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Gallagher Girls – Spione küsst man nicht

Juni 6

Autor: Ally Carter

Originaltitel: I’d Tell You I Love You, But Then I’d Have to Kill You

 Erscheinungsdatum: 20.03.2013

 ISBN-13: 978-3522503310

Verlag: Planet Girl Verlag

Broschierte Ausgabe: 300 Seiten

Klappentext:

 

Auf der Leipziger Buchmesse war unter anderem dieses Buch ausgestellt. Bei der Frühjahrs- bzw. Herbstprogrammbesprechung mit  der Presseabteilung vom PlanetGirl–Verlag wurde es mir empfohlen und der Klappentext war ansprechend. Es versprach nach einer Menge Spaß und lustiger Verwirrungen.

Cammie ist ein eigentlich normales junges Mädchen. Sie hat eine Mutter, nette Freundinnen und geht zur Schule. Und dann hört das Normalsein auch schon auf. Die Mutter ist eine ehemalige Top-Agentin und nun Schulleiterin einer Ausbildungsakademie für Nachwuchsagentinnen. Die Freundinnen, sind genauso wie Cammie, Schülerinnen dieser Schule und lernen anstatt Erdkunde, Physik und Biologie, nützliche Dinge wie: Tarnen, Geheimcodes knacken und 14 verschiedene Sprachen, die abwechselnd beim Essen gesprochen werden. Da kann es vorkommen, das an einem Abend „Englisch mit amerikanischem Akzent“ und am nächsten Tag „Chinesisch-Mandarin“ gesprochen werden muss.

Bei einem Außeneinsatz begegnet Cammie Josh. Ein Junge aus der Nachbarschaft, der im Gegensatz zu ihr, wirklich „normal“ ist. Was tut sie also um ihn näher kennenzulernen? Richtig, sie spioniert ihn aus und legt sich eine zweite Identität zu – die eines „normalen“ Mädchens …

Erster Satz: Bestimmt fühlen sich viele Mädchen manchmal unsichtbar.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.4/6 (1 vote cast)

Idee: Eine Mädchenschule für Top-Agenten. Ich finde die Idee einfach so abwegig, wie sie doch wahr sein könnte. Sich vorzustellen, irgendwo auf der Welt gibt es eine Schule, wo all die Kinder von Top-Agenten hingehen und dort zu neuen Agenten ausgebildet werden, finde ich spannend. Wieso eigentlich auch nicht? Es gibt die Europaschulen, in denen die Kinder von Diplomaten unterrichtet werden. Privatschulen für die Reichen der Reichen und sicher auch Schulen für die Kinder von Hollywoodsterchen. Nicht zu vergessen Hogwarts :o)  Warum dann nicht auch nicht eine Schule für Spione.

Plot: Die Geschichte beginnt mit dem neuen Schuljahr, indem Cammie und ihre Freundinnen das Fach „Geheimoperationen“ bekommen. Dazu auch den passenden Lehrerschwarm Joe Solomon, dem die sechszehnjährigen Mädchen auch glatt verfallen. Bei ihrem ersten „Außeneinsatz“ bei einem Jahrmarkt in der Stadt, müssen Cammie (das Chamäleon), Bex (die Beste) und Liz (der Nerd) einen der Lehrer beschatten (natürlich so, dass er es nicht merkt) und herausfinden, welches Getränk er zu seinem Donut ist.

Sie läuft Josh über den Weg, und als er sie anspricht, ergeht es ihr wie vielen anderen Mädchen (nicht nur Topagentinnen in Ausbildung): Sie quasselt nur zusammenhangloses Zeug und denkt, sich bis auf die Knochen blamiert zu haben. Doch der Junge hinterlässt Eindruck und so tut sie das, was sie am besten kann: Sie knackt seinen E-Mail Account, durchwühlt seinen Müll, nur um mehr über ihn herauszufinden.

Schreibstil: Die Geschichte ist aus Sicht von der 16-jährigen Cammie geschrieben, was den Leser schnell in das Geschehen zieht und auch mit der Protagonistin fühlen lässt. Es ist locker und leicht zu lesen, ohne das man ins Stocken kommt. Die Übersetzer haben gute Arbeit geleistet.

