Aisling Breith lesen, schreiben, hören

Slide

September 29

Autor: Jill Hathaway

Originaltitel: Slide

Übersetzer: Susanne Goga-Klinkenberg

Erscheinungsdatum: 26. September 2012

ISBN-13: 978-3841421494

Verlag: Fischer FJB

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Kurzinhalt:

 

Der Klappentext hat mich total neugierig gemacht. Natürlich finde ich diesen mystischen Aspekt interessant. Außerdem wollte ich wissen, wie die Protagonistin dargestellt wird, da Narkolepsie eine spezielle Sache ist.

Erster Satz: Ich wälze mich auf der Laufbahn neben dem Fußballfeld und schlage um mich.

Sylvia leidet an Narkolepsie. Als wäre das plötzliche Einschlafen nicht schon genug, „wandert“ sie währenddessen auch noch. Berührt sie beim wegdämmern einen Gegenstand, auf dem jemand einen „emotionalen Abdruck“ hinterlassen hat, sieht sie die Welt durch dessen Augen. Ein lästiges Übel, das sie eines Tages zur Zeugin eines Mordes macht, den alle anderen als Selbstmord ansehen. Sie ist fest entschlossen den Mörder zu finden, doch das ist gar nicht so einfach. Einige Personen in ihrem Umfeld sind verdächtig. Zuflucht und Halt findet sie nur in Zane, dem „Neuen“ an der Schule, in den sie sich verliebt. Schließlich muss sie lernen mit ihrer Fähigkeit umzugehen, denn der Mörder hat es auch auf ihre Schwester Mattie abgesehen.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
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Idee: Die Idee hat ein bisschen was von „Wake“.  Sie ist nicht also nicht neu, aber trotzdem gut.

Plot: Erst dachte ich: Okay, man lernt alle Figuren kennen. Es plätschert vor sich hin, ist aber dennoch spannend. Dann passiert der Mord und man geht mit Sylvia auf die Suche. Ein paar Mal habe ich gedacht, dass ich weiß, wer es ist, wurde jedoch mit dieser Auflösung zum Schluss dann doch überrascht.

Schreibstil: Erzählt wird als Icherzähler im Präsens. Mir wurde nie langweilig und man konnte die Geschichte schön und recht zügig lesen. Hathaway schreibt zumindest so spannend, dass ich es nicht weglegen konnte.

Charaktere: Sylvia ist mit ihrer Narkolepsie schon interessant. Dazu kommt der Tod ihrer Mutter, der sie mit elf praktisch zur Mutter ihrer Schwester gemacht hat. Aber da ist noch ein Erlebnis, was das junge Mädchen erschüttert hat und sie nun mit pinken Haaren herumlaufen lässt. Sylvia wirkt sehr ernst, aber wenn sie zusammen mit Zane ist, zeigt sie sich als ein normales Mädchen ihres Alters. Besonders sympathisch finde ich Sylvias Haarfarbe und ihren besten Freund Rollins. Auch wie sie sich um Mattie kümmert, obwohl sie auch mal genervt ist von ihrer Schwester, ist toll. Ein Pluspunkt für Sylvia: Ihr Musikgeschmack. Er spiegelt meinen aus der Jugend wieder und hat mich in Erinnerungen schwelgen lassen.

Rollins ist Sylvias bester Freund. Nicht der typische Herzensbrecher, sondern ein Außenseiter. Sylvia merkt kein Stück, das er in sie verliebt ist. Er hat mir die ganze Zeit über etwas leidgetan, bis auch er in den Kreis der Verdächtigen rutscht. Ebenso wie Sylvia ihre Fähigkeit vor ihm verbirgt, erzählt er nie, wie es bei ihm zu Hause wirklich aussieht.

Zane ist der Typ, in den man sich verlieben möchte. Er sieht nicht nur gut aus, er bringt Sylvia Unbeschwertheit. Mit ihm scheint alles einfach und doch birgt auch er ein Geheimnis. Zane steht damit selbst in Konflikt, aber das bekommt man eher passiv mit.

Auch wenn man nun eine Dreiecksbeziehung vermutet, das ist es nicht. Nur am Rande, denn es geht doch mehr darum, den Mord aufzuklären.

Hintergrund: Man hat keineswegs das Gefühl, das etwas nicht passt. Auch wenn der Plot teilweise überraschend daher kommt, fügt sich doch alles zusammen. Zwar habe ich das Motiv des Mörders nachvollziehen können und es war nicht unlogisch, aber dennoch hat es mich nicht vollends überzeugt.

