sympathisch.

Charaktere:  Der Autor versteht es besondere Charaktere zu erfinden, die alle ihren Platz in der Handlung bekommen. Dabei bedient er sich zwar klassischer Klischees, bindet diese aber perfekt ein um die Figuren authentisch wirken zu lassen. Zu Benny und Tom habe ich schon einiges in der Rezension zu „Lost Land – Die erste Nacht“ geschrieben. Benny wächst mit den Ereignissen. Besonders sympathisch war mir die Beziehung zwischen ihm und Nix. Der Autor lässt uns an den Gefühlen der Beiden zueinander teilhaben und unterstreicht dadurch, dass es sich immer noch um Teenager handelt, die in dem ganzen Grauen ihre erste Liebe erfahren. Auch bei Lilah und Chong wird es thematisiert.

Tom ist und bleibt einer meiner Lieblingscharaktere überhaupt. Ich habe eine Schwäche für diesen Samurai entwickelt und werde sicher beim Anblick eines Katanas immer an seine Kämpfe denken. Alleine wegen ihm möchte ich diese Reihe gerne verfilmt sehen.

Im zweiten Teil dieser Reihe begegnen uns endlich einige der größten Zombiekartenberühmtheiten. Sei es in positivem, wie auch im negativen Sinne. J–Dog und Dr. Skillz haben es mir sehr angetan und ich fand sie gerade durch den  Surfer–Slang authentisch. Ich hoffe, dass es in Teil drei ein Wiedersehen mit all diesen wunderbar ausgedachten Figuren gibt. Man sollte ihnen ein Videospiel widmen, denn sie erinnern mich an all diese Spiele in denen man sich solche „coolen“ Charaktere basteln und erspielen kann.

Hintergrund:  Nach wie vor bleibt die Frage offen, warum es zu den Zombies kam und um allem noch eins draufzusetzen, bleibt der Leser zudem im Dunkeln, was es mit den „neuen“ Zombies auf sich hat. Hat mich das gestört? Wie auch schon beim ersten Teil: nicht im Geringsten! Dafür schafft der Autor Charaktere mit gutem Hintergrund zu erschaffen und rückt diese in den Vordergrund. Das Buch enthält viel Zwischenmenschliches, was mir sehr gefallen hat.

Fazit: Um ehrlich zu sein frage ich mich, trotz der Themen im Epilog, wie Herr Maberry diese Geschichte weiterschreibt. Nicht alle Figuren überleben Gameland, was im Grunde okay ist, denn ich finde Kampfszenen, aus denen alle Beteiligte unversehrt herausgehen unglaubwürdig, aber hier hat er schon einen Hammer gebracht. Und dennoch: Unter all den apokalyptischen Romanen wird Lost Land als Reihe für mich immer eine Perle sein. Ich finde die Bücher besonders, weil sie Tiefe haben. Eben weil die Zombies anders gesehen werden und es gute geschriebene Bücher sind. Mit der Fortsetzung hat Maberry einen, wie ich finde, spannenderen Teil als den Auftakt geschaffen, der mich zu Tränen gerührt hat.

Nicht nur für Zombiefans, auch etwas für Liebhaber toller Charaktere, die gegen ein bisschen Gemetzel nichts einzuwenden haben.

 

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Grischa – Eisige Wellen (Grischa 2)

Oktober 20


Autor:  Leigh Bardugo

Originaltitel:  Siege and Storm

Übersetzer:  Henning Ahrens

Erscheinungsdatum: 25. Juli 2013

ISBN-13:  978-3551582966

Verlag: Carlsen

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

Klappentext:

„Grischa“ war eine Überraschung für mich. Dass ich mich in diesem russisch angehauchtem Setting so wohl fühle, hätte ich beim lesen von „Grischa – Goldene Flammen“ nicht gedacht. Ich habe mich sehr auf Teil 2 gefreut. Er hat ein bisschen warten müssen, aber dafür hatte ich umso mehr Spaß damit.

