Aisling Breith lesen, schreiben, hören

Göttlich: Verloren

Mai 17

Göttlich verloren

Price: EUR 19,95

 

Autor: Josephine Angelini

Verlag: Dressler (Mai 2012)

ISBN-13: 978-3791526263

Originaltitel:Dreamless


Kurzinhalt:


Von der Oettinger Verlagsgruppe haben wir uns „Göttlich: Verloren“ gewünscht und auch dieser Wunsch wurde erfüllt. Ich habe das erste Buch „Göttlich: Verdammt“ gelesen und war gefangen. Wer die griechische Mythologie mag, wird von diesen Büchern nicht enttäuscht sein.

Erster Satz: Blut quoll unter Helens zerrissenen Fingernägeln hervor, sammelte sich an ihrer Nagelhaut und floss von dort in kleinen Rinnsalen über ihre Fingerknöchel.

Meiner Meinung nach, ein sehr gelungener erster Satz.

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Idee
Plot
Schreibstil
Charaktere
Hintergrund
Rating: 5.3/6 (1 vote cast)

Idee: Ich mochte die Idee, eine (teilweise) Neuerzählung der Ilias mit Halbgöttern als Protagonisten sehr gern. Auch jetzt nach dem zweiten Teil bin ich noch immer begeistert, auch wenn einige andere „Kritiker“ das 2. Buch als schlecht ansehen.

Plot: Die Geschichte geht dort weiter, wo das erste Buch endet. Helen hat die schwere Aufgabe jede Nacht in die Unterwelt hinabzusteigen, um einen Weg zu finden, die Parzen zu zerstören. Sie trifft auf Orion, der ihr bei ihren nächtlichen Abstiegen beisteht und gemeinsam suchen sie nach einem Weg die scheinbar unlösbare Aufgabe zu lösen.
Alle Charaktere aus dem ersten Teil sind hier auch wieder vertreten. Lucas wird ein bisschen hintergründig, denn in diesem Buch dreht sich alles um Helen (und Orion) und ihre Aufgabe. Da ist (leider) nur wenig Platz für den hübschen Halbgott.
Die Geschichte schreitet zügig voran, hier und da sind einige langsame Passagen dabei, die mich aber nicht wirklich gestört haben, weil es einfach spannend war und man gerne wissen wollte, wie es weitergeht.

Achtung:Spoiler Aufklappen

Zwei Punkte Abzug gibt es, weil die Geschichte mir stellenweise zu sehr nach ‚Twilight‘ riecht. Dieses „Jacob-Syndrom“ wie ich es nenne, ist meiner Meinung nach nicht notwendig und wirkt auf mich gezwungen. Frei nach dem Motto: „Was funktioniert hat, kann jetzt auch funktionieren.“

Ich hoffe nur, Josephine Angelini verzichtet darauf vier Teile zu schreiben, nur um die Dreiecksbeziehung so auszureizen wie es Frau Meyer getan hat. Das ist meiner Meinung nach nicht nötig (und sehr unfair Orion gegenüber).

Im Gegensatz zu den Vampirbüchern, macht die Autorin am Ende des Buches aber deutlich, wie sehr Helen Lucas liebt und da war mir als Leserin klar, dass Orion keine Chance hat.

Schreibstil: Flüssig und einfach zum Runterlesen. Persönlich muss ich sagen, hat mir das zweite Buch besser gefallen als das Erste. Das liegt wahrscheinlich daran, weil die Autorin dieses Mal auf seitenweise Beschreibungen wie im ersten Teil konsequent verzichtet und mehr ‚show don’t tell‘ gemacht hat.
Es ist spannend bis zum Schluss und endet mit einem Ereignis, was ich so nicht erwartet habe.

Ein Pünktchen Abzug gibt’s, weil zwischendurch Wissen der griechischen Mythologie vorausgesetzt wird, bei dem die Normalsterbliche, die sich als junges Mädchen nur Hercules und Xena Samstags auf RTL reingezogen hat, nicht ganz mitkommt.

