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High Love

Januar 3

 
High Love

Price: EUR 8,99
 


Autor:  Madlen Ottenschläger

Erscheinungsdatum: 20.Dezember.2013

ISBN-13:  978-3551311764

Verlag:  Carlsen

Taschenbuch: 200 Seiten

Klappentext:

 

Bei dem Klappentext habe ich auf eine etwas ander Geschichte zu dem Thema „Jugendliche und Kiffen“ erwartet. Etwas Besonderes, wobei auf das Thema viel intensiver eingegangen wird, dass man tatsächlich durch den Konsum von Marihuana auch Psychosen bekommen kann. Das war es leider nicht. Dennoch ein nettes Jugendbuch zu dem Thema.

Manja ist endlich in der Mauer-Clique und mit der, von allen bewunderten, Kati befreundet. Zum ganzen Glück hat auch noch der smarte Moritz Interesse an ihr. Sie kommen zusammen und Manja versucht ihm immer wieder was zum „rauchen“ zu beschaffen, damit es ihm gut geht. Dabei verliert sie fast ihre beste Freundin Sophie. Was ist Manja wichtiger? Der Freund und die neu entdeckte Manja, oder die Vernunft und Sophie?

Erster Satz: „Willste?“ Sie sieht mich an.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 3.4/6 (1 vote cast)

Idee:  Grundsätzlich hat das Buch keine neue Idee. Es gibt zig Geschichten, die das Thema behandeln und durch seine Idee kann es sich nicht hervorheben.

Plot:  Das Thema auf 200 Seiten zu verpacken kommt zwar der jugendlichen Leserschaft zugute, lässt aber wenig Spielraum tiefer in die Geschichte einzutauchen. Ich denke, dass es selbst für die Autorin ein Drahtseilakt war. Insgesamt ist der Plot für die Kürze jedoch ganz gut aufgebaut. Ein etwas abruptes Ende, aber am Anfang überzeugend durch ein langsames Hineingleiten in die Geschehnisse.

Schreibstil:  Für mich, war der Stil viel zu einfach gehalten. Die Sätze sind sehr kurz, sodass man regelrecht durch die Seiten ganz von allein hechtet. Was für eine junge Leserschaft sicher gut ist, empfand ich als kontraproduktiv. Mir fehlte das Verweilen in der Handlung und die Zeit über Dinge nachzudenken. Bei den Dialogen hätte ich mir mehr Dynamik gewünscht. Da „passiert“ zu viel zwischen zwei Sätzen. Positiv empfand ich jedoch die Sprache, die ich als zeitgemäß empfand. Die Wortwahl entspricht der Szene und dem Alter der Protagonisten.

Charaktere:  Manja hätte ich zu gerne gerüttelt und gefragt, ob sie wirklich so blind ist. Aber ich denke man ist in dem Alter tatsächlich geflasht von der ersten Liebe, wenn es ein Typ ist, der vorher als unerreichbar galt. Leider hat die Autorin in der Hinsicht ein bisschen zu viel gemacht, denn durch Manjas Gedankengänge, in denen sie eigentlich die richtigen Schlüsse ziehen müsste, wird man als Leser zu sehr darauf aufmerksam gemacht. Ansonsten empfinde ich ihr Verhalten als authentisch. Das Mädchen, das als Mauerblümchen nun etwas wagt. Ein alleiniger Auslandsaufenhalt, gegen Gesetze verstoßen und den Spaß voranzustellen. Das hat mir besonders an ihr gefallen.

Moritz hingegen war nicht ganz so authentisch. Einem Kerl, der so abhängig vom Kiffen ist, dass er Aussetzer bekommt, nehme ich nicht ab, das er unbedingt das neue Mädchen braucht und sie ständig drängt, Marihuana zu besorgen. Jeder Süchtige weiß, woher er seinen Stoff bekommt. Vom THC wird man nicht über Nacht süchtig, wie bei Crack beispielsweise, das bedarf einen längeren Prozess. Auch eine derartige Psychose mit Aussetzern zu bekommen ist schon eher eine heftige Form der Abhängigkeit und nicht Alltag, wie es manchmal in der Geschichte wirkte. Moritz hat mich von daher eher an einen Junkie erinnert. Was jedoch gut bei mir ankam, war eben dieses nervös werden, wenn kein Gras greifbar ist. Das man, nur um etwas zu besorgen, eine Party vorzeitig verlässt. Das war authentisch dargestellt.

Hintergrund:  Die Autorin hat sich eingehend mit dem Thema beschäftigt, das merkt man schon. Für eine fiktive Story in der Kürze hat sie das Beste herausgeholt. Aber man merkt eben dem Geschehen die Fiktion an, was schade ist.  Gut sind die Beratungshinweise am Ende des Buches.

Fazit: Jeder Jugendliche kommt aktiv oder passiv sicher einmal mit dem Thema Kiffen in Kontakt. Aufklärung und Augen öffnen ist da wichtig. Ich lese gerne mal so eine Geschichte, wenn es um das Thema Drogen geht, musste aber feststellen, dass ein fiktiver Text einfach nicht an Tatsachenberichte heran kommt. „High Love“ hat dies erneut bestätigt. Für meinen Geschmack wurde nur an der Oberfläche gekratzt. Ob das selbst für Jugendliche ausreicht, zweifle ich an. Ich hätte mir  gewünscht, dass das Buch nach der ersten wirklich guten Hälfte nicht so offensichtlich ein Buch zum Thema Jugend und Kiffen geworden wäre.

Andererseits trägt „High Love“ eine ganz andere Message für mich: Das man nicht naiv seinem Partner gegenüber sein sollte und sich treu bleibt. Dass man sich als junges Mädchen traut etwas zu sagen, was im Kopf herumschwirrt, auch wenn es im ersten Augenblick unschöne Konsequenzen hat. Dies zeigt der Roman sehr gut und ist vielmehr dadurch in meinen Augen eine Leseempfehlung an junge Mädchen.

 

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Grischa – Eisige Wellen (Grischa 2)

Oktober 20


Autor:  Leigh Bardugo

Originaltitel:  Siege and Storm

Übersetzer:  Henning Ahrens

Erscheinungsdatum: 25. Juli 2013

ISBN-13:  978-3551582966

Verlag: Carlsen

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

Klappentext:

„Grischa“ war eine Überraschung für mich. Dass ich mich in diesem russisch angehauchtem Setting so wohl fühle, hätte ich beim lesen von „Grischa – Goldene Flammen“ nicht gedacht. Ich habe mich sehr auf Teil 2 gefreut. Er hat ein bisschen warten müssen, aber dafür hatte ich umso mehr Spaß damit.

