Aisling Breith lesen, schreiben, hören
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This is what we love ‐ Literaturtipp 4

April 1

Zum vierten Mal, aber zum ersten Mal in diesem Jahr, ist es soweit und ich freue mich, dass ich wieder für „This is what we love“ einen Literaturtipp schreiben darf. Die Seite birgt ein Lifestylemagazin mit vielen Artikeln und Tipps.

GFC in Worpress einbinden

Januar 15

Lange lange habe ich nach einer Lösung gesucht, wie man GFC in Wordpress einbinden kann. Ich wollte mich einfach nicht damit abfinden, dass GFC bei Wordpress nicht mehr möglich ist. Nun, um ehrlich zu sein, es ist auch nicht möglich. Ja und warum verfasse ich jetzt diesen Artikel, fragt ihr euch? Tja, die Wahrheit ist, dass man kann GFC austricksen und mithilfe der etwas uneleganten Lösung eines iframe, GFC auf seinem Wordpress-Blog einbinden kann.

Frankfurter Buchmesse 2013

November 17

Schon auf dem Rückweg von Leipzig stand für uns fest, auch dieses Jahr die Frankfurter Buchmesse zu besuchen. Für Astrid fing alles mit 1,5 Stunden Warterei auf den Bus Richtung Köln an. Um halb eins lag sie dann endlich bei Danny auf der Couch, um am Donnerstagmorgen um 7.00 Uhr nach Frankfurt zu fahren. Dieses Mal haben wir es pünktlich zu 10.00 Uhr ins Parkhaus geschafft.

Himmelsfern

September 16

Himmelsfern – allein der Titel ist so wunderschön. Unterlegt von einem wundervollen Cover, dass einem zuruft: Lies mich! Jennifer Benkau ist die bei mir meistgelesene Autorin in diesem Jahr, wobei sie sich ganz leise in mein Herz geschlichen hat. Umso mehr habe ich mich gefreut, ihr neuestes Werk unabhängig vorab lesen zu dürfen. Ich werde mich bei meiner Beschreibung kurz fassen, denn die Geschichte sollte absolut nicht gespoilert werden.

Grischa

März 26

Grischa - Goldene Flammen

Price: EUR 17,90



Autor:
Leigh Bardugo

Originaltitel:Shadow & Bone. The Grisha, Book One

Übersetzer: Henning Ahrens

Erscheinungsdatum: 01.September 2012

ISBN-13: 978-3551582850

Verlag: Carlsen Verlag GmbH

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten

Klappentext:

 

Grischa hat ein wunderschönes Cover und ich mag den Titel. Ich konnte mir zunächst nicht wirklich was unter diesem Buch vorstellen, obwohl der Klappentext ansprechend ist. Aber die Begeisterung einiger Blogger haben mich dann doch neugierig gemacht.

Die Waise Alina hat die meiste zeit ihres Lebens mit Maljen verbracht. Zusammen aufgewachsen stehen sie gemeinsam im Dienst der ersten Armee von Rawka. Alina ist ein schmächtiges Mädchen mit Augenringen und alles andere als attraktiv. Vor allem wenn man sie neben den wunderschönen Grischa sieht. Die Grischa beherrschen Magie in unterschiedlicher Weise. Bei der Durchquerung der Schattenflur, ein dunkler Nebel, der das Land teilt, entspringt Alina beim Versuch Maljen vor den bösen Volkra zu schützen ein gleißendes Licht. Der mächtigste unter den Grischa, nur der „Dunkle“ genannt, erkennt sie so als „Sonnenkriegerin“. Einer Grischa mit einer einzigartigen Gabe. Alina allein ist imstande die Schattenflur zu besiegen. Sie lernt bei den Grischa mit ihrer Fähigkeit umzugehen, jedoch trachtet das Böse ihr hinterher. Wem kann sie noch vertrauen und wer sagt die Wahrheit?

