Aisling Breith lesen, schreiben, hören

Ach wie gut, dass niemand weiß …

Mai 15


Broschiert: 400 Seiten   

Autor: Alexa Henning von Lange

Verlag: cbt

ISBN-13: 978-3570162842

Erster Satz: „Los! Raus mit dir! Du hast lange genug depressiv rumgesessen.“

Romeo und Julia Geschichten liebe ich grundsätzlich und wenn es gut gemacht ist, wird man das Thema auch nicht leid. Deshalb habe ich zu „Ach wie gut, dass niemand weiß…“ gegriffen. Ich bin wirklich ohne große Erwartungen heran gegangen. Sicher denkt man bei dem Klappentext auch sofort an Bad Boys und an West Side Story. Natürlich hatte es zudem seinen Reiz, eine deutsche Autorin zu lesen, die sich diesem Thema widmet. Doch leider konnte es mich nicht ganz überzeugen.

 

 

Idee: Die Idee ist nicht neu, was nicht tragisch ist, aber das ist der Grund, warum man hier nicht viele Punkte geben kann. Arm und reich, Romeo und Julia. Wenn es wenigstens innovativ interpretiert wäre, aber so eben wirklich nicht herausragend.

Plot: Auch hier empfinde ich den Aufbau als ganz klassisch bei diesem Thema. Der Anfang ist mir etwas zu schnell und auch die Auflösung am Ende rennt ein wenig. Der Großteil der Handlung bezieht sich auf Sinas schwankende Gedanken und ihre Unsicherheit. Die Geschichte beinhaltet so viel Potenzial, was man viel mehr hätte ausschöpfen können. So war die Schwarz-Weiß-Malerei zu plakativ. Sicher war es von der Autorin so gewollt, aber mir sprang es zu sehr ins Auge. Es kann aber sein, dass dies von der Zielgruppe anders gesehen wird.

Schreibstil: Geschrieben in der Ich-Perspektive ist eine Story in meinen Augen ja immer mit einem Pluspunkt versehen. Ich kann auch nicht behaupten, dass der Stil schlecht ist, aber dennoch hat es mich nicht so gepackt. Der Lesesog blieb aus. Dabei wurde das Setting sehr gut dargestellt und das ist etwas, was ich sehr mag. Als Leser konnte ich mir alles bildlich sehr gut vorstellen und ich denke, dass es sehr nah an das herankommt, was Alexa Henning von Lange im Kopf hatte.

Charaktere: Zum einen ist Sina altersentsprechend, was ihre Freundinnen oder Verhalten angeht, zum anderen ist sie aber in vielen Gedankengängen schon zu alt. Manche Situationen reflektiert sie mir zu stark. In anderen Szenen ist ihr Handeln nicht nachvollziehbar.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Warum z. B. hat sie ihr erstes Mal so plötzlich mit jemandem, den sie eigentlich nicht kennt und hat mit ihrem Exfreund, mit dem sie ewig zusammen war, nicht geschlafen? Warum fährt man in das gefürchtetste Viertel der Stadt um seine Vespa abzuholen, obwohl es beim ersten Besuch schon gefährlich brenzlig war?

Ich würde von einem Mädchen in ihrem Alter anderes erwarten. Leider hat sie mich irgendwie kalt gelassen. Wer in solch reichen Verhältnissen als eines der beliebtesten Mädchen an der Schule aufwächst, wechselt seine Meinung nicht von heute auf Morgen. Man ist zwar sprunghaft, aber Sina wirkte zunächst auf mich so, dass sie sich in ihrem Leben wohlfühlte. Wieso sollte sie plötzlich an der Sichtweise ihrer Eltern zweifeln, wenn sie es bisher nicht tat. Ihre jüngere Schwester war da schon glaubwürdiger, weil die schon von jeher anders war. Trotz Ich-Perspektive konnte ich also nicht mit der Hauptprotagonistin verschmelzen.

Noah ist ein eher sanfter Bad Boy. Einer, den man nicht erst zähmen muss. Natürlich fährt er das obligatorische Motorrad und dreht krumme Dinger. Er hatte was, aber leider war auch er mir zu wenig präsent. Ich konnte die plötzliche Verliebtheit Sinas nicht nachvollziehen. 

Insgesamt waren mir die Charaktere zu stereotyp und glatt. Da fehlte Tiefe. Die Mutter typisch oberflächlich neureich. Der Vater strenger Staatsanwalt. Die Freundinnen gekünstelt. Leider kamen die Figuren an mich nicht ran.

Hintergrund: Das ganze Setting war mir auch hier zu viel Schwarz und Weiß. Was mich gestört hat, dass immer vom Viertel jenseits des Kanals gesprochen wurde. Es war nicht klar in welcher Stadt es spielt, was nicht weiter schlimm ist, aber man hätte den Vierteln Namen geben können. Der Stadt ein Eigenleben geben können. So gibt es da nur die Brücke, die die Welten trennt und in „Gangsterviertel“ wird sich jedes Klischees bemüht. Das Villenviertel empfand ich da authentischer. Insgesamt hätte man mehr daraus machen können. Etwas weniger von Sinas Gedanken und dafür mehr Szenen, um den Protagonisten einen Grund für den Sinneswandel zu geben. Noahs Motive wurden viel zu wenig abgehandelt. Es fühlte sich eher nach einer passiven Behandlung des Themas an.

Fazit: Ein nicht neues, aber gutes Thema was in meinen Augen unbefriedigend umgesetzt wurde.  Ein eigentlich schöner Schreibstil, der mich mehr gepackt hätte, wäre mehr Arbeit in Charakterentwicklung und Hintergrund geflossen. Mag es daran liegen, dass ich nicht mehr der Zielgruppe entspreche, kann ich dennoch nur sagen, dass es ganz nett war.

Für alle, die der Zielgruppe entsprechen oder weniger kritisch an dieses Genre herangehen.

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Die Bestimmung – Letzte Entscheidung (Die Bestimmung 3)

Mai 13


Gebundene Ausgabe:
512 Seiten

Autor: Veronica Roth

Übersetzer:   Petra Koob-Pawis

Verlag: cbt

ISBN-13: 978-3570161579

Originaltitel: Divergent 3 – Allegiant

Erster Satz: Ich gehe in meiner Zelle im Hauptquartier der Ken auf und ab, ihre Worte hallen mir noch in den Ohren.

„Die Bestimmung“ – zu dieser Trilogie habe ich ein besonderes Verhältnis. Der erste Teil wurde mir damals bei Twitter so oft genannt, dass ich tatsächlich zur englischen Ausgabe griff, da es auf deutsch noch nicht erschienen war. Teil zwei habe ich dann auf deutsch gelesen. Eine Umstellung wegen der Fraktionsbezeichnungen, aber das hatte der Fortsetzung keinen Abbruch getan. Der erste Teil ist definitiv immer noch der Beste und der letzte Teil wohl der Umstrittenste. Es ist jetzt ein paar Tage her, dass ich das Buch gelesen habe und dieses Mal war es wieder anders, da die ganzen Trailer zum Film den Charakteren jetzt ein konkretes Bild gaben. Mich haben Shailene und Theo total überzeugt und sich Theo während des Lesens als Four vorzustellen ist natürlich klasse. Ich finde den Abschluss der Trilogie gut, das mal vorab, denn ich bin selbst gespannt, ob dies auch die Bewertung wiederspiegelt.

