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Godspeed – Die Ankunft (Godspeed 3)

August 25

Godspeed - Die Ankunft

Price: EUR 19,95



Autor:
Beth Revis

Originaltitel: Shades of Earth

Übersetzer: Simone Wiemken

Erscheinungsdatum: 1. August 2013

ISBN-13: 978-3791516783

Verlag: Dressler

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten

Klappentext:

 

Zunächst griff ich zu Godspeed, weil ich Kryoschlaf und Raumschiff im Klappentext gelesen habe. Teil eins war gut, aber erst Teil zwei hat mich umgehauen. Dementsprechend war ich gespannt, ob sich Beth Revis noch steigern konnte und bekam mit Teil drei einen Abschluss den ich so nicht erwartet habe. Wow!

Amy und Junior landen das Shuttel der Godspeed. So hoffnungsvoll, wird schon während des Landeanflugs klar, dass etwas nicht stimmt. Das Shuttel kommt vom Kurs ab, weil von irgendwas getroffen wurde. Kaum gelandet, tauen die Erdenbürger auf und kriechen aus ihren Kryosärgen. Amy ist glücklich ihre Eltern in die Arme zu schließen. Ihr Vater übernimmt das militärische Kommando. Als das Shuttel droht sich dauerhaft abzuschotten flüchten Erdenbürger und Juniors Leute in die neue und aufregende Welt von Zentauri-Erde. Doch Amy und Junior sind misstrauisch. Warum finden sie eine Siedlung und was hält Amys Vater vor den Kolonisten versteckt? Hält Amy den Avancen stand, die der junge Soldat Chris macht? Zentauri-Erde mit den zwei Sonnen: Neuanfang oder Untergang?

Erster Satz: „Warte“, sage ich, und mir schlägt das Herz bis zum Hals.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Ich brauch wohl nicht mehr erwähnen das ich die Grundidee liebe. Bei diesem Teil finde ich sie noch übertroffen. Ganz nach meinem Geschmack. Aber ich müsste spoilern und das würde nur den Lesespaß trüben.

Plot: Es war total unvorhersehbar in welche Richtung es geht. Ich hab mir das ein oder andere überlegt, aber was Frau Revis schlussendlich daraus gemacht hat ist grandios. Filmreif! Die ganzen Verstrickungen und Elemente der Handlung so gut ineinaderzubauen zeugt von ihrem Talent. Sie überrascht und scheut es nicht neue Figuren einzubauen und alte sterben zu lassen.

Schreibstil: Altbewährt wird mal aus Amys und mal aus Juniors Sicht in der Ich-Perspektive im Präsens erzählt. Zwar hatte ich immer noch das Problem, wenn ich mitten im Kapitel aufgehört habe, im ersten Moment nicht zu wissen bei wem ich gerade bin, aber das ist nur ein kleines Manko. Schnell und zügig zu lesen, fiel es mir noch schwerer, dieses Buch aus der Hand zu legen. Das sich Frau Revis wirklich noch gesteigert hat ist unglaublich. 

Charaktere: Amy und Junior müssen sich ganz neuen Dingen stellen. Junior verlässt zum ersten mal das Raumschiff. Das Zusammenleben mit den Erdenbürgern ist gespalten. Akzente und unterschiedliches Aussehen und eine Welt ohne Wände, was Amy vertraut ist, macht den Schiffbewohnern und Junior Angst. Durch Chris, den jungen Soldaten bring Beth Revis eine Nebenbuhler in das Geschehen, aber keine Angst, dies ist kein klassisches Love-Triangle. Durch die neuen Charaktere (Amys Eltern, Chris …) wird das Spielfeld noch mal neu aufgerollt. Darin versteht sich die Autorin bestens, denn es wirkt keineswegs konstruiert. Jede Figur hat seinen Platz. Amy und Junior haben genug Raum für neuen Konflikt und seine Lösung. Ihre Beziehung wird auf die Probe gestellt und sie wachsen daran.