Erster Satz: Die Diener nannten sie Malenchkij, Geisterchen, denn sie waren die Kleinsten und Jüngsten und suchten das Haus des Herzogs heim wie kichernde Phantome, flitzen durch die Zimmer, versteckten sich in Schränken, um zu horchen, stahlen die letzten Pfirsiche des Sommers aus der Küche.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.0/6 (1 vote cast)

Idee: Das russische Setting ist außergewöhnlich, aber die perfekte Bühne für die Grischa und Leigh Bardugos Geschichte. Besonders die Schattenflur hat mir in der Idee und Umsetzung sehr gefallen.

Plot: . Mit Alina begibt man sich auf die Reise. Es beginnt recht gemächlich, aber dennoch spannend, da man sich in dem Setting und mit Alinas Leben erst mal zurechtfinden muss. Dann folgt eine Handlung die immer wieder dann, wenn es nötig ist, rasanter wird, aber dann auch wieder abebbt und schließlich in einem aufregenden Showdown endet. Obwohl ich das Ende recht früh erahnt habe, hat das meinen Lesespaß nicht getrübt. Ich fand die Dauer der Reisen vor allen Dingen angemessen. Dass eben Zeit vergeht, bis etwas passiert.

Schreibstil: Es gibt einen Prolog und Epilog in der dritten Person geschrieben. Der Hauptteil jedoch ist in meiner Liebligsperspektive angelegt: Ich-Erzähler im Präteritum. Die russisch angelehnten Begriffe sind Zungenzerbrecher. Am Anfang hat mich das aus dem Lesefluß gebracht. Nach einer Weile war ich jedoch damit vertraut. Obwohl ich den Stil jetzt nicht als besonders herausragend bezeichnen würde, musste ich doch ständig weiterlesen. An sich lässt sich das Buch zügig lesen. Fast zu zügig. Gut, dass ich auf die Fortsetzung nicht allzu lange warten muss. Ein Buch mit Lesesogcharakter.

Charaktere: Mir haben die Charakter im allgemeinen sehr gut gefallen. Alina macht dabei eine sehr große und deutliche Entwicklung durch. Zu sehen, wie aus dem ‚leisen‘ kränklich aussehendem Mädchen eine selbstbewusste und starke Grischa wird ist richtig toll. Leigh Bardugo macht das ganz gut, indem sie Alinas Gedanken preisgibt und man als Leser mit ihr fühlt. Die Verunsicherung, die Angst und die Selbstzweifel sind greifbar. Dur die Ich-Perspektive liegt der Fokus bei Alina und sie dominiert die Geschichte ganz klar. 

Als Antagonisten mag ich den „Dunklen“. Er hat gute schlechte Facetten und ist nicht gleich von Anfang an zu durchschauen. Ich hätte mir ein bisschen mehr von ihm gewünscht. Etwas mehr aus ihm herausgekitzelt. Aber das sind nur Feinheiten und ich denke mal die nächsten beiden Bücher bieten da noch viel Spielraum.

Ein Nebencharakter ist mir besonders aufgefallen. Baghra mochte ich auf Anhieb. Weil sie eben so ein verschrobenes und eigensinniges Weib ist.

Hintergrund: Zwar findet man Ähnlichkeiten zu russischen Begriffen aber ansonsten scheint mir das Setting gut recherchiert. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin sich darin sehr wohl gefühlt hat. Grischa beinhaltet eine tolle Fantasywelt, die mich an meine Rollenspielzeiten erinnert hat. Ich bin schlichtweg begeistert.

Fazit: Grischa hat mich entführt und überrascht. Es ist genau das richtige Buch die gerne mal in die Fantasy abdriften möchten, ohne gleich einen epischen Mehrteiler vor der Nase zu haben. Schnell zu lesende einfach gestrickte Fantasy in Bestform. Die Geschichte hat ihren eigenen Charme und es fand eben ein Lesesog statt. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

Blog – Rückschau 2012 – Ausblick 2013

Januar 3

Die Welt ist nicht untergegangen, mein Blog auch nicht, also ist alles gut.