Fazit: Slide ist genau die passende Dosis, um zwischendurch ein gutes Buch zu lesen. Es war so schnell durch, das ich mich auf eine Fortsetzung freue. Allerdings frage ich mich, was da Thema sein wird, denn dieser erste Teil geht durchaus als Einzelroman durch. Wer ein bisschen rätseln möchte, den mystischen Aspekt des „wandern“ mag und ein kurzweiliges Leseerlebnis sucht liegt mit „Slide“ genau richtig.

 

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Zirkel (Engelsfors 1)

Mai 13


Gebundene Ausgabe:
608 Seiten

Autor: Sara Bergmark Elfgren, Mats Strandberg

Verlag: Dressler (Februar 2012)

ISBN-13: 978-3791528540

Originaltitel: Cirkeln

Erster Satz:  Sie wartet auf eine Antwort, aber Elias hat keine Ahnung, was er sagen soll.

Mir ist zwar das Cover auf der Leipziger Buchmesse aufgefallen, aber so richtig schmackhaft hat mir erst unser Interviewpartner Herr Ehrich gemacht. Neuland für mich, denn es ist keine Liebesgeschichte, sondern ein mystischer Thriller. Der Auftakt einer Trilogie (ausnahmsweise finde ich es hier im Moment nicht abschreckend).

 

Idee: Ohne viel zu verraten: Eine richtig gute Idee, der die Autoren wirklich gerecht geworden sind. Mystik und Thriller in einem Jugendbuch zu vereinen, ist sicher Gold wert. Lesen! Ich möchte einfach nicht zu viel verraten.

Plot: Auch beim Plot volle Punktzahl! Die Geschichte ist in 5 Teile aufgeteilt und berichtet erst ein bisschen vom Alltag der Mädchen bis sich immer mehr Fragen aufwerfen und sich nach und nach alles zusammenfügt. Ich hätte diese Auflösung zum Schluss nicht erwartet. Der Showdown ist kurz und passiert wirklich erst auf den letzten Seiten, aber sehr gut geschrieben.

Schreibstil: Es wird aus allen sechs Blickwinkeln der Mädchen erzählt. Was am Anfang erst noch für Verwirrung sorgt, wird nach und nach klarer dadurch, dass man die Charaktere sehr gut kennenlernt.
Bei diesem Buch fand ich das Präsens ausnahmsweise überhaupt nicht störend . Für mich war Zirkel neu und anders. Viel kürzere Sätze als bei den Büchern die ich sonst lese. Wenig Verschachtelungen. Sehr klare Ausdrucksweise und deutliche Bilder. Nie wurde es mir langweilig und man konnte den Text so weglesen. Unglaublich, dass es ein Duo geschrieben hat.

Charaktere: Was soll ich sagen? Die Mädchen sind so gut in Szene gesetzt und durchdacht. Diesmal habe es mir wirklich sehr die Hauptprotagonistinnen angetan, anstatt der Nebenchraktere(die auch ausnahmslos gut sind). Sie sind unterschiedlich, extrem und denn ich findet man in ihnen ganz typische Charaktere, die man wohl in jeder Klassenstufe ihres Alters findet. Das ganze handeln und die Dialoge kamen mir sehr echt vor.

Hintergrund: Es bleibennatürlich Fragen offen, aber die werden mit Sicherheit in den zwei weiteren Teilen beantwortet. Ansonsten ist alles schlüssig und nachvollziehbar.

Fazit: Ein Jahr warten auf Teil 2? Argh! Manchmal kann das Hobby Lesen so grausam sein. Aber ich freue mich. Für mich war „Zirkel“ bisher meine Überraschung des Jahres. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich das Genre mag und das mich dieses Buch so überrascht. Ein anderes Genre, ein anderer Stil. Dann finde ich es auch bemerkenswert, dass es von einem Autorenduo geschrieben wurde. Mich hat Zirkel überzeugt, obwohl ich nicht Zielgruppe bin. Ich bin gespannt, ob es mehr Bücher demnächst auf dem Markt geben wird, die in diese Richtung gehen. Jeder der Mystisches mag, während des Lesens die ganze Zeit unter Spannung stehen möchte und bis zum Schluß rätseln, sollte es unbedingt lesen.

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Charaktere
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