Aisling Breith lesen, schreiben, hören

Zwischen uns die Zeit

Februar 19

 
Zwischen uns die Zeit

Price: EUR 16,99

Autor:  Tamara Ireland Stone

Originaltitel:  Time between us

Übersetzer:  Katarina Ganslandt

Erscheinungsdatum: 25. November 2013

ISBN-13:  978-3570154700

Verlag:  cbj

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten

Erster Satz: Selbst von Weitem fällt mir auf, wie jung er aussieht.

Der Titel „Zwischen uns die Zeit“ hat offensichtlich auf einen Zeitreiseroman gedeutet und der Klappentext lies auf eine lockere Liebesgeschichte hoffen. Ein Buch, ohne hohen Anspruch, mit Romantik, einem Hauch Fantastischem und schön um sich einfach mitnehmen zu lassen. Genau das habe ich bekommen und war so keineswegs enttäuscht. Nicht zuletzt hat es mir natürlich gefallen, dass es 1995 spielt und ich damals wie die Protagonistin 16 Jahre alt war.

Idee:  Ein Zeitreiseroman, der mich zudem noch an das Buch und Film „Jumper“ erinnert hat. Ich bin ehrlich,  neu ist die Idee nicht, auch nicht innovativ.

Plot:  Es beginnt mit einem Prolog, dem man sofort entnimmt, dass in der Zukunft der beiden Hauptfiguren liegt. Natürlich stachelt das beim Lesen an, schließlich will man ja wissen, wie es dazu kommt. Das brauch es auch, denn die Geschichte an sich, hat eher einen langsamen Einstieg, mit viel Handlung um Annas Alltag. Ich persönlich mag so etwas und habe mich gefreut, dass mal nicht alles Knall auf Fall kommt. So kann man sich richtig hineinlesen und sich mit Anna vertraut machen. Auch die Liebesgeschichte schreitet nicht zu schnell voran. Die Auflösung von Bennetts Geheimnis kommt stückchenweise. Zum Schluss wird es dann etwas dramatisch, aber selbst da lässt die Autorin dem Leser Zeit. Dennoch konnte man das Buch schnell lesen und so hat es mir gefallen, das die Geschichte an sich eher ein gemächliches Tempo hat.

Schreibstil:  Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Ich kann nicht genau sagen, was es war, aber ich hatte einen regelrechten Lesesog. Einfach zu lesen und ein lockerer Stil, haben mich immer wieder zu dem Buch greifen lassen. So was kam mir gerade recht. Teilweise sehr detailliert in den Szenen, fühlt man sich dennoch nicht gelangweilt. Vielleicht macht es gerade das so authentisch und der Umstand von Bennetts Gabe fügt sich darin selbstverständlich ein. Sicher kein Schreibstil der besonderes hervorsticht, aber dennoch als leicht im Kopf bleibt.

Charaktere:  Anna hatte mich spätestens in der Szene, als sie mit ihrer besten Freundin zu Pearl Jam abrockt. Das hat mich so sehr an mich selbst erinnert, das ich sie nur mögen konnte. Ich finde sie wirkt sehr echt. Man kann sicherlich streiten, ob sie Bennetts Gabe als zu selbstverständlich auffasst, aber es spiegelt auch ein bisschen die Verliebtheit wieder, die man besonders in diesem Alter hat. Sie ist liebenswürdig, handelt so, wie man es in ihrer Situation nur kann. Ihr Fernweh war sympathisch. Etwas, was ich ebenfalls gut nachvollziehen kann. Eine Weltkarte mit Stecknadeln hatte ich seinerzeit ebenfalls. Alles in allem hat sie mich, bis auf das Laufen und die Locken, sehr an mich erinnert.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Sehr lachen musste ich über ihre Bemerkung Bennett gegenüber, wozu man denn ein Handy brauche. Ich weiß noch genau, wie ich ’95 genau der gleichen Meinung war.

Bennett, oh Bennett. Ich mag diesen Namen. Und ich mochte die Figur. Obwohl er im Gegensatz zu Anna gar nicht so präsent ist. Er ist da, aber man taucht nicht so sehr in seine Welt ein. Er hat mich ein wenig an David aus „Jumper“ erinnert. Da ich Jumper aber mochte, hat mich das nicht gestört, sondern eher gefreut. Die Autorin hätte bei Bennett wirklich tiefer gehen können, denn er hat gute Ansätze.

