Starters
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten Autor: Lissa Price Verlag: IVI ISBN-13: 978-3492702638 Originaltitel: Starters Erster Satz: Enders machten mir Angst.
Kurzinhalt:
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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten Autor: Lissa Price Verlag: IVI ISBN-13: 978-3492702638 Originaltitel: Starters Erster Satz: Enders machten mir Angst.
Kurzinhalt:
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Autor: Beth Revis
Verlag: Dressler (August 2011)
ISBN-13: 978-3791516769
Originaltitel: Across the Universe
Erster Satz: “Lass Mom als Erste gehen”, sagte Dad.
Kurzinhalt:
Idee: Ich bin mit Star Wars und Raumschiff Enterprise groß geworden, habe sogar ein paar Folgen Raumpatroille Orion gesehen. Mich haben die weiten des Alls schon immer faziniert und deshalb finde ich die Idee der Geschichte total super. Ein neuartiges Setting im Bereich der Dystopien.
Plot: Sicher gab es Überraschungen, aber leider waren mir auch Dinge sehr schnell klar, die erst zum Ende aufgelöst wurden. Mir war der Plot teilweise zu vorhersehbar. Ich habe immer noch auf den Knaller am Schluss gewartet, und deshalb auch weitergelesen, aber den hatte ich dann doch vorhergesehen. Zumindest den Einen. Das mag vielleicht an all den vielen Science Fiction Serien/Filmen liegen, die ich schon gesehen habe und doch auch immer wiederkehrende Storylines haben. Aber abgesehen davon baut der Plot gut aufeinander auf und hinterlässt keine Lücken. Es gab dann doch auch eine Überraschung für mich zum Schluss. Natürlich endet die Geschichte in einem richtig guten Cliffhanger und man bekommt Lust, den zweiten Teil zu lesen.
Schreibstil: Als ich das Buch aufgeschlagen hatte, dachte ich: Toll, Perspektivenwechsel! Und dann: Super, Ich-Erzähler! Gleich zwei Faktoren die mich das Buch schnell und flüssig haben lesen lassen. Die Autorin spielt passend mit den Blickwinkeln aus Amys und Juniors Sicht und lässt sie rein von der Handlung her teilweise nahtlos ineinander übergehen. Leider habe ich nach den Lesepausen meist erst nicht gewusst, aus wessen Sicht die Autorin gerade erzählt. Sicher hätte eine deutlichere Differenzierung im Stil der Charaktere etwas geholfen.
Charaktere: Amy ist mir leider etwas zu ungreifbar geblieben. Stellenweise kommt sie mir zu gut mit der neuen Situation klar. Es ist schon deutlich, dass sie aus einer anderen Gegenwart kommt, aber ein bisschen mehr Tiefe hätte ihr nicht geschadet. Bei Junior gibt es leider eine Sache die ich nicht mag, aber die ist kosmetisch: Ich mag den Namen nicht. Ich finde ihn zwar von der Story her logisch und passend, aber für mich ist Junior kein Junior. Er wird gerade zum Mann, steht davor mehr und mehr der nächste Älteste zu werden und hat einen inneren Kampf auszutragen. Alles Punkte, bei denen sich mir alles sträubt, wenn ich seinen Namen lese. Definitiv konnte ich mich nicht in ihn verlieben. Dafür ist er ausgereifter als Amy. Auch die Nebenrollen sind nett und schön dargestellt, aber ausnahmsweise habe ich keinen Favoriten.