Charaktere: Die Charaktere sind klar gezeichnet. Jeder hat seine Rolle und seine Aufgabe. Cammie, das „Chamäleon“, ein Durchschnittsmädchen, das in der Menge verschwindet, ohne aufgefallen zu sein. Sie verliebt sich in einen Jungen, der nicht weiß, wer sie ist und sie glaubt, damit sie mit ihm zusammen sein kann, muss sie ebenfalls normal sein und erfindet sich eine Tarnidentität.

Bex, das Mädchen aus England und die Klassenbeste Agentenanwärterin aus Cammies Jahrgang. Sie hat immer die beste Idee und ist die treibende Kraft in der Observierung von Josh.

Liz, die Computerspezialistin und das ‚Brain‘ von den drei Freundinnen. Sie ist ein bisschen trampelig und schusselig, genauso so, wie man sich einen weiblichen Nerd vorstellt. Nur mit dem Unterschied, dass sie ziemlich cool ist.

Dann gibt es noch Marcey, die keine Agentenfamilie hat, sondern einfach nur reiche und einflussreiche Eltern. Sie ist die Botschafterin zwischen „normal“ und „außergewöhnlich“ und hilft den Mädchen oft hinter die alltäglichen Dinge der nicht Gallagher Girls zu verstehen. Daraus ergeben sich für den Leser die ein oder anderen komischen Situationen.

Und dann ist da Josh. Der Junge in den sich Cammie verliebt. Er ist nicht der Schulschwarm oder der supersüße Junge, wie er in so vielen anderen Büchern zu finden ist. Er ist der Durchschnittsjunge von nebenan. Und das macht ihn so verdammt sympathisch.

Hintergrund: Tja, ob gut recherchiert oder nicht, kann ich nicht sagen, denn ich bin keine Topagentin der CIA oder des MI6. Eins weiß ich, ich habe in keiner Sekunde an der Schule, den Charakteren und des Hintergrundes gezweifelt. Die Autorin jongliert mit Möglichkeiten, mit Details und Informationen, die jeder schon mal gehört hat und man sich denkt: „Ja, das könnte ich mir für so eine Schule vorstellen. Das passt.“

Fazit: Genau das richtige zum träumen und seufzen. Und es wird weiter gehen. Im Juli erscheint der zweite Teil von den Abenteuern der Gallagher Girls. Ich bin schon sehr gespannt auf das Wiedersehen mit den Charakteren und wie es mit Cammie und Josh weitergehen wird.

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Seelenflüstern

September 14

Seelenflüstern

Price: EUR 14,95

Autor: Mary Lindsay

Originaltitel: Shattered Souls

Übersetzer: Usch Pilz

Erscheinungsdatum: 27. August 2012

ISBN-13: 978-3522502795

Verlag: Planet Girl

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten

Kurzinhalt:

 

Erster Satz: Die Kinderstimme kam von irgendwo hinter mir.

Mich hat das Cover absolut angesprochen. Allein diese Farben; und als ich es dann in Händen hielt, fühlte es sich auch noch mit dieser Softtouchoberfläche so gut an.  Der Klappentext hat mein Interesse geweckt. Die Idee fand ich einfach gut.

Lilian hört Stimmen, genau wie ihr verstorbenen Vater. Langsam aber sicher glaubt sie, so paranoid zu enden wie er. Doch dann taucht Alden auf, der ihr die unglaubliche Geschichte auftischt, sie sei eine Seelenflüsterin, die mit ihm als ihren Wächter, gestrandete Seelen auf ihrem letzten Wegstück begleiten soll. Die beiden sind seit Jahrhunderten ein Team, nur kann sich Lilian, im Gegensatz zu Alden, kein Stück daran erinnern. Auch nicht daran, dass ihr Name eigentlich Rose lautet. Zunächst will sie von all dem nichts wissen, aber nach einem brutalen Überfall einer Seele auf ihren Körper, lässt die sich von Alden das Grundwissen erklären. Den beiden läuft die Zeit davon, denn sie müssen Punkte sammeln, damit Lilians Gedächtnisverlust nicht auffällt und keiner von ihnen ausgeschlossen wird. Das wiederum würde den Tod bedeuten.

