Aisling Breith lesen, schreiben, hören

Touched – Die Macht der ewigen Liebe (Touched 3)

April 1


Gebundene Ausgabe:
  448 Seiten

Autor: Corrine Jackson

Übersetzer:   Heidi Lichtblau

Verlag: Thienemann Verlag

ISBN-13: 978-3522201667

Originaltitel: Touched – Ignited

 

Erster Satz: Ich verbarg mich in der mit Schatten bemalten Gasse und hoffte inständig, nicht in das getreten zu sein, dessen fauliger Gestank in die Nase stieg.

Ich habe diese Trilogie von Anfang an gemocht. „Touched“ ist eine gute Titelwahl. Die Idee mit Heilern und Beschützern, Remy als eher starken und sich wehrenden Charakter. Es war etwas anderes im Romantasy Genre. Zuert dachte ich, die Trilogie kommt zu spät auf den Markt, jetzt war ich froh nach all den Dystopien, New Adult und was es sonst noch gab, mal wieder richtig schön in Romantasy abzutauchen. Dabei fand ich die, in meinen Augen für amerikanische Stories übliche Dreiecksbeziehung, in keiner Weise langweilig oder nervig. Sie ist sogar sehr gut.

 

 
Idee: Wunderbar geht es hier auch noch mal um den ganzen Hintergrund zu Heilern und Beschützern. Das ist toll kombiniert mit der Dreiecksbeziehung, sodass mir die Gesamtidee für diesen Abschluss gut gefallen hat.

Plot: Es war überhaupt kein Problem, wieder in die Geschichte hineinzufinden. Die Autorin hat genügend Inhalte gestreut, die einem alles ins Gedächtnis zurückrufen. Ich finde es ist eine perfekte Balance zwischen den Teilen, in denen etwas passiert und eher rasant voranschreiten und den Teilen, die sich in den Zwischenmenschlichen Beziehungen verlieren. Das hat Corrine Jackson sehr gut hinbekommen. Besonders hat mir gefallen, dass es nicht mit der hochtrabenden Action geendet hat. Die gibt es zwar, aber danach folgt noch ein Teil, indem man erfährt wie Remy nun damit umgeht, was passiert ist und was aus den Charakteren wird. So wird man als Leser zufrieden zurückgelassen und schließt die Buchdeckel mit einem Lächeln.

Schreibstil: Ich empfand damals einen eindeutige Verbesserung zwischen Teil 1 und 2. Ich würde nun behaupten, Jackson hat das Niveau von Teil 2 beibehalten. Im Vergleich zu anderen Romanen sind mir teilweise eher verschachtelte Sätze aufgefallen, wie z.B. schon beim ersten Satz, aber das hat mich gar nicht gestört. Wunderbar ist natürlich wieder die Ich-Perspektive die meiner Meinung bei diesem Genre am besten ankommt. Die Autorin verliert sich dadurch manchmal in den Gedanken Remys, aber das ist etwas, was ich sehr mag, denn es muss nicht immer dauerhaft eine hohe Spannung aufgebaut sein.

Charaktere: Die Charaktere entwickeln sich weiter, sind aber nun im dritten Teil genug eingeführt worden. Remy macht natürlich noch mal einiges durch, lernt ihre Wurzeln kennen, einen Teil ihrer Familie und ebenso klärt sich ihre besondere Rolle, mit der sie zurecht kommen muss. Durch die intensiven Gedankengänge, die man als Leser begleitet, fühlt und leidet man mit ihr. Auch bei Asher gibt es eine Entwicklung, mit der man nicht rechnet. Ebenso gibt es ein Wiedersehen mit Gabriel. Die Beziehungen unter den drei Figuren haben mir sehr gut gefallen, da ich sie trotz des ganzen Fantasyaspektes sehr reell empfunden habe. Eine nicht immer einfache Beziehung, die aber im Gegensatz zu vielen anderen Geschichten unter den Umständen der Handlung nah an das reale Leben kommt. Die Figuren transportieren ganz klar, dass man manchmal einfach nicht anders kann. Dies spiegelt sich auch in der ganzen Interaktion zu Lucy, Lottie und Erin wieder. Alles in allem gut gezeichnete Charaktere, vor allem Remy, die eben keine „Bella“ ist, sondern viel Selbstbewusstsein mitbringt.