Hintergrund: Der Punkt den ich immer ganz kritisch sehe, wenn es um Dystopien geht. Wirklich gut gefallen hat mir vor allem die erste Szene, in der die Autorin ganz genau beschreibt, wie der Vorgang des Einfrierens von statten geht. Aber mir bleiben Fragen offen:
Warum lässt der Älteste Amy einfach so frei herumlaufen, obwohl er in ihr eine so große Gefahr sieht? Das hat mich gleich am Anfang gestört, weil ich es so unlogisch finde. Wie ist das mit den Technikern? Warum nehmen sie alles so hin? Bekommen sie denn auch Phydus, die ins Wasser gemischte Droge? Aber können sie dann noch forschen? das Technikdeck blieb mir sowieso viel zu sehr aussen vor. Wenn ich im Maschinenraum arbeiten würde und vom defekten Antrieb wüsste, würde ich Amok laufen. Ich konnte leider auch nicht die Größe des Schiffes fassen. Warum gibt es eine gebaute Stadt? Müsste es nicht feste Unterkünfte geben? Kann man 300 Jahre lang den Acker bestellen, der sich in einem Raumschiff befindet? Ganz ehrlich fand ich die Vorstellung des Versorgerdecks viel zu unrealistisch. Zumindest für meine Raumschiffvorstellungen. Über 2000 monoehtnische Menschen? Wie das geht, klärt Beth Revis hoffentlich noch. Menschen, die freiwillig auf ein Raumschiff als Versorger anheuern, obwohl es eine Reise ohne Wiederkehr ist?
Allerdings finde ich es schon interessant, wie so ein Leben auf einem Raumschiff vor sich gehen kann. Gut fand ich, dass sich die Technik weiterentwickelt. Aber ich werde mich gerne noch überraschen lassen, was in den anderen Teilen noch so passiert und die Autorin die Welt angelegt hat.
Fazit: Schön auf einer Reise durchs All mitgenommen zu werden. Für mich war Godspeed nicht der Oberknüller, aber schlecht war es auch nicht und ich werde sicher die anderen Teile nicht nur lesen, weil ich grundsätzlich Trilogien immer komplett lese, sondern auch, um herauszufinden, wie Amy und Junior die neue Situation am Schluss meistern und was zwischen den beiden noch passiert. Ausserdem denke ich, das die Autorin das Potenzial ihre Idee noch viel weiter ausschöpfen kann.
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten Autor: Katie Kacvinsky Verlag: Bastei Lübbe (Boje); Auflage: 5 (16. Dezember 2011) ISBN-13: 978-3414823007 Originaltitel: Awaken
Erster Satz: An meinem 17. Geburtstag schenkte meine Mutter mir ein altes, in Leder gebundenes Taschenbuch. Kurzinhalt:
Plot: Im Grunde lassen sich die wichtigen Wegpunkte kurz zusammenfassen und so bin ich eigentlich zu dem Schluss gekommen, dass eigentlich nicht viel Handlung passiert. Es gibt Szenen und Stellen in dem Buch, die nicht unbedingt zum fortschreiten der Handlung beitragen. Man hätte gut kürzen können, aber mir persönlich hat es trotzdem gefallen. So konnte ich Maddies Handeln viel besser nachvollziehen und, da ich mich in Justin verliebt habe, auch mehr von ihm genießen. Ansich ist der Plot gut durchdacht und schlüssig.
Schreibstil: Geschrieben ist in Ich-Perspektive, was mir natürlich wieder super gefallen hat. Hier und da werden Maddies Tagebucheinträge eingefügt, was nicht nötig war, aber auch nicht gestört hat. Mir fiel es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Charaktere: Maddie und Justin sind mir ans Herz gewachsen. Die beiden könne so herrlich sarkastisch sein und die Autorin hat ihnen wunderbare Dialoge geschenkt. Man kann ihr Handeln nachvollziehen. Zwar neigt Justin ein bischen zu einen Supertyp, aber das hat mich nicht gestört. Maddie schwärmt zwar etwas übertrieben für ihn, aber auch dass verzeihe ich dieser Story. Auch Maddies Eltern und Justins “Familie” kommen gut rüber.
Hintergrund: Tja, das wird schwierig. Im Grunde glaube ich, dass wir jetzt schon mit einer Vielzahl von virtuellen Existenzen leben, denn man kann sich im Netz so wunderbar selbst darstellen, nach eigenen Wünschen. Nicht wenige haben mehrere Accounts und auch ich kann mich nicht davon freisprechen, in den üblichen sozialen Netzwerken vertreten zu sein.
