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Enders (Starters 2)

Juni 15



Autor:
Lissa Price

Originaltitel:Enders

Übersetzer: Birgit Reß-Bohusch

Erscheinungsdatum: 14. Mai 2013

ISBN-13: 978-3492702645

Verlag: ivi

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten

Klappentext:

 

Wieder eine Dilogie die ich sehr mag. „Starters“ hatte mich allein schon vom Cover angesprochen und umso mehr überrascht. Sehr passen dazu ist das Cover von „Enders“, was ich natürlich lesen musste, um endlich zu erfahren, wer der „Old Man“ ist.

Gerade mal zwei Wochen sind seit Abriss der Bodybank vergangen. Callie muss sich jedoch immer noch damit rumplagen, dass ihr Widersacher ständig über den Chip Kontakt aufnimmt. Der „Old Man“ setzt sie unter Druck und droht einen Chipträger nach dem anderen umzubringen, wenn  Callie seinen Befehlen nicht folgt. Doch als sie endlich einlenkt und zu ihm geht, wird sie zuvor abgefangen. Hyden, ein Junge ihres Alters, der zudem ein Genie ist, entpuppt sich als neuer Mitstreiter um den Kampf gegen den „Old Man“ und für einen freien Körper.

Erster Satz: Als ich mit der Hand über meinen Hinterkopf strich, hätte ich schwören können, dass ich den Chip unter der Haut spürte.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.9/6 (1 vote cast)

Idee: Die Idee mit der Bodybank und dem Körpertausch hat mit schon beim ersten Teil gefallen. In der Fortsetzung wird das Thema aufgegriffen und mit verschachtelten Figurkonstellationen gespickt.

Plot: Im Grunde müsste ich das Buch nochmal lesen, um auf die ganzen Feinheiten und Hinweise zu achten, die am Schluss aufgelöst werden. Viel Verschnaufpause lässt Lissa Price ihre Hauptprotagonistin nicht und stürzt sie gleich wieder in das Machtspiel des „Old Man“. Dabei fand ich es geschickt gelöst, wie die Autorin am Anfang die Erinnerung an den ersten Teil aufgefrischt hat. So fällt einem der nahtlose Übergang nicht schwer. Man muss nur wirklich aufpassen, bei den ganzen Irrungen im Verlauf der Geschichte. Leider müsste man zu viel spoilern, wenn ich darauf näher eingehen würde. Einiges konnte ich recht früh erahnen, aber das muss nicht für jeden Leser so gelten.

Schreibstil:  Ich-Perspektive im Präteritum! Ich liebe es. Ich finde nicht, dass eine nennenswerte Entwicklung im Stil stattgefunden hat. Lissa Price schreibt gut lesbar und erzeugt dieses Mal nicht durch Blackouts Spannung, sondern durch die verschiedenen Stimmen in Callies Kopf. Der innere Dialog kommt sehr gut herüber und erzeugt Spannung.

Charaktere: Das ist ein ganz besonderer Punkt in diesem Buch. Wir mussten uns ja von „Blake“ praktisch verabschieden. Dafür bekommt man jetzt mehr „Michael“ und neu dazu „Hyden“. Allerdings spielt Lissa Price sehr gut mit ihren Figuren und bedient sich dabei der Chiptechnologie. Das hatte ich so nicht erwartet. Ein wenig hatte ich das Gefühl das in „Enders“ der Focus der Geschichte eher auf der Story, als auf den Figuren lag. War in Starters noch sehr Helena, Callie und Blake im Augenmerk, ist es hier Callies Antrieb mehr über den „Old Man“ herauszufinden und auch über den Tod ihres Vaters. Teilweise habe ich auch nicht verstanden, warum die Figuren so auf Vorsicht gepocht haben, nur um dann doch wieder frei herumzulaufen, in der Gefahr geschnappt zu werden. Da waren mir die Handlungen zu unlogisch. Die Liebe bleibt meiner Meinung zu sehr auf der Strecke. Gerade im Hinblick auf Teil eins hätte da mehr kommen können. Positiv vermerke ich, dass es nicht zu diesem typischen Love-Triangle kam. Callies Gefühlswelt ist natürlich am meisten greifbar. Das ist, was ich vor allem an dieser Perspektive liebe.