Hintergrund: Die Ganze Geschichte um die Beschützer und Heiler wird beleuchtet und löst sich auf. Das wünscht man sich zum Abschluss. Bei mir ist keine Frage offen geblieben.

Fazit: Wunderbar! Ganz nach meinem Geschmack. Nicht zu tiefgründig, nicht zu perfekt und mit einer ganz anderen Protagonistin. Leicht, zum schwärmen, zum Nachdenken und einfach nur zum Treiben lassen und genießen. Wer einen literarischen Erguss sucht, sollte lieber zu anderer Lektüre greifen. Mir hat diese Trilogie jedoch gut gefallen. Der Abschluss hinterlässt einen zufrieden. Die Geschichte ist beendet, obwohl sie Raum für Fortsetzungen hätte, aber das braucht es nicht. In meinen Augen perfekte Romantasy!

Für alle, die Twilight und Co. geliebt haben und sich in ähnlicher Weise wieder mit Leidenschaft in die Romantasy entführen lassen möchten.

 

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Touched – Die Schatten der Vergangenheit (Touched 2)

Februar 6



Autor:
Corrine Jackson

Originaltitel: Pushed

Übersetzer: Heidi Lichtblau

Erscheinungsdatum: 14.Januar 2013

ISBN-13: 978-3522201650

Verlag: Thienemann Verlag GmbH

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten

Klappentext:

 

Lange musste man warten, denn eigentlich sollte der zweite Teil schon seit Herbst erschienen sein. Ich habe mich sehr gefreut für das Warten belohnt zu werden, denn meiner Meinung ist dieser Teil der Trilogie besser als sein Auftakt.

 

Remy  hat heimlich nach ihrem Großvater gesucht und bekommt endlich eine Antwort auf die Anzeige, die sie dazu gestellt hat. Sie besucht ihn um den Mann kennenzulernen, vor dem ihre Mutter weglief. Sie verheimlicht Franc ihre Beschützerseite aus Angst vor seiner Reaktion. Als der sie in eine Siedlung von Heilerin führt, hofft Remy endgültig eine Lösung für ihr und Ashers Problem zu finden. Doch es ist nicht alles so harmonisch unter der Heilergemeinde. Der Hass auf die Beschützer macht Remy Angst. Den heimlich nachgereisten Asher kann sie nur heimlich treffen. Bis er entführt wird. Gabriel kommt ihr zur Hilfe und integriert sich undercover in die Heilergemeinde. Gemeinsam finden sie unfassbare Dinge heraus und plötzlich verstehen sie sich auch richtig gut. Wo ist Asher? Und was hat Franc damit zu tun?

 

Erster Satz: Track zwei auf Remy O‘Malleys iPod.

 

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Plot
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Idee: Mir gefällt es, dass Remy ihre Wurzeln kennenlernen möchte. Die Verstrickungen der Heilergemeinde mit ihrem Großvater und auch Gabriels Rolle sind sehr gut. Ich hatte keine genaue Vorstellung, wie sich die Geschichte fortsetzen konnte und bin positiv überrascht.

 

 

Plot: Es fängt gemächlich an, dafür gespickt mit nicht zu vielen Rückblenden, die das Geschehen des ersten Teils der Touched – Trilogie in Erinnerung rufen. Das hat mir richtig gut gefallen, vor allem weil nun doch einige Zeit vergangen war, seit ich den Auftakt las. Mir sind keine Plotlöcher aufgefallen und der Aufbau der Geschichte ist spannend und gut aufeinander abgestimmt. Corrine Jackson hat sich da zum Vorgänger sehr gesteigert. Ich hatte zwar recht schnell eine Ahnung vom Ende, aber dennoch konnte man beim Lesen die ganze Zeit grübeln, wo die Reise hingeht. Das hat richtig Spaß gemacht.

 

Schreibstil: Man merkt der Autorin das fortgeschrittene Studium an. Der Stil ist viel besser als im ersten Teil. Es gab zwar auch hier und da Wiederholungen, aber die sind durch Remys Gedanken bedingt. In diesem Fall finde ich dadurch die Nähe zu ihr greifbarer. Ihre Gefühle wirken echt und man nimmt ihre Achterbahnfahrt mit auf. Die Dialoge zwischen Remy und Gabriel haben mir sehr gut gefallen. Das hat die Autorin toll umgesetzt und somit Gabriel auch mehr Farbe verpasst.