Charaktere: Charaktere entwickeln sich weiter, so wie es auch sein soll. Weil das Augenmerk der Geschichte mehr auf Helen und Orion liegt, werden die anderen Charaktere mehr zu Randfiguren und können so (auf den ein oder anderen Leser vielleicht) ein wenig farblos wirken.
Meiner Meinung nach schmälert das aber nicht das Lesevergnügen.
Es gibt ein Wiedersehen mit allen Figuren aus dem ersten Buch und einige Neueinführungen wie Hades, Persephone und einigen anderen.

Hintergrund: Was soll ich sagen? Man merkt, die Autorin kennt sich aus. Gerade bei solchen Geschichten mit historischem Hintergrund ist es wichtig, sich sehr gut auszukennen, damit nachher nicht jemand den Zeigefinger hebt und schimpft.
Für mich war alles glaubhaft, logisch und das ist für mich die Hauptsache.

Fazit: Ich bin absolut nicht enttäuscht worden. Neun Stunden habe ich für dieses Buch gebraucht (zwei Nächte bis um 2 Uhr). Ich war tief unglücklich, als ich die letzte Seite erreicht hatte und mir klar wurde, ich müsste ein Jahr warten, bis ich den letzten Teil in Händen halten kann.
Auch wenn die Meinungen über dieses Buch auseinandergehen. Ich bin restlos begeistert und werde es gerne weiterempfehlen.

 


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Zirkel (Engelsfors 1)

Mai 13


Gebundene Ausgabe:
608 Seiten

Autor: Sara Bergmark Elfgren, Mats Strandberg

Verlag: Dressler (Februar 2012)

ISBN-13: 978-3791528540

Originaltitel: Cirkeln

Erster Satz:  Sie wartet auf eine Antwort, aber Elias hat keine Ahnung, was er sagen soll.

Mir ist zwar das Cover auf der Leipziger Buchmesse aufgefallen, aber so richtig schmackhaft hat mir erst unser Interviewpartner Herr Ehrich gemacht. Neuland für mich, denn es ist keine Liebesgeschichte, sondern ein mystischer Thriller. Der Auftakt einer Trilogie (ausnahmsweise finde ich es hier im Moment nicht abschreckend).

 

Idee: Ohne viel zu verraten: Eine richtig gute Idee, der die Autoren wirklich gerecht geworden sind. Mystik und Thriller in einem Jugendbuch zu vereinen, ist sicher Gold wert. Lesen! Ich möchte einfach nicht zu viel verraten.

Plot: Auch beim Plot volle Punktzahl! Die Geschichte ist in 5 Teile aufgeteilt und berichtet erst ein bisschen vom Alltag der Mädchen bis sich immer mehr Fragen aufwerfen und sich nach und nach alles zusammenfügt. Ich hätte diese Auflösung zum Schluss nicht erwartet. Der Showdown ist kurz und passiert wirklich erst auf den letzten Seiten, aber sehr gut geschrieben.

Schreibstil: Es wird aus allen sechs Blickwinkeln der Mädchen erzählt. Was am Anfang erst noch für Verwirrung sorgt, wird nach und nach klarer dadurch, dass man die Charaktere sehr gut kennenlernt.
Bei diesem Buch fand ich das Präsens ausnahmsweise überhaupt nicht störend . Für mich war Zirkel neu und anders. Viel kürzere Sätze als bei den Büchern die ich sonst lese. Wenig Verschachtelungen. Sehr klare Ausdrucksweise und deutliche Bilder. Nie wurde es mir langweilig und man konnte den Text so weglesen. Unglaublich, dass es ein Duo geschrieben hat.

Charaktere: Was soll ich sagen? Die Mädchen sind so gut in Szene gesetzt und durchdacht. Diesmal habe es mir wirklich sehr die Hauptprotagonistinnen angetan, anstatt der Nebenchraktere(die auch ausnahmslos gut sind). Sie sind unterschiedlich, extrem und denn ich findet man in ihnen ganz typische Charaktere, die man wohl in jeder Klassenstufe ihres Alters findet. Das ganze handeln und die Dialoge kamen mir sehr echt vor.

Hintergrund: Es bleibennatürlich Fragen offen, aber die werden mit Sicherheit in den zwei weiteren Teilen beantwortet. Ansonsten ist alles schlüssig und nachvollziehbar.