2012 hat sich viel in meinem Bloggerleben getan. Der erste Besuch einer Buchmesse (Leipzig) auf dem ein umso aufwendigerer in Frankfurt folgte. Ich habe viele Kontakte geknüpft und einige sehr nette Menschen im Netz und auch Live in Farbe kennengelernt. Auch wenn viele finden, dass es in der Szene brodelt, muss ich sagen wie wohl ich mich fühle und wie positiv alle mit mir umgehen.

Ich habe es geschafft 38 Bücher zu lesen, was für meine Verhältnisse gut ist. Wer mich ein wenig kennt weiß, dass ich mich mit Büchern und auch meinen anderen Hobbies nachts beschäftige. Leider kann ich nie an Lesenächten, Lesewochenenden und dergleichen teilnehmen. Das geht als Mutter eben nicht. 2013 will ich 40 Bücher versuchen zu lesen. Mal sehen, ob es klappt.

Viele Blogs wechseln häufig ihr Aussehen und obwohl ich von Berufswegen her gerne neue Outfits probiere, bleibe ich in Sachen Blogdesign erst mal treu. Viele Besucher und auch Verlagsmenschen haben mich für das Design gelobt und es steckt auch einfach viel zu viel Arbeit dahinter. Ich mag es und für ein neues Design fehlt mir bedauerlicherweise noch die Zeit.

Leider leider ist bei mir Schreibtechnisch nicht so viel passiert 2012. Nachdem mehrere Betaleser meinen Erstling beurteilt haben und sich in vielen Dingen unabhängig voneinander einig waren, hatte ich das Projekt auf Eis gelegt. Es fehlte einfach die Puste dafür. Deshalb wollte ich am neuen Projekt arbeiten, was ich auch gemacht habe. Dummerweise habe ich Teile der Rohfassung zum Lesen weggegeben und wurde so kritisiert, dass ich nicht daran weiterarbeiten konnte. Ich liebe meine Idee, die Charaktere, aber es ging nicht. Außerdem haben mich die Vorbereitungen für die Buchmesse sehr abgehalten. Nun ist der Abstand zum Erstling allerdings so groß, dass ich tatsächlich überlege, doch wieder daran zu schreiben. Ich möchte mir keinen Druck machen, bin aber trotzdem gespannt, was ich 2013 so auf die Beine stelle.

Mein absolutes Highlight war der Besuch der Frankfurter Buchmesse. Dort habe ich 11 Interviews gemacht und mich damit total übernommen. Der Stress auf der Messe mit dem Hin- und Her zu den Terminen war ja noch machbar, aber vor Weihnachten und mit meinem ganz eigenem Geburtstagestress im November und Dezember hinke ich der Bearbeitung der Interviews total hinterher. Sie werden alle kommen und ich will das vor Leipzig 2013 schaffen. Nach Leipzig fahre ich auch, wenn alles klappt und ich hoffe auf das ein oder andere Interview, allerdings sollen es deutlich weniger als in Frankfurt werden.

Mein liebstes Interview war das mit Beatrice Lampe von Piper Fantasy/ivi. Obwohl wir mitten im Tumult saßen und die Geräuschkulisse ziemlich laut war, haben wir uns ganz schön verquatscht. Als ich dann noch eine liebe Mail bekam, in der mir Frau Lampe ebenfalls sagte, wie nett es war, habe ich mich sehr gefreut. Ivi ist einer meiner ganz persönlichen Verlagshighlights, gerade wegen dem kleinen Programm und den sehr guten Büchern.

Und da so viele mitmachen, reihe ich mich auch mal in Katrins Blogparade ein:

 Blogparade











Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

„Zirkel“ und „Ashes“. Ich muss beide nennen. Zirkel wurde mir von einem Vertreter auf der Leipziger Buchmesse in die Hand gedrückt. Ich war total skeptisch, ob es was für mich ist und es hat mich total überrascht. Ebenso Ashes. Ich wurde bei Twitter davon so zu getextet, dass ich es nicht aus dem Kopf bekam. Da ich mir nicht sicher war, habe ich im Zuge der Interviewanfrage nach einem Rezensionsexemplar gefragt. Welch blutiges und geniales Buch!