Alina und Maljen möchten sich ein neues Leben auf der anderen Seite der Wahren See aufbauen, doch das gestaltet sich gar nicht so einfach. Alina ist geschwächt, da sie ihre Macht nicht benutzt. Der Dunkle ist hinter ihr her, denn er möchte ihr weitere Kräftemehrer verschaffen. Auf dem Weg zurück über das Meer soll die Meeresgeisel gefunden werden, die den zweiten Kräftemehrer darstellt. Doch Alina und Maljen kommt der Freibeuter Sturmhond zur Hilfe und befreit sie aus den Fängen des Dunklen. In Os Alta erfahren sie mehr über den geheimnissvollen Sturmhond und Alina tritt eine wichtige Stellung an.

 

Erster Satz: Früher, lange bevor sie die Wahre See befuhren, hatten der Junge und das Mädchen immer wieder von Schiffen geträumt: Schiffe, randvoll mit Geschichten, verzauberte Schiffe mit Masten aus wohlriechendem Zedernholz und mit Segeln aus purem Gold, von Jungfrauen gesponnen.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee:  Mir hat Sturmhond als neuer wichtiger Charakter  als Element in der Geschichte sehr gut gefallen. Vor allem der Teil, der auf dem Meer passiert war meine Lieblingspassage. Eine gute Idee.

Plot: Für meine Begriffe hat das Buch drei Teile. Einen sehr temporeichen ersten Teil, der viel auf hoher See spielt, einen zweiten, ruhigeren Teil, indem die Charaktere sehr stark hervorstechen und ein fulminantes Finale, indem das Tempo rasch angezogen wird. Ich hätte mir ein wenig von dem spannenden ersten Teil mehr im zweiten gewünscht. Die Handlung funktioniert und bringt auch Wendungen mit sich. Eine Entwicklung in der Geschichte, die ich so nicht erwartet habe, aber es bleibt das Gefühl eines Ungleichgewichts. Der zweite Teil ist sehr geprägt durch die politische Aspekte Rawkas und wie die Figuren damit umgehen. Man sieht viel mehr die Charaktere, was mir gut gefallen hat.

Schreibstil: Leigh Bardugo bleibt sich treu: Prolog und Epilog sind in der dritten Person, der Haupteil als Ich-Erzähler geschrieben. Gerade in der ersten Hälfte bleibt man am Ball und kann das Buch kaum aus der Hand legen, so spannend ist es geschrieben. Die russischen Begriffe sind immer noch kleine Stolpersteine für mich gewesen, aber sie machen eben den besonderen Charme aus und schnell habe ich mich wieder daran gewöhnt und mich nicht im Lesefluss behindern lassen.

Charaktere: Mir ist mit „Eisige Wellen“ Maljen näher gekommen und auch sympathischer in Erinnerung geblieben. Habe ich mich im ersten Teil genau wie Alina vom „Dunklen“ hinreißen lassen, war in der Fortsetzung um die Beziehung zwischen ihr und Maljen von Hoffen und Bangen geprägt. Er schlägt sich gut, mit einer mächtigen Grischa als Freundin, während diese sich selbst neu kennenlernen muss. Alina hat es nicht einfach. Ihre Macht steigert sich und sie muss lernen damit umzugehen um sich nicht in ihr zu verlieren. Sie wächst mit ihren Aufgaben und stellt sich dem Schicksal womöglich nie ein „normales“ Leben zu führen, wie sie mit Maljen zu Anfang hofft. Maljen hingegen erweist sich nicht nur als unübertroffener Fährtensucher, sondern auch als hervorragender Diplomat. Auf nahezu magische Weise schafft er es die Menschen in seinen Bann zu ziehen und versteht sich mit jedem.

Maljen und Alina wirken viel erwachsener als ihr Alter, was ich verzeihe, da dieses Buch eine reine Fantasygeschichte beherbergt.

Sturmhond, als neuer Charakter hat mich gepackt. Er ist alles und doch gut durchdacht. Man muss seine freche Art lieben und oft hatte ich bei ihm ein Grinsen im Gesicht. Ich bin gespannt, was im dritten Teil mit ihm passiert.

