Aisling Breith lesen, schreiben, hören
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Hörbücher

Artemis Fowl (Teil 7) – Der Atlantis Komplex

April 11

Autor: Eoin Colfer

Sprecher: Rufus Beck

Verlag: Hörbuch Hamburg (März 2011)

ISBN-13: 978-3899033229

  Kurzinhalt:

 
Natürlich erwarte ich als Fan der Reihe und von Sprecher Rufus Beck jedes Mal sehnsüchtig den nächsten Teil. Bisher dachte ich, Teil sieben wäre der letzte Teil der Abenteuer rund um den jungen Meisterdieb, aber es wird wohl noch einen Teil geben. In diesem teil zeigt sich Artemis von einer anderen Seite. Ihm ist plötzlich daran gelegen die Welt zu retten und ruft seine Unterirdischen Freunde zu einer Konferenz zusammen, um seine neue Idee vorzustellen. der sonst so souveräne Junge lässt sich jedoch plötzlich durch die Zahl vier erschrecken und fängt an Wörter zu zählen um sicher zu gehen, fünf Worte in einem Satz zu benutzen. Während der Konferenz kommt es zu einem Angriff bei dem Artemis, Foaly und Holly fliehen. Durch einen Schuss kehrt Artemis plötzlich sein zweites Ich heraus: Orion, einen romantischen in Holly schwer verliebten Jugendlichen. Foaly und Holly stimmen überein: Artemis ist krank; er leidet unter dem Atlantis-Komplex.
VN:R_U [1.9.22_1171]
Idee
Plot
Charaktere
Hintergrund
Sprecher/in
Rating: 4.4/6 (1 vote cast)

Idee: Die Idee passt für mich in die Reihe und hat einen neuen Aspekt versprochen.

Plot:Irgendwie lief dieses Mal alles so langsam ab. Es dauert ewig, bis etwas passiert. Natürlich gibt es wieder mehrere Handlungsstränge, die zum Schluss auch gut ineinander gefügt werden, aber das wurde in anderen Teilen schon besser gelöst.

Charaktere: Ich liebe die Charaktere, auch, wenn sie sicher in anderen teilen mehr Farbe hatten. Aber Foaly, bleibt einer meiner Lieblinge und ich habe mich auch sehr über das Auftauchen von Mulch gefreut. Ich finde es schwierig zu beurteilen, wenn man die Charaktere jetzt schon so lange kennt. Mir gefallen sie super, im Gesamtbild der Reihe. Jeder hat auf seine Art etwas und ist ausgefeilt. Deshalb werde ich mich bei der Bewertung der Charaktere nur zurückhalten, weil sie in diesem Band nicht ganz so präsent sind.

Hintergrund:  Es ist Fantasy, da ist der Hintergrund immer schwer. Über die ganze Reihe gesehen hat mich nie etwas gestört oder ich habe etwas infrage gestellt. Da passte immer alles, weil es eben so abgedreht ist. Ich finde die ganze Idee mit dem unterirdischen Volk super. Sicher, über Artemis Hintergrund lässt sich streiten, aber selbst das er als minderjähriger eine Zeit ohne seine Eltern lebt verzeihe ich der Geschichte.
Sprecher: Was soll ich sagen: Rufus Beck, ein Garant für Hörvergnügen. Ich habe wirklich mal Artemis Fowl lesen wollen, aber mir fehlte die Stimme Foalys so sehr, das ich wieder zum Hörbuch gegriffen habe. Er kann sein schauspielerisches Talent mal wieder voll auskosten. Ihm kann ich einfach keine schlechte Bewertung geben, sondern nur jeden wärmstens ans Herz legen.

Fazit: Für mich ist das Ende zu offen, was ich so noch nie bei der Reihe erlebt habe. Ein bischen langatmiger und flacher als die Anfangsteile ist er schon, aber es ist der siebte Teil und da erwarte ich nicht mehr viel. Ich bekenne mich ein Reihenhasser zu werden. Irgendwann ist der Ofen aus und alle gute Munition verschossen. Aber ich mag die Charaktere und den Sprecher, deshalb freue ich mich auf den Abschluss der Reihe. Vielleicht wird das Ende wieder richtig gut. Mehr habe ich mir von Artemis zweitem Ich versprochen, oder dem Wechsel zwischen den beiden. Das hätte man sicher besser umsetzen können. Dennoch möchte ich jedem, der Spaß an leicht abgedrehten Geschichten und Charakteren hat (es ist ein Kinder- und Jugendhörspiel) Artemis Fowl ans Herz legen.