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

Viel versprochen vielleicht nicht, aber es hörte sich interessant an und konnte mich letztendlich gar nicht überzeugen. „Das letzte Zeichen“. Sehr gute Idee, aber total verschenkt. Daraus hätte man mehr machen können und ich hätte fast abgebrochen. Der Stil war nicht mitreißend, die Protagonistin nicht überzeugend und der Plot hätte mehr versprechen können. Schade.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Da nehme ich mal jemand der nicht so oft genannt wird. Rebecca Wild, die ich auch persönlich kennenlernen durfte. Ihr Debüt „Verräter der Magie“ war so amüsant geschrieben, dass ich laut lachen musste. Dann vielleicht doch noch Lauren Oliver. 2012 fing mit „Delirium“ an und auch „Pandemonium“ habe ich schon gelesen. Definitiv jemand, dessen Bücher ich ohne den Klappentext zu kennen lesen würde. Sie hat mich einfach mitgerissen mit ihrer Bildhaften Sprache.

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Gehe ich nur von den von mir gelesenen Büchern aus, ist es wohl das „Mädchen mit den gläsernen Füßen“. Die Kombi aus Mint, Schwarz und Spotlack zusammen mit dem einfach schönen Design lässt mein Designherz höher schlagen. Gestreichelt habe ich hingegen Pandemonium (ja, ich steh auf Spotlack) Das Blau ist einmalig und ich finde die Idee mit dem einen immer wieder geschriebenen Wort toll. „Starters“ hat für mich durch seine Schlichtheit bestochen.

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2013 lesen und warum?

„Bitterzart“ Den Titel finde ich super und muss mich jedes Mal zusammenreißen, nicht zur Schokolade zu gehen. Dann finde ich das Cover jetzt schon richtig klasse. Der Klappentext überzeugt schlussendlich und da es irgendwie Mafia, wenn auch in Brasilien, thematisiert, ist es sicher mein Ding.

Außerdem wieder was von ivi: „Artikel 5“  Die Thematik finde ich spannend, obwohl ich auch skeptisch bin.

Privates (eigentlich Berufliches):

Hochzeit2012 durfte ich etwas ganz Tolles machen: Das Brautkleid meiner Freundin ist in unzähligen Stunden mit viel Mühe, Schweiß und ordentlich Nerven in meinen Händen entstanden. Es ist ein Neckholder mit tiefem Rückenausschnitt geworden. Ein Basiskleid auf das ich unzählige Streifen genäht habe. Hinten mit einer kleinen Schleppe. Der besondere Clou: Man kann das Rockteil abnehmen, sodass die Braut später bequem in Flipflops im kurzen Kleid tanzen konnte.

Mein Kleid war ein Schnellschuss. Montags angefangen, war es Freitagabend fertig. Es ist ein Corsagenkleid (mit Unterbau) und meinen Betalesern dürfte es bekannt vorkommen. So in etwa sieht das Ballkleid meiner Hauptprotagonistin aus. Am Samstag um 10:00Uhr saß ich dann schon beim Frisör. 2013 stehen drei Hochzeiten an. Ich werde davon ein Brutkleid nähen und habe mir in den Kopf gesetzt, zu jeder Hochzeit mir selbst ein Kleid zu machen. Außerdem soll das Anlass sein meinem Liebsten einen Maßanzug zu schneidern. Mal sehen, was ich so schaffe. Ich habe wieder richtig Lust auf das Schneidern, obwohl ich schon fast dachte, ich müsse mich beruflich umorientieren, weil mir die Hingabe zu meiner Tätigkeit fehlte. Sie ist wieder da, was ich nicht zuletzt auch meinen Nähschülern verdanke, die meine Kurse lieben. Andere zu motivieren und zwar so, dass sie selbst über ihre Fähigkeiten hinauswachsen, macht richtig Spaß. [/column][end­­_column]