Hintergrund: Mir gefällt immer noch diese russisch angehauchte Fantasy-Welt. Leigh Bardugo hat ihr Leben eingehaucht, sodass man  sich ihrem Zauber nicht entziehen kann. Der Leser erfährt mehr über die Hintergründe der Charaktere und auch zu den Kräftemehrern. Sehr gut fand ich, dass auf die Kriegsvorbereitungen eingegangen wird. Ich habe mich wieder wohlgefühlt in Rawka und beglückwünsche die Autorin zu dieser tollen Welt, die sie uns geschenkt hat.

Fazit: Ich bin etwas Reihenmüde in letzter Zeit und jeder Fortsetzung wende ich eine gewisse Skepsis zu, denn meistens steht die Handlung im zweiten Teil einer Trilogie. Die Autorin hat es jedoch geschafft nicht langweilig zu werden oder sich mit an den Haaren herbeigezogenen Handlungen zum finalen Teil zu hangeln. Neue Charaktere bringen interessante Wendungen und so hat die Fortsetzung  mindestens genauso viel Spaß gemacht, wie der Auftakt dieser wundervollen Trilogie. Ich freue mich jetzt schon wieder nach Rawka entführt zu werden und bei diesen Vorlagen kann die Geschichte im dritten Band nur gut werden. Eine klasse Fantasy-Story die nicht zu sehr abschweift, aber genügend Details liefert, um in eine andere Welt abzutauchen.

Für alle die  den ersten Teil gelesen haben ein „Muss“. Alle anderen sollte zu Grischa greifen, um  sich an reine Fantasy heranzutasten und dem russischen Charme erliegen möchten. Für Trilogiemüde, die mal etwas anderes haben wollen.

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Liberty Bell – Das Mädchen aus den Wäldern

Oktober 6


Autor: Johanna Rosen

Erscheinungsdatum: 01. Juni 2013

ISBN-13: 978-3401068046

Verlag: Arena

Gebundene Ausgabe: 375 Seiten

Klappentext:

 

Die Geschichte von Libery Bell und Ernesto wurde uns auf der Leipziger Buchmesse im März von Arena vorgestellt und hat mich neugierig gemacht. Das Buch wurde von einer der renommiertesten, deutschen Autorinnen unter Pseudonym geschrieben, die mit diesem Roman ein neues Genre ausprobieren möchte.

Es ging mal nicht um eine dieser fantastisch angehauchten Liebesgeschichten, wie man sie in den letzten Monaten zuhauf gelesen und gesehen hat. Sondern sie spiegelt den neuen Trend von sogenannten „Contemporary“-Texten (realen Geschichten) wieder. Ich habe mich also auf eine reale Geschichte mit zarter Liebe eingestellt. Umso überraschter war ich über die Wendungen des Buches.

Erster Satz: Eine frühsommerliche Hitze lag über der Stadt.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Wenn man den Klappentext und auch die Zusammenfassung vom Einband liest, erwartet man eine ‚zarte Liebesgeschichte‘ zwischen einem Jungen und einem Mädchen, das fernab von Zivilisation aufgewachsen ist. Alleine diese Idee bietet genug Stoff und Spannung, um damit einen Jugendroman zu füllen. Aber daraus einen Thriller zu stricken, der an Verwirrungen und Verstrickungen nur so strotz, macht das Ganze noch mal eine Nummer interessanter, vielschichtiger und tiefer.

Als uns Arena den Text im März vorstellte, dachte ich in der ersten Sekunde an den Film „Nell“ bei dem ebenfalls ein Mädchen in den Wäldern gefunden und in die Zivilisation gebracht wird. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das vielleicht ein kleines Bisschen als Ideengrundstein der Autorin gedient hat.

