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Godspeed – Die Ankunft (Godspeed 3)

August 25

Godspeed - Die Ankunft

Price: EUR 19,95



Autor:
Beth Revis

Originaltitel: Shades of Earth

Übersetzer: Simone Wiemken

Erscheinungsdatum: 1. August 2013

ISBN-13: 978-3791516783

Verlag: Dressler

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten

Klappentext:

 

Zunächst griff ich zu Godspeed, weil ich Kryoschlaf und Raumschiff im Klappentext gelesen habe. Teil eins war gut, aber erst Teil zwei hat mich umgehauen. Dementsprechend war ich gespannt, ob sich Beth Revis noch steigern konnte und bekam mit Teil drei einen Abschluss den ich so nicht erwartet habe. Wow!

Amy und Junior landen das Shuttel der Godspeed. So hoffnungsvoll, wird schon während des Landeanflugs klar, dass etwas nicht stimmt. Das Shuttel kommt vom Kurs ab, weil von irgendwas getroffen wurde. Kaum gelandet, tauen die Erdenbürger auf und kriechen aus ihren Kryosärgen. Amy ist glücklich ihre Eltern in die Arme zu schließen. Ihr Vater übernimmt das militärische Kommando. Als das Shuttel droht sich dauerhaft abzuschotten flüchten Erdenbürger und Juniors Leute in die neue und aufregende Welt von Zentauri-Erde. Doch Amy und Junior sind misstrauisch. Warum finden sie eine Siedlung und was hält Amys Vater vor den Kolonisten versteckt? Hält Amy den Avancen stand, die der junge Soldat Chris macht? Zentauri-Erde mit den zwei Sonnen: Neuanfang oder Untergang?

Erster Satz: „Warte“, sage ich, und mir schlägt das Herz bis zum Hals.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.9/6 (1 vote cast)

Idee: Ich brauch wohl nicht mehr erwähnen das ich die Grundidee liebe. Bei diesem Teil finde ich sie noch übertroffen. Ganz nach meinem Geschmack. Aber ich müsste spoilern und das würde nur den Lesespaß trüben.

Plot: Es war total unvorhersehbar in welche Richtung es geht. Ich hab mir das ein oder andere überlegt, aber was Frau Revis schlussendlich daraus gemacht hat ist grandios. Filmreif! Die ganzen Verstrickungen und Elemente der Handlung so gut ineinaderzubauen zeugt von ihrem Talent. Sie überrascht und scheut es nicht neue Figuren einzubauen und alte sterben zu lassen.

Schreibstil: Altbewährt wird mal aus Amys und mal aus Juniors Sicht in der Ich-Perspektive im Präsens erzählt. Zwar hatte ich immer noch das Problem, wenn ich mitten im Kapitel aufgehört habe, im ersten Moment nicht zu wissen bei wem ich gerade bin, aber das ist nur ein kleines Manko. Schnell und zügig zu lesen, fiel es mir noch schwerer, dieses Buch aus der Hand zu legen. Das sich Frau Revis wirklich noch gesteigert hat ist unglaublich. 

Charaktere: Amy und Junior müssen sich ganz neuen Dingen stellen. Junior verlässt zum ersten mal das Raumschiff. Das Zusammenleben mit den Erdenbürgern ist gespalten. Akzente und unterschiedliches Aussehen und eine Welt ohne Wände, was Amy vertraut ist, macht den Schiffbewohnern und Junior Angst. Durch Chris, den jungen Soldaten bring Beth Revis eine Nebenbuhler in das Geschehen, aber keine Angst, dies ist kein klassisches Love-Triangle. Durch die neuen Charaktere (Amys Eltern, Chris …) wird das Spielfeld noch mal neu aufgerollt. Darin versteht sich die Autorin bestens, denn es wirkt keineswegs konstruiert. Jede Figur hat seinen Platz. Amy und Junior haben genug Raum für neuen Konflikt und seine Lösung. Ihre Beziehung wird auf die Probe gestellt und sie wachsen daran.