Hintergrund: Es wird mehr aufgeklärt, allerdings zu wenig. Die Sporenkriege kommen fast gar nicht vor. Die Entstehung der Chiptechnologie wird angerissen, aber auch da hätte ich mir mehr Detail gewünscht. Leider blieb der Hintergrund für mich doch allgemein wieder zu schwammig.

Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, zweifelsohne. Auch wenn ich manche Dinge unlogisch fand, hinterlässt mich Lissa Price mit zwei tollen Romanen, die ich gerne gelesen habe und nur weiterempfehlen kann.

Für alle, die von allem ein Bisschen haben wollen (Dystopie, Liebe, Thriller), getragen von einer tollen Protagonistin und von der Autorin in die Irre geleitet zu werden.

 

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Aufbruch: Partials 1

April 20

Aufbruch: Partials I

Price: EUR 16,99


Autor: Dan Wells

Originaltitel:  Partials

Übersetzer: Jürgen Langowski

Erscheinungsdatum: 12. März 2013

ISBN-13: 978-3492702775

Verlag:  ivi

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten

Klappentext:

 

„Aufbruch“ war mir durch englisch lesende Blogger schon ein Begriff. Künstlich erschaffene Menschen haben mich an „Dark Canopy“ erinnert und wecken grundsätzlich meine Leselust. Was ich besonders interessant fand, war die Sache, dass keine Kinder mehr geboren werden. Ich mag Dystopien/Endzeitromane so oder so gerne. Ivi garantiert gute Bücher und deshalb war es keine Frage, ob ich das Buch lese oder nicht.

Kira ist 16 und ein „Seuchenbaby“. Ein Kind, was sich nicht an die alte Welt erinnern kann, die Welt vor dem Zerfall. Sie möchte dem bedrohlichen RM-Virus entgegentreten, der die Menschheit dahin gerafft hat, und entscheidet sich für eine medizinische Ausbildung. Als ihre Freundin schwanger wird und trotz aller Wahrscheinlichkeit und Erfahrung voller Hoffnung ist, nach elf Jahren ein Baby zu bekommen was RM überlebt, ist Kira motiviert. Sie scharrt ihre Freunde um sich, um einen gefährlichen Plan in Angriff zu nehmen. Sie will die Lösung und Rettung für das RM-Virus bei den Partials finden, die immun dagegen sind. Sie machen sich von Long Island auf nach Manhattan und finden unter Einsatz von Menschenleben tatsächlich einen Partial. Aber alles entwickelt sich anders, als Kira geplant hat. Schnell hängen ihr nicht nur die Partials im Nacken, sondern auch das eigene menschliche Lager stellt sich gegen sie. Und dann ist da noch die „Stimme“, die Rebellen der Menschen, die sich gegen das System auflehnen. Wird Kira ein Heilmittel finden, bevor das Baby ihrer Freundin stirbt?

Erster Satz: Das neugeborene Mädchen 485GA18M starb am 30. Juni 2076 um 6.07 Uhr.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.6/6 (1 vote cast)

Idee: Die Partials erinnern an „Dark Canopy“ und es gibt etliche Romane und Filme, in denen ein Virus eine Rolle spielt. Ich mag aber Dinge wie künstlich erschaffene Menschen und das in Kombination mit einem Virus hörte sich gut an. Das Ganze in einer Stadt spielen zu lassen setzt der Idee das Tüpfelchen auf.

Plot: Ich gestehe: Es war nicht einfach mit mir und „Aufbruch“. Dem Buch kam zugute, dass ich sehr selten abbreche. Im Nachhinein betrachte finde ich den Aufbau jedoch gut. Es lohnt sich, über die ersten 100 Seiten hinaus zu gehen. Was mich fasziniert, ist die Tatsache, dass mich das Buch wirklich erst auf den letzten 70 Seiten total überzeugt hat. Dan Wells hat die Geschichte in drei Teile unterteil. So was finde ich immer gut, weil den Teilen in sich noch mal einen eigenen Aufbau geben kann.  „Aufbruch“ hat schon eine filmreife Spannung uns Szenen, die den Leser mitreißen. Teilweise ein bisschen typisch amerikanische Dramatik, aber darüber sehe ich hinweg und sicher gibt es genug Leser, denen genau das gefällt.

