Autor:  Kami Garcia

Originaltitel:  The Legion 1 – Unbreakable

Übersetzer:  Eva Müller-Hierteis

Erscheinungsdatum: 28. Oktober 2013

ISBN-13:  978-3570162705

Verlag:  cbt

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten

Klappentext:

 

Eigentlich wollte ich keine neue Reihe anfangen, zumal ich noch nicht mal die „Sixteen Moons“ beendet habe, aber „The Legion -Der Kreis der Fünf“ hörte sich zu interessant an und ich bin froh, dass ich es gelesen habe. Genau so eine Geschichte brauchte ich. Mysteriös, gespickt mit ein bisschen Liebe.

Kennedy wird wieder Willen ein Mitglied der Legion. Jared und Lukas, die Zwillinge, die sie vor einem Rachedämon retten, offerieren ihr eine unglaubliche Geschichte: Ihre Mutter wurde von dem Dämon getötet, da diese ein Mitglied der Legion war. Im Gegensatz zu Kennedy scheinen alle anderen Legionsmitglieder mit dem Wissen darum aufgewachsen zu sein. Vor langer Zeit machten ihre Vorfahren zusammen mit den Vorfahren der anderen Mitglieder einen Fehler bei einer Dämonenbeschwörung, woraufhin dieser freigelassen wurde. Der Rachedämon „Andras“ macht seit jeher Jagd auf sie, aber auch die toten Legionsmitglieder in deren Fußstapfen die Jugendlichen rund um Jared und Lukas treten, machen es den Jugendlichen mit einem Rätsel nicht leicht.

Erster Satz: Als meine bloßen Füße in die feuchte Erde einsanken, bemühte ich mich, den Gedanken an all die Toten zu verdrängen, die unter mir begraben lagen.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee:  Geister, ein rätselhafter Zylinder und ein alter Geheimbund. Ja, das ist ein Stoff für mich. Dazu eine Liebesgeschichte für den romantischen Touch. Sicher nichts innovativ Neues, aber in der Kombination wunderbar spannend gemacht.

Plot:  Gleich zu Anfang gibt es einen übersinnlichen Einstieg und sogar Kennedys Mutter erlebt man lebend. Da meint man jetzt geht es gemächlich weiter, schon tauchen zwei smarte Zwillinge auf und retten das Mädchen. Schnell wird man in alles Weitere reingeworfen, Infodump findet man jedoch nicht. Man könnte den Plot hier und da als zu konstruiert bezeichnen, was mich jedoch nicht gestört hat. Sicher hätte man viel mehr daraus machen können, aber so kommt bei einem angezogenen Tempo keine Langeweile auf. Eine Geschichte, die einen mitzieht und das Buch nicht aus der Hand legen lässt,  in einem wohldosierten Wechsel von Rasant und Langsam. Doch Obacht! Der Cliffhänger am Schluss ärgert, zumindest wenn man bedenkt jetzt so lange auf die Fortsetzung warten zu müssen.

Schreibstil:  Kami Garcia hat mir mit ihrer Kollegin schon gefallen. Es ist kein herausragender Stil, der die Autorin einmalig macht, aber die Seiten fliegen dahin und man hält sich nicht an komplizierten Formulierungen fest. Dabei ist die Sprache nicht nur in den Dialogen locker leicht. Sehr sympathisch auch wieder die Perspektive des Icherzählers in der Vergangenheitsform.

Charaktere:  Im Allgemeinen könnten die Figuren mehr Tiefe aufweisen, aber in Anbetracht der Kürze der Geschichte, hat Kami Garcia die wichtigen Charakterzüge wunderbar herausgearbeitet.

Stellenweise hatte ich meine Probleme, Jared und Lukas auseinanderzuhalten, was ärgern kann, aber bei Zwillingen nur authentisch ist. Irgendwie war es zu erwarten, dass sie dennoch ungleich sind. Lukas, der zuvorkommend und ausgeschlossen ist, im Gegensatz Jared, der irgendein Geheimnis verbirgt, unnahbar wirkt und sich hemmungslos in Kennedy verliebt.

Kennedy ist ein, für dieses Genre, recht stereotype Figur, wäre da nicht ihr fotografisches Gedächtnis. Eine Idee, wie ich finde, die richtig gut ist. Ich kann ihre raschen Gefühle zu Jared jedoch nicht ganz nachvollziehen. Er ist toll, keine Frage, aber da hätte etwas mehr sein könne, was beschreibt, wie sie sich verliebt, die Kleinigkeiten, die das Gefühl aufbauen. Man weiß von der ersten Begegnung, dass etwas zwischen den beiden laufen könnte, da hätte ich mir etwas mehr Rätseln gewünscht. Nicht, dass ich ein Fan von Dreiecksbeziehungen bin, aber bei eineiigen Zwillingen, bietet sich so etwas an und wäre für mich plausibel gewesen. Schließlich kann es das Äußere nicht sein, dass allein überzeugt.

Besonders die Nebenfiguren machen mir Lust auf mehr. Alara, die man so ganz falsch einschätzt und einen schönen Gegenpart zu Kennedy bringt. Vor allem aber Priest, den 15-jährigem Bastler, der mich an McGyver erinnert oder an Mr T. Er ist richtig klasse.

Hintergrund:  Was mir schon bei „Sixteen Moons“ gefallen hat, trifft auch auf diese Geschichte zu. Kami Garcia vermag Mythen, Voodoo, Geister und Co. in die Realität zu holen und miteinander zu verknüpfen. Sicher könnte ich kritisch sein, ob diese Jugendlichen schon so taff sind, aber möchte ich gar nicht. In meinen Augen hat die Autorin all ihre Elemente wunderbar zusammengebracht, jedem Charakter seine Story gegeben und eine tolle Geisterwelt geschaffen. Bei den gruseligen Szenen kommt Gänsehaut auf. Die Stimmung ist düster und die Räselaufgabe gut eingefügt und verstrickt.

Fazit: So einfach und dennoch total spannend. Ein Pageturner, den ich in dieser Art nicht erwartet habe. Ich bin so froh, mit dieser Reihe angefangen zu haben, und freue mich schon, wenn Kami Garcia mich in der Fortsetzung wieder das Gruseln lehrt.

Für alle, die Geister mögen,  tolle Nebenfiguren lieben und ebenso gerne rätseln um sich zum Schluss überraschen zu lassen.

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The Legion – Der Kreis der Fünf, 5.0 out of 6 based on 1 rating Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail