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Enders (Starters 2)

Juni 15



Autor:
Lissa Price

Originaltitel:Enders

Übersetzer: Birgit Reß-Bohusch

Erscheinungsdatum: 14. Mai 2013

ISBN-13: 978-3492702645

Verlag: ivi

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten

Klappentext:

 

Wieder eine Dilogie die ich sehr mag. „Starters“ hatte mich allein schon vom Cover angesprochen und umso mehr überrascht. Sehr passen dazu ist das Cover von „Enders“, was ich natürlich lesen musste, um endlich zu erfahren, wer der „Old Man“ ist.

Gerade mal zwei Wochen sind seit Abriss der Bodybank vergangen. Callie muss sich jedoch immer noch damit rumplagen, dass ihr Widersacher ständig über den Chip Kontakt aufnimmt. Der „Old Man“ setzt sie unter Druck und droht einen Chipträger nach dem anderen umzubringen, wenn  Callie seinen Befehlen nicht folgt. Doch als sie endlich einlenkt und zu ihm geht, wird sie zuvor abgefangen. Hyden, ein Junge ihres Alters, der zudem ein Genie ist, entpuppt sich als neuer Mitstreiter um den Kampf gegen den „Old Man“ und für einen freien Körper.

Erster Satz: Als ich mit der Hand über meinen Hinterkopf strich, hätte ich schwören können, dass ich den Chip unter der Haut spürte.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 4.9/6 (1 vote cast)

Idee: Die Idee mit der Bodybank und dem Körpertausch hat mit schon beim ersten Teil gefallen. In der Fortsetzung wird das Thema aufgegriffen und mit verschachtelten Figurkonstellationen gespickt.

Plot: Im Grunde müsste ich das Buch nochmal lesen, um auf die ganzen Feinheiten und Hinweise zu achten, die am Schluss aufgelöst werden. Viel Verschnaufpause lässt Lissa Price ihre Hauptprotagonistin nicht und stürzt sie gleich wieder in das Machtspiel des „Old Man“. Dabei fand ich es geschickt gelöst, wie die Autorin am Anfang die Erinnerung an den ersten Teil aufgefrischt hat. So fällt einem der nahtlose Übergang nicht schwer. Man muss nur wirklich aufpassen, bei den ganzen Irrungen im Verlauf der Geschichte. Leider müsste man zu viel spoilern, wenn ich darauf näher eingehen würde. Einiges konnte ich recht früh erahnen, aber das muss nicht für jeden Leser so gelten.

Schreibstil:  Ich-Perspektive im Präteritum! Ich liebe es. Ich finde nicht, dass eine nennenswerte Entwicklung im Stil stattgefunden hat. Lissa Price schreibt gut lesbar und erzeugt dieses Mal nicht durch Blackouts Spannung, sondern durch die verschiedenen Stimmen in Callies Kopf. Der innere Dialog kommt sehr gut herüber und erzeugt Spannung.

Charaktere: Das ist ein ganz besonderer Punkt in diesem Buch. Wir mussten uns ja von „Blake“ praktisch verabschieden. Dafür bekommt man jetzt mehr „Michael“ und neu dazu „Hyden“. Allerdings spielt Lissa Price sehr gut mit ihren Figuren und bedient sich dabei der Chiptechnologie. Das hatte ich so nicht erwartet. Ein wenig hatte ich das Gefühl das in „Enders“ der Focus der Geschichte eher auf der Story, als auf den Figuren lag. War in Starters noch sehr Helena, Callie und Blake im Augenmerk, ist es hier Callies Antrieb mehr über den „Old Man“ herauszufinden und auch über den Tod ihres Vaters. Teilweise habe ich auch nicht verstanden, warum die Figuren so auf Vorsicht gepocht haben, nur um dann doch wieder frei herumzulaufen, in der Gefahr geschnappt zu werden. Da waren mir die Handlungen zu unlogisch. Die Liebe bleibt meiner Meinung zu sehr auf der Strecke. Gerade im Hinblick auf Teil eins hätte da mehr kommen können. Positiv vermerke ich, dass es nicht zu diesem typischen Love-Triangle kam. Callies Gefühlswelt ist natürlich am meisten greifbar. Das ist, was ich vor allem an dieser Perspektive liebe.