Hintergrund:  Zeitreisen sind immer so eine Sache. Meist können sie nicht logisch sein. Was mir gefallen hat, war die Idee mit dem Neustart. Das Zurückspringen in die Zeit und das damit verbundene Ersetzen der eigenen Ichs. Jedes Mal wenn Bennett in der Zeit zurückspringt, ersetzt er seine „damalige“ Person. Man kann viel diskutieren, aber Zeitreisen bleiben eben kompliziert und ich erwarte keine völlige Stimmigkeit im Plot.
Auf der Strecke geblieben ist der Grund für Bennetts Gabe. Er hat sie einfach und es wird nicht gefragt warum. Da hätte ich gern noch ein bisschen Erklärung.

Fazit: Mich hat es begeistert, obwohl es Schwächen hat, genau das Richtige für mich. Eine schöne Lovestory zum Weggleiten. Leicht zu lesen und trotz Details und langer Szenen nicht langweilig. Es soll eine Fortsetzung geben, die hoffentlich auch in Deutschland erscheint. Das Buch funktioniert aber auch wunderbar alleine und endet sehr abgeschlossen.

Perfekt für alle, die nicht zu viel erwarten und sich einfach treiben lassen möchten und Liebesgeschichten lieben.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Aura – Verliebt in einen Geist (Aura 1)

Januar 22

Autor: Jeri Smith-Ready

Originaltitel: Generation Ghost 1 – Untouchable

Übersetzer: Katarina Ganslandt

Erscheinungsdatum: 9.12.2013

ISBN-13: 978-3570401958

Verlag: cbj

Taschenbuch Ausgabe: 384 Seiten

Klappentext:

 

Ich lese sehr gerne Bücher über Geister und Menschen, die mit ihnen kommunizieren können. So bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und auch wenn sich der Klappentext ein wenig kitschig anhörte, wollte ich dem Buch eine Chance geben.

Aura ist das erste Kind, das nach dem sogenannten Shift geboren ist. Der Shift hat bewirkt, dass alle neugeborenen Kinder Geister sehen und mit ihnen sprechen können. Nachdem Auras Freund Logan mit seiner Band einen Plattenvertrag angeboten bekommt, möchte sie ihn nicht verlieren und mit ihm schlafen, aber so weit kommt es nicht, denn Logan stirbt kurz vorher. Es beginnt für Aura eine Zeit des Schmerzes und der Demütigung, denn die Nacht wird sowohl von allen anderen Partygästen, wie auch für einen Prozess, bis in das kleinste Detail aufgerollt.

Erster Satz: „Du kannst mich hören, nicht wahr?“

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.8/6 (1 vote cast)

Idee: Die Idee hinter der Geschichte mit den Geistern fand ich unheimlich interessant. Es gibt zwei verschiedenen Arten von Geistern, die die nichts anfassen können und noch ihren inneren Frieden finden können und zum anderen Schatten, die allen „Post Shiftern“ Schmerzen zufügen, so dass ihnen schlecht wird.

Plot: Anfangs wurde man ein wenig mit Informationen überschüttet und ich musste für mich selbst alles einordnen, aber nachdem der erste Erguss vorüber war konnte ich mich ganz in die Geschichte fallen lassen.
Durch einige Überraschungen, die über das ganze Buch verstreut waren, blieb es immer spannend und abwechslungsreich, was mich schon auf den zweiten Band fiebern lässt.

Schreibstil: Jeri Smith-Ready konnte mich mit ihrem Stil auf jeden Fall an den Seiten fesseln. Die Dialoge waren zwar recht einfach und kurz gehalten, aber die Wortwahl passte zu den 16 bis 17 jährigen Charakteren. Das Buch wird komplett aus Auras Perspektive geschildert, wobei man Aura zwar sehr gut kennen lernt, mir dennoch einige Informationen zu den anderen Charakteren fehlten.