 

Idee: Die Grundidee zu den ganzen Hintergründen der Geschichte, die in diesem Teil behandelt werden lässt mich gespalten zurück. Vom Ansatz her eigentlich etwas, was ich mag, allerdings nicht ganz logisch umgesetzt in meinen Augen.

Plot: Dieses Mal bedient sich Frau Roth eines Perspektivenwechsels. Ich mag das und finde es grundsätzlich für diesen Teil sehr gut, jedoch habe ich stets darauf geachtet ein Kapitel zu beenden bevor ich das Buch weggelegt habe, denn ansonsten konnte es passieren, das man glaubte Tris zu lesen anstatt Four. Das hätte klarer hervorstechen können, allerdings bringt es vom Handlungsablauf an sich ein spannendes Element. Insgesamt hat der Plot hier und da Wiederholungen, die ich aber nicht so sehr unangenehm empfand. Sicher gab es Momente, bei denen ich dachte, dass es nun auch schneller voran gehen könnte, aber ich hatte dennoch Langem mal wieder einen richtigen Lesesog bei diesem Buch. Das lag nicht zuletzt an dem umstrittenen Ende, das ich auch endlich kennen wollte.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Ich nenne es das „Altruan-Ende“. Es passt absolut zu Tris, wenn man es auch nicht lesen möchte. Man fühlt sich als Leser zunächst verraten, nachdem man so lange mit dieser Person so viel erlebt hat. Nach einiger Zeit kann ich es nicht anders sagen, als dass es zwar nicht das erhoffte, aber dennoch gutes Ende ist. Was ich sehr gut fand, dass nach dem eigentlichen Schock noch einiges an Lesefutter vorhanden war, was ich unter Tränen gelesen habe. Ich mag es nicht, wenn Stories abrupt enden, und habe es lieber, zu erfahren, was aus den Figuren wird. Dies wurde mir erfüllt, wenn es mich auch unendlich leiden lassen hat.

Schreibstil: Entweder liegt es daran, dass ich den ersten Teil auf Englisch gelesen habe oder es ist tatsächlich so, das der Stil von Teil zu Teil nachlässt. Es ist aber nicht so, dass er schlecht wird. Ich meckere hier eher auf gehobenem Niveau. Nach wie vor ist Veronica Roth für mich eine Königin, wenn es darum geht so banale Berührungen an der Taille auf nackter Haut so spürbar zu schreiben, dass ich sofort mit der Prota tauschen möchte. Dennoch habe ich keine große Steigerung im Stil empfunden. Teilweise sogar eher einen Rückgang. Als ob die Luft bei Schreiben ausging. Trotzdem ein toller Stil, den man gerne lesen mag.

Charaktere: Ich finde jeden Charakter sehr gut gezeichnet. Vor allem Tris ist eine ausgereifte Hauptprotagonistin, die ich gerne begleitet habe. Ich verstehe jeden ihrer Gedanken, auch wenn ich nicht immer mit ihren Handlungen einverstanden war. Durch den Perspektivenwechsel bekommt man mehr Einsicht in Tobias Denken, aber da sich diese Wechsel nicht so stark unterscheiden kommt man nicht so nah an ihn heran, wie erhofft. Dennoch ist er ein Charakter mit vielen Facetten, was aber schon seit dem ersten Teil bekannt ist.

Gut gefällt mir immer wieder die Liebe zu den Nebencharakteren, die die Autorin offensichtlich hat. Bei jeder Figur wirkt es so, als sei sie so durchdacht wie die Hauptcharaktere. So eine Tatsache erfreut das Leserherz.

Hintergrund: Von dem Weltenaufbau war ich immer sehr begeistert. In diesem Teil verlässt man als Leser die Stadt und leider auch, zumindest in meinen Augen, den gut durchdachten Aufbau. Dass was als Informationen nun auftaucht, birgt so viel Potenzial, was leider aber nicht ganz überzeugt. Ich habe noch offenen Fragen und ich finde diese und jene Erklärungen zwar logisch, aber unrealistisch. Sicher, es ist eine Geschichte, aber hier funktioniert manches nicht. Dennoch in der Idee sehr gut.

Fazit: Trotz aller Kritik: Ich liebe diese Trilogie und sie landet definitiv auf meiner Liste der Bücher, die ich gerne ein zweites Mal lesen möchte. Die Begeisterung für das Fraktionensystem ist nach wie vor da. Meine Liebe zu den Hauptcharakteren nicht gebrochen. Und dass, obwohl die Autorin es dem Leser nicht einfach macht, über den Ausgang sachlich zu nachzudenken. Sicher polarisiert dieser Abschlussband wie kaum ein anderer. Sicher gibt es Schwächen, aber der Abschluss einer Trilogie ist immer so eine Sache. Im Nachhall finde ich es ein gelungenes Buch.

Für alle, die so oder so jede Reihe beenden und die vorhergehenden Teile schon mochten.

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The Legion – Der Kreis der Fünf

Dezember 8

 
 


Autor:  Kami Garcia

Originaltitel:  The Legion 1 – Unbreakable

Übersetzer:  Eva Müller-Hierteis

Erscheinungsdatum: 28. Oktober 2013

ISBN-13:  978-3570162705

Verlag:  cbt

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten

Klappentext:

 

Eigentlich wollte ich keine neue Reihe anfangen, zumal ich noch nicht mal die „Sixteen Moons“ beendet habe, aber „The Legion -Der Kreis der Fünf“ hörte sich zu interessant an und ich bin froh, dass ich es gelesen habe. Genau so eine Geschichte brauchte ich. Mysteriös, gespickt mit ein bisschen Liebe.

Kennedy wird wieder Willen ein Mitglied der Legion. Jared und Lukas, die Zwillinge, die sie vor einem Rachedämon retten, offerieren ihr eine unglaubliche Geschichte: Ihre Mutter wurde von dem Dämon getötet, da diese ein Mitglied der Legion war. Im Gegensatz zu Kennedy scheinen alle anderen Legionsmitglieder mit dem Wissen darum aufgewachsen zu sein. Vor langer Zeit machten ihre Vorfahren zusammen mit den Vorfahren der anderen Mitglieder einen Fehler bei einer Dämonenbeschwörung, woraufhin dieser freigelassen wurde. Der Rachedämon „Andras“ macht seit jeher Jagd auf sie, aber auch die toten Legionsmitglieder in deren Fußstapfen die Jugendlichen rund um Jared und Lukas treten, machen es den Jugendlichen mit einem Rätsel nicht leicht.

Erster Satz: Als meine bloßen Füße in die feuchte Erde einsanken, bemühte ich mich, den Gedanken an all die Toten zu verdrängen, die unter mir begraben lagen.

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Idee:  Geister, ein rätselhafter Zylinder und ein alter Geheimbund. Ja, das ist ein Stoff für mich. Dazu eine Liebesgeschichte für den romantischen Touch. Sicher nichts innovativ Neues, aber in der Kombination wunderbar spannend gemacht.

Plot:  Gleich zu Anfang gibt es einen übersinnlichen Einstieg und sogar Kennedys Mutter erlebt man lebend. Da meint man jetzt geht es gemächlich weiter, schon tauchen zwei smarte Zwillinge auf und retten das Mädchen. Schnell wird man in alles Weitere reingeworfen, Infodump findet man jedoch nicht. Man könnte den Plot hier und da als zu konstruiert bezeichnen, was mich jedoch nicht gestört hat. Sicher hätte man viel mehr daraus machen können, aber so kommt bei einem angezogenen Tempo keine Langeweile auf. Eine Geschichte, die einen mitzieht und das Buch nicht aus der Hand legen lässt,  in einem wohldosierten Wechsel von Rasant und Langsam. Doch Obacht! Der Cliffhänger am Schluss ärgert, zumindest wenn man bedenkt jetzt so lange auf die Fortsetzung warten zu müssen.