Hintergrund: Sich so einen tolle Welt auszudenken braucht viel Kreativität und ich habe Respekt vor der Autorin sowohl was das Konstrukt der Godspeed, als auch des Planeten angeht. Da hat sich jemand viel Gedanken gemacht. Auch wenn ich in Band eins noch einige Dinge hinterfragt habe, wirkt alles insgesamt stimmig und kommt real rüber. Klasse!

Fazit: Absolut überraschend ist der Abschlussband, wie die Trilogie ansich in der Gesamtheit auch. Für mich eine absolute Leseempfehlung. Es ist Liebesroman, Sience Fiction und Thriller zugleich. Etwas ganz anderes zwischen all den anderen Jugendbüchern. Unerwartet und grandios. Toll geschrieben und dadurch packend. Ein Pageturner den man kaum weglegen kann.

Für alle! Godspeed gehört für mich zu dem Must-Read-Trilogien. Vor allem für diejenigen die gerne ins All fliegen möchten um neue Welten zu entdecken.

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Interview mit Josephine Angelini

Juni 24

Während der Buchmesse in Leipzig 2013 hatten wir die Möglichkeit, ein spontanes Interview mit Bestseller Autorin Josephine Angelini führen zu dürfen. Sie hat Anfang März den dritten (und letzten Teil) der „Göttlich“-Saga bei uns in Deutschland veröffentlicht. ACHTUNG! Wir haben auch auch über den dritten Teil, „Göttlich verliebt“ gesprochen. Es könnten evtl. Spoiler enthalten sein.

Das Interview haben wir auf Englisch geführt. Hier die deutsche Übersetzung. Wenn ihr gerne auch das Englische lesen wollt, bitte hier klicken:  Orginal Interview

 

JosieVielen Dank für das spontane Interview.

Sehr gerne. Ich bin schon sehr gespannt.

 

Wann hast du beschlossen ein Vollzeit-Autor zu werden?

Ich habe Theater an der NYU (New York University) studiert. Da kam ich mit einer ganzen Menge Text, vor allem von Shakespeare, in Berührung. Damals wusste ich nicht, ob ich eine Schriftstellerin sein könnte. Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis ich das herausgefunden habe. Ungefähr vor zehn Jahren zog ich nach Los Angeles und ich dachte: „Vielleicht bin ich ein Drehbuchautor?“ Ich wusste nicht genau, wo ich wirklich hingehörte, bis ich „Göttlich: Verdammt“ schrieb. Ich wusste nicht, ob ich es tun könnte, bis ich es wirklich tat. Und dann dachte ich: „Mhm, vielleicht bin ich eine Schriftstellerin?“ Als ich das Buch dann beendet hatte, dachte ich: „Ich bin eine Schriftstellerin! Ich hab es geschafft ein ganzes Buch zu schreiben!“ *lacht* Ich war sehr schüchtern und es war ein sehr langsamer Prozess.

 

Ich denke jeder ist sehr schüchtern über seine eigene Schreibe, weil man nicht weiß, ob es gut oder schlecht ist, oder ob andere Leute es mögen.

Oder ob du etwas zu sagen hast. Es ist nicht nur ob du ein guter oder ein schlechter Autor bist, sondern ob das, was du schreibst, einen Wert hat. Viele Schreiben, ohne andere Menschen zu fragen wie sie den Text finden. Für mich war es andersherum. Ich dachte, ich hätte niemanden den ich fragen könnte. Dann schrieb ich das Buch und fand Jemanden.

 

Unterstützt dich deine Familie?

Ja, auf jeden Fall.

 

Wenn du deine Bücher beendest, erstellst du dann eine Art Exposé?

Ich schiebe das solange vor mir her, bis mein Herausgeber sagt: „Gib uns ein Exposé.“ Denn ich bin wirklich schlecht darin. Wenn du ein ganzes Buch schreibst und du musst das anschließend in ein paar wenige Seiten zusammenpressen – das ist unmöglich.