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Idee: Was soll ich sagen? Die Idee den wandernden Seelen ins Licht zu helfen und die dahinterstehende geheimnisvolle Organisation, hat mir sehr gut gefallen.

Plot: Es war angenehm, dass alles etwas langsam vorangeht. Gespickt mit den Übergriffen der Aggrots, den „bösen und aggressiven“ Seelen wird das Ganze aufgelockert. Das hinter der Aufgabe, den verlorenen Seelen den Weg zu weisen, die Organisation „RF“ steckt und wie diese genau funktioniert, kommt erst nach und nach heraus. So hatte die Geschichte einen fantastisch/mystischen Touch, aber bringt einen auch immer wieder auf den Boden zurück. Leider frage ich mich immer noch, wozu das Punktesystem da ist und wie das genau funktioniert, dass die Seelen sich bei jedem neuen Leben erinnern, ob sie Flüsterer oder Wächter sind. Aber da es ja eine Fortsetzung geben wird, kommen die Antworten auf diese Fragen sicher noch in den Folgebänden. Lilian hat neben ihrem „Job“ auch noch ein normales Leben, doch leider verkompliziert sich alles durch die Eifersucht ihres Freundes Zak. Dieser Wechsel zwischen Erlebnissen mit Zak und Alden macht die Story interessant und bereitet einen unweigerlich auf den Schluss des Buches vor.

Schreibstil: Ich habe dieses Buch nur schlecht aus der Hand legen können und das lag mitunter an dem Schreibstil. Wer den Blog aufmerksam liest, wird sich nicht wundern, dass ich mich mal wieder total über eine Icherzählerin im Präteritum gefreut habe. Man konnte die Story gut weglesen und der Protagonistin folgen. Ich habe mich in Lilian hineinversetzen können, aber ich war nicht sie, wie mir das mit Figuren in anderen Geschichten schon passiert ist. Allerdings ein Umstand, den ich nicht wirklich erklären, aber verschmerzen kann.  Nicht ein Mal kam ich währen des Lesens ins Stocken. Zudem fand ich die Sprache in den Dialogen sehr passend zu den Charakteren.

Charaktere: Lilian kann sich nicht an ihre vergangenen Leben erinnern, was sie eigentlich sollte. Sie ist total überrascht, als Alden auftaucht und ihr erzählt, warum sie die Stimmen hört. Am meisten hat mir an Lilian gefallen, dass sie nicht gleich gesagt hat. „Okay, ich bin also Seelenflüsterin, alles klar.“ Es dauert lange (ca. 70 Seiten), bis sie es endlich glaubt. Für manch einen Leser mag das zu langwierig sein. In meinen Augen hat die Autorin daran gut getan. So hat sich Lilian echt angefühlt. So wie Lilian reagiert hat und auch mit den Jungs, Zak und Alden, interagiert, würde ich es mir so manches Mal öfter wünschen. Lilian ist, abgesehen von ihrer Fähigkeit und Aufgabe, ein ganz normaler Teenager. Was sie auch für mich sympathisch gemacht hat, ist das Origami falten, wenn sie nervös ist. Mal was anderes als das sonst übliche schwitzen, nervös mit dem Fuß tappen o. ä. Auch ihr innerer Kampf gegen ihr altes Ich „Rose“ ist nachvollziehbar.