Charaktere: Aura war als Protagonist ganz überzeugend. Durch ihre Fähigkeit Geister zu sehen, kann sie nach dem Tod ihres Freundes Logan nicht richtig damit abschließen und Verhält sich anderen gegenüber nicht ganz fair.
Ihren Drang nach Klarheit über ihren Vater und wieso gerade sie die erste ist, die nach dem Shift geboren wurde, kann ich gut nachvollziehen und hoffe sie erhält im zweiten Band noch mehr Informationen.
Logan war mir das ganze Buch über sehr unsympathisch. Er hatte eine sehr selbstdarstellerische Art und benötigte selbst nach seinem Tod noch alle Aufmerksamkeit seiner Familie und Freunde, sodass ihnen es sehr schwer fällt Abschied zu nehmen und ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Zachary dagegen mochte ich vom ersten Augenblick an. Er verströmte eine unheimliche vertrauenswürdige Art und drängt Aura zu nichts. Dass er das letzte Kind ist, das vor dem Shift geboren ist wirft natürlich auch einige Fragen auf und ich hoffe sie werden bald beantwortet.
Das Beziehungschaos zwischen Aura, Logan und Zach hätte ich als Leser nicht unbedingt gebraucht und es wurde mit der Zeit ein wenig anstrengend.

Hintergrund: Man konnte dem Buch anmerken, dass die Autorin viel Zeit damit verbracht hat, über die bestehenden Steinkreise wie z.B. Stonehege oder Newgrange zu recherchieren, die auch vor unseren Forschern noch sehr viele Inform ationen geheim halten.

Fazit:Alles in allem konnte mich das Buch fesseln und mir am Ende durch einen kleinen Cliffhänger das Gefühl geben, dass ich sofort weiter lesen möchte. Die Geschichte ließ sich gut weg lesen und mit den Charakteren konnte ich mich gut identifizieren. Ich kann guten Gewissens das Buch weiter empfehlen und freue mich schon auf den Folgeband.

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Pandämonium

März 22



Autor:
Andrew Prentice, Jonathan Weil

Originaltitel: The Books of Pandemonium

Übersetzer: Ursula Höfker

Erscheinungsdatum: 25. Februar 2013

ISBN-13: 978-3570136027

Verlag: cbj

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten

Klappentext:

 

Als ich das Cover von „Pandämonium“ sah, war mir gleich klar „Das musst du lesen“. Es sticht sofort ins Auge und die goldene geprägte Titelschrift passt sehr gut zu dem roten Einband. Als nächstes hat mich der Klappentext sehr neugierig gemacht, und wenn man diesem glauben kann, soll man eine spannende, fantasievolle und magische Geschichte erwarten. Und was soll ich sagen … die Leser wurden nicht enttäuscht.

Jack lebt mit seiner Ma in England des 16. Jahrhunderts, auf einem kleinen verlassenen Hof. Sie haben nicht viel zum Leben aber sind zufrieden damit. Jacks „Beruf“ ist Taschendieb und diesen soll er nun professionell ausüben. Und damit ihm das gelingt, hat er viel geübt und absolviert nun die Prüfung zum „Filzer“ bei dem obersten Dieb … bei Mr. Sharkwell. Zu dieser Prüfung gehören drei Teile und 2 davon hat er gut gemeistert. Nun ist der nächste Teil dran. Er soll in einem Theater einen Besucher bestehlen, was ihm zwar gelingt aber er hat zu dem Zeitpunkt keine Ahnung, auf was er sich da eingelassen hat … denn die bestohlene Person ist Nicholas Webb, Magier und Hexenjäger seiner Zeit.

Erster Satz: Das Mädchen starb als Erste. Sie knüpften sie an einer Weide auf.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.7/6 (1 vote cast)

Idee: Bücher mit solchen Themen gibt es schon sehr viele, aber keine davon ist gleich. Auch diese Story hebt sich von den anderen ab, wobei auch die Hauptperson mal kein Mädchen ist, wie in so vielen anderen Büchern. Die Zeit, in der das Buch spielt, spiegelt auch einige Aspekte der Geschichte wieder, wie z. B. die Hexenjagd, wenn auch auf eine andere Art und weise. Aber die Idee an sich ist sehr gut gelungen.

Plot: Schon am Anfang des Buches lernt man sehr viele Personen kennen, wie z. B. den Jungen Jack, seine Mutter, Sharkwell, Mr. Smiles und Webb, sowie einige andere. Es geht sofort richtig los mit der Story ohne großes drum herum Gerede. Als Jack Mr. Webb beklaut, ahnt er nicht, was ihn danach erwarten wird. Er konnte ihm eine kleine Geldbörse abnehmen in der er auch eine Pfeife (zum Rauchen) findet. Diese will sich Webb zurückholen und tötet dabei Jacks Mutter. Jack hingegen wird mit einem Pulver aus der Pfeife am Auge erwischt und sieht seitdem merkwürdige Dinge. Aber dabei soll es nicht bleiben. Das Buch ist von Anfang bis Ende ein spannendes und magisches Abenteuer und für junge, sowie ältere Leser sehr gut geeignet.