Hintergrund: Es wird mehr aufgeklärt, allerdings zu wenig. Die Sporenkriege kommen fast gar nicht vor. Die Entstehung der Chiptechnologie wird angerissen, aber auch da hätte ich mir mehr Detail gewünscht. Leider blieb der Hintergrund für mich doch allgemein wieder zu schwammig.

Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, zweifelsohne. Auch wenn ich manche Dinge unlogisch fand, hinterlässt mich Lissa Price mit zwei tollen Romanen, die ich gerne gelesen habe und nur weiterempfehlen kann.

Für alle, die von allem ein Bisschen haben wollen (Dystopie, Liebe, Thriller), getragen von einer tollen Protagonistin und von der Autorin in die Irre geleitet zu werden.

 

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Starters

April 29


Gebundene Ausgabe:
400 Seiten

Autor: Lissa Price

Verlag: IVI

ISBN-13: 978-3492702638

Originaltitel: Starters

Als ich das Cover zum ersten mal gesehen habe, dachte ich, das musst du lesen. Ich mag einfach so ein minimalistisches Design. Der Klappentext war dann auch sehr interessant und so habe ich mich umso mehr gefreut, dass ich auf der Leipziger Buchmesse Starters als Rezensionsexemplar bekommen habe. Starters ist der erste Teil eines Zweiteilers.

Erster Satz: Enders machten mir Angst.

 

 

Idee: Die Idee fand ich gut und war für mich neu. Auf jeden Fall ein Thema, woraus sich viel machen lässt.

Plot: Die Ereignisse, warum Callie schlussendlich zur Bodybank geht, folgen logisch, aber für mich in typisch amerikanischer Hollywoodfilmmanier. Somit vorhersehbar. Allerdings verliert sich das im weiteren Verlauf der Handlung. Interessant sind natürlich die Lücken, die Callie in ihrem Kopf hat, wenn sie nicht in ihrem Körper steckt. Langsam wird alles zu Ende hin aufgelöst und es bleibt sogar eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe.

Schreibstil: Lissa Price schreibt gut lesbar. Starters lässt sich zügig lesen. Was mir natürlich besonders gefallen hat, das in Ich-Perspektive geschrieben wurde. Leider zwar im Präsens, aber daran gewöhne ich mich mit jedem Buch mehr. Der Stil ist jedoch nicht besonders herausragend anders als andere. Spannung erzeugt die Autorin jedoch durch die Blackouts der Protagonistin.

Charaktere: Ich finde die Charaktere alle sehr stereotyp, aber nicht langweilig. Jedoch stachen für mich eher die Nebencharaktere heraus. Das Mädchen Sara mit ihre naiven kindlichen und doch so cleveren Art. Helena, die Mieterin, die nur durch ihre Stimme in Callies Kopf und den Infos, die Callie durch Helenas Leben herausfindet. Aber auch der Antgonist, der „Old Man“, der eigentlich wenig Auftritte hat, ist schön düster und mysteriös gelungen.

Hintergrund: Tja, jetzt kommen wir zu dem Punkt, der mir nicht so gefallen hat. Mir ist der Hintergrund zu schwammig. Zwischen Callies altem Leben mit ihrer Familie und dem Zeitpunkt der Handlung liegt ein Jahr. Das Hintergrundwissen zu den Sporenkriegen wird für meine Begriffe nur angedeutete und ist nicht plausibel. Natürlich ist ein Krieg mit biologische Waffen denkbar und eine gute Idee, aber das sich die Gesellschaft in derart kurzer Zeit verändert, halte ich für an den Haaren herbeigezogen.

Fazit: Obwohl mich der Hintergrund so enttäuscht hat, habe ich die Geschichte gerne gelesen und bin gespannt auf den zweiten Teil. Ein großer Pluspunkt finde ich: Es ist endlich mal ein Zweiteiler. Die Idee ist gut und da Callie immer wieder diese Blackouts hat, sehr spannend erzählt. Sicher kein superduper Buch, was man so in den Himmel loben kann, wie es angepriesen wurde, aber dennoch interessant und sehr lesenswert. Sicher wirft es auch Fragen für unsere Gesellschaft auf. Die Angst vor dem alt werden und dem Streben nach ewiger Jugend. Ich bin wirklich gespannt auf den zweiten Teil, denn ich glaube es wird Überraschungen geben, da auch in diesem Teil zum Schluss die unvorhersehbare Wendung kam.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 3.8/6 (1 vote cast)
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Bewertung
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