Alden wirkt sehr glatt. Irgendwie mochte ich ihn, aber er ist definitiv nicht der Typ, den ich anschmachten würde. Für Lilian ist er jedoch genau richtig. Alden nimmt seien Aufgabe als Wächter ernst. Zum Schluss versteht man auch seine ganzen, teils nervigen, Bemühungen. Für ihn ist es eine neue Chance als er bemerkt, dass Lilian sich nicht an die gemeinsame Vergangenheit  erinnern kann. Er ist unsicher, wie er mit ihr umgehen soll, und enthält ihr Informationen vor. Das hat jedoch eine Ursache, die ich hier aus Spoilergründen nicht nennen will. Man merkt dadurch aber auch, wie sehr ihm Lilian/Rose am Herzen liegt. Er stellt sogar sein eigenes Leben aufs Spiel, um sie zu retten. Dabei bleibt er der „RF“ total loyal. Er liebt seinen Job ebenso und hält seine Aufgabe für absolut wichtig. Man merkt ihm am ganzen Verhalten und Sprechen seine besondere „Lebenserfahrung“ an. Im Buch ist er 17, aber begeht sein X-tes Leben und da ist es nur plausibel, so routiniert und vorhersehend zu handeln.

Zak ist Lilians Freund, der die Stimmen als Krankheit bezeichnet, wie bei ihrem Vater. Gemeinsam teilen sie die Leidenschaft zum Gitarrenspiel, was zum Ende hin eine entscheidende Rolle spielt. Zaks Hintergrund ist eine zerrüttete Familie. Seine Probleme ertränkt er gerne im Alkohol, was ihm schlussendlich auch zum Verhängnis wird.

Hintergrund: Es bleiben noch Fragen über die „RF“ offen, aber bisher finde ich die Regeln dazu gut ausgedacht. Ein bisschen mehr Information zum Prozess der Wiedergeburt hätte die Autorin geben können. Alles in allem aber finde ich keine Logikfehler in der Geschichte und die Charaktere kommen ihren Rollen und Hintergrund entsprechend rüber.

Fazit: Das wunderschöne Cover spiegelt den Inhalt wieder. So oder so finde ich ein Thema rund um wiedergeboren werden und gemeinsamer vergangener Leben spannend. Mich hat es auch etwas zum Nachdenken angeregt, denn jede Seele, die sich zu Lilian verirrt, hat noch etwas zu erledigen, etwas, was zu Lebzeiten nicht bewusst war und bis in den Tod hinein beschäftigt. Ich freue mich auf die Fortsetzung. Auf der Homepage der Autorin hab eich gelesen, dass sie nicht vor 2014 erscheint, was natürlich eine lange Wartezeit ist. Nichtsdestotrotz kann man das Buch auch als Einzelband sehen.

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L.A. Candy

August 22

L.A. Candy

Price: EUR 13,95

Autor: Lauren Conrad

Originaltitel: L.A.Candy

Übersetzer: Sonja Fiedler-Tresp

Erscheinungsdatum: 24.Juli 2012

ISBN-13: 978-3522502986

Verlag: Planet Girl

Broschiert: 320 Seiten

Kurzinhalt:

 

Im Verlagsprogramm ist mir sofort das Cover ins Auge gestochen. Das helle weiß mit den Zuckerherzen, in die ich immer noch gerne reinbeißen möchte, ist einfach schön. Etwas komisch war im ersten Moment die Tatsache, dass der Name der Autorin so groß über den eigentlichen Titel prangt.

Erster Satz: Jane Roberts lehnte in einem weißen Seidennachthemd an ihrem Frisurtisch und begutachtete, wie es sich von ihrer sonnengebräunten Haut abhob.

Jane und Scarlett, Freundinnen seit dem Sandkasten, ziehen nach der High School zusammen nach L.A. Scarlett will studieren, Jane Eventplanerin werden und absolviert zunächst ein Praktikum. Die neue Stadt ist aufregend und während eines Clubbesuchs werden die Mädchen von einem Produzenten angesprochen. usammen mit zwei anderen Mädchen sollen sie die Stars der neuen Reality–Soap „L.A.Candy“ werden. Sie lassen sich die Chance nicht entgehen, ohne zu ahnen, was dies nun bedeutet. Ständig sind Kameras dabei und filmen sogar ihre Dates. Langsam aber sicher merken sie, das in der Welt der TV-Sternchen nicht alles Friede–Freunde–Eierkuchen ist.