Alina und Maljen möchten sich ein neues Leben auf der anderen Seite der Wahren See aufbauen, doch das gestaltet sich gar nicht so einfach. Alina ist geschwächt, da sie ihre Macht nicht benutzt. Der Dunkle ist hinter ihr her, denn er möchte ihr weitere Kräftemehrer verschaffen. Auf dem Weg zurück über das Meer soll die Meeresgeisel gefunden werden, die den zweiten Kräftemehrer darstellt. Doch Alina und Maljen kommt der Freibeuter Sturmhond zur Hilfe und befreit sie aus den Fängen des Dunklen. In Os Alta erfahren sie mehr über den geheimnissvollen Sturmhond und Alina tritt eine wichtige Stellung an.

 

Erster Satz: Früher, lange bevor sie die Wahre See befuhren, hatten der Junge und das Mädchen immer wieder von Schiffen geträumt: Schiffe, randvoll mit Geschichten, verzauberte Schiffe mit Masten aus wohlriechendem Zedernholz und mit Segeln aus purem Gold, von Jungfrauen gesponnen.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.3/6 (1 vote cast)

Idee:  Mir hat Sturmhond als neuer wichtiger Charakter  als Element in der Geschichte sehr gut gefallen. Vor allem der Teil, der auf dem Meer passiert war meine Lieblingspassage. Eine gute Idee.

Plot: Für meine Begriffe hat das Buch drei Teile. Einen sehr temporeichen ersten Teil, der viel auf hoher See spielt, einen zweiten, ruhigeren Teil, indem die Charaktere sehr stark hervorstechen und ein fulminantes Finale, indem das Tempo rasch angezogen wird. Ich hätte mir ein wenig von dem spannenden ersten Teil mehr im zweiten gewünscht. Die Handlung funktioniert und bringt auch Wendungen mit sich. Eine Entwicklung in der Geschichte, die ich so nicht erwartet habe, aber es bleibt das Gefühl eines Ungleichgewichts. Der zweite Teil ist sehr geprägt durch die politische Aspekte Rawkas und wie die Figuren damit umgehen. Man sieht viel mehr die Charaktere, was mir gut gefallen hat.

Schreibstil: Leigh Bardugo bleibt sich treu: Prolog und Epilog sind in der dritten Person, der Haupteil als Ich-Erzähler geschrieben. Gerade in der ersten Hälfte bleibt man am Ball und kann das Buch kaum aus der Hand legen, so spannend ist es geschrieben. Die russischen Begriffe sind immer noch kleine Stolpersteine für mich gewesen, aber sie machen eben den besonderen Charme aus und schnell habe ich mich wieder daran gewöhnt und mich nicht im Lesefluss behindern lassen.

Charaktere: Mir ist mit „Eisige Wellen“ Maljen näher gekommen und auch sympathischer in Erinnerung geblieben. Habe ich mich im ersten Teil genau wie Alina vom „Dunklen“ hinreißen lassen, war in der Fortsetzung um die Beziehung zwischen ihr und Maljen von Hoffen und Bangen geprägt. Er schlägt sich gut, mit einer mächtigen Grischa als Freundin, während diese sich selbst neu kennenlernen muss. Alina hat es nicht einfach. Ihre Macht steigert sich und sie muss lernen damit umzugehen um sich nicht in ihr zu verlieren. Sie wächst mit ihren Aufgaben und stellt sich dem Schicksal womöglich nie ein „normales“ Leben zu führen, wie sie mit Maljen zu Anfang hofft. Maljen hingegen erweist sich nicht nur als unübertroffener Fährtensucher, sondern auch als hervorragender Diplomat. Auf nahezu magische Weise schafft er es die Menschen in seinen Bann zu ziehen und versteht sich mit jedem.

Maljen und Alina wirken viel erwachsener als ihr Alter, was ich verzeihe, da dieses Buch eine reine Fantasygeschichte beherbergt.

Sturmhond, als neuer Charakter hat mich gepackt. Er ist alles und doch gut durchdacht. Man muss seine freche Art lieben und oft hatte ich bei ihm ein Grinsen im Gesicht. Ich bin gespannt, was im dritten Teil mit ihm passiert.

Hintergrund: Mir gefällt immer noch diese russisch angehauchte Fantasy-Welt. Leigh Bardugo hat ihr Leben eingehaucht, sodass man  sich ihrem Zauber nicht entziehen kann. Der Leser erfährt mehr über die Hintergründe der Charaktere und auch zu den Kräftemehrern. Sehr gut fand ich, dass auf die Kriegsvorbereitungen eingegangen wird. Ich habe mich wieder wohlgefühlt in Rawka und beglückwünsche die Autorin zu dieser tollen Welt, die sie uns geschenkt hat.

Fazit: Ich bin etwas Reihenmüde in letzter Zeit und jeder Fortsetzung wende ich eine gewisse Skepsis zu, denn meistens steht die Handlung im zweiten Teil einer Trilogie. Die Autorin hat es jedoch geschafft nicht langweilig zu werden oder sich mit an den Haaren herbeigezogenen Handlungen zum finalen Teil zu hangeln. Neue Charaktere bringen interessante Wendungen und so hat die Fortsetzung  mindestens genauso viel Spaß gemacht, wie der Auftakt dieser wundervollen Trilogie. Ich freue mich jetzt schon wieder nach Rawka entführt zu werden und bei diesen Vorlagen kann die Geschichte im dritten Band nur gut werden. Eine klasse Fantasy-Story die nicht zu sehr abschweift, aber genügend Details liefert, um in eine andere Welt abzutauchen.

Für alle die  den ersten Teil gelesen haben ein „Muss“. Alle anderen sollte zu Grischa greifen, um  sich an reine Fantasy heranzutasten und dem russischen Charme erliegen möchten. Für Trilogiemüde, die mal etwas anderes haben wollen.

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Der Geschmack von Glück

August 24

Der Geschmack von Glück

Price: EUR 17,90


Autor:
Jennifer E. Smith

Originaltitel: This Is What Happy Looks Like

Übersetzer: Ingo Herzke

Erscheinungsdatum: 25. Juli 2013

ISBN-13: 978-3551583048

Verlag: Carlsen

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

Klappentext:

 

Ein so schöner Titel: „Der Geschmack von Glück“. Mädchen verliebt sich in Filmstar. Ja das weckt Jungmädchenträume in mir und musste natürlich gelesen werden. Die Geschichte um Elli und Graham hat mich nicht enttäuscht und mir eine kurze, aber wudervoll leichte Lesezeit beschert.

Elli schreibt schon seit Monaten mit dem smarten Graham, allerdings kennen sich die Teenager nur als „G“ und „E“. Elli ahnt nicht, dass sich dahinter der Teenagerstar Graham Larkin verbirgt. Als Graham merkt, dass er sich zu Elli hingezogen fühlt, drängt er den Regisseur die Dreharbeiten für seinen neuen Film in das schöne Städtchen Henley zu legen. Ellis Heimat! Nach kurzen Irrungen finden sich die beiden und stellen sich nicht nur den Unannehmlichkeiten, die Grahams Berühmtheit mit sich bringt, sondern auch Ellis Geheimnis um ihre Herkunft.