 

Wie viele Seiten haben deine Bücher? Hast du einen Wordcount?

Das erste Buch hat 120.000 Wörter. Das Zweite hat sogar mehr, rund 130.000. Und das letzte Buch hat ungefähr 180.000. Es ist also ein sehr langes Buch. Meine Bücher sind ungefähr 45.000 Wörter länger als der Durchschnitt in meinem Genre. Ich weiß, dass Deutschland eine Menge Giganten dieser Länge hat. Und ich hörte, dass die deutsche Übersetzung wundervoll sein soll.

So, ja, meine Bücher sind sehr lang.

 

Waren deine Bücher von Anfang an, als Trilogie geplant?

Ich habe es mit drei Büchern geplant. Ich bin mit Star Wars aufgewachsen. Als ich die Filme als Kind das erste Mal sah, war ich überwältigt. Ich denke, dass dies einen großen Einfluss auf mein Schreiben hat. Ich plane meine Bücher nach dem Drei-Phasen-Modell. Das erste Buch ist der Anfang, dann eine dunkle Mitte und ein triumphales Ende.

Als ich damals die Outlines für „Göttlich: verdammt“ erstellte, waren die sehr detailliert. Von Teil zwei und drei gab es lediglich die Ideen. Aber ich wusste vom ersten Moment, dass es ein Dreiteiler wird.

 

Hast du eine Lieblingsszene in deinen Büchern?

Im ersten Buch war es definitiv die Szene in der Lucas und Helen vom Himmel fallen. Ich hatte diese Szene von Anfang an in meinem Kopf. Ich habe darauf gewartet, sie schreiben zu können. Und ich würde mich sehr freuen, diese Szene in dem Film zu sehen. *lacht*

Im zweiten Buch war es die Szene von dem finalen Kampf. Dort wo Helen verletzt wird und Zack derjenige ist, der ihr erzählt, wie sie alle retten kann. Auch diese Szene hatte ich von Anfang an in meinem Kopf. Und ich war ein wenig besorgt. Besonders weil Zack einer dieser Charaktere ist, die du nicht magst, und am Ende wird er zum Held. Mein Verleger sagte immer wieder: „Wir mögen Zack nicht.“ Weil ich wusste, wie das zweite Buch enden sollte, habe ich ihnen immer wieder gesagt: „Ihr müsst warten. Wenn ihr das Ende gelesen habt, werdet ihr Zack mögen.“

 

Du hast also für ihn gekämpft?

Ja, weil ich eben diese Szene im Kopf hatte.

 

Wenn du ein neues Buch beginnst – arbeitest du die Charaktere aus, oder hast du alles in deinem Kopf?

Ich schreibe alles auf. Ich mache eine ganze Menge Vorarbeit. Eine ganze Menge des Buches ist geschrieben, bevor ich überhaupt ein Wort aufschreibe. Ich erstelle sehr detaillierte Outlines und schreibe meine Charaktere gemeinsam mit meiner Storyline. Ich schreibe sie ’side-by-side‘, weil ich denke Charakter formt den Plot und der Plot formt den Charakter. Ich muss entscheiden ob der Charakter, der etwas Bestimmtes tut, auch derjenige ist, der diese Entscheidung treffen kann. Wenn er es nicht ist, muss ich meinen Charakter ändern. Sie sind miteinander verknüpft.

Bevor ich also überhaupt anfange zu schreiben, stelle ich sicher, dass Plot und Charaktere sehr gut ausgearbeitet sind. Ich denke du bleibst in deiner Geschichte schnell auf der Strecke, wenn du nicht vorher alles genau planst. Vor allem, wenn du vorhast, mehr als ein Buch zu schreiben.

 

Schreibst du durcheinander? Wechselst du zum Beispiel zu einer anderen Szene, wenn du in der anderen nicht mehr weiter kommst?