Das es nur noch Plastikbäume und Wiesen geben soll, finde ich unrealistisch und hätte das als Betaleser sicher angemeckert. Das Autos auf der einen Seite illegal sein sollen, auf der anderen Seit jedoch auch hier und da noch benutzt werden, fand ich komisch. gibt es in Zukunft noch Autos, wenn auch mit alternativen Energien. Die Einführung der Pflicht für die Digital School innerhalb eines Tages fand ich zu schnell.
Fazit:
Das Buch lässt einen Nachdenken. Ich selbst habe mal drei Wochen nahezu “unplugged”, ohne Elektronik und alle Annehmlichkeiten unseres westlichen Lebens gelebt. Was macht uns als Menschen wirklich aus und was macht die digitale Welt mit uns? Was ist wirklich wichtig? Mir kommt es so vor, als hätte die Autorin genau das eingefangen, was ich in meinen drei Wochen Auszeit erlebt habe: Freiheit ist wohl das höchste Gut. Die Welt wirklich zu fühlen und zu schmecken und Unterhaltungen mit echten Menschen zu führen macht das Leben wirklich bunt. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte noch weiter entwickelt. Auch wenn hier und da einige Länge da waren, einige Ungereimtheiten, hat mich die Story mitgezogen und ich könnte das Buch durchaus ein zweite Mal lesen.
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (November 2011)
Autor: Lauren Oliver
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3551582324
Originaltitel: Delirium
Erster Satz: Es ist jetzt vierundsechzig Jahre her, dass der Präsident und das Konsortium die Liebe als Krankheit identifiziert haben, und vor dreiundvierzig Jahren haben die Wissenschaftler das Heilmittel entwickelt.
Kurzinhalt:
Neben dem schönen Cover (Ich mag das rot und das Wort “Liebe” überall) hat mich das Thema sofort gepackt. Eine Welt in der Liebe eine Krankheit ist. All die Symptome, die Lauren Oliver in ihrem Buch mit Armor deliria nervosa verbindet, hat man definitiv, wenn man verliebt und die Ähnlichkeit zu einer Krankheit ist sofort naheliegend.
Mit achtzehn unterzieht sich jeder Bürger im sicheren, überwachten und gesäuberten Amerika der Zukunft einem Eingriff, nachdem man nicht mehr an Liebe leiden kann. Man bekommt einen Partner zugeteilt und es wird vorgeschrieben, wieviele Kinder man bekommen darf. Das scheinbar perfekte System gibt vor welche Musik gehört und welche Texte gelesen werden dürfen. Jeder ist sicher im Elektrozaun umgebenen Portland. Lena freut sich auf ihren Eingriff. Endlich keine Angst mehr vor der Krankheit haben zu müssen. Geheilt zu sein. Den Blicken zu entfliehen, denn ihre Mutter galt nach dem dritten Eingriff immer noch als ungeheilt und nahm sich das Leben. Ein Makel, mit dem sie und ihre Familie leben muss. Bei ihrer Evaluierung, einem Test, nachdem ihr ein Partner und berufliche Laufbahn zugeteilt wird, passiert ein aufstänlerische Zwischenfall. Dabei sieht sie zum ersten Mal Alex. Ihre Wege kreuzen sich mehrmals und schon bald bemerkt Lena erste Symptome der Krankheit. Sie erlebt den Sommer ihres Lebens, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.
Dieses Buch wurde so kontrovers bewertet, das ich mir bei dem Gedanken, welche Wertung ich gebe, selbst ins schwanken geriet. Also stellte ich mir ein paar Fragen:
Wie gefällt mir der Plot? Mir gefiel er im Gunde gut, aber ich mag langsame Anfänge. Denn es passiert nicht gleich etwas, sondern man hängt erst mal sehr in Lenas Welt. Man bekommt einen guten Eindruck davon, wie dieses System funktioniert und wie ein Mensch, der damit aufgewachsen ist, denkt. Die Wendung in Lenas Charakter beginnt langsam und ist vollkommen nachvollziehbar. Was für manche zu langweilig scheinen mag, fand ich hier gut, denn ich habe Lenas Umdenken, die ganze Entwicklung dahin, voll abgenommen. Zum Schluss hin passiert dann doch noch etwas Action. Das Ende ist offen, ein gemeiner Cliffhänger, denn man möchte wissen wie es weitergeht. Für den Plot würde ich fünf Sterne geben.