Fazit: Ein Jahr warten auf Teil 2? Argh! Manchmal kann das Hobby Lesen so grausam sein. Aber ich freue mich. Für mich war „Zirkel“ bisher meine Überraschung des Jahres. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich das Genre mag und das mich dieses Buch so überrascht. Ein anderes Genre, ein anderer Stil. Dann finde ich es auch bemerkenswert, dass es von einem Autorenduo geschrieben wurde. Mich hat Zirkel überzeugt, obwohl ich nicht Zielgruppe bin. Ich bin gespannt, ob es mehr Bücher demnächst auf dem Markt geben wird, die in diese Richtung gehen. Jeder der Mystisches mag, während des Lesens die ganze Zeit unter Spannung stehen möchte und bis zum Schluß rätseln, sollte es unbedingt lesen.

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Wake

März 2

 

Gebundene Ausgabe 272 Seiten

Autor: Lisa McMann

Verlag: Bastei Lübbe (Boje); Auflage: 1 (25. August 2010)

ISBN-13: 978-3414822659

Originaltitel: Fade (Wake Trilogy)

Erster Satz: Janie Hannagan fällt das Mathematikbuch aus der Hand.

Ich glaube, ich bin bei Amazon über das Buch gestolpert. Mir gefiel das Thema ganz gut und das Cover hat mich auf einen düsteren Roman hoffen lassen. So düster ist es dann doch nicht, aber es war eine nette Unterhaltung.

 

 

Idee: Das Thema hat mich abgesprochen. Das es keine reine Liebesgeschichte ist, sondern eher um Janies Gabe, gefällt mir gut

Plot: Der ganze Aufbau ist sehr spannend. Zwar gibt es Dinge, die vorhersehbar sind, aber ich fand den Plot schon gut für ein so dünnes Buch.

Schreibstil: Der Schreibstil geht gar nicht.

Ich habe mich gequält.

Einzig die gute Story hat mich vorangetrieben.

Der auktoriale Erzähler ist nicht meine Lieblingsperspektive.

Die ständigen Datums- und Zeitangaben hätte ich nicht gebraucht.

Nur mal so um ein Bild von dem Stil zu bekommen. Puh, das ist leider das ganz große Manko dieses Buches. Zu kurze Sätze. Zu viele Absätze.Vom Stil her fehlt Atmosphäre, was nicht heißt, dass nicht trotzdem welche aufkommt, aber das liegt an der Story. Es liest sich eher wie eine Akte, einen Bericht und das ist wirklich nicht spannend. Trotzdem habe ich es nicht weggelegt, weil ich neugierig auf die Geschehnisse war und mich die Story gepackt hat. Ich werde die anderen Teile lesen, aber glaubt mir, wenn ich an den Stil denke, graut es mir ein bischen. Zum Glück hatte das Buch nur einen schmalen Umfang. Ein 500 Seiten Wälzer hätte ich so nicht lesen können.

Charaktere: Was mir am meisten an Janie gefallen hat, dass sie nicht dieses schüchterne unscheinbare Mädchen ist. Sie ist auch nicht auffällig. Janie hat es nicht leicht mit ihrer Mutter, die immer genug Alkohol im Haus hat. Janie hat sich praktisch selbst erzogen. Auch bei ihrer Freundin ist nicht alles rosig und Carl sieht in seinem Vater nur das Monster. Dann gibt es noch am Rande das reiche Mädchen, dass nicht will, dass jemand ihr Geheimnis kennt. Die Charaktere sind gut gelungen, authentisch und das, trotz des merkwürdigen Schreibstils.

Hintergrund: Ich glaube der Autorin die Geschichte und obwohl Janies Gabe irreal ist, hatte ich das Gefühl, das die Geschichte authentisch ist. Sie bringt die Traumsequenzen gut rüber und nichts wirkt an den Haaren herbeigezogen. Selbst Carls spezielle Rolle nicht.

Fazit: Ja, ich war genervt vom Stil, aber ansonsten war ich überrascht, doch noch so von der Geschichte gefesselt zu werden. Zwischenzeitlich rätselt man ganz schön herum, was mit Carl ist. Die Auflösung fand ich schlussendlich richtig gut. Wake hat Spaß gemacht, wenn man vom Stil absieht und ich werde mich durch die anderen teile kämpfen, obwohl das Buch auch gut als Einzelteil gelten könnte. Eigentlich sind bei mir keine Fragen offen geblieben und deshalb bin ich auch gespannt, was die Autorin noch aus der Story gekitzelt hat. Auf jeden Fall auch nett für zwischendurch, da es eben kein großer Wälzer ist.