Ich bin wirklich in Vorfreude, was das Jahr bringen wird. Den Blog wird es weiter geben. Mir macht es Spaß und die Rezensionen zu schreiben hilft einem doch, die Bücher besser in Erinnerung zu behalten und auch von anderen Autoren zu lernen. Das ist meine Motivation für den Blog. Dennoch freue ich mich über jeden neuen Leser und auch hier bin ich immer wieder aufgeregt, was sich da noch so tut. Sicher werde ich wieder mal ein Gewinnspiel machen. Auch überlege ich zu den Rezensionen vielleicht mal ein Video zu machen.

Habt ihr Wünsche, Vorschläge oder sonst etwas auf dem Herzen? Dann hinterlasst mir einen Kommentar. Euch allen ein erfolgreiches und Buchiges 2013!

 

Gewinner !

Dezember 7

Jahaaa! Wer dachte, ich hätte noch nicht die Gewinner ausgelost … weit gefehlt. Habe ich schon und das Beste: Die Bücher müssten, bis auf eine Gewinnerin aus Österreich, schon angekommen sein, oder zumindest morgen.

Keine Panik, ich werde die Liste und eine Statistik zum Gewinnspiel noch schreiben, bin aber leider gerade etwas eingespannt. Wenn man krank ist, bleiben Dinge liegen, das muss man erst mal aufarbeiten.

Wer sein Buch bekommen hat, möge doch bitte kurz kommentieren.

Ich wünsche allen viel Spaß damit. Mal sehen, was wir im nächsten Jahr zum Geburtstag spielen. (Vielleicht „Mord im Dunkeln“, habe ich als Kind geliebt, das Spiel)

 

Frankfurter Buchmesse 2012

Oktober 21

Frankfurter Buchmesse

So ein tolles Wochenende! Trotz der Anstrengungen ein regelrechter Urlaub für mich.

Am Freitag bin ich um vier Uhr aufgestanden, um mich rechtzeitig von Claudia mitnehmen zu lassen. Besser gesagt von ihrem Mann, der uns bestens chauffiert hat und auch noch mal ein dickes „Danke“ ernten darf. Unterwegs haben wir noch Sandra aufgegabelt. Also war die Fahrt schon ein Erlebnis, denn ich habe die beiden zum ersten Mal getroffen, wobei wir doch alle Inselmädchen der Phantastikinsel sind. Aber bei einem gemeinsamen Thema versteht man sich sofort.

Kaum auf der Frankfurter Buchmesse angekommen und akklimatisiert, hechtete ich schon zu meinem ersten Interviewtermin mit der Agentur AVA international. Ich war total geflashed, als ich in der Halle der Literaturagenturen stand. Wow! So viele Agenturen. Aber seht selbst:

Danach ging es immer im Wechsel: halbe Stunde Interview, Pause mit Hallenwechsel und wieder Interview. Gegen Ende des ersten Messetages hatte ich klingende Ohren und die ersten Anzeichen von Heiserkeit, nicht zu vergessen die Schmerzen in Waden und Füßen. Aber es hat sich definitiv gelohnt.

Von der Buchmesse ging es ab ins Hotel. Für fünf Minuten ins Zimmer, nur um im Anschluss die nächste Bahn, die mich zum Restaurant gebracht hat, zu erwischen. Auf dem Weg dorthin traf ich dann auch schon Rebecca und wurde von Nicole erkannt. Wir hatten ein wunderbares Bloggertreffen mit wirklich netten Inselmädchen. Nun weiß ich auch endlich, was Frankfurter „grüne Soße“ ist. Das Essen war sehr lecker! Danke, Cat, dass Du diese Location gewählt hast.

Da ich sehr lange auf den Beinen war und noch lange zum Hotel zurück fahren musste, habe ich mich recht früh verabschiedet. Im Hotel traf ich später auf Danny, die leider den Tag nicht freimachen konnte und erst nach Feierabend mit dem Auto nach Frankfurt gesaust kam.