Schreibstil:  Kami Garcia hat mir mit ihrer Kollegin schon gefallen. Es ist kein herausragender Stil, der die Autorin einmalig macht, aber die Seiten fliegen dahin und man hält sich nicht an komplizierten Formulierungen fest. Dabei ist die Sprache nicht nur in den Dialogen locker leicht. Sehr sympathisch auch wieder die Perspektive des Icherzählers in der Vergangenheitsform.

Charaktere:  Im Allgemeinen könnten die Figuren mehr Tiefe aufweisen, aber in Anbetracht der Kürze der Geschichte, hat Kami Garcia die wichtigen Charakterzüge wunderbar herausgearbeitet.

Stellenweise hatte ich meine Probleme, Jared und Lukas auseinanderzuhalten, was ärgern kann, aber bei Zwillingen nur authentisch ist. Irgendwie war es zu erwarten, dass sie dennoch ungleich sind. Lukas, der zuvorkommend und ausgeschlossen ist, im Gegensatz Jared, der irgendein Geheimnis verbirgt, unnahbar wirkt und sich hemmungslos in Kennedy verliebt.

Kennedy ist ein, für dieses Genre, recht stereotype Figur, wäre da nicht ihr fotografisches Gedächtnis. Eine Idee, wie ich finde, die richtig gut ist. Ich kann ihre raschen Gefühle zu Jared jedoch nicht ganz nachvollziehen. Er ist toll, keine Frage, aber da hätte etwas mehr sein könne, was beschreibt, wie sie sich verliebt, die Kleinigkeiten, die das Gefühl aufbauen. Man weiß von der ersten Begegnung, dass etwas zwischen den beiden laufen könnte, da hätte ich mir etwas mehr Rätseln gewünscht. Nicht, dass ich ein Fan von Dreiecksbeziehungen bin, aber bei eineiigen Zwillingen, bietet sich so etwas an und wäre für mich plausibel gewesen. Schließlich kann es das Äußere nicht sein, dass allein überzeugt.

Besonders die Nebenfiguren machen mir Lust auf mehr. Alara, die man so ganz falsch einschätzt und einen schönen Gegenpart zu Kennedy bringt. Vor allem aber Priest, den 15-jährigem Bastler, der mich an McGyver erinnert oder an Mr T. Er ist richtig klasse.

Hintergrund:  Was mir schon bei „Sixteen Moons“ gefallen hat, trifft auch auf diese Geschichte zu. Kami Garcia vermag Mythen, Voodoo, Geister und Co. in die Realität zu holen und miteinander zu verknüpfen. Sicher könnte ich kritisch sein, ob diese Jugendlichen schon so taff sind, aber möchte ich gar nicht. In meinen Augen hat die Autorin all ihre Elemente wunderbar zusammengebracht, jedem Charakter seine Story gegeben und eine tolle Geisterwelt geschaffen. Bei den gruseligen Szenen kommt Gänsehaut auf. Die Stimmung ist düster und die Räselaufgabe gut eingefügt und verstrickt.

Fazit: So einfach und dennoch total spannend. Ein Pageturner, den ich in dieser Art nicht erwartet habe. Ich bin so froh, mit dieser Reihe angefangen zu haben, und freue mich schon, wenn Kami Garcia mich in der Fortsetzung wieder das Gruseln lehrt.

Für alle, die Geister mögen,  tolle Nebenfiguren lieben und ebenso gerne rätseln um sich zum Schluss überraschen zu lassen.

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Verlieb Dich nie in einen Vargas

August 28



Autor:
Sarah Ockler

Originaltitel: The Book of Broken Hearts

Übersetzer: Katrin Weingran

Erscheinungsdatum: 26. August 2013

ISBN-13: 978-3570162729

Verlag: cbt

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

Klappentext:

Da habe ich mit etwas sommerlich leichtem gerechnet, fand das Cover zu kitschig, um eine wirklich gute Story zu erwarten, und habe einfach nur auf ein nettes Romeo und Julia Geplänkel für zwischendurch gehofft. Was habe ich bekommen? Ein Buch, das ernster ist, als man meint und!mich! zu Tränen gerührt hat.

Judes Papi hat  frühzeitig Alzheimer. Um ihn bei sich zu halten schmiedet sie einen Plan, nachdem sie Papis alte Harley gefunden hat. Das Teil soll wieder fahren und einen Vater-Tochter Trip ermöglichen. Nur wer repariert das Ganze? Um Kosten zu sparen, wird kurzerhand der unerfahrenste Mitarbeiter eines Biker-Laden angeheuert. Zu spät merkt Jude, dass es sich bei dem smarten Puertoricaner um Emilio Vargas handelt. Jüngster Spross einer, von ihren Schwestern erklärten, Herzensbrecherdynastie. Doch Jude kann nicht anders. Emilio ist süß und versteht sich prima mit Papi, der beim Werkeln an der Harley er selbst bleibt. Doch die Krankheit schreitet voran und das Dreigestirn in Form von Judes Schwestern reisen an. Jetzt kann sie Emilios Identität nicht mehr verbergen. Aber der Kampf um Emilio bleibt nicht der einzige.

Erster Satz: Das Gesetz der Wahrscheinlichkeit sieht vor, dass ein Mädchen mit drei älteren Schwestern wenigstens ein Paar süße Shorts erben sollte, die ihm tasächlich passen.

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Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Nicht neu, wenn man den Part der Liebesgeschichte ansieht. Zusammen mit der Geschichte um den kranken Vater jedoch gut.

Plot: Nach Beenden des Buches dachte ich: Toller Aufbau. Vom lustig amüsanten Anfang wird es immer ernster, bis ich zum Schluss einfach nur noch traurig war. Ganz allmählich führt uns die Autorin in diese Situation. Manchmal war ich mir allerdings nicht gerade sicher, welche Kernhandlung das Buch hat. Ist es die Liebesgeschichte oder das Drama um die Krankheit des Vaters. Der Titel des Buches hätte passender gewählt werden können. Für mich steht nicht die Lovestory im Vordergrund, sondern Judes Selbstbehauptung und -findung. Dennoch finde ich das alles schlüssig zusammen findet und das Timing gut passt. Zudem ein Buch, was mich gefesselt hat und ich kaum aus der Hand legen konnte.

Schreibstil: Ich mochte sehr das jugendlich  Flapsige am Anfang. Es wirk aus Judes Sicht als Icherzählerin im Präteritum wunderbar passend und man merkt auch am Stil die Entwicklung der Protagonistin.  Die spanischen Worteinwürfe waren toll, aber durch ihre Häufigkeit etwas gewöhnungsbedürftig beim Lesen, da erst mal die Aussprache sitzen musste.

Charaktere: Mir haben die Charaktere sehr gefallen. Jude fand ich  authentisch. Passend zum Plot entwickelt sich auch das junge unbeschwerte Mädchen in eine ernste Richtung. Sie übernimmt  Verantwortung und kümmert sich mit viel Hingabe um ihren Papi. Natürlich will sie nicht wahrhaben, dass Papi immer öfter Aussetzer hat. Gegenüber ihrer drei Schwestern hat sie sich noch nie behauptet, wird aber durch die Situation unweigerlich damit konfrontiert. Emilio ist natürlich auf den ersten Blick ein Bad Boy. Ein Biker der gerne oben ohne schraubt und das klischeehafte Lächeln samt Grübchen aufweist. Aber Jude erkennt, dass Emilio eine verletzliche und sensible Seite hat. Er ist anders als  seine Brüder, da er einen schweren Schicksalsschlag mit sich herumträgt.