Hintergrund: Sich so einen tolle Welt auszudenken braucht viel Kreativität und ich habe Respekt vor der Autorin sowohl was das Konstrukt der Godspeed, als auch des Planeten angeht. Da hat sich jemand viel Gedanken gemacht. Auch wenn ich in Band eins noch einige Dinge hinterfragt habe, wirkt alles insgesamt stimmig und kommt real rüber. Klasse!

Fazit: Absolut überraschend ist der Abschlussband, wie die Trilogie ansich in der Gesamtheit auch. Für mich eine absolute Leseempfehlung. Es ist Liebesroman, Sience Fiction und Thriller zugleich. Etwas ganz anderes zwischen all den anderen Jugendbüchern. Unerwartet und grandios. Toll geschrieben und dadurch packend. Ein Pageturner den man kaum weglegen kann.

Für alle! Godspeed gehört für mich zu dem Must-Read-Trilogien. Vor allem für diejenigen die gerne ins All fliegen möchten um neue Welten zu entdecken.

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Bewertung
Rating: 6.0/6 (2 votes cast)
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Godspeed – Die Suche

August 24

Godspeed - Die Suche

Price: EUR 19,95

Autor: Beth Revis

Originaltitel: A Million Suns

Übersetzer: Simone Wiemken

Erscheinungsdatum: August 2012

ISBN-13: 978-3791516776

Verlag: Dressler

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten

Kurzinhalt:

 

Ich war gespannt auf die Fortsetzung, denn ich mag Raumschiffe und der erste Teil hat mir schon gut gefallen. Für alle, die die Story aus dem ersten Roman noch nicht kennen, lest bitte hier meine Rezension, dann das Buch.

Da ich partout nicht spoilern möchte, werde ich hier nicht zu sehr ins Detail gehen.

Erster Satz: „Das wird nicht einfach werden“, murmle ich und starre die massive Metalltür auf dem Technikdeck an, hinter der sich der Maschinenraum der Godspeed befindet.

Amy und Junior haben die Bewohner der Godspeed von „Phydus“ befreit. Junior hat mit dem Regieren alle Hände voll zu tun, vor allem, weil sich eine Meuterei anbahnt, er aber für so einen Fall nicht genügend ausgebildet ist. Amy geht derweil mysteriösen Hinweisen nach, die sie durch das ganze Schiff schicken. Junior hilft ihr dabei, so gut er kann. Dabei kommen die Teenager hinter das Geheimnis der Godspeed. Der Aufstand der Bewohner wird immer größer und es kommt zu Handgreiflichkeiten. Durch die Enttarnung des Geheimnisses, schöpfen jedoch alle neue Hoffnung. Jeder kann seine Entscheidung treffen.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.6/6 (1 vote cast)

Idee: Ja, das Raumschiff. Sowas reizt mich grundsätzlich. Aber in diesem Teil kommt eine spannende Detektivstory dazu, die einen ans Buch fesselt.

Plot: Ich kann nicht meckern. Was ich im ersten Teil noch als vorhersehbar empfand, bleibt hier im Dunklen. Sicher, man macht seine Vermutungen, wer hinter den Anschlägen steckt, aber sicher sein kann man sich nicht. Ich konnte das Buch nicht weglegen. Der ganze Plot ist spannend bis zur letzten Seite. Man fiebert so sehr mit Amy mit. Das hat mich sehr überrascht und ich konnte gar nicht glauben, dass es eine so gute Story ist.

Schreibstil: Wie gewohnt wechselt Beth Revis von Juniors zu Amys Perspektive als Ich–Erzähler im Präsens. Teilweise hab ich so schnell gelesen, dass ich mir im ersten Moment bewusst machen musste, bei welcher Person ich da bin. Das könnte etwas deutlicher herausstechen. Da hat sich im Vergleich zu Teil 1 leider nichts getan. Dennoch fesselt die Autorin mit ihrem Stil und insgesamt habe ich das Buch besser geschrieben empfunden, als Teil 1. „Godspeed–Die Suche“ war ein regelrechter Pageturner.

Charaktere: Amy ist mir sympathischer geworden. Auch Junior, obwohl ich diesen Namen immer noch nicht mag. Das gesamte agieren der beiden untereinander ist mir viel näher gekommen. Die Stellen, wo sie miteinander schäkern sind toll gelungen. Man merkt, dass sie sich jetzt schon besser kennen. Amy scheint sich auch mehr und mehr mit dem Leben auf dem Schiff abzufinden.