Samstag haben wir prompt verschlafen und es in letzter Minute ohne Frühstück zum ersten Interview mit Ink geschafft. Der Morgen verlief wie der Freitag: Halle 6, Halle 3, Halle 6, Halle 3 usw. Dann haben wir endlich was gegessen um uns nachmittags umzusehen, nein, eher rumschubsten zu lassen. Es war viel zu voll. Aus Leipzig waren wir ja schon einiges gewöhnt, aber die Masse in Frankfurt war noch heftiger. Sobald etwas nach „umsonst“ aussah, grapsten alle mal hinein. So mussten wir tatenlos dabei zu sehen, wie unser „Frühstücksteller“ (bestehend aus Milkaschokoladentäfelchen) bei Thienemann ganz frech geplündert wurde.

Danny hat sich schnell noch eine Widmung von Kim Winter ergattert, bevor wir bei der Lesung und Interview mit Marie Lu in der ersten Reihe saßen. Danach mussten wir zum nächsten Termin. Zu meinem Glück war Marie Lu immer noch bei der Signierstunde und ich konnte doch noch eine Widmung und Foto bekommen.

Total geplättet sind wir auf Dannys Tipp hin nach Kelsterbach gefahren, um lecker zu essen. Nur zu empfehlen: Planet Airport Bar & Restaurant

Sehr Müde und mit gefühlten 50000 Wörtern am Samstag weniger haben wir dann am Sonntag ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt. Oder besser: uns quer durch das Mövenpick Hotel Frühstücksbuffet geschlemmt.

Wieder auf der Buchmesse angekommen haben wir das letzte Interview mit Arena gemacht um uns anschließend wieder durch die Menge schubsen zu lassen. Da am Sonntag auch Verkauf war, bildeten sich endlose Schlangen an den Kassen. Es war so voll, dass wir das Weite gesucht und uns auf den Weg nach Hause gemacht haben. Bei unserem Zwischenstopp in Köln, wo Danny wohnt, haben wir noch superlecker im Moyos gegessen. Für mich ging es dann im Zug nach Hause. Erschöpft, schwer beladen und glücklich.

Das war eine tolle Frankfurter Buchmesse und wir freuen uns schon auf die Leipziger Buchmesse!

Bewertung geändert

Oktober 21

Ich habe schon länger darüber nachgedacht, die einzelnen Punkte der Bewertung verschieden zu Gewichten. Das liegt daran, dass gerade der Punkt Idee schon mal dafür sort, ein Buch besser zu bewerten, als mir mein Bauchgefühl sagt. Deshalb habe ich heute die Gewichtung verteilt. Das betrifft natürlich die bisherigen Bewertungen und ich werde erst nach und nach kontrollieren, ob ich ältere Rezensionen ind der Gesamtwertung ändern muss. Und so wird gewichtet:

Idee: 1

Plot: 3

Schreibstil: 5

Charaktere: 5

Hintergrund: 2

Je höher der Wert, desto wichitger ist der Punkt.

Was haltet ihr von dieser Gewichtung? Oder würdet ihr das anders machen?

Interview mit der Literaturagentur AVA

Oktober 17

Ein sehr nettes Gespräch durfte ich mit Roman Hocke führen. Herr Hocke hat langjährige Erfahrung in der Branche und arbeitet seit 1997 als Literaturagent und seit 2001 bei der AVA (www.ava-international.de) in München.

Was macht den Reiz am Beruf Lektor aus?
Es ist ein tolles Erlebnis, gute Geschichten zu entdecken. Die Herausforderung ist, den Autor mit seiner Geschichte so in ein Verlagsprogramm zu platzieren, dass er möglichst viele Leser erreicht.