 

Charaktere: Remy hat mir in der Fortsetzung viel besser gefallen. Frau Jackson wollte eine weibliche Figur schaffen, die stark und besonders ist. Das ist ihr sehr gelungen. Remy wächst über sich in diesem Teil hinaus. Sie wird mit ihren Fähigkeiten fertig und lernt sie besser zu kontrollieren. Was sie besonders sympathisch macht, ist die realistische Darstellung von dem, was in dem Mädchen vorgeht. Das Hin und Her, tiefe Trauer, Liebe, Skepsis und Neugierde. Ihr innerer Antrieb, eine gemeinsame Zukunft für sich und Asher zu sichern ist jederzeit präsent. Die Entscheidungen, die sie trifft, sind nicht immer logisch, was sie umso mehr authentischer macht. Ich bin wirklich gespannt, was Corrine Jackson noch aus ihr herausholt in der Fortsetzung.

 

Asher macht nicht so eine starke Entwicklung durch wie Remy und Gabriel. Aber ich mag ihn immer noch sehr gern. Seine Liebe für Remy ist unermesslich und hält ihn aufrecht.

 

Gabriel nimmt einen größeren Part ein und wird für die Handlung sehr wichtig. Da ich nicht spoilern möchte, versuche ich es zu umschreiben. Er hat seine arroganten Züge, die ihn aber auf eine Art und Weise attraktiv machen. Sein innerer Antrieb ist die Liebe zu Asher, die ihn sogar zu einer Zusammenarbeit mit Remy bringt. Im Laufe der Story lernt man aber auch seine weiche Seite kennen und auch Gabriel hat sich in mein Herz geschlichen.

 

Insgesamt hat die Autorin tolle Figuren geschaffen, ebenso auch die Nebencharaktere.

 

Hintergrund: Ein guter ausgefeilter Plot. Die Zusammenhänge der Figuren und der Handlung hat sie perfekt ineinandergestrickt. Zwar sind mir alle Hintergründe noch nicht klar, was die Heilergemeinde angeht, aber da mag ich auch wieder zu kompliziert denken. Da hätte ich gerne mehr gehabt.

 

Fazit: Ich bin total geflashed, da eine richtige Steigerung zum ersten Teil da ist. Wer eine starke weibliche Figur bevorzugt und sich schon in Teil eins in das Heilerinnen–Beschützer–Ding verliebt hat wird begeistert sein. Eine Zeit lang dachte ich, dass diese Trilogie eigentlich zu spät am Markt aufgetaucht ist, aber wenn es anderen nach vielen Dystopien, Zombies und Endzeitstimmung ähnlich wie mir geht, freut sich sicher auf diese romantisch–fantastische Abwechslung. Was ich am Auftakt noch bemängelt habe, ist verschwunden. Ich freue mich so sehr auf die Fortsetzung und hoffe auf einen abwechslungsreichen Handlungstrang der zu einer großartigen Auflösung führt.

 

 

Ein besonderes Extra am Schluss des Buches ist ein Interview mit der Autorin sowie Auszüge aus ihrer Playlist zu den ersten beiden Trilogieteilen. Das ist eine wirklich gute Idee und würde mir so etwas als Ausklang einer Geschichte öfter wünschen.

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Touched – Der Preis der Unsterblichkeit

Mai 21




Gebundene Ausgabe:  416 Seiten

Autor: Corrine Jackson

Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 2. (März 2012) (21. Februar 2012)

ISBN-13: 978-3522201575

Erster Satz: Okay, es wird gleich höllisch wehtun.

Aufmerksam geworden bin ich durch das Internet, und als wir dann auf der Leipziger Buchmesse bei einem Interview mit Thienemann darüber gesprochen haben, wurde ich neugierig.

 

 

Idee: Die Idee von Remy als Heilerin und Ashers passender Rolle fand ich richtig gut. Das war neu und ist ein bedeutender Punkt für mich, das Buch grundsätzlich als lesenswert zu bewerten.

Plot: Der Plot ist klassisch und ich musste mich nach den ersten Seiten ermahnen, nicht an Twilight und Co. zu denken. Viele Bücher in dem Genre fangen ähnlich an und haben ähnliche Charaktere. Wenn „Touched“ mein erster Roman in diesem Bereich gewesen wäre, hätte ich das nicht gedacht. Die Handlung ist also im Großen und Ganze vorhersehbar gewesen für mich. Zwischendurch gab es „langsamere“ Teile, was jedoch in einem rasanten und guten Schluss endete. Die Auflösung am Ende war für mich keine Überraschung mehr, denn dazu waren die Hinweise im Text leider zu eindeutig.