Erster Satz: Hey, wir werden hier ziemlich überziehen.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.4/6 (2 votes cast)

Idee: Die Idee ist sicher nicht neu, aber einfach zu süß. Vor allem weil „Er“ ein Filmstar ist. Ganz nach meinem Geschmack.

Plot: Immer wieder ist die Geschichte mit E-Mails gespickt, was das Ganze auflockert. Dabei sticht gerade der Mailwechsel am Anfang heraus. Ich musste dabei grinsen und hätte mir gerne mehr davon gewünscht, allerdings trennen nur noch einzelne Mails später die Kapitel voneinander. Es gibt sehr viele Gedankengänge, teilweise ist die Handlung ausführlich , um dann wieder einen Zeitsprung zu haben. Der Story dadurch eine Dynamik zu geben ist leider nicht gut geglückt, aber es bringt einen auch nicht total aus dem Lesefluss. Der Fortgang der Geschichte passt perfekt in den Sommer. Sicher geht der Plot auch ein tiefgründiges Thema an, der Glücksfindung, überlädt damit die Geschichte jedoch nicht.

Schreibstil: Das Buch ist als allwissender Autor in der dritten Person im Präteritum geschrieben. Eigentlich nicht so mein bevorzugtes Stil, dennoch konnte mich der Text überzeugen. Ich kannte Jennifer E. Smith schon von „Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick“ und schon da fand ich es toll wie sie dem Leser die Umgebung nahe bringt. Ich habe das Salz geschmeckt und die Meeresluft Henleys gerochen. Außerdem habe ich noch mehr Lust, Amerikas Nordostküste zu besuchen. Die Geschichte lässt sich schnell und flüssig lesen, sodass es mir fast ein wenig zu schnell ging. Es war deshalb ein Pagetuner, weil mir der ganze Charme, den der Ort, die Protagonisten und die Idee mit sich bringt, so gut gefallen hat.

Charaktere: Ich mochte Elli, die so locker leicht durchs Leben geht, obwohl sie ein Familiengeheimnis mit sich herum trägt. Zu ihrer Mutter hat sie ein ganz besonderes Verhältnis. Elli ist jung und unbeschwert, trotz allem und trägt eine gewisse Leichtigkeit mit sich. Sie hat ihre ganz eigenen Vorstellung von Glück, die im Grunde nicht in Graham Larkins Hollywood–Welt passt.

Graham ist ein Teenstar, durch Zufall entdeckt und schnell zu Ruhm gekommen. Eigentlich entstammt der smarte Junge einer ganz normalen Familie und vermisst diese sehr. Ein bisschen hat mir die Überheblichkeit gefehlt, die ich bei einem Star erwarte. Er war mir etwas zu gelassen, vernünftig und normal. Zu perfekt. Trotzdem mochte ich ihn sehr.

Mein Highlight: Quinn! Ich habe ja eine Vorliebe für die Nebencharaktere. Sie ist einfach sympathisch und hätte ruhig eine größere Rolle verdient. Eine tolle beste Freundin.

Hintergrund: Darüber lässt sich streiten. Zum einen fand ich den Rummel in dem Küstenstädtchen gut umgesetzt. Das alle Leute aufgeregt sind. Zum anderen habe ich die Geschichte mit den Paparazzi nicht so wirklich abgekauft. Erst sind alle wie wild hinter Graham her und dann ist da plötzlich niemand mehr, um doch wieder überraschend aufzutauchen. Dafür haben mich die Beschreibungen des Settings überzeugt.

Fazit: Eine sommerlich leichte Lektüre die mir Spaß gemacht hat und ein Thema behandelt was ich gerade heute sehr wichtig finde. Man ist umgeben von der Medienwelt, alles geht höher , schneller, weiter. Jeder kann , wenn auch kurz, zum Star werden. Aber braucht es das, um Glück zu finden? Elli und Graham zeigen, dass es mehr gibt als nur Blitzlicht.

Für alle, die ein leichtes und ebenso nachdenkliches Buch mögen, dass schnell gelesen ist.

 

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Graffiti Moon

Mai 31

Graffiti Moon

Price:



Autor:
Cath Crowley

Übersetzer: Henning Ahrens

Erscheinungsdatum: April 2013

ISBN-13: 978-3551582799

Verlag: Carlsen

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten

Klappentext:

 

Zuerst mochte ich das Cover, aber auch der Klappentext und die Thematik haben ihren Reiz. Zudem ein eher kurzes Buch. Ja, das musste ich lesen.

Lucy wächst mit ihren Künstlereltern in unkonventionellen Verhältnissen auf. Schön länger versucht sie Schadow zu erwischen, den Graffitikünstler, der unsichtbar bleibt, die Sechzehnjährige jedoch durch seine Bilder berührt. Mit ihren Freundinnen zieht sie los um den Abschluss zu feiern. Die Mädchen bleiben nicht lange allein. Drei Jungs gesellen sich dazu. Mit Ed war Lucy schon mal verabredet, eine halbe Ewigkeit her. Eigentlich möchte sie seine Gesellschaft nicht, aber dann führt er sie zu Shadows Bildern und merkt nebenbei, das Shadow nicht der Einzige ist.

Erster Satz: „Ich trete wie wild in die Pedale.“

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 6.0/6 (1 vote cast)

Idee: Verliebt in den unbekannten Graffiti Künstler. Ja, das ist in meinen Augen eine vielverspechende Idee.

Plot: Die ganze Geschichte spielt in einer einzigen Nacht. Ich kann nur sagen: Super. Ein Gefühl, als würde man einen Film gucken, anstatt zu lesen. Da passt alles zusammen und greift wunderbar ineienander. Vor allem das Spiel mit den verschiedenen Sichtweisen, die teilweise vom Timing her überschnitten sind oder genau aneinander passen. Gespickt mit den Gedichten von Poet kommt man nicht durcheinander und kann sich schnell auf den jewiligen Ich-Erzähler einlassen. Zu Anfang sind sehr viele Rückblenden eingestreut die toll sind, mich aber erst leicht verwirrt haben. Im Endeffekt sind sie jedoch die nötige Würze. Ein perfekter Plot. Man kann das Buch auch als eine poetische Reise sehen. Begleitet von viel Kunst, dabei nicht aufdringlich, sondern mit einer Selbstverständlichkeit, wie ich es noch nicht erlebt habe. Eine Nacht der  Nächte die alles verändert.

Schreibstil: Locker, aber nicht zu leicht. Sehr schöne Worte, die einen automatisch zu einem langsamen und genussvollen Lesen bringt. Die Gedichte sind zwar nicht so meins, aber das ist eben Geschmackssache und in diesem Buch trennen sie ganz gut die verschiedenen Perspektiven. Es wird meist abwechselnd aus Lucys und Eds Sicht erzählt, dazwischen ein Gedicht von Poet. Das bringt Geschichte und Charaktere sehr nah. Auch die Dialoge haben mir sehr gut gefallen. Ich finde es schwierig Crowleys Stil zu beschreiben. Als ich das Buch zugeklappt habe, dachte ich nur: einfach schön und poetisch. Definitiv behalte ich Cath Crowley im Kopf und werde mir schon wegen ihrer Art zu schreiben, andere Werke von ihr angucken.