Schreibstil: Der Stil hat mir von Anfang an gefallen und hat auch dazu beigetragen, bei der Stange zu leiben. Ich empfand es nicht als superleicht zu lesen. Dafür gibt es zu viele Passagen in denen Zusammenhänge erklärt werden, die sehr komplex sind. Sicher hat auch die Perspektive, dritte Person im Präsens, dazu beigetragen ein eher langsames Lesetempo bei mir hervorzurufen. Das ist auch der einzige Kritikpunkt. Ansonsten finde ich die Geschichte spannend erzählt und man ist mittendrin, wenn es Szenen gibt, in denen es gefährlich wird. Die Stimmung und Ereignisse werden perfekt vom Autor transportiert.

Charaktere: Mir waren es ein bisschen zu viele Charaktere, vor allem in den ersten 100 Seiten. Da konnte ich nicht jede Figur so fassen, wie es sonst bei mir passiert. Was ich auch nicht so gut fand, dass die Figuren für meine Begriffe zu alt agieren. Kira soll 16 sein und sicher machen  die Umstände, in denen sie aufwächst, jemanden schneller erwachsen. Aber ich fand sie einen Tick zu abgeklärt, wie auch bei den anderen Charakteren.  Wenn man über das Alter hinweg sieht, passen die Figuren jedoch gut zusammen und handeln sehr gut unter– und miteinander. Schön fand ich Details, wie die Gedanken über Klamotten oder das Zurechtmachen für eine Party. An diesen Kleinigkeiten konnte man dann doch das junge Alter der Protagonisten ablesen. Was ich auch negativ empfunden habe, war der Zeitpunkt des inneren Anstoßes für Kira. Es vergehen wirklich 100 Seiten, bis es passiert und für meine Begriffe hat sie sich auch ab da erst wirklich entwickelt. Insgesamt hätte ich mir für alle Charaktere etwas mehr Tiefe gewünscht. Besonders hervorheben möchte ich jedoch einen Nebencharakter: Xochi. Wer in einer Welt, in der Strom rar ist, all seine Energie für Musik einsetzt, muss mir einfach ans Herz wachsen. Ein wunderbarer Charakter, der aus dem Herzen handelt.

Hintergrund: Mein persönliches Highlight: Endlich hat mal ein Autor sich Gedanken darum gemacht, was mit den Atomkraftwerken passiert, wenn kein Mensch mehr da ist. Allein dafür gebe ich volle Punktzahl. Aber auch alle medizinischen Details müssen gut recherchiert sein. Der Autor kennt sich in New York aus und ich glaube er hat eine Zeit bei der Army verbracht. Die ganze Kulisse stimmt. Ein perfektes Setting, was richtig gut durchdacht wirkt und mit Sicherheit auch  ist.

Fazit: Ich und „Aufbruch“. Als ich die letzten Seiten gelesen hatte, verstand ich, warum mich alle zum Weiterlesen animiert haben. Bis zur letzten Seite dachte ich es funktioniert auch super als Einzelband und dann so ein Cliffhanger? Grrr. Ich bin auf die Fortsetzung gespannt. Ob es wieder so ein Buch wird, bei dem ich eigentlich die meiste Zeit von einer mittelmäßigen Bewertung ausgehe? Wer das Genre mag, einen guten Stil schätzt und sich gern überraschen lässt, dürfte mit „Aufbruch“ seinen Spaß haben. Mal wieder beweist sich mit einem Buch von ivi nicht enttäuscht zu werden.

 

 

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Artikel 5

April 16



Autor:
Kristen Simmons

Originaltitel: Article 5

Übersetzer: Frauke Meier

Erscheinungsdatum: 16. April 2013

ISBN-13: 978-3492702867

Verlag: ivi

Broschiert: 432 Seiten

Klappentext:

 

Ich bin ehrlich: Artikel 5 wollte ich zu 80 % nur lesen, weil es bei ivi erschienen ist. Eigentlich wollte ich nicht wieder eine Trilogie anfangen, aber die Bücher von ivi waren bisher immer gut und mich hat genau der letzte Satz vom Klappentext neugierig gemacht. Man muss einfach wissen, was den Mann dazu getrieben hat, seine Freundin zu verraten.

