Aisling Breith lesen, schreiben, hören

Crossfire – Erfüllung (Crossfire 3)

August 13



Autor:
Sylvia Day

Originaltitel: Entwined With You

Übersetzer: Nicole Hölsken, Jens Plassman

Erscheinungsdatum: 8. Juli 2013

ISBN-13: 978-3453545601

Verlag: Heyne Verlag

Taschenbuch: 480 Seiten

 

Rezension ab 18!

Klappentext:

 

Nachdem ich den ersten Teil von „Crossfire“ mochte, der zweite mich aber enttäuschte und moralisch Gewissensbisse aufkommen ließ, hoffte ich bei Teil drei wieder auf Besserung. Ich erfuhr dann leider noch vom Aufstocken der Trilogie zu einem Fünfteiler und frage mich wirklich, wie weit das Thema ausgereizt werden soll.

Gideon und Eva sind offiziell getrennt, um jeden möglichen Verdacht auf Gideons Schuld abzuwenden. Doch sie können nicht ohne einander und so zieht Gideon in die Wohnung auf dem Korridor gegenüber. Evas Doppelleben nimmt seinen Lauf. Gerne verbringt sie Zeit mit Gideon, hat aber ebenso ein schlechtes Gewissen Cary gegenüber, das sie ihrem besten Freund nicht die Wahrheit erzählen kann. Der Verdacht, wer Nathan ermordet haben könnte, wird auf eine andere Person projiziert. Gideon und Eva können aufatmen und dennoch geht Eva alles zu schnell in der Beziehung. Gideon lässt nicht locker, mit ihr den nächsten Schritt zu gehen. Werden die beiden heiraten?

Erster Satz: New Yorker Taxifahrer sind sehr speziell.

VN:F [1.9.22_1171]
Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 2.4/6 (1 vote cast)

Idee: Im Grunde finde ich hinter dieser Story keine Idee. Ich frage mich immer noch, um was es eigentlich ging. Da hilft selbst der kleine Anflug von Mafia im Hintergrund nicht.

Plot: Ich bin so enttäuscht. Für mich ist dieses Buch eine Aneinanderreihung von Alltagsgeschehen Gideons und Evas, wie man es kennt und Sexszenen der beiden. Dabei hat die Autorin leider nicht mal neue Ideen. Man merkt dem Buch an, dass plötzlich von einem geplanten Dreiteiler auf einen Fünfteiler umgeschwenkt wurde. Muss das sein? Eva arbeitet, Gideon ebenfalls und gibt sein Geld in Unmengen aus um in Evas Nähe zu sein.

Selbst die erotischen Szenen mag ich nicht mehr als das bezeichnen. Das ist nur noch Sex, und zwar im Ablauf immer in der gleichen Reihenfolge. Mich langweilt das und diese ewigen ekstatischen Übertreibungen machen die Sache unglaubwürdig. Warum gönnt die Autorin den beiden nicht mal mehr Zeit? Alles ist immer so extrem und superlativ dargestellt. Ich mag das ja, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt und wenn die Geschichte nur noch daraus besteht, wird das langweilig.

Meiner Meinung fehlen diesem Plot die „Ups“ und „Downs“. Wirklich Spannung wird nicht aufgebaut.

Schreibstil: Immer noch Ich-Perspektive und immer noch leicht zu lesen. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die gleiche Wortwahl, vor allem bei den erotischen Szenen. Das Wort „Engel“ haftet mir jetzt leider negativ an. Das ist zum einen persönlich, da ich mich nie von einem Mann so nennen lassen würde, zum anderen tritt es in einer unangenehmen Häufigkeit auf. Gideon nennt sie ja schon gar nicht mehr Eva. Leider haben mir die  erotischen Szenen nun auch nicht mehr gefallen, da sie viel zu schnell abgehandelt wurden. 

 

Charaktere: Viel verändert haben sich Gideon und Eva nicht. Selbst Cary konnte mich nicht mehr überzeugen.

Gideon und Eva sind mir zu extrem. Auf der einen Seite wollen sie vorsichtig sein und jeglichen Verdacht von Gideon weisen, auf der anderen Seite „wohnen“ sie zusammen in der Wohnung, die er nach ihrer beider Geschmack zusammengestellt hat. So was finde ich unglaubwürdig. Als ob niemand davon Wind bekommen würde. Eva verabredet sich mit dem Ex, obwohl sie weiß, das der noch was von ihr will und Gideon vor Eifersucht zerfließt. Das ist unglaubwürdig, selbst für einen naiven Charakter. Leider wird Eva immer naiver, zumindest empfinde ich es so.