So traurig es auch ist, musste ich mich sehr über Judes Vater amüsieren. Er ist einfach sympathisch und wird meine Lieblingsfigur in dieser Geschichte bleiben.

Die Figuren haben ihre eigenen Macken, was ich gut finde. In meinen Augen ist Jude, wenn auch teils überdreht, altersentsprechend. Emilio ebenso, auch wenn er im ersten Moment dem Klischee entspricht.

Hintergrund: Mit Alzheimer wird hier natürlich ein heftiges Thema angesprochen, scheint mir aber gut recherchiert zu sein. Ebenso die Reparatur an der Harley wirkt authentisch. Mir hat das Einstreuen der spanischen Worter gut gefallen, weil es so das Setting viel näher gebracht hat.

Fazit: Ich hatte viel Spaß beim Lesen. Auch wenn Klappentext und vor allem das Cover etwas irre führen. Wer eine Liebesgeschichte such, findet sie, aber für mich steht die Krankheit des Vaters und Judes Entwicklung dahingehend mehr im Fokus. Am Anfang musste ich lachen und am Ende weinen, jedoch fand ich das Buch klasse. Eben weil es überrascht und für mich eine Wichtige Message trägt. Das Leben ist zu kurz, drum sollte man es genießen und manchmal einfach loslassen.

Für alle, die ein sommerliches Buch mit ernstem Hintergrund mögen.

 

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Watersong – Sternenlied

Mai 13

Watersong - Sternenlied

Price: EUR 16,99



Autor:
Amanda Hocking

Originaltitel: Watersong 1 – Wake

Übersetzer: Violeta Topalova, Anja Hansen-Schmidt

Erscheinungsdatum: 25. März 2013

ISBN-13: 978-3570161593

Verlag: cbt

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Klappentext:

 

Ich habe hin und her überlegt. Zunächst habe ich Geschichten von Amanda Hocking nur gehört und fand sie bisher nicht herausragend, aber ganz nett neben Hausarbeit und Nähen. Mit „Watersong“ wollte ich Frau Hocking dann endlich mal die lesende Chance geben. Leider konnte sie mich nicht überzeugen.

Gemma ist sechzehn und lebt mit ihrem Vater und der älteren Schwester Harper in Capri, einem Küstenort. Sie ist erfolgreiche Schwimmerin, steuert Olympia an und liebt ihre nächtlichen Schwimmausflüge. Alle in Capri wundern sich über die plötzlich aufgetauchten wunderschönen Mädchen und fürchten sie zugleich. Niemand kann sagen, was so angsteinflößend, aber auch betörend an ihnen ist. Aus ihr unerfindlichen Gründen haben sie ein intensives Interesse an Gemma. Diese meidet die Schönheiten jedoch zunächst. Ihr Freund Alex interessiert Gemma mehr und außerdem muss sie sich gegen ihre zwar liebevolle, aber doch viel zu sorgende Schwester behaupten. Aber an einem Abend geht sie doch mit den Wasserbegeisterten Mädchen mit und findet sich, nachdem sie sich an die Geschehnisse der Nacht nicht erinnern kann, mit einer Schuppe am Rücken wieder.

Erster Satz: Trotz der Nähe des salzig duftenden Meeres roch Thea das Blut, das an ihr klebte.

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Charaktere
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Idee: Die Idee mit den Sirenen finde ich total gut. Das hat mich vor allem an der Geschichte gereizt.

Plot: Wenn ich mir die Abfolge der Ereignisse ganz nüchtern betrachte, denke ich eigentlich, dass Frau Hocking sich einen logisch aufgebauten Plot ausgedacht hat. Aber ich mochte die Umsetzung nicht. Da waren mir zu viele unnötige Passagen. Hätte ich alles markiert, was ich persönlich gestrichen hätte, wäre das Buch ziemlich rot geworden. Außerdem wirkte es mir zu konstruiert und viel zu vorhersehbar. Da werden Details gezeigt in einem sonst eher belanglosen Kontext, bei denen man sofort weiß, dass sie später zum Showdown noch mal auftauchen. Den Konflikt, den Gemma zum Schluss hin hat, ist mir zu einfach. Sicher keine einfache Entscheidung, die sie zu treffen hat, aber eine zu simple Idee. Da hätte ich eine Facette mehr besser gefunden. Positiv fand ich den Mut zu eklig, blutigen Szenen. Das gab es nicht viel, fiel aber im vergleicht zu den anderen Büchern von Frau Hocking auf. Den Showdown mochte ich. Es war so ein Gefühl, dass sich die Autorin endlich eigeschrieben hat und auch Spannung da war.

Man hätte sehr viel mehr aus dem Plot machen können und ich hatte gehofft, das sich Amanda Hocking nach den Reihen von bisher geschrieben Büchern mehr weiterentwickelt hätte.

Schreibstil: Der Stil ist so einfach, dass man das Buch sehr schnell lesen kann. In „Watersong“ wird in der dritten Person im Präteritum erzählt. Was mir eher negativ aufgefallen ist, waren die Dialoge. Teils klangen sie gestelzt, teils gab es Wortwechsel, die man getrost hätte streichen können, weil sie die Dynamik aus der Unterhaltung genommen haben. Was mir allerdings bei Amanda Hocking gefällt, sind so kleine Details des alltäglichen Lebens, die man immer wieder findet. Ebenfalls positiv fand ich, dass sie den Vorteil der dritten Person benutzt hat, zwischen den Figuren und Schauplätzen zu springen. Es hakt zwar an manchen Stellen, aber beim Showdown hat sie es richtig gut hinbekommen.

Charaktere: Die Hauptprotagonistin lebt, wie in den anderen Geschichten auch, wieder in einem zerrütteten Zuhause auf. Die große Schwester Harper hat die Mutterrolle übernommen und ist zu überspitzt und krampfhaft vernünftig. Auch aus Gemma, als Hauptfigur, hätte man mehr rausholen können. Es soll ihre Geschichte sein, aber zeitweise hat man das Gefühl, dass es Harpers Geschichte ist. Alex, der Freund von Gemma wird als Nerd beschrieben, der plötzlich Muskeln bekommen hat, was den Mädchen, die nebenan wohnen, natürlich jetzt erst auffällt. Ihm fehlte ebenso Tiefe. Im Allgemeinen sind mir die Charaktere zu konstruiert und zu steif in ihrem Handeln. Gedankengänge werden in einer Art und Weise wiederholt, die langweilt.

Penn, als Obersirene weist alle Bösewicht–Eigenschaften auf, aber auch hier hätte man mehr herauskitzeln können. Positiv war die eindeutige Unterscheidung von Penn, Thea und Lexi durch ihr individuelles Verhalten.

Es gibt jemanden, der mit gut gefallen hat. Daniel, der Mann, der Harper umgarnt. Er lebt auf einem Boot, wirkt sehr unkonventionell und ich muss gestehen, dass ich seine Tätowierung auf dem Rücken mag. Vermutlich ist sie ein noch zu lüftendes Geheimnis. Zumindest wirkte das so auf mich.