Nein. Ich schreibe nacheinander. Wenn ich eine Szene schreibe und merke, dass die so nicht funktioniert, gehe ich zurück und prüfe meine Notizen. Dann ändere ich ein paar Dinge, vor allem wenn ich mitten im Schreiben bin und vorher dachte es macht Sinn aber dann feststelle es funktioniert so nicht. Dennoch schreibe ich nacheinander. Ich mag das Gefühl was ich habe, wenn meine Charaktere wachsen und sich die Geschichte zu entwicklen beginnt.

 

Wie viele Manuskripte befinden sich in deinem Schreibtisch?

Vier. Drei der Göttlich-Trilogie und das erste Buch einer neuen Trilogie. Und ich habe die Outlines für ein Unbeendetes. Da es sehr kompliziert ist, habe ich bis jetzt nur eine wage Idee aber nichts Konkretes. Und da sind noch einige Drehbücher, die ich nie verkauft habe.

 

Kann man die denn nicht in Buchmanuskripte umwandeln?

Ich habe schon mal darüber nachgedacht. Vielleicht hätte ich ein oder zwei die es wert wären, aber das eine ist für sehr junge Leser (10 – 12 Jährige) – und das andere ist keine Fantasy. Und ich weiß nicht, ob ich daran zurzeit Interesse habe. Ich genieße es, Fantasy zu schreiben. Ich denke, das ist auch der Grund, warum ich nie Drehbücher verkauft habe. Denn ich habe nie das geschrieben, was ich wirklich schreiben wollte – bis ich mit ‚Göttlich: verdammt‘ begonnen habe.

 

Dein neues Projekt wird also auch Fantasy sein?

*breites Grinsen* oh ja.

 

Mit einer Liebesgeschichte?

*noch breiteres Lächeln* Ja. Es wird eine Liebesgeschichte geben. Aber nicht so romantisch wie in ‚Göttlich‘. Es wird etwas komplizierter als ‚Ich liebe dich für immer‘-Liebe. Aber es wird definitiv eine Liebesgeschichte geben.

 

Orion, Lucas und Helen sind ein typische Dreiecksbeziehung. Hast du sie geschrieben, weil du es magst, oder weil fast jedes Buch in diesem Genre eine Dreiecksbeziehung benutzt?

Ich denke man schreibt, was man mag, und ich mag es. Natürlich habe ich es auch in anderen Büchern gelesen. Aber es ist jetzt nicht eins dieser Dinge, die du tust, weil es andere auch tun. Ich mag Dreiecksbeziehung. Sie sind eine Menge Spaß. Nicht Teil von einer zu sein, aber davon zu lesen.

 

Ich mag Orion und ich mag Lucas, aber für mich war es immer Lucas. Für mich war Orion immer nur der beste Freund, nie der feste Freund.

Ich denke eine Menge Leute haben einen Freund/Kumpel und denken: „Ich bekomme das hin.“ Da gibt es diesen tollen Freund/Kumpel und ihr habt viel gemeinsam, versteht euch gut und du denkst zu dir selbst: „Er ist gut für mich. Ich möchte ein Date mit ihm haben.“ So sollte es sein, aber dann merkst du, dass es nicht das Richtige ist. Ich denke eine Menge Mädchen fühlen so.

 

Für mich war es nie eine Dreiecksbeziehung, obwohl ich wusste, es war eine. Orion war für mich immer nur der beste Freund. Er hatte nie eine wirkliche Chance.

Jeder denkt anders darüber und das macht es so spannend. Mein Manager sagte: „Ich möchte, dass sie mit Orion zusammenkommt. Er ist besser für sie.“ Jeder hat einen anderen Geschmack. Ich mag das.

 

Wie beliebt ist Fantasy in den USA?

Es ist sehr beliebt. Vor allem wenn ein Film daraus gemacht wird. Fantasy-Filme sind so gut geworden. Mittlerweile sind Dinge möglich, die vor zwanzig oder dreißig Jahren undenkbar waren.