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Arkadien fällt

Dezember 17



Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (26. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3551582034

 

Erster Satz:

Achtung:Spoiler Aufklappen

Fundlings Beerdigung.

 

Wie viele andere habe ich mich auf den Abschluß der Arkadien-Reihe gefreut. Tja, und dann beim ersten Satz direkt ein Spoiler? Das musste sein, denn der dritte Band fängt gleich mit einer Überraschung an.

 

Kurzinhalt:

 

Nach einer Beerdigung werden Rosa und Alessandro zu einem Treffen gelockt, was sich als Falle herausstellt Ihre eigenen Clans haben sich gegen sie gestellt und zwingen sie auf ein rasante und ereignisreiche Flucht zu gehen. Es treibt sie über die ganze Insel und immer weiter in die Geheimnisse um TABULA, den arkadischen Dynastien und Fundling hinein. Fast alles löst sich bis zu einem actionreichen Finale auf.

 

So sehr ich mich auch auf den letzten band gefreut habe, habe ich auch getrauert, weil es eben der letzte Band ist. Die Arkadien-Reihe war die erste Reihe von Kai Meyer die ich gelesen habe. Bisher habe ich alle gehört, da ich Andreas Fröhlich als Sprecher der Hörbücher sehr mag. Da aber in dieser Reihe die Mafia eine Rolle spielt, musste ich die Bücher lesen. Zum Glück! Ich mag Themen, in denen die Mafia eine Rolle spielt und bin deshalb sehr begeistert von den Büchern. Rosa ist keine typisch weibliche Protagonistin, was mir sehr gefällt. Sie hat ecken und Kanten, erlebt schlimme Dinge und hat eine kriminelle Vergangenheit. Auch entspricht sie nicht dem perfekten Schönheitsideal. Alessandro hat zwar grüne Augen(sorry, ich mag blau lieber), aber er spricht an und ich finde, der Panther passt perfekt zu ihm. Ich bin nicht unbedingt ein Freund von Gestaltwandlung, aber Kai Meyer beschreibt sie wunderbar. Man erlebt von Buch zu Buch wie Rosa sich immer besser mit der Schlange zurechtfindet und im letzten Teil beherrscht sie die Verwandlung selbstverständlich.

In Teil drei bekommt man kaum eine Atempause. Sofort ist man im Geschehen und die Geschichte nimmt einen rasanten Lauf. Es passiert so viel, das ich es gar nicht alles aufschreiben kann. Ich habe mir beim Lesen immer mehr die Geschichte wie einen Film vorgestellt. Und auch ehrlich gesagt, welchen FSK der Film bekommen würde. Ganz Mafiamäßig gibt es viel Blut, Tote und auch Küsse in eigentlich unromantischen Momenten. Ich finde es gut, das alles so unverschleiert beschrieben wird. Stellenweise gab es Dialoge die mir zu lang waren und irgendwann hatte ich den Moment, wo ich von zu viel Information erschlagen wurde. Sicher würde sich ein zweites Mal lesen noch mal lohnen, aber alles in allem habe ich die Zusammenhänge doch fassen können.

Über den Schluss lässt sich sicher streiten. Es wird noch eine Komponente mit ins Spiel gebracht, die etwas merkwürdig scheint, aber:

Achtung:Spoiler Aufklappen

warum sollte es in einer Geschichte, in der es Gestaltwandler gibt, nicht auch Götter geben?

Was mir viel mehr Kopfzerbrechen bereitet sind die unbeantworteten Fragen. Es gibt definitiv noch welche und ich würde mich wirklich über einen vierten Band freuen. Vielleicht überlegt sich das Herr Meyer noch ein mal.
Vielleicht werde ich die Reihe irgendwann noch mal lesen. Der Hintergrund der Geschichte ist gut recherchiert und eines meiner Reiseziele auf der Liste der Orte, die ich einmal sehen möchte ist Sizilien jetzt umso mehr vertreten. Der Mafiahintergrund ist genial. Einzig ein bisschen mehr Romantik hätte nicht geschadet. Aber ich liebe diese Reihe und zähle sie zu meinen absoluten Tops.
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