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Direkt zu Beginn der Geschichte, noch bevor Kapitel Eins anfängt, liest man zwei Rückblenden von verschiedenen Situationen an unterschiedlichen Orten. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte bringt die Autorin diese Rückblenden, die jeweils nicht aus Sicht vom Erzähler, sondern entweder aus der Sicht des Täters oder des Opfers erzählt werden. Diese Rückblenden sind sehr „entrückt“ erzählt, sodass man am Anfang gar nicht recht versteht, was diese Rückblende zu bedeuten hat. Erst am Ende der jeweiligen Szene wird einem (meist mit nur einem Satz) klar, was da gerade passiert ist.

Plot: Ernesto und seine Freunde fahren in den Wald, um ein Mädchen, was einer der Jungs durch Zufall „entdeckt“ und beim Nacktbaden gefilmt hat, zu suchen. Sie finden sie, verschwinden aber wieder, als sie sehen, wie es eine Art Bisamratte tötet und häutet.

Ernesto kann das Mädchen aus dem Wald aber nicht vergessen und fährt ein zweites Mal hin. Dort angekommen findet er nicht nur Liberty Bell, sondern auch einen seiner Kumpels (Jaden) mit seinem Cousin, die sie in die Ecke drängen und dabei filmen. Es kommt zu einem Unfall, bei dem Liberty Bell den Cousin schwer verletzt und flüchtet. Nachdem Ernesto die Nacht bei ihr im Wald verbracht hat, um es nicht alleine zu lassen, werden sie „Dank“ des verletzten Cousins gefunden. Liberty Bell wird in das örtliche Krankenhaus gebracht und unterliegt fortan ständiger Überwachung. Kaum ist das Mädchen in der Stadt, geschieht ein blutrünstiger Mord an einem alten Mann. Kurz darauf stirbt Ernestos Kumpel Jaden bei einem Unfall…

Und plötzlich steht man mit beiden Beinen in einem waschechten Thriller, bei dem man sich immer wieder fragt, welcher der braven Bürger des Städtchens ist nun der Mörder beziehungsweise Täter.

Mit der Erwartung einer zarten Liebesgeschichte bin ich in das Buch gestartet, die man auch im Grunde bekommt, aber dazu noch eine Hintergrundgeschichte, die verworrener nicht sein kann. Im Laufe des Buches nimmt der Fokus auf die Liebesgeschichte zwischen Liberty Bell und Ernesto immer mehr ab, um viel mehr auf den Grund, Warum sich Liberty Bell überhaupt im Wald aufgehalten hat, zu schwenken.

Im ersten Moment war ich enttäuscht, aber dann wollte ich wissen, warum plötzlich Charaktere starben, die offensichtlich nicht in näherer Verbindung mit der Hauptprotagonistin standen.

Und alles lässt sich auf die beiden Rückblenden zu Beginn des Buches zurückführen.

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Rückblenden zu Beginn des Buches: Die hingebungsvollen, verliebten Gedanken eines pädophilen Vergewaltigers (wie allerdings erst am Ende der Rückblende klar wird) und die rauschartigen Gedanken einer Frau, die neben einem Kind liegt, das stirbt (was ebenfalls erst am Ende der Rückblende klar wird).

Schreibstil: Erzählt wird aus der Sicht von Ernesto, mal etwas anderes (und Erfrischendes), als immer nur aus der Sicht einer starken Heldin zu lesen. D.h. Liberty Bell lernt man nur durch Ernestos Erzählungen kennen und man befindet sich (fast ausschließlich) im Kopf des Helden. Ich brauchte eine ganze Weile, bis ich mich in die Geschichte eingefunden hatte. Vor allem die Dialoge sind sehr umgangssprachlich geschrieben, sodass ich einige Sätze doppelt lesen musste. Die einzige Erklärung, die ich mir selbst dafür geben kann, ist die, dass aus der Sicht des männlichen Protagonisten erzählt wird, und Jungs immer anders ‚erzählen‘ (cooler, selbstsicherer usw.) als Mädchen. Das ist mir damals auch schon in ‚Unschuld‘ von Usch Luhn aufgefallen, da war auch aus der Sicht des männlichen Protagonisten erzählt. Ich finde diese Art der „Sprache“ immer sehr schwierig, denn es verlangsamt den Lesefluss und ermüdet. Ich mag eine flüssige Schreibe, die sich gut runterlesen lässt, ohne ins Stocken zu geraten. Aber vielleicht braucht man gerade diese, um die Jugendlichen zuerreichen – um anzudocken.