Charaktere: Lucy ist das Kind zweier Künstler und selbst in Glasblasen begabt. Aus etwas unkonventionellen Verhältinissen kommend,  schwärmt sie für die Kunst Shadows und ist in ihn verliebt, obwohl sie ihm noch nie begenet ist. Ich mochte sie, weil sie nicht auf den Mund gefallen  und so herrlich anders ist. Die außergewöhnlichen Züge, wie ihre merkwürdigen Eltern und die Liebe zur Kunst. Ihre Sehnsucht nach Shadow. Ihre Leidenschaft in der Suche. Das alles machen sie zu einem besonderen Charakter.

Auch Ed ist toll geworden. Mit Ecken und Kanten und ganz viel Sanftheit und Gefühl. Ein Typ, der echt ist und den man haben möchte. Der etwas unbeholfen  in seinen Gefühlen zu Lucy ist und nicht weiß, wie er mit ihrer Liebe zu Shadow umgehen soll.

Die beiden Chahraktere machen in dieser einen Nacht eine starke Entwicklung durch und  einen großen Schritt in Richtung erwachsenwerden. Auch die Nebencharaktere sind toll. Alle Firguren wirken aus dem Leben gegriffen und obwohl sie unterscheidlich sind, verarbeiten sie doch den gleichen Reifeprozeß in dieser Nacht. Jeder lernt etwas über die Liebe und über Selbstbewusstsein.

Hintergrund: Kunst, Graffiti und Glasblasen. Ganz andere Themen für mich und so klar, dass ich der Autorin unterstelle alles wirklich gründlich recherschiert zu haben. Dazu das Setting, was nicht in unendlichen Beschreibungne ertränkt wird sondern wie selbstverständlich beim Lesen Gestalt annimmt.

Fazit: So schön. So überraschend gut! Ein Roadmovie auf dem Fahrrad. Mit 256 Seiten und diesem Lesesog haben mich nur meine  müden Augen daran gehindert, es in einem Rutsch durchzulesen. Sicher im Preis etwas happig, aber dafür bekommt ihr eine tolle Story und ein wunderschönes Cover. Ist der Schutzumschlag entfernt, bemerkt man auch die Hingabe zur Gestaltung darunter. Das Gedicht auf der Rückseite findet sich auch im Buch wieder. Volle Wertung in allen Punkten, was ich wirklich selten mache.

Rundum  ein mitreißend schönes Werk, was ich jedem nur ans Herz legen kann. Für alle die es lieben nach dem Lesen ein Buch in die Arme zu schließen.

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Grischa

März 26

Grischa - Goldene Flammen

Price: EUR 17,90



Autor:
Leigh Bardugo

Originaltitel:Shadow & Bone. The Grisha, Book One

Übersetzer: Henning Ahrens

Erscheinungsdatum: 01.September 2012

ISBN-13: 978-3551582850

Verlag: Carlsen Verlag GmbH

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten

Klappentext:

 

Grischa hat ein wunderschönes Cover und ich mag den Titel. Ich konnte mir zunächst nicht wirklich was unter diesem Buch vorstellen, obwohl der Klappentext ansprechend ist. Aber die Begeisterung einiger Blogger haben mich dann doch neugierig gemacht.

Die Waise Alina hat die meiste zeit ihres Lebens mit Maljen verbracht. Zusammen aufgewachsen stehen sie gemeinsam im Dienst der ersten Armee von Rawka. Alina ist ein schmächtiges Mädchen mit Augenringen und alles andere als attraktiv. Vor allem wenn man sie neben den wunderschönen Grischa sieht. Die Grischa beherrschen Magie in unterschiedlicher Weise. Bei der Durchquerung der Schattenflur, ein dunkler Nebel, der das Land teilt, entspringt Alina beim Versuch Maljen vor den bösen Volkra zu schützen ein gleißendes Licht. Der mächtigste unter den Grischa, nur der „Dunkle“ genannt, erkennt sie so als „Sonnenkriegerin“. Einer Grischa mit einer einzigartigen Gabe. Alina allein ist imstande die Schattenflur zu besiegen. Sie lernt bei den Grischa mit ihrer Fähigkeit umzugehen, jedoch trachtet das Böse ihr hinterher. Wem kann sie noch vertrauen und wer sagt die Wahrheit?

Erster Satz: Die Diener nannten sie Malenchkij, Geisterchen, denn sie waren die Kleinsten und Jüngsten und suchten das Haus des Herzogs heim wie kichernde Phantome, flitzen durch die Zimmer, versteckten sich in Schränken, um zu horchen, stahlen die letzten Pfirsiche des Sommers aus der Küche.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.0/6 (1 vote cast)

Idee: Das russische Setting ist außergewöhnlich, aber die perfekte Bühne für die Grischa und Leigh Bardugos Geschichte. Besonders die Schattenflur hat mir in der Idee und Umsetzung sehr gefallen.

Plot: . Mit Alina begibt man sich auf die Reise. Es beginnt recht gemächlich, aber dennoch spannend, da man sich in dem Setting und mit Alinas Leben erst mal zurechtfinden muss. Dann folgt eine Handlung die immer wieder dann, wenn es nötig ist, rasanter wird, aber dann auch wieder abebbt und schließlich in einem aufregenden Showdown endet. Obwohl ich das Ende recht früh erahnt habe, hat das meinen Lesespaß nicht getrübt. Ich fand die Dauer der Reisen vor allen Dingen angemessen. Dass eben Zeit vergeht, bis etwas passiert.

Schreibstil: Es gibt einen Prolog und Epilog in der dritten Person geschrieben. Der Hauptteil jedoch ist in meiner Liebligsperspektive angelegt: Ich-Erzähler im Präteritum. Die russisch angelehnten Begriffe sind Zungenzerbrecher. Am Anfang hat mich das aus dem Lesefluß gebracht. Nach einer Weile war ich jedoch damit vertraut. Obwohl ich den Stil jetzt nicht als besonders herausragend bezeichnen würde, musste ich doch ständig weiterlesen. An sich lässt sich das Buch zügig lesen. Fast zu zügig. Gut, dass ich auf die Fortsetzung nicht allzu lange warten muss. Ein Buch mit Lesesogcharakter.

Charaktere: Mir haben die Charakter im allgemeinen sehr gut gefallen. Alina macht dabei eine sehr große und deutliche Entwicklung durch. Zu sehen, wie aus dem ‚leisen‘ kränklich aussehendem Mädchen eine selbstbewusste und starke Grischa wird ist richtig toll. Leigh Bardugo macht das ganz gut, indem sie Alinas Gedanken preisgibt und man als Leser mit ihr fühlt. Die Verunsicherung, die Angst und die Selbstzweifel sind greifbar. Dur die Ich-Perspektive liegt der Fokus bei Alina und sie dominiert die Geschichte ganz klar. 