Ich denke, dass die Leute viel offener gegenüber Fantasy geworden sind, weil es mehr Mainstream geworden ist. Aber ich denke, dass alles kommt und geht. Fantasy wird ein paar Jahre In sein und dann auslaufen. Dann schreibe ich Bücher, die keiner mehr lesen wird, aber ich werde noch immer Bücher schreiben. *lacht*.

 

Im Moment sieht es danach aus, als ob Hollywood aus jedem Besteller einen Film macht. Wie denkst du darüber?

Genauso ist es aber. Der Grund: Gutes Marketing, denn Filme sind sehr teuer geworden. Wenn ein Buch also eine Menge Leser hat, wird oft ein Film daraus, denn es ist ’sicher‘ für die Studios. Wenn man Millionen von Dollars in die Produktion steckt, solltest du sichergehen, dass jemand den Film auch sehen will.

 

Während deiner Lesung aus ‚Göttlich: verliebt‘ hast du verraten, dass ‚Göttlich: verdammt‘ verfilmt werden wird.

*lächelt*. Ja, aber bis jetzt ist noch nichts konkret. Wir sind noch immer in der Findungsphase.

 

Würdest du gerne eine kleine Rolle in dem Film bekommen? So wie Stephenie Meyer sie hatte?

Keine Ahnung. Ich könnte eine Kellnerin sein oder so etwas in der Richtung. Alles, bei dem kein Text dabei ist. *lacht.*

 

Wirst du das Drehbuch schreiben?

Wir haben das noch nicht besprochen. Ich würde mich darüber freuen, aber ich bin nicht so jemand der sagt: „Wenn ich nicht das Drehbuch schreibe – wird dieser Film nicht gemacht!“ Das ist nicht meine Art. Aber ich würde mich freuen, ein Teil davon zu werden.

 

Magst du die deutschen Buchcover?

Sie sind wunderschön. Sie gehören zu meinen Favoriten, aber ich könnte nicht sagen welches mein Lieblingscover ist, weil sie alle so großartig sind.

 

In wie viele Sprachen wurde dein Buch übersetzt?

Sprachen ist ein bisschen tricky. Aber es wurde in 25 verschiedene Länder verkauft. Ich bekomme zu jeder Übersetzung einige Exemplare zugeschickt.

 

Hast du so eine Art Schrank, in den du die Bücher stellst?

Ja. Mein ‚Vanity Shelf‘. Dort steht das erste Buch in allen Sprachen, in das es übersetzt wurde. Ich habe es, weil ich das Glück hatte, verlegt worden zu sein. Darüber bin ich sehr glücklich und es ist etwas, woran ich mich immerzu erinnern möchte.

 

 

Wir unterhielten uns fast eine halbe Stunde mit Josie und wir möchten an dieser Stelle dem Oetinger Verlag und der Autorin für ihre Zeit danken.

Vielleicht bietet sich irgendwann nochmal die Gelegenheit mit ihr zu reden – dann natürlich über ihr neues Fantasy-Projekt, auf das wir jetzt schon sehr gespannt sind.

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Interview with Josephine Angelini

Juni 24

During the 2013 bookfair in Leipzig we had the pleasure to do a spontaneous interview with bestseller author Josephine Angelini. At the beginning of March her third book „Goddess“ in the „Starcross“-Trilogy got released in Germany. Attention! It contains some little spoilers.

 Josie

Thank you for this spontaneous interview! 

You’re welcome. It’s a pleasure.

 

When did you decide to be a full-time-writer?

I was a classical Theatre Major at NYU, so it was a lot of text there and a lot of writing about Shakespeare, either in text or performing. I did both. But I didn’t know I could be a writer. It took me a really long time to figure it out. I moved to Los Angeles about ten years ago and I thought: „Maybe I wanna be a screenwriter?“ I didn’t know where I really fit and I did not really commit to writing until ‚Starcross‘. I didn’t knew, that I’d actually do it until I did it. And then I was like: „Oh, maybe I’m a writer“ and I finished the book. And than, I was sort of: „I am a writer! I actually made it through a whole book!“ *laughing* I was shy about it and I took it very slowly.