Ich hätte mir mehr Entwicklung gewünscht, als das ewige Verletzen, Verzeihen und leidenschaftliche Bettgeschehen.

Hintergrund: Ich frage mich immer noch, ob Menschen, selbst wenn sie fiktiv sind, bei so einer Vergangenheit in der Art handeln. Das ist leider was mich an Gideon, Eva und Cary stört und ich für mäßig recherchiert halte. Die sexuellen Höchstleistungen stelle ich auch mal wieder dahin. Sicher ist das bei solch einem Genre in gewisser Weise zu erwarten, dennoch könnte es für meinen Geschmack etwas ruhiger und „normaler“ zugehen. Nicht jeder kann ständig und bekommt mehrere Orgasmen hintereinander.

Fazit: Leider keine Steigerung zu Teil 2 und für mich das Aus für diese Reihe. Vielleicht höre ich mir die Fortsetzung als Hörbuch an. Leider bin ich nicht mehr sonderlich interessiert an Gideon und Eva. Schade.

Für alle, die Teil 2 noch gut fanden und damit leben können das nicht so viel passiert.

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 2.0/6 (1 vote cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Crossfire – Offenbahrung (Crossfire 2)

Mai 29



Autor:
Sylvia Day

Originaltitel:Reflected in You

Übersetzer: Jens Plassmann, Marie Rahn

Erscheinungsdatum: 11. März 2013

ISBN-13: 978-3453545595

Verlag: Heyne

Taschenbuch: 416 Seiten

Rezension ab 18!

Klappentext:

 

Ich war vom Auftakt der Trilogie begeistert und so musste natürlich auch Band 2 der Crossfire – Trilogie her. Leider war die Geschichte etwas enttäuschend, aber ich bleibe neugierig.

Eva und Gideon lieben sich, vertrauen sich jedoch nicht. Wärend er immer mehr Kontrolle möche und seine Augen überall zu sein scheinen, möche Eva ihre Freiheit wahren und auch ein „normales“ Leben führen. Er verschließt sich vor ihr, was Eva als grauenvoll empfindet. Wenn sie doch die Richtige ist, warum spricht er nicht mit ihr? Sie versucht alles, fährt die Waffen einer Frau zur Genüge aus und dennoch macht Gideon Dinge, die an seiner Liebe zweifeln lassen. Bändelt er wirklich wieder mit seiner Ex an? Und warum schleicht er sich nachts in Evas Bett und raubt ihr den Schlaf, wenn sie  sichern ist, dass Gideon Eva nicht mehr begehrt?

Erster Satz: Ich liebte New York mit einer verrückten Leidenschaft, die ich sonst nur für eine einzige Sache in meinem Leben empfand.

VN:R_U [1.9.22_1171]
Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 3.4/6 (1 vote cast)

Idee: Irgendwie ist es ja nicht neu. Ich mag ja solche Geschichten, wo der superreiche Typ mit dem jungen hübschen Mädchen anbändelt, aber wieder dieser Konflikt mit der ach so bitteren Vergangenheit? Nicht sehr originell.

Plot: Dieses Buch hat etwas, was nach meiner Meinung viele zweite Teile haben. Es wirkt ein wenig wie ein Lückenfüller. Die Autorin reizt das ständige Hin und Her der Beziehung, des Vertrauens und Nichtvertrauens zu sehr aus. Es gibt immer wieder Ups und Downs, die meist nicht wirklich gelöst  und in Sex ertränkt werden. Für meinen Geschmack hätten zwei bis drei liebevollere Erotikszenen dabei sein können. Um der Handlung Würze zu geben, hat Frau Day einen Verflossenen aus Evas Vergangenheit dazu genommen. Das wirkt etwas unbeholfen, zumal ich diese Vergangenheit irgendwie nicht wirklich zu Eva passend fand. Das Ende finde ich moralisch fragwürdig. Ich mochte es nicht und kann trotz aller Widrigkeiten nicht nachvollziehen, wieso es so extrem sein musste.

Schreibstil: Einfach zu lesen, wie auch schon beim Auftaktband. Locker leicht und für dieses Genre gut. Wieder wird in der Ich-Perspektive erzählt, was ich gerne mag. Gut gefallen haben mir  die erotischen Szenen, die direkt sind, aber nicht billig.