Als Antagonisten mag ich den „Dunklen“. Er hat gute schlechte Facetten und ist nicht gleich von Anfang an zu durchschauen. Ich hätte mir ein bisschen mehr von ihm gewünscht. Etwas mehr aus ihm herausgekitzelt. Aber das sind nur Feinheiten und ich denke mal die nächsten beiden Bücher bieten da noch viel Spielraum.

Ein Nebencharakter ist mir besonders aufgefallen. Baghra mochte ich auf Anhieb. Weil sie eben so ein verschrobenes und eigensinniges Weib ist.

Hintergrund: Zwar findet man Ähnlichkeiten zu russischen Begriffen aber ansonsten scheint mir das Setting gut recherchiert. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin sich darin sehr wohl gefühlt hat. Grischa beinhaltet eine tolle Fantasywelt, die mich an meine Rollenspielzeiten erinnert hat. Ich bin schlichtweg begeistert.

Fazit: Grischa hat mich entführt und überrascht. Es ist genau das richtige Buch die gerne mal in die Fantasy abdriften möchten, ohne gleich einen epischen Mehrteiler vor der Nase zu haben. Schnell zu lesende einfach gestrickte Fantasy in Bestform. Die Geschichte hat ihren eigenen Charme und es fand eben ein Lesesog statt. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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Asche & Phönix

Januar 21


Autor: Kai Meyer
Erscheinungsdatum: November 2012
ISBN-13: 978-3551582911
Verlag: Carlsen
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten

Klappentext:

 

Ganz klar, kein Jugendbuch von Kai Meyer geht mittlerweile ungelesen an mir vorbei. Mit der Arkadien–Reihe habe ich mit meiner Tradition nur die Hörbücher zu hören schon gebrochen und auch „Asche und Phönix“ bestätigt mir erneut keinen Fehler damit gemacht zu haben. Außerdem reizt die Idee ungemein und bildet eine schöne Abwechslung.

Ash ist eine gewiefte Kleinkriminelle und wird von Parker Cale, „dem“ Filmstar auf frischer Tat ertappt. Parker, gefrustet vom Ruhm, bricht zu Beginn mit seinem erfolgreichen Vater, der aus allem Gold macht. Mit Ashs Hilfe gelingt es ihm das Hotel zu verlassen, um den Papparazzi zu entgehen. Ash hilft im zunächst nur damit er sie nicht anzeigt, bleibt aber dennoch an seiner Seite, um hinter die merkwürdigen Geschehnisse zu kommen, die sie mit Parker erlebt. Da ist zum einen Parkers Schwächeanfälle, die sich durch ein wenig Blitzlichtgewitter beheben lassen und Parkers weiblicher „Schatten“, eine Frau, die nicht altert und ihn seit er denken kann nicht aus den Augen lässt. Von London fliehen sie vor Parkers Vater  nach Lyon, von da fliehen sie vor dem Handlanger des Mannes, dem Parkers Vater seinen Erfolg zu verdanken hat. Je weiter sie sich Monaco nähern, desto mehr finden sie über den Pakt heraus den Mr. Cale mit dem mysteriösen Libatique geschlossen hat. Aber nicht nur das Entrinnen des Todes schweißt die beiden zusammen. Ash passiert das Undenkbare, etwas wonach sich viele Mädchen sehnen: Sie verliebt sich in Parker und er in sie.

Erster Satz: Das Smiley stand in Flammen

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee:
Mich hat die Idee um einen Filmstar sehr gereizt. Sicher denkt man gleich an die Stars aus Twilight und Co. Aber da ich mittlerweile weiß, was ich von Kai Meyer erwarten kann, war mir klar, dass wieder verschiedene Stricke zueinander führen, die eine tolle Geschichte ergeben. Die körperliche Abhängigkeit vom Ruhm, fand ich genial.

Plot: Rasant, rasant und beim Lesen hatte ich ein Gefühl wie beim letzten Teil der Arkadien–Reihe auch. Danke, Herr Meyer, für diese grandiose Verfolgungsfahrt. Mal wieder fehlen mir die Worte. Im Grunde bleibt einem nichts anderes übrig als zu lesen. Es entsteht ein heftiger Sog, denn ein Ereignis reiht sich an das nächste. Dabei gibt es kaum Verschnaufpausen und die sind auch gar nicht nötig. Wieder einmal versteht es der Autor die Ereignisse wunderbar abzustimmen und ineinanderzuflechten.

Schreibstil: Was soll ich sagen? Ich kenne zwar nur die Jugendbücher, aber der Stil ist einfach nur toll. Erzählt wird in der dritten Person im Präteritum, wobei man manchmal eher bei Ash ist und an anderen Stellen mehr bei Parker verweilt. Etwas ungewöhnlich empfand ich die Teile, die kursiv gedruckt waren und zudem im Präsens geschrieben wurden. Allerdings waren diese Stellen toll eingefügt und haben einem den Blick auf das Geschehen außerhalb des Agierens von Ash und Parker gegeben.

Charaktere: Ash hat mich etwas an Rosa Alcantara, Meyers Hauptprotagonistin aus der Arkadien-Reihe, erinnert. Sie zeichnet sich, genau wie auch Rosa, durch ihre Andersartigkeit aus. Ash ist eine gewiefte Kleinkriminelle, die sich sicher durchs Leben schlägt. An Parker ist ihr die Persönlichkeit wichtig und nicht der Rummel um seine Rolle als Phönix. Sie verliebt sich nicht gleich in ihn, was mir sehr gefallen hat. Ihre Neugier, hinter die Geheimnisse zu kommen und die Hartnäckigkeit, die sie dabei an den Tag legt, fand ich total sympathisch. Kleinigkeiten wie ihr Hang mit einer alten Polaroid Kamera zu fotografieren oder ihr lila Lippenstift, bringen ihr Tiefe. Er verleiht damit seinen Charakteren eine ganz eigene Note, die somit allein schon genug wirken, um die Figur fassen zu können.

Parker ist für mich richtig gut gelungen. Was mir zuerst wirklich gut gefallen hat, dass er mit 20 allein vom Alter erwachsener angesiedelt ist, als manch andere Charaktere in anderen Geschichten. Vor allem sein innerer Kampf mit den Gefühlen umzugehen, die die Enthüllungen nach und nach bei ihm auslösen hat mich mitgenommen. Er macht in meinen Augen eine noch größere Entwicklung als Ash durch.

Libatique ist der Antagonist schlechthin. Grandios ausgedacht und genau richtig. Das Einzige was ihn mir sympathisch macht, dass er so bösartig und brutal ist. Zu viel möchte ich gar nicht verraten.

Auch die kleinen Nebencharaktere sind toll, haben jeder eine wichtige Funktion und genug Charakter um ihnen eigene Geschichten auf den Leib schreiben zu können.