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Rating: 3.0/6 (1 vote cast)

 

Idee: Die Idee war für mich ausschlaggebend das Buch zu lesen. Ein Roman über das Leben in einer Reality–Soap und deren Tücken finde ich ein gutes Thema. Die Fernsehlandschaft ist übersät von  Shows in denen normale Menschen ganz schnell bekannt werden und eben so schnell wieder fallen. Gerade für Jugendliche finde ich eine kritische Beleuchtung der Sache da ganz richtig. Sehr wichtig finde ich, das die Autorin selbst die Erfahrung von Reality–Soaps gemacht hat. Dass macht es authentisch.

Plot: Ehrlich gesagt habe ich mich gefragt wann es losgeht, und da war ich auf Seite 70.  Ab Seite 100 startet die Story dann richtig. Wo zuvor das ganze Umzieh–Geplänkel und Einleben in der neuen Stadt im Vordergrund stand, wird nun das ganze Show-Theater gezeigt. Das ist interessant und gut dargestellt. Immer wieder schwankt Jane zwischen der Glitzerwelt Hollywoods und ihrem normalen Leben. Die Freundschaft zu Braden lässt sie immer wieder die Kameras vergessen. Jedoch führt diese Beziehung dann irgendwann zu einem Konflikt und lässt die Geschichte in einem Cliffhänger enden.

Schreibstil: Um ehrlich zu sein: Nicht gut. Sicher hat Lauren Conrads Promistatus bei der Veröffentlichung geholfen. Die ersten 100 Seiten hat mich wirklich das Thema bei der Stange gehalten. Ich gehöre sowieso nicht zu den schnellen Buchabbrechern, aber der Anfang hätte besser sein können. Wenn es allerdings mit der Show losgeht, wird der Stil auch besser und die Geschichte authentischer. Man merkt der Autorin sehr an, mit welchen Szenen sie sich eben gut identifizieren konnte. Der Perspektivenwechsel ist ein toller Ansatz, aber leider nicht so gut umgesetzt. Sie erzählt zwar immer in der dritten Person, aber mal aus Janes, mal aus Scarletts Sicht und zwischendurch auch mal aus der Sicht anderer Protagonisten. Es wirkt ein wenig holprig und ich hoffe, dass sie das im weiteren Verlauf der Serie verbessert.

Charaktere: Am Anfang hatte ich mit Scarlett und Jane zu kämpfen. Sie waren mir nicht deutlich genug, was sich aber mehr und mehr im Laufe des Buchs klärte.  Scarlett mag ich auf ihre Art, obwohl ich nicht nachvollziehen konnte, warum sie zur Show “ Ja“ gesagt hat. Jane ist sehr naiv.  Aber je mehr ich über sie nachdenke, desto mehr gefallen mir die Ungereimtheiten. Bei ihren Gedankengängen konnte ich oft nur den Kopf schütteln, aber um ehrlich zu sein: Sie ist grad aus der Schule von zu Hause in die Stadt gezogen,  total überwältigt und eben jung, da hat man schon mal komische Gedankengänge ist sprunghaft und auch in gewisser Weise naiv. Madison und Gaby verkörpern totale Klischees. Gaby als das kleine naive Dummchen und Madison als reiches verzogenes Gör, dass nur auf Ruhm aus ist, koste es, was es wolle.

Wirklich tiefgründige Charaktere darf man nicht erwarten. Sie funktionieren, aber ich hätte etwas mehr erwartet.

Hintergrund: Ganz klar: Man merkt der Autorin an, dass sie mit all dem Glanz, Glamour und den Kameras Erfahrung hat. Insofern stimmt der Hintergrund und ein Blick hinter die Kulissen ist sehr interessant.

Fazit: Ich habe mehr erhofft, dennoch finde ich das Thema total super und für eine leichte Abwechslung zwischendurch ist es ein gutes Buch. Wer eine total kritische Behandlung des Themas erwartet, wird enttäuscht sein, wer jedoch einfach mal einen Einblick in die Welt der Reality-Soaps haben möchte ist gut bedient. Immerhin endet das Buch in so einem Cliffhänger, dass ich schon Lust habe, den Folgeband auch zu lesen. Ausserdem bin ich gespannt, wie sich der Stil noch entwickelt. Für die Zielgruppe könnte ich es mir als Erfolg vorstellen, denn es ist ein aktuelles Thema was den Nerv der Zeit trifft. Es gibt bestimmt genug junge Mädels die mit Janie und Co. gerne mitfiebern.