Wie findet man aus der Flut von Manuskripten das richtige heraus?
Wir haben ein sehr ausgeklügeltes Filtersystem. Erst wird gesichtet und vorsortiert. Dabei fallen Manuskripte heraus, die nicht gut sind oder die nicht in unserem Bereich liegen. Kochbücher z. B. kann ich leider nicht beurteilen, weil ich davon nichts verstehe. Wir konzentrieren uns auf die Bereiche, von denen wir eine Ahnung haben.

Bekommen sie viele Manuskripte, die nicht in ihrem Bereich liegen?
Ja, z. B. Gedichte oder auch allerlei Lebenserinnerungen. Aber die Qualität der Einsendungen ist im Laufe der letzten Jahre sehr viel besser geworden. Sehr groß ist der Anteil an interessanten Autoren und Büchern geworden, die uns in den letzten Jahren erreichen. Die Autoren informieren sich offensichtlich besser und gehen zielgerichteter vor. Trotzdem bekommen wir immer noch eine große Anzahl Manuskripte von Leuten, die eher träumen, Schriftsteller zu sein, als dass sie tatsächlich Schriftsteller sind.

Was passiert nach der Filterung?
Nach Lektüre wollen wir den Autor kennenlernen. Was für eine Weltvorstellung hat er? Wie denkt er? Ist er so interessant wie sein Manuskript? Wir schauen, ob die Chemie stimmt. Erst dann unterbreiten wir ihm ein Vertragsangebot.

Also spielt die Persönlichkeit eine Rolle?
Die Innenwelt des Autors spielt sogar eine sehr wichtige Rolle. Wenn die Erzählungen eines Autors so interessant sind, dass ich ihm buchstäblich an den Lippen hänge, weil er so eine interessante Sicht auf die Welt hat, so ist das wunderbar. Ich muss einfach spüren, dass ihn ein spannendes Welterlebnis entflammt, das macht mich neugierig. Denn wenn es mich neugierig macht, dann macht es einen Verleger neugierig und damit auch die Vertreter und die Buchhändler, schlussendlich die Leser. Dieses Feuer muss man spüren, erleben. Es geht ja nicht nur um das Erzählen und dessen Sog, um Leser in den Bann einer Geschichte zu ziehen. Das ist neben Talent auch viel Technik nötig, zu einem guten Teil kann man das auch lernen. Es geht auch darum, ob die Welten, die da erzählt werden, auch bedeutungsvoll, ja im wahrsten Sinne des Wortes wertvoll sind. Welche Werte herrschen vor? Wie leben die Protagonisten diese Werte? Die Faszination für Welt und Werte können sie nicht nur an einem Manuskript feststellen, sondern verstärkt auch beim Menschen, der das Buch schreibt.

Zählt bei einer Manuskripteinsendung die Form? Ist ein Foto von Vorteil?
Die Form vermittelt einen ersten Eindruck. Wenn alles zu klein gedruckt ist, hat man schon keine Lust zu lesen, da muss man sich zu sehr konzentrieren. Es muss nicht 100%ig die Normseite sein, aber eine angenehme Lektüreform. Manuskripte müssen einfach lesefreundlich sein. Ein Porträtfoto unterstützt diesen ersten Eindruck, da man sich buchstäblich ein Bild von dem Autor machen kann, auch wenn nur ein sehr oberflächiges. Ein Autor sollte in einer Biografie auch ein wenig mehr von sich preisgeben als die nackten Lebensdaten. Was treibt ihn an? Wann hat er das Schreiben für sich entdeckt? Ist es ein plötzlich neu eingetretenes Bedürfnis oder hat er/sie als Kind schon geschrieben oder ist es da ein Talent, das sogar in der Familie, in den Genen liegt? Was ist das, was sich da Luft verschaffen muss? Das sind für mich alles wichtige Informationen – wie professionell ein Autor schreibt, ob es nur aus einer Laune heraus entsteht oder ob es ihm ein Bedürfnis ist, das in ihm angelegt ist und heraus muss. Das sind ganz wichtige und entscheidende Kriterien.