Wie gefallen mir die Charaktere? Lena bekommt man durch die Ich-Perspektive voll mit und sie ist meiner Meinung sehr gelungen. Alex ist nicht der superduper Wundertyp, aber gerade das finde ich toll an ihm. Er ist authentisch. Hana, Lenas beste Freundin ist total gut gelungen, aber leider gibt es einen langen Teil im Buch, wo sie an Präsenz verliert. Die Familienmitglieder von Lena sind mal mehr und mal weniger da. Carol, ihre Tante wirkt ganz unscheinbar, als hätte sie keinen besonderen Charakter, was einem die Folgen des Eingriffs näher bringt. Für die Charaktere würde ich auch fünf Punkte geben.
Wie gefällt mir der Hintergrund? Wie bei allen Zukunftsszenarien, sei es Buch, Hörspiel oder Film, gucke ich genau auf den Hintergrund. Natürlich verzeihe ich Makel, aber ich will halt wissen, ob sich der Autor Gedanken gemacht hat. Bei Delirium ist mir der Zeitraum ein bischen negativ aufgefallen und den nehme ich der Geschichte einfach nicht ab. Das Zeitfenster könnt ihr aus dem ersten Satz entnehmen. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt: Wo sind denn all die, die noch die Zeit vor dem Heilmittel miterlebt haben. Haben alle die neue Religionsordnung aus Glaube und Wissenschaft so schnell hingenommen? Ist das Zeitfenster für eine derartige Systemumstellung nicht zu klein? Gerade wenn es um Liebe geht, denkt man doch, dass es einen großen Wiederstand gegeben haben muss. Das wirklich so viele sich freiwillig gemeldet haben, konnte ich einfach nicht glauben. Für den Hintergrund würde ich drei Sterne geben.
Wie gut konnte ich mir die Welt vorstellen? Stellenweise habe ich darüber wirklich nachgedacht. Es gibt Handys, Computer, aber nicht für jeden. Autos sind absoluter Luxus. Es gibt strenge Regeln, aber dennoch scheint es auch viel Freiheit zu geben. Ehrlich gesagt konnte ich mir zwar einzelnen Schauplätze richtig gut vorstellen, da hat mich Lauren Olivers Stil voll überzeugt, aber diese gesamte Welt konnte eich nicht ganz greifen. Wie modern oder unmodern sie ist. Das hat mir zwar persönlich der Geschichte keinen Abbruch getan, dennoch würde ich nur vier Sterne geben.
Wie hat Dir der Stil gefallen? Absolut schöner Schreibstil. Ich habe ihn genossen. Vor allem die Bildersprache, die die Autorin benutzt hat. Passend zu den wichtigen Szenen. Allerdings habe ich auch zwischendurch den Gedanken gehabt: War klar, jetzt kommt wieder sowas, aber trotzdem hat mir die Sprache gefallen. Sehr gut fand ich auch den Beginn jedes Kapitels mit Versen, Gedichten und Zeilen aus dem Buch Psst(sowas wie die Bibel da). Das hat einen näher an die Geschichte gebracht. Das Buch hatte schon diese magische Anziehungskraft, das nicht-weglegen-Gefühl. Es war so einfach und schnell zu lesen. Sechs Sterne.
Ergibt summasummarum: fünf Sterne.
Kritikpunkt:
Was mich manchmal verwirrt hat waren Reaktionen. Im Grunde wirken die Menschen größtenteils Gefühllos, wenn sie geheilt sind, aber dann wird doch mal gelacht oder eine Regung gezeigt, auch wenn es Nervosität ist. Das finde ich schwierig, denn wenn so ein starken Gefühl wie Liebe ausgeschaltet ist, können meiner Meinung andere Gefühlsregungen auch nur schwer darstellbar sein.
Alles in allem freue ich mich sehr auf die Fortsetzung und was die Autorin weiter aus der Thematik macht.