Junior fällt es nicht leicht in die Rolle des Ältesten zu schlüpfen. Er mag nicht mal so genannt werden und will sich von der Regentschaft und den Methoden des verstorbenen Ältesten distanzieren . Mit seinen 16 Jahren hat er ein ganz schönes Päcken zu tragen und viel zu wenig Zeit um mit Amy einfach nur mal Teenager zu sein. Sein Charakter macht eine starke Entwicklung mit, denn er muss sich den Respekt der Bewohner erkämpfen. Meiner Meinung nach ist der Autorin das sehr gut gelungen.

Alle Nebencharaktere stechen deutlicher hervor. Ich kann mich viel eher an sie erinnern, als es noch bei Teil 1 der Fall war.

Hintergrund: Die Story ist gut durchdacht und ich stelle mir ein riesiges Storyboard dafür vor. Außerdem hat man das Gefühl, dass auch Beth Revis selbst immer vertrauter mit dem Raumschiff wird. Sie beschreibt die Vorgänge sehr gut und alles ist durchdacht, wenn man mal von den Kritikpunkten absieht, die ich bei der Rezension von „Godspped–Die Reise beginnt“ genannt habe.  Falls die Reihe verfilmt wird, was ich super fände, sollte sie unbedingt selbst das Drehbuch schreiben und beim Design der Sets mitreden.

Fazit: WOW! Eine solche Steigerung von Teil 1 auf 2 habe ich selten erlebt. Da kann ich gar nicht mehr über Trilogien schimpfen und ich kann August 2013 kaum erwarten. Muss das wirklich ein Jahr dauern bis der Abschlussroman erscheint? Das Buch endet an der spannensden Stelle überhaupt, dass man sofort weiterlesen will. Ich bin immer noch überwältigt, da mir Teil 1 ja gut gefallen hat, aber bei Weitem nicht so überzeugt hat wie es nun die Fortsetzung macht. Da bleibt nur zu hoffen, dass der Abschluss der Trilogie genauso spannend wird. Wer bisher auf diese Reihe noch keine Lust hatte, sollte jetzt damit anfangen!

Vielen Dank an Dressler für das Rezensionsexemplar.

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Godspeed – Die Reise beginnt

März 21

Godspeed - Die Reise beginnt

Price: EUR 19,95



Gebundene Ausgabe:
  448 Seiten


Autor:  Beth Revis 

Verlag: Dressler (August 2011)

ISBN-13: 978-3791516769 

Originaltitel: Across the Universe

Erster Satz:  „Lass Mom als Erste gehen“, sagte Dad.

Mir ist der Titel des Buchs im Ohr geblieben und die Tatsache, dass es auf einem Raumschiff spielt, in dem Menschen im Kryoschlaf reisen, waren Auslöser, das Buch zu lesen.

 

Idee:  Ich bin mit Star Wars und Raumschiff Enterprise groß geworden, habe sogar ein paar Folgen Raumpatroille Orion gesehen. Mich haben die weiten des Alls schon immer faziniert und deshalb finde ich die Idee der Geschichte total super. Ein neuartiges Setting im Bereich der Dystopien.

Plot: Sicher gab es Überraschungen, aber leider waren mir auch Dinge sehr schnell klar, die erst zum Ende aufgelöst wurden. Mir war der Plot teilweise zu vorhersehbar. Ich habe immer noch auf den Knaller am Schluss gewartet, und deshalb auch weitergelesen, aber den hatte ich dann doch vorhergesehen. Zumindest den Einen. Das mag vielleicht an all den vielen Science Fiction Serien/Filmen liegen, die ich schon gesehen habe und doch auch immer wiederkehrende Storylines haben. Aber abgesehen davon baut der Plot gut aufeinander auf und hinterlässt keine Lücken. Es gab dann doch auch eine Überraschung für mich zum Schluss. Natürlich endet die Geschichte in einem richtig guten Cliffhanger und man bekommt Lust, den zweiten Teil zu lesen.