 

I think everybody is very shy about their own writing, because you do not really know if it’s good or bad, or how other people like it.

Or if you have something to say. Not even if you are a good or a bad writer, but if you write with any value. Everybody wants to write something and not to ask other people why, no matter how it is. For me it was like I thought I hadn’t anybody to ask. Than I wrote the book and I did it.

 

Your family supports you?

Yes, they are very supportive.

 

When you finish your books, are you doing some kind of summary?

I put that off, as long as I can, until my publisher says: „Give us a summary“, because I’m terrible at it. When you write a whole book and somebody asks you to take all that and put it into some kind of paragraph, that’s impossible.

 

How many pages do your books have? Do you have a word count?

The first book has 120.000 Words. The second book has even more, about 130.000. And the final book has about 180.000. So it’s a long book. My books are about 45.000 words longer than the average in my genre. And I know that they have a lot ‚giants‘ in Germany. And I heard that the german translation is wonderful by the way. So yes, my books are very long for my genre.

 

Did you plan your story from the beginning as a Trilogy?

I planned it as three books from the beginning. I grow up with Star Wars. As I was a little kid and saw it the first time, it gave me a heart attack, as it was so overwhelming. I think this had a lot of influence to my writing. I think of books in terms of three phases of writing. There’s a beginning, a dark middle and a triumphing end. So when I outline my book, I outline the whole of the first book very intensely and for the second and third book I had the ideas. But I always knew it would be a trilogy.

 

Do you have a favorite scene in your books?

From the first book it’s definitely the scene where Lucas and Helen fall. I had that scene in my head from the beginning. I was breathing for that scene. And I would love to see that in the movie. *laughing*

In the second book it’s that final battle. Where Helen is injured and Zack is the one, who basically tells her how she can save them all. That scene was in my head for ever. And I was really careful how I did it. Because Zack was one of these characters you hate and in the end he becomes a hero. I know how this story would end through all I was writing the second book. My editors kept saying: „We don’t like Zack.“ And I kept telling: „You guys have to wait. You have to get to the end of the second book and you will like Zack.“

 

So you fight for him?

Yes, because I had that scene in my head.

 

When you start a new book – a new project, do you write down your characters, or are you having everything in your mind?

I write it down. I’m doing a lot of prefatory work. A lot of the book is actually written, before I start writing a word. I make sure my outline is really complete and I write my character along with my storyline. I write them side by side, because I think character forms plot and plot forms character. So you have to decide if the character who makes a choice, if this is that kind of guy to make that choice. And if he isn’t, than I have to change my character. So they feed back and forth on each other. So before I ever start writing, I’m very particular about prefatory work on my character work and plot.

I think you can get lost in the story, especially when you wanna write more than one book in a period. You really can get lost if you don’t figure it all out first.

 

Are you writing out of order? Like you switch to another scene, when you stuck in the other one?

No. I write in order. I’m writing a scene and I realize it doesn’t work. And than I have to go back and look into my outlines and change a few things, because I’m in the middle of writing and I know it doesn’t make sense. I thought it would, but it can’t work. But I always write in order. I like that feeling about the arc. I like to feel the growth of my characters and the way the story changes in time.

 

How many manuscripts are in your desk?

Four are finished. Three for ‚Goddess-Trilogy‘ and the first book for another trilogy. I have the outlines for an unfinished one. But it is so complicated. It’s just like a rough idea but nothing concrete yet. I do have screenplays which I never sold.

 

Are you not able to switch them into book manuscripts?