Schreibstil: Den Stil fand ich teilweise holprig, weil ich einige Stellen zwei Mal lesen musste. Aber das hat dem Ganzen keinen Abbruch getan, muss ich zugeben. Es gibt sicher bessere Stile, aber es ist ein Erstling und ich bin gespannt, wie sich Corrine Jackson noch weiterentwickelt. Gut gefallen haben mir die Szenen, wo es zur Sache ging und gekämpft wurde. Die waren flüssig zu lesen und sehr gut vorstellbar.

Charaktere: Remy ist schon anders als alle „Bellas“, aber dennoch meint man erst, sie sieht sich so. Allerdings verläuft sich das im Fortgang der Story. Remy hat eine harte Vergangenheit hinter sich und trägt dieses Geheimnis mit sich herum. Mir hat gut gefallen, dass sie anders ist. Härter als andere. Asher hingegen ist der typische Herzensbrecher Protagonist mit einer Ausnahme: Der Mann hat Bartwuchs.
Zumindest wird beschrieben, wenn er frisch rasiert ist oder ein paar Stoppeln hat. Ich habe mein Herz an ihn verloren, obwohl er dieser Schmachtyp ist. Denn eigentlich kann er auch nicht anders, denn diese Eigenschaft hat die Autorin geschickt durch seine Besonderheit eingefügt. Charlotte als Nebencharakter bekommt mein besonderes Augenmerk. Ich bin auf ihre Entwicklung gespannt. Dean, Remys Stiefvater ist auch sehr gut dargestellt und man muss ihn wirklich verabscheuen.
Hintergrund: Wirklich neu war für mich die Idee und Remys Vergangenheit. Ansonsten ist es eine typische Geschichte des Genres. Alles ist logisch aufgebaut und es entstehen keine Lücken. Auch die Idee ist gut durchdacht und die Geschichte gut darum aufgebaut. Was ich sehr positiv finde: Es ist kein Mythos oder Sage als Hintergrund zu finden, sondern gänzlich etwas Neues und Eigenes.

Fazit: Je länger ich über das Buch nachdenke, desto mehr mag ich es, was mich selbst verwundert. Meine anfänglichen Zweifel, wie ich es bewerten soll, schwinden dahin. Sicher, es ist nichts Neues vom Ablauf und vorhersehbar und am Anfang hatte man das Gefühl von Abgedroschenheit, aber dennoch hat es mich gepackt. Zuerst war es Asher, dann diese Andersartigkeit der Fähigkeiten und deren Beziehung zueinander. Jeder, der das Genre kennt, der muss die ein oder anderen Abstrich machen und versuchen unvoreingenommen zu lesen. Diejenigen, die jedoch kaum in dieser Richtung etwas gelesen haben, können sich auf eine romantisch schöne Geschichte freuen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die Fortsetzung.

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Interview mit Corrine Jackson mit Querytracker (in Auszügen)

Mai 21

Corrine JacksonIm Rahmen der Zusendung des Rezensionsexemplares von „Touched — Der Preis der Unsterblichkeit“ vom Thienemann Verlag, war auch folgendes Interview mit der Autorin Corrine Jackson beigefügt, dass ich euch nicht vorenthalten möchte.

Querytracker: Können Sie uns ein wenig über das Buch erzählen, um das sich die Agentur nun kümmern wird? Was hat Sie dazu inspiriert, es zu schreiben?

Corrine Jackson: Touched ist ein Jugendroman über Remy, einen Teenager, der daheim misshandelt wird und Menschen mittels Berührung heilen kann. Als der Vater, der den Kontakt zu ihr abgebrochen hatte, sie zu sich nimmt, muss sie sich in einer neuen Stadt mit seiner neuen Familie auseinandersetzen. Sie begegnet Asher Blackwell, einem Jugendlichen aus dem Ort, der ebenfalls über besondere Fertigkeiten verfügt, darunter auch die, Remys wachsende Fähigkeiten auf aufreizende Weise zu prüfen. Die Geheimnisse, die die beiden voreinander haben, könnten beide das Leben kosten.