Charaktere: Definitiv ist der Nebencharakter Cary meine Lieblingsfigur. Leider haben mich Eva und Gideon etwas genervt.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Anstatt miteinander klar zu reden, hängt Eva ihren Gedanken nach und ist sauer, schläft aber trotzdem mit Gideon. Der schweigt auf Teufel komm raus, um ihr dann doch seine Vergangenheit zu erzählen.

Gideon ist zu blass und zu schweigsam in diesem Teil. Er besticht durch seine erotischen Fähigkeiten. Es gibt Momente, bei denen er ganz „normal“ ist, aber insgesamt hätte ich mir mehr von ihm erwünscht. Sein Handeln am Schluss konnte ich zwar verstehen, aber moralisch nicht nachvollziehen. Ich finde diese Haltung nicht gut und sehe sie in einem solchen Roman kritisch. Ebenso Evas Reaktion darauf.

Eva hat für meine Begriffe einen Rückschritt gemacht. Sie gibt viel zu schnell nach und lässt sich durch Gideons erotische Ausstrahlung zu sehr von der Realität wegziehen und ihre Ziele vergessen. Ich hatte erwartet, dass sie hartnäckiger ist.

Sicher erwarte ich solch überspitzte Figuren, aber in Anbetracht des Hintergrundes der Charaktere, wage ich an der Authentizität ihres Handelns zu zweifeln. Das passt nicht ganz zusammen und wirkt für mich wie ein absolut gestelltes Drama.

Ich hoffe, dass diese Rückschritte der Charaktere eher ein Hinweis auf ein tolles Finale der Trilogie sind, indem sie sich nach vorne entwickeln und den Ansätzen von Teil eins gerecht werden.

Hintergrund: Wie schon im ersten Teil finde ich den Hintergrund fragwürdig. Die erotischen Leistungen, zu denen die Beiden Fähig sind, stelle ich hier doch ein wenig infrage. Aber ich mag die Kulisse New York und finde sie gut in Szene gesetzt.

Fazit: Schwächer als Teil eins und dennoch möchte ich wissen, wie es weitergeht, wie die Charaktere sich entwickeln und mit Gideons Geständnis am Schluss des zweiten Teils umgehen. Ich hoffe einfach, dass es mit dem zweiten Band dieser Trilogie so wie mit vielen anderen ist: Ein Füller, der nicht an den ersten Band heranreicht, aber eine nötige Brücke zum hoffentlich tollen Finale schlägt.

 

VN:R_U [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 3.0/6 (1 vote cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Crossfire

Januar 25



Autor:
Sylvia Day

Originaltitel: Bared to You

Übersetzer: Eva MalschNicole Hölsken

Erscheinungsdatum: 14. Januar 2013

ISBN-13: 978-3453545588

Verlag: Heyne Verlag

Taschenbuch: 416 Seiten

Rezension ab 18!

Klappentext:

 

Crossfire erinnert natürlich sofort an Shades of Grey. Das Cover hat viel Ähnlichkeit zu der englischen Ausgabe von Shades of Grey und auch der Klappentext lässt eine ähnliche Geschichte vermuten. Genau deshalb hatte ich Lust es zu lesen. Eine tolle erotische Story, in der man BDSM vermisst, was aber überhaupt nicht schlimm ist.

Eva lernt auf ihrer neuen Arbeit Gideon Cross kennen. „Der“ junge, reiche und attraktive Multimillionär schlechthin. Immer wieder läuft sie ihm über den Weg und sträubt sich zunächst gegen seine offenen und direkten Avancen. Sie plagen die eigenen dunklen Schatten ihrer frühen Jugend. Dennoch spürt sie unglaubliches Verlangen und schlussendlich gibt sie den Signalen ihres Körpers nach und lässt sich auf Gideon ein. Auf seinen Körper, seine Lust und auf seine dunkle und gefährliche Seite. Schafft Eva es, Gideon zu binden und seine erste richtig offizielle Freundin zu werden?

Erster Satz: „Lass uns ’ne Bar suchen und feiern gehen.“

VN:R_U [1.9.22_1171]
Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.3/6 (1 vote cast)

Idee:
Die Idee erinnert an Schades of Grey und ist nicht neu und deshalb gibt es nicht so viele Punkte. Aber ich stehe auf diese Reicher–Kerl–begehrt–das–Mädchen–Story.