Actually I thought about it. Maybe there are one or two their might, but one of them would be for much younger readers – its about for middle grade – and another one is not Fantasy. And I don’t know if I’m interested in writing that right now. I really enjoy writing Fantasy. I think the reason why my screenplays never win anywhere, was because I wasn’t really writing what I love and that wasn’t until ‚Starcross‘.

 

So your new project will be Fantasy as well?

*huge smiling* Yes.

 

With a love story?

*giant smile* Yeah. There’s got to be a love story. For me it’s different, as it’s not as romantic as in ‚Starcross‘. Its a little bit more complicated than „I love you forever“ – immediate love. But there is definitely a love story.

 

Orion, Lucas and Helen are a typical Love triangle. Did you wrote it, as you like love triangles, or as almost every book in this genre is using it?

I think you write what you like and I liked it. I had read it in other books, definitely. But its not one of these things you do, because other people did it. I like love triangles. They are a lot of fun. Not to be in it, just to read about it.

 

I like Orion, and I like Lucas, but for me it was always Lucas. For me, Orion was just the best friend, and never a lover.

I think, a lot of people they have a friend and they like: „I can make this work.“ You know, you have this great guy-friend and you commit to each other and you think to yourself: „He is great for me. I’m going to work on a date.“ Like that, it is the way it should be, but you do not really feel it. I think a lot of girls think that.

 

For me it never worked as a Love triangle, even if I know it was one. I always saw Orion as the best friend.

Everybody has a different feeling about it. My manager actually said: „I wanted her to be with Orion. He’s better for her.“ Everybody has a different taste about it. I like that. I like, that people take from it, what ever they want. That’s interesting.

 

How popular is Fantasy in America?

It is very popular. Especially, when it comes to a movie. Movies have gotten so good now. When you go to see a Fantasy movie which was a book and they turned it into a movie, it looks good. They couldn’t do the stuff they do now 20 or 30 years ago.

I think people are more open to Fantasy, as it’s becoming more mainstream, because technology caught up with imagination. But I think that everything comes and goes. Fantasy will be in a few years and than go out and I’ll be writing books that nobody reads, but I still writing my books *laughing*.

 

Recently it looks like Hollywood buys every bestseller book and make a move from it. How do you think about it?

It is like this. There is a marketing reason for that, as movies are just so expensive now. So, if your book has a lot of readers, it is probably going to be a movie, because its safe for the studios. When you talk about hundreds of millions of Dollars you better make sure, that people go and see it. As there is a lot of money to lose.

 

During your reading, you told us, that ‚Starcross‘ is going to be a movie.

*smiling* Yes. But there isn’t anything concrete yet. We are still in the process to figure everything out.

 

Would you like to have a small part in your movie? Standing in the background like Stephenie Meyer did?

Oh, I don’t know. If I could be a waitress or something like that, that would be okay. But anything where I had something to say … No way. *laughing*

 

Are you going to write the screenplay?

We haven’t negotiated that yet, as we are still in process. I would love to, I’ll be open to it, but I’m not like: „If I don’t write that screenplay – that movie is not going to be made.“ I’m not that kind of a person. But I would love to be a part of it.

 

Do you like the german book covers?

They are beautiful. They are definitely one of my favorites. I can’t pick which one is my favorite, as they all are very gorgeous.

 

Do you know in how many languages your books got translated?

Languages are tricky, but I know it got sold in 25 different countries. And I’m getting these books, hard copies which they got published in.

 

Do you have some kind of shelf where you put them?

Yes. My ‚Vanity shelf‘. Just for the first book in every different language. I do have that, because I feel so fortunate to having been published. It’s something I wanna keep reminding myself of, and how lucky I am.

 

We talked with Josie almost thirty minutes, and for me they were the best thirty minutes in the past couple of years. Even now, when I’m writing down this interview, I have a huge smile on my face. Thank you again, for your time Josie, and I hope you enjoyed it, as much as we did. Hopefully we will see us again, and have the chance to talk about your new trilogy.