Ember ist ein Artikel 5, ein unehelich gezeugtes Kind. Sie und ihre Mutter fliegen auf, weil der frühere Nachbar sie verraten hat. Chase, Embers große Liebe, der zum Militär gegangen ist. Ember kommt in eine Rezozialisierungsanstalt in der sie erlebt, wie das System funktioniert und das es nicht dass ist, für was sie es gehalten hat. Sie sorgt sich um ihre Mutter und will nichts lieber als raus aus der Anstalt, um sie zu retten. Bei dem Versuch wird sie jedoch geschnappt. Bevor ihr Gewalt angetan werden kann, kommt ihr ausgerechnet der Mensch zur Hilfe, der sie überhaupt erst in diese Situation gebracht hat: Chase. Er hat Embers Mutter versprochen, sie in ein sicheres Haus zu bringen und nutz nun seinen Status als Soldat, um ihr zu helfen. Allerdings begibt er sich dafür selbst in Gefahr, den er wird fahnenflüchtig. Den Schleuser zu finden, der die beiden in Sicherheit bringen soll, gestaltet sich jedoch schwierig. Schaffen sie es?

Erster Satz: Beth und Ryan hielten einander an den Händen, was durchaus reichte, um eine offizielle Vorladung wegen eines Sittlichkeit Vergehens zu riskieren, aber ich sagte nichts dazu.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.3/6 (1 vote cast)

Idee: Die Idee finde ich ehrlich gesagt nicht wirklich innovativ. Allerdings gibt es in Amerika Gegenden, die sehr scharfe Moralvorstellungen haben und so ist es mit dieser Thematik sicher interessant. Was ich aber wirklich ansprechend fand, war die Tatsache, dass die große Liebe der Verräter ist.

Plot: Mir hat der Plot sehr gut gefallen. Es geht gleich am Anfang los und schnell hat man alles vom Klappentext in der Handlung wiedergefunden. Das Beste: Zu dem Zeitpunkt hat man fast das ganze Buch noch vor sich! Die Drehungen und Wendungen machen die Handlung spannend und man rätselt eine ganze Zeit, ob man mit der Vermutung, was es mit Chases Verhalten auf sich hat, richtig liegt. Manche Dinge waren für mich vorhersehbar, aber das hat meine Leselust nicht getrübt. Ganz im Gegenteil, ich war gefesselt und musste weiterlesen. Als Film würde sich die Geschichte in meinen Augen sehr gut machen.

Schreibstil: Bingo! Wieder mal Ich-Perspektive im Präteritum. Ich liebe es. Vor allem sehr gut gemacht, was Dinge anbelangt, die bei anderen Personen passieren. Es lässt sich leicht und schnell lesen, bleibt aber trotzdem spannend. Gleich von Anfang an schafft es die Autorin eine bedrückende Atmosphäre zu schaffen und dennoch hofft man mit Ember mit, die sich so durch einen Großteil des Buches bewegt. Details wie das langsame Verheilen von Narben wird toll in die Handlung eingesetzt. Ambers Beobachtungen über Mimik und Verhalten von Chase und ihre damit verbundenen Gefühle gehen sehr nah.

Charaktere: Vor allem Chase hat mir sehr gut gefallen. Auf mich wirkt er noch durchdachter als Ember, obwohl alle Charaktere, sowie auch die Nebenfiguren viel Liebe zum Detail erhalten haben.  Ich will nicht spoilern, deshalb geh ich nicht ins Detail, aber ich mag seinen inneren Antrieb. Auch Embers Liebe zu ihrer Mutter ist bedingungslos und man versteht, warum sie für sie alles riskieren will. Sehr gefallen hat mir vor allem die Beziehung zwischen Ember und Chase. Diese typischen Missverständnisse zwischen Männer und Frauen. Dieses aneinander vorbeireden. Toll eingefangenen. Das macht die Figuren so echt.

Hintergrund: Ich möchte eigentlich nicht erwähnen an was die Statuten erinnern und vor allem die Soldaten und das was mit den Menschen passiert, die aus der Reihe tanzen. Man merkt aber, dass sich da jemand Gedanken gemacht hat, wie die Welt mit solchen Moralvorstellungen aussieht. Gerne hätte ich mehr darüber erfahren, wie und warum es genau zu den Statuten kam. Es wird zwar angerissen, aber ich möchte mehr und hoffe auf die Fortsetzungen.

Fazit: Ich bin mit null Erwartungen an das Buch herangegangen, wollte nur diesem letzten Satz vom Klappentext auf den Grund gehen. Bekommen habe ich ein Leservergnügen, was mich die Seiten nur so hat umblättern lassen. Es war wieder eines dieser Bücher, die ich überall mithinschleppe und sich auch nur ein kleiner Absatz zwischendurch lohnt. Meist bin ich jedoch jedes Mal gefesselt worden. Ich habe einige Dystopien/Endzeit Geschichten gelesen, aber diese bestach vor allem durch die beiden Hauptcharaktere, ihre Interaktion und Antrieb. Das hat Artikel 5 für mich besonders gemacht.