Plot: Hm, bis die ersten pikanten Szenen kommen, muss man sich schon gedulden, dann kommen sie aber öfter in nicht zu großen und nicht zu kleinen Abständen. Ansonsten baut sich die Handlung nach und nach auf. Langsam merken die beiden Hauptprotagonisten, wie sie zueinanderstehen und was sie sich bedeuten. Was mir sehr gut gefallen hat, dass der Leser nicht sofort erfährt, welche Vergangenheit Eva mit sich trägt. Es gibt es Höhen und Tiefen und die Handlung wird nicht langweilig, allerdings fehlte mir zum Schluss ein richtiger Höhepunkt. Es gibt zwar ein Schlussszenario, aber da es so viele emotionale Stellen bis dahin gibt, stach es für mich nicht so hervor, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber es gibt ja noch Fortsetzungen, weshalb ich diesen Umstand verschmerze.

Schreibstil: Definitiv hatte ich einen Lesesog, was nicht zuletzt daran lag, dass der Text einfach zu lesen ist. Es wird aus der Ich-Perspektive Evas erzählt, was ich gerne mag. Mir sind die häufigen Wiederholungen aufgefallen und würde mir wünschen, dass in den Folgebänden ein paar mehr Synonyme gefunden werden. Es nervt zwar nicht, aber es ist mir eben aufgefallen. Dennoch ein schöner Stil. Ich hatte das Buch in kürzester Zeit durch und bei einer Story dieses Genre freut mich so ein locker, leichter Text immer.

Charaktere: Eva trägt ihre eigene Vergangenheit mit sich herum. Die ist alles andere als schön gewesen. Da ich nicht spoilern möchte, werde ich nicht näher darauf eingehen. Allerdings finde ich ihre Haltung zum Sex deshalb etwas fragwürdig. Da hätte ich viel mehr Zurückhaltung erwartet. Mir hat aber ihre impulsive Art und das mitunter unlogische Handeln sehr gefallen. Das hat sie sympathisch gemacht. Sie ist ein starker Charakter, der sich von Gideon dennoch dominieren lässt. Außerdem ist sie nicht das arme Mädchen in finanzieller Hinsicht. Sie hat Geld auf einem Konto, was sie nicht anrührt, und will auf eigenen Füßen stehen. Deshalb hängt sie sich auch so in ihren Job rein. Das steht einem weiblichen Charakter in diesem Genre meiner Meinung nach sehr gut. Ich mag Eva, weil sie auch mal so herrlich normalen Dingen nachgeht und auch diese in ihrer Beziehung sieht (z. B. Zähneputzen).

Gideon ist dominant, aber nicht dem BDSM verfallen. Seine direkte Art mag ich sehr und was natürlich für mich schön war: ein männlicher Charakter mit langen Haaren. Er hat auch seine Vergangenheit, von der man im Laufe der Handlung etwas erahnen kann, aber ich denke genauer wird es in der Fortsetzung thematisiert. Er macht eine starke Entwicklung durch, da Eva ihn aus der Reserve holt und über seine Grenzen hinweg lockt.

Als Nebencharakter ist Evas bisexueller Freund Cary zu nennen. Eine Figur zum gerne haben. Vor allem sein Schwanken zwischen den Geschlechtern gibt ihm das gewisse Etwas.

Hintergrund: Ob sich Menschen mit einer solchen Vergangenheit wie Eva so verhalten, mag dahingestellt sein. Ich bin mir nicht sicher, ob in der Hinsicht genügend recherchiert wurde. Was mir jedoch sehr gut gefallen hat, waren diese Kleinigkeiten des alltäglichen Lebens, sodass man das Gefühl hatte, mit Eva in New York zu sein. Die erotischen Szenen sind sehr detailliert beschrieben, sinnlich und schön zu lesen. Sicher wird auch hier und da übertrieben, aber mir haben sie gefallen.

Fazit:
Trotz der vielen Parallelen ein tolles Buch. Mich stört das auch nicht, denn aus einer Idee können viele Geschichten entstehen. Wem 80Days zu krass war und auch in Shades of Grey den Sex zu heftig fand, aber die Liebesgeschichte mochte, sollte Crossfire zur Hand nehmen. Es trieft zwar vor Schmalz, aber es ist genau so was, was „Frau“ doch manchmal braucht. Der Sex ist ungestüm und direkt, aber kommt ohne Hilfsmittel und Gewalt aus. Ich freue mich jedenfalls auf die Fortsetzung.

 

VN:R_U [1.9.22_1171]
Bewertung
Rating: 4.0/6 (1 vote cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)
Abonnieren Sie Aisling Breith per E-Mail

Featuring Recent Posts WordPress Widget development by YD