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Oetinger Verlag

März 29

Sonntagmorgen um 11.00 Uhr hatten wir einen „Termin“ mit Herrn Ehrich vom Oetinger Verlag. Die Oetinger Verlagsgruppe hat ihren Sitz im Nordosten Hamburgs und setzt sich zusammen aus dem 1946 gegründetem Friedrich Oetinger Verlag, dem Cecilie Dressler Verlag, Heinrich Ellermann Verlag, Erika Klopp Verlag und dem Verlag für Kindertheater. Der sympathische Mann hat sich viel Zeit genommen, um unsere Fragen zu beantworten. An dieser Stelle möchten wir auch nochmal DANKE sagen. Es hat viel Spaß gemacht. Hoffentlich sehen wir uns nächstes Jahr in Leipzig wieder.

 

Haben Sie das Gefühl, dass Deutsche mehr schreiben und Sie in den letzten Jahren mehr Manuskripte erhalten, als es früher der Fall war?
Leider kann ich hierzu gar nicht viel sagen, da ich für den Vertrieb zuständig bin. Aber ich habe bei meiner Kollegin Frau Weitendorf vor zwei Tagen gehört, dass es circa 1000 Manuskripte im Jahr sind. Ich würde aber sagen, dass die Tendenz aber auf jeden Fall mehr ist als früher.

Mit oder ohne den von Ihnen angeforderten Manuskripten?
Oh, das kann ich leider nicht sagen. Sie sprach nur von 1000 Stück pro Jahr.

Wie viele der unverlangt eingereichten Manuskripte werden von Ihnen letztendlich verwirklicht?
Nicht viele, aber hin und wieder kommt es vor.

Die Regale der Bücherhandlungen sind voll von ausländischen Autoren. Was sagen Sie dazu?
Die Qualität der Manuskripte ist für den Oettinger-Verlag wichtiger als die Herkunft. Aufgrund der familiären Beziehungen der Gründerfamilie nach Skandinavien haben wir neben vielen deutschen und englischen Titel auch eine Auswahl von skandinavischen Autoren im Programm.

Warum werden so viele ausländische Lizenzen erworben?
Der Erwerb von ausländischen Lizenzen aus dem Ausland ist anhaltend. Nicht weil die Deutschen schlecht schreiben, sondern eher, weil es sich in die Richtung entwickelt hat. Den „Startschuss“ hat J.K.Rowlings mit ihrem Harry Potter gemacht. Danach kam Cornelia Funke mit ihren Tinten-Büchern, Eragon, Biss und jetzt Panem. All diese Trendtitel kommen von Übersee (abgesehen von Cornelia Funke). Davon abgesehen wissen die großen amerikanischen Verlage, was für Marketing sie machen müssen, um einen Durchbruch zu schaffen.

In den Buchhandlungen findet man immer mehr Trilogien. Wird das von den Verlagen so gewünscht?
Laut Aussagen der Buchhandlungen wünschen die Leser keine Mehrteiler mehr. Die Tendenz geht eher zu Einteilern, bzw. Bücher, die in sich geschlossen sind. Ich wurde sogar schon von einigen meiner Kunden (Buchhandlungen) darum gebeten diese Informationen an die entsprechenden verlagsinternen Stellen weiterzuleiten.

Wo sehen Sie den Trend in den kommenden Jahren?
Das ist schwer zu sagen. Ein Trend wird von dem Nächsten abgelöst. Das Zeitalter der Vampire, Werwölfe geht langsam vorbei. Vielleicht werden skandinavische Krimis der neue Trend.

Was sagen Sie zum Thema, deutscher Autor soll nur in deutschen Settings schreiben?
Eigentlich ist das kein Problem. Wobei bei Oetinger eher deutsche Autoren mit deutschen Settings erscheinen. Cornelia Funke ist da sicher eine Ausnahme.

 

Vielen Dank auch für die Mühe das Rezensionsexemplar „Zirkel“ zuzusenden, zu dem in den nächsten Wochen ein Artikel folgen wird.

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