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Liebe … ganz schön peinlich!

Mai 18

aus der Reihe „Freche Mädchen – freche Bücher“ (Sonderedition mit leuchtender Glanzfolie)

 

Gebundene Ausgabe:  256 Seiten

Autor: Bianka Minte-König

Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (26. März 2012)

ISBN-13: 978-3522503228

Vor ein paar Wochen bekam ich ein schweres Päckchen von der Thienemann-Verlagsgruppe mit wunderbaren Überraschungen drin. Weil ich die Bücher aus der „Freche Mädchen“-Reihe vom Planet Girl Verlag so toll finde, hatte ich mir davon eins gewünscht. Der Wunsch wurde mir erfüllt, obwohl ich ein wenig die Zielgruppe verfehle.

Kurzinhalt:


Erster Satz: „Sag das noch mal!“

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Schreibstil
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Idee: Die Idee ist simpel und einfach wunderbar. Ein wenig habe ich mich an meine Schulzeit zurück erinnert und zum Teil Tränen gelacht. Ich habe mich beim Lesen nicht nur einmal gefragt, ob ich auch so verrückt wie Leonie war. Ich habe mich köstlich amüsiert.

Plot: Leonie zieht mit ihrer Mutter und ihrem Bruder ins Rheinland. Zu ihrem Schreck ist die neue Schule eine reine Mädchenschule, was sie aber gar nicht so toll findet, schließlich gehören Jungs zum Schulalltag dazu, wie Adam zu Eva. So schmeißt sie an ihrem ersten Schultag in der großen Pause einen „Hilferuf“ über die hohe Mauer zur benachbarten Jungenschule. Als sie prompt eine Antwort von „Adam“ bekommt, nimmt das Chaos seinen Lauf.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Die Klassenhexe kennt wohl jede, da ist es egal, ob Frau 12 oder 31 ist. Meine Klassenhexe war einen Kopf größer als ich, hatte lange braune Haare und kam jeden Morgen geschminkt und wie aus dem Modemagazin entsprungen zur Schule, genauso wie bei Leonie. Die Klassenfahrt mit nächtlichem Zimmerhopping (nach Zapfenstreich selbstverständlich) hat Erinnerungen an meine sommerlichen Feriencamps geweckt und ich habe herzlich lachen müssen beim Undercovereinsatz in der benachbarten Jungenschule.

Schreibstil: Ein erfrischend frecher, lustiger Schreibstil. Es war einfach zu lesen, ohne Stolpersteine und Wiederholungen. Man fängt an, hört irgendwann auf und wundert sich über die dreißig Seiten, die man mal ,gerade eben‘ gelesen hat.

Charaktere: Leonie passt definitiv in die Schublade „freches Mädchen“. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und erlebt so die ein oder andere peinliche Situation, die sie aber (sehr zum Genuss des Lesers) souverän löst.

Leonies Freundin ist im Gegensatz zu der Protagonistin eher sehr direkt und rational. Sie hat zu jeder Situation den passenden Spruch, der so trocken rüberkommt, dass ich mich jedes Mal zusammenreißen musste, um nicht laut loszulachen.

Beim ersten Auftritt von „Adam“ habe ich es irgendwie ‚gespürt‘, das ist ER, obwohl die Autorin keine Anspielungen oder dergleichen gemacht  hat. Es passte einfach.

Hintergrund: Der ist nicht schwer, denn es sind alltägliche Schulsituationen, die jeder in der ein oder anderen Weise selbst erlebt hat.

Fazit: Schönes Lesevergnügen für zwischendurch. Ich habe angefangen und wunderte mich bei der letzten Seite, wie schnell die Zeit vergangen war.

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und vielleicht lese ich auch noch die anderen beiden Teile, die zu Leonie erschienen sind. Verdient hätte sie es allemal.

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