Hintergrund: Es gibt einen Teil im Buch, wo der ganze Hintergrund zu den Sirenen erklärt wird und der zeigt, wie viele Gedanken die Autorin sich gemacht hat. Allgemein finde ich das Setting schön gewählt und die Geschichte der Sirenen gut eingebunden. Man merkt, wie in allen ihren Büchern, dass Amanda Hocking Amerikanerin ist. Das spiegelt sich in den Charakteren sowie dem Setting wieder.

Fazit: Ich habe es versucht. Ich habe nicht abgebrochen, aber das Einzige, was mich neugierig auf Teil zwei macht, ist die Idee der Sirenen und die Neugier wissen zu wollen, ob Daniel noch ein Geheimnis birgt. Es ist so schade, da man so viel aus der Geschichte hätte machen können. Da wäre viel mehr Tiefe drin gewesen. Die Bücher werde ich nicht weiterlesen, dennoch bin ich interessiert, was noch über die nächsten drei Teile passieren soll. Also werden die Fortsetzungen weiter hören.

„Watersong“ wird anspruchsvolle Leser langweilen. Viel erwarten sollte man nicht, das war wohl mein Fehler. Wer jedoch eine leicht plätschernde, schnell zu lesende Unterhaltung wünscht und das Sirenen–Thema mag, könnte an der Geschichte Spaß haben.

 

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BETA

Februar 16

BETA

Price: EUR 17,99



Autor:
Rachel Cohn

Originaltitel: ANANDA Series 1: Beta

Übersetzer: Bernadette Ott

Erscheinungsdatum: 25.Februar 2013

ISBN-13: 978-3570161647

Verlag: cbt

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

Klappentext:

 

Hach, das Cover hat tolle Farben und allein der Titel hat mich neugierig gemacht. Der Klappentext war ansprechend. Das Klonthema versprach schon von Selbst, zum richtigen Buch zu greifen. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich es vorab lesen durfte.

 

Elysia ist ein seltener Teen-BETA-Klon und wir von der reichen Governorsfrau der Insel Demesne in einer Boutique erstanden. Elysia soll die kürzlich fürs Studium ausgezogene Tochter ersetzen und den Sohn auf seine militärische Ausbildung vorbereiten. Elysia will wie alle Klone der Insel ihre Aufgabe erfüllen. Es gibt nur ein Problem: Sie scheint »defekt« zu sein, was in der Welt der Superreichen zur sofortigen Abschaltung eines Klos führt. Deshalb behält Elysia ihr Geheimnis. Denn sie kann schmecken und hat Visionen ihrer »First«, des verstorbenen Mädchens, nach dessen Abbild sie geschaffen wurde. Dazu kommen diese unglaublichen Gefühle, die sie in der Nähe des Jungen Tahir spürt. Gefühle, die sie als Klon im Grunde nicht spüren kann. Aber was macht ihn so besonders? Was steckt hinter der Rebellion, für die Elysias Klonkollegin im Haus des Governor gestorben ist? Wird sie sich entfesseln und vor einer Abschaltung retten?

Erster Satz: Sie will mich kaufen.

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Idee: Klone haben schon etwas von Si-Fi, was ich gerne mag. Außerdem wird in dem Buch damit ein Thema der eigenen Identitätsfindung angesprochen. Dazu das Setting auf einer paradiesischen Insel setzt dem Ganzen das I-Tüpfelchen auf. Die Idee ist spitze.

Plot: Die Handlung schreitet gemächlich voran und hat eher ein langsamer Anfang. Das ist nicht unbedingt etwas, was mir missfällt, vor allem mit dem Hintergrund eines Mehrteilers, jedoch stimmte für mich das Tempo im Gesamtkonzept nicht. Man wird wirklich nach und nach in die Welt des Klons Elysia geführt. Lernt sie sehr gut kennen und die Denkweise eines Klons kommt sehr gut herüber. Auch die Sicht auf das Paradies Demesne mit seinen Eigenarten wird dem Leser nahe gebracht. Das alles hätte etwas kürzer und knackiger geschrieben sein können. Kurz und zu schnell hingegen liest sich der Schluss. Da passieren so viele wichtige Dinge, die tolle Ansätze haben, doch leider wird das viel zu zügig abgehandelt. So schade, weil so viel Potenzial verschenkt wurde. Aber ich muss auch sagen, dass ich mich beim Lesen durch das wunderschöne Setting geradezu wie im Urlaub gefühlt habe, was mich das etwas unausgeglichen Plottempo verschmerzen lässt.

Schreibstil: Erzählt wird als Ich-Erzähler Elysias im Präsens. Wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass ich den Ich-Erzähler immer bevorzuge. Hier kommt noch hinzu, dass man durch die Art und Weise wie Elysia erzählt und denkt, ihr den Klon total abkauft. Das war für mich das Besondere an dem eher normalen Stil. Der Text lässt sich gut und zügig lesen. Trotz der Länge am Anfang überkam mich keine Lesefaulheit.

Charaktere: Elysia ist sehr gut gelungen. Wie schon gesagt, nimmt man ihr den Klon ab. Das starre Verhalten und die Naivität, die sie als frischgebackener Klon an den Tag legt, sind sehr gut umgesetzt. Das Lernen von Ausdrücken, die für Teenager, aber nicht für die Datenbanken der Klone geläufig sind, der Gehorsam und auch die Starre, die Elysia zunächst ausmachen. Ihre Entwicklung schreitet gemächlich voran, was richtig toll ist, bis zu dem Punkt, wo alles recht schnell abgehandelt wird. Da erschien sie mir zu schnell zu stark.

Tahir ist ebenso ein durchdachter Charakter, dessen Entwicklung und Handlung mich fast dazu leitet, das Buch noch mal zu lesen, um bestimmte Dinge zu überprüfen. Um mehr über ihn zu sagen, müsste ich spoilern und so lasse ich euch um den superreichen und süßen Typen, der sich in Elysias Herz schleicht, im Dunkeln tappen.

Irgendwie hat mir Elysias »Mutter«, die Governorsfrau, gefallen. Nicht, dass ich sie wirklich mochte, aber sie ist die perfekte aufgesetzte Dame, der Prestige, Geld und Ansehen wichtiger als alles andere ist.

Hintergrund: Ich frage mich, was hinter Demesne steckt. Der Leser bleibt in der Hinsicht fast völlig im Dunkel. Man weiß weder zu welcher Zeit die Geschichte spielt, noch was passiert ist. Die Andeutungen um die »Water Wars« sind bruchstückhaft und nicht aussagekräftig. Merkwürdigerweise hat mich der, in meinen Augen lückenhafte Hintergrund, nicht gestört. Das liegt sicher an dem Setting, was mich das Meer hat förmlich riechen lassen. Dieses wunderbare Paradies kommt toll herüber und da hat sich die Autorin in der Ausarbeitung wirklich viel Mühe gegeben. Also bin ich hin und hergerissen und entscheide mich bei der Punktevergabe für den Mittelweg.

Fazit: Durchwachsen. Auf der einen Seite fand ich das Ende viel zu zackig und kurz. Der Cliffhanger ist vorhersehbar und nicht nötig. Auf der anderen Seite aber fand ich BETA super und freue mich auf die Fortsetzung. Ich möchte gerne noch mal Urlaub machen, auch wenn es ein trügerisches Paradies ist. Zu neugierig bin ich auf den Fortgang der Handlung. Wer absolut Wert auf einen gut getimten Plot legt, könnte enttäuscht werden. BETA ist für alle Karibik- und Südseeliebhaber etwas, die einen Hauch Si-Fi abgeschmeckt mit ein wenig Romantik.