Charaktere: Die Autorin schmeißt Charakter um Charakter in die Geschichte, dass ich von Anfang an den Überblick verloren habe. Selbst jetzt, beim anschließenden Resümee, kann ich nicht mehr sagen, wer alles dabei war, und welche Rolle der oder diejenige gespielt hat (oder ob er oder sie überhaupt eine Rolle hatte). Ich gehe sogar soweit zu behaupten, ein oder zwei Charaktere weniger, hätten der ganzen Geschichte keinen Abbruch getan und würden den Leser nicht so überfordern. Leider führt genau diese Charaktervielfalt dazu, dass sämtliche Nebencharaktere sehr blass erscheinen und sich nicht (außer durch Namen) voneinander unterscheiden. Was bei mir zum Schluss dazu geführt hat, dass es mir „egal“ war, wer da gerade gesprochen hat, weil ich sie sowieso nicht auseinanderhalten konnte.

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Zum Beispiel hat Ernesto 5 Freunde. Ronan, Salvadors, Jaden, Darayavahush und Mose. Für mich gefühlte zwei Jungs zu viel. Dazu nochmal fünf Mädchen (die aber erst im späteren Verlauf der Geschichte dazukommen und nur eine (Sally) einen wirklichen Teil zur Geschichte beiträgt.

Zu der ganzen Charaktervielfalt kommen dann noch die verschiedenen Orte hinzu. Es gibt zwei Restaurants/Bars, ein Krankenhaus, diverse Jungenzimmer, Häuser und andere Schauplätze, bei denen man aber soweit gut mitkam.

Ernesto, der Hauptprotagonist, ist siebzehn und einziger Sohn des plastischen (halb querschnittsgelähmten) Chirurgen des Ortes. Er hat die Schule fast beendet und soll ab dem Herbst (wie nicht anders zu erwarten) Medizin studieren. Auch jetzt im Nachhinein kann ich nicht wirklich sagen, wie Ernesto „ist“. Sobald es aber um Liberty Bell geht, kämpft er für sie und will sie beschützen. Er fühlt sich für sie verantwortlich, was ihn sehr sympathisch macht.

Liberty Bell ist das Mädchen aus dem Wald. Man lernt sie nur durch ihre Reaktionen und das, was Ernesto über sie denkt, kennen. Das machte es mir als Leserin sehr schwer, mich mit ihr zu identifizieren oder sie „zu verstehen“. Sie ist mutig und entschlossen und lässt sich nicht kleinkriegen. Etwas, was ich sehr an ihr mochte.

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Ich fand Liberty Bells Eingewöhnung in die neue Umgebung zu schnell. Sie wird vom Wald in die Zivilisation gebracht und bereits wenige Tage später fährt sie Auto und nimmt alles als „selbstverständlich“ hin. Sie stellt zwar Fragen, und ist neugierig, aber stellenweise fand ich das zu wenig. Auch fand ich es seltsam, dass sie Ernesto gegenüber nicht scheuer gewesen ist. Schließlich hat ihre Mutter ihr beigebracht, das Männer „böse“ sind.

Auch Ernestos Einstellung gegenüber seiner Familie finde ich seltsam. Es wird war alles als kühl und unterkühlt bezeichnet, aber als Sohn (mega)reicher Eltern sollte er entweder eine richtige ‚Scheissegal‘-Einstellung haben, oder etwas mehr Interesse zeigen, zumal er sich nicht als der widerspenstige, aufsässige reiche Chirurgensohn darstellt, dem langweilig ist und der nicht weiß, was er mit seiner Freizeit anstellen soll. Stattdessen wird nur berichtet, dass er selten mit seinem Vater spricht (weil er viel arbeitet) und noch weniger mit seiner Mutter. Das ist in meinen Augen ein wenig dünn.