Schreibstil: Der Schreibstil des Autoren ist sehr einfach gehalten, aber dennoch fiel mir das lesen an einigen Stellen schwer und ich musste immer noch mal drüber lesen. Wörter die eine bestimmte Betonung haben sollen, sind auch dementsprechend markiert mit einer anderen Schreibart. So bekommt man den gelesenen Satz gleich in die richtige „Tonart“.

Charaktere: Jack ist ein Charakter, den man nicht so leicht einschätzen kann, aber ich mochte ihn von Anfang an. Vor allem weil er auch eine so gute Beziehung zu seiner Mutter hat und die beiden ein starkes Band verbindet. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie es ist, seine Mutter zu verlieren und dennoch so stark zu bleiben.

Mr. Sharkwell ist ein strenger aber gerechter Mann, für den jedes Mitglied seiner „Diebes-Truppe“ wie Familie ist und um diese kümmert er sich sehr gut. So auch um Jack, nach dem Tod seiner Mutter. Aber man sollte sich nie mit ihm anlegen.

Nicholas Webb ist ein dunkler Magier und skrupelloser Hexenjäger … mehr muss man dazu nicht sagen. 🙂

Hintergrund: Diese Geschichte spielt, wie so viele Jugend-Fantasy Bücher, in England und in diesem Falle im London des 16. Jh.

Die Story ist gespickt mit viel Fantasie, Magie und rasanter Spannung.

Fazit: Mit den knapp 500 Seiten (480) ist dieser Jugendroman keine leichte Kost aber durch die Spannung und die Geschichte an sich liest man einfach immer weiter und ist auch schnell damit durch, je nachdem wie schnell oder langsam man liest 🙂

„Pandämonium“ ist, wie ich hörte, der Auftakt einer neuen Jugendbuchreihe, und wenn die Geschichte so spannend bleibt und die Cover so schön, dann kann ich mir durchaus vorstellen, die Reihe weiter zu lesen.

 

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Liberty 9

Januar 12

Liberty 9 - Sicherheitszone

Price: EUR 18,99



Autor: Rainer M. Schröder

Erscheinungsdatum: 27. August 2012

ISBN-13: 978-3570154649

Verlag: cbj

Gebundene Ausgabe: 496 Seiten

Klappentext:

 

Der Titel gefiel mir sehr gut. Ich mag den Klang des Wortes „Liberty“. Außerdem ist es ein von einem deutschen Autor geschriebenes Buch und umso mehr habe ich mich darauf gefreut. Denn meistens sind es ja englische Autorinnen, die ich so in die Finger bekomme.

Kendira lebt ein geregeltes Leben in einer abgeschotteten Zone, in der sie eine Ausbildung zu einem höheren Dienst erlangt. Leistung ist wichtig. Die Welt in der sie lebt wird von Klassen, aber auch von viel Technik und Licht beherrscht. Seit der Kindheit wird ihr eingetrichtert, auserwählt und etwasBesonderes zu sein. Der strenge Lehrplan und die ununterbrochene Beschäftigung lassen keinen Spielraum, eigene Gedanken zu fassen. Erst als Dante, ein niederer Servant in ihr Leben tritt und sie ihn aus unerfindlichen Gründen schützt, fängt sie an die Dinge in Liberty 9 zu hinterfragen. Nach und nach wird das Bild der lobpreisenden Zukunft in eine dunkle Todbringende gefärbt. Wird Kendira sich aus dem goldenen Käfig befreien?

Erster Satz: Kendira schreckte aus dem Schlaf und richtete sich mit einem Ruck im Bett auf.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 3.0/6 (1 vote cast)

Idee: Die Idee hat mich sehr angesprochen. Herr Schröder hat sich da wirklich was tolles einfallen lassen mit der abgesicherten Zone in der die Bewohner unwissend sind. Auch das ganze Technikzeug war richtig was für mich.