Im November 2008 las ich ein paar Jugendromane, deren weibliche Hauptfiguren grundsätzlich auf einen Mann zu warten schienen, der sie rettete. Die klassische ,Jungfrau in Nöten‘. Ich sehnte mich nach Literatur über eine starke junge Frau, die Überlebenskünstlerin ist, eine, die andere rettet anstatt andersherum. Gleichzeitig wollte ich eine realistische HeIdin, fast schon eine HeIdin wider Willen. Dieses Mädchen hat durch ihre Familie Narben davongetragen, und ich wollte erforschen, wie schwierig es ist, genau die Menschen zu lieben, die einem den größten Schaden zugefügt haben. Und so wurde Touched geboren.

QT: Wie lange schreiben Sie schon?

CJ: So richtig ernsthaft seit ein paar Jahren, aber Kurzgeschichten habe ich auch schon im Grundschulalter geschrieben.

QT: Wie lange haben Sie an diesem Buch gearbeitet?

CJ: Die eigentliche Niederschrift ging ganz schnell. Im Dezember 2008 fing ich an und war im März 2009 fertig. Dann folgte die Überarbeitung, an der ich mehrere Monate saß.

QT: Hat es je eine Zeit gegeben, zu der Sie am liebsten aufgegeben hätten, und was hat Ihnen geholfen, dranzubleiben?

CJ: Ja, im Dezember. Das Manuskript wurde zwar achtmal angefordert, aber es schien sich nichts daraus zu entwickeln. User in den Foren von Absolute Write und die Freunde, die ich dort gefunden hatte, hörten nicht auf, mir zu schreiben, als ich aufgeben wollte. Außerdem war meine Familie fantastisch. Sie wusste, dass ich kämpfte, und sie überraschte mich zu Weihnachten mit zwei gebundenen Ausgaben meines Romans. Sie wollten mich daran erinnern, wie sehr sie an mich glaubten, und das hat auch geklappt.

QT: Ist Touched Ihr erstes Buch?

CJ: Ja.

QT: Haben Sie eine offizielle Schreibausbildung hinter sich?

CJ: Ich habe den Master-Grad in Englisch und bin dabei, einen Master of Fine Art in Kreativem Schreiben zu machen.

QT: Halten Sie beim Schreiben einen gewissen Zeitplan ein, oder haben dabei eine bestimmte Schreibroutine?

CJ: Neben dem Schreiben gehe ich einer Vollzeitbeschäftigung nach. Normalerweise arbeite ich acht bis zehn Stunden und mache mich dann zum hiesigen, rund um die Uhr geöffneten Starbucks auf, wo ich noch mal mehrere Stunden schreibe. Die Wochenenden sind gewöhnlich eine einzige Schreibveranstaltung. Als ich an Touched gearbeitet habe, habe ich an sieben Tagen in der Woche geschrieben. Es konnte mir gar nicht schnell genug gehen, die Geschichte fertig zu bekommen.

QT: Wie viele Male haben Sie Ihr Buch umgeschrieben/überarbeitet?

CJ: Wenn ich sowohl Finger, als auch Zehen benutze, kann ich sie alle zählen. Durchs Überarbeiten wird die Story besser.

QT: Hatten Sie Betaleser für Ihr Buch?

CJ: Natürlich! Jeder Leser geht anders an das Buch heran. Einige weisen auf Grammatikfehler hin, andere auf Probleme im Handlungsablauf, und wieder andere erzählen dir, was ihnen besonders gut gefallt. Eine Leserin las die Kapitel, sobald ich sie fertig hatte, und die Begeisterung dieser Leserin und ihr Hunger aufs nächste Kapitel hielt mich am Schreiben. Dann hatte ich auch Leser, die mich mit Fakten versorgten, als das Buch fertig geschrieben war und die Überarbeitung begann.

QT: Haben Sie zuvor einen Entwurf des Buches erarbeitet, oder haben Sie einfach losgelegt?

CJ: Die ersten 40, 50 Seiten habe ich ganz spontan geschrieben. Dann fing ich an, die Story in groben Zügen zu umreißen. Allerdings hielt ich mich nicht streng an diesen Entwurf In erster Linie half er mir dabei, die Übersicht über die Handlung zu behalten, doch lasse ich mir gern noch Platz für Überraschungen. Um den Überblick über die Fähigkeiten meines Helden und meiner HeIdin zu behalten, habe ich mir, als der Plot komplizierter wurde, mit Tabellen beholfen.

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