Imago

März 12

Imago

Price: EUR 19,99

Autor: Isabel Abedi Verlag: Jumbo Neue Medien; Auflage: 1., Aufl. (26. April 2007) ISBN-13: 978-3833718557

  Kurzinhalt:

 
Ich habe zu Imago gegriffen weil ich bereits Lucian und Isola gelesen hatte und mir diese Bücher gut gefallen haben. Ausserdem lag das Hörbuch gerade im Regal der Bücherei und ich brauchte mal wieder was zu hören. Ein bisschen musste ich mich einhören, denn die Geschichte war so gar nicht das, was ich erwartet hatte und da ich viel Andreas Fröhlich und Rufus Beck als Sprecher höre, musste ich mich an Marie Leuenberger gewöhnen. Da der Klappentext eigentlich gut wiedergibt, worum es geht, spare ich mir mal meine eigene Darstellung.
VN:R_U [1.9.22_1171]
Idee
Plot
Charaktere
Hintergrund
Sprecher/in
Rating: 3.4/6 (1 vote cast)

Idee: Die Idee fand ich nicht schlecht, aber mich hat sie auch nicht vom Hocker gehauen.

Plot:Die Story baut gut aufeinander auf. Teilweise jedoch ein bischen langweilig und vorhersehbar. Mir war sehr schnell klar, was mit Wanjas bester Freundin zum Schluss passiert und wie das Verhältnis zu Mischa ist. Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen der realen Welt und den Erlebnissen in Imago. Gut gefallen hat mir die Zeitspanne über fast ein Jahr. Nach und nach wird alles aufgelöst und am Ende fügt sich alles zusammen.

Charaktere: Wie ich es von Isabel Abedi gewohnt war, sind die Charaktere gut durchdacht und man kann ihre Entwicklung gut nachvollziehen. Auch hier gilt mein Kompliment an dem Charakter Flora. Eine wunderbare Nebenfigur. Aber auch die Hauptprotagonisten sind gut gelungen. Bei jedem Handeln versteht man die Beweggründe. Auch die besonderen Bewohner Imagos haben eine schöne Farbe bekommen, obwohl ich mit der Welt an sich nicht so viel anfangen konnte.

Hintergrund:  Ich habe nichts als unlogisch oder total an den Haaren herbeigezogen empfunden. Natürlich finde ich es fraglich, ob man der Einladung zu der Ausstellung wirklich nachgegangen wäre, aber es ist ja Fantasy, und da der Name der Ausstellung „Vaterbilder“ heißt, sicher ein guter Beweggrund für Wanja, die nichts über ihren Vater weiß.
Sprecherin: Nachdem ich mich an Marie Leuenberger gewöhnt habe, fand ich sie gut als Sprecherin. Sie kann zwar nicht so gut die Stimme verstellen wie Rufus Beck, bei dem man meint es sprechen verschiedene Sprecher, aber dennoch passte sie gut zu der Geschichte und ich habe sie nie als langweilig empfunden.

Fazit: Ich habe Imago als Kindergeschichte empfunden. Sicher, hier wird sich intensiv mit dem Vaterthema auseinandergesetzt und wie wichtig es sein kann, seine Wurzeln zu kennen, aber ich würde es nicht noch mal hören. Es war ein netter Zeitvertreib, aber mehr auch nicht. Vielleicht liegt es an der Zirkuswelt, mit der ich nicht so viel anfangen konnte, obwohl alles gut dargestellt war. Irgendwie hat mich Imago nicht so gepackt wie Lucian oder Isola. Natürlich entspreche ich nicht der Zielgruppe, aber das geht mir meistens so, dennoch bekomme ich den einen Gedanken nicht aus dem Kopf: Gut, aber zu Kindermäßig. Jungen Jugendlichen kann ich es guten Gewissens empfehlen, vor allem , wenn man in dieser Phase steckt, wo man sich von seinen Wurzel distanzieren möchte.