Plot: An sich ist der Plot nicht schlecht, aber mir sind einige Schlüsse zu plump gezogen worden. Es wirkte hier und da etwas zu konstruiert und hat mich leider nicht in die Geschichte eintauchen lassen. Das Konstrukt aus Libertianern, Servanten, Nightraidern und den Parallelen zum Christentum ist sicher gut ausgedacht. Am Anfang war ich jedoch etwas erschlagen von den ganzen Begriffen und Erklärungen und hätte mir da weniger Info und mehr Handlung gewünscht. Die Steigerung der Zweifel von Kendira durch die aufbauende Folge von Ereignissen ist nachvollziehbar. Leider habe ich es aber nicht als so spannend empfunden. Ein Lesesog ist nicht entstanden. Für mich ein guter solider Plot mir richtig guten Ideen, der aber packender ausgearbeitet hätte können.

Schreibstil: Woran es auch immer lag, ich bin mit dem Stil nicht warm geworden. Der Text ist gut zu lesen. Mit der Perspektive der dritten Person aus Kendiras Sicht gut gewählt. Ich glaube drei Mal wurde von einer anderen Person die Perspektive eingenommen. Davon hätte man mehr haben können, denn so wirkte es als unbedingt eingefügt. Die Dialoge empfand ich als zu konstruiert und wirkten künstlich. Die Beschreibungen der Umgebung waren zu ausführlich. An manchen Stellen zu viel des Guten und an manchen Stellen zu wenig. Was mir außerdem aufgefallen ist, und eigentlich lese ich generell darüber hinweg, sind die Rechtschreibfehler. Ja, selbst mir sind sie aufgefallen.

Charaktere: Auch hier ist es nicht einfach, etwas zu schreiben. Als Erstes fällt mir nur ein: flach. Zu keinem Charakter konnte ich eine innige Beziehung aufbauen. Es gab nicht mal einen Nebencharakter, den ich toll fand. Kendiras Entwicklung ist vorhersehbar und ihr ganzes Handeln zu steif. Warum sie Dante so mag, wird nicht wirklich deutlich. Dante, der nach meiner Meinung eigentlich der Protagonist zum anschmachten sein müsste, bleibt farblos. Die Beziehung zwischen den beiden weist kein Knistern auf. Das ist so schade, denn Herr Schröder hat so viele Charaktere mit tollen Ansätzen geschaffen, deren Potenzial ausgeschöpft bleibt.

Hintergrund: Jetzt kommen wir zu einem Punkt, den ich wirklich loben muss. Auch wenn viele Fragen offen bleiben, merkt man hier, wie viel Liebe zum Detail Herr Schröder in die Geschichte gelegt hat. Ich bin bekennender Technikfreak und mit den ganzen Lichtern und Technikzeug schafft er es total, mich zu kriegen. Für manch einen mag die Darstellung der „Rides“ langatmig erscheinen; mir haben diese Parts sehr gut gefallen, obwohl sie so ausführlich dargestellt wurden. Man kann sich Liberty 9 sehr gut vorstellen und ich würde gerne mal die „Tube“ ausprobieren oder einen „Ride“ machen. Ich finde auch die Ähnlichkeit zu einem Kloster sehr gut durchdacht. Die Kutten, die Lichtmesse etc.  Das mit der modernen elektronischen Welt zu kombinieren ist ihm gelungen und eine geniale Idee.

Fazit: Puh, ein Buch was mich spaltet. So sehr ich über den Stil und die Charaktere meckern kann, so toll finde ich den Hintergrund, selbst wenn fast alle Fragen offen leiben und Antworten nur angedeutet werden. Ich frage mich mehr, was hinter allem steckt, als was mit Kendira und Dante passiert. Das mag sich merkwürdig anhören, aber immerhin schafft die Geschichte es dadurch, dass ich Teil 2 lesen möchte. Wer also ein bisschen darüber hinwegsieht, dass das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft wurde, kann sich in eine interessante lichtdurchflutete und düstere Welt entführen lassen.

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Happy Birthday! Der Blog und ich feiern Geburtstag!

November 16

Heute wird der Blog ein Jahr alt. Es macht immer noch Spaß und ich bereue die Entscheidung zum Bloggen keinesfalls. Viele nette Menschen habe ich dadurch kennengelernt. Mittlerweile bin ich voll vernetzt und habe die Buchmessen genossen. Manchmal ist das bloggen auch anstrengend. Wenn man die Rezension endlich fast fertig hat und WordPress abstürzt … Ja, dann macht sich Frustration breit.