Schreibstil: Als ich das Buch aufgeschlagen hatte, dachte ich: Toll, Perspektivenwechsel! Und dann: Super, Ich-Erzähler! Gleich zwei Faktoren die mich das Buch schnell und flüssig haben lesen lassen.  Die Autorin spielt passend mit den Blickwinkeln aus Amys und Juniors Sicht und lässt sie rein von der Handlung her teilweise nahtlos ineinander übergehen. Leider habe ich nach den Lesepausen meist erst nicht gewusst, aus wessen Sicht die Autorin gerade erzählt. Sicher hätte eine deutlichere Differenzierung im Stil der Charaktere etwas geholfen.

Charaktere: Amy ist mir leider etwas zu ungreifbar geblieben. Stellenweise kommt sie mir zu gut mit der neuen Situation klar. Es ist schon deutlich, dass sie aus einer anderen Gegenwart kommt, aber ein bisschen mehr Tiefe hätte ihr nicht geschadet. Bei Junior gibt es leider eine Sache die ich nicht mag, aber die ist kosmetisch: Ich mag den Namen nicht. Ich finde ihn zwar von der Story her logisch und passend, aber für mich ist Junior kein Junior. Er wird gerade zum Mann, steht davor mehr und mehr der nächste Älteste zu werden und hat einen inneren Kampf auszutragen. Alles Punkte, bei denen sich mir alles sträubt, wenn ich seinen Namen lese. Definitiv konnte ich mich nicht in ihn verlieben. Dafür ist er ausgereifter als Amy. Auch die Nebenrollen sind nett und schön dargestellt, aber ausnahmsweise habe ich keinen Favoriten.

Hintergrund: Der Punkt den ich immer ganz kritisch sehe, wenn es um Dystopien geht. Wirklich gut gefallen hat mir vor allem die erste Szene, in der die Autorin ganz genau beschreibt, wie der Vorgang des Einfrierens von statten geht. Aber mir bleiben Fragen offen:

Achtung:Spoiler Aufklappen

Warum lässt der Älteste Amy einfach so frei herumlaufen, obwohl er in ihr eine so große Gefahr sieht? Das hat mich gleich am Anfang gestört, weil ich es so unlogisch finde. Wie ist das mit den Technikern? Warum nehmen sie alles so hin? Bekommen sie denn auch Phydus, die ins Wasser gemischte Droge? Aber können sie dann noch forschen? das Technikdeck blieb mir sowieso viel zu sehr aussen vor. Wenn ich im Maschinenraum arbeiten würde und vom defekten Antrieb wüsste, würde ich Amok laufen. Ich konnte leider auch nicht die Größe des Schiffes fassen. Warum gibt es eine gebaute Stadt? Müsste es nicht feste Unterkünfte geben? Kann man 300 Jahre lang den Acker bestellen, der sich in einem Raumschiff befindet? Ganz ehrlich fand ich die Vorstellung des Versorgerdecks viel zu unrealistisch. Zumindest für meine Raumschiffvorstellungen. Über 2000 monoehtnische Menschen? Wie das geht, klärt Beth Revis hoffentlich noch. Menschen, die freiwillig auf ein Raumschiff als Versorger anheuern, obwohl es eine Reise ohne Wiederkehr ist?

Allerdings finde ich es schon interessant, wie so ein Leben auf einem Raumschiff vor sich gehen kann. Gut fand ich, dass sich die Technik weiterentwickelt. Aber ich werde mich gerne noch überraschen lassen, was in den anderen Teilen noch so passiert und die Autorin die Welt angelegt hat.

Fazit: Schön auf einer Reise durchs All mitgenommen zu werden. Für mich war Godspeed nicht der Oberknüller, aber schlecht war es auch nicht und ich werde sicher die anderen Teile nicht nur lesen, weil ich grundsätzlich Trilogien immer komplett lese, sondern auch, um herauszufinden, wie Amy und Junior die neue Situation am Schluss meistern und was zwischen den beiden noch passiert. Ausserdem denke ich, das die Autorin das Potenzial ihre Idee noch viel weiter ausschöpfen kann.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.3/6 (1 vote cast)
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Bewertung
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