Eragon – Das Erbe der Macht

Januar 31

Eragon - Das Erbe der Macht

Price: EUR 24,99

Sprecher: Andreas Fröhlich
Verlag: cbj audio; Auflage: ungekürzte Lesung (19. November 2011)
Autor: Christopher Paolini
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3837108545

Originaltitel: Inheritance

Kurzinhalt:

 

Lange habe ich auf den vierten Teil gewartet. Ursprünglich hatte ich mit der Eragon-Reihe angefangen, weil es von einem meiner Lieblingssprecher, Andreas Fröhlich, gesprochen wird. Teil eins und zwei haben mir sehr gefallen. Als ich Teil drei hörte, war ich noch in dem Glauben, dass dies der letzte Teil sei, was sich dann als Fehlinfo herausstellte. Ich sage direkt: Teil drei war mir viel zu langatmig. Drei Jahre auf die Fortsetzung zu warten und endlich das Ende zu hören, war eine viel zu lange Zeit. Ich werde die Handlung nicht mit eigenen Worten wiedergeben, denn ich bin enttäuscht.

Zu Anfang kommt man gleich in ein Schlachtengetümmel, dass sehr genau beschrieben wird. Zu genau, für meinen Geschmack. Schon in Teil drei gab es Passagen(z.B. die Schwertschmiederei) die mich gelangweilt haben. Hätte ich das Buch gelesen, hätte ich es gleich wieder weggelegt. Es passieren so unnötige Dinge. Muss ich wirklich haarklein beschrieben bekommen, wie Eragon eine ganze Nacht Lang eine Verkettung von Zaubern wirkt? Ich finde es zwar toll, das Paolini sich so viel Gedanken zu den Hintergründen macht, aber ich muss nicht an allem teilhaben. Man hätte das ganze Buch sicher um ein drittel kürzen können. Die langen Beschreibungen, die er über eine ganze Zeit macht, bleiben dann plötzlich in den Schlussszenen aus. Für mich bleiben Fragen offen:

Achtung:Spoiler Aufklappen

  • Was wird aus Murthag und Dorn?
  • Was aus einem meiner Lieblingscharaktere Angela? Gerade bei ihr habe ich die ganze Zeit auf die Schlüsselszene gewartet, was im vierten Teil sogar noch unterstützt wurde, aber nichts!
  • Warum bahnt sich zwischen Muthag und Nasuada etwas an und wird nicht ausgeführt?
  • Vor allem: Warum passiert rein gar nichts zwischen Arya und Eragon? Nicht ein Kuss?
  • Wann hört man endlich mal einen wahren Namen? Darum wird ein großes Geheimnis gemacht.

Ich finde es immer gut, wenn man nach dem fulminanten Ende noch hören kann, was weiter mit den Helden passiert. Grundsätzlich ist bei solchen Geschichten der Weg „in“ das Abenteuer immer ausführlich beschreiben, aber „heraus“ oft nicht. Hier wird es auch erzählt, aber so kurz, im Gegensatz zu den vorangehenden Passagen, dass er es sich auch hätte sparen können. Meiner Meinung steht Eragon vor viel zu vielen Hürden.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Erst die Schlacht, dann ein gescheiterter Plan, der viel zu sehr in die Länge gezogenen Flug durch das Unwetter zur Stadt der Drachenreiter. Als Hörer war es für mich so logisch und deshalb unverständlich, dass Eragon so lange braucht um herauszufinden, dass er dort seinen wahren Namen sagen muss.  Dann diese Sache mit den Eldunari fand ich schon die ganze Zeit merkwürdig, aber dass es dann plötzlich mehr davon gibt und ganz viele Dracheneier … Das die Eldunari die ganze Zeit über alles vorraus gesehen haben.

Genug gemeckert, es gibt auch positives. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, man bemerkt die Entwicklung, die der Autor mitgemacht hat. Die Welt hat einen fundierten Hintergrund und weist viele Detais auf. Die hätten nicht immer ausgeschrieben werden müssen. Mit Andreas Fröhlich hat Eragon eine genialen ehrwürdigen Sprecher bekommen, der es versteht, die einzelnen Charaktere hervorzuheben. Gut war auch der Szenenwechsel, dass teilweise aus Nasuadas Sicht und aus Rorans Sicht geschrieben wurde.

An Paolinis Stelle hätte ich mächtig gekürzt und Teil drei und vier in einem Band gemacht. Teil vier war besser als teil drei, aber dennoch unbefriedigend. Meine Enttäuschung mag vielleicht daran liegen, dass ich normalerweise nicht so viel Fantasy dieser Art höre/lese und es mir insgesamt zu lang war. Die Meinungen gehen bestimmt geteilt daher, aber für mich ist das Kapitel Eragon abgeschlossen.


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