Aber mir persönlich hat es was für die Schreiberei gebracht. Man liest die Bücher anders und das regelmäßige auseinandernehmen und bewerten macht einen auf viele Dinge aufmerksam. Zusätzlich bringt das texten der Rezensionen unheimlich viel. Außerdem schult man sich im Zusammenfassen von Büchern.

Durch das Bloggen habe ich auch ganz viele andere Blogs gefunden, was immer sehr interessant ist. Vor allem die Gesichter hinter den Blogs. Da bin ich immer neugierig, da ich mich ja eher in einem untypischen Genre begegne, wenn man mein Alter bedenkt. Und da habe ich auch schon die passende Überleitung: Denn nicht nur der Blog hat Geburtstag, sondern ich selbst auch.

Das möchte ich natürlich feiern!

Freundlicherweise haben mich einige Verlage unterstützt: ivi, Ink, Thienemann und cbj

 

Das sind:

Ein ganz großes Danke. Nicht nur für die Gewinne, sondern auch für die Unterstützung mit Rezensionsexemplaren und Interviews.

Als Kind fand ich auf den Geburtstagen eine Schnitzeljagd immer total klasse. Deshalb sollt ihr euch auch von Link zu Link hangeln, um schlussendlich  zu einem versteckten Beitrag zu gelangen. Unten findet ihr den Startlink. Im Zielbeitrag sucht ihr einfach die Textstelle, die farbig als Link markiert ist. Zum Schluss könnt ihr einen Kommentar hinterlassen mit eurem Buschwunsch und mir dann zusätzlich noch eure Adresse schicken, damit ich das Buch direkt lossenden kann. Ihr könnt natürlich auch mehrere Bücher angeben.

Geht auf die Suche und hinterlass bis zum 28.11.2012 23:49Uhr einen Kommentar.

Viel Spaß und viel Glück! Die Jagd startet hier.

Nachtrag: Ich könnt auch aus dem Ausland mitmachen, wenn ihr euch am Porto beteiligt. Leider ist das sehr teuer. Mein Teil wäre der in Deutschland übliche Tarif für Büchersendungen, den Rest zahlt ihr. Eine Idee, die durch eine Teilnehmerin entstand!

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Elfenbann

September 4

Elfenbann: Band 3

Price: EUR 16,99

Autor: Aprilynne Pike

Originaltitel: Illusions

Übersetzer: Anne Brauner

Erscheinungsdatum: 17. April 2012

ISBN-13: 978-3570138861

Verlag: cbj

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

Kurzinhalt:

 

Da dachte ich den Abschluss der Geschichte in Händen zu halten, da stellte sich heraus, es wird einen vierten Teil geben. Da mir die Idee der Elfen von Frau Pike sehr gefällt, verzeihe ich mal eine weitere Fortsetzung.

Erster Satz: In den Gängen der Del-Norte-Highschool tobte am ersten Schultag nach den Ferien das übliche Chaos, als Laurel sich durch eine Gruppe von Zehntklässlern drängte.

Laurel hat sich für David entschieden und startet in ein neues Schuljahr. Sie kann es kaum glauben, als sie unter den Austauschülern Tamani entdeckt und in ihr vergessene Gefühle entfacht. Er hat den Auftrag Laurel so nah wie möglich zu beschützen. David gefällt das gar nicht und die beiden Rivalen stoßen öfter aneinander. Laurel steht dazwischen und ist sich ihrer Gefühle nicht sicher. Genauso wenig, wie sie sich sicher ist, ob ihr Leben in Avalon eine Zukunft an der Akademie hat oder sie in der Menschenwelt auf ein College gehen soll. Und dann ist da noch Yuki, die japanische Austauschschülerin, mit der sie sich auf Kleas Bitte hin anfreunden soll. Warum aber meidet Yuki Laurel? Und warum macht es sie so eifersüchtig, als Tamani mit Yuki anbändelt, um mehr über das Mädchen zu erfahren?

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Die Grundidee der Tetralogie gefällt mir seit dem ersten Band sehr gut und das spielt bei der Bewertung dieses Punktes mit. Ich mag Pikes Version der Elfen. Die Geschichte in diesem Band finde ich von der Idee her allerdings nicht so neu. Es dreht sich fast alles um die Dreiecksbeziehung, auch wenn Yuki einen interessanten Aspekt bietet.