 

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Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit

Dezember 3


Autor: Veronica Roth

Originaltitel: Insurgent

Übersetzer: Petra Koob-Pawis

Erscheinungsdatum: 10. Dezember 2012

ISBN-13: 978-3570161562

Verlag: cbt

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten

Klappentext:

 

Ich habe seinerzeit Divergent gelesen, das englische Original von „Die Bestimmung“. Ich war so begeistert (nicht nur, dass ich auf Englisch alles verstanden habe), dass ich der Fortsetzung entgegengefiebert habe. Zwischenzeitlich feierte der Trilogieauftakt jedoch auch hier in Deutschland seine Erfolge und ich entschloss mich, die Fortsetzung auf Deutsch weiter zu lesen. Glücklicherweise durfte ich das Buch vor Erscheinen bekommen. Auch, wenn ich verwirrt aus dieser Geschichte gegangen bin, möchte ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

Tris, Tobias(Four) und die überlebenden Altruan finden zunächst Zuflucht bei den Amite. Diese wollen sich jedoch weiter aus dem Konflikt der Fraktionen heraushalten. Als nach einer kurzen Verschnaufpause die Ken mit Überläufern der Ferox in ihren Lastwagen anrollen, müssen Tris und Co. das Weite suchen und die Amite verlassen. Ihr Weg führt sie zurück in die Stadt zu den Fraktionslosen. Jene, die Tris bisher gefürchtet hat entpuppen sich als ganz andere Menschen. Außerdem treffen sie dort auf Personen, von denen Tris und Tobias dachten, sie nie wieder zu sehen. Es geht aber noch weiter, zu den Candor und die „Unbestimmten“ bekommen plötzlich eine wichtige Rolle. Jeanine Matthew, die Anführerin der Ken will die Macht an sich bringen und auch ein Serum finden, gegen das die „Unbestimmten“ nicht immun sind. Sie macht Jagd auf sie, doch was steckt hinter allem? Welche Wahrheit verbergen die Anführer der Fraktionen und kann das System gerettet werden?

Erster Satz: Als ich aufwache, liegt mir sein Name auf der Zunge.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Die Grundidee der Fraktionen hat mich schon in Teil 1 überzeugt. Leider wurden die Bezeichnungen des Originals nicht übernommen. Ich muss an dieser Stelle mal anmerken, dass ich so was oft nicht verstehe. Unsere Sprache hat so viele Anglizismen, da hätte man die Bezeichnung der Fraktionen lassen können. Four hat man ja auch nicht mit Vier übersetzt. An Teil 2 fand ich besonders gut, dass Frau Roth den Leser einmal quer durch die Fraktionen schickt, sodass diese viel präsenter sind.

Plot: Der Plot hat mich verwirrt zurückgelassen. Es passieren so viele Dinge und es gibt so viele Schauplätze. Stellenweise habe ich mich gefragt, ob das Ganze ursprünglich als Trilogie ausgelegt war. Ein bisschen hatte ich das Gefühl, als suche Frau Roth selbst nach dem Ziel der Geschichte. Sehr gut gefallen hat mir das Kennenlernen der anderen Hauptquartiere. All die Fragen, die im ersten Band unbeantwortet blieben, weil sich alles so sehr auf die Ferox konzentriert hat, wurden beantwortet. Die Fraktionen mit ihren Eigenheiten kamen sehr gut rüber, obwohl mich die Handlung des Buches verwirrt hat und ich hier und da das Gefühl hatte etwas nicht mitbekommen zu haben. Immer wieder streut Veronica Roth Bemerkungen ein, die mich wieder an Teil 1 erinnern ließen. Leider wird man zu Anfang jedoch sehr selbstverständlich in die Geschichte geworfen. Eigentlich ja positiv, dass man nahtlos weiterlesen könnte, denn Teil 2 geht genau da weiter, wo Teil 1 aufhört. Ein Re-Read von Teil 1 wäre nicht schlecht gewesen, ist aber kein Muss. Das Ende war überraschend. Den die Hinweise dazu sind nur spärlich und es wirkte ein wenig „aus dem Hut gezaubert“.  Keine schlechte Idee, keinesfalls, aber zu überraschend, ein wenig zu konstruiert auf den letzten Seiten. Dazu ein gemeiner Cliffhanger, der einen das Warten auf Teil 3 sehr schwer macht. Auch wenn ich nicht das Gefühl habe die Geschichte ganz gefasst zu haben, hat sie mich mitgerissen. Der Drang es gleich noch mal zu lesen, lässt mich nicht los.

Schreibstil: Erzählt wird als Ich-Erzähler aus Tris‘ Sicht im Präsens. Allein für die intimen Momente zwischen Tris und Tobias lohnt sich das Buch. Diese Stellen sind so toll geschrieben, dass man die Berührungen förmlich spürt. Aber nicht nur dort erweist sich Frau Roth als talentiert. Das beklemmende Gefühl, was Tris mit sich herumträgt, fühlt man selbst. Das, was ich im Englischen schon so mochte, ist im Deutschen genau so da. Ich mag so einen Stil, der einen alles vor Augen führt. Der einen entführt in eine Welt der Gefühle. Angst, Liebe und Drama. Alles sehr präsent.

Charaktere: Ja wo soll man da anfangen und aufhören? Schaut man sich auf der Fanseite die Charakterliste an, versteht man glaube ich mein Problem. Zu viele Charaktere. Auf der einen Seite finde ich das realistisch, wenn man bedenkt, dass man im richtigen Leben auch von mehreren Menschen umgeben und beeinflusst wird. Zum verfolgen der Geschichte ist es natürlich schwierig. Vor allem tauchen die Figuren so selbstverständlich auf. Sicher kennt man sie aus dem ersten Teil, aber nicht so sehr, um gleich wieder alles abrufen zu können. Allerdings haben mir die Hauptcharaktere besonders gefallen.

Tris hat sich zur Ferox entwickelt. Allerdings hat sie mit einigem zu kämpfen. Der Tod der Eltern, Wills Tod und die Zerstörung des Systems. Sie kann keine Waffe mehr anfassen, was für eine Ferox natürlich undenkbar ist. Sie liebt Tobias, kann sich ihm aber nicht anvertrauen. Da habe ich sie manchmal nicht verstanden. Andererseits kann man ihren Mut und ihre Aufopferung nachvollziehen. Sehr gut merkt man auch, welche Fraktion gerade aus ihr spricht, wenn sie über Dinge und Situationen nachdenkt. Das hat die Autorin ganz toll gemacht.

Tobias/Four. Hach. Ja, ein Charakter, für den ich dahinschmelze. Der mir auch leid tut, weil er sich so sehr um Tris sorgt. Er ist stark und doch sanft. Im Grunde fehlen mir bei ihm die Worte. Für meinen Geschmack kommt er in der zweiten Hälfte ein wenig zu kurz. Sicher ist es gut die Geschichte nicht die Liebesgeschichte dominieren zu lassen, aber ich würde gerne noch mehr über ihn lesen. Dennoch erfährt man sehr viel über ihn, wo er herkommt und was in ihm hervorgeht. Er muss sich seinem Vater stellen, was er auch macht. Er ist intelligent und clever, zumindest die meiste Zeit.  Gut gefallen hat mir, dass er in diesem Buch fast nur noch als Tobias auftritt. Ich habe zwar persönlich mein Problem mit dem Namen, aber es macht seine Entwicklung deutlich. Das „Four“ habe ich schon etwas vermisst, aber es passt nicht mehr so perfekt in seine Rolle, wenn man seinen Hintergrund kennt.