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Happy Birthday! Der Blog und ich feiern Geburtstag!

November 16

Heute wird der Blog ein Jahr alt. Es macht immer noch Spaß und ich bereue die Entscheidung zum Bloggen keinesfalls. Viele nette Menschen habe ich dadurch kennengelernt. Mittlerweile bin ich voll vernetzt und habe die Buchmessen genossen. Manchmal ist das bloggen auch anstrengend. Wenn man die Rezension endlich fast fertig hat und WordPress abstürzt … Ja, dann macht sich Frustration breit.

Aber mir persönlich hat es was für die Schreiberei gebracht. Man liest die Bücher anders und das regelmäßige auseinandernehmen und bewerten macht einen auf viele Dinge aufmerksam. Zusätzlich bringt das texten der Rezensionen unheimlich viel. Außerdem schult man sich im Zusammenfassen von Büchern.

Durch das Bloggen habe ich auch ganz viele andere Blogs gefunden, was immer sehr interessant ist. Vor allem die Gesichter hinter den Blogs. Da bin ich immer neugierig, da ich mich ja eher in einem untypischen Genre begegne, wenn man mein Alter bedenkt. Und da habe ich auch schon die passende Überleitung: Denn nicht nur der Blog hat Geburtstag, sondern ich selbst auch.

Das möchte ich natürlich feiern!

Freundlicherweise haben mich einige Verlage unterstützt: ivi, Ink, Thienemann und cbj

 

Das sind:

Ein ganz großes Danke. Nicht nur für die Gewinne, sondern auch für die Unterstützung mit Rezensionsexemplaren und Interviews.

Als Kind fand ich auf den Geburtstagen eine Schnitzeljagd immer total klasse. Deshalb sollt ihr euch auch von Link zu Link hangeln, um schlussendlich  zu einem versteckten Beitrag zu gelangen. Unten findet ihr den Startlink. Im Zielbeitrag sucht ihr einfach die Textstelle, die farbig als Link markiert ist. Zum Schluss könnt ihr einen Kommentar hinterlassen mit eurem Buschwunsch und mir dann zusätzlich noch eure Adresse schicken, damit ich das Buch direkt lossenden kann. Ihr könnt natürlich auch mehrere Bücher angeben.

Geht auf die Suche und hinterlass bis zum 28.11.2012 23:49Uhr einen Kommentar.

Viel Spaß und viel Glück! Die Jagd startet hier.

Nachtrag: Ich könnt auch aus dem Ausland mitmachen, wenn ihr euch am Porto beteiligt. Leider ist das sehr teuer. Mein Teil wäre der in Deutschland übliche Tarif für Büchersendungen, den Rest zahlt ihr. Eine Idee, die durch eine Teilnehmerin entstand!

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Renegade – Tiefenrausch

August 20

Renegade: Tiefenrausch

Price: EUR 16,99

Autor: J.A. Souders

Originaltitel: Renegade

Übersetzer: Charlotte Lungstraß

Erscheinungsdatum: 20. August 2012

ISBN-13: 978-3492702812

Verlag: ivi

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten

Kurzinhalt:

 

Bei der Durchsicht des Verlagsprogramms bin ich auf „Renegade“ neugierig geworden. Ein Setting unter Wasser – das musste ich lesen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich es vorab lesen durfte.

Ich frage mich immer noch, warum das Mädchen auf dem Cover dunkle Haare hat, da die Hauptprotagonistin blond ist. Ansonsten finde ich diese Idee mit dem Tropfen ganz schön, dessen Silhouette sich bei den Kapitelanfängen wiederholt. Als ich den Schutzumschlag weggelegt habe, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist ja Geschmackssache, aber ich stehe total auf diese Lilametallic-Optik. Das magentafarbene Bändchen passt perfekt dazu.

Erster Satz: Mein Leben ist absolut perfekt.

Evies perfektes Unterwasserleben wird gehörig durcheinandergebracht, als sie auf Gavin trifft, einen Oberflächenbewohner. Durch ihn hinterfragt sie langsam aber sicher die strengen Regeln der Unterwasserstadt, die „Mutter“ geschaffen hat. Recht schnell bemerkt sie, dass etwas nicht stimmt. Woher kommen diese plötzlichen Erinnerungsfragmente und wieso kennt sie geheime Wege in Elysium? Warum versteht sie etwas von Waffen? In einer rasanten Jagd mit Gavin an ihrer Seite erkundet Evie nicht nur die Geheimnisse der Stadt, sondern dringt auch in ihre eigene innere Tiefe vor.