Plot: Die immer weiter aufbauschende Auseinandersetzung zwischen David und Tamani ist sehr gut umgesetzt. Ich bin eigentlich kein Fan von diesen hin’s und her’s, aber hier ist das Thema gut umgesetzt. Der ganze Konflikt baut sich nach und nach auf, bis es zwischen David, Tamani und Laurel kocht. Die Bedrohung durch die Orks, die für mich eher ein Nebenstrang der Handlung war, lockern den Plot der Dreiecksbeziehung auf. Ebenso der weitere Handlungsstrang, die Suche danach, was es mit Yuki auf sich hat. Immer wieder ist die Geschichte mit Hinweisen gespickt und bringt etwas Spannung in die Handlung. Zwar hat man eine Ahnung, was Yuki ist, aber man ist doch überrascht, wer sie ist. Diese Frage wird allerdings wirklich erst auf den letzten Seiten beantwortet.

Schreibstil: Pikes Stil ist sehr einfach und daher schnell zu lesen. Leider entwickelt er sich im Laufe der Bücher nicht. Trotzdem kann man sich in die Charaktere einfühlen, was daran liegt, dass die Autorin sehr darum bemüht ist, den Leser an der Gefühlswelt der Protagonisten teilhaben zu lassen. Pike erzählt  in der dritten Person  und man ist manchmal bei Laurel, dann wieder bei Tamani, bei David und anderen Protagonisten.

Charaktere:Laurel steht zwischen dem Elfendasein und ihrer Menschlichkeit; zwischen David und Tamani. Sie meistert ihre soweit Situation gut, kann sich aber auch gar nicht entscheiden, ob sie später in Avalon studieren möchte oder doch lieber an ein College geht. Sie wehrt sich gegen den aufgeblasenen Streit zwischen David und Tamani um sie, was ihre Stärke zeigt. Bei einer Szene in Avalon merkt man, wie sehr sie sich mittlerweile ihrer Stellung unter den Elfen bewusst ist. In meine Augen ist Laurel charakterlich gewachsen.

David und Tamani rivalisieren miteinander und mir hat das die Protagonisten näher gebracht. Die Autorin hat die Streitigkeiten und Beweggründe meines Erachtens sehr gut umgesetzt. Sicher, für manch einen scheint das Buch von der Handlung her nicht ganz so spannend, aber die Dreiecksbeziehung ist realistisch und gut gelungen. Tamani ist gewohnt frech; scheint sogar noch mehr Selbstbewusstsein zu haben, als in den Bänden davor. Bisher konnte ich ihn mir nicht immer an Laurels Seite vorstellen, aber in diesem Teil kehrt er den Teenager in sich heraus, was ihn sehr sympathisch macht. David dagegen kämpft mir zu wenig um Laurel. Vielleicht liegt das daran, dass die beiden als Elf/Mensch kaum eine vorstellbare Zukunft haben.

Yuki ist interessant. Sie wirkt naiv und unscheinbar; lässt sich von Tamani um den Finger wickeln. Schnell bekommen die anderen Protas heraus, was sie ist, aber wer sie genau ist, bleibt bis zum Schluss verborgen.

Hintergrund: Aprilynnes Welt der Elfen finde ich gut.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Die Idee, dass die Elfen Pflanzen sind, finde ich genial.

Es ist etwas anderes und gut durchdacht. Auch die Darstellung der Orks ist mal was anderes. Die Beziehungen und ihre Entwicklung wirken für mich in diesem Band echt. Tamani und David verhalten sich wie Jungs. Das ist gut so.

Fazit: Nicht der spannendste Band der Tetralogie. Ein bisschen wirkt er so, als müsste man die gesamte Geschichte in die Länge ziehen. Ein bisschen mehr zu der Story um Yuki herum wäre wünschenswert gewesen, dafür überzeugen die Beziehungen der Charaktere untereinander. Ich mag die Geschichte insgesamt immer noch und freue mich auf den Abschluss. Dieser wird sicher ein paar neue Aspekte mit sich bringen und hoffentlich an Spannung wieder das haben, was Teil 1 und 2 hatten. Das Buch endet in einem gemeinen Cliffhanger; gerade wenn man herausfindet, was es mit Yuki komplett auf sich hat, endet die Geschichte. Wir dürfen also gespannt sein!

Vielen Dank an cbj für das Rezensionsexemplar.

 

 

 

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