Hintergrund: Das Fraktionssystem ist super ausgedacht, keine Frage. Trotz allem muss ich Kritik üben. Die Geschichte fokussiert sich im ersten Teil sehr auf das Feroxhauptquartier, was auch so in Ordnung ist. Im 2. Teil verlassen wir jedoch dies und da frag ich mich: Wo sind die ganz normalen Bürger? Wo leben sie? Wie läuft die gesamte Versorgung? Da scheint Veronica Roth nicht weit genug gedacht zu haben. Es leben doch nicht alle Bewohner immer in den Hauptquartieren, oder? Ich bin gespannt, ob man davon in Teil 3 noch mehr erfährt. Soweit es für die Geschichte von Belang ist, wird alles gut erklärt und gezeigt aber es fehlt ein bisschen das „Drumherum“.

Fazit: Mich hat dieses Buch verwirrt. Es war ganz anders als erwartet. Es gibt so viel, was passiert ist und so viel, was einen grübeln lässt. Da gibt es ordentlich Diskussionsstoff. Das merkt man schon jetzt unter den Bloggern, die es wie ich vorab lesen durften. Keiner, der Teil 1 schon mochte, wird enttäuscht sein. Auch wenn man Tris des Öfteren gerne beiseite genommen hätte, um ihr zu sagen, dass sie doch mal einen Moment nachdenken soll. Es ist eine tolle verwirrende Fortsetzung mit einem unerwarteten Ende. Mit dem bin ich nicht ganz so zufrieden, weil es mir eben zu plötzlich kam, deshalb keine volle Punktzahl.

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Das Letzte Zeichen

Oktober 18

Das letzte Zeichen

Price: EUR 8,99

Autor: Gemma Malley

Originaltitel: The Killables

Übersetzer: Friedrich Pflüger

Erscheinungsdatum: 8. Juni 2012

ISBN-13: 978-3570308172

Verlag: cbt

Taschenbuch: 352 Seiten

Klappentext:

 

Erster Satz: Augen und Nase verklebt von Dreck und Staub.

Ich hatte das Buch seit Erscheinen im Hinterkopf, weil mich der Klappentext einfach ansprach. Sehr neugierig habe ich mich dann diesem „schreiend“ pinken Taschenbuch gewidmet.

Evie lebt in einem von Rangzeichen dominierten Welt. in der sich jeder Bewohner als Baby der „Neutaufe“ unterzieht. Dabei wird die Amygdala (der Teil des Gehirns, in dem Angst entsteht) entfernt und macht den Menschen gut. Jeder strebt danach ein „A“ zu werden, ein Mensch, befreit vom Bösen und durch und durch gut. Evie selbst trägt Rang „B“. Keiner weiß, dass sie sich trotz der Avancen von Lucas, der ein „A“ ist, sich mit dessen Bruder Raffy trifft, den sie heimlich liebt. Eines Tages hört Evie, das Raffy auf Rang „K“ gestuft werden soll, was eine erneute „Neutaufe“ bedeutet, nach der Raffy Evie sicher vergessen wird. Evie ist hin und hergerissen. Sie liebt Raffy, ist Lucas versprochen und weiß, dass ihr Verhalten böse ist und sie jederzeit Gefahr läuft, herabgestuft zu werden. Für wen entscheidet sie sich, und kann sie Raffy vor der Neutaufe bewahren?

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Die Rangabzeichen sind ein interessanter Aspekt und auch der Zeitpunkt, zu dem die Geschichte spielt, liegt nicht in unvorstellbaren Weiten. Die abgeschottete, von Mauern umringte Stadt und die Idee mit der Amygdala, deren Entfernen die Menschen „gut“ macht, geben eine gute Grundlage.

Plot: Der Anfang konnte mich nicht fesseln. Man war zu sehr bei Evies Gedanken, was ich ja grundsätzlich mag, aber hier, in meinen Augen, nicht gut gelöst war. Wenn diese etwas monotone Wirkung des Anfangs von der Autorin so beabsichtigt war, ist das in Ordnung, mein Fall war es nicht. Auch die gesamte Entwicklung der Geschichte war zwar nachvollziehbar, aber hat mich nicht vom Hocker gehauen. Leider. Der Höhepunkt am Schluss ging mir zu glatt und zu schnell. Außerdem habe ich Logikfehler entdeckt, oder es hat sich zumindest so angefühlt. Man hätte mehr aus dem Plot machen können. Mehr Dramatik zwischendurch und nicht nur kurz vor Ende. Es war mir unmöglich so richtig abzutauchen.

Schreibstil: Keine Ahnung, ob es an der Übersetzung lag, aber ich fand den Stil langweilig. Erzählt wird in der dritten Person im Präteritum. Es gibt auch Perspektivenwechsel, aber selbst die haben es nicht geschafft bei mir Spannung zu erzeugen. Die ganze Zeit über habe ich mich von dem Geschehen distanziert gefühlt. Es kamen keine Emotionen an. Sicher ist der Stil einfach und leicht zu lesen, aber mehr als solide kann ich ihn nicht bezeichnen. Schade, denn da hätte man einiges mehr an Tempo in die Geschichte und  Brisanz in den Stil legen können. Der Klappentext verspricht so viel, dessen die Autorin in meinen Augen  nicht gerecht geworden ist. Was ich auch sehr schade fand, waren die einfachen Benennungen. Die Stadt hat keinen Eigennamen, ebenso einfallslos die Bezeichnung der  „Bösen“. Sowieso habe ich das Wort „böse“ viel zu oft gelesen.

Charaktere: Evie ist mir zu flach. Sie nervt und es gibt es kaum Entwicklung bei dieser Figur. Am Ende dann gibt es eine zu plötzliche Wendung, die aber auch nicht überzeugt.

Raffy, ihr Freund stellt den Rebell dar. Und obwohl er Gefühlsausbrüchen zeigt, kommt man ihm nicht nah. Ich habe sein Handeln auch nicht immer verstanden und eigentlich ist er für mich der unsymhatischere von den beiden Brüdern.

Lucas dagegen zeigt am meisten Entwicklung und spielt seine Rolle perfekt. Ein Charakter, der mir richtig gut gefallen hat und auch toll rüberkommt. Ohne groß zu spoilern: Er trägt ein zu einem interessanten Aspekt der Geschichte bei.

Selbst die Dreiecksbeziehung  der Jugendlichen bringt zu wenig Spannung. Evie ist zwar verwirrt, was die Gefühle für die beiden Jungs anbelangt, aber wirklich verstanden habe ich sie nicht.

Auch die Nebenrollen hatten gute Ansätze, wurde leider für meine Begriffe nicht genug ungesetzt.

Hintergrund: Es wird einiges erklärt und hört sich schlüssig an, aber überzeugt nur oberflächlich. Ich persönlich finde den Zeitraum knapp gewählt. Eigentlich müssten sich noch genug Menschen an die Zeit vor der „Schreckenszeit“, nach der die Stadt errichtet wurde, erinnern können. Dass sich die Menschen freiwillig in so ein strenges, Angst einflößendes System begeben, kann ich nicht nachvollziehen.