Hintergrund:
Kai Meyer ist bekannt dafür, Mythen zu finden und auf sich auf seine Weise zu eigen zu machen, um darum eine wunderbare Geschichte zu formen. Ich habe keine Ahnung, wo er dieses Mal gewühlt hat, aber die ganze Handlung und die Charaktere sind perfekt aufeinander abgestimmt. Gekonnt holt er das Unreale und Absurde in das normale Leben. Außerdem vermute ich mal, dass Herr Meyer viel Urlaub in London und Frankreich verbracht hat. Die Strecke, die Parker und Ash an der südlichen Küste Frankreichs zurücklegen, kenne ich selbst und muss sagen, dass ich mit diesem Buch sofort wieder da war. Ich konnte das Land förmlich schmecken.

An dieser Stelle muss ich auch die Ausflüge in das Amerika der Hippiebewegung nennen, die mir persönlich sehr gefallen haben, da ich die Zeit und Musik gerne mag. Was mich aber am meisten gefreut hat, dass Kai Meyer den Film „Legende“ erwähnt hat. Ich habe diesen Film gefühlte 50 Mal gesehen und finde ihn heute noch toll. Danke, Herr Meyer, dass ich für einen kurzen Moment wieder in meine Jugend zurückgeholt wurde.

Fazit: Lest dieses Buch! Ich konnte Asche und Phönix nicht aus der Hand legen und war froh mit meiner Entscheidung, es auf dem Kindle zu lesen. Bei jeder Gelegenheit konnte ich ihn zücken und weiter mit Ash und Parker vor Libatique fliehen und mich verlieben. Welch wunderbare andere Story. Welch tolle Charaktere.  Und ich mag es kaum erwähnen, aber ich finde es schade, dass es ein Standalone ist.  Sehr gut fand ich den kritischen Blick auf Ruhm, der zweifelsohne zentral hinter der Geschichte steht. In Asche und Phönix wird deutlich, dass nicht Berühmtheit glücklich macht, sondern Freundschaft und Liebe viel wertvoller sind. Ich gebe hier keine Empfehlung, nein ich glaube ich muss euch nötigen, dieses Buch zu lesen.

 

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Bella und Edward: Die Twilight Saga – Biss zur letzten Szene

Januar 14



Autor:
Robert Abele

Übersetzer: Annette von der Weppen

Erscheinungsdatum: 1.  November 2012

ISBN-13: 978-3551582980

Verlag: Carlsen Verlag GmbH

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten

Klappentext:

 

Ich habe der lieben Nicole von Cinema in my head das Rezensionsexemplar überlassen, die sich tierisch gefreut hat und als eingefleischter Fan wohl die beste Wahl für eine Rezension war. Ich freue mich über ihre Gastrezension:

Zugegebenermaßen bin ich ein wirklich großer Fan der Twilight-Saga. Sowohl die Bücher als auch die Filme habe ich geliebt. So war ich natürlich extrem neugierig auf dieses Buch, zumal der Preis ja doch eher ein wenig abschreckend wirkt. Was bekommt man für diese stolzen 29,90 geboten? Das war wohl die Frage, die mich am meisten beschäftigte und hier möchte ich versuchen, euch diese Frage zu beantworten…

Das 24.20 x 28.50 cm große Hardcover macht schon auf den ersten Blick etwas her. Auf mattem Hintergrund stechen die in Glanzlack gedruckten Porträts der drei Hauptdarsteller sowie die Schrift besonders schön hervor und verleihen dem Buch gleich ein edles Aussehen.

Der erste, positive Eindruck bleibt bestehen, sobald man das Buch öffnet. Auf 160 Seiten findet der Twilight-Fan nicht nur wunderschöne Fotos, sondern auch ganz viele Hintergrundinfos.

Die Fotos sind bunt gemischt und so entdeckt man neben Filmfotos auch Bilder vom Set, den Fans, Preisverleihungen und natürlich auch von den diversen roten Teppichen. Auch die einzelnen Schauspieler werden ausgiebig beleuchtet. Man findet Interviews und Auszüge aus den Regie- und Produzententagebüchern. Die Stars berichten über ihre Lieblingsszenen und man erfährt auch vieles, das bei den Dreharbeiten schief gelaufen ist.

Nun denkt aber nicht, das war es schon. All dies wäre sicher ganz nett und interessant, sicher aber nichts Besonderes und ich finde, diese Saga hat etwas ganz besonderes verdient…

Das wirkliche Highlight ist eben nicht nur die tolle Fotoauswahl und die Insiderinfos sondern ganz viele kleine Giveaway, die auf unterschiedliche Weise in dieses Buch integriert sind. Beispielsweise in Form von Postkarte, die man mühelos und mit ein wenig Vorsicht aus dem Buch entfernen kann, ohne es zu beschädigen.

Besonders gut gelungen fand ich aber die, im ganzen Buch verteilten, verschlossenen Umschläge. Hier war es für mich jedes Mal total spannend sie zu öffnen und herauszufinden, was sie enthalten. Natürlich werde ich hier nicht alle Inhalte verraten aber als Beispiel möchte ich hier vielleicht ein paar tolle Aufkleber nennen. Eins in Form des Wolfsrudel-Tattoos. Ebenso schön fand ich den Auszug aus dem Design-Skizzenbuch  oder einen Druck der Hochzeitseinladung

Fazit: Ja, es ist ein wirklich wundervolles Buch und meines Erachtens auch seinen Preis wert. Ich habe Stunden damit zugebracht, mir alles genau anzusehen und habe sowohl die tollen Bilder als auch die vielen Hintergrundinfos sehr genossen. Dieses Buch werde ich ganz sicher noch oft in die Hand nehmen und anschauen. Für Twilight-Fans wirklich ein absolutes MUSS
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Pandemonium (Amor-Trilogie 2)

November 22



Autor:
Lauren Oliver

Originaltitel: Pandemonium

Übersetzer: Katharina Diestelmeier

Erscheinungsdatum: 1.November 2012

ISBN-13: 978-3551582843

Verlag: Carlsen

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten

Klappentext:

 

Was für ein schönes Cover. Es gefällt mir noch besser als das des ersten Teils. Das liegt sicher an der Farbe. Dieses Blau/Türkis sagt mir persönlich viel mehr zu. Dieses Mal kann man über und über das Wort Kampf lesen.  Ein Jahr habe ich auf die Fortsetzung gewartet und es hat sich gelohnt. Pandemonium ist besser als Delirium. Die Autorin hat tatsächlich eine Steigerung geschafft.

Erster Satz: Alex und ich liegen nebeneinader auf einer Decke im Garten der Brooks Street 37.