Über den Antagonisten will ich nichts schreiben, denn wenn ich das täte, müsste ich nur spoilern und das würde doch ziemlich viel der Spannung rausnehmen. Nur so viel: Bis zum Schluss ist nicht klar, wer der Täter ist.

Hintergrund: Ich mag gut durchdachte, stimmige Geschichten und Hintergründe.

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Ein pädophiler Kinderschänder in Oregon, der sich an einem zehnjährigen Mädchen vergehen will. Eine Frau in Kalifornien, die sich in einem Rausch befindet und nicht mitbekommt, dass neben ihr ein Kind stirbt.

Zwei Situationen, die unterschiedlicher nicht sein können und doch unmittelbar miteinander verknüpft sind. 21 Jahre später wird in Oregon ein 17-jähriges junges Mädchen im Wald gefunden und in die Zivilisation gebracht. Was folgt, ist ein toter Vietnamveteran, der auf den ersten Blick so gar nichts mit dem Ereignis zu tun hat. Erst langsam, Schritt für Schritt wird klar, was damals ,1991, wirklich passiert ist.

Ganz ehrlich: Thriller sind nicht mein Genre.

Genauso wie bei Filmen, mag ich „Hollywood“-Geschichten, die einfach „schön“ sind und mich mit einem Lächeln das Buch am Ende weglegen lassen. Bei Thrillern habe ich nicht dieses Gefühl, eher das Gegenteil ist der Fall. Bei Thrillern wird man mit „kranken Köpfen“ konfrontiert, die es durchaus auch in der Realität geben kann. Ich frage mich auch immer wieder, wie man sich als Autor eine solche Geschichte einfallen lassen kann, denn gerade bei Thrillern steht und fällt die Geschichte mit einem „perfekt bösen“ Antagonisten. Und weil ich einfach die heile, schöne Welt mag, gibts bei mir auch selten so „perfekt böse“ Charaktere.

In dieser Geschichte haben wir einen „perfekt bösen“ Antagonist, der mir einen Schauer nach dem Nächsten über den Rücken laufen lässt. Das macht einen guten Thriller aus – das macht ‚Liberty Bell – Das Mädchen aus dem Wald‘ aus.

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Ich habe mich jedoch gefragt, warum die Autorin die Geschichte in den USA spielen lässt. Bei den vielen Interviews, die wir geführt haben, war heraus zuhören, dass das Setting zur Geschichte passen muss. Und was spricht dagegen, ein kleines verschlafenes Nest irgendwo im Schwarzwald oder in Bayern zu nehmen? Oder ist es deshalb USA geworden, weil das soweit weg liegt und so die Realität von Deutschland fernhält? – Frei nach dem Motto – bei uns in Deutschland gib es so was nicht.

Außerdem sind für mich einige Fragen nicht gelöst worden. Wie ist Libby zu Annie gekommen? Wo hat sich Ruby all die Jahre aufgehalten? Was genau hatte Flavio mit allem zu tun? Es wird zwar klar, warum der Antagonist tut was er tut, aber auch hier ist mir die ein oder andere Verstrickung zu viel eingebaut.  

Fazit: Ein absolutes Überraschungsei. Es täuscht durch einen plätschernden Anfang, um dann mit einem blutigen und spannenden Ende zu enden. Dazwischen gibt es, viel Spannung, ganz viel Rätsel, eine Menge Blut und eine zarte Liebe.

Wer also nach einer rosa-roten Liebesgeschichte sucht, sollte einen großen Bogen um ‚Liberty Bell‘ machen, denn das ist nichts für das schwache, liebesgeschichtenhungrige Mädchen (oder auch Jungen). ‚Libery Bell – Das Mädchen aus den Wäldern‘ ist ein Jugendthriller mit ganz vielen kaputten Charakteren und einem (in meinen Augen) ziemlich pervers, kranken Antagonisten.

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