Wie wichtig ist es, ein kurzes Exposé abzugeben?
Normalerweise ist es ganz gut, wenn man mit einem Kurztext auf einer halben Seite sagt, worum es in der Geschichte geht. Das kann durchaus in Form eines Werbetextes geschehen. Daran kann ich erkennen, ob die Geschichte mich neugierig macht oder nicht, oder ob es diese Art von Geschichte auf dem Markt schon gibt. Wir bekommen z. B. immer noch sehr viele Manuskripte mit Vampiren. Diese Autoren haben nach all der Bücherflut keine wirkliche Chance mehr. Mir geht es darum, einen Geschmack auf die Geschichte zu bekommen, eine kleine Vorstellung, um zu sehen, ob sie mich reizt. Wenn das der Fall ist, wünsche ich mir ein ausführliches Exposé, um zu sehen, wie sich die Architektur einer Geschichte zusammensetzt und wie kunstvoll sie aufgebaut ist. Und schließlich bedarf es noch einer Leseprobe, um den Tonfall der Erzählung, die Erzählhaltung einschätzen zu können. Und was ich noch dringend brauche, ist Zeit, denn – was viele Autoren nicht wahrhaben wollen: Lesen bedarf Zeit. Es gibt Autoren, stellen Sie sich vor, die kommen auf die Messe, legen ihr Manuskript vor und fragen, ob man “mal eben schnell“ lesen kann. Wenn man ein Manuskript jedoch anständig lesen will, braucht das viele Stunden.

Was passiert bei einem Vertrag mit ihnen? Was passiert mit dem Manuskript? Wird es lektoriert?
Nach Abschluss eines Vertrages entwickeln wir gemeinsam mit dem Autor eine Editionsstrategie und dann arbeiten wir an der Optimierung des Manuskriptes. Erst einmal müssen wir feststellen, welchen Markt die Geschichte haben könnte, ob als historischer Roman oder als Familiensage. Dann wird in enger Zusammenarbeit mit dem Autor die Geschichte optimiert, damit sie nicht nur auf das richtige verkäuferische Gleis gestellt werden kann, sondern vor allem um die Geschichte noch mal origineller, dichter zu  gestalten, noch einen Dreh spannender, damit der Leser staunen und erleben kann. Dann bereiten wir unsere Präsentationsunterlagen vor, bestehend aus Kurztext, Exposé, einer Leseprobe und Angaben zu dem Autor. Anschließend beginnt die Akquisitionsphase …

Lektorieren sie das komplette Manuskript?
Wir machen ein dramaturgisches Lektorat, kein redaktionelles. Wir weisen den Autor zwar auch auf stilistische Probleme hin, auf schiefe Bilder und unstimmige Logik, raten auch, das Rechtschreibprogramm über den Text laufen zu lassen. Die Geschichte ist wie ein Gebäude, das sich im Bau befindet. Bei der Konstruktion wirken wir ein, sagen: Stärke den Pfeiler oder stütze diese Wand ab, damit es einfach von der Architektur her stimmig und kraftvoll wird.

Wie lange dauert der Prozess, bis es dann an die Verlage geht?
Das hängt von dem jeweiligen Autor ab und kann ein halbes Jahr oder ein Jahr dauern, manchmal nur 3 Monate. Das liegt daran, ob beispielsweise der Autor einen Beruf hat. Da wirken viele Faktoren ein.

Wie bekommt man das Gespür für Trends?
Trends kann man nicht bedienen. Sie entstehen. Entweder sie sind mit dabei oder nicht. Wenn man sich den Trend erst bewusst macht und ihn erkennt, ist er im Grunde schon wieder vorbei.

Also ist es Glück, ob man den Trend trifft?
Immer. Das ganze Leben besteht aus viel Einsatz und Glück.

Schlagen sie den Autoren auch vor: Mach doch mal so was, damit könnte es klappen?
Ein Stoff muss immer aus der Innenwelt des Autor kommen. Etwas aufsetzen geht immer schief.

 

Vielen Dank, dass sie sich Zeit genommen und sich den Fragen gestellt haben. Es war sehr interessant und aufschlussreich.


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