Lena schlägt sich durch die Wildnis und trifft auf Widerständler, denen sie sich anschließt. Sie kämpft mit sich selbst, denn Alex ist tot. Es kann gar nicht anders sein. Das Leben im Stützpunkt verhärtet Lena. Der ständige Überlebenskampf zerrt an ihr und feilt eine neue Lena. Sie nimmt an einer Undercovermission teil, bei der Lena wieder in das geregelte Leben der Geheilten eintaucht. Sie schließt sich zum Schein einer Organisation an, die den verfrühten Eingriff befürwortet. Der Sohn des Anführers der VDFA, Julian, will sich dem Eingriff stellen. Als Opfer, denn er wurde schon oft wegen Tumoren operiert und der Eingriff kann ihm den Tod bringen. Bei einer öffentlichen Kundgebung kommt es zu einem Überfall der Schmarotzer, einer radikalen Widerstandsgruppe, die selbst Jagd auf Lena Leute machen. Julian und Lena werden durch einen Zufall gemeinsam entführt. Der Systemgläubige Junge und das invalide Mädchen. Steckt sich Julian bei Lena an? Und schafft Lena es, den Verlust von Alex zu verkraften?

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Grundsätzlich hat mich das Thema schon bei Delirium gereizt. Die Fortsetzung für sich habe ich so nicht erwartet und deshalb gefällt mir die Idee sehr gut. Aber ich will nicht spoilern, deshalb erkläre ich das nicht näher.

Plot: Jedes Kapitel wechselt in der Zeit. Es gibt „jetzt“ und „damals“, wobei „damals“ direkt an die Ereignisse nach dem Ende des ersten Teils anknüpft. Den Wechsel fand ich in den ersten 100 Seiten sehr gewöhnungsbedürftig, obwohl ich so was mag. Dann kam ein regelrechter Sog auf. Es wechselte teilweise recht schnell, aber so passend aufeinander abgestimmt, dass ich diese Art des Erzählens richtig toll fand. Dann flogen die Seiten dahin und es war schwer aufzuhören. Richtig gut war dabei die Einflechtung der Entwicklung von Lena, parallel zum Fortgang der Geschichte. Allerdings geht die in Bahnen, die man nicht erwartet hat. Wo man denkt: Och nö! Wieso? Dennoch hat es mir gefallen, das die Geschichte anders, als erwartet weitergeht.

Schreibstil: Beim Lesen dachte ich die ganze Zeit: Lauren Oliver hat sich gesteigert. Sofort ist mir wieder ihre tolle Bildsprache aufgefallen. Die Vergleiche mit Dingen, die man so nicht voraussieht und meist eine Metapher ergaben. Erzählt wird in der ersten Person im Präsens. Das ist man natürlich vom ersten Teil schon gewöhnt. Ein wunderschöner Stil, mit dem sich die Autorin in meinem Herzen festhält. Sicher wird die Amor-Trilogie nicht das Einzige bleiben, was ich von Frau Oliver lesen möchte.

Charaktere: Ich werde mich hier sehr auf Lena beziehen. Schon bei Delirium hat mir gefallen, dass die Protagonistin nur schwer aus ihren alten Mustern herausgetreten ist und lange mit sich rang, ob sie nun krank sei oder ob es die Deliria gar nicht gibt. In Pandemonium habe ich die, für mich, beste Charakterentwicklung seit Langem gelesen. Wenn nicht sogar die Beste überhaupt. Lenas Verzweiflung und den Kampf geht man mit ihr zusammen durch. Es fällt mir gar nicht leicht das richtig in Worte zu fassen, was da mit ihr passiert. Auch wenn mir teilweise nicht gefallen hat, was sie macht, so habe ich es doch voll nachvollziehen können. Tragisch ist vielleicht das beste Wort um es irgendwie zu beschreiben. Lena ist nicht unbedingt ein Charakter, den man mögen muss, aber dennoch ein wirklich sehr gut gelungener, sehr eigenständiger Charakter. Ihre Gefühlswelt kann man erlesen und ihr Handeln tolerieren. Ich hätte sie so gerne einfach mal gedrückt und gesagt, dass alles gut wird. Gleichzeitig war ich von ihrer Stärke beeindruckt.

Julian ist mir hingegen etwas farblos, verwirrt und naiv in Erinnerung geblieben. Die letzen Eigenschaften sind sicher so gewollt aber er war definitiv nicht so präsent wie Lena. Seine Entwicklung ist vorhersehbar, aber diese Tatsache ist klar und stört keinesfalls.

Die Nebenfiguren waren ebenfalls nicht so sehr präsent. Was schön war, das Hana immer wieder in Lenas Gedanken auftaucht. Die Erinnerungen an Alex waren eher schmerzhaft. Raven, in diesem Teil eine Art Mutterfigur für die Hauptprotagonistin spielt, sticht von den Nebencharakteren wohl am meisten heraus. Sie ist rau und hart wie die Wildnis, stellenweise skrupellos, aber auch ein Mensch mit viel Herz.

Hintergrund: Wie schon bei der Rezension für Delirium finde ich es immer noch komisch, wie sich der Glaube der Menschen so schnell verändern kann. Denn es ist ja wirklich so, als wäre es eine Verschmelzung von Religion und Wissenschaft. Das Buch Psst ist die neue Bibel. Erst vor dreiundvierzig Jahren wurde das Heilmittel gefunden. Vor vierundsechzig Jahren Liebe als Krankheit deklariert. Immer noch suche ich nach den Leuten, die das „Davor“ noch kennen und mit in die Geschichte einfließen lassen. Wenn man aber für diesen Band den Hintergrund bedenkt, ist es natürlich von Vorteil einen so kurzen Zeitrahmen zu haben. Da kann man sich gut vorstellen, dass es Widerständler gibt und Menschen, die immer in der Wildnis lebten. Auch das Einbringen der verschiedenen Gruppen, den doch radikalen VDFA-Anhängern innerhalb der Gesellschaft und den verschiedenen Gruppen von Widerständlern. So wird nicht nur schwarz-weiß gemalt. Es gibt nicht nur gut und böse. Das macht das Ganze für mich authentischer und bringt den Leser näher an die Welt.

Fazit: Viel besser als Delirium, was schon ein gelungener Auftakt war. Einer Fortsetzung sehe ich immer skeptisch entgegen, was hier absolut unnötig war. Man vermisst zwar die Auszüge aus dem Buch Psst, aber dass Frau Oliver ihren Stil doch steigern konnte, hatte ich nicht erwartet. Wer auf eine herzzerreißende Liebesgeschichte hofft, wird enttäuscht sein. Es gibt Liebe in Pandemonium, aber für mich war es eher ein Buch, in dem es um Lenas Entwicklung ging. Pandemonium ist spannend, brutal, verzweifelnd und ein Kampf. Wer mit Lena diesen inneren Kampf durchstehen möchte, muss sich auf was gefasst machen. Auch das Ende, die letzten zwei Sätze sind gemein. Ich hatte es erahnt, es dann aber zu lesen … Das hört sich jetzt vielleicht nicht unbedingt empfehlenswert an, aber das ist es! Ein so tolles, wunderbares Buch. Trotz allem Schmerz. Ich bin so auf Teil 3 gespannt. Was wird Frau Oliver aus diesem Ende machen?