Fazit: Schade. So enttäuscht war ich selten. „Das letzte Zeichen“ ist der Auftakt einer Trilogie, die ich nicht weiter lesen werde. Nur um Lukas tut es mir leid. Was mit ihm passiert, wüsste ich schon gerne, aber dazu hätten der Stil und die Umsetzung der Idee besser sein müssen. Für all diejenigen, die noch nie eine Dystopie gelesen haben, könnte es allerdings ein gutes Buch und der Einstig in dieses Genre sein.

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Finsteres Gold

Februar 18

Finsteres Gold

Price: EUR 14,99


Gebundene Ausgabe:
352 Seiten

Autor: Carrie Jones

Verlag: cbt (23.Mai 20011)

ISBN-13: 978-3570161128

Originaltitel:  Captivate

Erster Satz: Es gibt merkwürdige Menschen, die gern Sportunterricht haben.

Das Cover des Buches passt zum ersten Band und gefiel mir daher wieder gut. Die deutschen Cover sehen aus wie das Original, was ich klasse finde, denn nicht immer gefallen mir die meist so grundverschiedenen Cover von Büchern.

 

Ich habe mich auf den zweiten Teil sehr gefreut, da ich den ersten so mochte. Was mich zuerst enttäuscht hat: Die Phobien am Anfang der Kapitel mussten weichen. Zwar gibt es nun Elfentipps, aber ich mochte die Phobien und die kamen mir in Teil 2 deutlich zu kurz. Die ersten 50 Seiten kam ich nicht richtig in Fahrt, erst als Betty zum ersten Mal auftaucht, hatte ich wieder das Gefühl in der Geschichte zu sein. Ich mag den Charakter sehr. Leider kommt auch Betty zu kurz. Die Geschichte um Issie und Devyn erinnert einen immer noch daran, dass die Freunde auch noch ein ganz normales Leben haben und sich nicht alles um Elfen dreht. Auch Issie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Nick ist mir in einer Hinsicht total unsympathisch und das mag wohl an meinem eigenen Geschmack liegen, aber ich mag es einfach nicht, wenn ein Typ zu seiner Freundin ständig „Baby“ sagt. Da hat’s mich jedes mal geschüttelt. Astley ist mir sehr sympathisch rübergekommen und ich konnte Zara sehr verstehen, dass sie ihm immer mehr vertraut. Cassidy bringt eine neue Komponente in die Geschichte, die sicher noch im dritten Band ausgebaut wird. In diesem Teil passiert eine Sache, womit ich so gar nicht gerechnet habe, dass Zara sich dafür entscheidet, aber das will ich hier nicht weiter erläutern.

Alles in allem fand ich das Buch dennoch gut und ich bin gespannt, was im dritten Teil passiert. Ich hoffe das die Nebencharaktere dort wieder mehr Geltung bekommen und es zu einem würdigen Abschluss kommt.

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Erwacht

November 15


Erwacht: Band 1

Price: EUR 8,99


Taschenbuch: 480 Seiten

Autor: Jessica Shirvington

Verlag: cbt (18. April 2011)

ISBN-13: 978-3570380116

Originaltitel: Embrace

Erster Satz: (Kapitel 1) Geburtstage sind überhaupt nicht mein Ding.

Irgendwie gefiel mir das Mädel auf dem Cover, besser gesagt: ihr Lippenstift. Das es um Engel geht erkennt man gleich, aber ich frage mich immer noch was das tatoo am Oberarm mit der Hauptprota zu tun hat.

Kurzinhalt:

 

Diese Geschichte bereitet mir Kopfzerbrechen. Noch nie war ich so hin- und hergerissen. Es passiert so viel, dass es schwierig ist, alle Ereignisse wieder abzurufen.

Violet ist ein Mädchen, in dass ich mich nicht immer hineinversetzen konnte. Ihre Beziehung zu Lincoln finde ich schwierig. Sie ist seit zwei Jahren verliebt und verbringt mit ihm viel Zeit, lehnt sich sogar an ihn an, aber findet nicht die Gelegenheit ihm ihre Gefühle zu gestehen. Das ist leider eine Tatsache, die ich nicht nachvollziehen konnte. Der Anfang ist ein bisschen lang, was ich eigentlich mag, aber im Nachhinein hätte man da kürzen können. Die Ereignisse um Violets Geburtstag, an dem ihre engelhafte Seite erwacht kommen etwas zu schnell aufeinander. Lincoln und Griffin, der Anführer der Grigori, erklären ihr viel auf ein Mal und ich konnte als Leser nicht immer folgen. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass am Anfang mächtig überarbeitet wurde und hier und da etwas fehlte.

Lincoln, der Violets große heimliche Liebe ist, verschwindet nach ihrem Geburtstag viel zu plötzlich und dann muss man sich als Leser erst wieder an Phönix gewöhnen. Irgendwie mag ich Phoenix, denn er ist viel präsenter als Lincoln. Lincoln wirkt fasst wie eine Nebenfigur, so selten taucht er auf. Die Beziehung zwischen Violet und Phoenix konnte ich auch nicht ganz nachvollziehen.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Phoenix blendet sie, aber selbst als sie ihr erstes Mal mit ihm verbringt, ist ihr bewusst, dass sie an Lincoln denkt. Da frage ich mich als Leser: Warum gibt sie sich ihm hin?

Was ich absolut gut fand, obwohl es das Ganze in die Länge gezogen hat, waren die Zeiten in denen Violet sich Zeit genommen hatt. Ich finde es total realistisch, dass sie Lincoln erst mal nicht wiedersehen wollte, trozdem hätte er nicht ganz von der Bildfläche verschwinden sollen. Dass sie Phoenix vertraut, obwohl sie weiß, das er sie manipulieren kann, verstehe ich allerdings nicht.

Violet muss sich mit viel zu vielen Geheimnissen durchschlagen: die Grigori-Sache, das mysteriöse Kistchen ihrer Mutter, Phoenix und dann die Sache mit ihren Superfähigkeiten, die sie zu einer besonderen Grigori machen. Mir ist immer noch nicht alles klar und es bleiben viel zu viele Fragen offen, obwohl ich das Gefühl habe, dass versucht wurde, sie zu klären.

Erwacht ist der Anfang einer Reihe mit mehr als drei Teilen. Wenn ich darüber nachdenke, habe ich jetzt schon einen faden Beigeschmack, weil ich diese X-Mehrteiler Dinger nicht unbedingt mag. Aber wenn ich einmal eine Reihe anfange. lese ich sie auch weiter, denn der Autor hat sich ja sicherlich ein Gesamtkonzept gemacht.

Puh, hört sich alles nicht so dolle an, aber ich finde Erwacht gar nicht so doof. Da ich mit meinem Bewertungsystem keine halben Sterne vergeben kann, habe ich mich für vier entschieden, obwohl vier+ vergeben würde.

Auch wenn die Nebenfiguren die üblichen Stereotypen sind, hat sich die Autorin doch Mühe gegeben Violets Entwicklung darzustellen. Die Grundidee finde ich gut. Die Umsetzung hat Schwächen und sicher hätte man einen Zweiteiler aus dem Roman machen können. Ich bin dennoch gespannt, was mit der Geschichte passiert. Ob in den nächsten Teilen auch so viele Informationen kommen, oder ob sich mal Zeit genommen wird, eine Sache richtig zu erklären.

Eins hat Jessica Shirvington jedoch geschafft: Ich denke immer noch über die Geschichte nach und versuche alle Ereignisse zu fassen. Das ist vielleicht nicht ganz positiv, erzielt jedoch den Effekt, dass ich den Roman nicht so schnell vergesse.

:Wink:

 

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