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Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.7/6 (1 vote cast)

Idee: Wie schon gesagt: Ein Unterwasser-Setting. Ich mag so was. Mich fasziniert das Meer. Aber ohne zu spoilern kann ich nur andeuten, dass mir die Gesamtidee super gefallen hat.

Plot: Während der ersten 100 Seiten dachte ich noch, dass alles recht schnell geht. Die Autorin hätte Gavin und Evie ein bisschen mehr Zeit geben können. Allerdings ist das eher nebensächlich. Der Plot ist sehr gut durchdacht und wird nicht langweilig. Ich musste einfach weiterlesen. Zunächst fragt man sich auch, was es mit den halb transparent gedruckten Sätzen auf sich hat. Im Nachhinein ein tolles Stilmittel, kommt man erst mal hinter die Bedeutung. Nach dem Ende von Kapitel eins und am Anfang von Kapitel zwei denkt man dann: Richtig gut gemacht, das nehme ich ihr ab. Ab einem gewissen Punkt nimmt die Story dann richtig Fahrt auf und man fiebert mit den Protagonisten mit.

Schreibstil: Ich hätte es nie gedacht aber: Ich-Perspektive im Präsens = Supergut! Zumindest was dieses Buch angeht. Anders wäre es gar nicht möglich gewesen, Evies Inneres darzustellen. Ich möchte das hier nicht näher erläutern, sonst müsste ich spoilern. Ansonsten ist es kein herausragend besonderer Stil, aber J.A. Sounders schreibt einfach, flüssig und spannend. Das Buch war für mich schon ein Pageturner. Man möchte gerne mehr von ihr lesen. Das hat jedoch was mit der Idee und Umsetzung der Story zu tun. Die ist durchdacht von vorne bis hinten.

Charaktere: Ich möchte nicht zu viel von Evie sagen, aber ihre Figur ist sehr gut ausgearbeitet und hat viel Tiefe. Man meint sie ist naiv, was sich aber nicht bewahrheitet. Ihre innere Zerrissenheit wird deutlich, und wenn ich die Geschichte Revue passieren lasse, fallen mir all die Kleinigkeiten auf, die auf ihr Geheimnis abzielen. Gavin ist nett und ich mag ihn, jedoch fehlte mir manchmal etwas. Da geht alles etwas zu schnell vonstatten und man kann sich kein richtiges Bild von seinem Inneren machen. Ich hätte ein bisschen mehr von seiner Gefühlswelt erfahren. Sicher wäre hier ein Perspektivenwechsel interessant gewesen. Gavin zeichnet aber ungemein sein Vertrauen in Evie aus. Seine Liebe zu ihr wird deutlich.

Mutter ist der Antagonist der Story und benimmt sich überhaupt nicht „ladylike“. Ihr Hintergrund wird angerissen und man kann absolut nachvollziehen, warum sie so handelt. Sie scheint immer einen Schritt voraus zu sein und ist skrupellos. Eine gut gelungene Gegenspielerin.

Hintergrund: Da bin ich immer kritisch und könnte auch hier Kleinigkeiten bemängeln,  jedoch werden doch einige Sachen erklärt. Man merkt sehr schnell, dass sich die Autorin Gedanken gemacht hat und Recherche kein Fremdwort war. Sie hat sich sogar Gedanken über den Druckausgleich der Bewohner Elysiums gemacht. So was gefällt mir. Auch die ganze Hintergrundstory zur Entstehung der Stadt ist stimmig und nachvollziehbar.

Fazit: Nicht das was ich erwartet haben, nein: Besser! Pluspunkt ist sicherlich für mich persönlich das Setting, obwohl die Geschichte auch in einem Bunker oder Ähnlichem hätte spielen könnte. Ebenfalls Pluspunkt ist einfach der Name des Hauptprota: Gavin. Irgendwie mag ich den Namen. Wer auf Verfolgungsjagden steht, Blut sehen, bzw. lesen kann (manche Stellen waren schon heftig) und dabei noch ein bisschen Detektiv spielen möchte, hat mit Renegade sicher seinen Spaß.

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