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Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick

November 13



Autor:Jennifer Smith
Originaltitel: The Statistical Probability of Love at First Sight
Übersetzer: Ingo Herzke
Erscheinungsdatum: 1. März 2012
ISBN-13: 978-3551582737
Verlag: Carlsen
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten

Klappentext:

 

Der Titel ist einfach so außergewöhnlich, dass man das Buch in die Hand nehmen muss. Man möchte unbedingt wissen, was es nun damit auf sich hat. Ganz abgesehen von diesem wundervollen schimmernden Streichelcover.
Erster Satz: Es hätte auch alles ganz anders kommen können.

Hadley verpasst ihren Flug um nur vier Minuten. Was ihr im Grunde entgegenkommt, denn sie möchte auf die Hochzeit ihres Vaters eigentlich gar nicht. Während sie auf den nächsten Flug wartet, lernt sie im Gate den jungen Briten Oliver kennen. Wie es der Zufall will, sitzen die Beiden im Flugzeug nebeneinander und lernen sich in den nächsten sieben Stunden Flugzeit näher kennen. In London angekommen trennen sich ihre Wege. Hadley erreicht auf den letzten Drücker die Hochzeit und fühlt nicht nur dadurch eine innere Leere. Aber es gibt noch eine Chance Oliver wiederzusehen. Die Gesprächsfetzen zweier Gäste lassen in ihr ein Fünkchen erglimmen. Wird es eine gemeinsame Zukunft geben?

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Ich mag Flugzeuge, und auch wenn nicht die ganze Story darin spielt, ist es reizvoll eine Handlung in einem so engen Raum zu setzen und sich auf wenige Settings zu beschränken.

Plot: Man konnte sich sehr gut auf die Story konzentireren, da der Focus auf wenige Charaktere und Orte lag.  Alles innerhalb von 24 Stunden spielen zu lassen hat seinen besonderen Reiz. Ungefähr die Hälfte des Buches beschäftigt sich mit der Situation auf dem Flughafen und im Flugzeug selbst, der Rest passiert auf der Hochzeit und einem weiteren Schauplatz in London. Immer wieder gibt es Rückblenden in Hadleys Leben. Diese können in ihre Kindheit zurückreichen, aber auch Rückblenden zu den Ereignissen im Flugzeug finden statt. Zugegeben, ich musste mich etwas reinlesen, da diese Wechsel mitten im Text passieren und nicht durch Kapitel abgegrenzt sind. Im Leseverlauf hat sich das allerdings dann ganz normal angefühlt. Der Plot beschäftigt sich jedoch nicht nur mit der Liebesgeschichte um Hadley und Oliver, sondern auch um die Beziehung Hadleys zu ihrem Vater und dessen neue Frau. Diese Themen greifen hier wie ein Uhrwerk ineinander und ergänzen sich perfekt.

Schreibstil: Erzählt wird in der dritten Person im Präsens, die Rückblenden natürlich im Präteritum. Dabei bleibt man immer bei Hadley, von deren Standpunkt aus erzählt wird. Vor allem die Dialoge haben mir gefallen. Sehr lustig und es entsehen nette Schlagabtausche zwischen den beiden Hauptprotagonisten. Durch die tolle Beschreibungen der Umwelt konnte ich mir so vorstellen, als wäre ich selbst dort. Gut, ich kenne Flughäfen und war auch schon in London, aber gerade deshalb habe ich kritisch gelesen und muss sagen, dass die Autorin das wirklich klasse eingefangen hat. Diese für die Schauplätze typischen Kleinigkeiten sind wunderbar eingeflochten und schaffen Atmosphäre.
Das Tempo ist eher gemächlich. Man darf keine rasante Liebesgeschichte erwarten. Ich fand jedoch, dass dadurch das besondere Charisma der Geschichte hervorgehoben wird. Gerade bei der Hochzeit zieht es sich etwas, aber das geht meiner Meinung nach konform mit Hadleys Stimmung. Nett waren auch die Spielereien mit dem britischen Akzent Olivers, obwohl ich sicher bin, dass die im Original besser herüberkommen. Ein schöner leichter Schreibstil mit viel Charme, der einen verzaubert.

Charaktere: Hadley ist 17 und kann sich partout nicht mit der Situation der getrennten Eltern abfinden. Dabei wirken ihre Reaktionen sehr echt und real. Man möchte sie am liebsten bei der Hand nehmen. Auch ihr Verhalten Oliver gegenüber ist altersentsprechend. Sogar durch die mir nicht immer gemochte Perspektive in der dritten Person, schafft es die Autorin Hadleys Gedanken und Gefühle nahe zu bringen. Ich mochte Hadley sehr und konnte in jeder Sekunde ihr Handeln nachvollziehen. Sie ist zunächst recht engstirnig in ihrer Meinung zur Hochzeit, aber geht ihren Weg und verändert sich von Seite zu Seite immer mehr.
Oliver, oh Oliver. Was hast Du Dich in mein Herz geschlichen. Er hat einen Charme und Witz der einen träumen lässt. Dabei ist er auch noch tough und gefühlvoll. Die ganze Zeit über hatte ich jedoch den Eindruck sein Alter sei etwas unpassend. Ich hätte ihn älter geschätzt. In der zweiten Hälfte des Buches ist seine Art aber dann nachvollziehbar und da er für mich den britischen Gentleman verkörpert hat, passte es sehr.
Beide Charaktere weisen einen Tiefgang auf, der zum Nachdenken anregt.
Alle anderen Charaktere werden zu Großteil nur über die Gedanken Hadleys dargestellt. Sie sind dabei sehr präsent und wenn sie „Leibhaftig“ auftauchen, kennt man sie schon.

Hintergrund: Über Liebe auf den ersten Blick lässt sich streiten, aber ganz auszuschließen ist sie nicht. Die Protagonisten wirken altersgerecht. Die Schauplätze sind sehr realistisch dargestellt und man hat das Gefühl, wirklich gleich in einem Flugzeug zu sitzen und abzuheben. Die Autorin schafft es die Geschichte als wahr zu verkaufen; als realistisches Erlebnis. Ich denke, sie muss auch die Orte besucht haben, sonst wären sie nicht so präsent dargestellt.

Fazit: Ein Flugzeug, ein Brite und London. Viel mehr braucht es nicht, um mich wohlzufühlen und mit einer Story zu begeistern. „Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick“ ist ein wundervolles Buch zum umarmen und kuscheln. Mit Hadley abzuheben und verzaubern zu lassen hat Spaß gemacht. Aber auch ihre innere Mauer zu durchbrechen und ihrem Vater wieder näherzubringen. Ein schöner kurzer Schmöker für zwischendurch, der einen leider viel zu schnell wieder in die Realität wirft. Eine Geschichte, die einen in dem Glauben bestärkt, dass es so was wie Schicksal gibt.

 

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